Freiluftleben

Part 13

Chapter 132,576 wordsPublic domain

Ich nahm die Angelrute, es schien wahrhaftig so zu sein, aber im selben Augenblick sauste die Schnur vom Roller. Da war nicht der Grund gefaßt, nein, die kleine Bambusrute stand krumm wie eine Peitsche. Ich bremste aus Leibeskräften, mußte aber den Fisch gehen lassen und die Schnur immer länger und länger geben. Es war ihm nicht zu widerstehen. Ich zog ein, sobald es sich tun ließ, dann zog der Fisch aber wieder hinaus, so stark, daß der Roller pfiff. Wahrhaftig, es mußte ein großer Fisch sein.

Der Bursche fragte, ob er nicht ans Land rudern solle; da müßte der Fisch doch leichter hereinzubekommen sein; die Schnur werde jetzt so lang.

„Bist du verrückt? Halte dich in der Mitte des Fjords und über der tiefsten Stelle. Laß mich nur nicht auf den Grund kommen; denn dann können wir dem Fisch gleich Lebewohl sagen. Rudere aufwärts, soviel du kannst, damit wir nicht in den Strom hineintreiben.“

Wir waren in die Nähe des Ausflusses gekommen und spürten die Strömung.

Nach einer Weile wurde der Fisch schwächer, und ich konnte die Schnur etwas einziehen; aber bald zog er wieder weiter weg, er hatte also noch Kraft genug. Dann ging er in die Tiefe. Ich stemmte mich dagegen, soviel es anging; die Schnur und das einfache Vorfach wurden sehr angespannt. Hierauf zog ich wieder ein. Die Geschichte wiederholte sich in einem fort.

Endlich kam er näher, quer vors Boot. Wir sahen ihn in seiner ganzen Länge; er war wirklich groß. Dann schwamm er noch mehrmals weg und wurde wieder hereingeholt; er kam schließlich ganz unter das Boot, und wir mußten rasch wenden, um von ihm loszukommen.

Endlich ergab er sich einigermaßen und fing an, den Bauch zu zeigen; aber wir hatten keinen Landungshaken, und der Kescher war viel zu klein, um ihn hereinzuholen. Der Bursche versuchte es, er hielt den Kescher unter den Schwanz. Als er ihn aber hob, glitt der Fisch heraus und fuhr in die Tiefe. Ich bekam ihn wieder herauf, ein neuer Versuch wurde mit dem Kescher unternommen. Viermal passierte die gleiche Geschichte.

Dann bekam ich den Hecht wieder an die Bootseite. Noch einmal hält der Bursche den Kescher unter den Schwanz, während ich den Kopf mit der Schnur an dem Bootrand heraufziehe. Dann hopp, wir heben und wälzen ihn herein, und da liegt der Fisch auf dem Boden des Bootes. Die Freude war groß; wahrhaftig ein starker Fisch, er mochte etwa achteinhalb Kilo haben.

Ein unheimlicher Anblick war es, wie er da im Boote lag und den Rachen aufsperrte. Ja, dieser Hecht ist eine Großmacht, die personifizierte Machtgier. Sieh nur den großen Rachen mit den häßlichen Zähnen!

Er darf alles tun, wozu er Lust hat; er verschlingt alles, was er erreicht, und lebt gut auf Kosten anderer. Trotzdem aber wird er eines Tags in solch feinen schwachen Dingen gefangen, weil er sich verrechnete, als er auf ein armseliges kleines Rotauge losgehen wollte......

Wir fuhren wieder den Lövfjord hinauf und fingen noch einige kleinere Fische. Dann war es Schluß, und wir ruderten zum Schuhmacher und seinen vielen Kindern zurück.

„Ja,“ meinte er, „das war ein guter Fang, aber es ist ja auch bald abnehmender Mond, und drum ist es nicht weiter verwunderlich.“

21. Juli.

Die Reise ging weiter ostwärts vom Storsjö längs der Mistraschlucht hinauf über das Gebirge und hinunter zum Klarafluß.

