Grundriß der Logik

Part 16

Chapter 163,334 wordsPublic domain

Die +erläuternden+ Fiktionen bedürfen nur kurzer Besprechung. Sie dienen, wie der Name besagt, als bloße technische Hilfsmittel der Darstellung dazu, aufgestellte wissenschaftliche Lehrmeinungen (seien es Einzelurteile, Gesetze oder Theorien) durch denkmögliche Vorstellungen von Objekten, die aber in ihrer Realität als nichtwirklich bewußt sind, zu erläutern. Hierhin gehören die Leibnizsche Fiktion eines überlegenen Geistes, der -- fähig, in dem gegenwärtigen Seelenzustande einer endlichen Monade zu lesen -- darin Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des gesamten Universums läse; hierhin die Cartesianische Fiktion eines Dämons, der etwa den menschlichen Intellekt gerade in dem täuschen könnte, was ihm -- als klar und deutlich erkannt -- zweifelsfrei wahr erscheint, ein Selbsteinwurf, der dazu dient, zu zeigen, wie erhaben über alle Bedenken die Wahrheit sei, die durch das reine Licht des Geistes (~lumen naturale~) ihre Bürgschaft empfange.

+Beweisende+ Fiktionen weist die Geschichte des wissenschaftlichen Denkens zahlreich auf. Sie dienen -- ungeachtet ihrer ziemlich geringfügigen Argumentationskraft -- meist dazu, aufgestellte Theorien, also +Erklärungsversuche+, durch den Nachweis ihres widerspruchslosen Zusammenstimmens mit den empirisch gesicherten Tatsachen zureichend zu begründen; im umgekehrten Falle, sie zu widerlegen (widerlegende Fiktionen). Beispiele der ersteren sind die +Rousseau+sche Fiktion eines reinen (d. h. von aller Kultur unberührten) Naturmenschen zum Beweise der Theorie von der ursprünglichen Güte des menschlichen Charakters; die dem entgegengesetzte Fiktion eines in einsamer Wildnis zum Tier gewordenen Menschen bei +Comenius+ zum Beweise der Notwendigkeit der Erziehung; die +Condillac-Bonnet+sche Fiktion eines in eine Marmorhülle gekleideten Menschen zum Beweise der sensualistischen Theorie vom Ursprung aller seelischen Erscheinungen; die Fiktion eines einsinnigen Menschen (nur Gesichtssinn!) bei +Berkeley+, +Lotze+ und +Helmholtz+ (zu anderem Zwecke auch schon bei Th. Hobbes) zum Beweise der empiristischen Theorie der Tiefenwahrnehmung; die Fiktion einer chaotischen Fixsternregion bei John Stuart +Mill+ zum Beweise seiner empiristischen Theorie der Kausalität; endlich die J. H. v. +Thünen+sche Fiktion eines isolierten Staates zum Beweis der von ihm (auf Grund praktisch gewonnener Erfahrungen) begründeten „Intensitätstheorie“ des landwirtschaftlichen Betriebes (Terminus nach Richard Krzymowski, Kl. Abh., 1900, S. 10).[25] -- Beispiele +widerlegender+ Fiktionen bilden die bekannte, aus der Scholastik stammende Fabel vom +Buridan+schen Esel zur Widerlegung der deterministischen Theorie des Willens; sowie die +Lamettrie+sche Fiktion eines in völligster Einsamkeit aufgewachsenen Menschen (so schon bei Arnobius, zirka 300 n. Chr. Geb.) zum Beweis der Ungültigkeit der Lehre von den angeborenen Ideen.

Den Fiktionen der zuletzt besprochenen Art logisch verwandt, aber von noch geringerer Beweiskraft als diese, sind die staatswissenschaftlichen, pädagogischen und religiös-ethischen +Utopien+. Diese haben zumeist den Zweck, gewisse Theorien des politischen, sozialen oder religiösen Lebens durch die Fiktion eines auf ebendiese aufgebauten Gemeinwesens zureichend zu +begründen+. Aus diesem Gesichtspunkte heraus sind +Staatsromane+ wie Platons Politeia, Thomas Morus’ „Über den besten Staat oder die neue Insel Utopia“, Campanellas Sonnenstaat und ähnliche Werke von Morelly, Fourier, Cabet u. a. entstanden; aus diesem Gesichtspunkt heraus haben auch +Erziehungsromane+ wie Xenophons Kyropädie, Fénélons Telemaque, Rousseaus Emile sowie religiös-ethische Träumereien nach der Art von Johann Valentin Andreaes Christianopolis, ebenso die utopischen Zukunftsschilderungen Auguste Comtes, Saint-Simons u. a. ihren Ursprung genommen. -- Stehen die Fiktionen bereits zu einem nicht geringen Teil hart auf der +Grenze+ der Wissenschaft, so haben wir mit den Utopien diese schon +überschritten+ und das breite Zwischenland betreten, das sich von der Wissenschaft zur Kunst hin dehnt.

