Westafrikanische Kautschuk-Expedition

Part 30

Chapter 303,442 wordsPublic domain

Von dem Waldgebiete Kameruns habe ich nur die Gegenden am Kamerun-Gebirge kennen gelernt und dann die riesigen Wälder der Sanga-Ngoko-Region. Wie es bei einem Gebirge von derartigen Dimensionen vorauszusetzen ist, hat das Kamerun-Gebirge einen höchst bemerkenswerten Einfluß auf die Niederschläge jener Regionen, und diesen sowohl wie der Elevation des Terrains ist es zu verdanken, daß wir hier eine äußerst üppige Flora vorfinden, welche sehr reich an bisher noch nicht aus anderen Gegenden des Schutzgebietes bekannt gewordenen Arten ist. Vor allen Dingen ist es der Reichtum an Farnen und Epiphyten aller Art, welcher das Auge des Forschers hier entzückt. In den Regionen zwischen 1000 und 2000 m Höhe finden wir sogar Baumfarnen. Die Epiphyten gehören außer zu den Farnen (+Polypodium+, +Aspidium+, +Davallia+, +Trichomanes+, +Hymenophyllum+ und den interessanten +Platycerien+) vorzugsweise den Orchidaceen an. Die in diesem Gebiete auftretenden epiphytischen Orchidaceen nehmen ihrer Zahl nach einen sehr umfangreichen Platz in der Zusammensetzung der Flora ein. Hauptsächlich sind es die Gattungen +Angraecum+ (+Mystacidium+, +Listrostachys+), +Bubbophyllum+ (+Megadinium+), +Polystachya+, +Eulophia+ (1 Art), +Ancistrochilus+ (1 Art) und +Liparis+, welche hier auftreten. In dem Humus der Wälder finden wir außerdem eine große Zahl terrestrischer, zum Teil saprophytischer Arten. Die Vegetation, welche sich im tiefen Schatten dieser Wälder verbreitet hat, besteht vorzugsweise aus Rubiaceen, unter denen die +Poychotria+-Arten eine sehr bedeutende Rolle spielen, aus Acanthaceen mit prachtvoll gefärbten Blüten. Dorstenien mit ihren eigenartigen Inflorescenzen, schattenliebende Gräsern und Cyperaceen stellen ein anderes umfangreiches Kontingent. Die sonst mehr oder minder epiphytischen +Culcasia+-Arten kriechen nur an feuchteren Stellen über weite Flächen am Boden hin und scheinen ein recht behagliches Dasein zu führen, aber seltener Blüten zu entwickeln. An felsigeren Stellen zeigen sich häufig kleine Scrophulariaceen und Cyrtandreen (+Streptocarpus+) und hier und da auch einige Labiaten (+Coleus+) und Begonien.

Längs der Gebirgsbäche finden wir vor allen Dingen eine äußerst üppige Flora. Nicht nur Epiphyten sind an den überhängenden Ästen und Zweigen der Bäume in besonders reicher Zahl anzutreffen, sondern auch eine große Zahl teils unter Wasser wachsender Pflanzen, unter denen besonders das prachtvolle Crinum natans mit seinen schneeweißen Blüten Erwähnung verdient. Höchst beachtenswert sind ferner jene Gewächse, welche während einer mehr oder minder kurzen Zeit im Jahre bei dem hohen Wasserstande von den Fluten erreicht werden. Zu diesen gehören außer Araceen, Cyperaceen und Urticaceen vor allen Dingen die prachtvollen +Impatiens+-Arten, welche in ihren Blüten interessante, an Orchidaceen erinnernde Formen aufweisen. Die Leguminosen, welche hier weniger reichlich vertreten sind, werden durch die +Aeschynomeen+- und +Desmodium+-Arten repräsentiert. Melastomaceen suchen die Ränder der Bäche mit Vorliebe auf, da sie dort die ihnen zusagende Feuchtigkeit und genügend Licht finden.

Die Urwaldbäume setzen sich aus ähnlichen Elementen zusammen wie die des Yoruba-Waldes, nur treten hier bedeutend mehr Arten hinzu, und die Entwickelung derselben ist eine üppigere. Besonders Leguminosen sind vorherrschend. Für den Botaniker liegt gerade in der Ermittelung der Urwaldbäume noch ein großes Arbeitsfeld vor.

