DE Prosa

Seelenverkäufer: Das Schicksal einer Deutsch-Amerikanerin

Ein Kind war ich noch damals, und wie hart hat mich das Schicksal in die Schmiede genommen, um einen Menschen aus mir zu machen, der Menschen und menschliche Schwächen versteht.

Chapters

1. Part 1

Ein Kind war ich noch damals, und wie hart hat mich das Schicksal in die Schmiede genommen, um einen Menschen aus mir zu machen, der Menschen und menschliche Schwächen versteht.

2. Part 2

Schon acht Tage nach meiner Entlassung aus der Anstalt holte Großvater mich nach Hause. Sie waren noch immer sehr gut zu mir, alle beide. Viel zu gut, ich weiß es wohl. Aber Gro...

3. Part 3

Doch in meinen Eingeweiden wühlte der Hunger; ich war jung und gesund und hatte seit vierundzwanzig Stunden nichts gegessen. Nach und nach trank ich den kalten Kaffee und aß auc...

4. Part 4

Wenn die Liebe oder der Sinnenrausch die Ursache einer Vereinigung sind, so ist sie geadelt durch das Gefühl. Hier aber! Es ist mir unfaßbar, wie Männer -- Männer mit Geist und...

5. Part 5

Die armen Dinger! Ich bin überzeugt, es sind ein paar arme Dienstmädchen vom Lande oder so was Ähnliches. Sie waren so schüchtern und linkisch, und an ihren Händen und Armen kon...

6. Part 6

Wir brauchen niemand, ganz allein für uns beide wollen wir sein. Ich werde sehr viel zu tun haben für die erste Zeit, die ganze Wohnung muß eingerichtet werden, und ich habe doc...

7. Part 7

Ich wünschte, ich wäre anders geartet; wäre gleichgültiger, dann könnte ich ruhig schlafen und säße nicht um vier Uhr morgens am Fenster meines Schlafzimmers und starrte mit bre...

8. Part 8

Ein Deutschamerikaner, der zu Besuch nach der alten Heimat geht. Vom ersten Tage an habe ich bemerkt, daß er nach mir sah, wenn ich über Deck oder durch den Salon ging.

9. Part 9

Frau Härtens und Herr Lünsberg saßen auf der andern Seite des Fährbootes -- wir waren auf der Rückfahrt von Coney Island -- und unterhielten sich; sie ahnten nicht, was Herr Tur...

10. Part 10

Oft denke ich, ich habe zu früh vom Baume der Erkenntnis gegessen. Vielleicht war mein Körper doch noch nicht entwickelt genug, um den Anforderungen ohne Schaden gerecht zu werd...

11. Part 11

Mir traten die Tränen in die Augen. Wer wußte es besser als ich, wie schön er war. Mit einem Schlage stand alles vor mir. Das Forsthaus, die Großeltern, die dunkeln Tannen, alle...

12. Part 12

Ach, und gottlob nichts, aber auch gar nichts von dem, was ich gefürchtet. Sein Aussehen ruft mir keine unangenehmen Erinnerungen wach. Dunkelbraunes Haar, schöne Nase, etwas ge...

13. Part 13

Als ich vor sechs Jahren am Sterbebette der Großmutter stand -- und sie mir sagte: »Du hast alles wieder gut gemacht, mein Kind,« da habe ich mich sehr gefreut. Die Anerkennung...