Niederländische Volkslieder

Part 9

Chapter 93,924 wordsPublic domain

1 Een ridder ende een meisken jonc op een rivierken dat si saten. hoe stille dat dat water stont, als si van goeder minnen spraken! 2 'Och secht mi, stout ridder goet! ic soude gaerne weten, waer om dat dat water stille staet, als wi van goeder minnen spreken?' 3 'Dat dat water stille staet, dat en gheeft mi gheen vremde: ic hebbe so menighe jonghe maecht ghebrocht in groot allende.' 4 'Hebdi so menighe jonghe maecht ghebrocht in swaer allende, wacht u, wacht u, stout ruiter goet, dat u god niet en schende!' 5 'Ic weet noch een so hoghen berch, boven alle berghen is hi hoghe, die sal ic noch in dale brenghen, daer om ist dat ic poghe.' 6 'Suldi mijns vaders hoghen berch tot enen dale brenghen, ic saghe u liever, stout ridder goet, bi uwer kelen hanghen! 7 Ic hadde noch veel liever dat u die sonne beschene al ondert hol van uwen voeten, den bast al om uw kele.' 8 Dat meisken was jonc ende daer toe dom, si en wist niet wat si seide; doen si in haers liefs armen lach, doen was den berch ter neder. 9 'Och secht mi, secht mi, meisken jonc, is nu mijn kele ghehanghen? nu is dijns vaders hoghen berch in enen dale ghevallen.' 10 Och doen dat meisken gheware wert dat si een kindeken bleef draghen, si ghinc al voor den ridder staen, si bat hem om ghenade. 11 'Ghenade, stout ridder fijn, ghenade van minen live! ic was een goet maechdekijn, nu moet ic met uwen kinde bliven.' 12 'Wat ghenade soude ic u doen? ghi en sijt gheen keiserinne, ic mocht u minen schiltcnecht gheven, cost ic hem daer toe ghebringhen.' 13 'Uwen schiltcnecht en wil ic niet, hi is mi veel te snode; al is minen hoghen berch ter neder gheleit, ic hope ghi sult hem noch wel hoghen.' 14 Dat meisken hadde enen broeder stout, hi was haer goet ende ghetrouwe, als hi haer dede wel int aenschijn, hi beweest haer al metter trouwen. 15 Och doen die broeder gheware wert dat si een kindeken bleef draghen, hi ghinc al voor den ridder staen, hi bat hem mede te grave. 16 'God groet u, seit hi, stout ridder vri, stout ridder vri van waerden! och die met uwen kinde was bevaen, die leit hier doot opter aerden.' 17 'Och is si doot dat schone wijf, die overschone die ic beminne, so en sal ic nu noch nemmermeer mijn grauwe ros beriden. 18 Haelt mijn spere ende ooc mijn schilt, mijn swaert al aen mijn side! ic wil gaen riden selver daer, men vint der valscher boden so vele.' 19 Och doen hi op der heiden quam, hi hoorde die clocken clinken, hi hoorde wel aen der clocken clanc dat si in der aerden moeste sinken. 20 Hi nam sinen bruinen schilt, hi worp hem op der aerden: 'ligghet daer, ligghet daer, goet bruine schilt! van mi en suldi niet ghedraghen werden.' 21 'Heft op uwen bruinen schilt, hanghet hem onder uw side! al waer u vader ende moeder doot, den rouwe moet ghi liden.' 22 'Al waer mijn vader ende moeder doot ende mijn broeders alle vive, so en waer den rouwe niet also groot als hi is van desen schonen wive.' 23 Doen hi op dat kerchof quam, hi hoorde die papen singhen, hi hoorde wel aen der papen sanc, dat si vigilie songhen. 24 Doen hi in der kerken trat, hi sach sijn liefken staen in bare, ghedect met enen barencleet, recht of si nu ooc doot ware. 25 Hi hief op dat barencleet, hi sach haer clein vingherken roeren, och doen so loech haer rode mont doen si den ridder voelde. 26 'Staet op, staet op, mijn soete lief, mijn overschone joncfrouwe! ic en sal u nu noch nemmermeer doen so groten ontrouwe. 27 Wel op, wel op, mijn soete lief, mijn overschone joncfrouwe! al waert mijn vader ende moeder leet, so sal ic u tot enen wive trouwen. 28 Al waert mijn vader ende moeder leet ende mijn broeders alle vive, so sal ic u houden voor mijn bruit ende trouwen u tot enen wive.'

