Part 41
[149] Die Scheu den Schlafenden zu wecken beruht wohl auf dem sehr verbreiteten Aberglauben, dass im Traume die Seele den Körper verlasse (zahlreiche Beisp. davon in Bastian's Werken). Bei den Tinguianes (Nord-Luzon) lautet der ärgste aller Flüche: mögest Du schlafend sterben (Informe I, 14).
[150] Lewin, (Chittagong Hill tracts 1869. S. 46,) erzählt von den dortigen Bergvölkern: »Ihre Art zu küssen ist sonderbar: statt Lippe an Lippe zu pressen, legen sie Mund und Nase auf die Wange, und ziehn den Athem stark ein. In ihrer Sprache heisst es nicht: Gieb mir einen Kuss, sondern: rieche mich.«
[151] Vielleicht Topfstein, der in China zur Anfertigung billigen Schmucks dient; gypsartig bezieht sich wohl nur auf den Härtegrad.
[152] In der Christy'schen Sammlung in London sah ich an einer Vorrichtung aus den Schifferinseln einen derartigen Stein geschickt verwendet, um Vorräthe gegen Ratten und Mäuse zu schützen: man zieht eine Schnur durch den Stein, befestigt das eine Ende derselben an der Decke der Wohnung, hängt am andern die aufzubewahrenden Gegenstände auf. Ein Knoten in der Mitte der Schnur verhindert ihn weiter hinabzugleiten, jede Berührung bringt ihn aus dem Gleichgewicht, es ist den Ratten nicht möglich über ihn fort zu klettern. Eine ähnliche auf den Viti-Inseln gebräuchliche Vorrichtung, aber von Holz, ist im Atlas zu Dumont d'Urville Voy. au Pole sud I. 95 abgebildet.
[153] Carletti Viaggi 2. 11.
[154] Life in the Forests of the Far East 1. 300.
[155] Nach Pater Camel (Philos. transact. London vol. XXVI. pg. 246): hantu schwarze Ameise von der Grösse einer Wespe, amtig kleinere schwarze, hantic rothe Ameise.
[156] Nach Dr. Gerstäcker wahrscheinlich Phrynus Grayi Walck Gerv., lebendig gebärend. S. Sitzungsb. Ges. Naturf. Freunde Berl. 18. März 1862 und Abbildung und Beschreibung in G. H. Bronn Ord. Class. Bd. V. 184.
[157] Calapnit, tagal. und bicol: die Fledermaus, Calapnitan also wohl: Herr der Fledermäuse.
[158] Von mehreren in der Berliner Bergakademie untersuchten Proben Goldsand enthielt nur eine 0,014 Gold, auch in einer Probe des auf dem Schlammbrett zurückgebliebenen schweren Sandes fand sich kein Gold.
[159] Der Gogo ist eine in den Philippinen sehr häufige kletternde Mimose (Entada purseta) mit grossen Schoten; der zerklopfte Stamm wird wie die chilenische Seifenrinde (Quillaja saponaria) beim Waschen verwendet und für manche Zwecke, z. B. beim Baden und Waschen des Haupthaares der Seife vorgezogen.
[160] Ein auf diese Weise gewonnenes Goldkügelchen bestand nach einer in der Berliner Bergakademie angestellten Analyse aus:
Gold 77,4 Silber 19,0 Eisen 0,5 Kieselerde 3,0 Verlust 0,1 ===== 100,0
war also über 18 karätig.
[161] S. Reiseskizzen S. 198.
