Reise durch den Stillen Ozean

Part 43

Chapter 433,340 wordsPublic domain

Lange noch blickte ich zurück nach jenem winkenden Taschentuch, welches aus dem Menschengewühl des Piers mir Grüsse nachsandte, während das Schiff vorsichtig die Mitte des Stromes zu gewinnen suchte und sich mühselig dem Ausgang zuwandte, ringsum das heftig pulsirende Leben des unruhigsten Hafens der Erde. Wahrscheinlich zum letzten mal zogen die imposanten Häusermassen der Manhattan Insel, wie ich sie früher so oft mit Wohlgefallen betrachtet, an mir vorüber. Wirr durcheinander strebende Fahrzeuge jeglicher Art, in allen Richtungen kreuzende Ferryboote, rastlos mit den grossen Balancirstangen in der freien Luft arbeitend, kleine kräftige Schleppdampfer, mit rauher Stimme brüllend, hinter sich flache Kähne und etliche Eisenbahnwagen darauf, segelnde Dreimastschuner und Vollschiffe, dunkle Mastenwälder und himmelhohe Lagerschuppen über und über bedeckt mit riesigen Aufschriften in bunten Farben -- lichter wurden diese Attribute des handelsreichen Hudson, Staaten Island mit seinen Villen, Gärten und Strandbatterien, eine Biegung links, Sandy Hook -- und der Atlantische Ozean dehnte sich vor mir.

Es war der 1. November als ich New York verliess, und am 9. November näherten wir uns der irischen Küste. Trotz der ungünstigen Jahreszeit hatten wir nicht einen einzigen Tag schlechtes Wetter gehabt.

Erst jetzt, unmittelbar vor dem Ziele, erhob sich ein Oststurm gerade gegen uns. Aber er konnte der Scythia weiter nichts schaden, als dass er sie ein bischen stampfen liess und sie verhinderte, in Queenstown anzulegen, so dass die dorthin bestimmten Passagiere mit nach Liverpool mussten. Am 10. November, während wir beim Dinner sassen, kam die bergige Südostecke Irlands in Sicht, und am nächsten Vormittag waren wir bei Holyhead. Grimmig pfiff der Wind durch das Takelwerk und weisser Schaum flog spritzend über die grüne See, als die ersten kahlen Felsen von Wales auftauchten und uns in ihren Schutz nahmen. Ich bemitleidete die Fahrzeuge, die nach aussen steuerten.

Gerade an der Ecke, da wo es westwärts ging, kam der Lootse an Bord. Es wurde natürlich auf Alles gewettet, was ihn betraf, auf die Nummer seines Fahrzeugs, auf Krieg und Frieden, auf die Präsidentenwahl, und dass er von letzterer gar nichts wusste, nahmen ihm die Amerikaner sehr übel.

Liverpool ist mit derselben Kalamität einer bei Niedrigwasser für grosse Schiffe unpassirbaren Barre behaftet wie so viele andere weniger berühmte Häfen, was uns leider durch eine praktische Erfahrung klar wurde, indem wir fern von Land in der breiten Mündung des Mersey ankern und auf die Fluth warten mussten. Erst nach zwei Stunden gingen wir wieder weiter, aber langsam und vorsichtig und immer das Loth in der Hand, so dass es dunkel war, ehe wir etwas von Liverpool zu sehen bekamen.

Unsere Landung wurde in einer so langweiligen, ungeschickten und ungemüthlichen Weise bewerkstelligt, dass die heftigsten Vorwürfe losbrachen, und dass man sich nicht zu verwundern brauchte, wenn die Amerikaner spöttisch und verächtlich über dieses erste Stück Europäerthum die Nase rümpften. Die Scythia legte sich nicht an einen der vielen Kais, sondern kettete sich mitten im Wasser an eine Boje, und ein Dampfboot kam, uns abzuholen. Man schickte uns auf das Dampfboot und liess uns eine halbe Stunde warten, bis auch das Gepäck herübergeschafft wäre. Ein widerlich kalter Sturmwind pfiff uns um die Ohren und peitschte uns den Regen ins Gesicht. Die Kajüte reichte nicht für die Hälfte der Passagiere, wir waren den Unbilden des Wetters preisgegeben, und das kleine Fahrzeug schaukelte, von den Wellen bewegt, so sehr, dass die hochaufgethürmten Kisten und Koffer sammt dem Menschenknäuel über Bord zu rutschen drohten. Das wüste Geschrei der Seeleute flog hin und her, keiner schien den anderen zu verstehen, und schliesslich stellte sich heraus, dass doch nicht alle Passagiere und alles Gepäck Platz, und dass das Dampfboot zweimal zu fahren hatte.

