Part 12
Mechanisch griff er noch einmal nach dem Zeitungsblatt, das die Notiz über Cäcilie enthielt. Ihr ging es also gut, nach deutschen Begriffen vielleicht glänzend und er -- er wollte jetzt betteln.
Er sagte das Wort ganz laut vor sich hin, um sich an den Klang zu gewöhnen: -- »Betteln, betteln.« --
Ein letzter innerer Kampf tobte durch seine Seele. Der ganze Hochmuth seines Wesens, die ganzen Prinzipien seiner Erziehung empörten sich in ihm, aber die Ueberlegung siegte, es blieb ihm nichts anderes übrig -- -- doch -- eine Rettung -- fast wäre er im Gebet niedergesunken vor Dankbarkeit und Freude über diesen Gedanken.
Er brauchte nicht zu betteln, noch nicht. -- Es war ja doch möglich, daß ein College ihm auf diese Zeitungsnotiz hin eine kleine Summe leihen würde, wenn er nachwies, daß er sich um Unterstützung an die zahlungsfähige Schwester gewendet hatte.
Beinah leichten Herzens ging er aus, um diese Hilfe zu suchen.
Bald darauf stand er vor dem städtischen Kreisphysikus und trug diesem sein Anliegen vor.
Der ältere College war ein wohlwollender Mann, der in auskömmlichen Verhältnissen lebte. Er hatte aber zahlreiche Kinder, so daß er von seinen Einnahmen nichts übrig hatte. Grade in der letzten Zeit hatte er allerlei unvorhergesehene Ausgaben gehabt und so gern wie er der Noth des jungen Mannes abgeholfen hätte, sah er sich doch dazu nicht im Stande.
Es war ein entsetzlich peinlicher Augenblick für den Bittenden, das kühle ablehnende Achselzucken hinnehmen zu müssen, mit dem der vorsichtige Familienvater es ablehnte, sein Geld auf eine so unsichere Chance wie diese amerikanische Unterstützung hin, auszuleihen.
Als Otto Ehrhardt wieder auf der Straße stand, ohne einen Pfennig erhalten zu haben, sagte er, fast ohne es zu wissen, wieder das furchtbare Wort vor sich hin: »Betteln -- betteln« --
Dann ging er weiter. Er suchte jetzt einen unverheiratheten Arzt auf, der gleichfalls für bequem situirt galt. Als er sein Anliegen vorgetragen hatte, lachte der etwas cynisch angelegte Junggeselle laut auf.
»Was -- auf einen weiblichen Concurrenten hin soll ich Ihnen Kredit geben?«
»Wie denn nun, wenn Fräulein Doctor Cäcilie als echtes Weib es vorzieht, ihre Honorare in Toiletten und Brillanten anzulegen? Glauben Sie denn wirklich, bester Ehrhardt, daß diese europamüde junge Dame sich für Geld und gute Worte einen Bruder zu ihrem Schutze verschreiben wird, der« -- --
»Sie kann doch ihren Bruder nicht verhungern lassen« --
Fast schluchzend unterbrach der Unglückliche die lebhafte Rede des als Weiberfeind bekannten Collegen. Er wußte ja ganz genau, daß Dr. Brauer die weiblichen Aerzte als Halbverrückte verachtete -- aber darauf kam es doch in diesem Augenblicke nicht an, wenn er nur gab -- gab -- --
Ganz verblüfft starrte Brauer seinen Besuch an. »Aber, Herr College -- verhungern, was für ein Ausdruck, wahrhaftig« --
Er lachte gezwungen, aber es wurde ihm äußerst unbehaglich, als er den verzweifelten Ausdruck in dem bleichen Gesichte des Anderen sah.
»Wenn ich noch einen Groschen hätte, so würde ich nicht« -- er stockte, und dann mit grellem Lachen, auf einmal stieß er das Wort aus. »Betteln,« er schrie es förmlich dem Arzte in die Ohren: »betteln, betteln«; es war ihm wie eine Erleichterung in seiner Folterqual, als er es selbst hörte, dieses harte, entsetzliche Wort. --
Er -- bettelte.
