Part 77
[79] Dostojewski hat die Gestalt des Stepan Trophimowitsch zum Teil nach dem schönen, doch sehr unbedeutenden Dichter Kukolnik gezeichnet, dessen Romane Ende der dreißiger, Anfang der vierziger Jahre noch Beifall gefunden hatten, ein Jahrzehnt später jedoch schon vergessen waren, -- zum Teil nach dem bekannten Moskauer Geschichtsprofessor T. N. Granowski, dem Freunde von Herzen, Belinski, Bakunin, Stankewitsch u. a., die um 1840 im geistigen Leben Moskaus eine Rolle spielten. Auch Granowski war eine schöne Erscheinung, von gepflegtem Äußeren, das (nach Herzens Ausspruch) ein wenig an einen feinen protestantischen Pastor erinnerte. Seine Frau war eine Deutsche, kinderlos, in ihrer Erscheinung ihm so ähnlich, daß sie wie seine Schwester wirkte. Seit 1839 hielt Granowski, der bei den Studenten und freien Zuhörern sehr beliebt war, und auch sonst allgemein verehrt wurde, an der Moskauer philosophischen Fakultät seine Vorlesungen, doch war es ihm u. a. verboten, über die Reformation oder eine Revolution zu lesen, da die Aufgabe der seit dem Dekabristenaufstand vom Zaren gehaßten Universitäten nichts weiter sein sollte, als die Erziehung der Studenten »zu treuen Söhnen der orthodoxen Kirche, zu treuen Untertanen für den Kaiser und zu guten Bürgern für das Vaterland«. Während der Regierung Nikolais I. (1825--1855) hatte jeder Schriftsteller von einigem Wert unter dem geistigen Druck und den persönlichen Verfolgungen der Reaktion zu leiden. So war das »Verfolgtwerden« unbedingt eine Ehre. Stepan Trophimowitschs Ehrgeiz und zugleich Furchtsamkeit in der Beziehung ist durchaus lebenswahr geschildert, obschon sich für diesen Zug keine Porträtähnlichkeit nachweisen läßt: Kukolnik war in seinen patriotischen Dramen Überpatriot, Granowski als Westler zwar liberal gesinnt, doch ein Charakter, dem ähnliche kleine Eitelkeiten und Schwächen fern lagen. 1876 schreibt Dostojewski selbst über Granowski: »Das war einer unserer ehrlichsten Stepan Trophimowitsche (in meinem Roman >Die Dämonen< der Typ des Idealisten der vierziger Jahre, den unsere Kritiker richtig gezeichnet fanden ...) und vielleicht sogar einer ohne den geringsten komischen Zug, der diesem Typ sonst leicht anhaftet ...« Während Granowskis Freunde, die Hegelverehrer Bakunin, Belinski, Herzen u. a. später Atheisten und Sozialisten wurden, blieb Granowski bei seinem Glauben an die Unsterblichkeit der Seele und hielt es mit den deutschen Romantikern.
Gegen diesen sogenannten »_Idealismus der vierziger Jahre_«, den Stepan Trophimowitsch vertritt, läßt Dostojewski die historischen Nachfolger dieser Idealisten, die in den Seminaristen und dem Anhang Pjotr Stepanowitschs geschildert sind, den sogenannten »_Realismus der sechziger Jahre_« ausspielen: Der unrussischen Romantik und dem unrussischen Symbolismus (in Karmasinoffs Potpourri »Merci« und in Stepan Trophimowitschs »Dichtung in lyrisch-dramatischer Form«, wie in seiner unrussischen Schwärmerei für Abstraktionen) werden die von den Seminaristen vergötterten Naturwissenschaften und die angewandte entsprechende Philosophie, d. i. radikale Politik, entgegengestellt.
Die Reden Schatoffs in den Notizbuchentwürfen sind Entgegnungen auf fast wörtlich wiedergegebene Aussprüche Bakunins, des Begründers des revolutionären Anarchismus, und des Terroristen Netschajeff.
