Part 6
1 Wie wil horen een nieu liet? en dat sal ic u singhen, hoe Gheraert van Velsen graef Floris verriet, 't sijn wonderlike dinghen. 2 Graef Floris tot Gheraert van Velsen sprac: 'Gheraert van Velsen, ghi moet hijlicken al aen een weeutjen, heeft goets ghenoech en si is also suverlike.' 3 'De schant en gheschiet mi nemmermeer,' sprac Gheraert van Velsen tot sinen lantsheer, 'eer ghi mi soudt brenghen in sulc verdriet, uw oude versleten schoenen en wil ic niet.' 4 'Gheraert van Velsen, mijn lieve neef, hadt ghi dat woordeken ghesweghen! ghi sultse draghen tsi u lief of leet, al hadt ghijt bi uw riddershals ghesworen!' 5 Een corte wijl en was daer niet lanc, Gheraert van Velsen ghinc een huisvrou trouwen, graef Floris schreef Gheraert van Velsen een brief, en dat hi bi hem comen soude. 6 Gheraert van Velsen dorst het laten niet, hi reet aen gheen lantsouwe, terwijl sliep den grave van Hollant al bi sijn overschone vrouwe. 7 Si riep so luit: 'cracht en ghewelt! wat doet ghi mi, lantshere? wasser een ander op mi ghestelt, ghi soudt hem met uw swaert af keren.' 8 Crijten en kermen mocht haer baten niet, haer eer moest si daer laten. en doe hi sijn willeken hadde ghedaen, reet hi tot Utrecht al in der straten. 9 Gheraert van Velsen had een soete lief van Woerden tot enen wive, daer meende hi mee vrolic te sijn, maer 't moest graef Floris boeltje bliven. 10 Doe Gheraert van Velsen weer thuiswaert quam, sijn waerde vrou quam hem niet groeten: 'wat isser mijn waerde vroutje gheschiet, dat si mi niet en comt te moeten?' 11 Gheraert van Velsen op de camer quam, hi vant sijn soete lief in rouwe: 'heeft u iemant groot leet ghedaen? secht mi, wel overschone vrouwe!' 12 'Gheraert van Velsen, mijn lieve man, nu isset al verloren te slapen onder mijn groene sijd: graef Floris heeft mijn eer ghenomen.' 13 'Dat hi uw eertje ghenomen heeft, dat is u, soete lief, al vergheven; ghister was hi mijn heer, nu ben ic de sijn, en dat sal hem costen sijn leven.' 14 Hi sette een valc al op sijn hant, of hi spanceren soude riden; hi dede een spronc al van enen haes, of hi graef Floris soude ontliven. 15 'Och Gheraert van Velsen, mijn lieve neef, woudt ghi mijn leven laten, ic sal van uw bastertdochterken een gravinne van Hollant maken.' 16 'Dat en doe ic nu noch nemmermeer! ken wilse gheen verrader gheven; ghi hebt er mijn huisvrou ghenomen haer eer, en dat sal costen uw leven. 17 Dat ghi mijn broeder hebt vermoort, dat had ic u al vergheven: nu hebt ghi ghenomen mijn huisvrou haer eer, en dat sal costen uw leven.' 18 Hi wierp hem twee hantschoen voor sijn mont, op dat hi niet en soude luiden, hi voerde hem van 't huis te Cronenburch tot op dat hoghe huis te Muiden. 19 Snachts, omtrent de middernacht, omtrent de middernachte, doe lach de grave van Hollant ghesloten in boeijen so vaste. 20 Smorghens doe het was schoon dach, de heren souden daer wat eten, doe docht de grave van Hollant: 'rijc god, nu ben ic al vergheten!' 21 Si brochten hem een stuc berenspec, sijn swinenspec was onghebraden; doe docht de grave van Hollant: 'rijc god, nu ben ic al verraden!' 22 En haddic nu een schiltcnecht goet die mi verloste van den bloede! ic sou hem schenken mijn bruine schilt en daer toe mijn iseren hoede.' 23 Gheraert van Velsen was rat ter hant, hi wies graef Floris van den bloede: 'secht mi, o grave van Hollant, hoe is u nu te moede?' 24 'Hoe mi nu te moede is? en ic moet immers sterven. had icker een wijf met een clein kint, die icker mijn grote goet mocht erven! 25 Ic heb noch wel een soon heet Jan, hi is so ver in vreemde landen; dat hi sijn goet niet regheren en can, dat is hem also grote schande. 26 En daer toe minen bastertsoon, het is noch jonc van weken, al quaem hi noch over hondert jaer, sijns vaders doot sal hi wel wreken.' 27 Een corte wijl was daer niet lanc, Gheraert van Velsen wiert ghevanghen, hi docht so dicwils bi siner eer: 'rijk god, nu sal ic moeten hanghen!' 28 Hanghen en was hem noch niet goet ghenoech, hi moest noch sevenmael meer liden: si deden een vat vol spikers slaen, daer moest hi selve in gliden. 29 Si rolden hem drie daghen lanc, drie daghen voor den noene: 'Gheraert van Velsen, wel lieve man, en hoe is u nu te moede?' 30 'Hoe mi nu te moede is? dat sal ic u wel segghen: ic ben noch al de selve man, die graef Floris sijn jonc leven nam.'
