Public Domain

Vom Musikalisch Schonen Ein Beitrag Zur Revision Der Asthetik D

An der achten Auflage (1891) dieser zuerst im Jahre 1854 erschienenen Schrift war nichts weiter neu, als das passendere Format und die geschmackvollere Ausstattung. Dasselbe gilt von der hier vorliegenden _neuen_ Auflage. Auch dieser darf ich die Worte anpassen, welche _Fr. Th...

Chapters

1. Chapter 1

An der achten Auflage (1891) dieser zuerst im Jahre 1854 erschienenen Schrift war nichts weiter neu, als das passendere Format und die geschmackvollere Ausstattung. Dasselbe gil...

2. Chapter 2

Kann überhaupt das Gefühl keine Basis für ästhetische Gesetze sein, so ist obendrein gegen die Sicherheit des musikalischen Fühlens Wesentliches zu bemerken. Wir meinen hier nic...

3. Chapter 3

In ähnlicher Weise sind uns die elementaren Stoffe der Musik: Tonarten, Akkorde und Klangfarben schon an sich _Charaktere_. Wir haben auch eine nur zu geschäftige Auslegekunst f...

4. Chapter 4

[14] Zu welchen Absurditäten das falsche Prinzip führt, in jedem Musikstück die Darstellung eines bestimmten Gefühles zu finden, und das noch falschere: für jede Gattung musikal...

5. Chapter 5

Wenn man die Fülle von Schönheit nicht zu erkennen verstand, die im rein Musikalischen lebt, so trägt die _Unterschätzung des Sinnlichen_ viel Schuld, welcher wir in älteren Äst...

6. Chapter 6

Man pflegt oft anzuführen, daß Beethoven beim Entwurf mancher seiner Kompositionen sich bestimmte Ereignisse oder Seelenzustände gedacht haben soll. Wo Beethoven oder irgend ein...

7. Chapter 7

Das vergessen auch unsere Sänger, welche in Momenten größten Affekts Worte, ja Sätze _sprechend_ herausstoßen und damit die höchste Steigerung der Musik gegeben zu haben glauben...

8. Chapter 8

Die andere Hälfte unserer Autoren (unter ihnen _Kausch_ und die meisten Ästhetiker) erklärt die heilkräftigen Wirkungen der Musik von der _psychologischen_ Seite aus. Musik -- s...

9. Chapter 9

Die gerügte Art des Musikhörens ist übrigens nicht etwa identisch mit der in jeder Kunst vorkommenden Freude des naiven Publikums an dem bloß sinnlichen Teil derselben, während...

10. Chapter 10

Das Verhältnis zur Natur ist für jedes Ding das Erste, das Ehrwürdigste und das Einflußreichste. Wer auch nur flüchtig an den Puls der Zeit gefühlt, der weiß, wie die Herrschaft...

11. Chapter 11

Noch einen Einwand wird man aus der musikalischen Literatur herholen, um der Musik ein Naturschönes zu vindizieren. Beispiele nämlich, daß Tonsetzer aus der Natur nicht bloß den...

12. Chapter 12