[162] Nest und Vogel sind in Gray's genera of birds abgebildet; das Nest entspricht aber nicht den hier gefundenen. Diese sind halbkugelförmig und bestehn zum grossen Theil aus Coir (Kokosfaser); wahrscheinlich von Menschenhand zubereitet, das ganze Innere ist mit einem unregelmässigen Netzwerk feiner Fäden der glutinösen, essbaren Substanz überzogen, ebenso der obere Rand, der von der Mitte nach den Seiten hin, allmälig anschwillt und sich zu zwei einander berührenden flügelartigen Fortsätzen ausbreitet, womit das Nest an der Wand festgeheftet ist. -- Die Zeichnung ist in 1/3 Grösse der Originale ausgeführt die sich unter B 3333 im Berl. Zool. Mus. befinden. Dr. v. Martens vermuthet, die Bezeichnung Salangane komme von langayan, Schwalbe, und dem malayischen Praefix sa und bedeute eigentlich das Nest als etwas von der Schwalbe herrührendes. (Journ. f. Ornith. Jan. 66. S. 19).
[163] Spanischer Katalog der Pariser Ausstellung 1867.
[164] Informe sobre las minas de Cobre, Manila 62.
[165] Nach dem Katalog kommen folgende Erze vor: Buntkupfererz (cobre gris abigarrado), Arsenkupfer (c. gris arsenical), Kupferglas (c. vitreo), Kupferkies (pirita de cobre), gediegen Kupfer (mata cobriza), Schwarzkupfer (c. negro). Die am häufigsten auftretenden Erze haben folgende Zusammensetzung, A nach einer in der Escuela de Minas in Madrid analysirten Probe, B nach Santos' Analysen, Mittel mehrerer verschiedenen Stellen entnommener Proben:
A B
Kieselsäure 25,800 47,06 Schwefel 31,715 44,44 Kupfer 24,640 16,64 Antimon 8,206 5,12 Arsen 7,539 4,65 Eisen 1,837 1,84 Kalk Spuren (Verlust) 0,263 0,25 ======= ====== 100,000 100,00
[166] Nach den bei uns geltenden Preisen würde sich der Werth auf etwa 12 Dollar berechnen, der Werth der analysirten Probe (S. 143) auf 14 1/4 Dollar.
[167] In Daét galten damals 6 Nüsse 1 cuarto, in Naga, das zu Wasser nur 15 Leguas entfernt, hofften die Leute 2 für 9 c. zu verkaufen (das 27fache); eine Nuss kostete damals in Naga 2 c., 12mal so viel als in Daét.
[168] Seitlich blühende Palmen können eine lange Reihe von Jahren ununterbrochen oder indem man sie zeitweis Früchte tragen lässt, abgezapft werden.
[169] N. Loney versichert in einem seiner trefflichen Berichte, dass es bei angemessener Bezahlung nie an Arbeitern fehle. Als beispielsweise zum Ausladen von Schiffen in Yloilo viele Leute auf einmal gebraucht wurden, lockte die geringe Lohnerhöhung von 1 auf 1 1/4 r. deren mehr herbei als beschäftigt werden konnten. Der belgische Konsul berichtet seinerseits, dass in den Provinzen, wo das Abaca wächst, die gesammte männliche Bevölkerung bei dieser Kultur betheiligt ist in Folge einer geringen Lohnerhöhung.
[170] Ein unvollendeter Kanal soll vom Bicol- zum Pasacaofluss führen, wie man glaubt vor Zeiten von Chinesen gegraben, deren Schiffe dort zahlreich verkehrten. (Arenas S. 140.)
[171] La Situation économique de l'Espagne, Delmarre pg. 7.
[172] Lesage Coup d'oeil, in Journ. des Economistes Sept. 68.
[173] Nach meinen Barometermessungen:
Goa am Nordabhang des Ysarog 32m. Uaclóy, Ygorroten-Ansiedlung 161m. Schlucht Basira 1134m. Gipfel des Ysarog 1966m.
[174] Ein von einem erschlagenen Ygorroten herrührender Schädel hat nach Prof. Virchow's Untersuchung eine gewisse Aehnlichkeit mit Malayen-Schädeln von den benachbarten Sundainseln, namentlich mit Dayakschädeln.
