Part 17
¶ 2, 5. verslaen, stillen, besänftigen--3, 6. elders, anderswo--aen elken cant, allenthalben--4, 2. ghereet, bereitwillig, dienstfertig--4, 3. versteken, verstoßen--4, 4. het valt mi wreet, es fällt mir schwer.
¶ 94.
ICH SCHEIDE, ABER NIE VON DIR.
1 Ic sal ende ic moet scheiden, bedroevet is al mijn moet. so schiede mi nie so leide, ic hope tsal worden goet. so vaer ic over die heide, al is die winter cout. bruinroot wil ic mi cleiden, mijn lief ende ic moet scheiden, daer toe dringt mi ghewout. 2 Soete liefken, en wilt niet sorghen, dat ic u sal varen laen. grote liefde draghic verborghen, ic en dor niet tot u gaen, dat ic u gherne spreke: dat breket dat herte mijn. soet liefken, weest mi ghestadich! ic wil niet van u scheiden: ghi sijt die liefste mijn.
Weimar. Hs. 1537. Nr. 19. Die 4 Strophen stehen in keinem rechten Zusammenhange (s. Weimar. Jahrb. 1, 180.), weshalb ich 2 Strophen wegließ und zwar die ganze 2., und von der 1. die zweite, von der 3. die erste Hälfte.
¶ Nr. 95.
LIEBESKLAGE.
1 Die mei is so ghenoechliken tijt! het spruten ghelu bloemkens aen der heiden. ic hebbe verloren alle mijn jolijt, mijn ghepeis is so menigherleide. Ic en was nie van goeder herten vro, vro, vro, van goeder herten also vro, mi en waer leet, misquaem u iet. 2 Sal ic langhe in druc moeten leven, schoon waerde lieveken, ic ende ghi? mi dunct dat mi alle aderen beven, ende mijn leden begheven mi. Ic en was nie van goeder herten vro, vro, vro, van goeder herten also vro, mi en waer leet, misquaem u iet. 3 Siet op mi, trousalich wijf! suldijs mi nu ter noot af gaen? herte, moet, sin ende daer toe lijf sullen tot uwer ghenaden staen. Ic en was nie van goeder herten vro, vro, vro, van goeder herten also vro, mi en waer leet, misquaem u iet. 4 Staet mi in staden, schoon lief! om uwen wil draghe ic grau ende grijs. siet op mi! en kendi mi niet? siet op mi, so moochdijs worden wijs. Ic en was nie van goeder herten vro, vro, vro, van goeder herten also vro, mi en waer leet, misquaem u iet. 5 Seven jaer heb ic gheploghen om te vercrighen een ghestadich lief. ic hebbe gheleghen in swaren doghen: en suldi mijns ontfermen niet? Ic en was nie van goeder herten vro, vro, vro, van goeder herten also vro, mi en waer leet, misquaem u iet. 6 Ic siese hier gaen voor mijn oghen: och, op mi en achtse niet. och, leider qualic can ict ghedoghen, dat een ander heeft mijn lief. Ic en was nie van goeder herten vro, vro, vro, van goeder herten also vro, mi en waer leet, misquaem u iet.
Antw. LB. 1544. Nr 32.--Dr. 5, 3. tormenten (doghen).
¶ 1, 3. jolijt, Freude--1, 4. ghepeis, ghepeins, das Denken--2, 1. druc, Traurigkeit--3, 2; ter noot, in der Noth--5, 1. pleghen, sich mühen--5, 3. doghen, Leiden--6, 3. qualijc, übel--ghedoghen, erdulden.
¶ Nr. 96.
DEIN EIGEN WILL ICH SEIN!
Mijn hert altijt heeft verlanghen naer u, die alderliefste mijn. uw liefde heeft mi omvanghen, uw eighen wil ic sijn. Voor al die werelt ghemene, so wie dat hoort oft siet, hebdi mijn herte allene: daer om, lief, en begheeft mi niet!
