Grundzüge der Perspektive nebst Anwendungen

Part 9

Chapter 93,331 wordsPublic domain

Da nun aber Winkel durch Kreisbögen gemessen werden, so gelangen wir naturgemäß dazu, um das Auge _{O}_ eine Kugel mit einem beliebigen Radius zu beschreiben und die nach den einzelnen Punkten des Objektes gehenden Blicklinien mit dieser Kugel zum Schnitt zu bringen. Das heißt dann aber nichts anderes, als daß wir das Objekt aus dem Mittelpunkt auf die Kugelfläche projizieren. Ein solches auf der Innenseite einer Kugelfläche gelegenes Bild, das aus dem Mittelpunkt der Kugel betrachtet wird, genügt allen Ansprüchen. Es kann für beliebig große Teile des Raumes hergestellt werden: ein Panorama könnte z. B. in dieser Weise eingerichtet sein. Die geraden Linien des Raumes gehen in größte Kreise auf der Kugel über. In den allermeisten Fällen aber verlangen wir aus Bequemlichkeitsgründen, daß die Abbildung des Gegenstandes auf einer +ebenen+ Fläche erfolgt; wir wollen das Bild in einem Buche, in einer Mappe oder an der Wand haben und deswegen ist das auf einer Kugel gelegene Bild für gewöhnlich nicht zu gebrauchen. Dann liegt es aber nahe, die Kugelfläche durch eine Ebene zu ersetzen in der Weise, daß wir eine Ebene einführen, welche im Punkte _a_ der Kugel auf dem Radius _oa_ senkrecht steht (Fig. 85). Man nennt diese Ebene eine Berührungsebene oder Tangentialebene der Kugel. Statt auf die Kugel projizieren wir nun die Gegenstände auf diese Ebene und sind damit zu der Abbildung gelangt, wie sie die Perspektive liefert. In der Nachbarschaft des Punktes _a_ schmiegt sich die Berührungsebene der Kugel an und beide Abbildungen, die auf der Kugel und die auf der Ebene, stimmen so ziemlich überein. Je größer aber der Ausschnitt des Raumes wird, den wir abbilden, um so stärker weichen die beiden Abbildungen voneinander ab.

Es ist aber wohl zu beachten, daß die Blickrichtung bei Betrachtung des ebenen Bildes immer mit _Oa_ zusammenfallen muß. Drehen wir den Kopf seitwärts, so daß wir z. B. in der Richtung _Ob_ sehen, so müssen wir uns die in _b_ berührende Ebene als Tafel eingeführt denken. Man könnte nun auf den Gedanken kommen, die Bilder, wie sie den Blickrichtungen _oa_, _ob_, _oc_ ... und den in diesen Punkten konstruierten Berührungsebenen entsprechen, einfach zu einem Gesamtbild zu vereinigen. Aber auch dieser Versuch würde auf große Schwierigkeiten stoßen. Nehmen wir etwa an, es wäre eine Reihe gleichgroßer vertikaler Pfeiler (I, II, III ...) wie in Fig. 36, 37 darzustellen. Dann wäre das Bild des mittleren Pfeilers III am größten und nach beiden Seiten zu würden die Bilder kleiner werden. Die Verbindungslinien der oberen und der unteren Endpunkte wären keine Geraden mehr, sondern krumme Linien, die obere würde sich nach unten, die untere nach oben krümmen. Wir müßten also dann den Grundsatz opfern, daß gerade Linien sich wieder in gerade Linien abbilden und damit würde die Herstellung solcher Bilder ungemein erschwert.

Das schließt nun aber nicht aus, daß gewisse Einzelheiten in einem perspektivischen Bilde, namentlich gegen den Rand zu, nicht so gezeichnet werden dürfen, wie es mehr der direkten Blickrichtung entspricht. Namentlich für menschliche Figuren ergeben sich unangenehm wirkende Verzerrungen, indem die Köpfe und Körper zu breit werden und zu allen Zeiten haben sich die Künstler dann einer freieren Darstellung bedient. Eine Reihe gleichgroßer Säulen, die parallel zur Bildebene angeordnet sind, werden im Bilde gleichgroß wiedergegeben, während die äußeren breiter sein müßten, eine Kugel, die seitwärts im Bilde zu sehen ist, wird durch einen Kreis wiedergegeben und nicht durch eine Ellipse. In Raffaels Schule von Athen (Abb. 8, Seite 71) sind, um ein Beispiel zu geben, rechts bei der Gruppe der Astronomen zwei Kugeln dargestellt: die obere wird durch eine Ellipse, die untere wohl durch einen Kreis wiedergegeben.

