Säugethiere vom Celebes- und Philippinen-Archipel
Part 17
[9] Dr. Jentink schreibt auch, dass nur die Exemplare a, b, c (aus der Gefangenschaft) und j (Cat. XI, 32 1892) Arme und Beine nicht grau hätten, diese 4 aber sind noch nicht adult; a, b und j werden zwar als: „à peu près adulte“ bezeichnet, aber bei a (Länge vom Vertex zum Anus 330 mm, Hinterhand 120) sind die 3. Molaren erst eben zu sehen, bei b (375 und 140) im Unterkiefer eben im Durchbruche, bei j (420 und 140) sitzt der Schädel noch im Balge, die Längenmaasse beweisen jedoch die Jugend des Thieres zur Genüge. Ex. c ist als „passablement jeune“ bezeichnet (410 und 140). 3. Molar noch nicht zu sehen. Alte Individuen mit dunklen Beinen sind dies also keineswegs. Auch die weiblichen Albinos, die Weber (Zool. Erg. i, 104 1890) von Maros und Parepare beschreibt, und die er „full grown“ nennt, dürften nicht adult gewesen sein, denn das eine misst vom Vertex zum Anus nur 435, gegen 490 bei dem Dresdner Tonkean Männchen.
[10] Auch im Britischen Museum sind Exemplare aus meinen Sammlungen vorhanden.
[11] Prof. W. Blasius hatte die Güte mir das Exemplar zur Ansicht zu senden.
[12] Everett (P. Z. S. 1893, 494) führt arctoides auch von Borneo auf, indem er melanotus Ogilb., den Günther (P. Z. S. 1876, 425) von dort nennt, damit identificirt (nach Anderson: An. Zool. Res. I, 45 1878 und Cat. Mamm. I, 74 1881), allein das betreffende junge Exemplar hatte, bei einer Körperlänge von 12 Zoll, einen 3½ Zoll langen Schwanz, es kann also nicht arctoides gewesen sein. (S. auch Hose Mamm. Borneo 1893, 8.) Die neuesten Abbildungen von jungen und alten arctoides findet man bei Anderson (l. c. pl. I u. II 1878).
[13] Die ähnliche Färbung jüngerer Exemplare scheint z. B. Wallace, der vielleicht keine oder wenig Affen auf Celebes schoss, verleitet zu haben, M. maurus im Süden für C. niger zu halten (Mal. Arch. D. A. I, 331 1869), was schon Weber (Zool. Erg. I, 103 1890) bespricht (vgl. auch Jentink: T. Aardr. Gen. 1889, 246). So irrte Wallace auch, wohl ebenfalls in Folge dieser Verwechselung, wenn er C. niger über „ganz Celebes“ (p. 393) verbreitet sein lässt; wir sahen bereits oben unter M. maurus, dass er wahrscheinlich nur die Nordhalbinsel bewohnt. Auch Teijsmann (Nat. T. Ned. Ind. 38, 77 1879, s. auch 23, 367 1861) nahm M. maurus im Süden (Pangkadjene) für C. niger; er heisst hier dureh. (S. auch oben p. 1 Anm. 2.)
[14] Die entsprechenden Maasse einiger jüngeren weiblichen Exemplare sind:
B 2737 (Cel.) B 3077 (Lembeh) B 1475 (Batjan)
Länge des Femur 158 mm 146 mm 176 mm Länge der Tibia 143 ,, 138 ,, 158 ,, Länge des Humerus 141 ,, 130 ,, 157 ,, Länge des Radius 147 ,, 136 ,, 159 ,,
[15] Ob Letzteres nicht in anderem Zusammenhange wie mit den Affen geschah, will ich hier nicht untersuchen. Man vergleiche u. a. Hickson: Nat. N. Cel. 1889, 163 und Globus LX, 154 1891, sowie Schurtz Abh. Sächs. Ges. Wiss. Phil. Hist. Cl. XV, II. 68 1895.
