Slavische Volkforschungen Abhandlungen über Glauben, Gewohnheitrechte, Sitten, Bräuche und die Guslarenlieder der Südslaven

Part 30

Chapter 303,185 wordsPublic domain

Ende.

V. 1–20 ist ein Begrüssung- und V. 920–928 ein Abschlussgesang des Guslaren zur Ehrung der Zuhörer. Man vergl. in meinen ‘Bajuwaren im Guslarenliede’ (Forschungen zur Kultur- und Literaturgeschichte Bayerns, hrsg. von K. v. Reinhardstöttner, Ansbach 1896) die ähnlichen Liedchen S. 103, 129 und 145. Über derartige Einleitung- und Schlusslieder ausführlich in meinem Smailagić Meho (Ragusa 1885), S. 69–78 und 153–161. Zum ‘Heerzug’ sang mir Halil keinen Vor- und Nachgesang, weil wir doch allein waren und es keinen Sinn gehabt hätte, mich anzustrudeln. Übrigens habe ich es nicht unterlassen, bei anderen Liedern seine Begrüssungformeln niederzuschreiben.

Die V. 920–928 könnte einer möglicherweise als den Ausdruck verworfener und frechhabsüchtiger Gesinnung des Guslaren auffassen und ihn darum verachten. Dagegen muss ich meinen Freund Ibrahim, den Sohn eines Dervišen, in Schutz nehmen. Wer, wie er, bei einem Korajer Beg als Waldbauerknecht freiwillig frohnen mag, ist gegen jeden Verdacht unlauteren Wettbewerbes und gewissenlosen Strebens, auf Regimentunkosten ein sorgenfreies Dasein zu führen, unbedingt gefeit. Die Verse sind gerade wegen des Gegensatzes der auf die allergeringsten Bedürfnisse herabgeminderten Lebensweise des Guslaren und seines den Zuhörern bekannten, einwandfreien ehrlichen Erwerbes gut humoristische Selbstbespöttlung und reizen darum die Kenner zum zwerchfellerschütternden Gelächter. Ein Beispiel soll das besser verdeutschen. Ein Schauspieler wird an seinem Benefizabende zum Schluss stürmisch hervorgerufen. Er verbeugt sich nach Brauch aufs tiefste und ergreift unter lautloser Stille der Zuhörerschaft das Wort: ‘Hochwohledelgeborene, hochgeborene, hochwohlgeborene und wohlgeborene Gönner und Gönnerinnen! Dero huldreicher Beifall erquickt, entzückt und beglückt mein Gemüt. Um das Mass meiner Zufriedenheit überquellen zu machen, hege ich bloss noch den Wunsch, es mögen die ehrsamen und löblichen Gilden der G’sibelfelberer [173] von London und Paris die Früchte ihrer literarischen Betriebsamkeit der nächsten fünf Jahre in Anerkennung meiner künstlerischen Tätigkeit gütigst als kleine Zubusse zur Aufbesserung meiner Bezüge mir zuzuwenden belieben!’ Es gibt wohl Leute, denen solche Reden würdelos erscheinen. Aber freilich, die Würde ist die Narrenkappe des Humors, mit und ohne Schellen.

V. 74. Das goldene Prag ist die Hauptstadt des Russenreiches, allwo die Königin die Frau mächtig thront. Vergl. die Bajuwaren im Guslarenlied, wo auch die Königin von Prag als Retterin Wiens die Hauptrolle inne hat.

V. 81. Wer einen deutschen Rock und Hut trägt, gilt dem Bošnjaken als ‘Schwabe’ und wer immer die Stelle eines Feldpostboten bekleidet, der heisst bei ihm Tatare. Einen Pferdefeind nennt der Paša den Tataren, weil dieser schonunglos die Postpferde zu Tode reitet. In Ungarn waren die Gemeinden verpflichtet, den »Tataren« unentgeltlich die Pferde beizustellen.

V. 121. pro (preo, preko) zemlje turčije über die Länder der Türkei.

V. 122. ‘Zur Hauptstadt und Istambol’ ist ein Hendiadys. Ich behalte hier und überall sonst die poetische Figur bei, wenn es nur irgendwie der deutsche Sprachgebrauch zulässt.