Diese und ähnliche Milderungen der perspektivischen Schablone kann man ruhig dem Geschmack des Künstlers überlassen. Wenn er sich nur über die Hauptgesetze der Linienführung im klaren ist, wird er auch die eine oder andere Abweichung als zweckdienlich erkennen. Denn die perspektivische Zeichnung ist nicht Selbstzweck, sondern nur ein Mittel zum Zweck. Es wird aber auch hier das Wort gelten:

Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.

Literaturverzeichnis.

+Schlotke, J.+, Lehrbuch der darstellenden Geometrie. III. Teil. Perspektive. 2. Aufl. Dresden 1902. Mathematisch durchgeführter Lehrgang, in elementarer Weise gut und anschaulich begründet.

+Kleiber, M.+, Angewandte Perspektive. 5. Aufl. Webers illustrierte Katechismen. Nr. 137. Leipzig 1912. Gute, praktische und durch viele Beispiele erläuterte Darstellung.

+Hauck, G.+, Malerische Perspektive und Schattenkonstruktionen. Berlin 1910.

+Niemann, G.+, Handbuch der Linear-Perspektive für bildende Künstler. 2. Aufl. Stuttgart 1902.

+Meisel, F.+, Lehrbuch der Perspektive. Leipzig 1908.

+Dalwigk, v. F.+, Vorlesungen über darstellende Geometrie. 2. Bd. Perspektive. Leipzig u. Berlin 1914.

+Rohn+ u. +Papperitz+, Lehrbuch der darstellenden Geometrie. 3 Bände. Die Perspektive enthält der 2. Bd. Leipzig 1906.

Sachregister.

(Die beigefügten Zahlen geben die betreffende Seite des Buches an.)

Achse, optische eines Objektives 64

Ähnliche Figuren 45, 78

Ähnlichkeitspunkt 78

Apparat, photographischer 64

Aufriß 10

Aufsicht 50

Auge 4, 16

Augpunkt 16

Augenhöhe 25

Beleuchtung durch paralleles Licht 96

Bildebene 4

Bild, perspektivisches 3 ff.

--, photographisches 64, 74

-- eines Punktes 4

Breitenmaßstab 50

Brennweite eines Objektives 65

Deckenriß 90

Diagonale eines Quadrates 26

Diagonalpunkt 57

Distanz 16

Distanzpunkt 25

Eigenschatten 99

Einstellung auf Unendlich 65

Ellipse als Bild eines Kreises 93, 95

Fallende Linien im Bilde 40

-- -- im Raum 59, 60

Flucht, Fluchtpunkt einer Geraden 20

Fluchtpunkt-Lineal 86

Freiheiten, künstlerische 99

Gerade Ansicht 58

Gerader Riß 7

Gesichtswinkel 46

Gesamteindruck 69

Grundebene 24

Grundlinie 24

Grundriß 10

Grundschatten 97

Hauptpunkt 16

Höhenmaßstab 43, 44, 50

Horizont 18

Horizontale Gerade 39

Horizontebene 16, 18

Horizontalprojektion 10

Hyperbel als Bild eines Kreises 95

Innenraum 50, 73

Interieur 50, 73

Kante 11

Kellergrundriß 90

Kreis in der Grundebene 92

-- in einer Horizontalebene 92

-- -- -- zur Tafel parallelen Ebene 90

-- -- -- Tiefenebene 93

Linearperspektive 5

Linienperspektive 5

Mittelpunkt eines Objektives 64

-- einer Ellipse 93, 95

Orthogonaler Riß 7

Optische Achse eines Objektives 64

Parabel als Bild eines Kreises 95

Parallelprojektion 13

Perspektive 5

Perspektograph 19

Perspektivisches Bild 3 ff.