Das logische Problem der Fiktion und Utopie ist in den letzten Jahren besonders zur Erörterung gelangt durch das Erscheinen von Hans +Vaihinger+s umfangreichem Jugendwerk: „Die Philosophie des Als-Ob“ (2. Aufl., Berlin 1913), das eine in vieler Hinsicht sehr anregende, jedoch nach keiner Richtung hin abschließende Untersuchung über die „theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit“ enthält. Der Grundfehler des Vaihingerschen Werkes liegt in der mangelhaften begrifflichen Scheidung zwischen den Fiktionen im eigentlichen Sinne und gewissen damit +verwandten+ methodischen Faktoren des wissenschaftlichen Denkens. Weder wissenschaftliche +Abstraktionen+ (wie der Begriff des leeren Raumes, des Bewußtseins überhaupt) noch +hypothetische Erklärungsversuche+ (wie die Annahme von Atomen, Molekülen, Elektronen, Ionen, Kräften, des Äthers, der Gedächtnisspuren usw.) sind den Fiktionen zuzurechen; denn bei den ersteren fehlt entweder die Annahme, daß dem auf sie gerichteten Existentialurteile Gültigkeit zukomme, gänzlich (so beim „Bewußtsein überhaupt“); oder aber, wo diese +nicht+ fehlt (wie beim Begriff des leeren Raumes), ist doch zum mindesten das Bewußtsein der +tatsächlichen Un+gültigkeit jenes Existentialurteils keinesfalls vorhanden. Bei den letzteren fällt ferner ebendieses Bewußtsein tatsächlicher Ungültigkeit durchgängig aus, wie wir denn Kräfte, Atome und Moleküle, Gedächtnisresiduen und ähnliches zur Erklärung der physikalisch-chemischen und psychologischen Erscheinungen nicht nur zum Schein annehmen, sondern vielmehr als +wirklich vorhanden+ postulieren.

[21] Der Universalienstreit des Mittelalters drehte sich, roh gesagt, um die Frage, ob die Allgemeinbegriffe (Universalia) als selbständige Wesenheiten (Platons und Plotins Ideen) +vor+ den Dingen (~ante res~) seien oder aber dadurch, daß sie in den erkennenden Geistern gebildet würden, erst +nach+ den Dingen (~post res~) kämen.

[22] „Ich weiß nicht, ich werde nicht wissen“; nach dem bekannten Vortrag Dubois-Reymonds.

[23] Vgl. dazu die schon früher erwähnte Darstellung von Oswald +Külpe+ (ANuG Bd. 146).

[24] Analoges gilt für die +ergänzende+ Induktion.

[25] Zum letzteren vergleiche auch Max +Büchler+, Joh. Heinr. v. Thünen und seine nationalökonomischen Hauptlehren, Bern 1907, S. 16 ff.

Literaturnachweise.

(Die für das Studium unentbehrlichen Hauptwerke sind durch ein Sternchen hinter dem Verfassernamen kenntlich gemacht.)

I. Gesamtdarstellungen.

~a~) +Zur Geschichte der Logik+:

Carl +Prantl+*, Geschichte der Logik im Abendlande, 4 Bde., 1855-1870 (bis zum Ausgang des Mittelalters reichend).

Friedrich +Ueberweg+, System der Logik und Geschichte der logischen Lehren, 5. Aufl. von J. B. Meyer, Bonn 1882.

Friedrich +Harms+, Die Philosophie in ihrer Geschichte, Teil II: Geschichte der Logik, Berlin 1878 (mit Vorsicht zu benutzen).

~b~) +Zum System der Logik+:

Benno +Erdmann+*, Logik, Bd. I: Logische Elementarlehre, 2. Aufl, Halle 1907.

Christoph +Sigwart+*, Logik, 2 Bde., 4. Aufl. herausg. von Heinrich Maier, Tübingen 1911.