[16] Der v. Rosenbergschen Angabe (Mal. Arch. 1878, 268) möchte ich kein grosses Gewicht beimessen, wenn es sich auch so verhalten haben könnte.
[17] Die beste Synonymie von C. niger und nigrescens findet man in Andersons ausgezeichnetem Werke.
[18] Siehe z. B. Wallace (Mal. Arch. D. A. I, 393 1869 und Geogr. Verbr. D. A. I, 495 1876). Schuiling (T. Aardr. Gen. 2. s. v, 536 1888) folgt Wallace blindlings, was schon Jentink (l. c. VI, 244, 1889) gebührend beleuchtet hat, und so bringt ebenfalls er dieses Philippinen-Vorkommen, wenn auch mit einem „vielleicht“. Dass Elera, der unkritischeste aller Compilatoren, noch neuerdings (Cat. sist. fauna fil. I, 4 1895) wieder die Art auch von Negros und Sulu aufführt, kann unter diesen Umständen nicht Wunder nehmen; eine so kaltblütige Abschreiberei, wie sie Elera in seinem mehrbändigen Werke sich hat zu Schulden kommen lassen, dürfte einzig dastehen.
[19] Teijsmann (Natuurk. Tijdschr. Nederl. Ind. 38, 77 1879) glaubt, dass das Thierchen hier podi heisse.
[20] Ob Wallace (Geogr. Verbr. D. A. I, 496 1876) die Insel Manado tua meinte, als er sagte: „Soll auch auf einer kleinen Insel an der Nordspitze von Celebes vorkommen“? (S. auch Is. life 1880, 427.) In seinem Mal. Arch. (1869) hatte er das in der Minahassa gar nicht seltene Thier nicht näher localisirt, im 2. Bde. der Geogr. Verbr. (p. 201) dagegen hiess es, dass es „auf einigen Theilen von Celebes“ gefunden werde. (Vgl. auch Jentink in T. Aardr. Gen. 2. s. VI, 247 1889 und c. Schuiling 251.)
[21] Man findet bei Burmeister: Tarsius 1846, 3 alle bis dahin vorhandenen aufgezählt.
[22] Vgl. Abh. Mus. Dresden 1894/5 Nr. 1 p. 1.
[23] Prof. W. Blasius und Dr. v. Lorenz hatten die Güte, sie mir zum Vergleich einzusenden, das Berliner Exemplar sah ich an Ort und Stelle wieder.
[24] Wie Cryptoprocta ferox Th. Benn. das grösste von Madagaskar; Paradoxurus leucomystax Gr. von Malacca, Borneo und Sumatra ist kleiner als P. musschenbroeki.
[25] Faber hatte 1878 auch zwei Exemplare an das Gothaer Museum geschickt.
[26] Teijsmann (Natuurk. Tijdschr. Nederl. Ind. 38, 77 1879) hörte, dass sie am Pik von Bonthain vorkomme, dies bedarf natürlich der Bestätigung; Weber (Zool. Erg. I, 110 1890) fand in Süd Celebes keine Spur davon, ebensowenig wie Wichmann (l. c.) als er von Palos nach Parigi ging, allein wenn man bedenkt, wie lange das relativ grosse Thier in der naturwissenschaftlich so viel durchsuchten Minahassa verborgen blieb, so sind solche negativen Befunde vorläufig ganz und gar nicht beweisend.
[27] Wie aus Jentinks Pl. 2 ersichtlich.
[28] Ich folge der Nomenklatur und sonst Klaatsch: Zur Morphologie der Tastballen der Säugethiere (Morphol. Jahrb. 14, 407 1888).
[29] Kollmann: Tastapp. d. Hand 1883, 40.
[30] Bei Viverra civetta Schreb. fand Klaatsch (p. 418) sie glatt und punktirt, was ich auch für V. tangalunga Gr. angeben kann, die Tastballen bei Paradoxurus musschenbroeki aber zeigen diese höckerige Punktirung nicht, sie sind ganz glatt.
