m. Vom Silur bis in die Steinkohlenformation häufig, selten im Perm
und in der Trias. Ca. 100 Arten. Sog. »Conularienschichten« finden sich besonders häufig im Untersilur (D) in Böhmen und im Unter- resp. Mitteldevon in Nordamerika und Bolivien.
C. pyramidata Hörn. Untersilur (Grès de May). Normandie. C. anomala Barr. Untersilur. Böhmen. C. acuta F. Rö. (Fig. 395 A, B). Devon. Europa, Bolivien. C. Quichua Ulr. (Fig. 395 D, E). Devon. Bolivien. C. quadrisulcata Sow. (Fig. 395 C). Subcarbon. Grossbritannien.
Hyolithes Eichw. Schale aus kohlensaurem Kalke bestehend, dreikantig, glatt oder fein gestreift. Mündung nicht verengt, aber an der einen Seite ausgezogen, durch einen kalkigen, meist spiralen Deckel verschlossen. Scheidewände wie bei Conularia vorhanden. Hauptsächlich im Cambrium und Silur, seltener im Devon, nur noch vereinzelt in der Steinkohlenformation und im Perm.
H. maximus Barr. (Leth. pal., t. 2, Fig. 9). Cambrium. Böhmen. H. elegans Barr. Untersilur. Böhmen. H. acutus Eichw. (Leth. pal., t. 5, Fig. 11). Untersilur. Nordeuropa.
Die Conularida (Conularia, Hyolithes und einige andere, ausschliesslich paläozoische Gattungen) werden von vielen Autoren zusammen mit den Tentaculitidae (p. 115) an die Pteropoden angeschlossen. Eine äusserliche Aehnlichkeit mit denselben, besonders durch zweiseitige Symmetrie und verkehrt pyramidale Gestalt der Schale hervorgerufen, kann wohl nicht geleugnet werden. Doch trennt eine bedeutende zeitliche Kluft die geologisch alten Conularida von den erst seit der Tertiärzeit bekannten und zart beschalten Pteropoden. Eine gleichzeitig hornige und aus grossen Mengen phosphorsauren Kalkes bestehende Schalenmasse, wie sie bei Conularia vorkommt, findet sich weder bei den Gastropoden noch bei den Pteropoden, sondern nur bei fossilen Cephalopoden (Chondrophora) und bei den niedrig organisirten Brachiopoden (Ecardines). Gegen ihre Zurechnung zu den Cephalopoden wird wiederum das Fehlen eines, die Scheidewände durchbrechenden Siphos angeführt.
5. Klasse: Cephalopoda (Kopffüssler).
Litteratur über Cephalopoden. (Vgl. auch p. 228.)
Die vor den Titeln stehenden Buchstaben beziehen sich auf die in dem betreffenden Werke vorzugsweise behandelten Ordnungen: N = Nautiloidea (Tetrabranchiata), A = Ammonoidea, B = Belemnoidea. Die hinter den Titeln befindlichen Buchstaben bezeichnen die Formationen: P = Paläozoisch, T = Trias, J = Jura, K = Kreide.
N. Angelin. Fragmenta Silurica, ed. Lindström. Holm 1880. P.
AN. Barrande, J. Système silurien du centre de la Bohème. Vol. P. II. 1867-1877. 8 Bände. Litteraturverzeichniss bis 1877.
A. Beyrich, E. Beiträge zur Kenntniss der Versteinerungen des P. Rheinischen Uebergangsgebirges. Abh. d. Berl. Akad. d. Wiss. 1837.
B. Blainville, D. de. Mémoire sur les Bélemnites. Paris 1827. JK.
N. Blake, J. F. Monograph of the British fossil Cephalopoda. P.