Projektion 7

Projektionsstrahlen 4

Projektionszentrum 16

Projizierende Strahlen 4

Reduktion 52

Riß, gerader, rechtwinkliger 7

--, zentraler 4

Satz vom Fluchtpunkt 22

Schiefe Gerade im Raum 59

Schlagschatten 99

Schnittmethode 13

Schrägbilder 13

Schräge Ansicht 58

Sehstrahlen 4

Seitenansicht 51

Spur einer Geraden 20

Steigende Linien im Bilde 40

-- -- -- Raum 59, 60

Stürzende Linien 66

Tafel 4

Tiefenebene 41

Tiefenlinie 25

Tiefenmaßstab 33, 50

Übereckstellung 58

Umgelegtes Auge 34, 37

Umlegung des Auges 34

-- der Grundebene 37

-- -- Horizontebene 35, 37

Untersicht 51

Unzugänglicher Distanzpunkt 75

-- Fluchtpunkt 77 ff.

Verjüngung 52

Verschiebung der Grundebene 27

Verschwindungspunkt einer Geraden 20

Vertikalprojektion 10

Vogelperspektive 68

Weitwinkel 74

Zentralprojektion 4

Zusammenlegen der Tafeln 11

Geschichte der bildenden Künste

Eine Einführung von ~Dr.~ +Ernst Cohn-Wiener+. Geb. ca. M. 4.--

Das Buch will kein historisch geordnetes Nachschlagebuch sein, sondern möglichst viel vom Wesen der Kunst und des Kunstwerkes geben. Es sucht neben dem bloßen Wissen die Freude am Kunstwerk zu vermitteln, erkennen zu lassen, daß hinter dem Werk der Künstler als schöpferische Persönlichkeit steht. Seine Aufgabe, der Selbstbelehrung und als Lehrbuch zu dienen, sucht es nicht zu lösen, indem es durch oberflächliche Behandlung eines verwirrenden Vielerei »mitzureden« befähigt, sondern durch eingehende, Bildhaftigkeit und Anschaulichkeit anstrebende Besprechung der behandelten Kunstwerke sucht es dem Leser den inneren Gehalt der Kunstepochen so vor Augen zu stellen, daß er auch die Werke, die das Büchlein selbst nicht erwähnen kann, zu verstehen vermag. Eine reiche Zahl von Abbildungen -- darunter auch farbige -- dient der Anschaulichkeit. Die neueste Zeit ist besonders eingehend behandelt worden, weil hier das Bedürfnis am unmittelbarsten ist.

Elementargesetze der bildenden Kunst

Grundlagen einer praktischen Ästhetik von Prof. ~Dr.~ +Hans Cornelius+. 2. Auflage. Mit 245 Abb. und 13 Tafeln. Geh. M. 7.--, geb. M. 8.--

»Es gibt kein Buch, in dem die elementarsten Gesetze künstlerischer Raumgestaltung so klar und anschaulich dargelegt, so überzeugend abgeleitet wären. Wir haben hier zum ersten Male eine zusammenfassende, an zahlreichen einfachen Beispielen erläuterte Darstellung der wesentlichsten Bedingungen, von denen namentlich die plastische Gestaltung in Architektur, Plastik und Kunstgewerbe abhängt.«

(+Zeitschrift für Ästhetik+.)

Die bildenden Künste

Ihre Eigenart und ihr Zusammenhang. Vorlesung von Professor ~Dr.~ +Karl Doehlemann+. Geheftet M. --.80

»Eine tiefgründige Besprechung der bildenden Künste -- Malerei, Plastik und Architektur umfassend -- in durchweg anregender Form. Die Fachwelt wie die gebildeten Stände werden die Schrift mit hoher Befriedigung aufnehmen.«

(+Wiener Bauindustrie-Ztg.+)

Unser Verhältnis zu den bildenden Künsten

Von Prof. ~Dr.~ +August Schmarsow+. Geh. M. 2.--, geb. M. 2.60

»Diese Vorträge bilden den wertvollsten Beitrag zur Literatur über die Kunsterziehungsfrage. Schmarsow entwickelt seine Anschauung über das Verhältnis der Künste zueinander, um zu zeigen, wie jede einzelne einer besonderen Seite der menschlichen Organisation entspreche, wie darum auch alle Künste eng miteinander verknüpft sind, da alle von einem Organismus ausstrahlen.«

(+Deutsche Literaturzeitung+.)