Letzterer (Prototyp Pjotr Werchowenskis) hatte die Lehre Bakunins -- von der Notwendigkeit der radikalen Zerstörung der bisherigen Gesellschaftsform, damit die neue Form vom Volk nach ganz anderen, wirklich neuen Grundsätzen geschaffen werden könne -- sogleich in die Tat umzusetzen versucht und 1869 in Moskau die Mitglieder seines Geheimbundes zur Ermordung eines ihrer Genossen (des Studenten Iwanoff) zu zwingen gewußt. Wie W. Ssolowjoff hervorhebt, ist in den »Dämonen« »der Netschajeffprozeß vorweggenommen«. Der Roman war 1871 zum Teil schon gedruckt, als der Prozeß erst begann. (Näheres über Netschajeff und die Netschajewzen -- den »Prozeß der Siebenundachtzig« -- siehe Band XI, »Autobiographische Schriften«, S. 323--351.) Netschajeff selbst entkam zunächst nach der Schweiz, wurde aber 1872 an Rußland ausgeliefert und starb nach zwanzigjähriger Kerkerhaft im Schlüsselburger Gefängnis. Seine Zeitgenossen schildern ihn als einen Charakter von »stählerner Energie«. Seine Ideen über die »Pandestruktion« veröffentlichte er 1869 in Genf in einem Blatt, das er »Das Volksgericht« nannte. Pläne für den zukünftigen Aufbau wurden von ihm überhaupt nicht geduldet. Unter sein Bild schrieb er die Worte: »Das Werk der Zerstörung ist getan, -- das Werk des Aufbaus steht bevor und wird nicht nur eine Generation beschäftigen.« Von seinem Grundsatz, daß auch Jesuitismus und Macchiavellismus im Kampf der Klassen als Mittel anzuwenden seien, haben sich seine Lehrer Bakunin und andere Anarchisten alsbald losgesagt.
In der Philosophie Kirilloffs hat Dostojewski die Gedanken Michael Bakunins wiedergegeben und weitergesponnen, -- wie übrigens auch in den folgenden Romanen »Der Jüngling«, »Die Brüder Karamasoff«, und in kleineren Werken. Bakunin wollte vor allem »die Idee >Gott< in den Menschen töten«.
Vorläufer Stawrogins sind in gewissem Sinne fast alle Helden Puschkins. Aber auch Tschatzki und die Helden Lermontoffs, Gontscharoffs, Turgenjeffs u. a. sind eine Vorbereitung zu dieser Gestalt. E. K. R.
[80] S. Bd. I, Vorbemerkung. E. K. R.
Übersetzung französischer Textstellen
{[1]} Sie haben mich wie eine alte Stoffmütze behandelt!
{[2]} das heißt, ein [Narr], der meine Existenz einfach zerschmettern kann
{[3]} in jedes Land, ..., wo Makar seine Kälber auf die Weide bringt
{[4]} Ich bin ein [einfacher Schmarotzer], nichts mehr! Aber wirklich nichts mehr!
{[5]} unter den Seminaristen
{[6]} Lieber Freund
{[7]} Blumenstrauß der Kaiserin (französische Parfümmarke)
{[8]} für unser heiliges Rußland
{[9]} aber lassen Sie uns unterscheiden
{[10]} Unter uns gesagt
{[11]} Haudegen
{[12]} ausgezeichnete Freundin
{[13]} Sie wissen, unter uns ... Mit einem Wort
{[14]} um uns seine Macht zu zeigen
{[15]} was für eine wilde Idee!
{[16]} meine gute Freundin
{[17]} Schönes Kind!
{[18]} Aber, meine Liebe ...
{[19]} Aber, meine gute Freudin
{[20]} Und dann, da wir immer mehr Mönche als Gründe finden
{[21]} Nun ja, Teuerste
{[22]} und dann
{[23]} Ein Hitzkopf, aber ein guter Mensch.
{[24]} Oh, ein dumme Geschichte! Gute Freundin, ich habe auf Sie gewartet, um Ihnen zu erzählen ...
{[25]} Alle klugen und fortschrittlichen Männer Rußlands waren, sind und werden immer [Kartenspieler] und [Trinker] sein
{[26]} Aber, unter uns
{[27]} Mein Liebster, ich bin ein ...
{[28]} Aber sie ist ein Kind!