[31] Nach Blyth (l. c.) heisst der Banteng auf Borneo Tambadao.
[32] So beschreibt auch Heude (Mém. H. N. Chin. II, 4 p. 205 Anm. 1 1894) einen Bubalus mainitensis von Nord Mindanao, sagt aber selbst: „Ce Buffle est actuellement entièrement domestiqué.“ Heude ist hier ebensowenig ernsthaft zu nehmen, wie wenn er z. B. 3 „Arten“ von Sus aus einem Walde bei Jalajala aufstellt (l. c. p. 216 Zeile 13)!
[33] Dass die zahmen und „wilden“ Büffel sich sehr ähnlich sehen müssen, beweist der Gebrauch auf Luzon, dass man die domesticirten zeichnet, indem man ihnen die Ohren stutzt, damit man sie im Walde nicht für „cimarrones“, verwilderte, halte. Die so gezeichneten nennt man „orejanos“. Wenn nun ein wilder erlegt wird, so bringen die Jäger den Kopf ins Gerichtshaus des Dorfes, damit man sehe, dass er nicht gezeichnet sei. Die Haare der zahmen sind heller und die Haut ist glänzender, sie sind aschgrau, und etwas weisslich auf den Knieen und der Brust; es giebt auch Albinos; die Hörner sind bogenförmig, an der Basis zusammenstossend und reichen bis auf die Schulter, wenn der Kopf gehoben wird. Die wilden sind dunkler und die Hörner dicker bis zur Spitze und schärfer; zähmen kann man sie nicht. Diese Notizen entnehme ich der „Illustracion Filipina“ 1859, 77, allein wenn wirklich bedeutende Unterschiede stets vorhanden wären, so würde ja das Stutzen der Ohren bei den domesticirten überflüssig sein. — Bei 2 von 5 Tamaraos des Museums sind die Ohren auch eingerissen oder defect (bei dem einen beiderseits, bei dem andern nur einseitig; bei einem 6. lässt es sich nicht constatiren, da das Fell zu sehr zerfressen ist); dies rührt zweifelsohne von Kämpfen her; man findet es auch bei der Anoa.
[34] Wilckens (Enc. Thierheilk. IX, 342 1892?) hält es für nahe verwandt mit Porcula salvania Hdgs. von Indien, er steht jedoch mit dieser Ansicht allein, und auch ich halte sie nicht für gerechtfertigt. (S. Abb. des Zwergschweins J. Asiat. Soc. Bengal 16 pt. I pl. 12 und 13 1847 und 17 pl. 27 1848, auch P. Z. S. 1853 pl. 37 und 1882 pl. 37.)
[35] Teijsmann (Natuurk. Tijdschr. Nederl. Ind. 38, 77 1879) sagt, dass der Babirusa allein auf Ost Celebes (und Buru) vorkomme, damit meinte er aber die nördliche Halbinsel, die nach Osten gewendet ist.
[36] Teijsmann (l. c. 23, 367 1861) nennt den männlichen Babirusa der Minahassa kalawatan, den weiblichen wairi; babirusa ist maleiisch.
[37] Folgendes Beispiel dafür fiel mir vor Kurzem in die Hände: „The purser ... returned at eight in the evening with ... five pigs, one of which, the moment it was hoisted in, ran to the opposite gangway and jumped overboard; and though a boat went immediately in pursuit, it could not be found. An hour and a half afterwards the animal came alongside, and was got on board not much the better for its excursion.“ Cruise: New Zealand 1824, 94.
[38] Brehm nennt die Sula Inseln „Xurillen“, sieht Manado auf Celebes für eine kleine Insel: „Malado“ an und hält das Vorkommen auf Neu Guinea und Neu Irland für möglich. Auf letzteres komme ich zurück. In der 2. Aufl. III, 559 1877 steht „Sulla Mangoli“, in der 3. III, 527 1891 „Sulla, Mangola“!
