Part 4
Dieses Wie? werden wir sogleich kennen lernen. Und zwar werden wir sehen, daß schlechterdings es sich bedingt durch eine einzige erste minimalste Auslösung von Kraft und Polarität, und durch ein zentrales Uratom und dessen Rotation. So daß also ganz streng genommen in allem Bereich des Kosmos und des kosmischen Systems nur ein einziges Atom und ein einziger Körper eine Rotation hat: nämlich das zuerst ausgelöste zentrale Uratom, und daß im übrigen aller übrige kosmische Bestand, auch die Substanzmasse des Zentralkörpers mit seinen Schichtungen, lediglich einen _Umlauf_ um das rotierende Zentralatom haben, der sich in der Richtung von dessen Rotation vollzieht, von ihr bewirkt wurde, und in Gang erhalten wird.
Schlechterdings durch ein einziges zentrales Uratom und seine Rotation bedingt sich aller kosmische Bestand deshalb, weil alle seine Atome, ob in ihrem noch unsubstanziellen oder substanziellen Zustand, erst durch Schneidung, bezw. Verknüpfung zweier Richtungen von Kraft zustandekommen; wozu zunächst unbedingt das Zustandekommen eines Atoms vonnöten war, und zwar eines rotierenden.
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Erfolgte also aus dem einpolar neutralen Zustand ∞ hervor ein erster Ruck, so konnte dieser sich nur als ein allerminimalster vollziehen. Dennoch aber war er, aus momentaner absoluter Bewegungslosigkeit des Ein-Pols hervor entstehend, die allerintensivste Äußerung von Kraft und dermaßen ungeheuer, daß er mit der ersten zentralen Distanze und Dimension zugleich auch schon, mit einer allseitig _vertikalen_ Ausweitung, die äußerste kosmische Peripherie auslöste; dergestalt indessen, daß diese ganze ungeheuere Dimension zunächst noch nicht ein einziges Atom hatte.
Was nun aber jene erste zentrale Distanze anbetrifft, die sich im übrigen als die erste Spannung zwischen zwei Polen darstellt, so konnte diese -- wir werden gleich nachher den Grund erkennen -- nicht anders als _geradlinig_ erfolgen! Denn auf dem kürzesten und zugleich intensivsten Wege erreichte der Pol seinen Gegenpol oder setzte er ihn aus sich heraus. Da nun aber diese erste geradlinige Zentral_dimension_ vorhanden war und zugleich mit ihr der Bereich der allseitigen vertikalen Kraftausweitung des Urruckes bis zur kosmischen Peripherie hin, so hatte der Pol jetzt eine Möglichkeit, zu seinem Gegenpol auch krummlinig überzuspringen. Übrigens nach strenger Maßgabe der ersten geradlinigen Dimension und um deren Achse herum, die ein für allemal statisch festgehalten wurde!
Der Pol vollzog jetzt ringsherum diese krummlinigen Auslösungen, eine dicht an der anderen, und so rundete sich ein allererstes minimalstes elliptisches Spannungsgebilde und eine solche unsubstanzielle Körperlichkeit in Gestalt eines zentralen Atoms. Da die krummlinigen Auslösungen aber statisch festgehalten wurden, auch in der Reihenfolge, wie sie von Anfang an erfolgten -- immer eine Linie dichtest an der anderen und eine immer mit Hilfe der vorherigen! --: so mußte diese ganze Auslösungsbewegung eine Rotationsbewegung werden und mußte das zentrale Uratom _rotieren_; an ein und derselben Stelle und ohne seine Lage im geringsten zu verändern.
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Jetzt aber gelangen wir zu dem Beweis, daß der Urruck sich unter allen Umständen zunächst geradlinig vollziehen mußte und nicht einen Augenblick anders sich vollziehen konnte.
Nämlich auch die Rotationsbewegung des zentralen Atoms hat, genau so wie der erste geradlinige Urruck, eine Ausweitung. Die sich in die vorhandene vertikale (zentrifugal = zentripetale) Ausweitung und Kraftspannung hinein bis zur Peripherie fortsetzt.
Es bestehen also jetzt im Kosmos zwei Kraftrichtungen: eine _vertikale_ (zentrifugal = zentripetale) und eine _horizontale_, eine Rotations-, bezw. Umlaufsrichtung. Sie bleiben ein für allemal die zwei grundtypischen Richtungen einheitlicher Kraft, Bewegung und Polarität.
