Körperpflege durch Gymnastik, Licht und Luft

Part 10

Chapter 103,001 wordsPublic domain

Das bestimmende Grundmaß (= ^modulus^) ist die Länge der Wirbelsäule, gemessen vom unteren Rand des Nasenstachels bis zum unteren Rande der Schamfuge beim Mann, bis zum oberen Rande derselben beim Weibe. Dieses Grundmaß ^WW^₁ wird in vier gleiche Teile ^WB^, ^BM^, ^MN^, ^NW^₁ geteilt; setzen wir eine ¼ Maßeinheit (Untermodulus) ^KW^ nach oben hin an, so erhalten wir die Oberhöhe des Körpers ^KW^₁ vom Scheitel bis zur Schambeinfuge, haben also nun 5 gleiche Maßeinheiten. Errichten wir auf der Grenze der 2. und 3. Maßeinheit, in ^B^ auf der Oberhöhe ^KW^₁ nach beiden Seiten eine Senkrechte von der Länge einer Teil-Maßeinheit, so erhalten wir links den Drehpunkt des linken Schultergelenks ^Sch.l^, rechts den entsprechenden Drehpunkt ^Sch.r^. Konstruieren wir in gleicher Weise in ^W^₁ nach links und rechts Senkrechte von der Länge einer halben Teilmaßeinheit, so bekommen wir links den Drehpunkt des linken und rechts den Drehpunkt des rechten Hüftgelenks. Verbinden wir nun die Hüftgelenk- und Schultergelenkpunkte der entgegengesetzten Seiten, so schneiden sich diese im Nabelpunkte ^N^. Ziehen wir weiter von den Schulterdrehpunkten Linien durch den Nasenstachelpunkt ^W^ und von ^K^ aus Parallelen zu diesen, so erhalten wir das Kopfquadrat ^K^, ^Gl^, ^W^, ^Gr^, dessen quere Diagonale der Gesichts- resp. Kopfbreite entspricht. Konstruieren wir schließlich in der Höhe des oberen Brustbeinrandes, im Grenzpunkt der 2. und 3. Teilmaßeinheit, in ^B^, Parallele zu ^Sch.l W^ und ^Sch.r W^, so schneiden diese die Schulterhüftlinien und wir erhalten den linken und rechten Brustwarzenpunkt, ^Br Wl^ und ^Br Wr^.

Für die Länge der Gliedmassen bekommen wir folgende Proportionen:

~Obere Extremität~:

^Sch.l-BrWr^, linkes Schultergelenk bis rechte Brustwarze = ^Sch E^ = Oberarmlänge,

^Sch.r-N^, rechtes Schultergelenk bis Nabel = ^UE^ = Unterarm,

^N-H^, Nabel bis Hüftgelenk = ^UP^ = Hand.

~Untere Extremität~:

^Br Wl-Hr^, linke Brustwarze bis rechte Hüfte = ^HKn^ = Oberschenkel,

^Br Wl-Hl^, Brustwarze bis Hüfte derselben Seite = ^KnF^ = Unterschenkel.

Die Fußhöhe ist annähernd gleich einem halben Untermodulus, die Fußlänge gleich einer reichlichen Unterarmlänge. Die gesamte Körperlänge ^KL^ = 10⅓ Untermoduli. Der Brustwarzenabstand ist gleich einer Kopflänge. Das Verhältnis von Kopflänge zu Untermodulus ist wie 3 : 4.

Hiernach ist es leicht, durch Vergleich mit der „normal-idealen” Gestalt die Abweichungen des eigenen Körpers festzustellen.

[Abbildung: Fig. 40. Proportionsschlüssel.]

Die ~dritte Methode~, die schwachen Punkte des Körpers aufzufinden, ist die ~Durchmusterung des Körpers während der praktischen Uebungen~. Man muß dieselben nur recht vielseitig gestalten, um zu einem richtigen Resultat zu kommen. Der Ermüdungsschmerz, die mangelnde Geschicklichkeit und Ausdauer werden bei einiger Selbstbeobachtung von selbst deutlich.