[39] Ich bemerke, dass in meiner Übersetzung dieses Werkes I, 395 (Zeile 7 von unten) Borneo statt Buru steht, ein irreführender Druckfehler! In seiner „Geogr. Verbr.“ (D. A. II, 244 1876) giebt Wallace nur Celebes und Buru an.
[40] Auch Blainville in seiner grossen Ostéographie (Onguligr. Sus. 1847, 197) sagt: Le S. babirussa exclusivement „à la plupart“ des îles de l’archipel indien!
[41] Gray hat ausserdem Fitzingers Synonymie, die ausführlichste vorhandene (p. 426–7), ausgezogen, wie aus den übernommenen Fehlern erkennbar ist.
[42] Schon 1843 (List Mamm. p. 185) hatte Gray Malacca angegeben und 1873 (Hand-List Edentate ... Mamm. p. 68) führt er 13 Schädel einzeln von daher auf. Es ist dies nur eine Namensverwechselung mit „Moluccos“.
[43] Die kreisförmigen unteren Hauer auf der Abbildung bei Flower & Lydekker (Intr. Mamm. 1891, 287) sind nicht naturgetreu, derartige kommen, wie wir unten sehen werden, nur als seltene Ausnahme vor, und eine solche wollten die Verfasser nicht abbilden.
[44] Siehe über diese die Bemerkungen unten p. 22.
[45] Bekanntlich sind zwei Schweine-Arten von Neu Guinea beschrieben: Sus papuensis Less. und Sus niger Finsch (ceramicus Gr.). Hr. Wahnes, der ebenfalls mehrere Jahre an der Astrolabebai lebte, hält es nicht für ausgemacht, dass es zwei verschiedene Arten seien. Er erzählte mir auch, dass wilde Eber selbst in die Dörfer kommen, um die läufigen zahmen Sauen zu decken, was stets grosse Aufregung unter den Eingeborenen hervorriefe, und dass daher vielfache Bastardirungen zwischen domesticirten und wilden Schweinen entstehen (vgl. Jentink: Notes Leyden Mus. XIII, 102 1891 und Nehring: Rohdes Schweinezucht 4. Aufl. 1891, 12). Hr. Geisler dagegen meint, dass das braune und das schwarze Schwein im Wilden stets gesondert leben, und da das schwarze ungestreifte, das braune gestreifte Frischlinge hat, wie die Exemplare des Museums beweisen, so spricht dieses auch für die Artverschiedenheit. Hr. Geisler fand ein oder zwei Tage alte Frischlinge von Sus niger bereits einfarbig schwarz. Nehring (l. c.) giebt beides ebenfalls an. Maclay (Natuurk. Tijdschr. Nederl. Ind. 35, 69 1875) sagt, dass die zahmen Schweine der Astrolabebai Abkömmlinge der wilden seien (was auch mit meinen Erfahrungen im Nordwesten der Insel übereinstimmt), aber dass sie in der Jugend gestreift seien und im Alter schwarz würden, was nach Obigem auf einem Irrthume beruhen muss, wenn es sich nicht um Bastarde gehandelt haben kann.
[46] Vgl. dazu Codrington: The Melanesians 1891, 57 mit Anm. und 328.
[47] In Grays Hand-List Edent ... Mamm. 1873, 67 steht: Schneidezähne 4-4⁄6–6, statt 2⅔–3.
[48] Turner (P. Z. S. 1848, 69 Anm.) wusste, dass der Babirusa mehr als 5 Molaren haben kann, dass aber das Normale 5 sei.
[49] P. 136–137, 159–160 und Pl. II Skelet fem., Schädel und Wirbel juv., Pl. V Schädel mas (in der Tafelerklärung p. 225 steht fem.), Pl. VI und VII Skelettheile, Pl. VIII Zähne mas (in der Tafelerklärung p. 229 steht fem.).
