Part 46
[258] Siehe *Wilde*, Geschichte der Optik I, 254.
[259] Siehe S. 14 u. f. ds. Bds.
[260] Siehe *Ostwalds* Klassiker d. exakt. Wiss. Nr. 20, S. 12 u. 13.
[261] *Hevelius*, eigentlich *Hewelke*.
[262] Selenographia seu descriptio lunae et macularum ejusdem.
[263] *Wolf*, Geschichte der Astronomie. S. 396.
[264] Näheres über das mutmaßliche Schicksal dieser Briefe siehe in *Poggendorffs* Geschichte der Physik. S. 448.
[265] Eine englische Ausgabe besorgte *Newton* (Cambridge 1681).
[266] In seiner Pratique d'Arithmétique. Leyden 1585.
[267] In seiner Pratique d'Arithmétique.
[268] Zuerst in dem Rechenbuch des *Johannes Widmann* von Eger, das 1489 in Leipzig erschien. Erwähnt seien auch die Rechenbücher von *Adam Riese*, dessen Verdienst um die Kunst des Rechnens ja sprichwörtlich geworden ist. Die Rechenbücher *Adam Rieses* haben wissenschaftlich keine Bedeutung; sie waren aber praktisch recht brauchbar und sehr verbreitet. Über die Species, die Progressionen, die Bruchrechnung und die Regel de tri gehen sie kaum hinaus. *Adam Riese* (1492-1559) war Bergbeamter in Annaberg und leitete gleichzeitig eine Schule, in der er besonders das Rechnen lehrte.
[269] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 479.
[270] Anfänge hierzu finden sich schon bei *Aristoteles*.
[271] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 581.
[272] Näheres siehe *Cantor* II. S. 718.
[273] *Suter*, Geschichte d. mathem. Wissenschaften. Bd. II. S. 19.
[274] *O. Stolz*, Größen und Zahlen. Leipzig 1891. S. 11.
[275] *Scipione del Ferro*, 1508.
[276] *Tropfke* I. S. 285.
[277] *Luigi Ferrari*, 1522-1565.
[278] *Gauß* 1799 und *Abel* 1824.
[279] Veröffentlicht in *Descartes'* »Geometrie« im Jahre 1634. Eine deutsche Bearbeitung des Werkes lieferte *Schlesinger*. Berlin 1894.
[280] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 780.
[281] *Cantor* II. S. 605.
[282] Über *Euklids* drei Bücher Porismen siehe *Cantor* I. S. 239 u. f. Vielleicht hängt der Ausdruck mit πείρω, ich forsche, zusammen; jedenfalls verstand man darunter einen Satz, der ein neues Problem anregte und einschloß. (*Cantor* I. S. 291.)
[283] *Fermat* entwickelte seine analytisch-geometrische Methode in seiner Schrift: »Ad locos planos et solidos isagoge«. Die ihm *Descartes* gegenüber zugeschriebenen Prioritätsansprüche sind schwer zu entscheiden, weil *Fermat* sich zumeist darauf beschränkte, die Ergebnisse seiner Forschungen in Paris lebenden Mathematikern (besonders *Mersenne*) brieflich mitzuteilen. Seine Werke und ein großer Teil seiner Briefe wurden erst längere Zeit nach seinem Tode veröffentlicht. *Fermat*, Varia opera. Tolosae 1679.
[284] Elemente VI. 27.
[285] Bei *Regiomontan* begegnet uns z.B. die Aufgabe, festzustellen, von welchem Punkte der Erdoberfläche eine 10 Fuß lange senkrechte Stange, die 4 Fuß über dem Boden endigt, am größten erscheint. Eine Lösung hat *Regiomontan* indessen nicht gegeben. Im 16. Jahrhundert (bei *Tartaglia*) begegnet uns ferner die Aufgabe, eine bestimmte Zahl so zu teilen, daß das Produkt dieser Teile multipliziert mit ihrer Differenz den größten Wert hat.
[286] Methodus ad disquirendum maximum et minimum (*Fermat*, Opera varia S. 63 u. f.). *Fermat* wandte seine Methode schon 1629, also lange vor dem Erscheinen des *Descartes*'schen Werkes an. (*Cantor* II. S. 782.)
[287] de la moindre action.
[288] Der Gedanke findet sich bei *Pappus*. S. auch *Mach*, Die Mechanik in ihrer Entwicklung. S. 397.
[289] *Dühring*, Kritische Geschichte der allgemeinen Prinzipien der Mechanik. Berlin 1873. S. 290.