In der heutigen Kultur wird durch das Geistestraining während der Schulzeit und durch die hochgesteigerten Anforderungen des Beruflebens abnorm viel Zeit verbraucht. Es bleibt uns zur Uebung unserer Sinnesorgane und unseres Körper keine Zeit übrig. Anregungen zur körperlichen Betätigung und Oertlichkeiten, die bequem und leicht zu erreichen und kostenlos zu benutzen sind, mangeln. Ein ein- oder zweimaliges Ueben in der Woche ist zur Erlangung starker, schöner und gesunder Körper, zu wenig. Die systematische körperliche Verkrüppelung durch die Schule wird solange bestehen, als nicht mindestens 1-2 Stunden ~täglicher~ systematischer und individueller Körperpflege getrieben wird, die genau so streng wie jede geistige Leistung zensiert wird. Das gesamte Lernpensum der Körperübungen müßte in einzelne Klassenpensen entsprechend Anlagen und Altersstufen eingeteilt werden, eine Versetzung in die nächst höhere Turnklasse dürfte nicht früher stattfinden, als das Pensum der früheren Klasse spielend beherrscht wird, und nicht eher dürfte der Gymnasiast oder Realschüler das Reifezeugnis erhalten, ehe er nicht das Pensum der Turn-Prima absolviert und darüber sein Staatsexamen abgelegt hat.

Solange nun aber die Einseitigkeit unserer Ausbildung und die angeführten Kulturmängel weiterbestehen, müssen wir uns mit ~privaten häuslichen Uebungen~ behelfen. Große Turnapparate im Hause aufzustellen, verbieten Platz- und Geldmangel. Der Nacktturner wird deshalb für seine körperliche Ausbildung ein System wählen müssen, das er ohne Apparate mit Leichtigkeit im eignen Heim gebrauchen kann.

Vielerlei Systeme und Anweisungen sind für die Zimmergymnastik empfohlen worden, sie entbehren jedoch in der Mehrzahl trotz vieler Vorzüge nicht der Nachteile. Am besten erscheint mir noch das sogenannte Sandow-Hantelsystem. Aber auch dieses ist nicht fehlerfrei, hauptsächlich aus dem Grunde, weil es nicht genügend die ~Atemschulung~, das ~Geschmeidigmachen~ des Körpers und seine ~Kraftproportionen~ berücksichtigt. Das Leben fordert aber gerade von uns ~Geschicklichkeit~ und ~Ausdauer~ und erst in zweiter Linie Kraft.

Was die Kraftproportionen des Körpers betrifft, so verweise ich auf die hervorragenden, wissenschaftlichen Aufschlüsse, die uns Dr. ~Herz~ in Wien durch seine Untersuchungen brachte. Er bestimmte experimentell die mittleren Zugkräfte der einzelnen Muskelgruppen und das ~Verhältnis der Kräfte der verschiedenen Muskelgruppen untereinander~. Dieses wissenschaftliche Ergebnis habe ich für die Aufstellung des von mir empfohlenen Systems benutzt. ~Sämtliche Muskeln beider Körperhälften werden nacheinander in bestimmtem systematischen Aufstieg und bestimmtem Wechsel geübt. Geschicklichkeits- und Atemübungen wechseln mit Kraftübungen~. Die Uebungen sind ~regelmäßig~ und ~täglich~ vorzunehmen und mit Energie, d. h. mit sog. doppelter Muskelspannung zu Ende zu führen. Für die Zeit der Uebungen ist festzuhalten, daß sie nicht unmittelbar nach einer größeren Mahlzeit auszuführen sind, sondern erst, nachdem mindestens 2 Stunden nach derselben vergangen sind. Auf die Uebungen folgt am besten Ruhe oder eine Mahlzeit, oder beides. Der siebente Tag ist ein ~Ruhetag~, an dem man ohne Hanteln mehrmals jede bringt. Diese Energiebetätigung des Gehirns wirkt ~krafterhaltend~. Das Prinzip der Muskelspannung betätige man auch an allen unfreiwilligen Ruhetagen z. B. auch auf Reisen.

