DE Sachbuch

Stufen: Eine Entwickelung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen

Ich wurde am 6. Mai 1871 als einziges Kind des Landschaftsmalers Carl Ernst Morgenstern (Sohnes des Landschaftsmalers Christian Morgenstern) und seiner Ehefrau Charlotte Schertel (Tochter des Landschaftsmalers Josef Schertel) in München geboren und erlebte in unserm gegen Nymp...

Chapters

13. Chapter 13

So gut Kirchen innerhalb unseres Gemeinwesens möglich waren und teilweise noch sind, so gut dürfen wir es von den Tempeln einer neuen Kultur hoffen. Weihe ist alles. Ist erst Wi...

2. Chapter 2

Ich bin wie eine Brieftaube, die man vom Urquell der Dinge in ein fernes, fremdes Land getragen und dort freigelassen hat. Sie trachtet ihr ganzes Leben nach der einstigen Heima...

15. Chapter 15

Ich fürchte, -- und dieser unheimliche Gedanke kehrt mir, fast seit ich denken gelernt, immer wieder, --: nicht, daß wir sterben werden, ist zu fürchten, sondern daß wir nie ste...

4. Chapter 4

So müßte sich jeder Architekt vor die roheste natürlichste Form der Menschenarbeit hinstellen und an diesen Balken und Brettern seine ersten Kunstgedanken auslassen. Er sollte s...

1. Chapter 1

Ich wurde am 6. Mai 1871 als einziges Kind des Landschaftsmalers Carl Ernst Morgenstern (Sohnes des Landschaftsmalers Christian Morgenstern) und seiner Ehefrau Charlotte Scherte...

14. Chapter 14

(Zu Drews.) Es ist sehr lehrreich, daß dieses dicke und gelehrte Buch 'Die Religion als Selbstbewußtsein Gottes' gerade _die_ Idee, die Gott am tiefsten faßt, als 'wahnsinnig' h...

7. Chapter 7

Der Mensch en masse wird erst dann wieder achtbar werden, wenn er sich entschließt, neuen Adel aus sich zu züchten. Die schönsten Dinge auf Erden sind nur durch Adel möglich. No...

5. Chapter 5

Denke dir immer jemanden, auf den deine Sätze durchaus nicht so Eindruck machen, wie sie's dir selber bisweilen tun, der sie vielmehr trocken und gleichgültig prüft, ja beinahe...

8. Chapter 8

Das Resignieren der heutigen Menschen ist bereits eine Gewohnheit geworden wie Essen, Trinken und Schlafen; und deshalb ist es so gemein. Was für ein träges, ungeistiges Tier is...

9. Chapter 9

Mut, Mut, das fehlt dem sogenannten denkenden Wesen, dem Menschen -- als denkendem Wesen -- am meisten. Und dann Phantasie. (Aber was wäre Phantasie ohne Mut?) Vielleicht ist Ma...

6. Chapter 6

Wenn es einem Kritiker Freude macht, sich einen Schaffenden im Sinne eines Schöpfers zu nennen, so soll man ihm die Freude lassen. Der liebe Gott wird dann schon einmal zu ihm s...

10. Chapter 10

Alle Erziehung, ja alle geistige Beeinflussung beruht vornehmlich auf Bestärken und Schwächen. Man kann niemanden zu etwas bringen, der nicht schon dunkel auf dem Wege dahin ist...

12. Chapter 12

Du wohnst in einem Hause, das viele Menschen mit dir zugleich bewohnen. Einer dieser Hausgenossen ist ein auf den Tod Kranker, von dem du weißt, und viele der andern wissen es m...

16. Chapter 16

Es gibt keinen größeren Stilisator in der Natur als den Tod. Gib das Leben dem Tod in die Hand und du übergibst es -- seiner Kultur. Selbst mit dem Menschen ist es nicht anders....

3. Chapter 3

Ich träumte mir die Kraft eines Zukünftigen, -- _meine_ Zukunft und ließ, als ich vom Haus der lieben Freunde dankbar Abschied nahm, in jedem Zimmer eine Rose zurück, geschaffen...

11. Chapter 11

Tiefstes Problem des modernen -- also wesentlich häßlichen, irgendwie verbogenen, schlecht weggekommenen -- Menschen: Wie kann Schönes aus Unschönem kommen? Wie Vollkommenheit a...

17. Chapter 17

Die Menschen sollen einander lieben, aber damit ist nicht gesagt, daß ihnen dies nicht so schwer wie möglich gemacht wird und fallen soll, denn es gibt keine wohlfeile Liebe. Es...