In der Burgundischen Bibliothek zu Brussel sind drei Liederbücher mit Musik vorhanden, welche einst Margareta von Oestreich (gest. 1530) besaß. Es sind lauter französische Lieder, darunter nur ein hochdeutsches und ein niederländisches. Weil Margarete diese Lieder sammeln und zierlich schreiben ließ, berechtigt noch nicht, sie auch für Verfasserin derselben zu halten, wie bisher geschieht, s. Belgisch Museum 1, 198. Das obige Lied ist aus einer solchen Sammlung entlehnt, findet sich aber auch in einer Hs. zu Kamerijk (Willems Nr. 161.) u. Doornik (Mone's Anzeiger 5, 352.) und gewiss auch noch anderswo. Willems hat im Belgisch Museum 1, 204. ein Facsimile davon gegeben, aber trotzdem in seinen Volksl. Nr. 15. den Text der Musik zu Liebe völlig verändert.
Hs. 3. ontvanghen (omvanghen, in den andern Texten: bevanghen).
¶ Nr. 97.
KEINE RUH BEI TAG UND NACHT.
Ghequetst ben ic van binnen, doorwont mijn hert so seer, van uwer ganscher minnen ghequetst so lanc so meer. waer ic mi wend, waer ik mi keer, ic en can gherusten dach noch nachte; waer ic mi wend, waer ic mi keer, ghi sijt alleen in mijn ghedachte.
Aus einer Sammlung vlämischer Lieder in Doornik. Warum Willems Nr. 16. das Lied ebenfalls der Margareta von Oestreich zuschreibt, weiß ich nicht. In den Souterliedekens 1540 ist die Anfangszeile als Mel. des 101 [Greek: ps] angegeben.
¶ Nr. 98.
ACH, GEDENKE MEIN!
1 Hi sprac: 'lief, wiltu mijns ghedinken, dinen orlof willic ontfaen, mijn hertebloet willic u schinken, dijn goetlicheit willic di laen. och, ghedinc mijns!' 2 Si sprac: 'hebbic dat wel verstaen? ach leider! moetwi ghescheiden sijn? dijn hertebloet willic ontfaen ende legghent nevens dat herte mijn. och, ghedinc mijns!' 3 Hi sprac: 'ken mach niet langer beien van dies ic in mijn herte doghen.' wel droefelic ghinc si doe schreien, die tranen spronghen haer uten oghen: 'och, ghedinc mijns!' 4 Doen hise so droefelic sach schreien, doen droefde hem sijn herte binnen, doen en wilde hi niet langher beien, hi sprac met enen droeven sinnen: 'och, ghedinc mijns!' 5 Hi nam een mesken in sijn hant, hi sprac: 'hout van den bloede mijn! so waer ghi comt in enech lant dat u ghedinke waer af dat si. och, ghedinc mijns!' 6 Doen si dat mes ghetoghen sach, si sprac: 'saltu di selven steken? wat sal ic doen? o wi, o wach! mi dunct mijn herte sal mi breken. och, ghedinc mijns!' 7 Die joncfrouwe bleef in groten sorghe. dat was in also corter stont, hi nam aen hare sint Janne te borghe: die tranen vielen haer in den mont. 'och, ghedinc mijns!' 8 Si stac hem een vingherlijn aen der hant, dat was al van finen goude, so waer hi quame in enech lant, dat hi haers ghedinken soude. 'och, ghedinc mijns!' 9 Die joncfrouwe was hem ghescheiden, ende si bleef in groten rouwe. si sprac: 'onse here god moet u gheleiden, ende u beschermen onse soete vrouwe! och, ghedinc mijns!' 10 Die joncfrouwe ghinc op hare camer saen, haer selven ghinc si daer ontcleiden, een suver cleet heeft si ane ghedaen, een heilech leven ghinc si doe leiden. 'och, ghedinc mijns!'
Aus einer Hulthemschen Hs. des 15. Jahrh. bei Willems Nr. 58.--Willems: 3, 1. Si sprac en mach niet langher beiden--3, 3. screiden--4, 3. beiden--10, 2. ontwinden (ontcleiden).
