Josefine Mutzenbacher Oder Die Geschichte Einer Wienerischen Di

Chapter 14

Chapter 143,878 wordsPublic domain

Rudolf keuchte: »Himmelkruzitürken ..., das ist gut ..., so hab' ich's gern ..., nur langsam, wir haben Zeit.«

Ich quietschte: »Mir kommt's ..., mir kommt's ..., Vater ..., Rudolf ..., mir kommt's.«

Und Zenzi wisperte: »Ach ..., fickere mich ..., mach mir ein Kind ..., fickere mich ..., ja ..., beiß mir die Dutel ab ..., beiß mir die Dutel ab ..., Rudolf ..., der fickt mich ..., er fickt mich ...«

Nacheinander spritzten der Vater und Rudolf, und ihr Bellen, Stöhnen, Röcheln, Schnaufen vermengte sich mit dem Quietschen, Seufzen und Keuchen von Zenzi und mir, und mit dem Krachen der beiden Betten.

Wie sie fertig waren, rief Rudolf seine Zenzi: »Komm hinaus, schlafen ...«

Sie wand sich unter meinem Vater hervor, und im Abgehen sagte Rudolf: »Ja, Herr Nachbar ..., die zweite Nummer macht jeder mit der Seinigen ...«

Mein Vater wälzte sich zu mir herbei und begann gleich das Busenspiel wieder, und ich trachtete seinen kleinen Bruder meinen Bettzapfen wieder in die Höhe zu bringen.

Weil das nicht gleich gehen wollte, wandte ich die neue Kunst an, die mich Rudolf neulich gelehrt hatte. Ich gab ihm meine Pastete als Umschlag über das Gesicht und nahm seinen Schweif als Erfrischungsbonbon in den Mund, und wie wir dann das Resultat genossen und ich mich umdrehen konnte, um mich meinen Vater unterzulegen, hörten wir von draußen Zenzi: »Fick mich ..., Rudi ..., fick mich ..., du machst es am besten von allen ..., ah Rudi ..., Rudi ..., wie viel' Schwänz' hab' ich schon hereinlassen müssen ..., aber du machst es am besten ..., fick noch ..., so ..., so ..., hinaus ..., herein ..., ah ..., ah ..., ich tu', was du willst, Rudi ...«

Und Rudolf sagte: »Halt's Maul, dumme Gans ..., gib die Fut her und laß mich vögeln ...«

»Macht sie's gut ...?« fragte ich, während der Vater die ersten Stöße tat.

»Ja ..., sehr gut ..., so warm und so fest halten tut sie einen damit ...«

»Besser als ich ...«, fragte ich und ließ meinen Popo tanzen.

»Nein ..., nein ..., ach ..., fester mit dem Popo ..., fester ...«

Und ich entgegnete: »Fick mich ..., fick mich ..., gut ..., so ..., du machst es am besten ...«

Das hatte ich soeben von Zenzi gelernt.

Zenzi blieb nun einfach bei uns. Sie schlief bei Rudolf in der Küche und ging bei Tage mit ihren spitzigen, hippenden Brüsten bei mir im Zimmer herum. Auch sie war mir zuwider, doch ließ sie sich so viel von mir gefallen, war immer so freundlich mit mir und fügte sich so geduldig und gehorsam in alles, daß ich mich bald an sie gewöhnte. Sie schlief manchmal beim Vater, und in solchen Nächten lag ich bei Rudolf. Der Vater und Rudolf vertrugen sich ausgezeichnet und teilten sich nach Laune in uns beiden. Rudolf zog daher nie den Kürzeren, denn da er vazierend war, blieb er oft tagelang zu Hause, und dann nahm er uns zwei auf einmal vor.

Einmal, als ich nach Hause kam und ins Haustor trat, fand ich Zenzi, die gerade von Herrn Horak an der Brust abgegriffen wurde. Ich ging vorbei, Zenzi rief mir »Servus« zu, und Horak beachtete mich kaum.

Oben saß Rudolf in der Küche.

»Hast du die Zenzi nicht g'sehen?« fragte er mich.

Ich dachte ihr was Ordentliches einzubrocken und sagte: »Ja, unten in der Einfahrt steht sie ...«

»Mit wem ...?« fragte Rudolf lauernd.

»Mit dem Herrn Horak ...«, sagte ich.