[175] Pigafetta fand Amboina von Mohren (Muhamedanern) und Heiden bewohnt »aber die ersten sitzen am Seegestade, die zweiten im Innern«. Im Hafen von Brune (Borneo) sah er zwei Städte, eine von Mohren, und eine, grösser als jene und ganz in Salzwasser stehend, von Heiden bewohnt. Wie der Herausgeber bemerkt, fand Sonnerat später (Voy. aux Indes) dass die Heiden vom Meer verdrängt, sich in die Berge zurückgezogen hatten.
[176] Leg. ult. I. 256 §. 75.
[177] Auf Coello's Karte sind diese Verhältnisse falsch angegeben.
[178] Java, seine Gestalt, .. II. 125.
[179] Auch ein intelligenter Mestize besuchte mich öfter während meiner Krankheit. Nach seiner Aussage wird dicht bei Caramúan ausser dem bereits S. 145 erwähnten Kupfer, an drei Stellen Kohle gefunden; auch Gold und Eisen soll vorhanden sein. Demselben Manne verdanke ich auch die von Prof. Virchow im Anhange besprochenen Schädel von Caramúan, die angeblich aus einer Höhle bei Umang, 1 Legua von Caramúan stammen. Auch auf der Spitze der Halbinsel, bei der Visita Paniniman und auf einer kleinen Insel, dicht bei der Visita Guiálo, sollen ähnliche Schädel vorkommen.
[180] Sie bestehn aus Bambus.
[181] Der wild wachsende Pili hat ungeniessbare Früchte. Vergl. Anm. 48 S. 79.
[182] Sor Inspector por S. M.
Nosotros dos Capnes actuales de Rancerias de Lalud y Uacloy comprension del pueblo de Goa prova de Camarines Sur. Ante los pies de vmd postramos y decimos. Que portan de plorable estado en que nos hallabamos de la infedelidad recienpoblados esta visitas de Rancerias ya nos Contentamos bastantemente eu su felis ilegada y suvida de este eminente monte de Ysarog loque havia con quiztado industriamente de V. bajo mis consuelos, y alibios para poder con seguir a doce ponos (i. e. arboles) de cocales de mananguiteria para Nuestro uso y alogacion a los demas. Ygorotes, o montesinos q. no quieren vendirnos; eta utilidad publica y reconocer a Dios y a la soberana Reyna y Sora Doña Isabel 2a (que Dios Gue) Y por intento.
A. V. pedimos, y suplicamos con humildad secirva, proveer y mandar, si es gracia segun lo q. imploramos etc. Domingo Tales . Jose Laurenciano .
[183] Dendrobium ceraula n. sp. Reichenbach fil.
[184] Rafflesia Cumingii R. Brown nach Dr. Kuhn.
[185] Nach E. Bernaldez (Guerra al Sur) betrug die Zahl der innerhalb 30 Jahren geraubten und getödteten Spanier und Indier 20,000.
[186] Die reichbeladene Nao machte es eben so. s. S. 16.
[187] Auszug aus einem Brief des Alkalden an den Generalkapitän 20. Juni 60:
Seit 10 Tagen liegen zehn Seeräuberboote ungestört auf der Insel S. Miguel, 2 Leguas von Tabaco, und unterbrechen den Verkehr mit der Insel Catanduanes und dem östlichen Theil von Albay .. sie haben viele Räubereien begangen, 6 Menschen fortgeschleppt .. Es ist ihnen nichts anzuhaben, da es den Dörfern gänzlich an Feuerwaffen fehlt; die beiden einzigen Falúas sind in der San Bernardino-Strasse durch Stürme zurückgehalten.
Brief vom 25. Juni: Ausser den obigen Seeräuberbooten sind 4 grosse Pancos und 4 kleine Vintas in der Bernardino-Strasse erschienen ... ihre Besatzung beträgt 450 bis 500 Mann, sie haben ... zusammen 16 Menschen getödtet, 10 geraubt, 1 Schiff gekapert.