Im Norden lagen hoch über der Bergweite die Sölenberge mit dem tiefen engen Sölenpaß. Durch ihn nahmen vor Jahrhunderten die Pilger ihren Weg auf ihrer langen Wanderung nordwärts zum Schrein des heiligen Olav in Drontheim, wo sie für Leib und Seele Genesung suchten und auch oft fanden.

Ach, wenn man ein solches Wunderheilmittel für das hoffnungslos kranke Menschengeschlecht finden könnte, das jetzt aus eigener Schuld leidet, ohne dem Halt gebieten zu können.

Die Zeiten ändern sich, die Menschen ändern sich, aber die Natur -- die große einfache -- bleibt unveränderlich......

+Viksalm+, 24. Juli.

Die Sonne stand schon über dem Waldrand im Osten und flutete gerade ins Zimmer herein, als ich die Tür öffnete, um im Klarafluß ein Morgenbad zu nehmen.

Welch wundervoll friedlicher Fleck auf dieser lärmenden Erde! Still und ruhig liegen die Sennhütten auf der Wiesenfläche mitten in dem großen Wald. Ein betauter Blumenteppich reicht die Wiese bis zum Flußrand hinab. Draußen glitzert der Klarafluß wie ein breites Silberband; auf der andern Seite steht der dunkle Wald in kühlem Schatten.

Man scheut sich, den Fuß auf diese morgenfrische Reinheit zu setzen und den Tau von diesen zarten Blumenknospen zu treten. Man bleibt stehen, weitet die Brust, saugt diesen Frieden ein und läßt sich die Sonne ins Herz scheinen.

Aber dieser unermüdliche Fluß eilt ohne Rast und ohne Ruh weiter über Rollsteine; seine Schaumkämme und Wirbel wechseln ununterbrochen und doch bleiben sie immer dieselben.

Weshalb solche Hast, gerade hier? Nimm dir doch lieber etwas Zeit, du starker Fluß!

„Laß uns sachte gehen und gut Umschau halten, Sieh der Weg ist reich an lieblichen Gestalten.“

Aber wer kann das in seiner Manneskraft? Du hast es nur eilig, um rasch durch dieses Land zu kommen, nach Schweden hinein.

Ist das ein wunderlicher Fluß! Alle großen Flüsse sonst haben sich im Laufe der Zeiten tiefe Täler gegraben. Der Klarafluß aber hat seinen Lauf geändert. In alten Zeiten floß er vom Fämundsee über den Drevsee geradewegs nach Schweden hinein, dann aber hat er seinen Sinn geändert und seinen Lauf über das graue, mit Renntiermoos bewachsene flache weite Gebirgsland mit seinen runden Höhen und Senken genommen.

Aus dem Fämundsee fließt die Glöta durch unwegsame Moränen aus großen Steinen in den Istersee und dann in den Galten. Daraus geht der Klarafluß hervor. Durch flaches Waldland, endlose Kiefernwälder -- mit hohen, moosbewachsenen Bergen dazwischen -- fließt er zumeist in allmählich fallenden Stromschnellen und stilleren Strecken, seltener in größeren Wasserfällen mit anschließenden tiefen, schwarzen Gumpen für die großen Fische.

Weiter draußen hat er eine größere Talentwicklung gefunden, erst das Elvtal und dann Trysil. Aber auch dieses ist nicht tief und eng und es ist ohne hohe Berge. Der höchste ist der Trysilberg.

So gleitet der Klarafluß hinein nach Schweden. Nicht alles was von Norwegen kommt, ist wohl alle Zeit so willkommen gewesen wie diese strömenden Wassermassen und ihre Tausende und Abertausende von Holzstämmen. Es ist ja dieses norwegische Wasser, das den größten See Schwedens, den Wenersee, mit bilden hilft, Schwedens größten Wasserfall und die größte Kraftstation, den Trollhätta, und dieses Bauholz!....