Dr. Brauer war außerordentlich unangenehm berührt. Eigentlich hatte er dem Collegen sagen wollen, was schon der Kreisphysikus gesagt hatte, daß man etwas für ihn thun werde, ihm Beschäftigung verschaffen, sich erkundigen, über die Sache sprechen, aber jetzt -- der Mensch machte ihm ja eine Scene, er bettelte ihn an, da war alles collegiale Entgegenkommen unmöglich -- und wie er aussah, wie ein Irrsinniger, man konnte ihn vielleicht gar nicht beschäftigen. -- Dr. Brauer empfand nur noch den lebhaften Wunsch, den lästigen Besucher los zu werden.
»Nun, ich will Ihnen wünschen, daß Ihr Fräulein Schwester Sie aus der Verlegenheit rettet, in der Sie sich befinden,« sagte er. Dann schloß er sein Pult auf, nahm Geld heraus und drückte Ehrhardt zwei Goldstücke in die Hand.
Ohne danken zu können, wie ein Betrunkener taumelte der Beschenkte aus dem Zimmer. Er fühlte, daß Thränen ihm heiß in die Augen traten, Brust und Hals waren ihm wie zugeschnürt. Erst auf der Straße fand er seine Besinnung wieder. In seiner krampfhaft geschlossenen Hand befand sich ja Geld, nun konnte er warten -- auf Rettung, auf Erlösung warten.
Er war in der nächsten Zeit nicht im Stande, sich mit irgend etwas zu beschäftigen. Er wartete nur, zählte täglich, stündlich, wie viel Geld er noch hatte, berechnete, wie weit es noch reichen würde und wartete im Uebrigen mit unermüdlicher Geduld.
Es war doch ganz unmöglich, daß die auf Cäcilie gesetzte Hoffnung ihn täuschen sollte. Er erinnerte sich an die gemeinsam mit der Schwester verlebte Kindheit im Elternhause. Gutmüthig war Cäcilie nie gewesen, aber sie hatte ein ausgesprochenes Gerechtigkeitsgefühl. Wer ganz elend und hülflos war, dem strebte sie zu helfen, ohne auf die Schuldfrage des Unglücklichen einzugehn.
Nun erfuhr sie, daß er ganz arm, ganz elend war. Nach seinem Verschulden würde sie sich vielleicht später erkundigen, aber zunächst würde sie helfen. Immer fester redete er sich das ein, immer gewisser rechnete er darauf.
So verging die Zeit, und das Darlehn des Dr. Brauer schmolz zusammen.
Schließlich erkannte der Wartende, daß er, selbst wenn er nur noch von Brod lebte, doch höchstens noch fünf Tage warten könne.
Auf der Post kannten ihn schon alle Beamten. In Zwischenräumen von wenigen Stunden kam er täglich mehrmals, um zu fragen, ob kein Brief für ihn da sei.
Er klammerte sich an die letzte Hoffnung des Lebens, er wollte nicht untergehn.
Und dann kam der Tag, an dem die letzte Brodrinde verzehrt, der letzte Pfennig verausgabt war. Er hatte mehrmals an Cäcilie geschrieben, sie hätte längst antworten können, wenn sie seine Briefe erhalten hätte.
Aus der Zeitungsnotiz, die ihm Kunde von der Schwester gebracht hatte, ging nur sehr ungenau deren Adresse hervor. Er hatte bei der Redaction angefragt, man hatte ihm Auskunft versprochen, aber diese Auskunft war noch nicht eingetroffen. Und jetzt war das Ende da, er stand vor dem Nichts. --
In dumpfer Verzweiflung saß er in seinem Sprechzimmer und wartete auf den Postboten. Auf Patienten zu warten, hatte er längst aufgegeben.
Es war aus mit ihm, er mußte es fassen, wenn er auch das Leben liebte, sich mit der ganzen Kraft seiner Jugend an das Leben zu klammern suchte, es war doch aus, da war nichts mehr zu machen.