¶ 1, 2. orlof, mhd. urloup, die Erlaubniss wegzugehen; der Weggehende empfängt den Urlaub dessen, der ihn entlässt--1, 4. laen f. laten--3, 1. verstehe ich so: Er (nicht sie wie bei Willems) sprach: ich kann nicht länger warten mit dem was ich im Herzen leide, ich muss den Abschied sagen, vgl. 4, 3.--ken für ic en--beien für beiden, wie 4, 3.--5, 2. hout, nimm! hier hast du!--5, 3. so waer, mhd. swar, wohin irgend--7, 3. er trank Johannesminne, s. darüber Hor. belg. 10, 97.--8, 1. vingherlijn, Ring--10, 1. saen, sofort--10, 3. suver cleet, hier wol ein noch nicht getragenes Kleid--10, 4. leven leiden, Leben führen.
¶ Nr. 99.
DEIN FÜR IMMER!
1 Ic sech adieu, wi twee wi moeten scheiden, bi u laet ic dat herte mijn, al waer ghi sijt, daer salt ooc sijn. tsi vroud of pijn, :|: altoos sult ghi die liefste sijn. 2 Adieu adieu adieu! tmoet immer wesen, adieu adieu! alst wesen moet. ic ben ghewont, ic secht u bloot, mijn hert lijdt noot, ghi sijt mijn medicijn. 3 Cost ic u eer of doocht bewisen, dat sal ic doen nae mijn vermach, bi u te bliven nacht ende dach sonder verdrach, sonder besweer te sijn. 4 Och weerde boel, ic moet u altijt eren ende dienen u in al mijn tijt, so worde ic alles trurens quijt ende lief, in jolijt uw eighen dienre wil ic sijn. 5 Belieft u wat, soet lief, dat laet mi weten, ghi sult mi vinden altoos bereit, met u te liden goet ende quaet, als ghi wel weet, ghi sult die liefste bliven. Ewich uw eighen, stadich sonder scheiden.
Weimar. Hs. 1537. Nr. 15.--Hs. 3, 1. or (d. i. haer für u)-- 5, 5. vielleicht zu lesen: ghi blijft altoos die liefste mijn.
¶ 3, 1. cost ic, könnte ich--3, 2. vermach für vermoghen --3, 4. sonder verdrach, unablässig.
¶ Nr. 100.
DEIN FÜR IMMER!
Ic sech adieu, wi twee wi moeten scheiden, tot op een ander tijt, tot dan sal ic, dan sal ic troost verbeiden, ic laet bi u dat herte mijn, want waer ghi sijt daer sal ic sijn, tsi vreucht of pijn, altijt sal ic dijn eighen sijn.
Een duytsch Musijck-boeck enz. Loven by Peeter Phalesius 1572. (Willems Nr. 156.) Ähnlicher Anfang eines 6strophigen Liedes im Antw. LB. 1544. Nr. 100.
¶ Nr. 101.
ES IST ZU SPÄT.
1 Ic draghe in minen herte mijn liden is also groot van den avont tot den morghen, doorwont ben ic totter doot. 2 Ic dor des nieman claghen wes lidet dat herte mijn, alleine moet ic dat draghen: och leider, ic vinde gheen troost. 3 Och blischap sonder minnen heeft si mi vake ghedaen; als ic was uit haren oghen, so was ic al verraden. 4 Si was in minen oghen ghelijc die son int wout, mer achter minen rugghen als een verdorrent hout. 5 Haer lose netken can si spreiden so dic ende menichfout; mit allen winden can si waijen ghelijc die wederhaen doet. 6 Ic wildes niet gheloven: het wert mi vake ghesecht, hoe dat is al verloren dat men aen creaturen lecht. 7 Ic wildes niet gheloven, ic dede mijn selves raet; des ben ic nu bedroghen, och leider, het is te laet. 8 Dit liedeken is ghesonghen, och wilt dit wel verstaen, so nemt daer een exempel, hoe men dit sal omgaen.