Antw. LB. Nr. 45. (Uhland Nr. 97. B. Willems Nr. 60.)--Dr. 2, 3. stoet (staet)--4, 1. fehlt jonghe--4, 3. fehlt das zweite wacht u-- 9, 1. fehlt das zweite secht mi--13, 3. fehlt gheleit--18, 1. schilde --24, 3. met een barencleede--25, 3. monde.

Willems lässt Str. 7. weg und hat nur 57 Aenderungen gemacht. Hätte sich das ein deutscher Gelehrter erlaubt, so würde W. das etwa eine arge "verbastering" genannt haben. Zur Probe:

11, 3. ic was eer een goet maechdelijn, 4. nu moet ic van u met kinde blijven. 13, 3. al ligt mijn hooghen berch ter neder 15, 4. hi bestont hem ten grave te vraghen. 17, 4. mijn grau ros berijden of wennen. 18, 3. men vint der valscher boden so veel, 4. ic wil daer selver gaen rijden. 23, 4. dat si haer ter eerden wilden bringhen. 25, 4. doen si hem ghewaer wert daer voren. 26, 4. u worden onghetrouwe. 27, 4. so sal ic noch met u trouwen.

Nur eine einzige Lesart lässt sich rechtfertigen, nämlich 18, 3. 4., die anderen sind haltlos.

Das deutsche Lied wird noch jetzt in vielen Gegenden Deutschlands gesungen, überall mit eigenthümlichen Zusätzen und Wendungen, s. Schles. Volkslieder Nr. 4. Erk Liederhort Nr. 26. Ein alter Text ist bis jetzt nicht aufgefunden worden, deshalb aber ist das deutsche Lied noch keine "vertaling" (wie Willems sich hier wie sonst gewöhnlich ausdrückt, wenn er auf das Deutsche verweist), es ist eben so wenig aus dem Niederl. übersetzt wie die schwedischen Lieder von Herzog Nils und von Herrn Malmsteins Traum, s. Schles. Volkslieder S. 11. Im Deutschen wie im Schwedischen nimmt Alles ein tragisches Ende: das Fräulein ist wirklich todt und der Ritter ersticht sich.

¶ 3, 2. das nimmt mich Wunder--5, 4. poghen, nach etwas trachten, streben--14, 3. int aenschijn doen für in schijn doen, offenbaren--24, 3. barencleet, Leichentuch.

¶ Nr. 16.

TODTENAMT.