Auch in der Ankunftshalle, wo die Zöllner sich unserer Habe bemächtigten, herrschte Konfusion. Unglücklicher Weise war diese eben im Umbau begriffen und alles Holzwerk frisch gestrichen, die Gasbeleuchtung noch nicht vorhanden und kümmerlich durch schmutzige Petroleumlampen ersetzt. Kaum Raum genug um die Koffer zu öffnen. »Einen netten Geschäftsgang haben Sie hier in Europa« höhnte mich ein Yankee, dem ich gar oft widersprochen hatte, wenn er mir die Vorzüge seines Landes über Gebühr zu lobpreisen schien. Diesmal konnte ich nichts erwidern.

Am nächsten Morgen erwachte ich im North Western Eisenbahn Hotel in einem schönen englischen Bett, über mir an der kahlen Wand die zwei Gesetzestafeln des Hauses, von welchen die eine gegen jede Verantwortlichkeit für Diebstähle protestirte, die andere über die Preise Auskunft gab, Bedienung und Bougies, Bäder und Heizung extra gerechnet. Ja, ich war wieder einmal im alten Europa. Wie viel anständiger sind doch drüben in Amerika die Hotels, wo man einfach seine drei, vier oder fünf Dollars zahlt und dafür alle diese selbstverständlichen Dinge erhält.

Draussen regnete es, und mürrisch guckten vor der prachtvollen Säulenhalle der St. Georges Börse die vier ehernen Löwen zu mir herauf und schienen ewig die Nase zu rümpfen. Hinter ihnen ritten traurig auf gleichfalls ehernen Rossen Queen Victoria und ihr Prince Consort, letzterer genöthigt, mit abgezogenem Hut und entblösstem Haupte unaufhörlich seine Hochachtung vor der englischen Nation zu bezeugen.

Gleich der erste Tag, den ich wieder auf europäischer Erde zubrachte, war eine der grössten Unannehmlichkeiten, die dem Menschen in England passiren können, nämlich ein Sonntag. Liverpool bietet auch sonst wohl nicht viel Herzerfreuendes, wenn man nicht selbst zu den reichen Kaufleuten gehört, die vor der Stadt in üppigen Villen wohnen. Heute aber war es hier doppelt unerträglich öde, alle Strassen und selbst der Hafen wie ausgestorben, alle Museen und alle Läden geschlossen, die Wirthshäuser nur dem Eingeweihten auf Schleichwegen von hinten erreichbar. Kurz, es lagerte eben jene schreckliche Langweiligkeit über Allem, wie sie nur die englische Sabathheiligung hervorzuzaubern im Stande ist. War es die Wirkung dieses gottwohlgefälligen Zustands, oder war es eine Eigenthümlichkeit des alten Europa, die mir erst jetzt nach längerer Entwöhnung zum Bewusstsein kam, dass mir die meisten Gesichter ganz auffallend unintelligent zu sein schienen? Schon gestern war mir dieser Gedanke gekommen, als ich den ersten englischen Policeman wieder erblickte. Ein ähnlich stupides Gesicht hatte ich schon lange nicht mehr und, mit Ausnahme der Mormonenstadt, über dem grossen Wasser drüben niemals geschaut.

Zwei Excitements gabs aber dennoch an jenem Sonntag in Liverpool, nämlich Morgens eine Auffahrt des Bürgermeisters und Abends eine fulminante Feuersbrunst.

Mister Walker, der Mayor, war zum so und sovielten Male wiedergewählt worden und hielt heute seinen feierlichen Kirchengang zum Beginn einer neuen Amtsperiode. Alle Achtung vor Mister Walker. Er hat seine Vaterstadt aus eigenen Mitteln mit einer Bildergallerie beschenkt.