[50] Dieses Exemplar (s. oben) besitzt, wie ich von Prof. Milne-Edwards erfuhr, überzählige, noch nicht durchgebrochene, zu hinterst stehende vierte Molaren beiderseits oben und unten. Dass Blainville dieses gar nicht erwähnt, und dass es auch in den Abbildungen nicht zur Darstellung gelangte, ist mir nicht erklärlich. Wie schon Anm. 1 angegeben, stimmt die Tafelerklärung z. Th. nicht mit den Abbildungen.
[51] Heude (Mém. H. N. Chin. II, 2 p. 91 1892) meint, dass das Weibchen diesen Knochenkamm („aileron“) nicht besitze, allein unser Exemplar widerspricht dem. Es könnte jedoch möglicherweise auch Weibchen geben, denen er fehlt. Bei dem jungen Schädel mit Milchgebiss, den Gray (Cat. Carn ... Mamm. 1869, 348 und List Edent ... Mamm. 1873, 68 Pl. XXVII, 1) bespricht und abbildet, ist auch schon eine Andeutung des Kammes vorhanden.
[52] Abbildungen eines jungen Männchens und eines Jungen, das kurz vor der Ankunft in London geworfen worden war, findet man P. Z. S. 1860, 443 pl. LXXXIII und 1883, 463 pl. XLVII.
[53] Eine ungleichseitige Entwicklung der Hauer scheint auch sonst stattzufinden, denn Giebel (Säugeth. 1855, 231) bemerkt: „Zuweilen bleiben beide Eckzähne der einen Seite um mehr als die Hälfte der Grösse hinter der anderen Seite zurück.“
[54] Everett (bei Hartert Nov. Zool. III, 150 1896) beobachtete einen Sciurus am Pik von Bonthain über 6000′ hoch.
[55] In der citirten Stelle sagt Jentink von Nr. 1–12, dass der Nackenfleck sehr gut entwickelt, von Nr. 12–15, dass er fast und von Nr. 15 und 16, dass er ganz unsichtbar sei; es ist, wie Dr. Jentink die Güte hatte mir mitzutheilen, damit Nr. 1–11, Nr. 12–14, Nr. 15 und 16 gemeint. Nr. 1–5 sind zweifellos aus der Minahassa, für Nr. 6 und 7 lässt sich keine Vermuthung aufstellen; Nr. 8 ist zweifelhaft, da v. Rosenberg 1863–1864 im Gorontaloschen sammelte, aber 1864 auch in der Minahassa war, das Stück traf vielleicht erst 1865 ohne genauen Fundort in Leiden ein; Nr. 9–13 sind aus dem Gorontaloschen; für Nr. 14 und 15 gilt dasselbe wie für Nr. 8; Nr. 16 ist aus dem Gorontaloschen. Nr. 8–15 sind von Rosenberg gesammelt, dessen Angaben jedoch nicht kritiklos angenommen werden können, wie schon anderweit nachgewiesen worden ist (s. Bernstein Nederland. Tijdschr. Dierk. II, 325 1865, Finsch Papageien I, 111 1867, II, 337 1868 und von mir Mt. Zool. Mus. Dresden I, 13 1875). Übrigens will ich nicht unerwähnt lassen, dass die weissen Haare beim Ausstopfen manchmal ausfallen, wie ich kürzlich erfuhr, als ich ein schönes Exemplar von leucomus mit gut ausgeprägten Halsflecken ausstopfen liess, und nachher nur Andeutungen dieser vorfand; es fielen beim Einweichen die Haare hier einzeln aus, da die betreffenden Hautstellen verfault gewesen waren. Wird der Schaden dann vom Präparator ausgebessert, so bemerkt man keinen Defect, der aber in der That vorhanden ist. Man muss daher besonders bei ausgestopften Exemplaren von leucomus in der Beurtheilung des Fehlens des weissen Fleckes vorsichtig sein.