1 'Het daghet in den oosten, het lichtet overal; hoe luttel weet mijn liefken och waer ic henen sal, hoe luttel weet mijn liefken! 2 Och warent al mijn vrienden dat mijn vianden sijn, ic voerdu uiten lande, mijn lief, mijn minnekijn! ic voerdu uiten lande.' 3 'Dats waer soudi mi voeren, stout ridder wel ghemeit? ic ligghe in mijns liefs armkens met groter waerdicheit, ic ligghe in mijns liefs armkens.' 4 'Lichdi in uws liefs armen? bilo! ghi en secht niet waer: gaet henen ter linden groene, versleghen so leit hi daer, gaet henen ter linden groene!' 5 Tmeisken nam haren mantel ende si ghinc enen ganc al totter linde groene, daer si den doden vant, al totter linde groene. 6 'Och lichdi hier verslaghen, versmoort al in uw bloet! dat heeft ghedaen uw roemen ende uwen hoghen moet, dat heeft ghedaen uw roemen. 7 Och lichdi hier verslaghen die mi te troosten plach! wat hebdi mi ghelaten? so menighen droeven dach; wat hebdi mi ghelaten?' 8 Tmeisken nam haren mantel ende si ghinc enen ganc al voor haers vaders poorte die si ontsloten vant, al voor haers vaders poorte. 9 'Och is hier enich here oft enich edel man, die mi nu minen doden begraven helpen can? die mi nu minen doden--' 10 Die heren sweghen stille, si en maecten gheen gheluit; dat meisken keerde haer omme, si ghinc al wenende uit, ende si ghinc wederomme. 11 Si nam hem in haren armen, si custe hem voor den mont in eender corter wilen tot also menegher stont, in eender corter wilen. 12 Met sinen blanken swaerde dat si die aerde op groef, met haer sneewitten armen ten grave dat si hem droech, met haer sneewitten armen. 13 'Nu wil ic mi gaen begheven in een clein cloosterkijn ende draghen swarte wilen ende worden een nonnekijn, ende draghen swarte wilen.' 14 Met hare claerder stemme die misse dat si sanc, met haer sneewitten handen dat si dat belleken clanc, met haer sneewitten handen.

Antw. LB. 1544. Nr. 73. (Uhland Nr. 95. B.)--Dr. 9, 3. 5. fehlt nu--14, 1. met haer claer stemme.

Oudt Amst. LB. 61. 70. (Hor. belg. 2, 101.) Str. 3.

'werwaert wondt ghi mi voeren, stout ruiter wel ghemoet?' 'al onder de lindeboom groene, mijn troost, mijn waerde goet.'

Das wel ghemeit war später schon unverständlich geworden, sonst würde wol daselbst in der nächsten Strophe eerwaerdicheit nicht auf wel ghemoet gereimt sein, wo Willems ändert: met weerdicheden groot.

Nach Str. 10. dieser Schluss:

Met haren ghelen haren dat sijder tbloet afwreef, met haer sneewitte handen dat si sijn wonden verbont.

(Spätere Lesart dafür:

Met hare blonde haren wreef zij hem af het bloed, met hare zachte handen sloot zij zijne oogen toe.) Met sinen blanken swaerde dat sijder dat grafje groef, met haren blanken armen dat si hem ter aerden droech. Met haren blanken handen dat sijder dat belleken clonc, met hare heldere kele dat si de vigilie sonc. 'Nu wil ic mi begheven in een clein cloosterkijn en draghen de swarte wilen ter eren des liefsten mijn.'

Mit diesem Texte des Amst. LB. stimmt ganz überein der aus Brederoo's Werken entlehnte in Le Jeune Volkszangen Nr. 5.--Brederoo, der weiland beliebte Amsterdammer Volksdichter (gest. 1618), hat aus diesem Liede ein Trauerspiel gemacht. Es erschien erst lange nach seinem Tode unter dem Titel: "G. A. Brederoods Spel, op't oudt Liedt Het daget uyt den Oosten. Op de Regel: Die quaedt doet, quaedt ontmoet. By hem in sijn overlijden onvolmaeckt ghevonden, en voort gemaeckt door een Liefhebber der Poësye. t'Amsterdam 1644." 8o.

Wie prosaisch Brederoo das schöne Lied aufgefasst hat, lehrt schon das Sprichwort: wer Böses begeht Böses empfäht, um welches er die ganze Geschichte sich drehen lässt. Der unglückliche, Geliebte wird als ein leichtsinniger und liederlicher Mensch geschildert, der also ganz von Rechtswegen im Zweikampfe unterliegt. Brederoo lässt ihn sterbend noch sagen von seiner Geliebten:

--wat sal't u droefheit baren, dat ghy uw Roemer sult ghenieten nu niet meer, die u benomen heeft uw kuischheit en uw eer!

Zwei ebenfalls verschiedene Texte in Scheltema Mengelwerk 1, 199-202 und L. G. Visscher Bloemlezing 1, 48-50.