[188] Zu Chamissos Zeit war es schlimmer: »Die Expeditionen auf bewaffneten Booten, die von Manila aus geschickt werden um gegen den Feind (die Seeräuber) zu kreuzen, ... fröhnen nur dem Schleichhandel und Christen und Mauren weichen dabei einander aus mit gleichem Fleiss (v. Ch. Bemerkungen und Ansichten S. 73). Mas (I. IV. 43) berichtet dasselbe nach Notizen aus dem General-Sekretariat in Manila und fügt hinzu, dass die Kreuzer sogar die ihnen anvertrauten königl. Waffen und Munitionen verkauften, wovon viel in die Hände der Mohren gelangte. Die Alkalden sollten die Befehlshaber der Kreuzer, diese die Alkalden überwachen, sie machten aber gewöhnlich gemeinschaftliche Sache. -- Lapérouse erzählt sogar (II. S. 357), dass die Alkalden eine sehr grosse Anzahl der von den Seeräubern (in den Philippinen) gemachten Sklaven kauften, so dass diese nicht nach Batavia gebracht zu werden brauchten, wo sie viel weniger galten.
[189] Nach dem Diario de Manila 14. März 1866 hat die Seeräuberei zwar abgenommen, aber nicht aufgehört. Paragua, Calamiánes, Mindoro, Mindanao, die Bisayas, haben noch darunter zu leiden. Häufig werden auch Räubereien und Menschenraub von Handelsprauen ausgeführt, wenn die Gelegenheit günstig. Solche Gelegenheitspiraten sind am schwersten auszurotten. Nach meinen neuesten Berichten ist die Seeräuberei wieder im Zunehmen.
[190] Die Spanier versuchten die Eroberung der Suluinseln 1628, 1629, 1637, 1731, 1746. Später haben häufig Expeditionen stattgefunden, um Repressalien zu üben. Auch im Oktober 1871 wurde eine grosse Expedition gegen Sulu ausgesandt, um die in neuer Zeit wieder sehr überhand nehmende Seeräuberei zu bändigen, ein oder zwei Jahre vorher hatten sich die Piraten bis in die Nähe von Manila gewagt. Im April dieses Jahres (1872) kehrte die Flotte aber wiederum unverrichteter Sache nach Manila zurück. Die Spanier hatten zu dieser Unternehmung fast die ganze Seemacht der Kolonie, vierzehn Schiffe, meist Kanonendampfer, aufgeboten; sie bombardirten die Hauptstadt, ohne besonderen Schaden anzurichten, die Moros zogen sich in's Innere zurück und erwarteten die Spanier, die indessen nicht zu landen wagten, mit einem wohl ausgerüsteten Heer von 5000 Mann. Nach monatelanger Unthätigkeit brannten die Spanier einen wehrlosen Küstenplatz nieder, verübten dabei viele Grausamkeiten, zogen sich aber zurück, als die Krieger zum Kampfe heranrückten. Die Häfen des Suluarchipels sind jetzt durch Dekret dem Handel verschlossen, doch ist es fraglich ob alle Schiffer dies berücksichtigen werden. Vor nicht langer Zeit hat der Sultan von Sulu dem Könige von Preussen die Oberherrschaft über sein Gebiet angetragen, sein Anerbieten ist abgelehnt worden.
[191] Das Diario de Manila vom 9. Juni 1866 berichtet: Gestern hat die durch Verordnung vom 3. August 1865 eingesetzte Militärkommission ihre Thätigkeit eingestellt. Es funktioniren wieder die ordentlichen Gerichte. Die zahlreichen Banden von 30, 40 und mehr, bis an die Zähne bewaffneten Individuen, die ihre Spuren von Blut und Feuer an den Thoren von Manila und an so vielen andern Orten zurückgelassen, sind vernichtet ... Mehr als 50 Räuber haben ihr Verbrechen am Galgen gebüsst, 140 sind zum Presidio (Zwangsarbeit) oder zu andern Strafen verurtheilt worden.