Psychologie der Kunst

Darstellung ihrer Grundzüge. Von ~Dr.~ +R. Müller-Freienfels+. 2 Bde. I: Die Psychologie d. Kunstgenießens u. d. Kunstschaffens. II: Die Formen d. Kunstwerks u. d. Psychol. d. Bewertung. Je M. 4.40, in 1 Bd. M. 10.--

»Was diesem Werke Beachtung und Anerkennung erworben hat, ist zum Teil der Umstand, daß es zu den sehr seltenen wissenschaftlichen deutschen Büchern gehört, die auch einen ästhetischen Wert besitzen, aus denen eine Persönlichkeit spricht, die über eine gute Beherrschung des gesamten psychologischen und ästhetischen Stoffes und über eine ungewöhnliche Gabe der Synthese verfügt.«

(+Zeitschrift für Ästhetik+.)

Die Natur in der Kunst

Stud. eines Naturforschers z. Geschichte d. Malerei. Von Prof. ~Dr.~ +F. Rosen+. M. 120 Abb. nach Zeichn. von +E. Süß+ u. Photographien d. Verf. Geb. M. 12.--

»... Botanik und Kunstgeschichte -- zwei Disziplinen, die einander fremd gegenüberzustehen scheinen! Und doch, wieviel neuen Stoff ergibt dieses doppelte Studium. Mit wachsendem Interesse folgen wir dem Führer und wandeln mit ihm von Stufe zu Stufe empor. Zum Genuß des anregenden Buches tragen auch die vielen Abbildungen bei.«

(+Kunstchronik+.)

Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin

+Mathematik und Malerei.+ Von Oberlehrer ~Dr.~ G. Wolff. Mit 25 Abb. und 19 Fig. im Text. Kart. ca. M. 1.60

Die nahen historischen Beziehungen zwischen Malerei und mathematischer Perspektive werden dazu benutzt, um aus formaler Darstellung eines Bildes dessen künstlerischen Wert zu beurteilen. Der 1. Teil entwickelt im engsten Anschluß an die Malerei die Grundlagen der malerischen Perspektive. Der 2. Teil analysiert mit den so gewonnenen Mitteln einzelne perspektivisch besonders lehrreiche Bilder.

+Die altdeutschen Maler in Süddeutschland.+ Von Helene Nemitz. Mit Bilderanhang Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Das Bändchen sucht das Verständnis für die Eigenart und Größe der altdeutschen Malerei des 15. Jahrhunderts und so den Sinn für die in ihren Werken sich offenbarende echt deutsche Schönheit zu wecken. Es zeigt, wie das kraftvolle, tiefinnerliche Gefühlsleben jener Zeit kaum irgendwo eine künstlerisch reinere Ausprägung und Verklärung gefunden hat als in den Bildern der Meister Süddeutschlands.

+Albrecht Dürer.+ V. ~Dr.~ R. Wustmann. M. Titelbild u. 32 Abb. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Eine schlichte und knappe Erzählung des gewaltigen menschlichen und künstlerischen Entwicklungsganges Dürers und eine Darstellung seiner Kunst, in der nacheinander Selbst- und Angehörigenbildnisse, die Zeichnungen zur Apokalypse, die Darstellungen von Mann und Weib, das Marienleben, die Stiftungsgemälde, die Radierungen v. Rittertum, Trauer und Heiligkeit sowie die wichtigsten Werke aus der Zeit der Reife behandelt werden.

+Niederländische Malerei im 17. Jahrhundert.+ Von ~Dr.~ H. Jantzen. Mit 37 Abb. Geh. M. 1.--, in Lw. geb. M. 1.25

Gibt eine Einführung in das Verständnis dieser Blütezeit der Malerei, indem es die zahlreichen, dort in immer neuen Stoffgebieten: Historienmalerei, Porträt, Gruppenbild, Sittenbild, Interieur, Landschaft, Seestück, Kirchenstück, Stilleben auftauchenden malerischen Probleme sowie ihre gesetzmäßigen Zusammenhänge darlegt und die einzelnen hervortretenden Künstlerpersönlichkeiten und -gruppen kurz und treffend charakterisiert.