Da in der Ngoko-Region meine Zeit durch andere Arbeiten sehr stark in Anspruch genommen war, konnte ich dort der Flora nicht die Aufmerksamkeit schenken, welche ich ihr gern entgegengebracht hätte. Nach meinen oberflächlichen Beobachtungen scheint sie der des Yaunde-Gebietes sehr ähnlich zu sein, doch treten bei ihr einige Arten hinzu, deren Hauptverbreitungsgebiet eigentlich in dem großen Urwalde des Congo-Beckens liegt. Zu diesen gehören hauptsächlich die auf die Flußränder und die, dem Congo-Becken eigenen, Sumpfwälder beschränkten Arten.

Entgegen den Ansichten vieler Botaniker möchte ich glauben, daß die Congo-Flora sehr arm an endemischen Arten ist. Endemismen finden sich hauptsächlich in der ersten von mir oben erwähnten Vegetationszone des Gebietes. Diese erstreckt sich von der Küste bis zum Stanley-Pool einerseits und dem Kassai-Kwango-Gebiete andererseits. Im Süden geht die Zone vollständig in die Angola-Benguella-Flora über. Wenn ich einerseits hier den Stanley-Pool als Grenze angebe, so meine ich damit nur die politische Grenze des Congostaates, denn nach Norden geht das Gebiet so weit in die französischen Besitzungen hinein, wie die Ausläufer der von Angola kommenden Sierra do Crystal, also fast bis in das Ogowe-Gebiet.

Die Vegetation dieser Zone, welche sich durch hügelige Physiognomie auszeichnet, ist mit der Flora der Angola-Hochländer eng verwandt, und viele, ja ich möchte sagen sehr viele Arten treten hier noch auf, welche ursprünglich von dem Huilla-Plateau bekannt geworden sind. In den Thälern, zwischen den Hügeln oder längs der Flußläufe haben sich Galerie- und Buschwälder gebildet, deren Elemente teils, wie in den Galeriewäldern des unteren Congo, der Flora des Congo-Beckens entstammen, teils dieselben Arten aufweisen, wie die Buschwälder von Angola.

Auf den grasigen Hügeln finden wir ein reiches Gemisch von Arten der verschiedensten Familien. Außer Gräsern und Cyperaceen begegnen wir besonders Leguminosen (mit vielen +Indigofera+- und +Crotalaria+-Arten) Compositen (besonders Vernonien und sogar +Helichrysum+-Arten), Rubiaceen, Gentianaceen, viele Scrophulariaceen etc., kurzum eine typische afrikanische Grassteppenflora, wie wir sie aus Transvaal, Angola und Ostafrika bereits sehr wohl kennen. In den Sümpfen oder am Rande derselben fehlen weder Utricularien noch die Eriocaulonaceen, sonst wiederholen sich dieselben Erscheinungen, Rubiaceen, Scrophulariaceen, Iridaceen, Araceen, Orchidaceen und die prachtvollen Melastomataceen, alle Familien sind vertreten.

Als ich in den sandigen Ebenen bei Dolo am Stanley-Pool sammelte, war ich über die Flora im höchsten Maße überrascht, fast glaubte ich mich in die Hoogeveld-Steppen von Transvaal zurückversetzt, so ähnlich war die Flora derjenigen, welche ich im Sommer 1893/94 dort beobachtet hatte. Hier liegt ein neuer Beweis für die Verwandtschaft der Floren ähnlicher Gebiete in Afrika vor. Die Arten sind zwar in demselben verschieden, doch kann man dessenungeachtet eine wirklich auffallende Gleichförmigkeit der Steppenfloren sowohl wie der typischen Urwaldfloren konstatieren. Westafrika besitzt gewiß mit seinen bedeutenden Niederschlägen eine recht typische Flora; doch sind die Hauptvertreter mit den ostafrikanischen Typen immer mehr oder minder nahe verwandt.

Die zweite Vegetationszone, welche ich im Congo zu beobachten Gelegenheit hatte, möchte ich als typische Flora des Congo-Beckens bezeichnen. Sie bildet im allgemeinen die Flora des sogenannten Äquatorialwaldes und der Ufer des Congo und seiner Nebenflüsse. Oben habe ich bereits angedeutet, wie arm diese Flora an typischen Arten ist.