Herrgott, wenn wir zwei kleinen Völker doch immer einsehen könnten, um wieviel weiter wir kommen, wenn wir jederzeit bereit sind, Kraft voneinander zu empfangen! --

Wie herrlich erfrischt es, in diesem Flusse auf dem hellen Grund zu sitzen und die kühlen Wellen die Brust umrauschen zu lassen, während die Sonne ins Wasser scheint und unten mit den Füßen spielt. Man vernimmt das Jubeln des Pans in den stillen Wäldern.

Ich wollte zur Mißjöhöhe nördlich von den Sölenbergen hinüber; aber es war zu heiß, um am Tage zu gehen. Ich wartete lieber bis zum Abend und genoß inzwischen auf dieser Almwiese die Sonne und den Frieden und träumte den Traum des Waldes.

Große Pläne hatte man gehabt. Ich sollte jetzt eigentlich weit weg sein, unter der Tropensonne im Urwald, im Unbekannten, und war dann vom Krieg verhindert worden.

Weshalb aber so weit weg? Hier ist Sonne genug und blauer Himmel, und ewig jung ist die Natur, ewig neu -- wahrhaftig genug zu entdecken -- und dazu des Waldes große Einsamkeit und Schwermut.....

Im übrigen aber ist gerade hier der Wald jetzt nicht so dicht. Die Menschen sind schlimm mit ihm umgegangen. Sie haben diese weiten Kiefernheiden gelichtet, und es stehen keine großen Stämme mehr. Aber so ist es ja fast überall. Wo sind Norwegens Wälder, die einst Schutz gewährten?

Und trotzdem ist es doch der Wald, aus dem wir gekommen sind. Ostwärts, immer weiter nach Osten erstreckt er sich. Unter seiner ununterbrochenen Decke kannst du Monat für Monat wandern, Jahr für Jahr, durch Schweden, Finnland, durch Rußland, über den Ural, durch Sibirien, durch das Amurland, über Berge und Täler und endlose Waldebenen bis an den Stillen Ozean.

Da sind wir, da bleiben wir wir selbst. Und will sich einer ein Zukunftsheim erträumen, das er nie fand, dann ist es im Wald, das Waldesrauschen von Jahrtausenden über dem Hüttendach, Tautropfen im Farnkraut vor der Tür am Morgen, einen murmelnden Waldbach und kühle kleine Gumpen über weißen rundgeschliffenen Steinen zwischen dem Moos, und dann ein blanker See in der Stille des Waldes, wo der Fisch abends plätschert und große Kreise stößt.

Wie dieses Leben die Menschen gesund und schön macht! Betrachte sie nur alle, denen wir hier begegnen. Diese Bergljot hier auf der Alm, hast du solch eine Königin je gesehen? So selten schön das Antlitz, diese Augen, dieses Lächeln, gütig und zart und doch vertrauensvoll und selbstsicher. Und dann dieser Körper, so wohlgebaut, so fest und kräftig, und diese Haltung, dieser freie leichte Gang.

Nein wahrhaftig, die Menschen waren nicht geschaffen, in Städten zu wohnen! Hier entfalten sie sich. Schicke sie in die Städte, und du findest wieder bleiche verwaschene Gesichter, hängende schlenkernde Körper, müden schleppenden Gang, falschen Staat und falsche Gefühle.

Daß sie hier oben so aussehen müssen, das verstehe ich; aber nicht verstehe ich, daß Bergljot noch nicht verheiratet ist und keine Kinder hat. Aber danach wagte ich sie nicht zu fragen.

+Oberes Rental+, 25. Juli.

Am Abend, als es kühler geworden war, zog ich weiter. Ich stieg den Waldhang nach Aursjövola hinauf, dann im kahlen Gebirge nach Nordwesten. Dort war es leichter zu gehen, und es war auch mehr Hoffnung auf einen Luftzug, der die Mücken und Bremsen etwas fernhalten konnte.