Holländisch: Oudt Amsterd. LB. bl. 10. Melis Stoke door Jan vander Does, T' Amsterdam 1591. bl. 101; door Cornelis van Alkemade, Tot Leyden 1699. in fine. Alkemade hat am Schlusse seines Stoke denselben Text wiederholt, aber die Wörter oder Verszeilen anders gestellt, um überschlagende Reime regelmäßig in das Ganze hineinzubringen, auch neue Reimwörter eingeschwärzt, wodurch freilich das alte Lied hie und da an metrischer Correctheit gewonnen, meist aber an Kraft und alterthümlichem Klang eingebüßt hat. Ich habe deshalb weiter keine Rücksicht darauf genommen, sondern mich nur an die alten ursprünglichen Texte des Amst. LB. und Dousa gehalten. Gar keine Rücksicht verdient ein anderer jüngerer Text, welchen Alkemade zum Überfluss auf seinen ersten folgen lässt; es ist eine Bearbeitung aus der Schule der Rederijkers int 17. Jahrh., wie auch schon die Überschrift darthut:
Lied van de dood van graef Floris van Holland, die ter neder werd geslagen en geveld van Geraerd van Velsen, zijn vassael vaeljant, om dat hy zijn huisvrous eer had benomen met geweld: zulks als hier in 't gezang na d'oude wijs werd verteld.
und hat gar keinen poetischen Werth.
Das wahrhaft Geschichtliche in diesem Liede berichten am besten die Zeitgenossen Melis Stoke (ed. Huydec. II. D. bl. 255, 4. boek vers 1024 enz.) und van Velthem (ed. Le Long bl. 202. 3. boek cap. 44. enz.). Eigentliche Veranlassung zu der Gefangennehmung und dem nachherigen Morde ist wol nur in dem Übermuthe des holländischen Adels zu suchen, der sich durch des Grafen Bündniss mit Frankreich und durch die große Liebe, worin er bei den mächtigen Friesen und Kennemern stand, beeinträchtigt und gefährdet glaubte. Der Volksdichter griff daher ein populäreres und poetischeres Motiv auf, und dazu diente ihm die alte Sage, dass Gerhards van Velsen Gemahlin durch den Grafen Floris geschändet worden sei, und Gerhard eben darum an seinem Landesherrn so blutige Rache genommen habe. Allerdings mag Floris ein lebenslustiger Fürst gewesen sein, darum darf ihm aber noch ein solches Verbrechen nicht schuld gegeben werden. Die Zeitgenossen wissen nicht einmal, dass er ausschweifend war, auch folgt dies gar nicht aus dem spätern Beka (bei Leo, Niederl. Gesch. 1. Th. S. 712). Übrigens mochten seine Feinde manches ausgesprengt haben, um sich später vor dem erbitterten Volke zu rechtfertigen: Dahin gehört denn auch wol die Sage von der Nothzucht; der Pastor von Veltheim kennt sie schon, er gedenkt ihrer unter den Gründen, welche den Adel zum Verrathe veranlasst haben sollen; dass er jedoch selbst nichts davon hielt, beweist schon das Unbestimmte in der ganzen Angabe:
Ander segghen, dat om een vrouwe quam dat men hem sijn leven nam, daer hi met hebben soude te doene, die wijf was eens van sinen baroene, ende datten die ghene daer om laghen leiden van der stont alle daghen.