Wenn wir annehmen, daß die Flora des Congo-Beckens noch jüngeren Alters ist, so wird diese ihre Armut leichter erklärlich, und es lassen sich einige recht interessante Beispiele der Einwanderung verschiedener Arten noch heute feststellen. Leider ist es mir nicht möglich, im Innern des Gebietes, vor allen Dingen nach Osten, die Grenzen dieser Florenzone auch nur annähernd festzulegen, da ich nicht weit genug ins Innere desselben gekommen bin, und deshalb wäre es sehr wünschenswert, wenn wir dereinst von kompetenterer Seite etwas darüber erfahren könnten.

Die Flora des Congo-Beckens besitzt sehr ausgesprochene Anklänge an die Flora des Kamerun-Gebietes und des französischen Congo. Ich halte es daher für sehr wahrscheinlich, daß von dort aus die größere Zahl der Pflanzen eingewandert ist. Noch heute finden wir gegenüber der Mündung des Sanga, bei Lukulela, eine Urwaldflora, welche sich durch eine merkwürdige Reichhaltigkeit und Verwandtschaft oder Gleichheit mit Südkamerun-Typen auszeichnet. Wenn wir nun in Betracht ziehen, daß eine nicht unerhebliche Menge des vom Sanga in den Congo fließenden Wassers aus jenen Gegenden entstammt, so glaube ich diese Florenverwandtschaften darauf zurückführen zu können. -- Ebenso finden wir am Unterlaufe des Kassai und in der Nähe der Mündung desselben eine erhebliche Anzahl von Arten, deren Ursprung auf die südlich gelegenen Gebiete zurückzuführen ist. Leider kann ich mir kein Urteil erlauben über die Gebiete östlich der Stanley-Fälle, doch bin ich fest davon überzeugt, daß ein großer Prozentsatz der Pflanzen des Congo-Beckens von dorther stammt. Ein anderes Verhältnis darf ja auch in einem Stromgebiete von der geringen Elevation des Congo-Beckens nicht erwartet werden. Alljährlich zur Zeit des hohen Wasserstandes werden, ähnlich wie im Gebiete des Amazonas, die Wälder mehr oder minder hoch vom Wasser überspült.

Diesen Verhältnissen passen sich eine Anzahl von Bäumen an, indem sie ihre Stämme wie die Pandanusarten durch Stützwurzeln über den Boden emporheben. Wie schon oben bemerkt, besteht die Urwaldflora fast ausschließlich aus Gewächsen, welche im Kamerun-Urwalde anzutreffen sind. Anders dagegen setzt sich die Flora der Flußufer zusammen. Häufig finden wir dort noch im Wasser stehend Impatiens- und Aschynomene-Arten und eine als „Bubandja“ bekannte Euphorbiacee. +Calamus+-Arten bilden am Waldrande oft undurchdringliche Gestrüppe, in deren Schatten sich mit Vorliebe +Alpinia+-Arten ansiedeln. Besonders typisch für die Flußufer sind unter den Bäumen +Copaifera+-Arten und +Irvingia Smithii Hk. f.+, die sich sehr gern mit Orchidaceen bekleidet.

In der folgenden Aufzählung bin ich dem +Engler+schen System gefolgt, sowohl in der Anordnung der Familien wie der Gattungen. Die einzelnen Arten sind alphabetisch aufgezählt.

Allen den Herren, welche sich an der Bestimmung meiner Sammlungen beteiligt haben, vor allen Dingen Herrn Geheimrat Professor Dr. A. +Engler+, welcher mir stets in liebenswürdigster Weise die Benutzung des reichen Berliner Herbariums gestattete, spreche ich hiermit meinen besten Dank aus.

=Gramineae.= (Det. R. +Pilger+.)

+Andropogon L.+

1. A. brevifolius Sw.?

In paludibus prope Leopoldville pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12514.

+Anthephora Schreb.+

1. A. elegans Schreber var. africana Pilger n. var.

In avenosis prope Leopoldville pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12508.

+Melinis Beauv.+

1. +M. gracilis Pilger+ n. sp.

In collibus arenosis inter Ibadan et Abeokuta (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 12338.

+Panicum L.+

1. +P. bongaënse Pilger+ n. sp.