Weimar. Hs. 1537. Nr. 17.--Hs. 1, 4, derwonntt--toe der (totter)--2, 1. nemans--4, 4. verdorentt--6, 2. wirtt--6, 3. 8, 4. woe (hoe)--6, 4. lecktt.
Zwischen Str. 2 und 3 noch zwei Strophen, die aber in völligem Widerspruche mit allen übrigen; ich habe sie mitgetheilt im Weimar. Jahrbuche 1, 115. Die prosaische Schlussstrophe hätte auch noch füglich wegbleiben können.
¶ 5, 2. dic, oft--6, 2. vake, oft.
¶ Nr. 102.
EIN WOHLGEBORNES KIND.
1 Het ghinghen twee ghespelen breken ende lesen bloemen. daer bi daer stont dat groene wout, daer songhen die voghelkens jonc ende out, daer laghen die twee verhouden. 2 Die ene ghespele ter anderen sprac: 'ghespele, nu wilt mi raden! hier is enen ouden man, die is creupel ende daer toe lam, die mi so gheerne name.' 3 'Nemet ghi enen sulken man, so is uw sorghe sware. nemet enen jonghelinc, een so wel gheboren kint, die is u best ghename.' 4 Die jonghelinc in der doren stout, die schone was daer inne: 'mach daer niet een jonghelinc, een so wel gheboren kint comen in uwen sinne?' 5 'Ja, die in mijn sinnekens comen sal, die is noch ongheboren. nu rijdt, goet ridder, waer ghi wilt! alle dat goet dat ghi aen mi spilt, dat is ooc al verloren.' 6 'Ende want dat al verloren is, dat sal u noch wel rouwen, ende sal ic al mijn grote goet, minen vrischen hoghen moet verteren met schonen vrouwen.'
Weimar. Hs. 1537. Nr. 39.--Hs. 1, 4. singenn--5, 4. leckt (spilt).
¶ 5, 4. spillen, spilden, verschwenden.
¶ Nr. 103.
LIEBESAUSFLUG.
1 In Oostlant wil ic varen, mijn bliven en is hier niet lanc, met ener schoner vrouwen, si heeft mijn hert in bedwanc.' 2 Hi nam dat maechdeken bi der hant, al bi der witter hant, hi leidese op een einde, daer hi een beddeken vant. 3 Daer laghen si twee verborghen den lieven langhen nacht van savonts tot den morghen, tot dat scheen den lichten dach. 4 'Wel op, ridder coene!' sprac si, dat meisken fijn, 'keert u herwaerts omme, mi wect een wilt voghelkijn.' 5 'Hoe soude ic mi omkeren, mijn hooft doet mi so wee! en waer dat niet gheschiet, ten schiede nemmermeer: 6 Had ic nu drie wenschen, drie wenschen also eel, so soude ic nu gaen wenschen drie rosen op enen steel. 7 Die ene soude ic plucken, die ander laten staen, die derde soude ic schenken der liefster die ic haen. 8 Aen ghene groene heide daer staen twee boomkens fijn, die ene draecht noten muschaten, die ander draecht naghelkijn. 9 Die naghelen die sijn soete, die noten die sijn ront: wanneer so sal ic cussen mijns liefs roden mont?' 10 Die ons dit liedeken sanc, so wel ghesonghen haet, dat heeft ghedaen een lantscnecht: god gheve hem een goet jaer!
Antw. LB. 1544. Nr. 97.--Dr. 1, 4. si heeft mijn herteken bevaen.--Ursprünglich wol zwei Lieder: Str. 2-5 gehören zusammen, u. dann wieder Str. 1, 6-9. Die Reime staen: haen (hebbe) u. haet (heeft): jaer, so wie das in deutschen Liedern übliche sich (4, 2. sprach sich ein mägdlein fein), weisen auf eine deutsche Quelle zurück.
¶ Nr. 104.
LIEBESAUSFLUG.