Zu welchen harten Urtheilen spätere Geschichtschreiber über Floris durch jene Sage und das missverstandene overspel verführt wurden, bezeugen die Auszüge aus ihren Schriften in Casp. Commelin, Beschryving van Amsterdam 1. Deel (t' Amst. 1693. fol.) bl. 58. enz.
¶ 2, 2. hijlicken, jetzt huwelijken, heirathen--3, 4. versleten, verschlissen, abgenützt--4, 1. neef, Neffe, hier nur trauliche Anrede, wie sich die Fürsten cousin nennen, wenn sie auch gar nicht verwandt sind--6, 2. lantsouwe, Gegend--7, 1. cracht, Nothzucht, davon noch verkrachten--8, 1. crijten, kreischen--kermen, klagen--10, 4. te moeten comen, entgegen kommen--11, 2. rouwe, Betrübniss--16, 2. ken für ic en--18, 2. luiden Laut von sich geben--19, 4. boeije, Fessel, mlat. boia--23, 1. rat, rasch--23, 2. wies pt. von waschen--24, 2. immers, gewisslich --26, 4. wreken, rächen--29, 3 vat vol spikers. Die Strafe in einem mit Nägeln ausgeschlagenen Fasse gerollt zu werden, scheint, wenn auch nicht alt und gesetzlich, doch wenigstens im Volksglauben vorhanden gewesen zu sein. Das Märchen von den drei Männlein im Walde (Brüder Grimm, Märchen, 1. Bd. 2. Aufl. S. 76.) schließt mit den Worten: Was gehört einem Menschen, der den andern aus dem Bett trägt und ins Wasser wirft?--Ei, antwortete die Alte, dass er in ein Fass gesteckt wird, das mit Nägeln ausgeschlagen ist, und den Berg hinab ins Wasser gerollt.--Da ließ der König ein solches Fass holen und die Alte mit ihrer Tochter hineinstecken, dann ward der Boden zugehämmert und das Fass bergab gekullert, bis es in den Fluss rollte.--So auch in einem schwedischen Volksliede: Svenska Folkvisor af Geijer och Afzelius 1. D. s. 13; vgl. s. 15. (Mohnike, Volksl. der Schweden 1. Bd. S. 54):
De satte liten Karin i spiketunnan in, och konungens små svenner de rullade henne kring. Så kom det ifrån himmelen två hvita dufvor ner, de togo liten Karin, och strax så blef det tre.
Ebendasselbe in demselben Liede dänisch in Udvalgte Viser 3. D. S. 398.
Des Grafen Ermordung ist übrigens schon im 15. Jahrhundert von den Volksdichtern eben so dargestellt worden wie später. Es hat sich ein Bruchstück der Art erhalten; es steht am Schlusse einer Papier-Hs. von Jac. van Maerlant's Rijmbibel im Besitze der Maatschappij van Nederl. Letterkunde zu Leiden, und daraus urkundlich abgedruckt in Huydecoper, Proeve 2, 371-375. Ich theile es hier in gewöhnlicher Schreibung mit.