Was ist nun aber anders denkbar, als daß die horizontale Ausweitung der zentralen Rotation sich erst einen Weg brechen mußte durch die vertikale Ausweitung? Diese Durchbrechung aber brachte überall im kosmischen Bereich zwiepolare Brechungs- oder Verknüpfungsgebilde zustande: die Atome! -- Zu berücksichtigen ist hierbei aber sofort, daß diese Brechungen und Verknüpfungen am _intensivsten_ erfolgen mußten, je näher beim rotierenden Zentralatom; denn je weiter von ihm ab und gegen die kosmische Peripherie hin, um so mehr muß ja die Ausweitung der zentralen Rotation an den Kraftlinien der vertikalen Ausweitung erlahmen; so daß es denn auch ausgeschlossen ist, daß die horizontale Ausweitung bis _ganz_ an die kosmische Peripherie herangeht. Sie begegnet ja hier außerdem einer absoluten Grenze, an welcher mit ungeheuerster Gewalt der vertikale Kraftreflex des Urruckes sich in zentripetale Richtung umbiegt und zurückstaut. So daß also die äußerste Peripherie eine kosmische Zone bedeutet, in der nicht eine Spur von Substanz oder auch nur von unsubstanziellen _Atomen_ mehr möglich und vorhanden ist! --
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Wir verfolgen den großkosmogonischen Prozeß jetzt weiter.
Schon oben, in unserem Verzeichnis, vergegenwärtigten wir uns, daß je nach der Intensität der Ausweitung der zentralen Rotation sich dieselbe in eine Stufenfolge von Umlaufszonen gliedert, die sich ihrerseits wieder jede in eine Anzahl von Sphären einteilt.
Die erste kosmische Region ist naturgemäß der Raum, den der Zentralkörper einnimmt. Dieser aber kann einzig auf folgende Weise zustandekommen.
Am intensivsten müssen die Brechungen oder Verknüpfungen, welche die horizontale Ausweitung mit der vertikalen einging, in unmittelbarster Nähe des rotierenden Zentralatoms sein. Und zwar kann es sich nicht anders verhalten, als daß die Atome eins so dicht am anderen liegen, daß, wenn überhaupt ein Zwischenraum, so doch kein hinreichender bleibt, daß die Atome eine Eigenbewegung vermöchten. Sie können sich daher nicht nähern oder abstoßen und also auch noch nicht sich zu Substanz aggregieren.
So daß also in unmittelbarster Nähe des rotierenden Zentralatoms ein unsubstanzieller Atomenring mit der Richtung der zentralen Rotation um das Zentralatom herumkreist. Hier haben wir die vor dem Urelement bestehende reine Atomenformation. Sie ist offenbar auf diesen Ring beschränkt und in ihm exakt lokalisiert. In irgend einer anderen Region des Kosmos sind aber unsubstanzielle Atome deshalb nicht denkbar und möglich, weil überall im übrigen Kosmos viel zu große Zwischenräume zwischen den zustandekommenden Atomen vorhanden waren, die ihnen vollständige individuelle Bewegungsfreiheit und also allenthalben die Möglichkeit, und zwar die mannigfaltigste, gewährten, sich zu substanziell-elementarer Bildung zu verbinden!
Im nächsten Ring nun aber ist offenbar die horizontale Ausweitung bereits ein klein wenig schwächer, zugleich ist der Ring naturgemäß schon bedeutend umfangreicher. Also bleibt schon ein Zwischenraum zwischen den Atomen; sie können sich individuell bewegen, (diese Bewegung bedeutet in allen Fällen lediglich eine seitlich schwankende, vibrierende, oszillierende, weil ja die Atome in allen Fällen Konduktoren der vertikalen und horizontalen Kraftlinien und in diese gleichsam wie Maschen eingewebt sind!), und also können sie sich jetzt auch verbinden.
Wir haben den Ring des Urelementes vor uns; und wir hätten jetzt also auch das Urelement exakt lokalisiert. Doch ist zu berücksichtigen, daß das Urelement nicht auf diese kosmische Region, auf diesen zweiten Innenring des Zentralkörpers beschränkt sein wird. Es kann auch noch an einer anderen Stelle des Kosmos vorkommen; wenn dort wohl auch nicht ohne eine gewisse Modifikation. Offenbar nämlich in der äußersten kosmischen Umlaufszone, ganz in der Nähe der kosmischen Peripherie und der reinen, nichtatomistischen Kraftreflexzone, welche diese ihrer ganzen Natur nach darstellt. Die ungeheuere Einwirkung derselben wird der äußersten kosmischen Substanz eine Beschaffenheit verleihen, die der des zentralen Urelementes zum mindesten ähnlich sein wird; so daß nun allerdings nicht mit jeder Sicherheit zu behaupten wäre, daß diese peripherische Substanz wirklich mit dem zentralen Urelement durchaus identisch ist.