»So ...? Was tut sie denn mit ihm ...?«

»Ich weiß nicht ...«, meinte ich gleichgültig, »ich hab' nur gesehen, daß er sie bei den Duteln angreift ...«

»Na alsdann ...«, lachte Rudolf, »wenn's ihm eine Freude macht ...«

Zenzi blieb lange aus. Als sie endlich kam, ging Rudolf mit ihr in die Küche. Ich erwartete ein furchtbares Strafgericht und horchte:

»Wo warst denn so lang ...?« begann er.

»Hat mich schon gevögelt ...«, sagte sie lachend.

»Wo denn ...?« fragte Rudolf erstaunt.

»Im Keller ...«, beichtete Zenzi.

»Na und ...?« forschte Rudolf.

»Zwei Gulden ..., da hast ...« Zenzi gab ihm Geld. Rudolf lachte und ließ sich von ihr Zigaretten holen.

Dieser Vorfall setzte mich nicht weiter in Erstaunen, denn ich wußte, daß Herr Horak manchmal etwas schenkte. Er hatte ja auch mir Geld gegeben.

Nach ein paar Tagen aber kam Zenzi in der Dämmerstunde mit einem Herrn nach Hause. Sie öffnete die Tür ein wenig und flüsterte Rudolf zu: »Es ist wer da.«

»Komm ins Zimmer«, sagte Rudolf zu mir.

Wir gingen hinein, und gleich darauf hörten wir Männerschritte in der Küche.

Rudolf horchte. Ich trat neben ihm zur Türe.

Zenzi redete mit einem Manne: »Mach dir's bequem ...«

»Ach nein ...«, antwortete er, »ich mach' nur die Hose auf ...«

Gleich darauf Zenzi: »Ja ..., das Schwanzerl ..., wie das steht ...«

Und der Mann: »Gib das Hemd weg von der Brust ...«

Zenzi: »Soll ich mich ganz ausziehn ...?«

Der Mann: »Besser wär's schon ...«

Eine Pause folgte. Dann hörte man das dumpfe Geräusch, wie wenn jemand auf's Bett fällt.

Zenzi sagte: »Gehn S' her ...«

Sofort hörten wir sie aufseufzen: »Ah ..., fick mich ..., tu nur schön vögerln ..., so ...«

Der Mann unterbrach sie: »Sei ruhig ..., ich kann das Reden beim Pudern nicht leiden ...«

»Viechkerl ...«, flüsterte Rudolf.

Ich war vom Zuhören aufgeregt und machte mich an Rudolfs Hosentürl. Er stieß mich fort: »Laß gehn ...«, zischte er, »ich hab' jetzt keine Zeit ...«

Draußen krachte das Bett. Der Mann ächzte, Zenzi schnaufte. Endlich hörten wir sie lachen: »Aus is ...«

Der Mann stieg aus dem Bett, und Zenzi sagte: »Da bist du ja gleich angezogen ...«

Geldstücke klirrten. Die Tür ging leise auf. Der Mann war fort. Zenzi kam herein. Sie war nackt und lachte und hielt Rudolf drei Gulden hin.

»Drei Gulden hab' ich gekriegt ...«

Rudolf nahm das Geld und steckte es ein. Dann sagte er: »Zieh dich an.«

Zenzi zog sich an und erzählte, was für ein feiner Mann das gewesen war, und daß er einen kleinen dicken Schwanz gehabt hatte. Rudolf unterbrach sie und schickte sie um Wein und Zigaretten. Kaum war sie fort, fragte er: »Magst du jetzt vögeln ...?«

Er ließ mir keine Zeit zur Antwort, warf mich gegen die Wand und rieb mir stehend seinen Klöppel hinein, daß mir die Suppe bis zum Knie hinunterlief.

»So«, sagte er dann, »und heut schlafst du bei mir ...«

Als der Vater nach Hause kam, wurde der Wein getrunken. Rudolf und der Vater waren schwer berauscht und der Vater griff Zenzi immer unter die Röcke.

»Ich möcht' ..., ich möcht' ...«, lallte er.

»Zieh dich aus ...«, verlangte Rudolf. Sie tat es sofort.

»Du auch ...«, sagte der Vater zu mir. Ich zog mich ebenso nackt aus, wie Zenzi.

Rudolf und der Vater saßen nebeneinander auf dem Ledersofa und riefen uns. Wir gingen beide zu ihnen, und Rudolf wollte mich anfassen.