Aber hier, in der unbehaglichen kalten Stube konnte er nicht bleiben. Er wollte sein Ende suchen, aber doch nicht hier.
Ein Verlangen nach frischer Luft, nach der weiten freien Natur erfüllte ihn plötzlich. So erhob er sich, setzte seinen Hut auf und ging hinaus. Er besaß schon lange keinen Ueberzieher mehr, und dabei war es empfindlich kalt. So schritt er rasch vorwärts aus der Stadt hinaus, immer weiter ins Freie. Die starke Bewegung machte ihn warm. Er ging durch einen vom Rauhfrost glitzernden Forst. Es war eine Stille unter den weißen Bäumen, wie tief in der Nacht. Die Sonne schimmerte und sprühte in all den feenhaften Gebilden, die den Wald erfüllten. Da hing ein Spinnennetz zwischen den Zweigen; wie aus leuchtenden Seidenfäden schien es gestickt, mit Brillantstaub bestreut. Alle Contouren waren gröber als sonst und dadurch erst voll erkennbar in der wunderbaren Schönheit ihrer Linien. Und keiner Linie konnte man folgen; das Funkeln und Leuchten der weißen glitzernden Crystalle that den Augen weh, verwirrte und blendete wie die nackte Schönheit eines menschlichen Leibes.
Als es dunkel wurde, kehrte er langsam zurück in die Stadt. Der lange Spaziergang in der frischen Winterluft hatte ihn hungrig gemacht, der kurze Tag ging zu Ende, man zündete in den Straßen die Laternen an. Ehrhardt erinnerte sich, daß er heute überhaupt noch nichts gegessen hatte. Er besaß kein Geld mehr, zum ersten Male stand er vor dem Hunger.
Er hatte nichts mehr, was er versetzen, was er entbehren konnte. Nichts -- -- er besann sich, doch, ein weiches seidenes Halstuch. Er hielt darauf, weil er sehr empfindlich gegen Wind war, aber der Hunger fiel ihn an wie ein Fieber. Er war ja doch ein Bettler, wozu brauchte er da noch einen Luxusgegenstand, ein Stück, das geradezu elegant war!
Rasch entschlossen trat er in einen kleinen Laden und verkaufte für zwei Mark das Tuch, welches das Sechsfache gekostet hatte.
Nun hätte er essen können; aber wie er aus dem engen heißen Laden des Althändlers herauskam, traf ein scharfer Windstoß seinen Nacken, dem das warme Tuch fehlte, so daß die Kälte ihn durchschauerte bis ins Mark.
Einige Arbeiter kamen sichtlich heiter mit tief gerötheten Gesichtern aus einem Keller, an dem er vorbeiging. Heiße mit Spiritusgeruch erfüllte Luft strömte aus der Thür, die sie hinter sich schlossen.
Ein Schüttelfrost, der die Glieder des Arztes erfaßte, zwang ihn, in die Destillation einzutreten. Man gab ihm ein Glas Schnaps, so groß wie er es noch nie getrunken hatte; es war dabei so lächerlich billig, daß er sich versucht fühlte, ein Trinkgeld zu geben; aber er sah noch rechtzeitig, daß niemand das that und unterließ es.
Der Schnaps erwärmte ihn und beseitigte das Gefühl des Hungers. Er überlegte, daß er ja nun das Geld, mit dem er seinen Hunger hatte stillen wollen, anderweitig verwenden könnte. Rasch entschlossen trat er in eine Apotheke und kaufte ein Medicament.
Es blieben ihm noch einige kleine Münzen, die er krampfhaft in der Hand hielt.
Halb bewußtlos kehrte er in die Destille zurück und forderte noch einmal Schnaps. Er trank, bis der letzte Groschen, den er in der Hand hielt, vertrunken war.
Dann besaß er noch Klarheit genug, um sich zu sagen, daß er, ohne die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zu lenken, nach seiner Wohnung gelangen müßte.