Willems (Nr. 48) hat unter allen diesen Texten eine kritische Auswahl (eene kritische keuze) gemacht, aber mit wenig Glück: so hat er z. B. die dritte Zeile jeder Strophe der Melodie zu Liebe um einen ganzen Fuß verlängert, wozu doch wol schwerlich eine rechtfertigende Quelle nachzuweisen wäre. Gleich in der ersten Strophe ändert er: hoe weinich wetet mine liefste, in der zweiten: ic voerdu verre uten lande; gegen das Ende hin hilft er sich durch Hinzufügung von Beiwörtern: met hare clene schone handen, met hare suete heldere stemme.

Das Lied ist alt, schon im 15. Jahrh. wurde sein Anfang zur Bezeichnung der Melodie geistlichen Liedern hinzugefügt (s. Hor. belg. 2, 83). Willems weiß ihm noch ein höheres Alter zuzueignen.

'Dies Lied war bereits in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts bekannt, als die heil. Gertrud, Begine von Delft und geboren zu Voorburg in Holland, dasselbe täglich zu singen pflegte "referendo carmen ad dilectum suum Jesum Christum"; weshalb sie dadurch den Namen Gertrud von Osten erlangte. Diese Begine war eine niederdeutsche Dichterin. S Acta Sanct. Bolland. Januar. 1, 348.'

Ein niederdeutscher Text (bei Uhland Nr. 95. A.) aus Uhland's niederd. LB. (Auf. des 17. Jahrh.) stimmt ganz mit dem Antw. LB.

Das deutsche Lied hat sich nicht bis auf die spätere Zeit erhalten. Im 15. Jahrh. sangen es noch die Bauern, es ist deshalb in einer Handschrift "Purengesang" überschrieben. So abweichend es in der Mitte vom niederländischen Liede ist, so stimmt es zu Anfange und zu Ende mit ihm überein. Es steht zuerst gedruckt in Mone's Anzeiger 4, 455, danach bei Willems blz. 115 u. Mittler Nr. 21.

¶ 3, 2. wel ghemeit, stattlich--4, 2. bilo! ach!--6, 2. versmoren, ersticken, überhaupt umkommen--13, 3. wile, wiele, lat. velum, frz. voile, Schleier. Willems erklärt swarte wilen durch zwarte doeken, falsch: den schwarzen Weil trugen die Professschwestern, er lag über dem weißen leinenen Schleier oder Beffen und ging bis über die Schultern, s. Schmeller baier. Wb. 4, 55.--14, 4. belleken, Glöcklein.

¶ Nr. 17.

DAS SEI GOTT GEKLAGT.

1 Te Bruinswijc staet een casteel, daer wonen ghebroeders sesse, die een die hadde een meisken lief, hi en condese niet verghessen, dat claghe ic god, hi en condese niet verghessen. 2 Die ridder sprac sinen schiltcnecht toe: 'och Hansken, lieve gheselle, nu sadelt mi mijn alderbeste ros, laet ruisschen over den velde, dat claghe ic god, laet ruisschen over den velde!' 3 Doen hi dat groene wout over quam, dat ros dat viel ter eerden: 'helpt mi, Maria, moeder gods! wat sal mijns nu ghewerden, dat claghe ic god, wat sal mijns nu ghewerden?' 4 Ende hi hief op een liedeken, hi sanc, allen druc woude hi vergheten, so luide dat opter salen clanc, daer sijn liefken was gheseten, dat claghe ic god, daer sijn liefken was gheseten. 5 Si stac haer hooft ter tinnen uit met twee beweende oghen: 'helpt mi, Maria, schone moeder gods! men gaet mijn lief onthoofden, dat claghe ic god, men gaet mijn lief onthoofden.' 6 Si nam dat hooft al in haer schoot, si wiesschet van den bloede: 'helpt mi, Maria, schone moeder gods! hoe wee is mi te moede, dat claghe ic god, hoe wee is mi te moede!' 7 Si nam dat swaert al metten cnoop, si settet op haer herte, si lietet so liselijc innewaert gaen, des hadde die ridder smerte, dat claghe ic god, des hadde die ridder smerte. 8 Nu sijn daer twee ghelievekens doot, die een om des anders wille. waer vint mense nu in kerstenrijc die draghen sulke minne, dat claghe ic god, die draghen sulke minne? 9 Nu sijn daer twee gheliefkens doot, och waer sal mense graven? al onder enen eglentier, dat graf sal rooskens draghen, dat claghe ic god, dat graf sal rooskens draghen.