Wilhelm +Wundt+*, Logik, 3 Bde., 3. Aufl., Stuttgart 1906-1908.

Hermann +Lotze+, System der Philosophie, Teil I: Logik, 2. Aufl. Leipzig 1880 (neu herausgegeben in der Philosophischen Bibliothek [Bd. 141] von Georg Misch, Leipzig 1912).

Wertvoll zu Studienzwecken sind von Werken geringeren Umfanges, zum Teil solchen älteren Ursprungs, auch:

Moritz Wilhelm +Drobisch+, Neue Darstellung der Logik, 4. Aufl., Leipzig 1875.

Alois +Höfler+, Grundlehren der Logik und Psychologie, 2. Aufl., 1906.

William Stanley +Jevons+, Leitfaden der Logik, deutsch von Hans Kleinpeter, Leipzig 1906.

August +Stadler+, Logik, Leipzig 1912.

Ferner das oben genannte System der Logik von Friedrich +Ueberweg+.

Vom katholischen Standpunkt aus haben u. a. die Logik behandelt:

Georg +Hagemann+, Logik und Noetik, 9. und 10. Aufl., bearb. v. Ad. Dyroff, Freiburg i. Br. 1915.

Joseph +Geyser+, Grundlagen der Logik und Erkenntnistheorie, Münster 1909.

B. W. +Switalski+, Vom Denken und Erkennen, Kempten 1914.

Spezielle Richtungen vertreten:

Theodor +Lipps+, Grundzüge der Logik, Hamburg 1893.

Wilhelm +Schuppe+, Erkenntnistheoretische Logik, Bonn 1878.

-- Grundriß der Erkenntnistheorie und Logik, 2. Aufl., Berlin 1910.

Hermann +Cohen+, Logik der reinen Erkenntnis, Berlin 1902.

Ferner: Paul +Natorp+ in mehreren Schriften.

Das deutsche Hauptwerk der mathematischen Logik ist:

Ernst +Schröder+, Vorlesungen über die Algebra der Logik, 3 Bde., Leipzig 1890-1895.

Kurze orientierende Darstellungen dieser Richtung bei:

Ernst +Schröder+, Abriß der Algebra der Logik, Teil I, herausg. v. Eugen Müller, Leipzig 1909.

Joseph +Hontheim+, Der logische Algorithmus, Berlin 1895.

II. Schriften über einzelne Gegenstände.

~a~) +Zur Geschichte der Logik+:

Heinrich +Maier+*, Die Syllogistik des Aristoteles, 2 Teile in 3 Bänden. Tübingen 1896-1900.

Adolf +Trendelenburg+, Geschichte der Kategorienlehre, in: Hist. Beitr. z. Philos. Bd. I, Berlin 1846.

Richard +Herbertz+, Studien zum Methodenproblem und seiner Geschichte, Köln 1910.

Ferner: A. +Riehl+, Die englische Logik der Gegenwart; in: Viert. f. wiss. Philos., Bd. I, 1877.

L. +Liard+, Die neuere englische Logik, deutsch von J. Imelmann, 2. Aufl., Leipzig 1883.

~b~) +Zu Begriff, Aufgabe und Methode der Logik+:

Edmund +Husserl+*, Logische Untersuchungen, 2 Bde., 2. Aufl., Halle 1913.

Alois +Riehl+, Logik und Erkenntnistheorie, in: Die Kultur der Gegenwart, herausg. v. P. Hinneberg, Teil I, Abteilung 6, Berlin und Leipzig 1908.

Heinrich +Maier+, Logik und Erkenntnistheorie, in: Philos. Abhandlungen, Chr. Sigwart gewidmet, Tübingen 1900.

-- Logik und Psychologie, in: Festschrift für Al. Riehl z. s. 70. Geb., Halle 1914.

Wilhelm +Windelband+, Logik, in: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrh. Festschrift f. Kuno Fischer, 2. Aufl., Heidelberg 1907.

Ferner: Beiträge in der „Encyklopädie der philos. Wissensch.“ (herausg. v. Arnold +Ruge+, Bd. I, Tübingen 1912) von Wilh. Windelband, Josiah Royce, Louis Couturat, Benedetto Croce u. a.

Lehrreich auch noch:

Adolf +Trendelenburg+, Logische Untersuchungen, 3. Aufl., 2 Bde., Leipzig 1870 (verteidigt die metaphysische Logik gegen die formale).