+Rembrandt.+ V. Prof. ~Dr.~ P. Schubring. Mit 1 Titelb. u. 219 Abb. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Eine lebensvolle Schilderung des menschlichen u. künstl. Entwicklungsganges R's. Zur Darstellung gelangen seine persönl. Schicksale bis 1642, die Frühzeit, die Zeit bis zu Saskias Tode, die Nachtwache, sein Verhältnis zur Bibel, die Radierungen, Urkundliches über die Zeit nach 1642, die Periode des farbigen Helldunkels, die Gemälde nach der Nachtwache und die Spätzeit. Beigefügt sind die beiden ältesten Biographien Rembrandts.

+Die deutsche Malerei im 19. Jahrhundert.+ Von Prof. ~Dr.~ R. Hamann. 1 Bd. Text, 1 Bd. Abb. Geh. je M. 2.--, in Lw. geb. je M. 2.50, in Halbperg. geb. M. 6.--

»H. hat eine ausgezeichnete Darstellung des Entwicklungsganges der Malerei im letzten Jahrhundert gegeben. Meines Wissens gibt es in der ganzen modernen Kunstgeschichtschreibung keine annähernd so vortreffliche Darstellung des Wesens der Malerei seit 1860 bis zum Einbruch des Naturalismus, als sie H. im 6. Kap. seines Werkes gibt. Es ist ein Genuß, sich der meisterhaften Behandlung dieser Epoche ruhig hinzugeben.«

(+Preuß. Jahrb.+)

+Der Impressionismus.+ V. Prof. B. Lazar. Mit 1 farb. Tafel u. 32 Abb. auf Tafeln. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Betrachtet Werden und Wesen des Impressionismus bis in die jüngste Zeit, mit besonderer Betonung der geschichtlichen Entwicklung u. mit Charakterisierung aller großen impressionistischen Maler der Neuzeit.

+Die künstlerische Photographie.+ Entwicklung, Probleme, Bedeutung. V. ~Dr.~ W. Warstat. M. Bilderanh. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

+Deutsche Kunsterziehung.+ Im Auftrage des Deutschen Landesausschusses für den III. Internat. Kongreß zur Förderung des Zeichen- und Kunstunterrichts veröffentl. Mit Schülerzeichn. aus Preußen, Bayern, Sachsen u. Hamburg auf 16 Taf. Ausstattung des Buches v. Prof. P. Behrens. Geh. M. 2.--

+Inhalt+: +L. Pallat+: Zeichenunterricht. +G. Kerschensteiner+: Die Entwicklg. d. zeichner. Begabung. +P. Jessen+: Handarbeit u. Kunst. +G. Pauli+: Das deutsche Bilderbuch. +P. Hermann+: Das Wandbild in der Schule. +C. Götze+: Junge Kräfte. +A. Lichtwark+: Die Entwicklung der deutschen Kunstmuseen.

+Die Erziehung d. Anschauung.+ Von Prof. H. E. Timerding. Mit 164 Fig. Geh. M. 4.80, in Leinw. geb. M. 5.60

+Wandtafel und Kreide+ im Elementarunterricht. Gedächtniszeichn. m. erläut. Text von Lehrer Othmer. 25 bunte Taf. mit Erläuterungsheft. In Mappe M. 6.50

+Die Technik des Tafelzeichnens.+ Von ~Dr.~ Ernst Weber. 3. Aufl. 40 teils farb. in Kreidetechnik gezeichn. Taf. nebst 1 Erläuterungsheft m. 6 Illustr. In Mappe M. 6.--

+Das darstellende u. schmückende Zeichnen in der Volksschule+ auf der Grundlage der Arbeitsidee. Eine Lehrplanskizze von Lehrer P. Wendler. Mit 9 Taf. (1 farb.) und 4 Abbildungen. Geh. M. 2.--

+Technisches Zeichnen.+ Von Prof. Horstmann, Regierungs- u. Gewerbeschulrat Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

+Lebendiges Papier.+ Erfindgn. u. Entdeckung. ein. Knaben. Der eig. Jugenderinner. nacherz. v. ~Dr.~ E. Weber. Mit 24 Taf. M. 2.50

+Bau und Leben der bildenden Kunst.+ Von ~Dr.~ Theodor Volbehr. Mit 44 Abb. Geh. M. 1.--, in Leinw. geb. M. 1.25