Antw. LB. 1544. Nr. 151. (Uhland Nr. 92. Willems Nr. 63.)--Schon die Reime zeigen, dass dies Lied aus dem Deutschen herstammt; vergessen ist hochdeutsch. Das deutsche Original ist noch nicht wieder aufgefunden.

¶ 9, 3. eglentier, der wilde Rosenstrauch.

¶ Nr. 18.

DIE NONNE.

1 Ic stont op hoghe berghen, ic sach ter see waert in, ic sach een scheepken driven daer waren drie ruiters in. 2 Den alderjoncsten ruiter, die in dat scheepken was, die schonc mi eens te drinken de coele wijn uit een glas. 3 'Ic brenct u, haveloos meisjen! dat u god seghenen moet! gheen ander soudic kiesen, waert ghi wat riker van goet.' 4 'Ben ic een haveloos meisjen, ic en bens alleine niet: in een clooster wil ic riden, god loons hem diet mi riet!' 5 Hi sprac: 'wel schone joncfrouwe! als ghi int clooster gaet, hoe garen soudic weten, hoe u't nonnencleet al staet!' 6 Maer doen si in dat clooster quam, haer vader die was doot, men vant in al mijns heren lant gheen riker kint en was groot. 7 De ruiter haddet so haest vernomen, hi sprac: 'sadelt mi mijn peert! dat si int clooster is ghecomen, dat is dat mijn hert so deert.' 8 Maer doen hi voor dat clooster quam, hi clopte aen den rinc: 'waer is de joncste nonne die hier lest wijdinghe ontfinc?' 9 'Dat alderjoncste nonneken en mach niet comen uit, si sit al hier besloten en si is Jesus bruit.' 10 'Sit si hier in besloten en is si Jesus bruit: mocht icse eens sien of spreken! si soude wel comen uit.' 11 Dat alderjoncste nonneken ghinc voor den ruiter staen, haer haerken was afgheschoren, de minne was al ghedaen. 12 'Ghi meucht wel thuiswaert riden, ghi meucht wel thuiswaert gaen, ghi meucht een ander kiesen, mijn liefde is al vergaen. 13 Doen ic een haveloos meisjen was, doen stiet ghi mi metten voet; hadt ghi dat woort ghesweghen, het hadde gheweest al goet.'

Oudt Amst. LB. bl. 34. (Hor. belg. 2, 128); Oudt Haerl. LB. 16. en 27. druk (danach hier). Im Oudt Amst. LB. nach 5, 2. ende als ghi wijdinghe ontfaet--7, 4. dat is dat mijnder herten seer deert.

Obschon diese Liederbücher viel jünger sind als das Antwerpener, so halte ich doch den Text in dieser Ueberlieferung für den ältern; die fünfte im Antw. LB. hinzugefügte Zeile jeder Strophe hat nur zu deutlich den Anschein eines späteren Zusatzes.

Von dem entsprechenden deutschen Liede ist kein alter Text vorhanden, es hat sich nur mündlich fortgepflanzt. Es ist wol das am meisten verbreitete Volkslied und wird noch heute in fast allen Gegenden Deutschlands gesungen. S. meine Nachweisungen Hor. belg. 2, 130. Schles. Volkslieder S. 31. (dazu noch nachzutragen: Firmenich Völkerst. 2, 111. Simrock Volksl. Nr. 22. Fiedler S. 150. Erk Liederhort Nr. 18c. Mittler Nr. 276. von Ditforth 2. Th. Nr. 18-23.) E. Meier schwäb. Volksl. Nr. 166.)