Aber oben unter dem Sölen war es auch auf den kahlen Bergflächen schwer vorwärts zu kommen. Eine Moräne nach der andern kam, mit großen Steinen auf allen Seiten. Kämme, Rücken und Löcher, mit engen, tiefen, von Gletscherflüssen geschnittenen Rinnen durch die Moränen, als ob das Eis sie gestern verlassen hätte. Nur daß das Renntiermoos jetzt alles überwachsen hatte, und es war schwer, durch das tiefe Moos zwischen all diesen großen Steinen vorwärts zu stampfen.

So weit weg von den Menschen!

Aber auch bis hierher verfolgt einen der Lärm des Unwetters von dort draußen. Europa verblutet sich.....

Eine Kraftprobe, sagen sie. Kraft worin? In Machtgier? In Vorbereitungen, die andern niederzuschlagen und die Macht im günstigsten Zeitpunkt an sich zu reißen?..... Ist das die Kraftprobe?

Sind das die Eigenschaften, die die Zukunft aufbauen sollen?

Inzwischen verströmt Europas edelstes Blut. Wer bleibt übrig? Wie soll die Rasse werden, wenn gerade die tüchtigsten, die mutigsten Männer ausgerottet werden?

Und das Leiden, das große heilige Leiden der Völker..... wird es von Kräften verschuldet, die wir nicht meistern können, gleich denen, die diese Moränen aufgebaut haben? Nein, +die Menschen selbst verschulden es+! Wehe uns!.....

* * * * *

Aber welche Nacht! Dort unten der Wald mit den Mooren auf den Flächen bis hinab zum großen Sölensee, der sich weit nach Nordwesten erstreckt, mit waldigen Vorsprüngen, mit baumbestandenen Inseln gleich spähenden Kriegsschiffen -- das erinnert unheimlich an die, die draußen in der Nordsee auf der Lauer liegen, um einander zu vernichten.

Die Wälder erstrecken sich weit hinaus, Rücken hinter Rücken, glitzernde Seen dazwischen. Jenseits der inselüberstreuten Fläche des Sölensees kommt der Galtensee, weiter draußen der Istersee und am fernsten, zwischen blauen Bergrücken, die Lücke des Fämundsees, der selbst nicht zu sehen ist. Über dem Steinrücken, auf dem ich stehe, erhebt sich das Gebirge bis zu den Sölenbergen mit Schluchten, Talkesseln und Schneefeldern.

Aber jenseits des Sölensees und der Waldflächen fern im Norden verschwimmen hohe Berge: Gloföiken, Elgepiggen, Gråhögda, in blauem Dunst unter dem Traum des Nachthimmels.

Wie die Bergweiten wogen! Sie steigen und sinken und steigen wieder immer höher hinauf -- das ist Musik. Unwillkürlich erklingt im Herzen das Preislied.....

Das Preislied? Ist es denn möglich? Kann eine Kultur, die eine Welt geschaffen hat, so erhaben, so schön wie die Musik, eine Kultur, die im Preislied immer höher steigt, bis sie in strahlenden Schönheitsjubel ausbricht -- kann diese Kultur dieselbe sein, die diese brutale Machtgier entfaltet, dieses Jagen nach äußerem Glanz?

Nein, und abermals nein! Das ist nicht die Kultur, das sind die alten Instinkte des wilden Tiers, die die Massen irregeführt und die sie durch die Macht der Suggestion auf Abwege mitgerissen haben. Sie haben Telegraph, Telephon, Presse in ihrem Dienst, um ihr Gift mit der Geschwindigkeit der Elektrizität zu verbreiten. Und der Haufe, der bei der zunehmenden Hast der Gegenwart die eigene Meinung und Urteilskraft verliert, unterliegt ihnen sofort.

Eine Wiedergeburt +muß+ kommen -- eine neue Zeit mit neuen Idealen, in der die geistigen Werte wieder das Ziel bilden und die materiellen nur Mittel werden -- in der der Mob und die Mittelmäßigkeit nicht länger die Welt regieren, sondern die großen Geister die Menschen auf größere Höhen mit weitem Ausblick führen -- in der jede geistige Entdeckung, jeder Sieg in der Welt des Geistes mit derselben Begeisterung begrüßt wird wie jetzt die materiellen Siege -- in der die Menschen für ein größeres, schöneres, einfacheres Leben leben!