Im übrigen wird sich das zentrale Urelement seiner Beschaffenheit nach in der Nähe des ersten Ringes noch kaum von der unsubstanziellen Atomenformation unterscheiden; je mehr aber nach seiner äußersten Grenze hin wird es eine Beschaffenheit annehmen, die wir ganz entfernt etwa mit der eines leuchtenden Edelgases vergleichen könnten; obgleich ein solches sicherlich seinerseits schon viel zu kompliziert ist, als daß das Urelement bereits als ein solches durchaus angesprochen werden könnte. Wir besitzen eben keine Möglichkeit, das Urelement als solches jemals aufzufinden oder irgend ein äußerstes, ihm nächstes der uns bekannten und zugänglichen Elemente auf das Urelement zu reduzieren. Weder irgend ein dem Chemiker zu Gebote stehender Grad von Kälte noch von Hitze vermöchte jemals diese Reduktion zu bewerkstelligen. Wenn wir etwa den sogenannten »Weltäther« zum Vergleich heranziehen wollten, so würde uns auch nicht geholfen sein. Denn auch ihn vermag ja der Chemiker nicht darzustellen oder zu untersuchen. Um so weniger übrigens, als er, wie wir später noch erkennen werden, überhaupt ganz unmöglich existieren kann!
Wir besitzen also keinerlei Möglichkeit, uns vom Urelement seiner Beschaffenheit nach eine direkte Vorstellung zu machen. Dennoch ist seine Existenz und ihre Lokalisation eine gänzlich unausweichliche und sichere. -- Da die Zwischenräume zwischen den Atomen in dem Urelementring noch so sehr geringe sind, ist es übrigens vollständig ausgeschlossen, daß in ihm bereits elektrische, gar explosive Kräfte vorhanden und tätig sein könnten. Dazu ist der Urelementring noch viel zu ungeheuer intensiv. Er kreist lediglich in engster Gemeinschaft mit dem ersten Ring um das rotierende Zentralatom.
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Im dritten Ring, in der dritten Schichtung des Zentralkörpers ist die Intensität der horizontalen Kraftausweitung wieder um etwas geringer; überdies aber ist diese Schichtung noch weit umfangreicher als die des Urelementes. Infolgedessen bleibt auch wieder ein noch größerer Zwischenraum zwischen den Atomen. Infolgedessen können die Atome sich auch noch freier bewegen und bereits unterschiedliche elementare Verbindungen bewerkstelligen.
Doch ist zu bedenken, daß auch hier die Zwischenräume noch nicht besonders große sind! Deshalb bleibt die elementare Ausbildung noch eine eingeschränkte, und vermögen auch noch keine nennenswerten elektrischen, gar explosiven Kräfte sich zu entwickeln, welche die entstandene Substanz erst noch recht zu walken und zu differenzieren vermöchten!
Dem Urelement am nächsten wird die Substanz der dritten Schichtung diesem auch noch am ähnlichsten sein. Alsdann wird sie in Ringe von überaus dichten Edelgasen übergehen und gegen ihre äußerste Grenze hin, wo dann sicherlich auch zum ersten Mal elektrische Kraftäußerungen wenigstens einen gewissen Spielraum gewinnen, wird die elementare Ausbildung am vielseitigsten seien. Hier wird die dritte Schichtung bereits einen sehr intensiven und dichten weißglühenden Zustand haben. Die dritte Schichtung kreist in engster organischer Gemeinschaft mit den beiden ersten Schichtungen um das rotierende Zentralatom.
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Die vierte Schichtung hat wieder größere und nun schon recht ansehnliche Zwischenräume zwischen den Atomen, und zudem ist sie bereits außerordentlich umfangreich. (Die Ausdehnung der Schichtungen, Sphären und Zonen steigert sich je weiter vom rotierenden Zentralatom ab mit zunehmender Proportion!)