{[29]} Ja, ich benutzte das falsche Wort ... Aber ... Es spielt keine Rolle ...
{[30]} gleich
{[31]} Ja, ja, ich kann nicht
{[32]} diesem lieben Sohn
{[33]} Er ist so ein Kindskopf!
{[34]} Und schließlich das Lächerliche
{[35]} Ich bin ein Galeerensträfling, ein Badinguet (Deckname Napoleons III. auf der Flucht), ein ...
{[36]} Mir doch egal!
{[37]} Das ist mir egal, und ich rufe die Freiheit aus! Zum Teufel mit Karmazinoff! Zum Teufel mit Lembke!
{[38]} Sie werden mich unterstützen als Freund und Zeuge, nicht wahr?
{[39]} ja, das ist das Wort
{[40]} oder etwas in dieser Art
{[41]} ich erinnere mich. Schließlich ...
{[42]} er war wie ein kleiner Idiot
{[43]} Wie!
{[44]} von userem armen Freund
{[45]} unser heiliges Rußland
{[46]} Aber das geht vorbei.
{[47]} ... zum Unglück. Sie werden mich begleiten, nicht wahr?
{[48]} Oh großer, gütiger Gott!
{[49]} und ich beginne zu glauben
{[50]} In Gott? Ein Gott hoch oben, der groß und gütig ist?
{[51]} Er tut alles, was ich will.
{[52]} Gott, Gott! ... Endlich eine Minute Glück!
{[53]} Sie und das Glück, Sie kommen zur gleichen Zeit!
{[54]} Aber
{[55]} ich war so nervös und krank. Und dann ...
{[56]} Das ist ein Träumer von hier. Er ist der beste und jähzornigste Mann der Welt.
{[57]} und sie werden ihm eine Gefälligkeit erweisen
{[58]} Mein Freund!
{[59]} Letztendlich ist es lächerlich.
{[60]} Dieser Mawrikij
{[61]} ein anständiger Mann, immerhin ...
{[62]} an diese arme Freundin ... schließlich
{[63]} Tante, Tante
{[64]} Diese arme Tante
{[65]} dieser Liputin, den ich nicht verstehe ...
{[66]} Ich bin undankbar!
{[67]} alles ist gesagt, ... Es ist schrecklich!
{[68]} Sie ist ein Engel
{[69]} Nun ja
{[70]} schließlich
{[71]} Die arme Freundin
{[72]} Zwanzig Jahre!
{[73]} Er ist ein Ekel. Doch, ...
{[74]} ein anständiger Mann, immerhin
{[75]} Diese Leute glauben, daß die Natur und die menschliche Gesellschaft in Wirklichkeit anders sind, als Gott sie gemacht hat
{[76]} Mit dieser lieben Freundin
{[77]} Aber laß uns von etwas anderem sprechen.
{[78]} in der Schweiz
{[79]} Das war dumm, aber was kann man tun? Alles ist gesagt.
{[80]} Schließlich -- alles ist gesagt
{[81]} Der liebe Gott
{[82]} wenn es Wunder gibt?
{[83]} und lasse alles gesagt sein!
{[84]} was man Altar nennt!
{[85]} Lassen Sie mich allein, mein Freund
{[86]} sehen Sie
{[87]} Aber Lisa, was haben Sie denn?
{[88]} liebe Kusine
{[89]} Aber meine gute und ausgezeichnete Freundin ... welche Unruhe!
{[90]} das schmerzende Pochen
{[91]} Kurz gesagt, das ist ein verlorender Mann, wie ein entlaufender Sträfling.
{[92]} Das ist ein unredlicher Mann, und ich glaube, er ist ein entlaufender Sträfling oder etwas Ähnliches.
{[93]} Peter, mein Kind
{[94]} Aber mein Kind!
{[95]} possenhafter Charakter
{[96]} Sie haben Recht
{[97]} Erhaben!
{[98]} Sohn, lieber Sohn
{[99]} Er lacht.
{[100]} Sei's drum
{[101]} Ja, das ist das Wort
{[102]} Krach um seinen Namen machen, [ohne zu bemerken, daß] sein Name ...
{[103]} Er lacht. Er lacht viel ... Er lacht ständig
{[104]} Umso besser. Doch lassen wir das.