Eine Kompagnie äusserst knotig aussehender Policemen mit einem Trompeter an der Spitze, welcher eine Art Husarenuniform trug, aber ein sehr lederner, steifer und bürgerlicher Husar war, stellte sich vor dem Rathhaus auf. Dann hielten einige aufgeputzte Wagen, und der Festzug entwickelte sich. Sechs oder acht mittelalterlich gekleidete Kerls mit Szeptern schritten Mister Walker voran, welcher ein langes Schwert der Gerechtigkeit in der Hand hielt, mit einem Talar und schweren goldenen Ketten behangen. Hinter ihm etliche Zivilisten mit den gewöhnlichen Komtoirphysiognomien. Die ganze Maskerade erinnerte mich unwillkürlich an meine Doktorpromotion. Nur dass mein Wagen damals nicht so buntscheckig elegant war, dass bei mir statt so vieler unheimlich schwarzer Policemen nur ein paar Professoren in dem erquickenden Grün der medizinischen Fakultät zugegen waren, und dass mir statt des Schwertes der Gerechtigkeit in der Hand ein vom Universitätspedell gemietheter alter Degen an der Linken blinkte.

Der Expresszug der North Western Eisenbahn brachte mich mit Windeseile nach London. Die stinkende Finsterniss eines langen Tunnels, ein Meeresarm und Ebbeschlick, Kanäle und Seefahrzeuge darauf, Thäler voller Schornsteine, voll russigen Kohlenqualms und weissen Maschinendampfes, dann ein bischen Park und ein bischen Feld, italienische Pinien auf einem Hügel, ein vornehmes Schloss hinter Bäumen versteckt, Obstgärten und Wiesen, Alles so sauber und ordentlich eingefasst, Stratford, Shakespeares Geburtsort, flogen vorüber. Herrschaftliche Kutschen hielten unter dem Bahndamm, und am Fusse eines Abhangs lauerten zwei Jäger und ein Hund auf ein armseliges Kaninchen.

Häufiger wurden die rauchenden Fabriken, dichter drängten sich in schnurgeraden Reihen die Häuschen und Höfchen des »My House is my Castle« Systems zusammen, über die wir in der Höhe hinwegbrausten. Gelblicher Dunst erfüllte die Luft, und das Getöse der Riesenstadt verschlang mich.

Sechs Wochen später fuhr ich nach Hamburg und betrat nach mehr als einjähriger Abwesenheit den Boden des Vaterlandes wieder. Ueberall hörte ich nun wieder die Laute der Muttersprache. Die Hamburger Nachtwächter hatten Pickelhauben bekommen und der Petrikirchthurm wurde aufgebaut. Sonst hatte sich nichts verändert.

INDEX.

Abenteuerliche Existenzen 246, 276, 403.

Acclimatisation Society in Neuseeland 171.

Aequator Passiren des 47.

Air Plant 373.

Albatrosse 61, 192, 405.

Albinos 306, 379.

Alkali Plains 431.

Amerikanische Wälder herbstliche Färbung der 459.

Antilopen 450.

Arrowroot 284.

Artemia Krebse 445.

Arundo conspicua 81.

Auckland Stadt 171.

Aussterben der Hawaiier 328, der Maori 184, der Viti 233.

Awa 328, 373.

Bäder warme von Ohinemutu 129.

Banks Penninsula 69.

Bay of Plenty 163.

Billig und schlecht 82, 233.

Botanisches 81, 233, 329, 373.

Brandungschwimmen der Hawaiier 350.

Brigham Young 440, 446.

Brotfrucht 374.

Bukelevu Besteigung des 293.

Bulimus Seemanni 301.

Centennial Exhibition 461.

Chinesen auf Hawaii 334, als Matrosen 313, in San Francisco 409, Gottesdienst 419, Opiumbuden 413, Prostitution 412, Theater 415.

Cordyline australis 81.

Crozet Islands 58.

Dale Creek Schlucht 451.

Dalingele Dorf 287.

Datumwechsel 312.

Diamond Head 341, 391.

Doris Schnecke 240.

Dover 18.

Emigranten nach Australien 3, 79, nach Kalifornien 433, 449.

Eremitenkrebse 236.

Erie See 455.

Ethnographisches Hawaii 327, Maori 91, 165, Viti 199, 227.

Farrallones Inseln 405.

Farnhügellandschaft neuseeländische 112.

