DE Drama
Agnes Bernauer
Hebbel, Friedrich, 1813-1863 · 7 chapters · 25,647 words
Theobald (allein, einen Blumenstrauß in der Hand). Ich weiß nicht, was ich tun soll. (Er hält den Blumenstrauß empor.) Zertret ich dich? Um die schönen Rosen wär's schade, die sind unschuldig! Oder überreich ich dich? Nein, gewiß nicht, und das hätt' ich ihm gleich gesagt, dem...
Summary
Theobald (allein, einen Blumenstrauß in der Hand). Ich weiß nicht, was ich tun soll. (Er hält den Blumenstrauß empor.) Zertret ich dich? Um die schönen Rosen wär's schade, die sind unschuldig! Oder überreich ich dich? Nein, gewiß nicht, und das hätt' ich ihm gleich gesagt, dem Herrn Ungetreu, der zu glauben scheint, daß ich keine Augen habe, und kein Herz, und kein Blut, wenn--ja, das war's ja! Ich wollte sie prüfen! Da kommt sie! Mit dem Morgensüppchen des Vaters! Oh, wie das schmecken muß! Wenn die für mich einmal kochte, ich--(Verbirgt den Strauß.)
Chapters
1. Part 1 Theobald (allein, einen Blumenstrauß in der Hand). Ich weiß nicht, was ich tun soll. (Er hält den Blumenstrauß empor.) Zertret ich dich? Um die schönen Rosen wär's schade, die s...
2. Part 2 Albrecht. Frauenhoven, das ist ein großes Unglück! Ich glaub's dir, daß du nicht anders kannst, es wäre Wahnsinn von mir, wenn ich verlangte, daß du entsagen solltest, hier hört...
3. Part 3 Caspar Bernauer. Er nimmt seine Bewerbung um deine Hand zurück, die läßt er dir, er ist nicht unverschämt! Das übrige, nun ja, das möcht' er, ich weiß nicht, ob für immer oder a...
4. Part 4 Ernst. Gott geb's, ich wünsch es von Herzen! Aber--was trieb mein Albrecht schon alles, als er vier Jahr' alt war! Da kam kein Bart ungerupft vom Schloß, und kein Fenster blieb...
5. Part 5 Ernst. Bürger von Augsburg, Eidam des Vaters, empfangt jetzt Segen und Hochzeitsgabe zugleich! (Fährt fort.) Es lebe mein Nachfolger! (Er steigt von der Tribune herunter.) Wer e...
6. Part 6 Agnes (eilt in den Garten). Da kann ich ihn zu Pferd steigen sehen! (Sie kehrt wieder um.) Ja, wenn er selbst mich in die Höhe höbe und über die Mauer kucken ließe, wie damals,...
7. Part 7 Ernst. Dann werde, was will! Ich habe das Meinige getan und sorge für die Gräber. Aber es kann auch anders kommen. Der Fürst schlief nur in ihm, er war nicht tot. Warum hätt' er...