{[105]} Ich wollte ihn bekehren. [Sie lachen natürlich.] Das arme [Tantchen], sie wird Schönes zu hören kriegen!
{[106]} Dort ist irgendwas Blindes und Verdächtiges.
{[107]} Das sind einfach nur Faulenzer
{[108]} Ihr seid Faulpelze! Eure Flagge ist ein Lumpen, machtlos!
{[109]} Eine Dummheit dieser Art
{[110]} Du verstehst es nicht. Doch lassen wir das.
{[111]} Verstehen Sie?
{[112]} Kalesche
{[113]} gebührend
{[114]} mit voller Kraft
{[115]} wohltätiger Kauz
{[116]} Quadrille der Literatur
{[117]} Laßt ihr unreines Blut über unsere Felder fließen!
{[118]} Keinen Zoll von unserer Erde, nicht einen Stein aus unserem Festungen!
{[119]} Ja, dieser Vergleich ist erlaubt. Es war wie ein kleiner Donkosake, der auf seinem eigenen Grab hüpft.
{[120]} Ich habe das vergessen.
{[121]} Genug!
{[122]} Teuerste, genug!
{[123]} mangelndes Benehmen
{[124]} ohne daß es sichtbar wird!
{[125]} Vorwarnung
{[126]} Endlich ein Freund!
{[127]} Bitte entschuldigen Sie, Ich habe seinen Namen vergessen. Er ist nicht von hier, ... eine irgendwie dumme und deutsche Physignomie. Er heißt Rosenthal.
{[128]} Sie kennen Ihn? Irgendeine Stumpfsinnigkeit und Selbstzufriedenheit ist in seiner Gestalt, und dennoch etwas Strenges, Steifes und Ernsthaftes.
{[129]} Die kenne ich.
{[130]} ja, ich erinnere mich, er hat dieses Wort benutzt
{[131]} Er hält sich zurück
{[132]} Jedenfalls schien er zu glauben, daß ich ihn angreife und direkt niederschlage. All die Leute aus den unteren Schichten sind so.
{[133]} Seit zwanzig Jahren bin ich bereit.
{[134]} Ich war würdevoll und ruhig.
{[135]} und kurzum, all das
{[136]} und einige meiner historischen, kritischen und politischen Entwürfe
{[137]} Ja, so war es
{[138]} Er war allein, ziemlich allein, [übrigens war noch jemand] im Vorzimmer, ja, ich erinnere mich. Und dann ...
{[139]} Sehen Sie, ich war stark erregt. Er redete und redete ... über einen Haufen Sachen ...
{[140]} Ich war stark erregt, aber würdevoll, seien Sie versichert.
{[141]} Wissen Sie, er sprach den Namen Telätnikoff an
{[142]} der mir immer noch fünfzehn Rubel vom Whist schuldet, nebenbei gesagt. Na ja, ich habe es nicht ganz verstanden.
{[143]} was denken Sie? Letztendlich stimmte er zu
{[144]} und nichts mehr
{[145]} als Freunde, und ich bin voll und ganz einverstanden.
{[146]} Meine Feinde ... und dann, wozu soll dieser Staatsanwalt gut sein, dieses Schwein von einem Staatsanwalt, der mich zweimal beleidigte und der letztes Jahr bei der charmanten und schönen Natalia Pawlowna eine feine Abreibung erhalten hatte, als er sich in ihrem Boudoir versteckte. Und dann, mein Freund
{[147]} wenn man diese Dinge in seinem Zimmer hat, und wenn sie kommen um dich festzunehmen
{[148]} Schick sie fort ... und es geht mir auf die Nerven.
{[149]} Man muß vorbereitet sein, sehen Sie, ... jederzeit
{[150]} Sehen Sie, mein Teuerster
{[151]} Das kommt aus Petersburg
{[152]} Sie haben mich mit diesen Leuten zusammengebracht!
{[153]} Mit diesen Freidenkern der Feigheit!
{[154]} Wissen Sie, ... als wenn ich hier eine Art Skandal produziere.
{[155]} Meine Karriere ist heute beendet, ich fühle es.