[290] Methodus inveniendi lineas curvas maximi minimive proprietate gaudentes; neuerdings in *Ostwalds* Klassikern Nr. 46 in deutscher Übersetzung erschienen. Leipzig, W. Engelmann. 1894.
[291] Les lois du mouvement et du repos, déduites d'un principe métaphysique. Histoire de l'Académie de Berlin 1746. p. 290.
[292] Siehe den 8. Abschnitt des III. Bandes.
[293] *Archimedes* (ed. *Nizze*) Seite 12-23. Siehe auch: *Dannemann*, Die Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung. Bd. I. S. 164 u. f.
[294] A. a. O. S. 163.
[295] De motibus stellae Martis: Cap. 59, 5. Opera *Kepleri* (ed. *Frisch*) III, 401.
[296] *Zeuthen*, Geschichte der Mathematik im 16. und 17. Jahrhundert. Leipzig, B. G. Teubner. 1903. S. 255.
[297] Nova Stereometria Doliorum vinariorum. Linz 1615. Opera omnia (ed. *Frisch*) IV, 555. Unter dem Titel »Neue Stereometrie der Fässer« aus dem Lateinischen übersetzt und herausgegeben von *R. Klug*. Bd. 165 von »*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften«. Leipzig, W. Engelmann. 1908.
[298] Opera omnia IV. 575.
[299] Opera *Kepleri* IV, 584-585.
[300] *Kepleri* Opera omnia (ed. *Frisch*) IV, 607-609.
[301] *Bonaventura Cavalieri* wurde 1598 in Bologna geboren. Er war Schüler und später Freund *Galileis*. Nachdem *Cavalieri* in Bologna als Professor der Mathematik gewirkt hatte, starb er dort im Jahre 1647.
[302] Geometria indivisibilibus continuorum nova quadam ratione promota.
[303] Das Werk *Guldins* erschien 1635-1641 unter dem Titel Centrobaryca. *Paul Guldin* wurde 1577 in St. Gallen geboren; er war Jesuit und wirkte als Lehrer der Mathematik in Rom und an anderen Orten. *Guldin* starb 1643.
[304] *Gerhard*, Geschichte der Mathematik in Deutschland. S. 130.
[305] Arithmetica infinitorum sive nova methodus inquirendi in curvilineorum quadraturam 1655. *John Wallis* wurde 1616 in einem kleinen Orte der Grafschaft Kent geboren und wirkte als Professor der Mathematik in Oxford. Er gehört zu den Begründern der Royal Society und starb im Jahre 1703.
[306] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. II. S. 822.
[307] Der Brief wurde im Oktober 1674 an *Leibniz* gesandt.
[308] Nova methodus pro maximis et minimis itemque tangentibus... (Acta eruditorum 1684).
[309] De geometria recondita et analysi indivisibilium atque infinitorum. Acta eruditor. 1686.
[310] Method of fluxions. London 1736. Geschrieben hatte *Newton* dieses Werk schon 1671.
[311] *Fatio de Duillier.*
[312] Réflexions sur la metaphysique du calcul. infinitesimal 1797.
[313] *René Descartes* (*Cartesius*) wurde 1596 in der Touraine geboren und starb 1650 in Stockholm, wohin er durch die Königin *Christine* von Schweden berufen worden war. Vorher hatte er nach einer unsteten Jugend viele Jahre in Holland gelebt.
[314] *Pierre Gassendi*, geboren 1592 in der Provence, gestorben in Paris im Jahre 1655, ist der Erneuerer der atomistischen Lehre *Epikurs*. Über das Verhältnis *Epikurs* zu *Demokrit* siehe Bd. I. S. 75. Nach *Gassendi* wurde eine bestimmte Anzahl von Atomen geschaffen. Sie sind der Urgrund aller Dinge. Außer den Elementen bestehen daher auch das Licht, die Wärme usw. aus Atomen. Sie sind unteilbar, von bestimmter Größe und Gestalt, schwer, absolut hart und undurchdringlich. Zwischen den Atomen befindet sich der leere Raum. Kurz, in den Grundzügen und mit nur geringen Abänderungen entwickelt *Gassendi* in seiner Physica corpuscularis die zuerst von *Demokrit* aufgestellten Lehren der materialistischen Weltanschauung. (Näheres siehe bei *Lange* in seiner Geschichte des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung für die Gegenwart. 1882. S. 184 u. f.)
[315] Brief von *Huygens* an *Leibniz* vom 11. Juli 1692. *Chr. Hugenii* exercitationes mathem. ed. Uylenbroek. Hag. Com. 1833. I, 136.