In fruticetis prope Bonga, ad ostium fluminis Sanga (Congo français). VIII. 1899 -- No. 12647.

Zur Sektion Ptychophyllum gehörig.

2. P. brizanthum Hochst.?

In fruticetis prope Bonga ad ostium fluminis Sanga (Congo français). VIII. 1899 -- No. 12663.

3. P. ovalifolium Porir.

In planitie avenosa prope Dolo pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12496.

4. P. uncinatum Raddi.

In cultis prope Bibundi (Kamerun). IV. 1899 -- No. 12419.

+Olyra L.+

1. O. brevifolia Schum.

In fruticetis ac ad margines silvarum juxta flumen Ngoko (Kamerun). IX. 1899 -- No. 12750.

+Leptaspis+ R. Br.

1. L. conchifera Hack.

In silvis primaevis prope Ikorodu (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 12998.

+Sporobolus+ R. Br.

1. S. Molleri Hack.

In arenosis pone Leopoldville (Congo). VI. 1899 -- No. 12552.

2. S. strictus Franch.

In planitie arenosa prope Dolo, pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12448.

+Microchloa+ R. Br.

1. M. setacea R. Br.

In apertis prope Leopoldville pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1900 -- No. 12585.

+Leptochloa Beauv.+

1. L. chinensis Nees.

In fruticetis prope Bonga ad ostium fluminis Sanga (Congo français). VIII. 1899 -- No. 12680.

+Eragrostis Host.+

1. E. ciliaris Lk.

In fruticetis prope Leopoldville pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12680.

2. E. pilosa P. B.

In collibus graminosis inter Ibadan et Abeokuta (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 13018.

3. E. plumosa Retz.

In collibus graminosis prope Ibadan (Yoruba-Land), III. 1899 -- No. 12328.

4. +E. sabulicola Pilger+ n. sp.

In dunis maritimis prope Cape Lopez (Congo français). XII. 1899 -- No. 12817.

5. E. tremula Hochst.

In umbrosis prope Leopoldville pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12507.

+Streptogyne Beauv.+

1. S. crinita P. B.

In silvis primaevis juxta flumen Dja (Kamerun). X. 1899 -- No. 11778.

+Centotheca Desv.+

1. C. lappacea Deso.

In fruticetis prope Kriegsschiffhafen (Kamerun). IV. 1899 -- No. 12395. In planitie arenosa prope Dolo pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12499.

+Guaduella Franch.+

1. G. marantifolia Franch.

In silvis primaevis juxta „Muni-River“ pone Corisco Bay. XII. 1899 -- No. 12827.

=Cyperaceae.= (Det. +K. Schumann.+)

+Cyperus Michx.+

1. C. amabilis Vahl.

In sabulosis prope Leopoldville pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12533.

2. C. caracasanus H. B. et Kth.

In collibus graminosis inter Ibadan et Abeokuta (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 13017.

3. C. cuspidatus H. B. et Kth.

In arenosis prope Leopoldville ad Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12517.

4. C. diffusus Vahl.

In silvis prope Coquilhatville (Congo). VII. 1899 -- No. 12605.

5. C. rotundus L.

In humidis prope Ikorodu (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 12297. In arenosis prope Leopoldville, pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12515.

6. C. radiatus Vahl.

In paludibus prope Noki (Congo). V. 1899 -- No. 12439; In humidis prope Leopoldville, pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12513.

7. C. Smithianus Ridl.

In fruticetis prope Coquilhatville (Congo). VII. 1899 -- No. 12608.

8. C. umbellatus C. B. Cl.

In collibus graminosis inter Ibadan et Aberkuta (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 12336.

9. C. spec.

In humidis prope Irebu (Congo). VII. 1899 -- No. 12641.

10. C. spec.

In humidis prope Leopoldville, pone „Stanley-Pool“ (Congo). VI. 1899 -- No. 12577.

11. C. spec.

In humidis prope Leopoldville, pone „Stanley-Pool“ (Congo). VI. 1899 -- No. 12511.

+Killingia Rottb.+

1. K. humilis Michx.

In humidis prope Irebu (Congo). VII. 1899 -- No. 12642.

2. K. pumila Michx.

In collibus arenosis inter Ibadan et Abeokuta (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 12348. In arenosis prope Coquilhatville (Congo). VII. 1899 -- No. 12603.