{[156]} Ich schwöre es Ihnen
{[157]} Was wissen Sie davon
{[158]} meine Karrriere is zu Ende
{[159]} was wird sie sagen
{[160]} Sie wird mich ihr ganzes Leben lang verdächtigen
{[161]} Das ist unwahrscheinlich ... Und dann, die Frauen
{[162]} Man muß würdevoll und ruhig bei Lembke sein.
{[163]} Oh, glauben Sie mir, ich werde ruhig sein! ... auf dem Höhepunkt von allem, was am heiligsten ist ...
{[164]} Gehen wir!
{[165]} Alles für das Beste in der besten aller möglichen Welten.
{[166]} Meine Stunde hat geschlagen.
{[167]} Sie machen nichts als Dummheiten
{[168]} Ausgezeichneter Freund!
{[169]} Dieser liebe Mann
{[170]} und da man überall mehr Mönche als Vernunft findet
{[171]} Bezaubernd, die Mönche
{[172]} aber lassen Sie uns hier abbrechen, meine Liebe
{[173]} dieser lieben Freindin
{[174]} in vollem Umfang
{[175]} meine Damen
{[176]} Das ist Dummheit in Reinform, etwa wie eine einfache Chemikalie.
{[177]} nebenbei gesagt
{[178]} Lockspitzel!
{[179]} Möge Gott dir vergeben, mein Freund, und möge Gott dich beschützen.
{[180]} mit der Zeit
{[181]} Was mich betrifft
{[182]} diese armen Leute haben manchmal so bezaubernde Worte voller Philosophie
{[183]} Mein Kind!
{[184]} Oh, das sind die armen kleinen Taugenichtse, sonst nichts, die kleinen [Närrchen] -- Das ist das Wort
{[185]} Oh, gestern war er so geistreich
{[186]} Welche Schande!
{[187]} Charmante Dame, Sie werden mir vergeben, nicht wahr?
{[188]} den Kindern
{[189]} Sie werden mir verzeihen, nicht wahr
{[190]} Arme Mutter!
{[191]} Sie sind traurig, nicht wahr?
{[192]} Wir sind alle traurig, aber wir müssen vergeben. Lisa, lassen sie uns vergeben
{[193]} man muß vergeben, vergeben und vergeben!
{[194]} zweiundzwanzig Jahre!
{[195]} Im Haus des Kaufmanns, wenn es den Kaufmann denn gibt!
{[196]} Aber wissen Sie wie spät es ist?
{[197]} Existiert Rußland? Ha, das sind Sie, lieber Hauptmann!
{[198]} Oh, mein Gott
{[199]} Es lebe die Republik
{[200]} Es lebe die demokratische, soziale und universale Republik, oder Tod! ... Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit oder Tod.
{[201]} von Kirilloff, einem russischen Gentleman und Weltbürger
{[202]} einem russischen Gentleman-Seminaristen und Bürger der zivilisierten Welt!
{[203]} geborene Garin
{[204]} Reisetasche
{[205]} wie ein
{[206]} Diesen Kaufmann
{[207]} Es lebe die Fernstraße
{[208]} Ich habe zusammen vierzig Rubel, er wird das Geld nehmen und mich trotzdem töten.
{[209]} Gott sei Dank
{[210]} unentschieden ... und dann
{[211]} Das fängt beruhigend an.
{[212]} Das ist sehr beruhigend ... das ist im höchsten Grad beruhigend
{[213]} Ich bin jemand anderes.
{[214]} aber schließlich
{[215]} Das ist reizend
{[216]} Ja, so könnte man das übersetzen.
{[217]} Das ist sogar besser, ich habe vierzig Rubel, aber ...
{[218]} Um es auszusprechen
{[219]} meine Freunde
{[220]} Sie wollte es
{[221]} Ach wie schön!
{[222]} einen Fingerbreit Wodka
{[223]} ein kleines bißchen
{[224]} Ich bin ziemlich krank, aber es ist nicht schlimm, krank zu sein
{[225]} Eine Dame, die auch so aussah
{[226]} Ah ... aber ich glaube das ist das Evangelium ...
{[227]} Sie sind, was man eine Bibelverkäuferin nennt?