V. 211. Ridžalen sind die hohen Würdenträger, die Granden am türk. Hofe.

V. 273. Das schwere Geschütz zog man zu Schiff Donauaufwärts nach Ungarn, das Gros des Heeres schlug aber, wie immer den Landweg ein. Übrigens nahm Köprülü I. persönlich an dem ungarischen Feldzuge nicht Teil.

V. 318. Der Guslar irrt; denn unter den bosnischen Valis kommt erst in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrh. ein Köprülü vor (Urenkel K. I.), der aber bekleidete die Stelle zweimal und hinterliess beim Volke ein gesegnetes Andenken. Er war gleich seinem grossen Ahnherrn ein wahrer und uneigennütziger Freund und Beschützer der Juden.

V. 356 und 372. Die Angabe entspricht zutreffend der Machtbefugnis und dem Amtbereiche eines Stadthauptmannes. Ein militärischer Bezirkhauptmann alarmiert das Land durch Kanonenschüsse. Die Heerfahne steckt man bei einer solchen Gelegenheit im freien Felde auf; denn das Militär darf sich der Frauen und der Zucht wegen nicht innerhalb einer bewohnten Ortschaft sammeln. Türkische Truppen kennen auch die Marketenderinnen-Wirtschaft nicht. Fazlagić schliesst als gläubiger Moslim vor dem Auszug in den Krieg seine Rechnung mit Gott ab. Vor Beginn einer Schlacht pflegen Hodžen ein Gebet zum Segen der Kämpfer zu sagen. Džanan und die Mehrzahl der Bošnjaken mochten aber im Stillen der Ansicht sein, die Tale der Narr offen (im Smailagić Meho) gegenüber dem Hodža ausspricht: ‘Raspel rascher, du Hodža, deinen Segen ab! Das Schwert, nicht dein Segen säbelt den Feind nieder!’

V. 424–430. Stereotyp. Diese Rede entspricht mehr dem allgemeinen Gefühle des bosnischen Volkes als Džanans Lied. Aus den Guslarenliedern allein gewänne man einen unwahren Eindruck hinsichtlich der vorwiegenden Volkstimmung. In Wahrheit ist der Bosnier, nicht minder als der Serbe in Serbien und der Bulgare und Grieche im grossen und ganzen allen kriegerischen Unternehmungen gründlichst abgeneigt. Heutigentags pressen die Kleinstaaten jeden waffenfähigen Mann zum Militär und wenn es dann zum Treffen kommen soll, erweisen sich die Soldaten als stramme Anhänger der Baronin Bertha von Suttner und legen »die Waffen nieder«, um ihr kostbares Leben der Menschheit zu erhalten.

V. 505. Der Glaube ist allgemein, dass die Bewunderung schöner Mädchen einen Kämpen töten könne. Wer, wie z. B. Tale der Narr, der Beschreiung leicht unterliegt, geht mit zerfetzten Knieen und löcheriger Kopfbedeckung einher, auch hilft Knoblauch und eine Wolfschnauze im Busenlatz getragen. An Abwehrmitteln, besonders an Besprechungen des bösen Blickes und der Bewunderung ist die südslavische Folklore-Literatur überaus reich. Der Glaube ist international, wie die zahllosen Belege der endlosen Abhandlungen Julius Tuchmanns über ‘Fascination’ in der Mélusine dartun.

V. 518. Nach unserer Stundenzählung um 10 Uhr nachts.

V. 530. Der Guslar legt sich die Episode ungeschlacht zurecht; denn kein Moslim lässt sich, auch nicht im Scherze, Vater und Mutter ungestraft beschimpfen. Der Guslar suchte nach einer Entschuldigung für das unschickliche Schnorrmanöver Džanans und ersann nichts Besseres als die Ausflucht, dass es auf Geheiss Köprülüs geschehen sei.

V. 564 und 573 f. Diesen Ausspruch, der in der Guslarenepik nicht vereinzelt dasteht, darf man getrost als das Urteil des Ackerbauers über die Helden und Heldentaten bezeichnen.

V. 583. Die auf den Vers folgende Lücke statt des lebhaften Geberdenspiels des Guslaren, das ich sonst nicht recht andeuten kann.

