Die Primadonna

Part 29

Chapter 293,105 wordsPublic domain

Dann hieß er einen Gärtner ein Auto holen und schickte den zweiten, noch wartenden Trauerwagen fort. Er mochte nicht darin sitzen. Das war ihm unbehaglich.

... Nicht ohne Mühe gelang es ihm, Karla aufzuhelfen. So peinlich es ihm war, aber er mußte einen Vorübergehenden um Hilfe bitten.

„Schillstraße!“ rief er dem Führer zu.

Immer rascher, immer heftiger folgten die Schauer aufeinander, rüttelten an Karlas Körper. So -- nun hatte sie sich erkältet! Das auch noch ... Wurde am Ende krank ... Das fehlte gerade! ...

Mit dem Torwart zusammen schleppte er sie die Treppe herauf, klingelte.

Im Schlafzimmer riß Pauline Karla die Kleider vom Leib, wie schon einmal, und steckte sie in das große, schöne Bett vom Papa -- wie schon einmal.

Nur daß diesmal der Papa in seiner Wohnung blieb, auf einem kurzen, harten Ruhebett diese Nacht und noch viele andere Nächte verbrachte und selbst seine Schachfiguren nicht eher anrührte, als bis der Arzt erklärt hatte: An der Lungenentzündung wäre man wieder mal knapp vorbeigekommen.

August war es geworden.

Der Papa saß an seinem Schreibtisch im hellen, stillen Zimmer und ordnete die Briefe, die an Karla gekommen waren.

Die Welt rief nach ihr, verlangte sie wieder, seit sie wußte, daß kein anderer mehr Rechte an sie hatte.

Wien schrieb zuerst.

Der Papa mußte abtelegraphieren. Eher ging sie nach Kiel zurück, in ihr erstes Engagement, als nach Wien! Die Straßen, die Menschen wiedersehen, zwischen denen sie ihr Glück herumgetragen mit lachendem Stolz -- das brachte sie nicht über sich! ... In Berlin konnte sie noch weniger bleiben.

Kaum genesen von ihrer Krankheit, hatte sie Pauline nach der Landgrafenstraße geschickt. Luise hatte sie nicht über die Schwelle gelassen. Mit freundlichen, aber bestimmten Worten hatte sie gebeten, das Kind nicht aus seiner Ruhe zu scheuchen. Als Pauline etwas von Karla hatte sagen wollen, schnitt Luise ab mit einem entschiedenen: „Es ist erledigt, Pauline. Stören Sie unseren Frieden nicht.“

Viel sanfter, viel wortreicher hatte Pauline es wiedergegeben; aber aus ihren zornfunkelnden Augen erriet Karla die Wahrheit.

Einige Wochen darauf hatte sie selbst dem Kinde aufgelauert, nach Schulschluß. Sie hatte gehofft, es allein zu treffen, wollte es einmal noch in ihre Arme schließen, einen kurzen, armseligen Trost schöpfen aus dieser Umarmung.

Da sah sie Luise aus dem Schulhof treten. Ihr dunkler Scheitel war grau geworden, aber sie hielt sich gerade und aufrecht wie immer.

Schmerzchen, schlank und groß für ihr Alter, schritt an ihrer Seite, ebenso gerade wie sie, den Ranzen ordentlich auf der Mitte des Rückens, die feinen Hände um den Lederriemen an den Achseln geschlungen. Karla löste sich los von dem Mauervorsprung, hinter dem sie sich verborgen.

„Schmerzchen! ... Schmerzchen!“ schrie sie auf.

Das Kind fuhr zusammen, blieb stehen, blickte geradeaus. Luise faßte sie bei der Hand, ihre schmalen Augen unter den geraden Brauen sahen kalt und feindlich über Karla hinweg. Kalt und fremd blickten die Augen des Kindes.

So gingen sie vorüber -- um keinen Schritt rascher als vorher, nur enger aneinandergepreßt, wie in Abwehr einer gemeinsamen Gefahr.