{[228]} Ich habe nichts gegen des Evangelium, und ...
{[229]} Das Leben Jesu
{[230]} Mir scheint es, daß alle nach Spassoff gehen ...
{[231]} Aber sie ist eine Dame und eine wahre Respektsperson
{[232]} Dieses kleine Stück Zucker ist nichts ...
{[233]} makellos respektvoll
{[234]} Sie sind keine dreißig Jahre alt
{[235]} Aber, mein Gott
{[236]} Diese Bösewichte, diese Unglücklichen!
{[237]} Bah, ich werde zum Egoisten!
{[238]} Aber was ist mit dem Mann los?
{[239]} Mein Gott, meine Freunde
{[240]} Aber meine teure und neue Freundin
{[241]} Aber was tun, und ich bin begeistert!
{[242]} nicht wahr?
{[243]} Ich liebe die Menschen, das ist unerläßlich, aber es scheint mir, daß ich ihnen niemals nahe war. Stasie ... Es versteht sich von selbst, daß sie aus dem Volk stammt ... aber von den wahren Menschen
{[244]} Liebe und unvergleichliche Freundin
{[245]} liebste Unschuldige. Das Evangelium ... Sie sehen, von nun an werden wir zusammen beten
{[246]} etwas ganz neues dieser Art
{[247]} zugegebenermaßen
{[248]} und dieser netten Undankbaren auch ...
{[249]} Liebe Unvergleichbare, für mich ist eine Frau alles!
{[250]} Es wird zu kalt. Übrigens, ich habe vierzig Rubel und hier ist das Geld
{[251]} Laß uns nicht mehr reden, weil es mir weh tut
{[252]} Weil wir reden müssen. Ja teure Freundin, ich habe Ihnen viel zu sagen.
{[253]} Wie, Sie kennen schon meinen Namen?
{[254]} Genug mein Kind, [ich flehe Sie an,] wir haben unser Geld und dann -- und dann den gütigen Gott.
{[255]} Genug, genug, Sie quälen mich
{[256]} Es ist nichts, wir werden warten
{[257]} Sie sind edel wie eine Marquise!
{[258]} wie in Ihrem Buch!
{[259]} Genug, genug, mein Kind
{[260]} wissen Sie
{[261]} Bin ich wirklich so krank? Aber es ist nichts Ernstes.
{[262]} Oh, ich erinnere mich, ja, die Apokalypse. Lesen Sie, lesen sie.
{[263]} und wir werden zusammen weggehen
{[264]} diese Schweine
{[265]} in diesem Buch
{[266]} ein Vergleich
{[267]} Ja, dieses Rußland, was ich immer geliebt habe.
{[268]} und die andern mit ihm
{[269]} Sie werden später verstehen ... Zusammen werden wir es später verstehen.
{[270]} Schau, ein See
{[271]} Und ich werde das Evangelium predigen ...
{[272]} Sie ist ein Engel ... Sie war mehr als ein Engel für mich
{[273]} Ich liebte Sie!
{[274]} Ich liebte sie man ganzes Leben lang ... zwanzig Jahre!
{[275]} Eine Stunde, [und dann] -- eine Brühe, einen Tee ... endlich ist er so glücklich.
{[276]} Ja, meine Freunde, ... Die ganze Zeremonie
{[277]} Mein Vater, ich danke Ihnen, und Sie sind sehr gut, aber ...
{[278]} Dies ist mein Glaubensbekenntnis.
{[279]} Ich habe mein ganzes Leben gelogen
{[280]} Pariser Artikel
{[281]} sehr wenig
Anmerkungen zur Transkription
Die »Sämtlichen Werke« erschienen in der hier verwendeten ursprünglichen Fassung der Übersetzung von E. K. Rahsin in mehreren Auflagen und Ausgaben 1906--1922 im Piper-Verlag. Dieses Buch wurde transkribiert nach:
F. M. Dostojewski: Sämtliche Werke. Erste Abteilung: Fünfter Band. Erste Abteilung: Sechster Band. Die Dämonen R. Piper & Co. Verlag, München, 1921. 11. bis 20. Tausend
Für diese ebook-Ausgabe wurden der fünfte und der sechste Band vereinigt. Band 6 beginnt mit »Elftes Kapitel«.