1 'Na Oostland wil ik varen, daar woont er mijn zoete lief, over berg en over dalen, schier over der heiden, daar woont er mijn zoete lief. 2 Al voor mijn zoeteliefs deurtje daar staan twee boompjes klein, den een draagt nooten van muskaten, schier over der heiden, den anderen draagt nagelen fijn. 3 De nooten zijn zoo ronde, kruidnagelen ruiken zoo zoet: ik meende dat mij vrijdde een ruiter, schier over der heiden, nou is het een arme bloed.' 4 Hij nam ze bij der handen, bij haar sneeuwwitte hand, hij leidde ze alzoo verre, schier over der heiden, daar zij een bedje vand. 5 Daar lagen zij twee verborgen die lieve lange nacht van den avond tot den morgen, schier over der heiden, tot scheender den lichten dag.
Holländisch: Thirsis Minnewit I, 101.--Dr. 2, 2. fijn.--Le Jeune Volksz. Nr. 63. "Uit een blaauwboekje." 1, 1. Oosterland-- 7, 3. nachtegalen--7, 5. vliegen--Auch in "De Oprechte Sandtvoorder Speel-Wagen" 1719, bl. 13. (Hor. belg. 2, 170.) und in den Altd. Wäldern 2, 45.
Vlämisch: Willems Nr. 19. Str. 6-9.--3, 3. 5. My vrydt er een ridder verkoren, een ridder zoo stout en zoo vroed. Sehr verdächtig!
Die beiden ersten Strophen finden sich wieder in einem schwedischen geistlichen Liede als Einleitung, s. Svenska Folkvisor 1, 235.
Till Österland vill jag fara, där bor aldrakärasten min, öfver berg och djupa dalar, allt under så grönan lind. Allt för min kärastes hydda, där står två trän så grön, som alltid äro beprydda med frukter som lukta så skön. Den ena bär muskotte blommor, den andra neglikor små. ff.
¶ Nr. 105.
DIE BESSERE STÄTTE.
1 Naer Oostland willen wy ryden, naer Oostland willen wy meê, al over die groene heiden, frisch over die heiden, daer isser een betere steê. 2 Als wy binnen Oostland komen al onder dat hooge huis, daer worden wy binnen gelaten, frisch over die heiden, zy heeten ons willekom zyn. 3 Ja, willekom moeten wy wezen, zeer willekom moeten wy zyn. daer zullen wy avond en morgen, frisch over die heiden, nog drinken den koelen wyn. 4 Wy drinken den wyn er uit schalen en 't bier ook zoo veel ons belieft; daer is het zoo vrolyk te leven, frisch over die heiden, daer woont er myn zoete lief.
Vlämisch: Willems Nr. 19. an der Spitze der geschichtlichen Lieder, mit der Überschrift: "Uitwykelingslied (XIIe of XIIIe eeuw.)" Willems bemerkt dazu: 'Aus dem Munde des Volks in Brabant stückweise gesammelt, Musik und Worte. Man singt jährlich dies Lied dort bei den Bauern um Johanni im Monat Juni bei dem sogenannten Overhalen (Einholen) der Bauerndienstmägde, und somit als ein Übersiedelungslied. Dies Einholen geschieht in Wagen, die mit Blumen und Flittergold geschmückt sind und von vier oder sechs Pferden gezogen werden, die so schnell traben als sie nur können. Die singende Gesellschaft sitzt im Wagen auf den Kleiderkisten der neugemietheten Dienstboten, und diese werden bei jedem Wirthshause am Wege und bei der Ankunft im Pachthofe vom Mannsvolke beschenkt. Wenige Bauern können mehr als drei oder vier Strophen, gewöhnlich nur die erste, weil der Wagen sehr oft stillhält zu einem Tränke u. man beim Weiterfahren immer wieder das Lied von vorn beginnt, doch alle erklären und singen, dass sie nach Ostland fahren, ohne eigentlich zu wissen wo Ostland liegt; einige halten es für das Rosenland. Gewiss ist, dass man dies Lied seit undenklichen Zeiten in den brabantischen Kämpen hört und es leidet somit keinen Zweifel, dass uns dasselbe aus den Zeiten überliefert ist, als tausende Vläminger und Brabanter nach Ostland d. i. nach dem Norden von Deutschland auswanderten und dort Niederlassungen für den Ackerbau gründeten. Bis in unsere Tage haben sie dort ihre vlämischen Rechte und vlämische Sprache (vom 12. und 13. Jahrh. her) mehr oder minder bewahrt.' Willems verweist nun auf die bekannten Schriften von Eelking, Hoche und Wersebe über die niederländischen Niederlassungen in Deutschland.