»Im Gegensatz zu den Kompendien und Leitfaden alten Stils, die, die ›Stile‹ nach ihren äußeren Merkmalen klassifizieren, sucht der Verfasser von einem neuen Standpunkte aus in das Verständnis des Wesens der bildenden Kunst hineinzuführen. In durchaus allgemeinverständlicher Darstellung führt uns das Buch in das Verständnis der Künstlerpersönlichkeit als des für die Kunst entscheidenden Faktors ein. Die Entwicklung eigener Ansichten verleiht dem feinsinnigen Buche hohen Reiz, so daß es auch der Künstler u. der Kunstgelehrte nicht ohne Anteilnahme lesen wird.«

(+Zeitschrift f. d. gewerbl. Unterricht.+)

+Die Entwicklungsgeschichte der Stile in der bildenden Kunst.+ Von ~Dr.~ Ernst Cohn-Wiener Bd. I: Vom Altertum bis zur Gotik. Mit 57 Abb. Bd. II: Von der Renaissance bis zur Gegenwart. Mit 31 Abb. Geh. je M. 1.--, in Lw. geb. je M. 1.25

»... Ein feinsinniges, in hohem Grade anregendes Werk von ersichtlich starker Selbständigkeit seines geistigen Gehaltes. Wir empfehlen Cohns Darlegungen mit ihrem klaren, angenehmen Fluß d. Darstellung der nachdenklichen Kenntnisnahme.«

(+St. Galler Bl.+)

+Zur Architektur u. Plastik des früheren Mittelalters.+ Untersuchungen v. ~Dr.~ G. Weise. M. Abb. [U. d. Pr.]

Die hier vereinigten Einzeluntersuchungen wollen als Vorarbeiten zu einer umfassenden Geschichte der Architektur und Plastik des früheren Mittelalters neue Ergebnisse für die wichtigste Voraussetzung zur Erkenntnis ihres Entwicklungsganges durch eine möglichst genaue Datierung der erhaltenen Werke gewinnen und so für die karolingische und merowingische Zeit eine Vermehrung dieses Materials liefern. In drei Aufsätzen sind die Ergebnisse der von dem Verfasser in jüngster Zeit an verschiedenen karolingischen Denkmälern durchgeführten Grabungen niedergelegt. Eine Reihe kleinerer Aufsätze bringen den Versuch, das heute der Forschung zugängliche Material an karolingischen Denkmälern durch Rekonstruktion einzelner verschwundener Bauten auf Grund der Quellennachrichten zu bereichern.

+Michelangelo.+ Eine Einführung in das Verständnis seiner Werke. Von Prof. Ed. Hildebrand. Mit 1 Titelbild u. 43 Abb. i. Text. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

»Dies Buch dürfte zu den besten populären Werken über M. gehören. In überzeugenden, klaren Worten behandelt der Verfasser das übermenschliche Werk dieses großen Meisters, sein Leben und sein Wirken. Bücher wie diese sind dazu geschaffen, tieferes Interesse an der Kunst zu erzeugen, zur Veredelung d. Masse im besten Sinne beizutragen.«

(+Der Architekt.+)

+Deutsche Baukunst+. Von Geh. Reg.-Rat Prof. ~Dr.~ Ad. Matthaei. 3 Bände. Bd I: Deutsche Baukunst im Mittelalter. 3. Aufl. Mit 29 Abb. Bd. II: Deutsche Baukunst seit dem Mittelalter bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. Mit 62 Abb. und 3 Tafeln. Bd. III: Deutsche Baukunst im 19. Jahrhundert und in der Gegenwart. Mit 35 Abb. Geh. je M. 1.--, geb. je M. 1.25, in 1 Bd. geb. M. 3.75

»... In bündiger, überaus verständlicher Sprache entrollt der Verfasser die Entwicklungsgeschichte der deutschen Baukunst. Das Buch ist so recht geeignet, das zu erfüllen, was der Verfasser am Schlusse des Buches als Zweck desselben ausspricht: ›Den Laien Klarheit schaffen über die Fragen der Baukunst und die Künstler auf jene Zeit hinweisen, in der die Baukunst der Ausdruck deutschen Wesens war, und in denen noch manche entwicklungsfähigen Keime ruhen dürften‹.«

(+Kunst und Handwerk.+)

+Die Entwicklungsphasen der neueren Baukunst.+ Von ~Dr.~ Paul Frankl. Mit 50 Abb. im Text u. 24 Abb. auf Tafeln. Geh. M. 6.--, geb. M. 7.50

+Inhalt+: Problem u. Methode. Die Entwicklungsphasen der Raumform -- der Körperform -- der Bildform -- der Zweckgesinnung. Das Unterscheidende und das Gemeinsame der vier Phasen.