[192] Nach Arenas (Memorias 2 1) hiess Albay früher Ibalon; Tayabas, Calilaya; Batangas, Comintan; Negros, Buglas; Cebu, Sogbu; Mindoro, Mait; Samar, Ybabao; Basilan, Taguima, Mindanao wird von B. de la Torre Cesarea; Samar in R. Dudleo, Arcano del mare (Florenz 1761) Camlaia genannt. In Hondiv's his map of the Indian Ilands, (Purchas 605) wird Luzon Luconia; Samar, Achan; Leyte, Sabura; Camarines, Nebui genannt. In Albo's Tagebuch heisst Cebu Suba, Leyte Seilani. Pigafetta erwähnt eine Stadt Cingapola auf Zubu, Leyte ist auf seiner Karte im Norden Baybay, im Süden Ceylon benannt.
[193] Im Estado geogr. der Franziskaner, Manila 1855, ist nichts davon erwähnt.
[194] Kleine Schiffe, die keine Kanonen haben, sollen Krüge, mit Wasser und den Früchten der Arenga sacharifera gefüllt an Bord nehmen, in der Absicht mit der ätzenden, heftiges Brennen verursachenden Brühe, die Seeräuber bei einem etwaigen Angriffe zu bespritzen. Dumont d'Urville erzählt, dass die Bewohner von Solo bei seinem Besuch die Brunnen mit dergleichen Früchten vergiftet hatten. Die in Zucker eingemachten Kerne sind ein angenehmes Konfekt.
[195] Es wurden noch gewählt ein Teniente mayór (Stellvertreter des Gobernadorcillo), ein Juéz mayór (Oberrichter) für die Felder, immer ein Excapitan, ein zweiter Richter für die Polizei, ein dritter Richter für Streitigkeiten, die das Vieh betreffen, ein zweiter und dritter Teniente und erster und zweiter Polizeidiener; endlich noch für jede Visita ein Teniente, ein Richter, ein Polizeidiener. Alle drei Richter können Excapitano's sein, kein Excapitan kann Teniente werden. Der erste Teniente muss aus der Principalía sein; die übrigen können dieser oder der Plebe angehören; die Polizeidiener (Alguacíls) sind immer aus letzterer.
[196] G. Squier (States of Central Amerika 192) erwähnt einen Mahagonyblock, 17 Fuss lang, der im unteren Queerschnitt 5 Fuss 6 Zoll im Geviert, im Ganzen 550 Cubikfuss maass.
[197] Nach Dr. v. Martens: Modiola striatula Hanley, der denselben Zweischaler auch zu Singapore in Brackwasser bedeutend grösser fand. Reeve bildet die von Cumming in den Philippinen, ohne nähere Ortsangabe gesammelte Art auch grösser ab (38 mm), die vom Catarman hat 17mm.
[198] In Sumatra sah Wallace in der Dämmerung einen Lemur einen Baumstamm hinauf laufen, und dann in schiefer Richtung durch die Luft nach einem andern Stamm gleiten, den er nahe dem Boden erreichte; die Entfernung beider Bäume betrug 210 Fuss, der Höhenunterschied nicht über 35 oder 40 Fuss, also weniger als 1 : 5. (Malay Archipelago I. 211.)
[199] Die dem Berliner Herbar eingesandten Exemplare sind nicht aufzufinden.
[200] Nach W. Peters Tropidolaenus philippinensis Gray.
[201] v. Martens erkannte unter den Tertiär-Muscheln der Thonbänke die noch jetzt im indischen Ozean lebenden Arten Venus (Hemitapes) hiantina Lam., V. squamosa L., Arca cecillei Phil., A. inaequivalvis Brug., A. chalcanthum Rv. und die Gattungen Yoldia, Pleurotoma, Cuvieria, Dentalium; ohne ihre Uebereinstimmung mit lebenden Arten verbürgen zu können.
[202] Tarsius spectrum Tem., in der Landessprache: Mago.
[203] Schon der alte Pater Camel führt an, dass das Thierchen angeblich nur von Kohlen lebe, dies sei indessen ein Irrthum, es frässe Ficus indica (worunter hier wohl Bananen zu verstehn) und andere Früchte. (Camel de quadruped. Philos. trans. 1706/7 London). -- Auch über den Kaguang (s. S. 194) giebt Camel einen interessanten noch heut passenden Bericht. ibid. 2. S. 2197.