Trotzdem halte ich das Lied für weiter nichts als ein ursprüngliches, später bezüglich gemachtes Liebeslied, [11] welches bei der von Willems erwähnten Gelegenheit nebst andern Liedern gesungen wird, denn die 5. Strophe
Ik hebbe de groene straten zoo dikwyls ten einde gegaen
ist der Anfang eines anderen Liedes, so wie die 6. Strophe nebst den folgenden wieder zu einem ganz anderen Liede gehört. Schon Snellaert hat dies gefühlt und in seinen "Oude en nieuwe liedjes" Nr. 75. Willems' Str. 5-13. als besonderes Lied mitgetheilt, freilich mit dem nicht dazu gehörigen Anfange:
Ik hebbe de groene straten.
¶ 1, 1. Oostland erklärt Willems seiner Deutung des Liedes zu Liebe durch Küstenländer der Ostsee. Oostland, oosterland ist jede einem Volke östlich gelegene Gegend; so nannten die Niedersachsen das mit ihnen östlich grenzende Land Osterland, die Osterfürsten sind die sächsischen u. meißnischen Herzöge; ebenso verstanden die Baiern unter Osterland hauptsächlich nur Österreich. u. Osterfranken hieß in der alten Sprache das östliche Franken.--Das Streben, alles in ein graues Alterthum zurückzuführen, um dadurch den Glanz des Volksstammes, dem man eben angehört, zu erhöhen, scheint mir nur dann gerechtfertigt, wenn sich unbestreitbare Beweise dafür ergeben, sonst lasse man die Sache lieber dahingestellt sein, denn für das Verständniss wird dadurch oft doch nichts gewonnen und jede Forschung verwirrt und erschwert.
¶ Nr. 106.
DIE GEBUNDENE NACHTIGALL.
1 De zon is ondergegangen, de sterren blinken zoo klaar; 'k wou dat ik met mijn liefste, schier over der heiden, in een boomgaardje waar! 2 'De boomgaard is gesloten en daar mag niemand in dan de fiere nachtegaal, schier over der heiden, die vliegt er van boven in.' 3 Wij zullen den nachtegaal binden zijn hoofdje al aan zijn voên, dat hij niet meer zal klappen, schier over der heiden, wat twee zoete liefjens doen. 4 'Al hebt gij mij dan gebonden, mijn hartje is mijnder gezond, ik kan noch evenwel klappen, schier over der heiden, wat twee zoete liefjens doen.'
Holländisch: Thirsis Minnewit 1, 101. Dr. 3, 3. geen meer.--Le Jeune Volkszangen Nr. 63. "Uit een blaauwboekje." Dr. 2, 3. nachtegalen--2, 5. vliegen--3, 1. Men zal (Wij zullen)--3, 3. geen meer--4, 5. Van twee zoetliefjes doorwond.
Vlämisch: Willems Nr. 19. Str. 10-13. Dr. 3, 1. 2. Ik zal u, o nachtegael binden, uw hoofd aen uw voetekens doen--4, 5. wat gy met uw liefste bestond. Sehr verdächtig!
Schlussstrophen des Liedes: Na Oostland wil ik varen, daar woont er mijn zoete lief. Offenbar ein besonderes Lied, das jenem angehängt wurde, weil es nach derselben Melodie gesungen wird--wie es bereits Mone Übersicht S. 215 bemerkt hat.
¶ 3, 2. voên für voeten--3, 3. klappen, ausplaudern.
¶ Nr. 107.
LIEBESLUST UND LEID.