Fernando Noronha 52.

Feuchtigkeit in den Aequatorkalmen 49.

Fischfang der Hawaiier 352, 387, der Viti 241.

Fliegende Fische 36, 316, 385.

Fliegende Hunde 265.

Foxton Stadt 102.

Fumarolen 366.

Gammarus 161.

Gavatina 217.

Geburtshilfe auf See 26.

Geographisches Hawaii 322, Neuseeland 182, Viti 193, 195.

Geyser 119, 121, 141.

Glühwürmchen 178.

Godeffroy Museum 197, 218.

Goldene Thor das 406.

Goldgewinnungsprozess 176.

Goldminen neuseeländische 177.

Goodwins Sand 17.

Gottesdienst der Chinesen 419, der Hawaiier 398, der Mormonen 439, auf Schiffen 24, 403, der Viti 249.

Ground Squirrels 428.

Haare künstliche Färbung der 201, 303.

Haifische 38, 396, 401.

Haka 143.

Haleakala Vulkan 348, 385.

Halobates Insekt 31.

Harpuniren 37.

Hawaii Ethnographisches 327, Geographisches 322, Geschichte 325, Linguistisches 327, Militärisches 332.

Heisse Quellen 119, 121, 141.

Hilo Stadt 349.

Holothurien 242.

Honolulu 329, Regierung und Parlament 330.

Hulu Hula 354, 377.

Hunde der Viti 243.

Immigrationssystem australisches 3, 79.

Impfpusteln als Schmuck 219.

Indianer 434, 451, 452.

Janthina 33.

Kalakaua König von Hawaii 395.

Kaliban in der Wildniss 114.

Kalifornien Klima 409.

Kandavu Insel 217.

Kannibalismus 128, 231, 328.

Kanuus der Viti-Insulaner 238, 282, 305.

Kapoho Station 371.

Kasuarinen 263.

Kawa 208, 268, 271, 285, 295, 311, 328.

Kermandec Inseln 193.

Keuschheit der Viti 273.

Kilauea Besteigung des 360.

Kindstaufen auf See 25.

King Country in Neuseeland 183.

Kochende Quellen 120, 128, 153.

Kochende Schlammseen 139.

Königin Geburtstag 90.

Königliche Familie von Hawaii 394.

Kohala 383.

Kohlensack der 46.

Kokospalme Nutzen der 237, 370.

Kolibri 427.

Kollision Gefahr einer 7.

Kolonialpolitik in der Südsee 310.

Kopra 247.

Korallenriffe 216, 239.

Kormorane 83.

Korrespondenz auf See 41.

Kreuz das südliche 46.

Kruster pelagische 34.

Laguna de la Merced 425.

Lahaina 388.

Landschaftlicher Charakter von Hawaii und Viti 385, von Neuseeland 112.

Laszivität hawaiische 386.

Lava 363, 369.

Legende von der schönen Hinemoa 131.

Leichenbestattung auf See 55.

Lepra 337.

Lichtnüsse 261, 342.

Lima Muschel 240.

Linguistisches Hawaii 327, Maori 97, 104, 158, Pidschin Englisch 412, Viti 230, 301.

Liverpool 463.

Lome Lome 359.

Lootse Ankunft des 406.

Lootsenfische 38, 40.

Madera 20.

Maori 91, 104, 110, 127, 165, 180, Alterthümer 137, Ethnographie 91, 127, 132, Linguistisches 104, 158, Schmuck 165, Skulpturen 160, Tanz 143, Talent für graphische Künste 157, 160.

Maui Insel 346.

Mandrai 284.

Mangrovesümpfe 168, 215, 262.

Marama die 223.

Masern auf Viti 290.

Meerleuchten 34, 53, 242.

Meke Meke 271, 306, 311.

Militärisches in San Francisco 421, in Salt Lake City 446, 452, in Honolulu 332.

Mimosen 263.

Mischlinge 308, 329, 372.

Missionswesen und Missionäre in Neuseeland 157, Viti 253, auf Hawaii 399, Tonga 185.

Mississippi 453.

Missouri 452.

Mister Jack the Guide of Taupo 117.

Molokai 390.

Mormonen und Mormonenthum 436, 441.

Mortalität auf Auswanderersegelschiffen 93.

Mount Eden 181.