[204] Nachstehende Mittheilung ist zuerst in den Sitzungsberichten der Berliner Anthropologischen Ges. erschienen, nur waren meine Besucher dort Paláosinsulaner genannt. Da aber Prof. Semper, der längere Zeit auf den eigentlichen Paláos (Pelew)-Inseln zugebracht hat, im Corresp.-Bl. f. Anthropol. 1871 No. 2 mit Recht hervorhebt, dass Uliai zur Gruppe der Carolinen gehöre, so habe ich hier den allgemeineren Ausdruck Mikronesier gewählt, obwohl jene Männer, über deren Herkunft aus Uliai kein Zweifel bestand, sich nicht Carolinen-Insulaner, sondern Paláos nannten. Wie mir Dr. Gräffe mittheilt, der viele Jahre in Mikronesien verweilte, ist Paláos ein ähnlich loser Begriff wie Kanaka und so viele andere und bezeichnet durchaus nicht ausschliesslich die Bewohner der Pelewgruppe.
[205] Dumont d'Urville, Voy. pole sud. V. 206 bemerkt, dass die Eingeborenen ihre Insel Gouap oder Ouap, aber niemals Yap nennen, und dass der Ackerbau dort alles übertreffe, was er je in der Südsee gesehn hatte.
[206] Die Reisen der Polynesier wurden auch durch die Tyrannei der siegreichen Parteien veranlasst, welche die Ueberwundenen zur Auswanderung zwangen (Ausland 29. Jan. 70.).
[207] Pigafetta S. 51.
[208] Morga f. 127.
[209] »Die Bisayer überziehn ihre Zähne mit glänzend schwarzem oder feuerfarbenem Firniss, und so werden ihre Zähne schwarz oder roth wie Zinnober, und in der oberen Reihe machen sie eine kleine Oeffnung und füllen sie mit Gold, das auf dem schwarzen oder rothen Grunde um so mehr glänzt« (Thévenot, Religieux 54). Ein König aus Mindanao, der Magellan auf Massana besucht: »in ogni dente haveva tre machie d'oro, che parevano fosseno legati con oro«, woraus Ramusio gemacht hat: in ciascun dito avea tre anelli d'oro. (Pigafetta S. 66). Vergl. auch Carletti Viaggi 1. 153.
[210] In einer dieser Klippen, 60 Fuss über dem Meer, fanden sich Muschelbänke: Ostrea, Pinna, Chama .. nach Dr. v. M.: O. denticulata Bron., O. cornu copiae Chemn., O. rosacea Desh., Chama sulfurea Reeve, Pinna nigrina Lam.(?).
[211] Im Athenaeum 7. Jan. 71 ist nach Capt. Ullmann eine Todtenfeier (Tiwa) der Dayaks beschrieben, die in vielen Punkten mit der der alten Bisayer übereinstimmt. Der Sarg wird vom nächsten männlichen Anverwandten aus einem Baumstamme ausgehöhlt, so eng, dass der Leichnam hineingepresst werden muss, damit nicht bald darauf ein andres Familienglied sterbe, um die Lücke zu füllen. Es werden möglichst viele Habseligkeiten auf den Todten gehäuft, um seinen Reichthum darzuthun, und sein Ansehn in der Geisterstadt zu erhöhen, unter den Sarg wird ein Gefäss mit Reis, eines mit Wasser gestellt.
Eine der Hauptfeierlichkeiten des Tiwa bestand vormals (auch jetzt noch an einigen Orten) in Menschenopfern. Wo die holländische Regierung gebietet, können solche nicht stattfinden, es werden aber zuweilen Büffel oder Schweine auf grausame Weise getödtet, mit deren Blut die Hohepriesterin Stirn, Brust und Arme des Familienhauptes bemalt. Aehnliche Opfer von Sklaven oder Schweinen mit eigenthümlichen Zeremonien durch Priesterinnen (Catalona's) fanden bei den alten Philippinern statt. (s. Informe I. 2. 16.)