V. 595. Was ein Guslar unter einem herrschaftlichen Nachtmahl versteht, muss ich eigens bemerken, um etwaigen übertriebenen Vorstellungen vorzubeugen. Zu einem herrschaftlichen Nachtmahl gehört vor allem frischgebackenes weisses Weizenbrot, Hammelbraten, fett, dass einem der Schmer über den Bart herabrinnt und hartgesottene Eier nebst Obst (Dunstobst), Branntwein und Wein nebst Kaffee, alles im Überfluss, damit man sich bis zum Erbrechen vollstopfen kann.

V. 879 ff. Diese Art Ehrensäbel tragen in Goldbuchstaben die ständige Inschrift: »Im Namen des allbarmherzigen Gottes, der die Siege verteilt. Dieser Säbel, welcher für die Otomanen das glänzendste Emblem des Sieges und der Auszeichnung bildet, und auf Kinder und Kindeskinder übergehen kann, ist von S. Majestät dem Sultan dem Ghazi ...... Pascha verliehen worden, als Zeichen der Wertschätzung des Mutes und der Treue, von welchen er während des siegreichen Krieges gegen ...... Beweise geliefert hat, und mit dem Wunsche, dass dieses verherrlichende Andenken zu neuen und zahlreichen Siegen zu führen vermöge.« Der Ehrensäbel ist nicht zu verwechseln mit »pot muhurom ćorda« (Säbel unter Sigel), der den Besitzer zum Raub im Grenzlande berechtigte.

Der Ausruf ‘sufur!’ (Schluss) ist vom Sänger. Damit legt er die Guslen weg, nimmt eine Erfrischung zu sich und stopft sich sein Pfeifchen an, um zu rauchen. Nach kurzer Erholung, hebt er ein neues Lied an, wenn er nur Zuhörer findet, denen die Geduld nicht ausgeht. Ein rechter Guslar setzt einen Stolz darein, als unermüdlich und unerschöpflich zu gelten.

Wie Mohammed Köprülü Vezier geworden.

Unter den Guslarenliedern meiner noch ungedruckten Sammlung besitze ich auch sechs grössere im Umfange von mehr als 6000 Versen, die die Eroberung des Ungarlandes bis hart an Niederösterreich durch die Türken zum Vorwurf der Behandlung haben und ausschliesslich die Kämpfe und Heldentaten des Reorganisators der damals dem Zerfall nahen Türkei, Mohammed Köprülüs schildern.

Bosnier und Herzogländer haben unter der Fahne des Islams an der Niederwerfung Ungarns teilgenommen. Die Blüte der slavischen Jugend war in den Reihen der Janičaren vertreten. Vor dreihundert Jahren mochte es eine Zeitlang scheinen, dass halb Westeuropa bis vor die Tore von Wien der Serbisierung unterliegen werde. Wären jene kriegerischen Bewegungen während zweier Jahrhunderte von einer intensiveren kulturellen Strömung des Slaventums begleitet gewesen, wie dies nicht der Fall war, so hätte wahrscheinlich ein Teil Europas politisch ein ganz anders Aussehen gewonnen.

Eingeleitet ward die Bewegung von einem der bedeutendsten türkischen Staatsmänner aller Zeiten, von dem greisen Mohammed Köprülü. Sein Auftreten war für Jahrhunderte folgenschwer, und es ist kein Wunder, dass die Nachkommen jener Krieger, die unter seiner Führung gekämpft, von jenen für sie glücklichen Tagen noch immer singen und sagen.

Es ist bewunderungwürdig, mit welcher Treue das Gedächtnis des Volkes ohne schriftliche Behelfe den Gang der Ereignisse jener Zeiten im Grossen und Ganzen zutreffend festgehalten hat. Zum Vergleiche gebe ich im Kommentar die zuverlässigen Berichte zeitgenössischer osmanischer und abendländisch-christlicher Historiographen nach Hammer-Purgstall, Salamon und dem Siebenbürger Kraus.

Lehrreich ist unser Lied als ein Beispiel, wie sich grosse Ereignisse in der Vorstellung des Volkes widerspiegeln und als authentisches Zeugnis für volktümliche Sitten und Gebräuche, Meinungen und Anschauungen. Unserem Liede wohnt zum Überflusse auch ein nicht geringer poetischer Gehalt inne.