Die Anordnung der Titelinformationen wurde innerhalb der »Sämtlichen Werke« vereinheitlicht und entspricht nicht der Anordnung in den ursprünglichen Ausgaben. Alle editionsspezifischen Angaben wie Jahr, Copyright, Auflage usw. sind aber erhalten und wurden gesammelt direkt nach der Titelseite eingefügt.
Fußnoten wurden am Ende des Buches gesammelt.
Die Bearbeiter haben diesem Text Übersetzungen der französischen Textstellen in Form von Fußnoten hinzugefügt und der _public domain_ zur Verfügung gestellt.
Diese zusätzlichen Fußnoten sind mit { } markiert.
Zu den Anführungszeichen: Gespräche wurden in doppelte Anführungszeichen (»«) eingeschlossen. Die Wiedergabe von Äußerungen anderer innerhalb von Gesprächen wurde in einfache Anführungszeichen (><) eingeschlossen.
Besonderheiten der Transliteration russischer Begriffe und Namen: Der Buchstabe »ä« (oder auch »jä«) steht für den kyrillischen Buchstaben »ja«. Die Schreibweise häufig vorkommender russischer Namen wurde vereinheitlicht (nicht verwendete Varianten in Klammern):
Agafja (Agaphia) Bogojawlenskstraße (Bogojavlenskschen Straße) Marja Ignatjewna (Maria Ignatjewna) Iwan (Iwán) Iwanoff (Iwanow) Nicolai (Nikolai) Nicolajewitsch (Nikolajewitsch) Nicolajewna (Nikolajewna) Praskowja (Proskowja) Semjonytsch (Ssemjonytsch) Stawrogin (Stowrogin) Stepan (Stephan) Zarewitsch (Zaréwitsch)
Die abweichende Schreibweise der Namen im Personenverzeichnis wurde unverändert übernommen, da sie die Aussprache verdeutlichen soll.
Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigert. Weitere Änderungen, teilweise unter Zuhilfenahme anderer Auflagen oder des russischen Originaltextes, sind hier aufgeführt (vorher/nachher):
[S. 14]: ... die nur miteinander streiten, das ganzen Leben in ... ... die nur miteinander streiten, das ganze Leben in ...
[S. 37]: ... jetzt irgendein Andrejeff, un rechtgläubiger Narr mit ... ... jetzt irgendein Andrejeff, c'est à dire un rechtgläubiger Narr mit ...
[S. 78]: ... sozialen Republik und Harmonie« hätten sein können. ... ... sozialen Republik und Harmonie« hätte sein können. ...
[S. 120]: ... ganze ungewöhnlichen Pose vor mir stehen. ... ... ganz ungewöhnlichen Pose vor mir stehen. ...
[S. 139]: ... mir zu viel Geld kosten, und das ist er auch gar nicht wert ... ... mich zu viel Geld kosten, und das ist er auch gar nicht wert ...
[S. 200]: ... beiden hatte man an Lebädkin vermietet. An Möbel ... ... beiden hatte man an Lebädkin vermietet. An Möbeln ...
[S. 330]: ... zu ihren Diensten stehe, jederzeit und unter allen ... ... zu Ihren Diensten stehe, jederzeit und unter allen ...
[S. 464]: ... wirklich wie eine Ziege gemolken hast. Was sie jetzt bost, ... ... wirklich wie eine Ziege gemolken hast. Was sie jetzt erbost, ...
[S. 784]: ... hielt, sich daraus einen Vers zu machen oder etwas ... ... hielt, sich darauf einen Vers zu machen oder etwas ...
[S. 880]: ... oder Geld, davon schon ganz zu geschweigen. Du hast ... ... oder Geld, davon schon ganz zu schweigen. Du hast ...
[S. 1073]: ... autochthone Typen sind häufig entweder Stenka Rasins ... ... autochthonen Typen sind häufig entweder Stenka Rasins ...
[S. 1085]: ... sehen Sie einmal: wenn sie glauben, daß das Christentum ... ... sehen Sie einmal: wenn Sie glauben, daß das Christentum ...