[212] Ein Aufsatz von Professor Virchow über die von mir aus den Philippinen mitgebrachten Schädel befindet sich im Anhange.
[213] In dem Kapitel de Monstris et quasi monstris ... des Pater Camel, Lond. Philos. Trans. Bd. XXV. p. 2269 wird erwähnt, dass in den Bergen zwischen Guíuan und Borongan Fusstapfen, dreimal so gross, als die gewöhnlicher Menschen, gefunden worden seien. Vielleicht haben die sehr breit gedrückten, mit einer dicken Kalksinterkruste überzogenen Schädel von Lánang, die Riesenschädel, Veranlassung zur Sage der Riesenfussspuren gegeben.
[214] Hemiramphus viviparus W. Peters (Berl. Monatsb. 16. März 1865).
[215] Lehrbuch der Pharmakognosie des Pflanzenreichs S. 608.
[216] Philos. trans. 1699 No. 249. S. 44, 87.
[217] In Boróngan kostet die Tinája von 12 Gantas 6 r. (ein Quart etwa 10 Pfennige), das Gefäss 2 r., die Fracht nach Manila 3 r., oder wenn der Produzent als Matrose mitgeht, 2 1/2 r. Der Preis in Manila bezieht sich auf die Tinája von 16 Gantas.
[218] Frisch bereitetes Kokosöl dient zum Kochen, es wird aber schnell ranzig. Als Brennöl findet es sehr allgemeine Verwendung. In Europa, wo es selten flüssig erscheint, da es erst bei 16° R. schmilzt, dient es zur Darstellung von Kerzen, besonders aber von Seife, wozu es vorzüglich geeignet; denn Kokosseife ist sehr hart, glänzend-weiss und leichter als alle andre Seifen in Salzwasser löslich. In neuerer Zeit wird auch der ölhaltige Kern unter dem Namen Copperah, namentlich aus Brasilien in England eingeführt und heiss ausgepresst.
[219] In Legaspi, dem besuchtesten, im Sommer leicht zugänglichen Hafen kostete im Juni 1 Kokosnuss 8 bis 10 c., d. h. 50 bis 60 mal so viel als in Daet oder Buhi, Plätze die leicht zu erreichen sind.
[220] Auf Pigafetta's Karte ist Leyte in zwei Theile getheilt, der nördliche heisst Baibay, der südliche Ceylon. Als Magellan in Massana (Limasana) nach den bedeutendsten Handelsplätzen der Gegend fragt, nennt man ihm Ceylon (d. h. Leyte), Calagan (Caraga) und Zubu (Cebu). Pigaf. 70.
[221] Nach Dr. Gerstäcker: Oedipoda subfasciata de Haan, Acridium manilense Meyen. Meyen's Name, den die Systematiker übersehn haben müssen, hat die Priorität vor dem de Haan's, müsste aber in Oedipoda manilensis umgeändert werden, da die Art nicht zur Gattung Acridium im modernen Sinne gehört. Sie kommt auch in Luzon und in Timor vor und ist nahe verwandt mit unserer europäischen Wanderheuschrecke, Oedipoda migratoria.
[222] Nachdem sich der König zurückgezogen, .. »wurde Zuckerwerk und Kuchen in Fülle gebracht, auch gebratene Heuschrecken, die den Gästen als grosse Delikatessen aufgenöthigt wurden«. (Col. Fytche Mission to Mandalay Parlament. Papers June 1869.)
[223] Die Namen dieser beiden Ortschaften sind auf Coello's Karte vertauscht, Buráuen liegt S. von Dagami.
[224] 950 Brazas südlich vom Kastel von Abuyog mündet ein kleiner Fluss.
[225] Gobius Giuris Buch. Ham
[226] Der See hatte damals nur einen Ausfluss; in der nassen Jahreszeit mag er aber wohl mit dem Mayo in Verbindung stehn, da sein NO-Rand ganz flach ist.