»Nein ...«, lallte mein Vater, »meine Tochter vögel ich selber ..., meine Tochter braucht nicht mit fremden Leuten zu pudern, die sie gar nichts angehen ...«

Schon wollte Rudolf heftig werden, aber Zenzi saß gleich auf seinem Schoß und versorgte sich mit seinem Vorrat. Ich hockte mich auf den Vater und gleichzeitig ging das Stöpseln los. Der Vater griff nach Zenzis spitzer Brust, die ihn immer anlockte, und Rudolf nach der meinigen.

In dieser Nacht schliefen wir alle in den beiden Betten. Zenzi und ich konnten nicht schlafen, aber die Männer schnarchten.

Da sagte Zenzi: »Willst du vögeln?«

»Ja«, meinte ich, »aber die sind ja nicht zu erwecken.«

»Das macht nichts ...«, lachte sie, »ich kenn' das schon, wenn der Rudolf besoffen ist, puder ich trotzdem mit ihm.«

Sie nahm seinen Schweif, der sich sofort aufrichtete.

Ich holte den väterlichen Gnadenspender hervor und wollte ihn in den Mund nehmen.

»Aber nicht ...«, wehrte Zenzi ab, »wenn er doch schlaft und besoffen ist, so spritzt er dir in den Mund hinein. Wenn einer nur schlaft, aber nicht besoffen ist, so wacht er auf, wenn du ihn schleckst. Wenn er aber einen Rausch hat, nachher spritzt er gleich.«

Beide Kerzen standen nun schön gerade vor uns. »Welchen willst du?« fragte ich Zenzi.

Aber sie refüsierte: »Gar keinen ..., ich hab' genug gefickt schon ..., ich mag keinen mehr ...«

»Ja, was machen wir?« meinte ich.

»Na ..., du nimmst alle zwei ...«, lachte sie.

Ich hockte mich nach ihrer Anordnung zuerst über meinen Vater, mit dem Rücken zu seinem Gesicht, so als ob ich mein Wasser lassen wollte. Zenzi leistete mir Beistand, und setzte mir den Zahn in jenen Mund, in dem man ewig zahnlos bleibt.

Kaum spürte ich den Stachel, als ich auf- und niederrutschte.

»Ist's so gut ...?« fragte Zenzi.

»Ja ..., ach ..., ja ...«, gab ich zur Antwort.

»Wart, ich zeig' dir was ...«

Sie hockte vor mir, griff mit der Hand hinunter und streichelte mit dem Finger meinen Kitzler, der in dieser Stellung unberührt geblieben wäre. Ich tanzte heftiger und mein Vater stöhnte im Schlaf.

Zenzi nahm meine Brust in den Mund und sog leise daran. Sie machte es so zart, so leise, daß es mir sofort kam. Sie sog weiter und es wollte mir zum zweitenmal die Wonne losbrechen, als ich vom Vater die volle Ladung bekam. Er spritzte einen ganzen Eimer aus, als ob ihm der getrunkene Wein zum Schwanz herausfahren wollte. Aber es geschah mit zwei Zuckungen, und sein Schaft wurde augenblicklich so weich, daß er mir entwischte und kraftlos zusammenfiel.

»Komm jetzt zum Rudolf ...«, drängte Zenzi, denn ich jammerte: »O je ..., jetzt grad wär's mir gekommen.«

Sie rutschte mir nach und übernahm auch dort die Vermittlung. Und ich hatte kaum diese neue Steife bei mir, als ich auf und niedersprang, mich dabei an Zenzi hielt, und ihr mein Liedchen vorsang: »Mir kommt's ..., ach ..., mir kommt's ...«

Rudolf knirschte mit den Zähnen und keuchte, aber er erwachte nicht, so groß war sein Rausch, und so tief sein Schlaf.

»Mir kommt's ..., Zenzi ..., mir kommt's«, ächzte ich.

Sie lächelte: »Beim Rudolf kommt's einem immer ...«, meinte sie.

Ich packte ihre glatten, spitzen Brüste, und spielte damit. Ich mußte es plötzlich tun, ohne zu wissen warum. Aber es erhöhte meine Wollust unbeschreiblich, und ich machte es, daß mir nichts zu kommen mehr blieb.