Ein- bis zweimal wöchentlich oder noch öfter suche man in Kräfte- und Gewandtheitskonkurrenz mit anderen zu treten gelegentlich gemeinsamen Turnens am besten durch ~Ringen~. Was für die Männer die ~Griffkunde~ ist, bedeutet für die Damen die ~Tanzkunst~. Auch jede sonstige körperliche Betätigung, die der Beruf oder eine andere Gelegenheit schaffen, benutze man freudig. Die Uebungen führe man möglichst unter Kontrolle des Gesichts, d. h. vor dem Spiegel aus. Die stete Beobachtung der Fortschritte im Kraftaufbau und schönheitlicher Modellierung des Körpers schaffen Freude am Erreichten und regen zu neuem Streben an. Man arbeite bei ~gleichzeitiger Kritik des Verstandes unter Beobachtung aller aufgeführten Gesundheitsregeln und unter Berücksichtigung der als schwach im Körper erkannten Punkte~. Man steigere Zahl und Schwierigkeit nicht früher als bis man das alte Pensum wirklich beherrscht. Man bleibe sich bewußt, ~daß jedes System stets eine Verallgemeinerung ist, das nicht für alle Verhältnisse paßt, das man stets zum eignen Nutzen individuell gestalten muß~. Nur so wird das, was man durch systematische und individuelle Nacktgymnastik erreicht, eine ~Kulturarbeit für die eigene Person und für die Allgemeinheit~.

#Verlag von Ernst Heinrich Moritz, Stuttgart.#

Zur Betätigung einer =guten, körperlichen Gesundheitspflege, die auch in gewissen krankhaften Zuständen in Frage tritt=, hat ^Dr.^ ~Paul Jaerschky~ ein

#System der Gymnastik#

herausgegeben, welches er in einer

=Uebungs-Wandtafel mit 24 Uebungs-Abbildungen und entsprechendem Text -- nebst einer Uebungstabelle für Kinder -- einer Uebungstabelle für Frauen und Mädchen über 15 Jahre -- einer Uebungstabelle für Jünglinge und Männer= (die auch Schwergewichtsübungen enthält)

niedergelegt hat.

Diese sehr schön ausgestattete Uebungstafel nebst Text, sowie die dazu gehörigen Uebungstabellen sind apart käuflich für

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Kraft und Schönheit

„Wir wollen eine kräftige Generation!” Kaiser Wilhelm II. Schulkonferenz 1890

Januar 1904.

4. Jahrgang = No. 1.

Zeitschrift für vernünftige Leibeszucht]

=Erste Deutsche Monatsschrift= für =Körper-Kultur,=

Künstlerischer Umschlag und Bildschmuck von Fidus · ·

Behandelt fesselnd die erfolgbewährten Grundsätze der ~vernünftigen Leibeszucht~, nach denen die Ausbildung zu =Körperkraft, Formenschönheit, kernfester Gesundheit und steter Geistesfrische= allein möglich ist.

Dieses einzelartiges Blatt lehrt allen Gebildeten =weise Lebenskunst= und zeigt den naturgemäßen Weg zum Ideale des =Vollmenschentums=.

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=Probenummern vom Verlag Berlin ^W^ 9, Linkestr. 13.=

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#Verlag von Ernst Heinrich Moritz, Stuttgart.#

=Körperpflege durch Wasseranwendung=

von =Prof. ^Dr.^ H. Rieder= in München.

202 Seiten mit 8 Tafeln und 20 Text-Abbildungen. Brosch. =1.60 Mark=. Eleg. geb. =2 Mark=.

~Inhalt~: I. Teil: Geschichtliches. II. Teil: Physikalische Eigenschaften des Wassers. III. Teil: Aeußerliche Wasseranwendung: Wirkungen des Wassers auf die einzelnen Körperteile. Regeln und Vorschriften für den äußerlichen Gebrauch des Wassers. Reaktion und Wiedererwärmung der Haut -- ~Kalte Abwaschungen~ und ~Abreibungen~ der Haut -- ~Umschläge~, ~Wickelungen~ und ~feuchte Einpackung~ -- ~Vollbad~ -- ~Halbbad~ -- ~Teilbad~ -- ~Uebergießungen~ und ~Duschen~ -- ~Schwitz~- und ~Dampfbäder~ -- ~Wasseranwendungen bei Kindern~. IV. Teil: Innerliche Wasseranwendung.

Das interessante Buch hat die Deutsche Gesellschaft für Volksbäder mit besonderem Dank empfangen und die lehrreiche Schrift unter ihren Mitgliedern kursieren lassen. Wir werden nicht verfehlen, in unseren Veröffentlichungen davon gebührend Notiz zu nehmen, und sagen für die Beachtung unserer Bestrebungen verbindlichsten Dank.