Karla mußte sich an die Anschlagsäule lehnen. Da sie die Augen schloß, sah sie auch nicht, wie kurz vor der Straßenbiegung das Kind den Kopf nach ihr umwendete -- hastig und heimlich.

Sie sah es nicht und wußte nur, daß alles, was sie versuchen mochte, um sich dem Kinde zu nähern, auf unbesiegbaren Widerstand stoßen würde.

„Was haben wir schon wieder angestellt? Schon wieder am Grabe gewesen?“ krähte der Papa sie an, so zornig er konnte.

„Ja,“ sagte Karla und dachte: An einem zweiten Grabe.

Der Papa drängte sie ans Klavier -- an den Bechstein, den Altmann nach der Scheidung an ihn hatte zurückgehen lassen.

Karla setzte sich davor, legte die Hände auf die Tasten und saß so stundenlang, ohne einen Ton von sich zu geben, ohne eine Taste niederzudrücken.

Der Papa schrieb an die Bühnen, sprach von der „Möglichkeit, Karla der Bühne wieder zurückzugewinnen“.

Aber so viele Anträge auch kamen -- Karla hörte kaum hin. Der Papa krähte und zeterte, verlor all seine lächelnde Grazie, all seine Würde. Pauline hatte ihre liebe Not mit ihm. Eines Tages meldete Pauline John Russel.

Der Papa krähte: „Wie ... was ... Russel, der Impresario, der -- --“

Er lief zur Tür, flink wie ein Wiesel, mit blitzenden Augen, mit Locken, die wild um seine Stirne flatterten.

„Mister Russel -- Sie? Das ist -- das ist -- die großartigste Eingebung, die Sie je gehabt haben! Ich bin der Vater -- König ist mein Name, Solotänzer von der Königlichen Oper -- Karla! -- Karla! -- Mädel! -- Du!“

Karla stand am Schachtisch. Sie schien größer als früher, so schlank war sie geworden. Ihr rundes Gesicht war gleichsam in die Länge gezogen -- es sah edler und bedeutungsvoller aus als früher. Die Augen loderten aus den umschatteten Höhlen.

Russel bot ihr nicht die Hand zum Gruße, er umschloß ihre beiden Arme mit seinen großen Pranken und schüttelte sie, wie man ein lange entbehrtes, geliebtes Kind schüttelt.

Um Karlas Lippen flog das erste blasse Lächeln.

„Ach ja, Russel ... die Zeiten ändern sich.“

Er lachte.

„~Never mind~ -- wir auch.“

Er dachte gar nicht daran, auf ihren Schmerz einzugehen oder ihn zu schonen. War ja alles Unsinn.

„~Well~, Karla König -- ein jeder von uns hat etwas, worüber er hinwegkommen muß in seinem Leben -- einen Kummer, eine Schweinerei, ein Verbrechen. Das vergißt sich aber nur, wenn man mit beiden Füßen in die Arbeit springt -- ~you know~. Danken Sie Ihrem Schöpfer, daß er es gut mit Ihnen gemeint und Ihnen so schöne Arbeit gegeben hat! Arbeit und Freunde -- Freunde in allen Gegenden der Welt. Glauben Sie, ich bin aus Amerika gekommen, um Ihnen einen Kondolenzbesuch zu machen? ~God bless me!~ Ich bin gekommen, ~business~ zu reden. Das ist die beste Medizin -- für Sie und für mich. -- ~Well~, Karla König, ich mache jetzt zum dritten Male mein gleiches Angebot. Und diesmal sagt sogar der alte Säufer von Kapelle, Sie sollen kommen. Ohne alles Wenn und Aber kommen. Er verspricht dann auch, nicht mehr zu trinken und sich an die Metropolitan engagieren zu lassen. -- Also, rekapitulieren wir: New York, Frisco, zurück Washington, London, Petersburg–Paris. -- Karla König ... nun stecken Sie Ihre großen Heimatsgefühle zurück. Ihre Heimat ist die Welt. Ihr Thron steht in allen Hauptstädten der zwei Kontinente -- und Ihre Untertanen sind alle Menschen, die einmal drei Töne von Ihnen gehört haben. ~Ready.~“

Der Papa zappelte vor Entzücken.