Ćupriliću travnički valija.

Razbolje se sultan Sulejmane u Stambolu gradu bijelome na svome tachtu u svome devletu treći danak šechli ramazana na krilu Ibrâhimu sinu. Bolovao svega ramazana. Kad je bilo u oči bajrama onda mu veli sultan Ibrâhime: — »Â moj babo sultan Sulejmane! bolovao si svega ramazana, a večeras u oči bajrama, što ti se čini, hoćeš preboliti? al ti se čini da ćeš umrijeti?« A kaže mu sultan Sulejmane: — »Â moj sine sultan Ibrâhime! a Boga mi ti ja preboljeti ne ću; sada ću ti odma umrijeti!« A veli mu sultan Ibrahime: — »Â mili babo sultan Sulejmane! a što ti žališ što ćeš umrijeti? žališ li ovog mjesta čestitoga ali svoje butum carevine? ali žališ lala i ridžala? ali vezira što su ti većili? ali svojije devet sultanija? ali mene prenejaka sina?« A veli mu sultan Sulejmane: — »Â moj sine sultan Ibrahime! ja ne žalim mjesta čestitoga, niti ja žalim svoje carevine, niti ja žalim lala i ridžala, niti vezira svojije većila ni svojije devet sultanija, a ni tebe prenejaka, sine. — Vam je meni najžalije, sine, ostaše mi tri najbolja grada a u kaura a u mene n’jesu: jedno je Egra a drugo Budime a i Semendra niže Biograda. — I još žalim hodže Ćuprilića! Ono mi je stara lala bila; murtati su ga kod mene oplanjkali pa sam njega surgun učinio preko mora stotinu konaka, a i evo ima dvanajs godin dana, â po tome ću ti rano umrijeti! Vam čuješ li Ibrâhime sine! kad ja umrem tu na tvome krilu, a doći će hodže a doći će hadžije a doći će mule, skupit se kadije, opremiće me, Ibrahime sine, odnijet me do turbeta, sine, do turbeta hazreti Alina, do terike hazreti Fatime, a ondi će me ukopati, sine. a i na me će turbet načiniti. Ti pobjegni ot turbeta moga! — Kada tachtu i devletu dojgješ, zatvori se u tvird kahvaz, sine! Doći će hodže, doći će i hadžije, vikaće tebe, — nemoj otvoriti. Doći će onda mule i kadije, vikaće tebe, — nemoj otvorati. Doći će onda lale i ridžali, vikaće tebe, — nemoj otvorati. Doće će onda svi veziri, sine, što su mi bili u Stambolu ovgje, vikaće tebe, — nemoj otvorati. Pa će doći baše jenjičari, vikaće onda baše jenjičari: »Sultane Ibro, svečevo koljeno! oćeš li nama otvoriti vrata?« A ti otvori ot kafaza vrata; uzeti će te baše jenjičari, svečevu će ti hrku zagrnuti ustaklut ti tadžu pozlaćenu, na moje te mjesto posaditi, ej! novijem te carom načiniti! Sve će ti izić lale i ridžali i veziri i carevi većili i pred njima muhur sahibija i kod njega paša Seidija. To će stâti tri bijela dana, sve se čudit lale i ridžale, šta će novi care postaviti a kakav li će bidat udariti. Zacviliće muhur sahibija: — »Aman care svečevo koljeno! ej, što nas držiš tri bijela dana! Podaj dževap kakav hoćeš ovde!« Onda care tiho progovara[j] »Koje mi je Ćuprilić vezire?« Rijet će ti, sine, muhur sahibija: »Ovdi ti nejma Ćuprilić vezira; a vezir ti je plaho ostario a vam ti je vezir kod vandoma svoga!« A ti reci muhur sahibiji: »Ja mi vezira, ja ću ti posić glavu!« A prepast će se muhur sahibija a ne će ti umjet ništa pagovoriti a rijet će ti paša Seidija; »Aman care, svečevo koljeno! â tvoj ga je babo surgun učinio â preko mora stotinu konaka, a evo ima dvanajs godin dana. Vam daj nama turali fermana i daj nam vade za četeres dana a mi ćemo ti dobavit vezira!