¶ Nr. 19.

DIE NONNE.

1 Ic stont op hoghen berghen, ic sach ter see waert in, ic sach een scheepken driven daer waren drie ruiters in, den enen stont in minen sin. 2 Den alderjoncsten ruiter, die in dat scheepken was, die schanc mi eens te drinken den wijn uit een glas, god loons hem die dat was! 3 'Ic brenct u, clein haveloos meisken! ghi sijt van haven bloot; om dat ghi een clein haveloos meisken sijt daer om ic u laten moet, ghi en hebter ja gheen goet.' 4 'Ben ic een clein haveloos meisken, ic en bens alleine niet: in een cloosterken wil ic riden, god loons hem diet mi riet, dat ic uit alle ghenoechten schiet!' 5 'Och joncfrou, als ghi te clooster gaet ende als ghi wijnghe ontfaet, hoe gheerne soude ic weten, hoe u die nonnecleider staen, als ghi in een clooster wilt gaen!' 6 Mer doen si in dat clooster quam, haer vader die was doot, men vant in al mijns heren lant gheen riker kint ende was groot ende niet van haven bloot. 7 Den ruiter hadt so haest vernomen, hi sprac: 'sadelt mi een peert!' dat si int clooster is ghecomen dat mijnder herten so sere deert, het is mi wel ridens weert.' 8 Mer doen hi voor dat clooster quam, hi clopte aen den rinc: 'waer is dat joncste nonneken dat hier lest wijnghe ontfinc? het is so schonen kint.' 9 'Dat alderjoncste nonneken en mach niet comen uit, si sit al hier besloten ende si is Jesus bruit, si looft hem overluit.' 10 Dat alderjoncste nonneken ghinc voor den ruiter staen, haer haerken was afgeschoren, die minne was al ghedaen, nonneclederen had si aen. 11 'Ghi moocht wel thuiswaert riden, stout ruiter! ghi moocht wel gaen, ghi moocht een ander verkiesen, mijn minnen is al ghedaen, ic hebbe een ander leven aenghegaen. 12 Doen ic een clein haveloos meisken was, doen stiet ghi mi metten voet, om dat ic jonc ende arm was, ic en hadde doen gheen spoet, stelt nu te vreden uwen moet!'

Antw. LB. 1544, Nr. 87. (Uhland Nr. 961 B.)--Dr. 3, 1. brenghet u--5, 1. ioncfrou nonne--7, 1. had--8, 1. fehlt dat.

¶ 4, 5. ghenoechte, Freude--5, 2. 8, 4. wijnghe, wijhinghe, Weihe, sacer ordo--6, 4. groot, angesehen--7, 4. het deert mi, es dauert mich--12, 4. spoet, Fortgang, Glück.

Willems (Nr. 56.) hat diesen Text zu Grunde gelegt, aber öfter die Lesarten des holländischen Textes eingefügt; zuweilen auch eigene Aenderungen gemacht, z. B. 4, 5. dat ic der wereld ontvlied. Die 3. Str. lautet bei ihm also:

Ic brenghet u, haveloos meisken, dat u God seghenen moet! gheen andere soudic verkiesen, waert ghi wat riker van goet, dats gheen mi u laten doet.

und die 5. Str.

Hi sprac: wel schone joncfrouwe, so ghi in het clooster gaet, hoe gheerne soudic het weten als ghi daer de wijding ontfaet, hoe dat u dat nonnencleet staet.

Wie sich nun das Lied im Munde des Volks nach und nach gestaltet hat, lernen wir aus dem folgenden Texte.

¶ Nr. 20.

DIE NONNE.