Vreucht en deucht mijn hert verheucht, nochtans so moet ic treuren. troost mi, lief, als ghi wel meucht, en laet mi troost ghebeuren! soete lief, uw claer aenschijn dat verheucht het herte mijn. liefde te draghen en is gheen pijn, als liefde met liefde gheloont mach sijn.
Een duytsch Musijck-boeck enz. Loven by Peter Phalesius 1572. (Willems Nr. 157.) Man hat sich mit dieser schönen Strophe nicht begnügt, es wurden bald andere dazu gedichtet, die aber ganz entbehrlich sind. Snellaert theilt bei Willems bl. 367 noch zwei der Art mit aus einer hdschr. Samml. vom J. 1574.
¶ Nr. 108.
LIEBE ZU ALLEN ZEITEN.
1 Den winter is een onweert gast, dat merc ic aen den daghe. ic had een boelken ende dat was waer int openbaer: si en was mi niet ghetrouwe, des lijdt mijn herteken rouwe. 2 Het gaet ten vastelavont waert, nu lenghen ons de daghen, mijn lief boot mi een cranselijn van peerlen fijn, of ict soude willen draghen totten daghen. 3 Daer nae comt ons die lieven tijt, so spruiten ons die bloemkens, si springhen uit so menigherlei, coel is den mei, ic hore den nachtegaal singhen van minnen. 4 Wat achte ic op den voghelen sanc oft op quade niders tonghen! mijn lief boot mi haer armkens blanc, ic weets haer danc; ic en salts mi niet beroemen, mach ic daer in comen.
Antw. LB. 1544. Nr. 25. (Uhland Nr. 41. B. Willems Nr. 152.)--Dr. 1, 2. dat fehlt--2, 5. ic (ict)--2, 6. dage.
Stimmt ziemlich mit dem zum Niederdeutschen neigenden Texte bei Uhland Nr. 41. A.; aus derselben Quelle wol Deutsches Museum 1780. II. S. 282. (Büsching u. v. d. Hagen Volksl. Nr. 17.) Nach letzterem "mündlich" d. h. bearbeitet im Wunderhorn 1, 39.
Der alte Druck hat noch folgende Strophen, die aber ein ungehöriger Zusatz sind u. deshalb auch bei Uhland fehlen:
Ghi sijt mijn lief, weet dat voorwaer, ic vare nae Oostenrike. schoonder wijf en sach ic nie als icse aensie, waer vint men haers gheliken, haers gheliken? Oorlof, schoon lief van Aerdenborch! wi twee wi moeten scheiden. ic eet mijn corenken groene, ic hebs van doene. Maria wil ons gheleiden als wi scheiden.
¶ Nr. 109.
LIEBE ZU ALLEN ZEITEN.
1 Die winter is een onweert gast, dat merc ic bi den douwe. ic hadde een schoon lief uitvercoorn, ende dat is waer: si was mi toch niet ghetrouwe, sal haer rouwen. 2 Te paeschen is die vasten uit, so lenghen ons die daghen. mijn lief gaf mi een cranselijn van peerlen fijn, dat wil ic so lustelic draghen al mijn daghen. 3 Daer nae comt ons die coele mei, die doet ons vrouden bringhen; hi brenghet ons bloemkens menigherlei, coel is die mei, ic hoor die nachtegael singhen ende springhen. 4 Wat achtic op der voghel sanc ende op die clapperstonghen! mijn liefken gaf mi haer armkens blanc, ic weets haer danc, daer in so mach ic rusten, want mijt luste.
Weimarer Hs. Nr. 31.--Hs. 4, 4. ich wes ors danck--5, 5. ma (Maria)--5, 6. won (want). Die Hs. hat noch folgende zwei Strophen:
Adieu, adieu, mijn schone lief! wi twee wi moeten scheiden, du heefst mijn hert in sorghen ghebracht dach ende nacht. Maria wil ons gheleiden, want wi scheiden. Die ons dit lietjen eerstwerf sanc, si heeft so wel ghesonghen; dat heeft ghedaen een joncfrou fijn bi den coelen wijn. si was haer boelken niet trouwe, sal haer rouwen.
¶ Nr. 110.
ADE, ANTWERPEN!