Aber die Hetzjagd des Alltags dort unten in den Städten, unter dem Alpdruck des Geldes, verflacht die Menschen. Aus der Wüste, aus der Einsamkeit, aus der einfachen Tiefe der Natur sind zu allen Zeiten die neuen Männer gekommen.

Welch starker Ernst in einer solchen Nacht! Es ist, als höre man das erhabene Lied des Weltraums selbst -- so hoch, so weit, so ätherisch rein -- so wunderbar frei für Herz und Sinn.....

Aus dieser Welt müssen die Männer der neuen Zeit geboren werden, mit den großen einfachen Linien -- aus einem Guß -- ohne die Zweideutigkeit der doppelten Moral.....

Aus dieser nachtstillen Größe müssen die Gedanken sprießen, die dem kommenden Geschlecht Gesundung bringen können.

Werke von Fridtjof Nansen

im gleichen Verlag erschienen.

In Nacht und Eis.

Die Norwegische Polarexpedition 1893-96. Reich illustriert mit einfarb. u. bunt. Abbild. u. Karten. 2 Bde. Neue Aufl. in Vorbereitung.

Das einzige Werk, in welchem Nansen selbst über die kühnste aller Polarfahrten berichtet. Was in den beiden stattlichen Bänden enthalten ist, klingt an die alten Sagen an, die uns von der urwüchsigen Kraft und dem Wagemut germanischer Helden Kunde geben. Nansens Schilderungen bieten in ihrer schlichten, ungekünstelten Darstellung ein großartiges Bild des abenteuerlichen Lebens einer Handvoll mutiger Männer in den Eiswüsten des Nordpols. Ein reich illustrierter dritter Band, gebunden 25 M., verfaßt von zweien seiner Begleiter, schildert das Leben an Bord der „Fram“ nach Nansens Abschied und die tollkühne Schlittenreise des berühmten Forschers.

Nebelheim.

Entdeckung und Erforschung der nördlichen Länder und Meere. Reich illustr. mit einfarbigen u. bunten Abbild. 2 Bde. Geb. 50 M.

Auch auf dem neuen Gebiet ein Entdecker! Haben ihn Eisberge und Nebel seinerzeit gereizt, Gesundheit und Leben einzusetzen, so reizten ihn diesmal die geistigen Nebel, die von Anbeginn der Menschheit bis zum Zeitalter der Renaissance über Deutschland und Norwegen, über der Geschichte aller Länder Nordeuropas lagen. Eine südnördliche Durchfahrt durch alle Wirrnisse dreitausendjähriger Geschichtschreibung, von den Zeiten Homers bis zur völligen Aufklärung im 16. Jahrhundert, ist ihm gelungen! Nicht nur der historische Geograph, sondern jeder Gebildete, der für die altgermanische Welt des Nordens Interesse hat, wird das Buch gern und oft lesen, das Ganze ist durchweht von dem Geist jener alten Wikingerrecken, die auf ihren schlanken Booten hinaussteuerten ins dunkle, geheimnisvolle Nordmeer, um Neuland zu suchen...

Sibirien, ein Zukunftsland.

Reich illustriert mit einfarbigen Abbildungen u. Karten. Geb. 25 M.

Ein neuer Seeweg nach Sibirien -- die wirtschaftliche Erschließung dieses ungeheuer reichen Landes und die gelbe Gefahr sind die Probleme, die in dem Werke mit besonderer Ausführlichkeit und Sachkenntnis behandelt werden. Auch dieses Werk besitzt alle Vorzüge der meisterhaften Schilderung, die den großen Forscher auszeichnet. Unterstützt durch die trefflichen Photographien entrollt sich ein lebendiges Bild des „Landes der Zukunft“.

Druck von F. A. Brockhaus, Leipzig.