1 Het viel in enen tijt voorleden, verstaet mijn redene, si es claer, in sGravenhaghe ter selver stede, het es gheleden bet dan hondert jaer. 2 Die grave sprac in sijn ghevoech: 'Gheert van Velsen, ghi moet trouwen, ic sal u gheven goets ghenoech, met Isabele mijns herten vrouwe.' 3 'Die schande en valt mi nemmermeer, mi selven te bringhen in dat verdriet!' sprac Gheert van Velsen tot sinen heer, 'uwer loddeghinne en willic niet.' 4 Die grave sprac met fellen moede: 'anders mochdi uw reden wel belegghen, Gheert van Velsen, sult op u hoeden, mijn loddeghinne suldi seker hebben.' 5 Die een van den anderen schiet, die redene lieten si daer staen. Gheert van Velsen en achtes niet, hi meende het soude daer anders gaen. 6 Des graven van Bentem dochter was hem ghegheven, die troude hi tot enen wive, des wilde Gheert van Velsen vrolic leven: des graven van Bentem dochter was hem ghegheven. 7 Doen die feeste was ghedaen, Gheert van Velsen hadde al vergheten; die grave van Hollant schreef hem saen: 'een woort willic met u spreken.' 8 Gheert van Velsen sat op sijn paert, hi schiet van sijnre schoonre vrouwen, die grave sinde hem metter vaert tot Berghen in Henegouwen. 9 Des anders daechs bi der noenen tooch die grave te Velsen toe, anders en haddi daer niet te doene dan te schoffierene die schone vrou. 10 Die vrouwe riep cracht ende ghewelt: 'wat doedi, edele lantshere? waer dus een ander op mi ghestelt, selve metten live soudijt keren.' 11 Haer gherochte en halp haer niet, si moeste liden dat men haer dede. die grave van der vrouwen schiet, tUtrecht tooch hi in die stede. 12 Het en leet niet seven daghen, Gheert van Velsen en quam uit Henegouwen. niet langhe letti in sGravenhaghe, hi en tooch tot sijnre schoonre vrouwen. 13 Teghen plach si hem te comen, willecome heten haren here; nu en heeft hise niet vernomen, des bedroefde hi hem harde sere. 14 In die camer dat hi trat, hi vant sijn wijf in groten rouwe, vriendelike dat hise ansprac: 'wat es u, wel schone vrouwe?' 15 'Die grave heeft mijn ere ghenomen, daer om ben ic in dit liden; nemmermeer en mach mi vromen te slapen here bi uwer siden.' 16 'Dese reise haddic wel moghen derven: schone wijf, dat willic u vergheven, mer bi der doot die ic sal sterven dat sal den grave costen tleven!'
Hs. 3, 4. loddinninge--7, 3. an (saen)--9, 4. vrouwe, Str. 6. ganz verdorben und die noch vorhandenen Schlussstrophen (17-22) dunkel. Zu 1, 4. sei noch bemerkt, dass der Mord nach Stoke (Huydec. 2, 442) den 27. Juni 1296 geschah. Zu 9, 2. vermuthet Lelyveld für toe des Reims wegen touwe, was vor Zeiten auch für toe gesetzt wurde, s. L. op Huydec. 2. D. bl. 421.
¶ Nr. 4.
HERR DANIEL.
1 Wildi horen een goet nieu liet? ende dat sal ic ons singhen, wat heer Danielken is gheschiet al met vrou Venus minne. 2 'Oorlof, sprac hi, vrouwe waert! ende ic wil van u scheiden, ic wil gaen trecken te Romen waert al om des paus gheleiden.' 3 'Heer Daniel, wilt ghi oorlof ontfaen, ic en wil u niet begheven: laet ons in die camer gaen die hoochste minne pleghen.' 4 'Dat en doe ic niet, vrouwe fier! mi dunct in alle minen sinne, uw oghen bernen al waert een vier, mi dunct ghi sijt een duivelinne.' 5 'Heer Daniel, wat ist dat ghi secht? ghi en dort u niet vermeten, coomt ghi noch weder in den berch, dat woort en sal ic niet vergheten.' 6 'Trouwen neen ic, joncfrou stout! nu noch te ghenen stonden en peise ic om dinen roden mont, die en achte ic niet tot allen stonden.' 7 'Daniel wilt ghi oorlof ontfaen, neemt oorlof aen die grisen, werwaert dat ghi henen keert onsen lof sult ghi altijt prisen.' 8 Hi nam een staf al in sijn hant ende hi streec te Romen binnen: 'nu biddic Maria, die moeder gods, dat ic den paus mach vinden.' 9 Doen hi quam voor den paus ghegaen, voor onsen eertschen vader: 'here, ic soude mi biechten gaern ende roepe op god ghenade. 10 Ic soude mi biechten seer bevreest met alle minen sinne, ic heb seven jaer in den berch gheweest met vrou Venus die duivelinne.' 11 'Hebdi seven jaer in den berch gheweest met vrou Venus die duivelinne, so sult ghi bernen ewelijc al in die helsche pine.' 12 Die paus nam enen droghen stoc ende stac hem in die aerde beneven: 'wanneer desen stoc rosen draecht, dan sijn uw sonden vergheven.' 13 Vermaledijt moeten die pausen sijn die ons ter hellen driven! si hebben gode so menighe siele ghenomen die wel behouden mochten bliven. 14 Hi tooch te Ronsen opt hoghe huis, om drie sijnder suster kinder, die nam hi al metter hant ende leidese bi Venus sijnder vriendinne. 15 Al doen den derden dach omme quam, dien droghen stoc droech rosen; men sant bode ende wederbode om heer Daniel te soeken. 16 Doen hi voor den berch quam, vrou Venus die quam hem teghen: 'secht mi, secht mi, Daniel fijn! hoe is die reise gheleghen?' 17 'Hoe nu die reise is gheleghen, daer toe is mi so leide: die paus heeft mi sulken troost ghegheven, ewelic van god te sijn ghescheiden.' 18 Si sette hem enen stoel, daer in so ghinc hi sitten, si haelden hem enen vergulden nap ende wilde Danielken schinken. 19 Hi en wilde eten noch drinken. si wilde enen raet visieren, hoe si in die camer soude comen met seven camenieren. 20 Mer doen si uter camer quam al lachende ende al spelende, al had si ewelic ghespeelt, heer Daniel die hadde ghesweghen. 21 Mer die dit liedeken eerstwerf sanc, sijn herte lach hem in dolen, hi was liever in Venus bedwanc dan in helsche scholen.