John Russel -- das war sein Mann! Der Mann war einzig, wundervoll! Wenn Karla nicht annahm, dann -- war sie nichts wert -- nichts war sie wert.

Karla aber fühlte, wie bei John Russels Worten der Rausch längst vergangener Tage mit seinen heißen, prickelnden Nebeln wieder aufstieg, und wußte, daß nur er all das Wunde und Wehe, das in ihr schrie, einlullen -- zum Schweigen bringen konnte.

John Russel sprach weiter auf sie ein -- freundschaftlich, eindringlich, zäh ... spürte als alter Goldgräber der Ader nach, die ihm ihre Schätze ausliefern sollte.

Und Karla setzte ein zweitesmal ihre zitternde Unterschrift unter den Vertrag, der sie ins Ungewisse hinaustrieb.

In fieberhafter innerer Unruhe traf Karla ihre Vorbereitungen. Denn schon in vierzehn Tagen sollte sie sich, zugleich mit John Russel, nach Amerika einschiffen.

Drei Tage vor der Abreise schrieb sie an Altmann. Bat ihn, ihr das Kind zu schicken. Nur für eine Stunde. Nur damit sie Abschied nehmen könnte vor ihrer langen Fahrt. Am nächsten Morgen lag die Antwort neben ihrem Frühstücksteller. Die vertraute, gleichmäßige und pedantische Schrift Altmanns ließ ihr Blut aufwallen, daß es mit schmerzenden Hammerschlägen an ihre Schläfen pochte. Sie riß den Umschlag auf -- ihre eigene Schrift war es, die ihr entgegenstarrte -- das unbeholfene, kindlich dankbare, heiße Gestammel, die sie von ihrem Wochenbett aus an ihren Mann gerichtet hatte: „... Unser Kindchen wirst Du doch lieben? Das mußt Du mir versprechen. Wie danke ich Dir, daß Du es mir gegeben! Wie liebe ich Dich! Nie werde ich aufhören, Dich zu lieben. Deine Karla.“ Darunter mit rotem Bleistift: „Ich habe mein Versprechen gehalten. Du aber --!!“

Zwei Ausrufungszeichen, wie mit zischendem Peitschenhieb hingehauen. Alles Blut lief ihr aus den Wangen und Lippen.

Langsam zerriß sie den Brief in winzig kleine Stücke, warf das Häufchen Papier in die Aschenschale und brannte es mit einem Streichholz an.

Am nächsten Morgen verließ Karla König Berlin.

Jahre zogen dahin.

Gleichartig in ihren brausenden Triumphen für Karla draußen in der Fremde. Gleichartig in ihrer Stille für Altmann in der Landgrafenstraße.

Schmerzchen -- der Name blieb ihr wie eine wehmütige Liebkosung, wie ein letztes Erinnern an die Mutter -- wuchs heran, ruhig, ernst, in uneingestandener, unklarer Sehnsucht, in bedachter Fügsamkeit.

Manchmal, in ihren Träumen nachts, legte sich ein schmerzliches, über ihre Jahre hinaus reifes Lächeln um ihre Lippen -- und ein Stöhnen: halb Weinen, halb Lachen, drang aus ihrer Brust.

Dann stand Luise leise auf, trat an ihr Bett, leuchtete ihr ins Gesicht, richtete die Decken, legte ihre kalte, hagere Hand auf die schlafglühenden Wangen.

„Ich bin ja da, Kind ... ängstige dich nicht.“

Schmerzchen schlug die Augen auf, lächelte ... erkannte die große Gestalt, die streng und sorgend an ihrem Bett stand und schloß die Augen wieder, wie um die Wirklichkeit nicht zu sehen, die so grau und dürftig war.

Schweigsam und ernst war auch der Vater, verhalten im Lob, gemessen im Tadel. Ganz weiß war sein Haar an den Schläfen, und rings um die Augen zogen viele kleine Falten strahlenförmig ihre Furchen. Karlas altes Bild stand unverrückt auf seinem Schreibtisch. Vielleicht sah er es nie mehr an, sah es überhaupt nicht.