1 Ik ging op hoogen bergen staen en keek er te zeewaert in, daer kwam een schuitje gevaren daer zaten drie nonnekens in, ei, myn zoetelief zat er by! 2 Wat geeft men haer te drinken? den koelen wyn uit een glas: 'drinkt uit, o haveloos meisje! drinkt uit, o haveloos kind! ei, een nonneken worde gy!' 3 'Een nonneken wil ik wezen, tot een klooster wil ik gaen, mijn haerken moet afgesneden, het nonnekleed aengedaen: welaen, schoon lief, 't is haest gedaen!' 4 Hy stak zyn peerd met sporen, hy reed er te kloosterwaert in, hy vroeg naer 't jongste nonneken die er laetst was komen in, ei, die laetst was komen in. 5 'Het alderjongste nonneken en mag niet komen uit, zy moet Maria dienen, zy is nu Jesus bruid.' 'ei, is zy Jesus bruid? 6 Mag ik haer zien noch spreken en geenen troost ontfaên, 'k zal 't vier in 't klooster steken, 'k zal 't klooster doen vergaen, ei, hoort myn woorden aen!' 7 Het alderjongste nonneken, kwam voor de tralie staen, zy zeide: 'gy stoute ridder! gy komt te laet hier aen, ei, gy moet huiswaert gaen.' 8 Hy stak zyn peerd met sporen, hy reed het klooster uit langs een zoo klaer fonteine waer hy in 't water spronk, ei, waer hy in verdronk. 9 't Was geen acht dagen na desen, de nonne gink om brood, langs die zoo klaer fonteine daer vond zy haer zoetelief dood, ei, in het water versmoord. 10 Zy keerdege hem, zy wendege hem, zy leide hem op haren schoot, zy riep met luider stemme: 'ach, zoetelief zyt gy dood, ei, zyt g'in het water versmoord? 11 En is hier geenen heere of geenen edelman, die my hier dezen dooden ter eerde bestellen kan? ei, die hem begraven kan?' 12 De nonne passeerde klooster, zy smeet er haer nonnenkleed in, zy riep: 'adieu myn klooster!' zy riep: 'adieu de min! ei, 'k en keer daer myn leven meer in.'

Vlämisch: mündlich aus der Umgegend von Kortryk, bei Willems bl. 147.--Bei W. 3, 3. uw haerken.

¶ 7, 2. tralie, frz. treillis, Gitter--10, 1. keerdege u. wendege, mundartlich, pt. von keren und wenden.

¶ Nr. 21.

HERR VON MALDEGHEM.

1 Mijn here van Malleghem die quam ghereden, buiten Brugghe daer staet een lindeken breit, daer vant hi een herderken was cleine, hi moeste vertollen al wast hem leit. 2 'Och herderken! ic soude u gaerne vraghen, mocht ic onbegrepen van u ghesijn: waen coomt u die lusteliken horen? desghelijcs en hebbe ic niet ghesien.' 3 'O here van Malleghem, rijdt wech uwer straten! want daer leit u so luttel an; stake ic op minen horen, mijn lammerkens souden werden gram.' 4 Dat herderken dede dat hem die heren baden, hi sette den horen aen sinen mont: die lammerkens quamen daer uit ghespronghen ghelijc die hase loopt voor den hont. 5 'Och here van Malleghem, sijt willecom, willecom so moet ghi sijn! ons ghelach moet ghi betalen, wi drinken so gaerne den coelen wijn.' 6 Mijn here van Malleghem ghinc in sijn buidel, hi langde daer die penninghen waren root: 'houdt daer, lieve ghesellen! dats uw ghelach te baten, want uw gheselschap is mi te groot.' 7 Si namen alle sijn ridders ghesmide ende alle sijn sware goet, si lieten hem weder te Malleghem riden, dat deden si om sijn edel bloet.

Antw. LB. 1544. Nr. 113. ohne Str. 8-11; so auch bei Uhland Nr. 164. A.--Dr. 2, 1. wesen (ghesijn)--3, 1. fehlt van--7, 1. ghesmeyt.

¶ 2, 2. onbegrepen, ungetadelt--waen, woher--3, 3. den horen steken, das Horn blasen.

¶ Nr. 22.

HERR VON MALDEGHEM.