[56] Ich gab (P. Z. S. 1890, 600) die Länge eines Exemplars von Sc. cagsi auf 220 mm für Kopf und Körper und 270 für den Schwanz an, das erwachsene Exemplar von samarensis misst 200 und 204, es wird wohl aber auch etwas grössere geben mit längeren Schwanzhaaren, und ich glaube daher nicht, dass sie in der Grösse überhaupt differiren, zumal die Schädellänge von samarensis 48.5 mm ist, die Jochbogenbreite 29, gegen 48–51.5 und 28.5–31.5 bei cagsi, was also auf dasselbe herauskommt.
[57] Diese übrigens nicht sehr gelungene Abbildung ist von Lydekker (Nat. Hist. III, 121 1894/5) ohne Quellenangabe genau copirt worden, während er sonst oft (z. B. II, 438) wohl seine Quelle angiebt!
[58] Zeile 3 der Diagnose ist hinter cristae das Wort modo ausgefallen.
[59] Nach Ibis 1895, 437 (bei Grant) aber wahrscheinlich auch vom Monte Datá in Lepanto. — Im Darmstädter Museum befindet sich seit c. 23 Jahren ein Exemplar.
[60] Nach Lydekker (Geogr. Hist. Mamm. 1896, 239) Trilophomys. A. Milne-Edwards hatte Lophomys aber schon 1867 aufgestellt, Depéret erst 1890, und dieser taufte daher die Ratte aus dem Pliocän Frankreichs Trilophomys um (s. Zool. Rec. 1890 Mamm. 37, wo Lydekker selbst bemerkt hat: „generic name preoccupied“, und Zool. Rec. 1892 Mamm. 35).
[61] Vgl. auch Everett bei Hartert: Nov. Zool. III, 150 1896.
[62] Weber (Zool. Erg. I, 114 1890) sagt von einem Jungen von Ph. celebensis von Goa in Süd Celebes, dass es ganz verschieden von der Mutter gefärbt sei, kastanienfarben und oben dunkel. Dies scheint sich also nicht Ph. sangirensis anzunähern.
[63] S. auch Everett und Hartert: Nov. Zool. III, 150 1896.
[64] Da es zweifelhaft geworden war, ob es richtig sei, Celebes mit dem Ton auf der zweiten Silbe zu sprechen, so habe ich neuerdings die von mir seit lange geübte Schreibweise Celébes, mit einem Accent auf dem zweiten e, verlassen (Abh. Ber. 1896/7 Nr. 6 p. 1 Anm. 1); kürzlich hat jedoch Dr. Foy nachgewiesen (Publ. Ethn. Mus. Dresden Bd. XII 1899, Anhang: Über den Namen Celébes), dass aller Wahrscheinlichkeit nach „Celébes“ das richtige ist, und ich kehre daher dazu zurück.
[65] W. L. Sclater (Geogr. J. VIII, 387 1896 u. Geogr. Mam. 1899, 148) kennt 31 Gattungen Landsäugethiere, darunter 16 Fledermäuse von Celébes, lässt sich aber über die Artenzahl nicht aus. Die von mir genannte Artenzahl (83) vertheilt sich auf 35 Gattungen Landsäugethiere, darunter 17 Gattungen Fledermäuse, und rechnet man die Arten von den Inseln des Celébes-Areals dazu, die nicht auf Celébes selbst vorkommen (13), so erhöht sich die Zahl der Fledermausgattungen auf 19. — Von Bórneo kannte Hose (Mam. Borneo 1893, 38–41) 37 Arten Fledermäuse und Everett (PZS. 1893, 494–5), mit Einbeziehung gewisser Inseln im Norden Bórneos („Bórneo-Gruppe“), ebenfalls 37, was aber gegenüber den 44 Arten der Celébes-Gruppe vermuthen lässt, dass dort noch manche zu entdecken sein werden.