« Podaj sine turali fermana, oni će ti hodžu dobaviti. A kada ti dojgje Ćuprilić vezire, a ti ćeš mu reći sine Ibrâhime: »Stara lalo, mila babe moga! moj je babo svijet promjenio a u mene je tebi selām ostavio. Ali to je moja butum carevina a uprava tvoja Ćupriliću! E da uzmemo Egru i Budima a i Semendru niže Biograda, da momu babu hator napravimo!« I po tom je rano svijet promjenio. Hej! to reče sultan Sulejmane; hej! umrije na sinovu krilu, a procvilje sultan Ibrâhime. E, skupiše se hodže i hadžije a dojgjoše mule i kadije, opremiše cara čestitoga i do turbeta cara odnesoše, ej, do turbeta hazreti Alina, ej, do ferike hazreti Fatime. Ej, ukopaše sultan Sulejmana, ej, na njega turbet napraviše. A pobježe sultan Ibrâhime, ali se u tvird kafaz zatvorio. Ej dojgjoše hodže i hadžije i to ga viču, da otvori vrata, al im on vrata otvoriti ne će. Pa ga viču mule i kadije, on vratâ, otvoriti ne će. Pa ga viču lale i ridžale, a on ni njima otvoriti ne će. Pa veziri, što su u cara većili, al im on vrata otvoriti ne će. Pa ga viču baše jenjičari: — »Sultan Ibro, svečevo koljeno! hoćeš li nama otvoriti vrata?« Ja otvori se sultan Ibrâhime, a uzeše ga baše jenjičari, svečevu mu horku zagrnuše, ustakoše tadžu pozlaćenu, odnesoše ga tachtu i devletu i posadiše us ćemliju carsku. Ej, teke ga novoga cara načiniše! Stale mu lale po divanu i ridžale i veziri i što su mu većili a i pred njima muhur sahibija a i kod njega paša Seidija. Već tako ostaše tri bijela dana; ej, sve se misle čudom velikijem, ’a šta će nam novi care postaviti? ej, kakav će bidat nama udariti?’ Ej, dok procvilje muhur sahibija, — »Ej, daj nam dževap care Stambolija!« Ondar veli sultan, Ibrahime: — »Koje mi je ovdi Ćuprilić vezire?« Ondar mu kaže muhur sahibija veli: »Baš ti je vrlo vezir ostario, eh kot svoga je doma velikoga!« Ondar mu veli sultan Ibrahime: — »Ja mi daj vezira, ja ću ti pośjeć glavu!« Ali se poplaši muhur sahibija pa sve šuti, ništa ne govori. Ali progovori paša Seidija: — »Aman care, svečevo koljeno! Tvoj ga je babo surgun učinio ej, preko mora stotinu konaka, a evo ima dvanajs godin dana. Evo daj nama turali fermana a i daj nam muchlet četerese dana, ali mi ćemo ti dobavit vezira, pa eto tebe pa eto ti vezira!« E pa im care dade turali fermana, ej muchleta četerese dana. Fermana uze paša Seidija a divan prśće na četiri strane. E bržje tirče paša Seidija, e dok dotrka u tatare carske pa Idriza tatarina traži, što ga bržjega u cara ne imade. E pa mu daje turali fermana a grli ga s obadvije strane: — »A Idrizine moj po Bogu brate, bržje tirči, Ćuprilića traži, a dovedi ga caru čestitome. Muchlet ti je, sine, četerese dana!« Idriz na se džuzdan udario a u džuzdan ferman namjestio; ali je brza konja uzjašio. Ej brže tirče tatarine carski, e, dok dotrka moru debelome, e, pokraj mora konja odjašio. A brza ga dočeka gjemija. U nju śjede tatarine carski pa rukama tuče gjemidžiju mlada: — »Ej, bržje me vozi, pośjeć ću ti glavu!