Category: Novels

Zwischen Himmel und Erde

_Otto Ludwig_ (1813-1865) gehört zu den drei Großen des Jahres 1813. Neben dem titanischen Wesen Richard Wagners, neben Friedrich Hebbels grüblerischer aber den großen Wurf nie verfehlender Art steht der Sohn des Bürgermeisters aus dem thüringischen Städtchen Eisfeld wie einer...

Chapters

10. Part 10

»Ich habe dich durch Milde gewinnen wollen, aber du bist sie nicht wert. Ich habe viel von dir ertragen und will's noch,« sagte Apollonius; »du bist mein Bruder. Du gibst mir sc...

8. Part 8

»Weißt du, Mutter? der Onkel Lonius« -- die Mutter sprang auf und stieß das Kind von sich, als wäre er es selbst. »Sag' mir nichts mehr von -- sag' mir nichts mehr von ihm!« sag...

15. Part 15

Apollonius war hinzugeeilt und hatte sie aufgefangen. Da stand er und hielt das schöne Weib in seinen Armen, das Weib, das er liebte, das ihn liebte. Und sie war bleich und schi...

7. Part 7

Eine Nachtigall schlug in dem alten Birnbaume über ihr, so wunderbar und wie gewalttätig innig und tief. Vom Georgenturm bliesen vier Posaunen den Abendchoral. Über ihnen, und w...

3. Part 3

Die ganze erste Hälfte des folgenden Briefes, in welchem er seine Heirat meldete, klang die fromme Stimmung nach. Nach vielen herzlichen Trostesworten kam die Entschuldigung ode...

9. Part 9

Apollonius sollte nicht gehen, und das durch des Bruders Schuld, den allein in der ganzen Stadt sein Gehen freute. Freilich wird er die Schuld nicht anerkennen; auch diese wird...

13. Part 13

Der alte Herr schöpfte neue Hoffnung. Während Valentins Abwesenheit hatte er sich einen Augenblick dem ganzen Schmerz hingegeben, den ein Vater in seinem Falle nur empfinden kon...

4. Part 4

Der Ankömmling sprach immer eifriger mit den Kindern. Er hatte die Frage überhört, oder er wollte vor der zürnenden Frau nicht merken lassen, wessen Bild er so lebendig in sich...

12. Part 12

Wenn der Schieferdecker seine Platten zurichtet, sitzt er rittlings auf einer Bank, in deren Mitte das Haueisen, sein kleiner Ambos eingeschlagen ist. An eine solche stieß Fritz...

6. Part 6

Apollonius dagegen hatte von Natur und aus der Schule beim Vetter, was dem Bruder fehlte; er besaß die Würde der Persönlichkeit, die Folgerichtigkeit bis zum Eigensinn. Seine in...

2. Part 2

Wieder blieb er stehen. Dort stand das Vaterhaus, dahinter der Schieferschuppen; in derselben Vorstadt, nicht weit davon, das Haus, wo sie -- gewohnt hatte damals, als er in die...

11. Part 11

Das Leisegehen und Leisereden aber war wirklich und dauerte fort; und eine Leiche war in der Stube, eine schöne Kinderleiche. Während Fritz Nettenmair von Leitern und Fahrzeugen...

17. Part 17

Das letzte Wort der Grabrede war verklungen, die letzte Scholle auf Fritz Nettenmair's Sarg gefallen, die Leidtragenden waren heimgekehrt; es war Nacht geworden und wieder Tag,...

19. Part 19

In solchen Augenblicken hat, wer Ruhe zeigt, das Vertrauen, und dem gefaßten Tätigen unterordnen sich die andern ohne Frage. Der Bretterweg nach der Ausfahrtüre war schmal; durc...

16. Part 16

Fritz Nettenmair lacht im wilden Hohn und schluchzt zugleich im hilflosen Schmerz. Die Kinder sind ja nicht mehr sein. Er ist ja ihr Vater nicht mehr. Er ist's. Er! _Seine_ Kind...

5. Part 5

»Ich danke Ihnen,« entgegnete der alte Herr; »ich leide etwas an den Augen, aber es hat nichts zu sagen.« Er lächelte dazu und der Bauherr wechselte mit Apollonius einen Blick,...

1. Part 1

_Otto Ludwig_ (1813-1865) gehört zu den drei Großen des Jahres 1813. Neben dem titanischen Wesen Richard Wagners, neben Friedrich Hebbels grüblerischer aber den großen Wurf nie...

14. Part 14

Fritz Nettenmair hatte mit wachsendem Entsetzen die Rede des Vaters gehört. Daß seine Tat noch nicht öffentlich bekannt war, gab ihm Hoffnung. Die Angst vor dem gedrohten Tode w...

18. Part 18

Und Apollonius selbst? Bis jetzt hatte er den Druck dunklen Schuldgefühls, der sich an den Gedanken der Heirat knüpfte, zu schwächen vermocht, wenn er unentschieden den Entschlu...

20. Part 20

Der alte Herr geriet in Zorn, als Apollonius ihm seinen Entschluß, nicht zu heiraten, mitteilte. Er ließ dem Sohne die Wahl, die Ehre der Familie zu bedenken oder nach Köln zurü...