3. K. triceps Rottb.

In humidis prope Irebu (Congo). VII. 1899 -- No. 12642.

+Scirpus Tournef.+

1. S. barbatus.

In avenosis humidis prope Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12568.

2. S. spec. nov.

In insulis sabulosis in flumine Congo, loco Stanley-Pool appellato. VI. 1899 -- No. 12569.

+Fimbristylis Vahl.+

1. F. diphylla Vahl.

In collibus graminosis inter Ibadan et Abeokuta (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 12346.

2. F. Philosa Vahl.

In clivis graminosis montium Agome alt. c. 300 m (Togo). III. 1900 -- No. 12967.

3. F. spec.

In arenosis inter Ibadan et Aberkuta (Yoruba-Land). IV. 1899. -- No. 12347.

4. F. spec.

In insulis fluminis Congo, loco Stanley-Pool appellato. VI. 1899 -- No. 12558.

+Hypolytrum L. C. Rich.+

1. H. nemorosum P. de Beauv.

In umbrosis prope Leopoldville pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 --No. 12583.

=Araceae.= (Det. +A. Engler.+)

+Culcasia Beauv.+

1. C. scandens P. Beauv.

Ad truncos arborum scandens in silvis prope Ikorodu (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 12304. In silvis primaevis prope Kriegsschiffhafen (Kamerun). IV. 1899 -- No. 123997. In umbrosis prope Leopoldville, pone Stanley-Pool (Congo). IV. 1899 -- No. 12561.

2. C. striolata Engl.

Ad truncos arborum in umbrosis prope Leopoldville (Congo). VI. 1899 -- No. 12522; No. 12581.

3. C. tenuifolia Engl.

Ad truncos arborum scandens prope Leopoldville pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12565.

+Anchomanes Schott.+

1. A. dubius Schott.

In graminosis inter Ibadan et Abeokuta (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 13028.

+Hydrosme Schott.+

1. H. Baumannii Engl.

In graminosis prope Badja (Togo). IV. 1900 -- No. 12977.

+Nephthytis Schott.+

1. N. Poissonii Engl.

In silvis primaevis inter Mundame et Otam (Kamerun), alt. c. 200 m. I. 1900 -- No. 12886.

+Anubias Schott.+

1. A. Afzelii Schott.

In rivulis prope Bibundi (Kamerun). IV. 1900 -- No. 12412.

=Eriocaulonaceae.= (Det. +Ruhland.+)

+Syngonanthus Ruhl.+

1. +S. Schlechteri Ruhl.+ n. sp.

In sabulosis humidis prope Dolo pone Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12453.

=Commelinaceae.= (Det. +K. Schumann.+)

+Pollia Thbg.+

1. P. condensata C. B. Cl.

In silvis primaevis juxta flumen Ngoko (Kamerun). IX. 1899 -- No. 12753.

2. P. Mannii C. Bl. C.

In silvis primaevis juxta flumen Dja (Kamerun). IX. 1899 -- No. 12768.

+Palisota Rchb.+

1. P. acuminata C. B. Cl.

In fruticetis prope Coquilhatville (Congo). VII. 1899 -- No. 12613.

2. P. thyrsiflora Bth.

In silvis primaevis prope Ishagamo (Yoruba-Land). IV. 1899 -- No. 13007.

+Commelina Glum.+

1. C. capitata Bth.

In silvis prope Mundame (Kamerun). I. 1900 -- No. 12930.

+Polyspatha Bth.+

1. P. paniculata Bth.

In silvis primaevis juxta flumen Sanga, inter Bonga et Wesso (Congo français). VIII. 1899 -- No. 12714.

2. P.? spec.?

In silvis primaevis juxta flumen Ngoko (Kamerun). XI. 1899 -- No. 12741.

+Aneilema R. Br.+

1. A. beninense Kth.

In silvis prope Ikorodu (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 12303.

2. A. ovato-oblongum P. de Beauv.

In silvis primaevis juxta flumen Dja et Ngoko (Kamerun). IX. 1899 -- No. 12761, 12783. In umbrosis prope Leopoldville (Congo). VI. 1899 -- No. 12530.

3. +A. setulosa K. Sch.+ n. sp.

In graminosis prope Badja (Togo). IV. 1899 -- No. 12973.