[66] TZS. = Trans. Zool. Soc., PZS. = Proc. Zool. Soc., NLM. = Notes Leiden Mus., Cat. MPB. = Cat. Mus. Pays-Bas, TTLV. = Tijdschr. ind. Taal-, Land- en Volkenkunde, NTNJ. = Nat. Tijdschr. Ned. Ind., AMNH. = Ann. Mag. Nat. Hist., NZ. = Nov. Zool., u. a. m.
[67] Die Deutsche Zoologische Gesellschaft empfahl (Verh. 1894, 103) zur Farbenbestimmung Saccardos Chromotaxia, allein dessen 50 Töne genügen zu einer auch nur etwas feineren Bestimmung nicht, während Ridgways (Nomenclature of colors 1886) 186 Töne viel weiter führen; vollständig dienen kann jedoch nur Raddes Farbenscala mit ihren c. 900 Tönen, die aber ihres Preises wegen (60 M) keine grössere Verbreitung gefunden hat, während Ridgway in Vieler Hände ist, so dass es einen Nutzen haben kann, ihn zu citiren. Es wäre wünschenswerth, dass man von den noch allgemein üblichen vagen Farbenbezeichnungen, die eine Verständigung erschweren, abginge.
[68] Henselsche Bezeichnung.
[69] Der Unterkiefer hat links einen überzähligen Backzahn, m 4, und von p 2 ist nur noch ein kleiner Rest vorhanden, die Alveole zum grössten Theile verwachsen.
[70] Adriani erwähnt daselbst (p. 344) u. a., dass die To Radja fest glauben, die Affen seien Menschen.
[71] Bei den Fledermäusen sind (in Parenthese) die Vorderarmmaasse angegeben, auf die stets, als charakteristisch, Werth gelegt wurde; neuerdings machte Jentink (Webers Zool. Erg. I, 125 1891) noch besonders darauf aufmerksam, dass es besser sei, dies Maass zur Beurtheilung des Alters des Individuums anzuführen, als die Bezeichnungen adult, semiadult, juv. etc. Man darf dabei aber nicht übersehen, dass ein exactes Messen des Vorderarms nur am Skelette möglich ist, wo man den Radius, die Ulna und den Sesamknochen der Tricepssehne gesondert vor sich hat. Bei Bälgen ist es schwer und oft gar nicht möglich, das proximale Ende der verkümmerten Ulna zu tasten und es von dem Sesamknochen zu trennen. Auch bei Spiritusexemplaren ist es nicht leicht. Das empfehlenswertheste Maass wäre das des Radius, der bei den Fledermäusen so vorzüglich entwickelt ist, aber auch dies wäre an Bälgen und Spiritusexemplaren oft schwer oder unmöglich exact zu nehmen, da man füglich weder sein proximales noch sein distales Ende bei jedem Exemplare freilegen kann. Es ist daher unter der „Länge des Vorderarms“ stets nur ein ungefähres Maass zu verstehen, was aber auch für den vorliegenden Zweck genügt.
[72] Xantharpyia J. E. Gray List spec. Mam. Br. M. 1843, 37: Cynonycteris Peters Reise Mossamb. I Säugeth. 1852, 25. Schon Blanford (Fauna Br. Ind. Mam. 1888, 261) und Thomas (PZS. 1894, 449 etc.) haben sich für Xantharpyia entschieden.
[73] Thomas brauchte 1895 (NZ. II, 163) Uronycteris, statt des bis dahin üblichen Gattungsnamens Harpyia und sagte anmerkungsweise: „Lydekker; replacing Harpyia ..., preoccupied“, allein, so viel ich sehe, that Lydekker dies nicht. Er hat (Flower & L.: Intr. Mam. 1891, 654) Carponycteris für Macroglossus eingeführt, aber gebraucht (p. 653) Harpyia, und Thomas selbst kehrte 1896 (NZ. III, 526) zu Harpyia zurück. Uronycteris rührt von Gray her (PZS. 1862, 262). Harpyia Ill. (Chir.) stammt aus dem Jahr 1811, Harpyia Ochsh. (Lep.) aus dem J. 1810, dieser Name muss daher für die Fledermausgattung Uronycteris Platz machen.