„Die Deutsche Gesellschaft für Volksbäder, Univ.-Prof. ^Dr.^ =Lassar=.”

Das Buch von Prof. Rieder ist bestens willkommen zu heißen.... Es sollte in keinem Hause fehlen, auch Volks- und Schulbibliotheken darf es zur Anschaffung warm empfohlen werden.

„=Ueber Land und Meer.=”

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Hanteln · Sandowapparate Arm- und Bruststärker · Keulen Turngeräte aller Art · Discus.

Sämtliche Artikel zur Körper- und Gesundheitspflege

sowie zur

Schönheitspflege für Damen

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=Reform-, Kauf- und Versandhaus Carl Braun Berlin 64 S., #Kottbuserdamm 5.#=

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werden von ärztlichen Autoritäten begutachtigt wie folgt:

-- sie sind die passendste unmittelbare Bekleidung der Haut. (Prof. Dr. med. =Hecker=, Freiburg), -- sie verhüten Erkältungskrankheiten und sind die reinlichsten Unterkleider (Prof. Dr. med. =Eichstadt=, Greifswald), -- sie sind besonders jehnen zu empfehlen, die Neigung zu Erkältungen haben (Prof. Dr. med. =Bamberger=, Wien) -- sie sind dem Flanellunterhemd oder einem sonstigen aus Wollstoff gefertigten Unterleibchen vorzuziehen (Prof. Dr. med. =G. Jäger=, Stuttgart).

Personen mit reizbarer Haut empfehlen wir das Tragen unserer =knotenlosen Zellenstoff-Unterkleider=. Prospekte und Zeugnisse gratis.

Als =Neuheit= empfehlen wir:

=Dr. med. Walser’s 2schichtige Rippenkrep Wäsche.=

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Sie schützt besser vor Erkältung als Woll-Tricot. Die Rippen aus Seide, Wolle, Baumwolle oder Chinagras halten die =poröse= Hemdfläche vom Körper ab, so dass das Hemd, wenn von Schweiss durchtränkt, nie lästig fällt. Ein Versuch wird lehren, dass das Rippenkrepp-Hemd das ~billigste~, zweckmässigste und dauerhafteste ist, was es gibt.

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=Carl Mez & Söhne= ~=Freiburg=~ (Baden).

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Auf der Ausstellung für =Wohlfahrts- und Gesundheitspflege= in =Berlin= unter dem Protektorate Ihrer Majestät der Kaiserin wurde die

=Bibliothek der Gesundheitspflege=

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=Hygiene des gesunden und kranken Ohres.=

== 104 Seiten mit 3 Tafeln. ==

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94 Seiten mit 2 Tafeln u. 6 Textabb.

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== Vom k.k. Ministerium des Innern in Wien amtlich empfohlen. ==

Verlag von =Ernst Heinrich Moritz, Stuttgart.=]

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_Die Bände der =Bibliothek der Gesundheitspflege= sind auf der Ausstellung für Wohlfahrts- und Gesundheitspflege in Berlin 1904 unter dem Protektorate Ihrer Majestät der Kaiserin mit der =goldenen Medaille= prämiiert worden._

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=Hygiene= des =Magens, Darms= der =Leber= und =Niere= im ges. u. kranken Zustande

von =Prof. Dr. A. Ewald= Geh. Med. Rat =Berlin.=

Wichtig für Jedermann.

136 Seit. mit vielen Abbildungen.

Verlag von =Ernst Heinrich Moritz, Stuttgart.=]

[Abbildung]

[Abbildung: Der Hygiene gehört die Zukunft!

=Hygiene des Herzens= im gesunden u. kranken Zustande

von

=Prof. Dr. H. Eichhorst Direktor der Univ.-Klinik Zürich. Wichtig für jeden Herzkranken!=

_94 Seiten mit 10 Original- Illustrat. auf 6 Tafeln._

Verlag von Ernst Heinr. Moritz, Stuttgart.

=Neu!= Brosch. M. =1.20.=

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=Verlag von Ernst Heinrich Moritz, Stuttgart.=

II. Serie:

Bibliothek der Rechts- u. Staatskunde.

Bd. 1. =Poellath, Regierungsrat, Arbeiterschutz.= 166 S. in 8º Brosch. 80 Pfg. auf holzfreiem Papier in Ganzleinwandband 1 Mark.