Er ging scheinbar energisch und sicher geradeaus.
Zuweilen hatte er aber das Gefühl, als weiche der Boden unter seinen Füßen zurück, so daß er in tiefe Löcher treten müßte. Dann hielt er sich ängstlich an der Mauer fest, wartete einen Augenblick und hastete weiter.
Die Vorübergehenden sahen sich zuweilen nach ihm um, dann empfand er etwas wie Furcht und strebte weiter.
So gelangte er schließlich in seine Wohnung. An der Schwelle seines dürftigen Zimmers empfing ihn seine Wirthin, die Wittwe Lorbeer.
»Morgen ist der Erste, Herr Doctor. Da man von Ihnen doch wohl keine Miethe mehr bekommen wird, so habe ich die Wohnung an einen anderen Herrn vermiethet, das wollte ich Ihnen nur sagen, Herr Doctor.«
Otto Ehrhardt lachte. »So, so! Sie haben schon wieder vermiethet? Nun, das freut mich,« sagte er.
Die Frau starrte ihn ganz entsetzt an. »Herr Du meines Lebens, nun betrinkt sich der Mensch wohl noch gar,« zeterte sie. »Morgen Mittag um zwölf muß die Stube geräumt sein, ich will anständige Miether haben. Mit Leuten, die sich betrinken, habe ich nichts zu thun, das merken Sie sich.«
Er steckte die Hände in die Taschen und stellte sich behaglich lachend vor das erboste Weib. »Ja, sehn Sie mal Lorbeerchen, das ist nun so ne Sache,« begann er -- »so gewissermaßen ein Wettlauf« -- »Schlafen Sie Ihren Rausch aus und dann packen Sie sich,« schrie die Wittwe.
Der grelle Ton, der Anblick des Zimmers, in dem er alle Qualen des hoffnungslosen Wartens durchlebt hatte, ernüchterten ihn plötzlich.
»Ich bin nicht betrunken,« sagte er leise.
Die Frau sah ihn mißtrauisch an und schwieg.
»Also, wie Sie wollen, ich zieh' morgen aus, wenn Sie Unkosten davon haben sollten, so wenden Sie sich an meine Schwester, das wollte ich Ihnen noch sagen.«
Die Wirthsfrau wurde aufmerksam.
»Ach, die Frau Schwester will wohl etwas für Sie thun, Herr Doctor? Warum haben Sie mir denn nicht gesagt, daß Sie noch Verwandte haben?«
»Hier ist die Adresse meiner Schwester.«
Er reichte der Frau ein Blatt Papier und sank müde auf einen Stuhl.
»Ich kann's nicht lesen ohne Brille, aber sagen Sie mir doch, wo Ihre Schwester lebt -- und was ist denn der Herr Schwager, wenn man fragen darf?«
Er achtete nicht auf die Fragen der Frau. Mit halbgeschlossenen Augen lehnte er sich hintenüber und sprach leise und eintönig vor sich hin.
»Der Vater stirbt, und die Kinder müssen den Kampf mit dem Leben aufnehmen. Beide haben die gleichen, dürftigen Mittel, womit sie durchkommen sollen. Der Mann hat einen Vorsprung, einen bedeutenden Vorsprung.
Der Kampf beginnt -- aber die Kraft und den Muth und die Ausdauer hat das Weib. Der Vorsprung nützt dem Manne nichts -- sie überholt ihn doch.
Sie siegt -- sie siegt, sie erreicht das Ziel. Als ein Bettler sinkt ihr der Bruder zu Füßen und fleht um Erbarmen. Sie aber, die Schwester, das siegreiche, emancipirte Mannweib, stößt den Flehenden von sich. Er stürzt, und über seine Leiche schreitet die -- -- die Concurrentin, Fräulein Doctor Cäcilie Erhardt.«
Er schwieg. Frau Lorbeer aber war felsenfest überzeugt, daß ihr Zimmerherr trotz seiner gegentheiligen Behauptung betrunken sei.