~c~) +Zur logischen Elementarlehre+:

B. +Erdmann+, Logische Studien, in: Viert. s. wiss. Philos., Bd. VI, 1882, Bd. VII, 1883.

-- Zur Theorie des Syllogismus und der Induktion, in: Philos. Aufs., Ed. Zeller gew., Leipzig 1887.

Chr. +Sigwart+, Beiträge zur Lehre vom hypothetischen Urteile, Tübingen 1871.

-- Die Impersonalien, eine logische Untersuchung, Freiburg 1888.

Alois +Riehl+, Beiträge zur Logik, 2. Aufl., Leipzig 1912.

Wilhelm +Windelband+, Beiträge zur Lehre vom negativen Urteil, in: Straßburger Abhandl. zur Philos., Ed. Zeller gew., Leipzig 1884.

-- Vom System der Kategorien, in: Philos. Abhandlungen, Chr. Sigwart gew., Tübingen 1900.

Hans +Cornelius+, Versuch einer Theorie der Existentialurteile, München 1894.

Adolf +Dyroff+, Über den Existentialbegriff, Freiburg 1902.

Fritz +Medicus+, Bemerkungen zum Problem der Existenz mathematischer Gegenstände, in: Festschrift der Kantstudien zum 70. Geb. Al. Riehls, Berlin 1914.

Joh. Ed. Th. +Wildschrey+, Die Grundlagen einer vollständigen Syllogistik, Halle 1907.

Ferner: Friedrich Albert +Lange+, Logische Studien, Iserlohn 1877.

A. +Marty+, Über subjektlose Sätze, in: Viert. f. wiss. Philos. Bd. 8, 1884; Bd. 18, 1894.

~d~) +Zur logischen Methodenlehre+:

John Stuart +Mill+*, System der deduktiven und induktiven Logik, 3 Bde., deutsch in: Ges. Werke, herausg. v. Theod. Gompertz, Bd. 2-4, Leipzig 1872-1873.

Richard +Hönigswald+, Beiträge zur Erkenntnistheorie und Methodenlehre, Leipzig 1906.

Bruno +Bauch+, Studien zur Philosophie der exakten Wissenschaften, Heidelberg 1911.

Johannes von +Kries+, Logik, Tübingen 1916.

Ferner: B. +Erdmann+, Theorie der Typen-Einteilungen, in: Philos. Monatshefte, Bd. 30, Berlin 1884.

-- Methodologische Konsequenzen aus der Theorie der Abstraktion (Abh. d. Kgl. Pr. Akad. d. Wiss.), Berlin 1916.

Heinrich +Rickert+, Zur Lehre von der Definition, 2. Aufl., Tübingen 1915.

Zur Einführung in die zahlreichen methodologischen Probleme des +mathematischen Denkens+ vergleiche man: B. +Erdmann+, Die Axiome der Geometrie, Leipzig 1877; O. +Hölder+, Anschauung und Denken in der Geometrie, Leipzig 1900; Jonas +Cohn+, Voraussetzungen und Ziele des Erkennens, Leipzig 1908, Teil II; Richard +Hönigswald+, Zum Streit über die Grundlagen der Mathematik, Heidelberg 1912; A. +Voß+, Über das Wesen der Mathematik, Leipzig 1913; sowie die dort angeführte Literatur.

Zur neueren Logik der +Geschichtswissenschaft+: Wilh. +Windelband+, Naturwissenschaft und Geschichte, 2. Aufl., Straßburg 1900 (auch in: Präludien Bd. II, Tübingen 1915); Ed. +Meyer+, Zur Theorie und Methodik der Geschichte, Halle 1902; Heinrich +Rickert+, Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung, Tübingen 1902; Über die Aufgaben einer Logik der Geschichte, Archiv f. syst. Phil., Bd. 8, 1902; Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft, 2. Aufl., Tübingen 1910; Geschichtsphilosophie, in: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrh., Festschr. f. Kuno Fischer, 2. Aufl., Heidelberg 1907; ferner: Eduard +Spranger+, Die Grundlagen der Geschichtswissenschaft, Berlin 1905; Kurt +Sternberg+, Zur Logik der Geschichtswissenschaft, Philos. Vortr. Nr. 7, Berlin 1914; Heinrich +Maier+, Das geschichtliche Erkennen, Göttingen 1914; sowie einzelne Schriften von Ernst +Bernheim+.