Münzwesen 335, 415.

Nahrung der Maori 145, der Viti 229, der Hawaiier 328, 346.

Napier Stadt 109.

Nasendrücken der Hawaiier 328, der Maori 166.

Naturalienhändler improvisirte 285.

Ndralla Baum 286.

Neptunsfest 47.

Neuhebriden-Insulaner 213, 227.

Neuseeland Geographisches 183, 185, Politisches 184.

New York 461.

Niagara Fall und Stadt 456.

Ogden 436, 448.

Ohinemutu 126.

Omaha Stadt 452.

Opiumrauchen 413.

Orkan 9.

Oropi Busch 160.

Otaki Dorf 100.

Otukapuarangi 155.

Pacific Bahn 429, 433, 448, 450, 453.

Pacific Mail 187, 313.

Pali der 341.

Palmerston Stadt 104.

Passat 21, Segeln im 53.

Pele Göttin 365.

Pelenit 362.

Pelikane 427.

Philadelphia 461.

Phormium tenax 81.

Physalia 34.

Pidschin Englisch 412.

Pinguine 84.

Poi 382.

Polynesische Tänze Haka 143, Hula Hula 354, Meke Meke 271, 306, 311.

Post neuseeländische 96, 99, 111, 169.

Prairien 450.

Prostitution weisse unter Wilden 403.

Pteropoden 32.

Pulverunglück 71.

Pyrosoma 54, 65.

Qualen der Tropennatur 256.

Quarantäne in Neuseeland 72, 79, in Honolulu 340.

Reverend Mr. Shark 319, 325.

Repudiation Office 108.

Riffbrandung 278.

Ruth Keelikolani Hawaiische Prinzessin 345.

Saltlake City 436, Sehenswürdigkeiten 442, das Tabernakel 438.

Salzsee der grosse von Utah 435, 443, Bad im 445.

San Francisco 408, Chinesenviertel 409, Militärisches 421, Sehenswürdigkeiten 422, Sonntagsleben 421, 425.

Sanima Dorf 244.

Schlammvulkane 139.

Schleppnetz Fischen mit dem 30, 35.

Schneegallerien 431, 451.

Schwimmkünste der Hawaiier 353, 397.

Seekrankheit 11, 318.

Seeleute zur Naturgeschichte der 15, 60.

Seelöwen pazifische 424, 427.

Segelschiffsleben 22, 27.

Sherman Station 449.

Sierra Nevada 431.

Sinterterrassen 155.

Solfataren 365.

Somes Island 70.

Sonntagstoilette der Viti-Insulanerinnen 303.

Souper ein hawaiisches 381.

Springfische 245.

Statistisches 93.

Sternhimmel der südliche 46.

Sturm 9, 75, Segeln vor dem 37.

Südsee Verkehr 185, 187, 344, 394.

Tabu oder Tambu 130, 258, 280.

Tangmassen treibende 57.

Tapa 245.

Tapuaeharuru Dorf 116.

Tarawera Station 113, See 149.

Taro 267.

Tauben bellende 263.

Taupo See der 115.

Tauranga 165.

Temperaturverhältnisse 49, 57, 133, 257, 336.

Tetarata 155.

Thames Goldfields 175.

Todtenfeier eine seltsame 377.

Tonganer 227, 289.

Tui Kandavu der 222.

Tümmler 37, 316.

Typhusepidemie 54, 59.

Unsicherheit in der Nautik 45.

Urwald Neuseeland 97, 105, Viti 235, 294.

Ventilation auf Schiffen 66.

Viti Ethnologisches 227, Geographisches 195, 215, 217, Linguistisches 230, Politisches 204, Hunde 243.

Viti-Insulaner 199, ihre Grausamkeit gegen Thiere 220.

Vulkanisches 358, 361, 363, 365, 369, 385.

Wackarewarewa Geyser von 141.

Waldbrände 78.

Waikato Fluss 118.

Waikiki Dorf 340.

Wailuku Fluss 350, 356.

Wailevu 198.

Waipakarao Stadt 107.

Wairoa Dorf 148.

Walfische 305, 326.

Walfischfängerei 326, 405.

Warme Quellen 291, 373.

Wasserversorgung auf See 51.

Wellington 70, 87, Sehenswürdigkeiten 89.