Das, was er da erzählt hatte, war doch keine vernünftige Auskunft über eine, möglicherweise zahlungsfähige Verwandtschaft.
Kopfschüttelnd verließ die Vermietherin das Zimmer. Es gereichte ihr aber zur großen Beruhigung, daß sie bald darauf hörte, wie Otto Ehrhardt zu Bett ging. Ein Blick auf die Thürritze überzeugte sie auch, daß er das Licht ausgelöscht hatte.
Am anderen Morgen wunderte sie sich durchaus nicht, daß er bis in den hellen Tag hinein schlief. Sie wußte ja, daß er am Abend vorher ein Glas über den Durst getrunken hatte.
Gegen Mittag erschien der Geldbriefträger und verlangte Herrn Dr. Erhardt zu sprechen.
Die Lorbeer entschloß sich nun, ihren Miether zu wecken. Alles Klopfen und Pochen an der Thür war jedoch vergeblich. Zweifelnd sahen die Frau und der Beamte sich an.
»Was meinen Sie, Lorbeern, das Zimmerschloß ist nicht viel werth?«
»In Gottes Namen, drücken Sie's ein, er hat mir ja gesagt, daß seine Schwester die Kosten bezahlt, wenn was nöthig sein sollte,« sagte die Frau.
»Na, dann wird das wohl die Schwester sein, die das Geld schickt,« meinte der Briefbote, »seh'n Sie mal, das kommt hier nämlich aus Amerika, vierhundert Mark -- was sagen Sie dazu, Lorbeern?«
»Schnell, brechen Sie die Thür auf, ich weiß, wie nöthig er es braucht, wird das eine Freude sein!«
Mit einem einzigen Druck sprengte der Briefträger den schwachen Thürriegel.
Frau Lorbeer stürzte auf das Bett ihres Zimmerherrn los, fuhr aber mit einem gellenden Aufschrei zurück.
Bläulich geschwollen und entstellt lag da eine Leiche, die alle Spuren einer Vergiftung aufwies. --
Die an den Todten adressirte Geldsumme wurde von den Collegen desselben zur Beerdigung verwendet. Als Absenderin auf dem Postabschnitt aber lasen die Herren einen Namen, der ihnen bis dahin unbekannt geblieben war. Nur Doctor Brauer wußte eine Erklärung darüber zu geben. Der Name lautete: »Doctor Cäcilie Erhardt. Boston -- Amerika.«
_Ende!_
Druck von A. Klarbaum, Berlin SO. 26.
[ Hinweise zur Transkription
Der Schmutztitel "Morphium" wurde an den Beginn des ersten Kapitels verschoben. Das Inhaltsverzeichnis und das Portrait der Autorin, die im Original hinter dem Schmutztitel stehen, wurden hinter die Titelseite verschoben.
Das Originalbuch ist in Fraktur gesetzt. Darstellung abweichender Schriftarten: _gesperrt_. Römische Zahlen sowie der Titel "Dr.", die abweichend in Antiqua gesetzt sind, wurden in der Transkription nicht gesondert gekennzeichnet.
Das schließende Komma in wörtlicher Rede wurde einheitlich an die Position vor dem Abführungszeichen gebracht.