+Buforrestia C. B. Cl.+

1. B. imperforata C. B. Cl.

In silvis primaevis juxta flumen Dja (Kamerun). IX. 1899 -- No. 12761.

+Forrestia A. Rich.+

1. F. Preussii K. Sch.

In silvis primaevis prope Kriegsschiffhafen (Kamerun). IV. 1899 -- No. 12389.

+Floscopa Lour.+

1. F. africana C. B. Cl.

In silvis juxta flumen Sanga inter Bonga et Wesso (Congo français). VIII. 1899 -- No. 12691.

=Amaryllidaceae.= (Det. +H. Harms.+)

+Haemanthus Tourn.+

1. H. cinnabarinus Deue.

In silvis primaevis prope Ishagamo (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 13005.

+Crinum L.+

1. C. natans Bkr.

In rivulis lapidosis prope Muea (Kamerun) alt. c. 600 m., I. 1900 -- No. 12851.

=Dioscoreaceae.= (Det. +H. Harms.+)

+Dioscorea Plum.+

1. D. Preussii Pax.

In fruticetis prope Wesso ad flumen Sanga (Congo français). VIII. 1899 -- No. 12722.

2. +D. Schlechteri Harms+ n. sp.

In fruticetis prope Leopoldville ad Stanley-Pool (Congo). VI. 1899 -- No. 12548.

Ist mit D. Dusenii Uline verwandt, verschieden durch schmälere Blätter.

=Cyanastraceae.= (Det. +A. Engler.+)

+Cyanastrum Oliv.+

1. C. cordifolium.

In silvis inter Ibadan et Abeokuta (Yoruba-Land). III. 1899.

=Iridaceae.= (Det. +R. Schlechter.+)

+Gladiolus Tourn.+

1. G. spec. aff. brevifolio Jacq.

In planitie arenosa prope Dolo juxta Stanley-Pool (Congo) VI. 1899 -- No. 12445.

=Zingiberaceae.= (Det. +K. Schumann.+)

+Amomum L.+

1. A. granum paradisi L.

In silvis prope Ikorodu (Yoruba-Land). III. 1899 -- No. 12993.

=Burmanniaceae.= (Det. +R. Schlechter.+)

+Gymnosiphon Bl.+

1. G. squamatus Wright.

Saprophyt auf faulendem Laube in den Urwäldern bei Corisco Bay (Gabron). XII. 1899 -- No. 12831.

=Orchidaceae.= (Det. +R. Schlechter.+)

+Platanthera L. C. Rich.+

1. P. pleistophylla Schltr.

In graminosis prope Kinchassa pone Stanley-Pool (Congo). XI. 1899 -- No. 12797.

Brachycorythis Leopoldi Krzl., welche sich in keiner Weise von Brachycorythis pleistophylla, dem Typus der vorliegenden Art, unterscheidet, gehört auch hierher.

+Habenaria W.+

1. H. Guingangae Rchb. f.

In graminosis humidis prope Cape Lopez (Congo français). XII. 1899 -- No. 12816.

H. Poggeana Krzl. kann ich spezifisch von dieser Art nicht trennen. Die Blüten sind orangegelb.

2. H. macrandra Ldl.

In silvis primaevis juxta flumen Sanga (Congo français). XI. 1899 -- No. 12991.

Nach genauen Untersuchungen an lebendem Material kann ich die Rolfesche Gattung Podandria nicht annehmen. Wir müßten sonst die Gattung Habenaria in viele kleine Gattungen zerlegen.

3. +H. stenoloba Schltr.+ n. sp.

In collibus graminosis prope Libreville (Congo français). XII. 1899 -- No. 12824.

+Disperis Sw.+

1. +D. togoensis Schltr.+ n. sp.

In rupibus montium Agome prope Ashanti-Kpoeta (Togo). III. 1900 -- No. 12990.

+Nervilia Geaud.+

1. N. umbrosa Schltr.

In graminosis prope Kewe (Togo). III. 1900 -- No. 12947.

In fruticetis prope Atikpui (Togo), IV. 1900 -- No. 12984.

Pogonia umbrosa Rchb. f. P. viridiflava. Rchb. f. scheint auch nicht verschieden.

+Vanilla Sw.+

1. V. africana Ldl.

Juxta rivum Meandja (Kamerun), alt. 600 m. I. 1900 -- No. 12862.