Wilde Betschwestern 255.

Windstille 21.

Wohnungen der Chinesen 411, der Hawaiier 328, der Viti-Insulaner 290, 225.

Yankona 210, 268.

Yams 294.

Yarambali Isthmus 215.

Zeremoniell auf Viti 223.

Zoologisches 57, 82, 84, 85, 240, 301, 445.

Druck von Grass, Barth & Comp. (W. Friedrich) in Breslau.

In _J. U. Kern's Verlag_ (_Max Müller_) in _Breslau_ sind erschienen:

^Aus Mexico.^

Reiseskizzen aus den Jahren 1874 und 1875.

Von ^Dr. Friedrich Ratzel^, Professor der Erdkunde an der technischen Hochschule zu München.

Mit einer Karte in Farbendruck.

Preis 10 Mk., elegant gebunden 11 Mk. 50 Pf.

Das Buch enthält Skizzen, geschrieben auf verschiedenen Reisen durch Mexiko in den Jahren 1874 und 75. Der grösste Theil derselben ist bisher ungedruckt gewesen, der kleinere in der Kölnischen Zeitung erschienen, in deren Auftrag der Verfasser diese Reisen machte. Die feuilletonistische oder sagen wir besser die kurze und lesbare Form wurde soviel wie möglich dem Zwecke der Schilderung alles Wesentlichen in Natur und Leben jenes Landes und Volkes angepasst, ihr aber dabei nicht jener Einfluss auch auf die Auffassung eingeräumt, welcher Müssiges oder Oberflächliches hervorkehren lässt, weil das Gründliche und Nothwendige nicht kurzweilig genug erscheint. Der Verfasser setzte sich das Ziel, eine grosse Menge von eigenen Beobachtungen zu theils beschreibenden, theils reflektirenden Kapiteln zu vereinigen, die in ihrer Gesammtheit keine der wichtigeren oder interessanteren Seiten des mexikanischen Lebens und Treibens unbeleuchtet lassen sollten. Die idealen und praktischen Ziele wurden soviel wie möglich gleichmässig bedacht, der tropische Naturcharakter ist in derselben gedrängt eingehenden Weise besprochen wie die Colonisation, in die Natur der Cacteen mit nicht weniger Liebe eingegangen als in die jüngere Geschichte des Landes, der in Eis starrende Pic von Orizaba ebenso treu geschildert wie die sociale Stellung der mexikanischen Frauen. Das Buch will in erster Linie belehren, in zweiter strebt es darnach nicht langweilig zu sein; es hofft damit eine Lücke auszufüllen, welche in der deutschen Literatur lange besteht, der es bekanntlich nicht an älteren sehr gründlichen, systematisch beschreibenden Werken über Mexiko, den besten Quellenwerken, die es überhaupt giebt, wohl aber an neueren. Altes und vorzüglich aber Neues nach dem unmittelbaren Eindruck skizzirend schildernden fehlt.

DIE ^Chinesische Auswanderung^.

^Ein Beitrag^ zur ^Cultur- und Handelsgeographie^ von ^Dr. Friedrich Ratzel^.

Preis 5 Mk.

Der Verfasser giebt aus dem reichen Material eigener, besonders in Amerika gesammelter Erfahrungen, wie der umfangreichen Literatur, eine zusammengedrängte, allgemein verständliche, mit statistischem Material und Einzelschilderungen chinesischer Colonien hinreichend ausgestattete, aber durchaus nicht überfüllte Uebersicht über die chinesische Auswanderung und gewährt dadurch dem Leser die Möglichkeit, sich eine eigene vorurtheilsfreie Ansicht zu bilden. Er ist der Meinung, dass die chinesische Auswanderung eine grosse Zukunft vor sich hat, dass die Besorgniss, ja die Feindseligkeit, welche die kaukasischen Völker, namentlich in Nordamerika, jener Auswanderung entgegenbringen, eine ungerechtfertigte ist, dass die alten Culturländer Europas von einem Eindringen chinesischer Einwanderer nichts zu fürchten haben, dass aber für Afrika eine solche Einwanderung von ungeheurer Wichtigkeit sein wird. Das Buch sei allen denen empfohlen, die ein klares Urtheil über die wirthschaftlichen Verhältnisse Chinas und über das Wesen und die Bedeutung der chinesischen Auswanderung gewinnen wollen.