Jetzt endlich ist die Möglichkeit zur erschöpfendsten Ausgestaltung der Elemente gewonnen! Außerdem erwachen mit ungeheuerster Intensität die elektrischen und magnetischen Kräfte, walken und komplizieren die Substanz mit gewaltigen Explosionen. --
Der sehr dicht weißglühende Zustand des dritten Ringes geht hier zunächst in eine weniger dichte und intensive Weißglut über, die je mehr nach der äußersten Grenze der vierten Schichtung hin um so trüber und weniger dicht wird.
Diese vierte ist die letzte und äußerste Schichtung des nun im rohsten fertiggewordenen Zentralkörpers. Ihre Substanz wurde sicherlich durch die ungeheueren explosiven Vorgänge, die hier statthatten, noch weit in die nächste kosmische Umlaufssphäre hineingetrieben und in die Substanzmassen hinein, welche die Umlaufsintensität dort zur Ausbildung gebracht hatte. Indessen mit der Zeit mußte die gewaltig kontrahierende Rotationsintensität des Zentralkörpers diese Explosionen stillen und die Substanz des Zentralkörpers endgültig von der der nächsten kosmischen Umlaufssphäre scheiden. Sie tat das in immer stärkerem Grade, d. h. die Oberfläche des Zentralkörpers zog sich immer mehr zusammen und wurde immer dichter und schließlich hart. So weit dies die ungeheuere Dichtigkeit der innersten Schichtungen zuließ. (Von unvorstellbarer Dichtigkeit ist aber ganz besonders die erste und die zweite innere Schicht des Zentralkörpers. Auch die dritte Schichtung wird noch überaus widerstandskräftig sein und selbst noch die ihr nächsten Ringe der obersten Schichtung.
So mußte also der Zentralkörper eine harte Oberfläche erhalten. Auf der dann die Elemente mit der Zeit Gelegenheit zu ihrer äußersten und feinsten, will sagen organischen Ausbildung gewannen.
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Die nächste kosmische Region -- gleich gesagt: sie enthält die Umlaufssphären von Mond und Sonne (Venus und Merkur sind die »Monde« der letzteren) -- war nun schon dermaßen umfangreich, daß die Ausbildung der Substanz einen anderen, ungleich weniger intensiven und komprimierten Charakter annehmen mußte, als in den vier Schichtungen des Zentralkörpers!
Nämlich die Zwischenräume, nicht nur zwischen den einzelnen Atomen, sondern besonders auch zwischen den einzelnen, sehr leichten Atom_massen_, waren hier bereits so überaus große, daß die Atome einer anderen, indirekteren, weniger intensiven und elementreichen substanziellen Ausbildung unterlagen.
Diese erfolgte zunächst dergestalt, daß die Umlaufsintensität -- wir fassen vorderhand die Mondsphäre und die Ausbildung des Mondes ins Auge -- die Atommassen der Sphäre mehr und mehr zusammenzog und nach einer Stelle der Sphäre hin zu einem zunächst amorphen, lockeren aber zusammenhängenden Nebel zusammendrängte. Das ist ein Prozeß, der in allen kosmischen Sphären und Zonen im wesentlichen der gleiche ist! Je mehr nun aber diese Zusammendrängung vor sich schritt, um so mehr suchten ihr die Atome, die an und für sich die Tendenz haben, ihren jetzt so überaus großen Spielraum zu freiester individueller Bewegung auszunützen, eine Repulsion entgegen! Da indessen die kontraktive Umlaufsintensität der Sphäre -- die in diesem Falle überdies noch eine ganz besonders kräftige ist! -- die Oberhand hat und behält, so wird der Nebel immer dichter zusammengedrängt; der jetzt vorhandene Wechselrhythmus einer Kontraktion von außen und einer Repulsion von innen aber muß zu einer immer stärkeren Verdickung und Zusammenpressung der Substanz in der Mitte des Nebels führen. Dadurch gewinnt die Repulsion aber erst ihre ganze Kraft und Stetigkeit, und so geschieht es, daß der Nebel die regelmäßige Gestaltung einer _Linse_ annimmt! --
Doch die zentrale Verdickung -- es kann übrigens nicht anders sein, als daß angesichts des Kontraktions- und Repulsionsrhythmus ihre Gestalt eine zunächst sehr ausgeprägt _elliptische_ ist! -- nimmt immer mehr zu, rundet sich immer mehr und gewinnt an Kraft und Dichte. So kommt es, daß jetzt innerhalb ihres Umfanges analoge elementare Differenzierungen möglich werden, wie im Umfang des Zentralkörpers; wenn auch bedeutend weniger komplizierte und feine, da ja doch der ganze Ausbildungsprozeß hier ein so bedeutend anderer ist, und da im Zentralkörper auch keinerlei Repulsion der Atome stören kann!