»Ich bin fertig ...«, seufzte ich, »laß mich herunter ...«

»Bleib ...«, befahl sie, »erst muß der Rudolf spritzen.«

Und sie zwang mich, ihm seine Stange zu reiben und aus seinem Brunnen zu schöpfen, bis das Wasser floß. Es stieg wie eine Fontäne hoch hinauf, und ich ließ es in mich hineinspritzen, bis kein Tropfen mehr kam. Dann sanken wir beide, Zenzi und ich, zwischen die schlafenden Männer und lagen beieinander.

Aber diese Nacht war noch nicht vorbei. Zenzi war jetzt doch wieder aufgeregt und jammerte: »O je ..., o je ..., jetzt möcht' ich ..., jetzt ..., möcht' ich ...«

»Na, so mach du's ...«, riet ich ihr.

»Aber nein ...«, sie war ganz weg, »jetzt wird er ihnen nicht mehr stehen.«

»Probier's doch ...«, ermunterte ich sie.

Sie glitt zum Vater hin und begann ihn zu streicheln und zu reiben. Umsonst. Sie nahm seinen Schweif in den Mund ..., der Vater spürte nichts, auch im Schlaf nicht, und seine Lanze blieb gesenkt.

»Nichts ist ...«, klagte Zenzi; und wandte sich zu Rudolf. Auch sein Gewehr war ausgeschossen, und der Hahn ließ sich nicht mehr spannen, wie wohl sich Zenzi auch bemühte. Endlich nahm sie ihn in den Mund, sog zweimal daran und begann plötzlich zu husten und zu schlucken.

»Er spritzt ...«, rief sie verzweifelt, »er spritzt ...«, und dabei hielt sie seinen Zipfel in die Höhe, aus dem der Same matt herausquoll. Zenzi spuckte aus und kam zu mir.

»O Gott ..., o Gott ...«, jammerte sie verzweifelt, »das Schlecken und Spritzen hat mich noch viel geiler gemacht ...«

Ich lachte.

»Du kannst leicht lachen ...«, grollte sie, »du hast's gut gehabt ..., ich war schön dumm ...«

Ich lachte noch mehr.

»Was fang' ich an ...«, fragte sie verzweifelnd, und wetzte ihn hin und her. Auf einmal riß sie meine Hand an sich und führte sich sie zwischen die Füße: »Mach mir's ...«, bat sie.

»Wie soll ich dir's denn machen ...?«

»Weißt ..., so ..., komm ..., ich will vögeln ..., komm ...«

Sie legte sich auf den Rücken: »Leg dich auf mich ...«

Ich tat wie sie wollte, und sie rieb sich zuerst ihre Fut gegen die meine. Dann mußte ich meine Hand dazwischen geben, und sie mit dem Finger stoßen, als hätte sie einen Schwanz.

Sie warf sich unter mir: »Ach ..., ja ..., das ist gut ..., steck den Finger hinein ...«

Meine Brüste, die auf sie niederhingen, ergriff sie, und tätschelte sie eifrig und mit meiner freien Hand spielte ich an ihrer Brust.

Endlich schrie sie auf: »Mir kommt's ..., mir kommt's ...«

Ich bohrte ihr den Finger hinein, so gut ich konnte, und fühlte, wie ihre Fut zusammenschnappte. Sie ließ meine Brust los, drückte mir den Kopf, indem sie mich umschlang fest an ihre Duteln, und ruhte nicht eher, bis ich auch ihre kräftigen spitzen Warzen im Mund hatte. Mich reizte dieses Spiel. Ich sog an ihren frischen Brüsten und bohrte unten mit dem Finger, bis sie ausgetobt hatte und mit langen Atemzügen beruhigt dalag. Dann schliefen wir ein.

Wir waren seit dieser Nacht wirklich befreundet, und es kam oft vor, daß ich wie ein Mann über sie herfiel, ihre Brust herausnahm und daran spielte.

Am nächsten Tag schliefen wir alle bis in den hellen Vormittag. Der Vater ging nicht in die Arbeit, und Lorenz kam aus der Sattlerei nachzuschauen, was es gäbe.

»Nichts«, sagte der Vater, »ich bin krank.«

Lorenz ging, ohne einen von uns eines Blickes zu würdigen.

Die Trinkgelage wiederholten sich, und es wiederholte sich, daß Zenzi mit einem Mann nach Hause kam. Rudolf dachte nicht daran, sich wieder um eine Stelle umzusehen.