« Ej, brzo igje po moru gjemija. E dok debelo more ostavio a suhe se zemlje dobavio e na gotova konja uzjašio, pa poteče pokraj mora hladna. Ej, rano bijaše, još sunašca ne bješe, e dok mu se mrke oči otkidoše i dok vigje pokraj mora hladna a jednoga stara ichtijara bijele brade a sivaste glave, a na njemu zelene libáde; zasukuje uz ruke rukave e da prihfati turski avdes na se. A tatar mu turski selam viknu, a njemu dedo selam prihfatio pa niz bradu mu suze udariše kajno kiša niz jelovo granje. Začudi se tatarine carski pa zastavi brza konja svoga: — »Ichtijaru, obadva ti sv’jeta što toliko grozne suze truniš?« A cvileć mu dedo govorio: — »Ej, kako ih ja patrunit ne ću, kad imade dvanajs godin dana a ne vidio carskog tatarina ni na njemu carskoga fermana? A i ja sam ih mlogo načinio kot cara sultan Sulejmana! Ej, doklem si se zamučio sine, te ferman nosiš, brze konje gonjaš?« A on mu kaže: »Ćuprilića tražim.« Onda dedo tiho progovara: — »Ja sam glavom Ćuprilić vezire!« Carski tatar konja odjašio a izvadi careva fermana pa ga dade Ćuprilić veziru, a vezir ga poljubio triput pa ga je śpuśćo na zelenu travu pa uze turski avdes na se. Pa rasklopi careva fermana pa ga uči a suze prol’jeva, jera mu piše turali fermane: »Ćupriliću, carev kachrimane, bržje hajde do Stambola grada!« Odmah vezir na noge skočio, s tatarom do gjemije sijgje, śjedoše na gjemiju brzu. Gjemidžija poćera gjemiju. Ej, debelo more zdravo prebrodiše, ali se suhe zemlje dobaviše a debele konje pojašiše. E, bržje tirče tatarine carski, za njim tirče Ćuprilić vezire, a sve tirče a tatara viče: — »Lahko, lahko Idriz tatarine! ali su moje kosti poharane a moja je džogda izderana a moje su poizdale ruke i obadvije mi noge opadoše; ne mogu se dajanisati, sine!« A veli mu tatarine carski: — »Gajret hodža, ako Boga znadeš! ako projgje četerese dana a ti ne dojgješ do Stambola grada a sa mene će moja odletjeti glava!« A kaže mu Ćuprilić vezire: — »Bre ne boj se Idriz tatarine, dok je sa tobom Ćuprilić vezire, bre tebe bolan, car pośjeći ne će; a mlad tatar rad hatora moga, da ostaneš i stotinu dana!« To beśjede, jašu na paripe dok dojgjoše do Stambola grada. Birdan vezir pret cara izijgje te je caru poletio skutu a car njega uhfati za ruku: — »Stani dera, moja lalo pravo, ne prihodi blizu skuta moga! Te moj babo svijet promjenuo a u mene tebi selâm ostanuo. Butum je moja carevina a uprava tvoja u Stambolu! A da uzmemo Egru i Budima i Semendru niže Biograda! Aman, hodža, do tri carska grada a ostadoše sva tri u kaura! Po tom je rano svijet promjenuo. Da uzmemo do tri grada carska, da mu mrtvu hator napravimo!« Pa izvadi carev muhur care, muhur daje Ćuprilić veziru, e da mu bude muhur sahibija. E ne će mu ga hodža Ćuprilija, jer je triput carev muhur pokučio, triput vezir muhur povratio. — »Stani dera, padišahu dragi! nije lahko ni pogledat u te a kamo li s tobom govoriti. ali danas valja govoriti! Padišahu, muhura ti ne ću, a ništa ti ni upravljat ne ću, a ti ako mene poslušati ne ćeš e što ću tebe care govoriti!« Ondar veli sultan Ibrâhime: — »E de govori Ćuprilić vezire, e de govori, štogod tebi drago!« Ondar veli Ćuprilić vezire: — »Oćeš li mi izun dati ovgje, što mi rečeš, da poreći ne ćeš?« — »Bogme ne ću, Ćuprilić vezire, što car rekne, — nije slagat carsko.« Ondar vezir śjede beśjediti: — »Daj mi muchlet četerese dana, štogod radim, da prikratit ne ćeš!« Dadne mu muchlet četerese dana, neka radi štogod njemu drago.