DE Prosa

Mitteilungen aus den Memoiren des Satan — Band 1

Wer, wie der Herausgeber und Übersetzer vorliegender merkwürdiger Aktenstücke, in den letzten Tagen des Septembers 1822 in Mainz war und in dem schönen Gasthof zu den drei Reichskronen logierte, wird gewiß diese Tage nicht unter die verlorenen seines Lebens rechnen.

Chapters

1. Chapter 1

Wer, wie der Herausgeber und Übersetzer vorliegender merkwürdiger Aktenstücke, in den letzten Tagen des Septembers 1822 in Mainz war und in dem schönen Gasthof zu den drei Reich...

2. Chapter 2

„Der im Schlafrock schaute noch immer ganz ruhig zum Fenster heraus, während unser gutes altes Närrchen in steifen Schritten über die Straße stieg. An der Haustüre zog er einen...

3. Chapter 3

„Es schien nicht; denn er schlief schon, ehe noch Lieschen mit dem Hirschhorngeist aus der Apotheke zurückkam. Aber es läutet im zweiten Stock, und das gilt mir." Er sprach's un...

4. Chapter 4

Ein Chorus von wenigstens dreißig Bässen scholl von den Fenstern herab; sie sangen ein berühmtes Lied, das anfängt: „Was kommt dort von der Höh'?" Während des Gesanges entstieg...

5. Chapter 5

Wir standen endlich einander gegenüber. Der Theologe machte ein grimmiges Gesicht und blickte mit einem Hohn auf mich, der mich nur noch mehr in dem Vorsatz bestärkte, ihn tücht...

6. Chapter 6

Ich ging wieder in den Saal zurück und sagte den noch versammelten Herren, daß sie gar nichts zu befürchten haben, weil ich die Herren Studiosen vermocht habe, nach Hause zu geh...

7. Chapter 7

„Du darfst," sagte ich ihm, „in einem ästhetischen Tee eher zerstreut und tiefdenkend als vorlaut erscheinen. Du darfst nichts ganz unbedingt loben, sondern sieh' immer so aus,...

8. Chapter 8

„Der Mann der Polizei sah in diesem ängstlichen Fragen nur den Ausbruch eines schuldbeladenen Gewissens. Er schien es für das beste zu halten, durch eine verfängliche Frage ihr...

9. Chapter 9

Nach langem Umherirren, wobei wir tausend Lügen ersinnen mußten, um die erwachende Neugierde unserer Freunde zu täuschen, fanden wir endlich in dem entlegensten Winkel der Stadt...

10. Chapter 10

Ob dies des ewigen Juden eigene Poesie war, kann ich nicht bestimmt sagen, doch ließ er mich zuzeiten merken, daß er auch etwas Poet sei; die zwei alten Weingeister waren ganz e...

11. Chapter 11

Der Amerikaner dachte auch so, ehe er neben Goethe saß. Sein Ich fuhr, wie das des guten Walt, ehe er zum Flitte kam [Fußnote: Jean Pauls Flegeljahre], ängstlich oben in allen v...

12. Chapter 12

„Ich genoß eine gute Erziehung; denn meine Mutter wollte mich durchaus zum Theologen machen, und weil dieser Stand in meinem Vaterlande der eigentlich privilegierte Gelehrtensta...

13. Chapter 13

In meinem Herzen war es öde und leer, als ich so meine Straße zog. Meine Ideale waren zerronnen. Sie hatten also nicht gelebt, diese tapfern, frommen, liebevollen, biederen Männ...