Antw. LB. 1544. Nr. 160. (Hor. belg. 2, 131. Willems Nr. 51.)--Dr. 2, 3. waert fehlt--6, 1. trouwe--7, 1. saen (ontfaen)--9, 1. Doen quam hi--19, 2. versieren.
Obschon Willems keine andere Quelle vor sich hatte als das Antw. LB., so hat er sich doch viele Änderungen erlaubt, z. B. 6, 4. ic hebbe berou van mijn sonden--7, 4. ghi sult mijn minne prijsen--und Str. 20. also:
Si quam daer mede bi haer lief al lachende en spelende voort. mer al had si ewelic ghespeelt, hi en haddes niet meer ghehoort.
Herr Daniel ist der deutsche Tanhäuser. Die Sage nebst dem Liede mag schon zeitig aus Deutschland in die Niederlande gekommen sein, beides hat sich dort hinundwieder eigenthümlich gestaltet. 'Warum, sagt Willems, der Held im vlämischen Liede den Namen "Herr Daniel" führt, und seiner Schwester Kinder Ronse (Renaix) zum Wohnsitz haben, weiß ich nicht zu erklären. Vielleicht findet man in der Umgegend jener Stadt einen Venusberg.'
Das deutsche Lied hat sich in vielen alten Drucken erhalten: von Jobst Gutknecht 1515-1527 bei Erk, Liederhort Nr. 27a. Nachweisungen anderer alter Drucke Hor. belg. 2, 134. Uhland S. 1032. Gödeke, deutsche Dichtung im Mittelalter S. 580. 581. Ein hdschr. Text bei Uhland Nr. 297. A; ein niederdeutscher um 1550 ebendaselbst Nr. 297. B. und ein mündlicher aus der Schweiz in Aufseß Anzeiger 1832. Sp. 240-242. (Uhland Nr. 297. C. Erk Liederhort Nr. 27).
¶ 10, 1. bevreest, furchtsam--19, 2. raet visieren, versieren, überlegen, Clignett bijdr. 393. Huyd. op Stoke 1, 500.--in dolen ligghen, irren, Clignett bijdr. 75.
¶ Nr. 5.
DEGENER.