[316] Novum organum. Lugd. Bat. 1645. Lib. II. Art. 37. p. 294.
[317] Cogitata physico-mathematica. Parisiis 1644. p. 21.
[318] Aristarchus Samius, de mundi systemate Parisiis 1644, p. 2. Vgl. *J. C. Fischer*, Geschichte der Physik. 1801. Bd. I. S. 272.
[319] De motionibus naturalibus. Lugd. Bat. 1686. c. VI. p. 166.
[320] Epitome astronomiae. 1621. Lib. IV. p. 510. *Leibniz* macht an verschiedenen Stellen darauf aufmerksam, daß zuerst *Kepler* diesen Begriff einer Trägheit eingeführt habe. Ansätze zu ihm finden sich nach *v. Lippmann* schon bei *Aristoteles*.
[321] Principia philosophiae 1677. P. II. § 43. p. 41.
[322] *Boyle*, Origo formarum et qualitatum. 1669. p. 50.
[323] *Huygens*, Discours sur la cause de la pésanteur 1690. p. 162.
[324] *Hooke*, De potentia restitutiva. 1678. p. 7.
[325] *Locke*, An essay concerning human understanding. London 1731. V. I. Book II. p. 87.
[326] Micrographia, London 1665. p. 16.
[327] Micrographia, 1665. p. 12.
[328] *Descartes*, Principia philosophiae. 1677. P. II. § 36. p. 37.
[329] *T. Lucretii Cari*, De rerum natura libri sex. II. v. 294-307. Vgl. *G. Berthold*, Notizen zur Geschichte des Prinzips der Erhaltung der Kraft (Ber. d. Kgl. Akad. d. Wiss. z. Berlin. 1875. S. 57, sowie Bd. I des vorliegenden Werkes S. 241).
[330] Animadversiones in X. libr. Diogenis Laertii 1675. V. I. p. 241.
[331] Der Engländer *Thomas Hobbes* (1632-1679) suchte gleich *Descartes* alle Vorgänge auf die Bewegung kleiner Teilchen zurückzuführen. Die Bewegung pflanzt sich dadurch fort, daß sich das Medium bewegt. Eine unvermittelte Wirkung in die Ferne gibt es nicht. Dies alles kennzeichnet die Philosophie des *Hobbes* als materialistisch. Gleichzeitig ist sie sensualistisch, indem sie alle Begriffe auf die Wirkung der Sinnesorgane zurückführt. Bekannt ist der Satz, durch den *Hobbes* dies folgendermaßen ausdrückt: »Nihil est in intellectu, quod non prius fuerit in sensu«. Dieser Satz wird irrtümlich mitunter *Locke* zugeschrieben.
[332] *Spinoza* (1632-1677) stammt von portugiesischen Juden, die nach Amsterdam geflüchtet waren, um den Verfolgungen der Inquisition zu entgehen. Die jüdische Gemeinde verhielt sich gegen *Spinoza* nicht weniger intolerant, da sie ihn seiner religiösen Ansichten wegen durch Meuchelmord aus dem Wege zu räumen suchte und schließlich ausstieß. *Spinoza* erwarb sich seinen Lebensunterhalt durch das Schleifen optischer Gläser. Er wurde durch seine philosophischen Schriften als Fortsetzer des cartesianischen Systems bekannt und erhielt einen Ruf nach Heidelberg, den er aber ausschlug, weil er die Freiheit der Forschung nicht als gesichert ansah.
[333] *Newton*. Philosophiae naturalis principia mathematica 1723. Lib. III. Scholium generale p. 484.
[334] Philosophiae natur. princ. math. 1723. S. 5.
[335] a. a. O. S. 147.
[336] a. a. O. S. 173.
[337] Auszug aus dem Briefe *Newtons* an *Bentley* v. 25. II. 1692; abgedruckt bei *S. Horsley*, *J. Newtoni* op. omn. Lond. 1782. IV. p. 438.
[338] *Horsley* l. c. p. 394.
[339] Opera omnia; Lausanne 1742. III. 138.
[340] Diss. de causa gravitatis. *Chr. Hugenii* op. reliqua. 1728. I. 121. 125.
[341] *P. H. Fuß*, correspondance math. et physique. St. Petersburg 1843. T. II p. 550.
[342] Nov. act. Petrop. 1779. T. III. P. I. p. 162.
[343] Opera philosophica, ed. *Erdmann*. 1820. p. 466.
