Category: Novels

Die Schwestern Hellwege

Frau Hellwege war am Dienstag gestorben, und morgen sollte sie das bäuerische Landhaus verlassen, in dem sie seit des Rechtsanwalts Hellwege Tod mit ihren vier Töchtern Sommer und Winter gelebt hatte.

Chapters

1. Part 1

Frau Hellwege war am Dienstag gestorben, und morgen sollte sie das bäuerische Landhaus verlassen, in dem sie seit des Rechtsanwalts Hellwege Tod mit ihren vier Töchtern Sommer u...

2. Part 2

Die blauen Rouleaus waren heruntergelassen, nur die zwei Fenster nach der Schattenseite waren offen geblieben. Hinter ihnen sah man einen schmalen Kiesweg, eine dichte Hecke mit...

3. Part 3

Sie saßen sich gegenüber in den tiefen Mahagonimöbeln. Julies Hände lagen ausgestreckt auf dem Holz. Von ihrem Körper strahlte ein feuchter Duft. Der Vanillegeruch der Heliotrop...

4. Part 4

Dann sprach er von ihrem Einsiedlerleben. »Ich glaube Sie zu verstehen,« meinte er freundlich. »Sie sind in engster Verbindung mit der Natur, die Ihnen immer mehr geben kann, al...

5. Part 5

Doch seit acht Tagen lag zwischen den Ästen eingeklemmt da oben ein Buch. Und wenn Evelyn dort saß, dann sah man nur etwas Weißes, das sich zusammenkauerte, und in der Mitte --...

6. Part 6

Vor ihren Augen flirrte etwas vorüber, was ganz schwarz war, wogte und plötzlich zerriß. Dann schien es ihr mit einem Male, als ob alles, was sie in der letzten halben Stunde er...

7. Part 7

Julie wurde sich über manche Dinge klar, an die sie bisher nur gelegentlich gedacht hatte. Ohne Hochmut! Da war weder Spott über Mariannes bräutliche Wichtigtuerei, noch jene ge...

8. Part 8

»Mein Herz wollte mal wieder nicht mit!« erklärte Fräulein Liecke mit wehleidigem Pathos. »Nächste Woche soll mein Konzert sein und ich kann nicht singen. Mit mir wird’s wohl üb...

9. Part 9

»Sehen Sie, liebes Kind, neulich hatte ich einen Brief von Ihrem Vormund. Er schrieb, Sie seien nun hier, und ich möchte mich in Erinnerung an Ihren seligen Vater Ihrer ein weni...

10. Part 10

Ich wollte Dir schon lange schreiben, seit drei Wochen nehme ich es mir jeden Morgen vor, aber ich bin nie dazu gekommen. Ich bin in der letzten Zeit zu manchem nicht gekommen....

11. Part 11

»Gewiß, ich verstehe, Sie wundern sich, daß mein Johannes Ihnen dies alles nicht selbst sagt. Er dachte, es würde Ihnen zu plötzlich kommen, zu unerwartet. Sie werden ihm für di...

12. Part 12

»Nicht wahr, du verstehst mich, Peter? Nicht die Menschen fürchte ich, und daß sie von Schande sprechen könnten; aber vor diesem Kinde würde ich mich fürchten, daß es einmal sag...

13. Part 13

Julie ging inzwischen durch den Garten. Sie lehnte sich ans Gitter und sah die Chaussee hinunter. Ein paar Torfwagen rumpelten vorüber, ein kleines Bauernmädchen knickste. Alles...

14. Part 14

Das hätte sie nun von dem Laufen bei Nebel und Tauwetter; so etwas könnte kein gutes Ende nehmen; aber sie hätte ja nicht hören wollen! Wunderlich, wie sie gewesen wäre! Eigentl...