1 'En mach hier niet een meisken jonc gaen spelen al in der avontstont?' . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Hoe snelle was daer een bedde bereit! hi dede dat hem Lussewine riet: hi reet ende hi ghinc te richten daer hi den Degener wiste. 3 'O Degener, lieve Degener hout, een hertoch, een greve, een ridder also stout! hier heeft mi Lussewine ghesant, dat ghi wouden tavont bi haer sijn, si woudu schenken cruit ende wijn.' 4 'Hoe gherne woudic dat daden, woude si mi niet verraden! dat si ende dat si hoe dat si, so willic noch tavont bi haer sijn.' 5 Hi liet sijn paertjen betomen, hi reet so snel tot den bomen, hi reet ende hi ghinc so drade: daer wert die helt verraden. 6 Si namen bi haer sneewitte hant, si leidene al door dat borchgrevenlant, al onder een linde die stont groene, haer tweer reden die waren schone. 7 Hi leide sijn hooft in haren schoot, si scheidelt hem sijn haer van goude was root. so menighen scheidel als si hem scheidelt, so menighen traen als si weinet. 8 Si boorde sijn hooft uit haren schoot, hi sach haer onder haer bruin oghen waren root: 'schoonder wijf dan die sonne, verraet mi niet sus jonghe! 9 Ic hoor ende ic hoor aen ghenen dal, ic hoor ende ic hoor so wonderliken schal, ic hoor die swaerde clinken, ic hoor die rosse wrinschen.' 10 'Dat sijn mine camerwijf, die kiven daer al om den prijs, die siden hebben si verworen, si rammelen met den scheren.' 11 'Nu secht mi, Lussewine, die alreliefste mine! waer sijn uw broeders alle drie, dat si ons niet en deren hier?' 12 'Die ene is in Switserlant, die ander is in Swaven ghesant, die derde is onder der eerden: si en sult ons hier niet deren.' 13 Si namen bi haer sneewitte hant, si leiden al door een camer die was lanc, ene camer die was nade: daer wert die helt verraden. 14 Si namen in haren blanken arm, si smeten al op een bedde dat was warm: 'ende nu wel aen, ghi rische man, die nu mijns vaders doot wreken sal!' 15 Si quamen daer aen ghedronghen met scherpen swaerden gheclonghen, si hiewen den Degener overmoet, dat hem sijn rode bloet overvloet. 16 Doe sprac die joncste broeder: 'ware die Degener onse swagher, hoe node woude wi hem doden . . . . . . . 17 Nu nemic dat op mijn henevaert, dat ic sijns lives niet schuldich en waert meer dan een hendelijn ende een cussen, daer was een sluier tuschen. 18 Och Degener, lieve Degener hout, een hertoch, een greve, een ridder also stout! wien beveeldi nu uw rode gout, dat ghi hebt ligghen in den vout?' 19 'Dat ghevic Lussewine, die alreliefste mine. heeft si mi ooc verraden, hoe node woudic haer quaet daden.' Door vrouwenliefde wort menich bedroghen.
Weimarische Hs. 1537. Nr. 13. Vgl. Weimarisches Jahrbuch 1. Bd. S. 119-122. und Gödeke's Deutsche Wochenschrift 1854. S. 692 ff.--Hs. 1, 1. meykenn--2, 1. wae (hoe)--2, 2. Lussewinne--2, 4. woste--4, 1. wo (hoe), so auch 4, 3. 16, 3-5, 1. pertienn--7, 3. si fehlt--9, 1. 2. an (ende)--9, 4. wrenntzelenn (wrinschen)--10, 1. 11, 3. sinnen (sijn)--10. 3. verwirtt (verworen)--11, 4. Datt Sie vnns hir Niett derdenn--12, 4. schmetten--15, 2. gekling--18, 1. Auch (Och)--18, 3. wem (wien)--now (nu)--19, 2. minnen (so auch 11, 2.)-- 19, 3. ooc fehlt--19, 4. wie (hoe).
¶ 2, 3. richten nämlich den ganc--3, 5. cruit ende wijn, Kraut und Wein, ein altes Symbol zur Bekräftigung feierlicher Übergaben, Verträge und Bündnisse; s. meine Anmerk. zu Theophilus I, 265. S. 41--4, 1. und 19, 4. daden, thun, sehr alte Form, auch bei Kiliaen als alt bezeichnet--5, 3. drade, mhd. drâte, schnell--6, 2. leiden, führen--7. So auch in anderen Liedern, z. B. Uhland Nr. 74. B. Str. 10--7, 3. scheidel, schele, Scheitel--8, 1. boren, nd. bóren, heben--9, 4. wrinschen, wiehern--10, 4. rammelen, rasseln--11, 4. deren, schaden--13, 3. nade, nahe bei--14, 3. risch, tapfer, vgl. Teuthonista unter dail--14, 4. wreken, rächen--16, 3. node, ungern--17. Auch sonstwo, z. B. Uhland Nr. 75. A. Str. 11--17, 3. Als Lussewine dem Degener einen Schleier über's Gesicht geworfen hatte, stürzte der jüngste Bruder auf ihn, und gab ihm einen Händedruck und Kuss--18, 4. vout (Hs. foltt) Gewölbe, Keller, ital. volto, frz. voûte.
¶ Nr. 6.
BRENNENBERG.
Op die wijs alst beghint.