Weiter aber muß, je mehr die mittlere Verdickung Kugelform annimmt, infolge auch des immer kräftiger werdenden kontraktiv-repulsiven Rhythmus, die Linsenform des Nebels in eine Spindelform übergehen! Die beiden langen, schmalen Spindelenden werden dann aber von der Umlaufsintensität der Sphäre wieder spiralig um den Mittelkörper herumgelegt. (So, daß die Bildung des Nebels äußerlich, da sicherlich die einzelnen Windungen der Spirale durch feine Substanzübergänge miteinander verbunden sein werden, wieder die Form einer Linse zu haben scheint). Da nun in dem Falle, den wir hier im Auge haben, die Umlaufsintensität noch eine sehr kräftige ist, so geschieht es, daß die Spiralwindungen der Spindelenden noch ganz sich mit dem Mittelkörper vereinen und von ihm absorbiert werden. So ist der Mond zustandegekommen. Die weiterwirkende Intensität seiner Umlaufssphäre vermochte ihn, den einstmals sehr intensiv feurigen -- unbedingt muß er noch feuriger gewesen sein, als es heute noch die Sonne ist! -- noch sehr scharf zu härten, obgleich die Mondoberfläche sicherlich nicht so hart sein kann, wie die der Erde, des kosmischen Zentralkörpers!
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Die Entstehung der Körper und Systeme ist in allem kosmischen Bereich notwendigerweise im _wesentlichen_ die gleiche wie die, die wir soeben beschrieben und festgestellt haben; indessen ereignen sich, je mehr nach der kosmischen Peripherie hin, begreiflicherweise um so mehr Modifikationen! Das erweist sich bereits an der Sonne und ihrer Entstehung.
Die Intensität der Sonnensphäre ist wieder eine schwächere als die der Mondsphäre; außerdem ist sie räumlich weit ausgedehnter. Also wurde eine ganz besonders große Menge von Atomenmassen zusammengetrieben. Die Ausbildung des Nebels erfolgte genau wie die des Mondnebels. Doch bereits mit dem Unterschiede, daß der kontraktiv-repulsive Rhythmus nicht alle Substanz zu _einem_ Körper zusammenzuziehen vermochte! Sondern es konnten sich in den Spiralwindungen der Spindel zwei Nebenzentren -- Venus und Merkur -- selbständig ausbilden. Und nicht genug damit, vermochte die Sonne -- die übrigens auch ihrerseits noch nicht völlig kontrahiert ist! -- den übrigen Rest des Nebels nicht ganz sich anzugliedern. Er besteht noch heute in der Gestalt des Zodiakallichtes mit seinem Gegenscheinring. Die Struktur des Zodiakallichtes läßt noch hinreichend deutlich die Spiralen der beiden Spindelenden erkennen. Die sogenannte »Korona« aber ist der Teil des Nebels, mit dem er in den eigentlichen Sonnenkörper übergeht. Was sich kennzeichnet durch die der Korona dem Zodiakallicht gegenüber eignende größere Dichtigkeit und intensivere Leuchtkraft!
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Je mehr nun nach der kosmischen Peripherie hin, um so mehr müssen begreiflicherweise die Mittelkörper an Kraft verlieren, sich alle ihre Substanz -- die übrigens immer leichter und kühler wird! -- einzugliedern. Es nimmt also die Ausbildung der Nebenzentren immer mehr überhand. So hat z. B. Jupiter bereits 8 Trabanten, Saturn, vom Ring abgesehen, gar zehn. Außerdem konnten sich selbständig die so außerordentlich zahlreichen Planetoiden bilden, die je weiter gegen Neptun hinauf immer zahlreicher werden!
Aber wir können hier auf das alles leider nicht weiter eingehen, weil der sonstige Inhalt dieser Arbeit das verbietet.
Vergegenwärtigen wir uns übrigens, was wir gewonnen haben!
Offenbar, da nach Maßgabe der Entwicklungstatsache und der einer einheitlichen zentralen Kraft und Polarität unsere Deduktion der kosmischen Entwicklung vom Urzustand ∞ aus in einer unantastbar streng geschlossenen Logik steht, endlich eine endgültig exakte kosmogonische Anschauung!