Nur als Luise es einmal fortgenommen hatte, weil sie sich dachte, daß es besser für ihn sei, wenn er ihr Gesicht nicht immer vor sich sähe, -- da hatte er durch das ganze Haus gerufen: „Was soll das? ... Luise! ... Wer geht mir an meinen Schreibtisch ....? Wer macht da Unordnung? ... Das verbitte ich mir ...!“

Und obwohl Luise ganz erschreckt das Bild sofort wieder aufgestellt hatte, dauerte es Tage, bis er das Wort wieder an sie richtete.

Karlas Bild aus der ersten Zeit ihrer Ehe -- das war +seine Vergangenheit+.

An der durfte nicht gerüttelt werden. Auch wenn er nie von ihr sprach.

Selbst Schmerzchen gegenüber scheute er sich, von ihr zu reden. Wie ein Haushalten war es, ein ängstliches Sparen. So rasch zerflatterte alles, wenn es in Worten ausgegeben wurde ...

Schmerzchen aber dachte manchmal, daß sie so oft von der Mama träume, weil sie jetzt in ihrem Bett schlief, das man in ihr Zimmer gestellt hatte. Aber das sagte sie niemand. Nicht einmal Onkel Alwin, der sie zum Spazierengehen abholte und ihr dabei so viel von der Mama erzählte.

Manchmal holte der Onkel eine Zeitung aus der Tasche; las ihr vor, aus Kunstberichten in fernen Städten. Oder er zeigte Bilder von ihr, die neuesten Aufnahmen -- in Bühnenkostümen oder in wundervollen Kleidern, reichen Schmuck um den Hals.

Jung und schön sah die Mama immer noch aus -- schöner gewiß als auf Papas Schreibtisch. Aber kein Lachen lag mehr in den dunklen Augen, um den lieben Mund.

In stiller Versonnenheit kehrte Schmerzchen von ihren Spaziergängen mit Onkel Alwin heim -- dem Professor, wie er jetzt genannt wurde.

An Schmerzchens vierzehntem Geburtstage kam wieder nach langer Zeit die ganze Familie in der Landgrafenstraße zusammen. Nur Adele fehlte. Ihr langersehnter Wunsch, „Frau Professor“ zu heißen, war ihr erst geworden, als Alwin Maurer seinen Abschied nahm und ihm der Titel als eine letzte Ehrung nachgeworfen wurde. Es war um die Zeit, als Fritz von der Schutztruppe zurückkehrte und Margot Laurin heiratete.

„Jetzt braucht Ihr Euch um nichts zu sorgen, alte Herrschaften“, hatte er da gesagt.

Adele aber, die allen Sorgen, allen Aufregungen und Entbehrungen standgehalten hatte, erlag der ungewohnten Ruhe satter Beschaulichkeit.

So kam es, daß Alwin Maurer seine Schritte öfter noch nach der Landgrafenstraße lenkte, als zu Karlas Zeiten -- denn durch ihn sollte Schmerzchen es begreifen lernen, daß es Eltern geben konnte, die beide schuldlos waren, auch wenn sie auseinandergingen.

„Das sind eben Schicksale, mein gutes Kind ... Ein jeder trägt das Seine mit sich herum -- und wenn zweie aneinandergeraten -- dann gibt’s einen guten oder bösen Klang -- Glück oder Unglück.“

So war denn das Schicksal wie eine große Wunderglocke für Schmerzchen, und wenn sie einherschritt, mit ihrem zarten Gesicht, den Kopf leicht zur Seite geneigt -- so war es, als lausche sie einem fernen Klang .....

Vielleicht war es dieser selbe, über Wasser und Erde weithinschwebende Klang, der Karla so oft mitten in ihrem rastlosen Wandern, in schmerzhaftem Sehnen ans Herz griff. Wer von den Tausenden, die ihr zujubelten, hatte wohl ein Ahnen von dem Leid und Jammer, die ihrer herrlichen Stimme den süßen wehen Schmelz gegeben, der alle Herzen rührte, -- ihren schönen dunklen Augen den berauschenden feuchten Glanz?