Zur Frage nach der systematischen +Gliederung+ der Wissenschaften: Wilh. +Wundt+, Über die Einteilung der Wissenschaften, in Philos. Studien, Bd. 5, Leipzig 1888; B. +Erdmann+, Die Gliederung der Wissenschaften, in: Viert. f. wiss. Philos., Bd. 2, Leipzig 1878; Alfred +Hettner+, Das System der Wissenschaften, in: Preuß. Jahrbücher, Bd. 122, Berlin 1905; Carl +Stumpf+, Zur Einteilung der Wissenschaften, Berlin 1906; Richard +Hönigswald+, Vom allgemeinen System der Wissenschaften, in: Philos. Wochenschr., Bd. 4, Leipzig 1906; Zur Wissenschaftstheorie und -systematik, in Kant-Studien, Bd. 17, Berlin 1912.

Sachregister.

(Aufgenommen sind lediglich die wichtigsten logischen Begriffe nach ihren Hauptstellen. Die Zahlen bezeichnen die Seiten.)

Abstrakte Allgemeinvorstellung 18 f.

Abstraktheit von Begriffen 21.

Abstraktion 27, 28.

Allgemeines (universales) Urteil 33, 46 f., 58 f.

Analogieschluß 78, 98 ff., 129, 131.

Analyse 109 ff.

Analytisches Urteil 33 Anm.

Apodiktisches Urteil 33, 35, 60 f., 73.

Approximatives Urteil 62.

Artbegriff, artbildender Unterschied 29 f.

Assertorisches Urteil 33, 35, 60 f.

Ausgeschlossenes Dritte (Grundsatz) 9, 14, 43 f., 77.

Axiom 44, 93, 124.

Begriff 8, 16 ff., 21 ff., 27 ff., 33, 40 f., 105 ff.

Begriffsbestimmung 8, 22, 25, 50 f., 107 f.

Begriffsbildung 21, 105 ff., 115.

Bejahendes Urteil 33, 35, 56 f.

Besonderes (partikuläres) Urteil 33, 35, 41, 46 f., 58 f.

Beurteilung 35, 46, 47, 56 ff., 62.

Beweis 8, 9, 103, 123 ff., 126 ff.

Deduktive Logik 98.

Deduktiver Schluß 11, 77 ff., 86 ff., 91 ff., 100 f., 113, 128.

Definition: s. Begriffsbestimmung

Denken 3, 6 f., 16 ff., 24, 25, 32, 102 ff.

Determination 27, 28, 40.

~Dictum de omni et nullo~ 76.

Ding 31 f., 46.

Disjunktiver Schluß 10, 78 f., 88 f.

Disjunktives Urteil 33, 35, 64 ff.

Divisives Urteil 35, 63 f., 120.

Doppelte Verneinung (Grundsatz) 58.

Eigenschaft 31 f., 46.

Einfaches Urteil 33 ff., 62 f.

Einordnungstheorie 40 f., 92.

Einteilung 120 ff.

Einzelurteil 34, 46.

Erkennen und Erkenntnistheorie 3 f., 6 f., 14.

Erkenntnistheoretische Logik 15.

Existentialurteil 34, 54 ff.

Experiment 111 f.

Falschheit von Urteilen 33, 42, 76 f.

Falsch- und Fehlschlüsse 129 ff.

Fiktion 132 ff.

Folgerung 72 ff.

Formale Gültigkeit 42 f., 64, 65, 73.

Formale Logik 5, 9, 13 f., 15.

Formalurteil 34, 44, 67, 105.

Formalwissenschaft 104.

Formen des Denkens 4 f., 7, 8, 17, 42.

Formuliertes Denken 17.

Frage 24, 32, 68 ff., 123 f.

Galenische Schlußweise 84.

Gattungsbegriff 18 f., 21, 29 f., 46, 50, 64, 114.

Gattungsurteil 34, 46.

Gegenstand 6, 23, 32, 36, 52, 54 f., 106 f.

Gegenstand des Denkens 20 ff.

Gegenstand überhaupt 32.

Geisteswissenschaft 103 f., 111.

Gesamtbegriff 29, 46, 114.

Gesetz 113 ff.

Gesetze des Denkens 5.

Grammatik 7 f., 36, 57.

Grammatisierende Logik 36.

Gültigkeitsfrage 70, 71 f.

Hypothese 113, 117 ff.

Hypothetischer Schluß 10, 78 f., 86 ff., 91.