Der Text des Originalbuches wurde grundsätzlich beibehalten, einschließlich uneinheitlicher Schreibweisen wie beispielsweise "Brod" -- "Brot", "danach" -- "darnach, "Doctor" -- "Doktor", "erwiderte" -- "erwiederte", "gerade" -- "grade", "tödlich" -- "tödtlich" -- "tötlich",
mit folgenden Ausnahmen,
im Inhaltsverzeichnis: "150" geändert in "159" (Doctor Cäcilie......159)
Seite 3: "Freidhofes" geändert in "Friedhofes" (um die Abfälle des Friedhofes dahin zu bringen)
Seite 5: "»" eingefügt (»Ja, die reichen Leute haben so ihre besonderen Moden,«)
Seite 5: "nneigennütziger" geändert in "uneigennütziger" (In uneigennütziger Weise hatte der umsichtige Leiter)
Seite 12: "sie" geändert in "Sie" (so wissen Sie auch, daß die Koketterie)
Seite 12: "Ihrer" geändert in "ihrer" (Nur Verurtheilung ihrer Leidenschaft)
Seite 13: "«" eingefügt (der jedes Laster fremd wäre.«)
Seite 13: "," eingefügt (unter der Haut wie Sand, ein angstvolles Unbehagen)
Seite 14: "«" eingefügt ( es wird mir schon wieder wohl -- sehr wohl. --«)
Seite 14: "Genußes" geändert in "Genusses" (die Steigerung des Genusses! --)
Seite 14: "»" eingefügt (»Ein Buch?« -- Sie nahm alle Willenskraft zusammen)
Seite 14: "Leidens genossen" geändert in "Leidensgenossen" (mit all ihren Leidensgenossen theilte)
Seite 15: "«" eingefügt (allerdings meine jetzige Stellung verlassen.«)
Seite 15: "ihrem" geändert in "Ihrem" (»Nun was ist denn mit Ihrem Buche, weshalb lachen Sie?«)
Seite 15: "»" und "«" eingefügt (»Der Professor sagte neulich, Sie wollten Universitätslehrer werden?«)
Seite 15: "«" eingefügt (das Werk seines ehemaligen Assistenten lesen wird.«)
Seite 15: "»" eingefügt (»Mein Buch wird ein wissenschaftlicher Protest)
Seite 15: "«" entfernt hinter "feierlich." (sagte er nun beinahe feierlich.)
Seite 20: "sympatisch" geändert in "sympathisch" (Ihre Anmuth und Grazie berührten ihn sympathisch)
Seite 21: "nud" geändert in "und" (an Turnaus Arm den Kirchhof und fuhr mit ihm)
Seite 23: "sie" geändert in "Sie" (»Wollen Sie meinen Mann nicht noch begrüßen?«)
Seite 25: "eintreten" geändert in "eingetreten" (behaglichen Ruhestand der Privatpraxis eingetreten)
Seite 27: "Sohue" geändert in "Sohne" (ihrem Sohne ein Vermögen hinterlassen)
Seite 27: "," eingefügt (an ihre weiche volle Wange, dann entfernten sich)
Seite 28: "habeu" geändert in "haben" (ich glaube, wir haben da einen glücklichen)
Seite 30: "ewas" geändert in "etwas" (wurden ihre Bewegungen etwas fester)
Seite 31: "«" eingefügt (werden für den Augenblick genügen.«)
Seite 35: "«" entfernt hinter "Geheimräthin," (Frau Geheimräthin, aber heute war es nicht möglich)
Seite 38: "sie" geändert in "Sie" (gehen Sie an die Fensterscheibe)
Seite 39: "einen" geändert in "einem" (was irgend einem Menschen in der Welt)
Seite 39: "»" eingefügt (»Außer in Apotheken wird das Morphium)
Seite 40: "«" eingefügt (»Sie müssen versuchen, ihn zu überreden.«)
Seite 44: "du" geändert in "Du" (einen so zierlichen Fuß, wie Du ihn besitzt)
Seite 45: "ein" geändert in "eine" (eine krankhafte Leidenschaft concentrirte)
Seite 45: "Gebennedeiete«," geändert in "Gebenedeiete,«" (»Gieb es mir, Gebenedeiete,« flehte sie)
Seite 48/49: "außer dem" geändert in "außerdem" (und bin außerdem dem Morphinismus ergeben)
Seite 51: ":" eingefügt (wenn ich Sie frage: würden Sie sich nicht)
Seite 60: "»" entfernt vor "Turnau" (Turnau trat an den Tisch heran.)