Und zwar eine, die schlechterdings keinen einzigen ihrer Bestandteile mehr unerklärt läßt!
Wir verstehen jetzt vollständig den kosmischen Zentralkörper; und außerdem verstehen wir das Zustandekommen der Untersysteme bis ins geringste hinein! Es bleibt hier auch keine fingerbreite Lücke mehr! Wir haben das Zustandekommen der Mittelkörper sowohl wie der Trabanten vollständig verstanden und restlos erklärt! Auch der Umlauf der Trabanten ist restlos erklärt! Wir verstehen sofort, daß er in der Mechanik der Bewegung erfolgt, mit welcher die kontraktive Wirkung der jeweiligen sphärischen Umlaufsintensität die Spindelenden um den Mittelkörper herum legte; und wir verstehen, daß der Umlauf in Gang gehalten wird durch die weitere Andauer der sphärischen Umlaufsintensität; während die vom Mittelkörper her erfolgende Repulsion die Trabanten in Distanze, d. h. die sphärische Kontraktion in Schach hält. (Übrigens setzen auch die Trabanten begreiflicherweise der sphärischen Kontraktion eine Repulsion entgegen!)
Aber noch eins verdient hier Erwähnung! Daß nämlich erstlich das Newtonsche Gravitationsgesetz auf die kosmischen Körper, mit einziger Ausnahme des Zentralkörpers, keine Anwendung mehr finden kann! Es eignet den Körpern ja lediglich eine _Repulsionskraft_, da ihre Atome durchaus die Tendenz behalten, frei zu schweifen. Man könnte höchstens von einer von _außen_, von der sphärischen Umlaufsintensität her erfolgenden Gravitation sprechen. -- Dagegen besitzt der Zentralkörper, die Erde, allerdings eine Gravitation. Wenn aber die Erscheinung der Gravitation bisher bekanntermaßen wohl beschrieben, aber noch niemals erklärt werden konnte, so sind wir sofort in der Lage jetzt diese Erklärung zu leisten. Nämlich von der Rotation des Zentralkörpers und ihrer gewaltigen kontraktiven Intensität aus!
Zweitens aber kann kein einziger kosmischer Körper außer dem Zentralkörper, der Erde, eine Achsenrotation haben. Wir verstehen: der beständige Wechsel von Repulsion und Kontraktion kann eine solche nicht aufkommen lassen. Es ist denn auch kennzeichnend, daß die Körper mit mehr oder weniger _fester_ Oberfläche, außer der Erde, deren Ausnahme wir verstanden und erklärt haben, daß Mond, Venus und Merkur bekanntlich eine Achsenrotation nicht nachgesagt werden konnte, während alle Körper mit _beweglicher_ Oberfläche eine haben sollen oder zu haben scheinen. Zwar scheint auch Mars eine zu haben. Aber man weiß heute, daß auch Mars eine bewegliche Oberfläche hat; wenn sie auch bereits einen milder feurig geronnenen und in diesem Sinn leicht konsistenten Zustand besitzt. Die große und beständige Veränderlichkeit der sogenannten »Kanäle« weist deutlich genug darauf hin! Da wir sie im wesentlichen als Brüche zwischen den einzelnen Flecken anzusehen haben werden, an den Flecken als solchen aber so gut wie keine besonders starke Deformierung wahrzunehmen ist, so ist dennoch an ihren _Bruchstellen_, den so sehr wechselnden und sich verschiebenden, zu erkennen, daß die Marsflecke tatsächlich veränderlich, beweglich und stark verschiebbar sind. Also bedeuten auch die etwas über 24 Stunden, in denen die Marsoberfläche umläuft, keine Achsenrotation, sondern ebensogut, wie bei Jupiter, Saturn usw. nur einen regelmäßigen Umlauf der _Oberfläche_; der hier so viel langsamer ist, als bei den andern »oberen Planeten« aus dem Grunde, weil die Marsoberfläche, die dichtere, einem gewissen Andruck, den die Körper von Ost, ihrer Umlaufsrichtung her empfangen, einen besseren Widerstand entgegensetzt, als die Oberflächen der andern, viel undichteren Körper! -- Es ist übrigens mit _wirklicher Sicherheit_ bis jetzt noch an keinem _einzigen_ kosmischen Körper außer der Erde eine Achsenrotation nachgewiesen worden!