Herr Prof. ~E. Franke~ schreibt: Die Schrift Poellaths möge in Staat und Gemeinde, bei Unternehmern und Arbeitern, bei Politikern aller Parteien ein ~echtes Hausbuch~ werden, aus dem man sich beständig Belehrung und Aufmunterung holt.

Bd. 2. =Sinzheimer, Dozent, Dr., Arbeiterwohnungsfrage.= 190 Seiten in 8º Brosch. 1.60 Mark auf holzfreiem Papier in Ganzleinwandband 2 Mark.

Die „Soziale Praxis” schreibt u. A.: #Zur Einführung in die Arbeiterwohnungsfrage wüßten wir keinen besseren Wegweiser# als diese vortreffliche Schrift, die alles Wissenswerte erörtert und andeutet.

Bd. 3. =Harmann, Geheimrat, Prof. Konrad, Unfallverhütung in Technik u. Landwirtschaft.= 204 S. mit 80 Abbild. In Ganzleinwandband geb. 2.50 Mark.

Bd. 4. =Matthiass, Prof. Dr., Die deutsche Rechtsentwickelung= von der alten Zeit durch das Mittelalter bis auf das B. G. B. und die Grundprinzipien des B. G. B. Erscheint anfangs 1905.

Bd. 5/10. =Bernhöft, Prof. Dr., Das neue bürgerl. Recht in gemeinverständl. Darstellung.=

I. Teil: =Einleitung und Allgemeiner Teil.= 12½ Bogen in 8º auf holzfreiem Papier in Ganzleinwandband 1 Mk. 50 Pfg.

II. Teil: =Recht der Schuldverhältnisse.= 18½ Bogen in 8º auf holzfreiem Papier in Ganzleinwand 2 Mark.

III. Teil: =Sachenrecht. 1. Abt.: Rechte an Grundstücken insbes. Hypothekenrecht.= 11 Bogen in 8º auf holzfreiem Papier in Ganzleinwandband 1 Mark 50 Pfg.

III. Teil: =Sachenrecht. 2. Abt.: Rechte an beweglichen Sachen.= 8 Bogen in 8º auf holzfr. Papier in Ganzlwdb. M. 1.50.

=Familienrecht und Erbrecht= erscheinen 1905.

Das Werk ist empfohlen worden von den kgl. bayerischen Ministerien der Justiz, des Innern und der Finanzen, dem herzogl. Ministerium in Braunschweig und dem herzogl. sächs. Ministerium in Coburg, ferner vom Reichspostamt an die Oberpostdirektionen und vielen anderen Behörden.

III. Serie:

Bibliothek der Naturkunde u. Technik.

^a^) Naturkunde.

Bd. 1. =Hartwig, Prof., Einführung in die praktische Physik=: ~Physik der Materie~: Lehre von den Bewegungen (Mechanik) v. Schall (Akustik) u. v. d. Wärme. Ersch. 1905.

Bd. 2. =Hartwig, Prof., Einführung in die praktische Physik=: ~Physik des Äthers~: Lehre von der Elektrizität, des Magnetismus und dem Lichte.

Bd. 3. =Ahrens, Prof. Dr., Einführung in die praktische Chemie: Unorganischer Teil.= 160 Seiten mit 24 Abbildungen. In Ganzleinwandband geb. 1 Mark.

Bd. 4. =Ahrens, Prof. Dr., Einführung in die praktische Chemie: Organischer Teil.= 144 Seiten mit 22 Abbildungen. In Ganzleinwandband geb. 1 Mark.

In Vorbereitung befindet sich:

=Jaekel, Prof. Dr., Entstehung und Entwickelungsgeschichte der Erde.= Mit vielen Abbildungen. Erscheint anfangs 1905.

^b^) Technik.

Bd. 2. =Kleinstüber, Reg.- u. Schulrat Prof., Die Entwickelung der Eisenindustrie und des Maschinenbaues im 19. Jahrhundert.= 180 Seiten in 8º auf holzfreiem Papier. Brosch. 80 Pfg., geb. in Ganzleinwandband 1 Mark.

Die Sammlung wird cirka 15 Bändchen enthalten, welche in systematischem Aufbau die Naturwissenschaft und Technik zur Darstellung bringen wird.

Keine Arbeiter-, Schüler- und Volksbibliothek sollte die Anschaffung dieser anerkannt guten Bücher versäumen; dieselben eignen sich auch in vortrefflicher Weise zu Schulprämien.