Wie ein flirrender Stern leuchtete ihr Name in den Weltstädten zweier Weltteile auf. Wie eine Herrscherin zog sie die breite Straße ihres Ruhmes entlang -- umworben, umschwärmt, umringt und bejubelt -- nie allein, immer einsam.

So kam es vor, daß im größten Taumel der Begeisterung, die sie umbrandete, an fröhlicher Tafelrunde, auf lärmendem Feste, die Einsamkeit mit ihren großen, lustlosen Augen sie anstarrte. Dann durchbebte es sie mit einem kalten Schauer, wie die Nordeni ihn einst gekannt haben mochte, in der Stille der unablässig wechselnden fremden Zimmer, unter Negern und Abenteurern, die vom Menschen nur das äußere Gebilde zeigten.

Wenn aber Karla die Schätze überzählte, die sie sammelte -- nur um eines Kindes Willen, das weit drüben, unter blaßdeutschem Himmel aufwuchs, wenn sie das fremde, schwere Gold sich häufen sah, dann dachte sie an ein Haus mit großem, rundem Musiksaal, an einen See in märkischer Erde ... an einen wunderschönen Garten und einen langen, langen Tisch in einer großen Halle. An das Haus am Wannsee dachte sie, wo an den zwei Tagen, da sie es betreten -- ihr heißes Glück geboren und eingesargt worden.

Seit Jahren gehörte es ihr -- ein letztes Geschenk der Fürstin Alice Reichenberg, die mit ihrem Sohn von Bad zu Bad reiste, ihren Mann nur noch in Heilstätten besuchen durfte und die Trauer nicht ablegte um den einen, den blinder Zufall oder ein tückisches Geschick wie zum Hohn in strotzender Lebensfülle dahingerafft.

Immer dachte Karla an das Haus -- wie an eine warme, schmerzlich beglückende Zuflucht.

Jetzt wohnte der Papa in den weiten Räumen, und Pauline rasselte mit den Schlüsseln, die ihr Macht gaben über Gesinde, Küche und Keller.

Bald ... in drei ... in fünf Jahren ..! Durfte Karla die Jahre zählen -- sie, die Ewigkeiten verschwendet hatte? ... Aber eines Tages würde auch sie dort einziehen -- Heimat und Ruhe finden.

Und dann ... dann wurde ihr vielleicht doch noch die Krone des Lebens beschieden -- ihr Kind.

Romane von Olga Wohlbrück

_ROMANTIK_

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AUGUST SCHERL G. M. B. H. / BERLIN SW68

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AUGUST SCHERL G. M. B. H. / BERLIN SW68.

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Zwei humorsprühende Bücher

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Richard Alexander

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Am 28. April 1873 unternahm der Verfasser den kühnen Sprung vom Ladentisch auf die weltbedeutenden Bretter. Nach nahezu 40 Jahren, am 1. Juli 1912, nahm er als gefeierter Charakterdarsteller und Theaterdirektor von der Bühne Abschied. Die freudigen und schmerzlichen Ereignisse in seinem erfolgreichen Bühnenleben hat Richard Alexander mit ganz prächtigem Humor in diesem Buche geschildert.

_ABENTEUER UND TRÄUME_

Plaudereien eines lachenden Philosophen

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Max Kleinschmidt

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INHALTSÜBERSICHT:

+Buch der Abenteuer+: 1. Das Geheimnis der Doggerbank. 2. Das zweite Gesicht. 3. Der irreale Bedingungssatz. 4. Die Pflege der Kameradschaft. 5. Der schwarze Passagier. 6. Der Doppelgänger. 7. Der Beutel des Glücks.

+Buch der Träume+: 1. Der Schleier der Maja. 2. Von der Vorsehung. 3. Einstein und Ich. 4. Spiritistisches. 5. Der siebente Tag. 6. Die drei großen Verführer. 7. Runenzauber. 8. Runen und Sprachwissenschaft. 9. Burgunderträume. 10. Die Ur-Nibelungen.

AUGUST SCHERL G. M. B. H. / BERLIN SW68