Hypothetisches Urteil 33, 35, 66 ff., 91, 115.

Idealurteil 33 f.

Identität (Grundsatz) 14, 24.

Immanenz, logische 40, 46.

Impersonalien: s. Subjekt-unbestimmte Urteile.

Individualbegriff 21, 29 f., 46.

Induktive Logik 15, 98.

Induktiver Schluß 9, 11, 12, 78, 93 ff., 114 f., 128 f., 131.

Inhalt von Begriffen 23 ff.

Inhaltslogik 37.

Inhaltstheorien des Urteils (des Schlußverfahrens) 37 ff., 92.

Inhärenzsyllogismus 84.

Inhärenzurteil 34, 49 ff., 92, 110.

Intuition und intuitives Denken 11, 17, 20.

Kategorie 9, 14, 31 f.

Kategorisches Urteil (bzw. Schluß) 33, 78 f., 89, 91.

Kausalgesetz, Kausalität 12, 31, 53, 97, 100, 116, 124.

Kausalurteil 34, 49, 53 f.

Kette 79, 89 f., 113.

Klassifikation 107, 120 ff.

Klassifikatorisches Urteil 34, 50 f.

Kollektivbegriff 21, 29.

Konjunktives Urteil 35, 63, 94 f., 96, 108.

Konstituierendes Merkmal 24 ff., 42 f.

~Kontradictio in adjecto~ 28.

Kontradiktorisch-entgegengesetzte Begriffe (Urteile) 28, 43 f., 76 f.

Kontraposition 75.

Konträr-entgegengesetzte Begriffe (Urteile) 28, 76 f.

Konversion 73 f., 84, 86.

Kopulatives Urteil 35, 63, 94 f., 96.

Materiale Frage 70 f.

Materiale Gültigkeit 42 ff., 73.

Materie des Denkens 4 f., 42.

Mathematische Logik 15, 38.

Merkmal 23 f., 33, 39.

Metaphysische Logik 9, 14, 15.

Mittelbare Bejahung 58, 73.

Mittelbares Urteil 92.

Mittelbare Verneinung 57 f., 73.

Mittelbegriff 80, 84 f., 131.

Modal-bestimmte Urteile 35, 56, 60 ff.

Modalität 31, 35, 56, 60 ff.

Naturwissenschaft 103 f., 111.

Negation: s. Verneinung.

Normative Logik 5 f., 13.

Normatives Urteil 34, 51.

Opposition 76.

Ordnungsreihe des Denkens 30 f., 50.

Paralogismus 80.

Partikuläres Urteil: s. besonderes Urteil.

Prädikat 4, 34, 36 f., 38 f., 42 f., 46, 49 ff.

Prädikation (log. Grundsatz) 42 f.

Prädikativer Inhalt 25.

Problematisches Urteil 33, 35, 61 f., 65.

Problemfrage 72, 123 f.

Psychologie des Denkens 7, 16 f.

Psychologisierende Logik 12, 15, 36.

Qualität des Urteils 31, 33 f., 56.

Qualitätsurteil 34, 50, 52 f., 110.

Quantifikation des Prädikats 38.

Quantität des Urteils 31, 33 f., 46 f., 52, 56, 58 ff.

~Quaternio terminorum~ 131.

Realitätsproblem 55.

Realurteil 33 f., 67, 105.

Realwissenschaft 104.

Relation 31 f., 33, 46, 92.

Relationsmerkmal 25.

Relationssyllogismus 84, 92, 100 f.

Relationsurteil 4, 34, 49, 52 ff., 84 f., 90, 110.

Relativer Inhalt 25.

Reziprokables Urteil 74.

Satz 16 f., 36.

Schluß 8, 14, 24, 32, 72 ff.

Singuläres Urteil 59.

Sorites, Goclenischer, Aristotelischer 89 f.

Spezialbegriff 29, 46, 114.

Spezifikation 107 f.

Sprechen 7, 11, 16 ff., 21.

Statistik 111.

Subalternation 75 f.

Subjekt 4, 15, 32, 34, 36 f., 38 f., 42 f., 46 ff., 49.

Subjekt-unbestimmtes Urteil 34, 37, 46, 48 f., 54.

Subkonträr-entgegengesetzte Urteile 76 f.

Syllogismus 9, 79 ff., 91 ff., 100 f., 113, 131.

Synthese 113 ff.

Synthetisches Urteil 33 Anm.

Theorie 113, 117 ff.