Seite 66: "Gefährten" geändert in "Gefährtin" (unter der fröhlichen treuen Gefährtin)
Seite 70: "auf" geändert in "aufs" (höhnte der aufs äußerste gereizte Mann)
Seite 74: "," eingefügt (Mein Morphium, mein ganzer Vorrath)
Seite 75: "den" geändert in "dem" (nach dem er durchaus nicht verlangte)
Seite 79: "," eingefügt (so scharf, so spitz)
Seite 80: "zuerlangen" geändert in "zu erlangen" (um sie wieder zu erlangen, muß man)
Seite 86: "«" eingefügt (Herr Professor erklären Sie doch -- -- --«)
Seite 87: "Fäulein" geändert in "Fräulein" (rief das Fräulein ihr nach)
Seite 87: "uud" geändert in "und" (erreichte die Thür und stürzte)
Seite 91: "," eingefügt (sagte er ruhig, »ein unbescholtenes jungfräuliches)
Seite 93: "du" geändert in "Du" (wenn Du es auch innerlich bist)
Seite 94: "«" eingefügt (»Und schadet niemand?«)
Seite 98: "," eingefügt (nachdem ihr Mann sie verlassen hatte, träumend)
Seite 110: "," eingefügt (Durch Tod, Grab und Auferstehung hindurch)
Seite 113: "«" eingefügt (habe hier nebenan zu thun.«)
Seite 114: "«" und "»" eingefügt (wer für sie bezahlt,« entgegnete der Arzt. »Alle Freistellen)
Seite 120: "»" eingefügt (»eine seitliche und hochtretende Verkrümmung des Rückgrates)
Seite 120: "»" entfernt vor "Wissen" (Wissen Sie, Schwester, diese Verwachsung ist schuld)
Seite 124: "zulassen" geändert in "zu lassen" (zu Theil werden zu lassen, damit sie)
Seite 124: "in der Jetzt" geändert in "jetzt" (bleibe bei uns jetzt und in der Stunde unseres Todes)
Seite 127: ";" geändert in ",", "«" entfernt hinter "ärgerlich." (diese Sorte,« entgegnete der Andere ärgerlich.
Seite 129: "," eingefügt (die inneren Organe, die alle mißgestaltet)
Seite 133: "«" und "»" eingefügt (Schwester,« fragte er freundlich. »Sie sind doch)
Seite 139: "«" eingefügt (schon Stunden meiner Zeit gekostet haben?«)
Seite 140: "," geändert in "?" (»Lebte das Kind?« hauchte sie)
Seite 144: "," eingefügt (er wich allen Vergnügungen, besonders solchen)
Seite 148: "»" eingefügt (wiederholte er, »ich erinnere mich gar nicht)
Seite 149: "," eingefügt (sagte er, »oft erinnert man sich besser)
Seite 152: "«" entfernt hinter "ein." (warf das junge Mädchen ein.)
Seite 157: "," eingefügt (sagte er laut, »gehen Sie mit diesem Zettel)
Seite 165: "lebend" geändert in "leben" (sie muß sehr zurückgezogen leben.«)
Seite 165: "«" eingefügt (Sie mir, demselben eine neue Kraft zuzuführen.«)
Seite 167: "," geändert in "." (etwas Anderes -- etwas Höheres. Das konnte sie jetzt)
Seite 171: "«" entfernt hinter "Seite." (arbeite als Schwester an meiner Seite. Gieb mir)
Seite 172: Absatz entfernt vor "»Also" (spottete sie. »Also ich soll jetzt fromme Schwester werden)
Seite 173: "," eingefügt (begann er langsam, »hat)
Seite 175: "," geändert in "." (»Und ich?« fragte er. »Ich)
Seite 176: "hönisch" geändert in "höhnisch" (Sie lachte höhnisch auf.)
Seite 186: "begründete" geändert in "begründeten" (die darauf begründeten Zukunftshoffnungen sind)
Seite 198: "," eingefügt (Dr. Cäcilie Ehrhardt aus Berlin, eine sehr bedeutende junge Aerztin)
Seite 202: "." eingefügt, "," eingefügt (stieß er das Wort aus. »Betteln«, er schrie es)
Seite 207: "«" eingefügt Lorbeerchen, das ist nun so ne Sache,« ]