Ich kann V. cucullata Krel. nicht von dieser Art getrennt halten. Das im Berliner Herbar vorhandene Original stimmt mit V. africana Ldl. vollständig überein.

2. V. spec.

In silvis juxta flumen Sanga inter Bonga et Wesso (Congo français). VIII. 1899 -- No. 12701.

Ein Exemplar ohne Blüten.

+Epipogon Gmel.+

1. E. nutans Rchb. f.

In silvis primaevis prope Mafura (Kamerun), alt. 400 m. I. 1900 -- No. 12910.

+Auxopus Schltr. n. gen.+

1. +A. kamerunensis Schltr.+

In silvis primaevis inter Nyoke et Mundame (Kamerun), alt. c. 200 m. I. 1900 -- No. 12875.

Eine sehr interessante neue Gattung, welche mit Didymoplexis verwandt ist, sich aber durch freie Petalen und die Columna unterscheidet. Die Blütenstiele der winzigen Blüten verlängern sich bis zur Fruchtreife sehr bedeutend.

+Zeuxine Ldl.+

1. Z. Batesii Rolfe.

In silvis primaevis prope Buea (Kamerun), alt. c. 600 m. I. 1900 -- No. 12839.

2. Z. elongata Rolfe.

In silvis primaevis prope Lukulela (Congo). VII. 1899 -- No. 12644.

+Cheirostylis Bl.+

1. C. lepida Rolfe.

In silvis primaevis supra Buea (Kamerun), alt. c. 1100 m. I. 1900 -- No. 12845.

Ich neige der Ansicht zu, daß diese Pflanze richtiger bei Zeuxine verblieben wäre. Mir selbst ist die Gattung Cheirostylis zu wenig bekannt, um mir ein endgültiges Urteil bilden zu können.

+Hetaeria Bl.+

1. H. Mannii Rchb. f.

In silvis primaevis prope Victoria (Kamerun), alt. c. 100 m. II. 1900 -- No. 12946.

+Maniella Rchb. f.+

1. M. Gustavi Rchb. f.

In silvis primaevis prope Victoria (Kamerun), alt. c. 200 m. II. 1900 -- No. 12945.

+Corymbis Thou.+

1. C. Welwitschii Rchb. f.

In silvis prope Kriegsschiffhafen, alt. 20 m (Kamerun). IV. 1899 -- No. 12381.

+Microstylis Nutt.+

1. M. stelidostachya Rchb. f.

In silvis primaevis juxta flumen Mungo (Kamerun), alt. c. 100 m. I. 1900 -- No. 12944.

Abweichend von den anderen Microstylis-Arten, ist hier das Labellum nach unten gekehrt.

+Liparis L. C. Rich.+

1. L. guineensis Ldl.

In collibus graminosis prope Libreville (Congo français). XII. 1899 -- No. 12825. In paludibus prope Cape Lopez (Congo français). XII. 1899 -- No. 12810.

2. +L. epiphytica Schltr.+ n. sp.

Epiphytica in arboribus juxta flumen Sanga prope N’Kundi (Congo français). VIII. 1899 -- No. 12694; juxta flumen Ngoko et Dja (Kamerun). IX.–X. 1899.

+Polystachya Ldl.+

1. P. Adansoniae Rchb. f.

In ramis arborum in silvis primaevis prope Bibundi (Kamerun). IV. 1899 -- No. 12409.

P. albo-violacea Krzl. und P. Dusenii Krzl. sind von dieser Art nicht verschieden.

2. P. bifida Ldl.

In arboribus silvae supra Buea (Kamerun). I. 1900 -- No. 13043.

Die vorliegende Pflanze wurde von Kränzlin als P. farinosa beschrieben, doch unterscheidet sie sich nur durch etwas stärkeren Wuchs von den Originalexemplaren der P. bifida. Die Blütenteile beider sind vollkommen gleichgestaltet.

3. P. caloglossa Rchb. f.

Epiphytica in ramis arborum prope Bibundi (Kamerun). IV. 1899 -- No. 12359.

4. P. coriscensis Rchb. f.

In arboribus juxta „Muni-River“ (Corisco Bay). XII. 1899 -- No. 12829.

P. biglandulosa Krzl. gehört hierher.