Einmal kam Zenzi, und wir hörten an der Stimme des Mannes, daß er sehr alt sein müsse.

Zenzi lachte: »Ja, so ein kleines Wuzerl ...«

Der alte Mann sagte: »Das macht nichts ..., das macht nichts ..., wenn er steht, wird er schon größer werden ...«

Nach einer Weile rief Zenzi: »Aber er steht ja nicht ...«

Der alte Mann: »Es dauert nur ein bisserl länger ..., er wird schon stehen.«

Wieder nach einer Weile sagte Zenzi leise: »Ich kann nicht mehr ..., mir tut schon die Hand weh ...«

Der alte Mann: »Das macht nichts ..., nimm's nur in den Mund ...«

Zenzi fragte: »Was geben S' mir dann?«

Der alte Mann: »Was ich dir geb' ...? Meinetwegen ..., ich geb' dir zehn Gulden ..., aber nimm's in den Mund ...«

Rudolf gab es einen Ruck: »Herrschaft!« murmelte er, und ich war ganz erschrocken über das viele Geld.

Es dauerte lange, bis Zenzi endlich sagte: »So, er steht schon ..., kommen S' her ...«

Wir hörten, wie sie ins Bett fielen. Nach einer kurzen Pause lachte Zenzi auf: »Er steht ja schon wieder nicht ...«

Der alte Mann murmelte etwas, sie wälzten sich im Bett herum, dann brach Zenzi los: »Ach ..., ach ..., ja ..., so ..., das ist gut ..., gut ..., ja ..., weiter ..., schneller ...«

Rudolf meinte zu mir: »Jetzt schleckt er sie ...«

Dann rief Zenzi: »Kommen S', jetzt steht er wieder ...«

Sie wälzten sich noch einmal, und Zenzi lachte; »ist schon wieder zusammengefallen ...«

Der alte Mann sagte ärgerlich: »Ist nicht wahr ..., steck ihn nur hinein ...«

Das Bett krachte, und Zenzi sagte: »Sie sind ja gar nicht drin ...«

Der alte Mann: »Laß mich nur! Ich komm' schon hinein ...«

Das Bett krachte weiter, weiter. Zenzi seufzte und rief: »So ..., endlich ..., aber jetzt ..., gut ..., gut fickerln ..., was? ... Schon aus ...«

Wir hörten sie wieder in der Küche herumgehen und flüstern. Dann knarrte die Eingangstür und Zenzi rief: »Küß die Hand«, und kam gleich darauf ins Zimmer gelaufen. Sie war im Hemd und schwang einen Zehner in der Hand. Freudig gab sie ihn Rudolf.

Natürlich fand am Abend wieder ein großes Saufgelage statt. Wir waren alle betrunken, und ich weiß gar nicht mehr, was wir alles getrieben hatten. Am nächsten Tag verschlief mein Vater wieder die Arbeit, und weil das jetzt öfters vorkam, wurde er eines Tages entlassen.

Er kam schimpfend und fluchend nach Hause, aber Rudolf tröstete ihn: »Das macht nichts ..., du find'st bald wieder eine Arbeit.« Sie waren längst per du miteinander. Mein Vater war sehr entrüstet und konnte sich nicht beruhigen.

»Schlaf dich ein paar Tag aus, und dann gehst dir eine andere Arbeit suchen«, meinte Rudolf, »und dir wird es guttun, wenn du dich ausschlafst.«

Mein Vater begann also sich auszuschlafen. Er wälzte sich die Vormittage im Bett herum, spielte mit Rudolf Karten, und verbrachte seine Zeit damit, abwechselnd Zenzi oder mir an den Brüsten zu spielen. Dabei benützte er mich jetzt beinahe in jeder Nacht, und bei Tag machte er sich auch noch über Zenzi her, denn er war immer angetrunken.

Da er seine Tage zu Hause verbrachte, war er auch einmal anwesend, als Zenzi mit einem Herrn nach Hause kam. Nun standen wir zu dritt hinter der Küchentür und lauschten, wie draußen das Geschäft vor sich ging.

Er war sehr erstaunt, und machte große Augen, als Zenzi dann hereinkam und ihrem Rudolf drei Gulden überbrachte.