^Landwirthschaftliche Kulturbilder.^

Skizzen aus dem wirthschaftlichen Leben und Treiben des In- und Auslandes.

Von ^A. Koerte^, Wirthschafts-Direktor a. D.

Preis 5 Mk.

Es sind anziehende und belehrende Schilderungen von Wirthschaftszweigen und Wirthschaftsbetrieben, meistens aus dem Auslande, anspruchslose, liebenswürdige Erzählungen zur Unterhaltung in müssigen Stunden. Dabei lässt das Buch durchweg das kritische Urtheil des selbst prüfenden Praktikers erkennen, dessen scharfem Blick nichts entgeht, der gewohnt ist, bei Beurtheilung der Dinge eine Fülle von Gesichtspunkten geltend zu machen, die ihrerseits den Leser wiederum zum Nachdenken anregen.

[ Hinweise zur Transkription

Der Text des Originalbuches wurde grundsätzlich beibehalten, einschließlich uneinheitlicher Schreibweisen wie beispielsweise "ächter" -- "echter", "aus einander" -- "auseinander", "Brodfrucht" -- "Brotfrucht", "Fransenknäuel" -- "Franzengürtel", "gibt" -- "giebt", "Helena" -- "Hellena", "hieher" -- "hierher", "Mährchen" -- "Märchen", "Schooner" -- "Schuner", "Stil" -- "Style", "Würtemberg" -- "Württemberg",

mit folgenden Ausnahmen:

der Halbtitel wurde entfernt;

Seite VI: "Ante" geändert in "Aute" (Die Repudiation Office von Te Aute)

Seite 10: "betrachete" geändert in "betrachtete" (betrachtete schaudernd den wüthenden Kampf der Elemente)

Seite 30: "den" geändert in "dem" (gerade in guter Laune und beseelt von dem Wunsch)

Seite 30: "schimmerd" geändert in "schimmernd" (durch das Dunkelblau der hinten hinwegrollenden Wogen schimmernd)

Seite 44: "Symtom" geändert in "Symptom" (ein recht charakteristisches Symptom der Unsicherheit)

Seite 62: "Fügel" geändert in "Flügel" (plumpste mit gebrochenem Flügel neben mich herab)

Seite 87: "Chararkteristikum" geändert in "Charakteristikum" (Es fehlte vor Allem jenes Charakteristikum)

Seite 104: "»" eingefügt (statt »Shilling«)

Seite 147: "totzdem" geändert in "trotzdem" (trotzdem der Kutscher alles Mögliche that)

Seite 156: "Seegelboot" geändert in "Segelboot" (einem ordentlichen breitgebauten Segelboot nie gelungen wäre)

Seite 168: "Vernügen" geändert in "Vergnügen" (diesen armen Greis mit in ihr Vergnügen zu ziehen)

Seite 189: "Augenmaass" geändert in "Augenmass" (ein so grosses Fahrzeug nach dem Augenmass zu beurtheilen)

Seite 189: "Fancisco" geändert in "Francisco" (Bei der City of San Francisco nun waren diese beiden Faktoren)

Seite 201: "einen" geändert in "einem" (mit einem schwarzen Faden daran baumelnd befestigt)

Seite 220: "säufzten" geändert in "seufzten" (litten sie oft an schweren Träumen und seufzten und stöhnten)

Seite 224: "Viti levu" geändert in "Vitilevu" (dass es im Innern von Vitilevu noch Kannibalen gebe)

Seite 224: "enstanden" geändert in "entstanden" (mächtige Perrücken entstanden, welche sogar geeignet)

Seite 225: "Palissaden" geändert in "Pallisaden" (mit einem Vorbau kurzer Pallisaden geschützt)

Seite 237: "Styl" geändert in "Stiel" (Als Stiel wird ein junger Baumstamm verwendet)

Seite 252: "Tocher" geändert in "Tochter" (und seiner hübschen Tochter in ihre Hütte treten)

Seite 293: "wollten" geändert in "wollen" (der uns gleich im Anfang mit seinem Taro hatte anschwindeln wollen)

Seite 307: "Rechung" geändert in "Rechnung" (welche auf Rechnung des amerikanischen Konsuls)