IV. Serie:

Illustr. deutsche Handwerkerbibliothek

Bd. 1. =Güttinger, G., Der praktische Bäcker.= Ein Hilfsbuch und Leitfaden zur Ausübung des Bäckerhandwerkes. 150 Seiten in 8º mit 15 Illustrationen. Geb. 1 Mark.

Bd. 2. =Wenger, G., Der praktische Fleischer.= Ein Hilfsbuch und Leitfaden zur Ausübung des Fleischergewerbes. 165 Seiten 8º mit 23 Illustrationen. Geb. 1 Mark.

Bd. 3/5. =Michel, K., Der praktische Bierbrauer.= Ein Hilfsbuch und Leitfaden zur Ausübung der Malz- und Bierbereitung. 495 Seiten in 8º mit 129 Illustr. Geb. 3 Mark.

Bd. 6/7. =Kallenberg, O., Der praktische Klempner.= Ein Hilfsbuch und Leitfaden für jeden Blecharbeiter, als Klempner, Flaschner, Spengler, Blechner, Blechschmied, Schlosser, Kupferschmied u. s. w. 228 Seiten in 8º mit 108 Illustr. Geb. 2 Mark.

Bd. 8/9. =Pape, R., Der praktische Schuh- u. Schäftemacher.= Ein Hilfsbuch und Leitfaden zur Ausübung des Schuhmacherhandwerks. Mit vielen Illustr. Geb. 2 Mk.

Die „~Ostpreußische Handwerkszeitung~” schreibt: Leider ist die Auswahl wirklich guter Lehrbücher im Handwerk bisher recht mangelhaft gewesen. Es ist daher mit Freuden zu begrüßen, daß hier gute und billige Werke geboten werden, die für Lehrlinge, Gesellen u. Meister bei Ausübg. ihres Gewerbes unentbehrlich werden.

Für jeden Gewerbetreibenden sei empfohlen:

=Zwiesele, Dr., Buchführung, Wechselkunde und Kalkulation des Handwerkers in Frage und Antw.= gr. 8º. Leinwand geb. 1 Mark 20 Pfg.

Desgleichen =für Schneider=. gr. 8º. In Leinwand geb. 1 Mk. 50 Pfg.

Desgleichen =für Schuhmacher=. gr. 8º. In Leinwand geb. 1 Mk. 50 Pfg.

=Die Bände eignen sich auch zu Prämien für Schüler der Gewerbe- und Fortbildungsschulen.=

=Die Sammlung wird fortgesetzt.=

Anmerkungen zur Transkription

Inkonsistenzen in Rechtschreibung usw. und ungewöhnliche Ausdrücke sind beibehalten worden, außer wie unten erwähnt.

S. 6: die Übungstafel und die Übungstabellen fehlen.

S. 91, Fig. 23: die Nummer 6 (drei Mädchen im Hintergrund) fehlt im Beischrift.

Änderungen:

Fußnoten wurden direkt unter den entsprechenden Absatz verschoben.

Einige offensichtliche Rechtschreibungs-, Druck- und Interpunktionsfehler sind stillschweigend korrigiert worden.

Bibliothek der Gesundheitspflege, 10^a^: Knochenerweichung --> ~Knochenerweichung~

S. 14: Xantinkörpern --> Xanthinkörpern

S. 25: Das Herz leistet also ... --> „Das Herz leistet also ...

S. 30: ... ist eine mäßige Herzhypertrophie ... --> ... ist „eine mäßige Herzhypertrophie ...

S. 37: Francois Delsarte --> François Delsarte

S. 44: so muß ebenfalls --> so muß man ebenfalls

S. 46: Mederatorische --> Moderatorische

S. 47: so daß jede die Geschicklichkeit, ist also eine Schule der Koordination; es des Kraftaufwandes --> so daß jede des Kraftaufwandes (wiederholte Zeile); es fehlt eine Zeile zwischen ... so daß jede ... und ... des Kraftaufwandes

S. 56: ” eingefügt nach ... nicht nachsagen kann.

S. 137: Malzeit --> Mahlzeit; wiederholte Zeile gelöscht (Ruhe oder ... siebente Tag); zwischen ... mehrmals jede ... und ... bringt fehlt eine Zeile