Wenige Tage später aber kam der Hausmeister herauf und erklärte, das könne nicht mehr geduldet werden. Entweder wir müßten ausziehen, oder Zenzi dürfe keine Herren mehr mitbringen. Der Hausmeister war sehr höflich, und sprach mit Rudolf besonders sehr freundlich, und Zenzi lachte. Ich vermute, Rudolf hat ihn vorher reichlich mit Geld gespickt und vermute auch, daß Zenzi sich einmal von ihm hat vögeln lassen, denn sonst hätte er überhaupt der Wirtschaft nicht so lange zugeschaut, und wäre wohl auch bei seinem Besuch nicht so höflich und von einem solchen Bedauern dieser Maßregel erfüllt gewesen.

Das Verbot kam vom Hausherrn direkt.

Rudolf nahm, nachdem der Hausmeister weggegangen war, Zenzi mit sich in die Küche, und sie hatten eine lange Unterredung miteinander. Sie kamen auch nachher nicht herein, sondern legten sich zusammen nieder, und man hörte sie quietschen, stammeln und ein »noch« bitten, lauter Geräusche, die auch auf uns ihre Wirkung übten, so daß wir, wenn auch einmal ohne Wein, noch in den Kleidern anfingen, unser Spiel zu beginnen.

Zenzi blieb jetzt vom Hause fort, und kam immer erst am Abend, manchmal sehr spät in der Nacht, manchmal gar erst am nächsten Morgen nach Hause. War Rudolf abends oder morgens bei uns im Zimmer, wenn sie kam, dann gab sie ihm vor uns ihren Verdienst, und der Vater interessierte sich für nichts so lebhaft, als für den Betrag, den sie mitgebracht hatte.

Weil nun Zenzi oft Tage und Nächte fernblieb, und wenn sie zu Hause war, meist schlief, hatte ich jetzt meinen Vater und Rudolf zu befriedigen, und ich mußte in der Nacht manchmal von einem zum andern gehen, wenn nicht Rudolf direkt zu uns hereinkam und sich als dritter ins Bett legte.

Der Vater hatte Rudolf oft um Geld angegangen, und immer solches von ihm bekommen, denn der Vater verdiente nichts und steckte natürlich schon nach ein paar Wochen in allerlei Schwierigkeiten.

Einmal aber antwortete Rudolf auf ein solches Verlangen: »Warum verdient denn die Peperl nichts ...?«

»Die Peperl ...«, fragte der Vater und sah mich an.

»Na ja«, meinte Rudolf, »die könnt' doch auch so viel verdienen, wie die Zenzi ...«

»Soll sie eine Hur werden ...«, antwortete der Vater langsam.

»Ah was ..., eine Hur ...«, rief Rudolf, »jetzt tut's doch dasselbe was die Zenzi macht ..., da ist nix dabei ..., und tausende Mädchen müssen sich so ihr Geld verdienen ...«

»Das ist schon richtig ...«, mein Vater blickte unschlüssig drein, »aber ...«

»Aber hin, aber her ...«, Rudolf hatte seinen strengen Ton, »glauben Sie, wenn Sie das Mädel pudern, der eigene Vater, das ist vielleicht besser ...? Na also ... Die Zenzi«, fuhr er fort, »die Zenzi verkehrt nur mit lauter feine Herren ..., die laßt gar keinen ordinären Menschen drüber. Was glauben S' denn? Die hab' ich schon dressiert ..., und die Herren, von denen sich die Zenzi pudern läßt, die sind alleweil noch nobler als der Katechet, der die Peperl gefickt hat und nicht einmal was gezahlt hat er ihr. Der Schmutzian.«

»Der Schmutzian ...«, sagte mein Vater in nachträglicher Entrüstung.

»Na, und was möcht's denn der Pepi schaden, wenn sie jetzt für ihren Vater was verdienen tät?« fragte Rudolf. »Sie haben sich lang genug für Ihre Kinder geplagt ...«

»Ja, da haben S' ganz recht ...« pflichtete mein Vater bei.

»Na also ..., lassen S' die Pepi nur mit der Zenzi gehn, und die bringt Ihnen alle Tag mindestens drei Gulden nach Haus ..., da garantier' ich schon dafür ..., so ein schönes Mädel wie sie.«

Ich war sehr geschmeichelt, aber mein Vater fragte ängstlich: »Und die Polizei?«

»A was, die Polizei ...«, machte Rudolf verächtlich, »hab' ich vielleicht schon einmal wegen der Zenzi einen Anstand gehabt? Lassen Sie nur die Zenzi machen, die kennt sich aus ...«

»Wenn aber doch einmal ...«, mein Vater hatte Angst.