[74] Im Cat. MPB. XII, 156 (1888) ist zwar Ex. o als von Menado aufgeführt, allein es ist nach Jentink NLM. V, 170 und 174 (1883) von Amurang.
[75] Bezeichnungen nach Hensel.
[76] Dobson (Cat. 1878, 227) sagt von V. abramus, dass er relativ einen grösseren Penis habe als alle anderen Fledermäuse, Jentink (Webers Zool. Erg. I, 128 1890) führt ein junges Exemplar von Sumatra auf (Vorderarm nur 14.5 mm), dessen Penis 4.5 mm lang ist.
[77] Diese Maasse stimmen nicht genau mit denen der Abbildung Tafel IV, Figur 3, da diese perspectivisch gezeichnet ist.
[78] (Ähnliche an den Füssen). Diese auffallend geformten Haare beobachtete ich zuerst an der Schnauze von Nyctinomus sarasinorum, aber ich fand sie dann auch bei anderen Molossiden. Da sie bisher keineswegs die Berücksichtigung gefunden haben, die sie ihrer Eigenartigkeit wegen zweifellos verdienen, so bat ich Hrn. Dr. J. Jablonowski, Assistenten am Museum, sie einer näheren Untersuchung zu unterziehen, welcher Aufgabe er im Anhange zu dieser Abhandlung („Die löffelförmigen Haare der Molossiden.“ Mit 2 Tafeln) in dankenswertester Weise gerecht geworden ist.
[79] Ähnliche an den Füssen. Siehe Anhang.
[80] Die Farbe der nackten Theile (Füsse etc.) der Ratten auf dieser, wie den folgenden 3 Tafeln ist mehr oder weniger nach Gutdünken gewählt, da Angaben darüber nicht vorliegen.
[81] Die goldige Ringelung der einzelnen Haare konnte auf der Abbildung (mit Handkolorit) nicht wiedergegeben werden.
[82] Dobson, Monograph of the group Molossi: PZS. 1876, 712; die Stelle ist wörtlich übernommen in desselben Autors Catal. Chiropt. Brit. Mus. Lond. 1878, 415.
[83] Von neueren Werken wurden eingesehen:
Pagenstecher, Allgemeine Zool. IV, Berl. 1881, Waldeyer, Atlas d. menschl. u. thier. Haare, Lahr 1884, Vergl. Hist. d. Haussäugeth. Herausg. von Ellenberger, Berl. 1887, Kölliker, Handb. d. Gewebelehre d. Mensch. 1. Bd., Leipz. 1889, Maurer, Die Epidermis u. ihre Abkömmlinge, Leipz. 1895, Bronn’s Kl. u. Ord. d. Thierreichs. Fortg. von Leche. 6. Bd. V. Abth. Säugethiere, Lf. 45 u. 46, Lpz. 1897, Gegenbaur, Vergl. Anat. d. Wirbelth. 1. Bd., Leipz. 1898;
von ältern:
Eble, Lehre von den Haaren, 2 Bde., Wien 1831, Erdl, Vergl. Darstell. d. innern Baues d. Haare. Abh. math. phys. Cl. k. Bayer. Ak. Wiss., München 1841, Leydig, Lehrbuch d. Histologie d. Mensch. u. d. Thiere, Frankfurt 1857, Owen, Anat. of Vertebrat. Vol. III Mammals, London 1868, H. Milne Edwards, Leçons sur la Physiol. et l’Anat. compar. T. X., Paris 1872;
ausserdem:
Jahresber. über d. Fortschritte d. Anat. u. Physiol. Herausgegeb. von Hofmann u. Schwalbe, Leipz. 1873–1893. N. F. herausg. von Schwalbe, Jena 1897 ff.
[84] S. besonders