Das Problem, die Architekturstile seit der Renaissance streng zu definieren, wird hier von neuem aufgenommen. Die Methode ist die, daß die vier Elemente der Architektur, Raumform, Körperform, Bildform und Zweckgesinnung, für sich untersucht werden und die Stilmerkmale, die für jede der Stilphasen, Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus, als die entscheidenden gelten sollen, auf die allgemeinste Formulierung gebracht werden. Der gemeinsame Grundzug der ganzen Periode ist die Beziehung zur Antike zunächst und daraus folgend zu einem die Kunst verwissenschaftlichenden Begriff von Richtigkeit, der zuletzt sich ausweitet zu einem Nebeneinander und Nacheinander anerkannter Stilrichtigkeiten im 19. Jahrhundert.

+Die Begründung der modernen Ästhetik und Kunstwissenschaft durch Leon Battista Alberti.+ Eine kritische Darstellung als Beitrag zur Grundlegung der Kunstwissenschaft. Von ~Dr.~ W. Flemming. [Unter der Presse.]

Muß Galilei der Begründer der modernen Naturwissenschaft genannt werden, so darf sein etwas älterer Zeitgenosse L. B. Alberti der Vater der modernen Kunstwissenschaft heißen. Bedeutungsvoller noch als seine Einzelergebnisse ist seine Methode. Diese herauszuarbeiten, ihre Fruchtbarkeit zu erweisen und also den Weg des Florentiners weiterzuschreiten, ist das Ziel dieser Darstellung.

+Planimetrie zum Selbstunterricht.+ Von Prof. P. Crantz. Mit 99 Fig. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Macht, ohne auf wissenschaftliche Strenge zu verzichten, in einfacher und allgemein verständlicher Darstellung, die durch historische Bemerkungen belebt wird, mit den Grundlehren der ebenen Geometrie vertraut, wobei besonders der Zusammenhang der einzelnen Sätze und ihr Nutzen durch Angabe praktischer Anwendungen hervorgehoben wird und reichliche Übungsaufgaben nebst Lösungen beigegeben sind.

+Arithmetik und Algebra zum Selbstunterricht.+ V. Prof. P. Crantz. 2 Bde. I. Teil: Die Rechnungsarten. Gleichungen ersten Grades mit einer u. mehreren Unbekannten. Gleichungen zweiten Grades. Mit 9 Fig. 3. Aufl. II. Teil: Gleichungen. Arithmetische u. geometrische Reihen. Zinseszins- u. Rentenrechnung. Komplexe Zahlen. Binomischer Lehrsatz. Mit 21 Fig. 2. Aufl. Jeder Bd. geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

... Will in leicht faßlicher u. für das Selbststudium geeigneter Darstellg. über d. Anfangsgründe der Arithmetik u. Algebra unterrichten.

+Ebene Trigonometrie z. Selbstunterricht.+ Von Prof. P. Crantz. Mit 50 Fig. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Will wie die andern in der Sammlung »Aus Natur und Geisteswelt« erschienenen Bändchen über Arithmetik und Algebra und die Planimetrie in leicht verständlicher Weise mit den Grundlehren der Trigonometrie bekannt machen. +Vollständig gelöste Aufgaben und praktische Anwendungen+ sind zur Erläuterung eingefügt.

+Analytische Geometrie zum Selbstunterricht.+ V. Prof. P. Crantz. Mit 55 Fig. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Die für den Selbstunterricht bestimmte leicht verständliche Darstellung führt namentlich durch Beigabe zahlreicher ausführlich gelöster Aufgaben rasch zu völliger Beherrschung des Stoffes.

+Einführung in die projektive Geometrie.+ Von Prof. ~Dr.~ M. Zacharias. Mit 18 Fig. Kart. M. --.80