Transzendentale Logik 13 f.

Trugschluß 8 f., 129 ff.

Umfang von Begriffen 26 ff., 41, 64.

Umfangslogik 37 f., 92.

Umfangstheorien des Urteils (des Schlußverfahrens) 38 f., 92.

Universales Urteil: s. allgemeines Urteil.

Unmittelbare Gewißheit, log. Grundsatz 44.

Untersuchungsverfahren der Wissenschaft 8, 102 ff.

Urteil 8, 11, 14, 15, 24, 32 ff., 69 f.

Urteilsgefüge 35, 62 ff., 85.

Urteilsverbindungen 35, 62 ff., 85.

Urteilstheorien 35 ff., 91 f.

Utopie 132, 134 f.

Verneinung 56, 68 ff., 74, 86.

Verträgliche Begriffe 25, 28.

Voraussetzungen des Denkens, formale, materiale 3 f., 6.

Vorstellung 18 f., 33.

Wahrheit 8, 11, 14, 33, 42, 44, 76 f.

Wahrscheinlichkeit 12, 62, 96, 99, 100, 115.

Werturteil (Wertrelationsurteil) 50, 53.

Widerspruch, log. Grundsatz 9, 12, 14, 43, 45, 59, 77.

Wissenschaft 8, 22, 102 ff., 123 ff., 127 ff., 132 f.

Wort, Wortvorstellung 16 ff., 18, 24, 36.

Zirkelbeweis (~circulus vitiosus~) 130.

Zureichende Begründung, log. Grundsatz 12, 14, 45, 55, 59, 72, 125.

Zusammengesetzte Urteile 33 ff., 62 ff., 85.

Die Sammlung

„Aus Natur und Geisteswelt“

nunmehr schon über 600 Bändchen umfassend, sucht seit ihrem Entstehen dem Gedanken zu dienen, der heute in das Wort: „+Freie Bahn dem Tüchtigen!+“ geprägt ist. Sie will die Errungenschaften von Wissenschaft, Kunst und Technik +einem jeden zugänglich+ machen, ihn dabei zugleich unmittelbar im +Beruf fördern+, den +Gesichtskreis erweiternd+, die +Einsicht+ in die Bedingungen der Berufsarbeit +vertiefend+.

Sie bietet wirkliche „+Einführungen+“ in die Hauptwissensgebiete für den +Unterricht oder Selbstunterricht des Laien+, wie sie den heutigen methodischen Anforderungen entsprechen. So erfüllt sie ein Bedürfnis, dem Skizzen, die den Charakter von „Auszügen“ aus großen Lehrbüchern tragen, nie entsprechen können, denn solche setzen vielmehr eine Vertrautheit mit dem Stoffe schon voraus.

Sie bietet aber auch dem +Fachmann+ eine +rasche zuverlässige Übersicht+ über die sich heute von Tag zu Tag weitenden Gebiete des geistigen Lebens in weitestem Umfang und vermag so vor allem auch dem immer stärker werdenden Bedürfnis des +Forschers+ zu dienen, sich auf +den Nachbargebieten+ auf dem laufenden zu erhalten.

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Leipzig, im Juni 1918. =B. G. Teubner=

Jedes Bändchen geheftet M. 1.20, gebunden M. 1.50

Bisher sind =zur Philosophie und Psychologie= erschienen:

[Sidenote: =Zur Einführung=]

=Einführung in die Philosophie.= Von Professor ~Dr.~ R. +Richter+. 4. Auflage von Privatdozent ~Dr.~ M. +Brahn+. (Bd. 155.)

=Die Philosophie.= Einführung in die Wissenschaft, ihr Wesen u. ihre Probleme. Von Oberrealschuldirektor H. +Richert+. 3. Aufl. (Bd. 186.)

=Philosophisches Wörterbuch.= Von Oberlehrer ~Dr.~ +Paul Thormeyer+. 2. Aufl. (Bd. 520.)

[Sidenote: =Logik und Psychologie=]

=Grundriß der Logik.= Von ~Dr.~ K. J. +Grau+. (Bd. 637.)

=Einführung in die Psychologie.= Von Prof. +Dr.+ E. +von Aster+. Mit 4 Abbildungen. (Bd. 492.)

=Einführung in die experimentelle Psychologie.= Von Prof. ~Dr.~ N. +Braunshausen+. Mit 17 Abbildungen im Text. (Bd. 484.)