»Na, und wenn schon ...«, lachte Rudolf, »nachher sagen Sie, Sie wissen von nix ..., und das Mädel ist von selber so schlecht ... Die Pepi wird Sie nicht verraten.«

Somit wußte ich also, daß ich mich vor der Polizei in Acht zu nehmen hatte. Ich schwieg die ganze Zeit und wurde auch nicht gefragt. Mein Vater überlegte hin und her, dann wiederholte er: »Nein, ich mag nicht, daß das Mädel eine Hur wird ...«

»Aber davon ist doch keine Red«, unterbrach ihn Rudolf, »das ist ja nur bis Sie wieder eine Arbeit gefunden haben ..., dann kann ja die Pepi auch wieder solid werden ...«

Diese Logik leuchtete meinem Vater ein, und Rudolf gewann ihn ganz, als er hinzufügte: »Ich lass' die Zenzi ja auch nur wieder vögeln, weil ich vazierend bin. Bis ich eine Stelle hab', muß sie wieder brav sein.«

Am nächsten Tag rückte ich mit Zenzi aus. Es war beschlossen worden, und so begann ich meine Laufbahn. Wir gingen in die innere Stadt, auf den Graben, Stephansplatz, Kärntnerstraße usw. Es war Sommer, heiß und wir hatten nur leichte Blusen an. Dazu hatte mich Zenzi zu Hause gelehrt, mir das Hemd bis zum Gürtel herabzulassen, so daß ich die Brust unter dem Kleid bloß hatte.

Zenzi war sehr geschickt und lachte auf dem Wege allen Männern ins Gesicht. Ich brachte das nicht gleich zuwege, denn ich war befangen, aber ich schaute ihnen dafür ernst in die Augen und das genügte. In der Schönlaterngasse war ein finsteres altes Haus mit einem engen finsteren Flur. Dorthin führte mich Zenzi. Wenn man ins Tor ging, kam man zu einer Tür. Sie klopfte, und ein häßliches, altes Weib öffnete. Wir standen in einer Küche, in der man fast gar nichts sah, und von der aus man in ein Kabinett kam, das ebenso lichtlos war.

»Meine Freundin wird auch herkommen«, sagte Zenzi.

Die Alte schaute mich prüfend an und fragte: »Sind S' schon vierzehn Jahr vorbei ...?« -- »Schon längst«, log Zenzi für mich, »sie ist nur noch ein bisserl klein ...«

»Sie wissen ja ...«, sagte die Alte zu mir, »für jedesmal zahln S' mir einen Gulden ..., aber Sie dürfen mir nie um acht Uhr am Abend herkommen ...«

Wir gingen wieder. Zenzi gab mir Ratschläge, vor allem den, auf die Polizeimänner aufzupassen, und von den Herren das Geld zu verlangen, bevor man sie noch zuließ.

Wie wir wieder auf den Graben kamen, stieß mich Zenzi an: »Da schau ..., der geht uns nach ...«

Vor uns ging ein großer, sehr nobel gekleideter Mann mit einem schwarzen Bart. Er drehte sich nach uns um und sah mich an. Dann verlangsamte er seine Schritte und ließ uns vorgehen.

An der Ecke der Dorotheerstraße zog mich Zenzi in die enge Seitengasse. »Komm nur«, flüsterte sie, »wir biegen ein ...«

Zenzi drehte sich um. Der Herr stand an der Ecke und blickte uns nach. Wir standen und Zenzi winkte ihm mit dem Kopf. Da kam er auf uns zu: »Komm weiter ...«, mahnte sie, »da heraußen spricht er nicht mit uns ...«

Sie zog mich rasch hinter ein Haustor, dort warteten wir. »Da gehst immer her«, riet mir Zenzi, »wenn du am Graben oder in der Kärntnerstraße bist ..., da wohnt niemand ...«

Inzwischen kam der Herr herein. Zenzi empfing ihn lächelnd, aber er trat zu mir.

»Na, was ist denn ...?« sagte er.

»Nichts ...«, antwortete ich ihm.

Zenzi fragte »Wollen S' mitgehen ..., in der Nähe ist eine Frau ..., da kriegen wir ein Zimmer.«

»Nein«, flüsterte er, »ich hab' keine Zeit.«