[344] Journal des savants. 1669. S. 23.
[345] *Th. Birsch*, The history of the Royal Society. Lond. 1756. Bd. II. S. 337.
[346] *Rosenberger*, Geschichte der Physik. II. 131.
[347] De Beghinselen der Weegkonst. Leyden 1586.
[348] Les [oe]uvres mathématiques de *Simon Stevin*. Leyden 1634.
[349] Wonder en is gheen Wonder.
[350] *Stevins* Werke, Seite 499. V. Buch der Statik.
[351] *Stevins* Werke, S. 499, Fig. 4.
[352] *Stevins* Werke, S. 500, Fig. 2 u. 3.
Beide Nachweise gehören bekanntlich zum festen Bestand des heutigen Physikunterrichts, der sich dazu derselben Apparate wie *Stevin* bedient.
[353] *Stevins Werke*, Les [oe]uvres mathématiques de *Simon Stevin*, herausgegeben von *Girard*, Leyden 1634. Des éléments hydrostatiques; Théorème IX. p. 488-491. Die betreffende Untersuchung hat *Stevin* im Jahre 1608 veröffentlicht (S. *Cantor*, Geschichte der Mathematik. II. 533).
[354] *Galileis* Discorsi erschienen 1638.
[355] *Viviani*, Della scienza universale delle proporzioni.
[356] Opera geometrica. Florenz 1644, 3. Abschnitt: De motu gravium naturaliter descendentium.
[357] v = √(2gh), v_{1} = √(2gh_{1}), v : v_{1} = √h : √h_{1}. Mit der Formel v = √(2gh) war *Torricelli* noch nicht bekannt; sie rührt von *Johann* und *Daniel Bernoulli* her. Bei *Torricelli* ist v = A · √h, worin h die Höhe und A eine Konstante bedeutet.
[358] Siehe *Ostwalds* Klassiker Nr. 11. S. 17.
[359] Siehe S. 82 u. 83 dies. Bds.
[360] Siehe das 7. Heft der »Neudrucke von Schriften und Karten über Meteorologie u. Erdmagnetismus«, hrsg. von Prof. Dr. *G. Hellmann*: Evangelista *Torricelli*, Esperienza dell'Argento Vivo. Berlin. A. Asher & Co. 1897.
[361] *Torricelli* hatte zuerst *Ricci* in Rom darüber geschrieben und dieser *Mersenne* berichtet.
[362] Zu dem *Descartes* *Pascal* angeregt haben will.
[363] *Blaise Pascal*, Récit de la grande expérience de l'équilibre des liqueurs, Paris 1648. Neuerdings erschienen als 2. Heft der »Neudrucke von Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus«, herausgegeben von Professor Dr. *G. Hellmann*. Berlin, A. Asher & Co.
[364] Traité de l'équilibre des liqueurs et de la pesanteur de la masse de l'air. Paris 1663. Verfaßt wurde diese Abhandlung schon im Jahre 1653.
[365] *Pascal*, Oeuvres III. p. 86-86.
[366] In seinen akademischen Vorlesungen (lezioni academiche), die 1715 in Florenz erschienen, und zwar in der 7. Vorlesung.
[367] Eine ausführliche Biographie lieferte *F. W. Hoffmann* unter dem Titel: *O. v. Guericke*, ein Lebensbild aus der Geschichte des 17. Jahrhunderts.
[368] Er starb am 11. Mai 1686 in Hamburg.
[369] Siehe die betreffenden Abhandlungen *G. Bertholds* in den Annalen der Physik und Chemie Bd. 20. 1883, Bd. 54. 1895, sowie in den Verhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Stockholm 1895. Nr. 1.
[370] Mechanica hydraulico-pneumatica, S. 307.
[371] *Ottonis de Guericke* Experimenta nova (ut vocantur) Magdeburgica de Vacuo Spatio. Amsterdam 1672
[372] Aus dem Lateinischen übersetzt und mit Anmerkungen herausgegeben von *Friedrich Dannemann*. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1894 (59. Bd. von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften).
Einige wichtige Kapitel des »Über eigene Versuche« betitelten Buches bilden mit den erforderlichen Erläuterungen den 17. Abschnitt des Werkes von *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig, W. Engelmann 1908.
[373] Auf der ersten Seite der Vorrede seines Werkes de Vacuo Spatio.
[374] *Ostwalds* Klassiker Nr. 59. S. 11.
[375] Eine der von *Guericke* gebauten Luftpumpen sowie seine Magdeburger Halbkugeln befinden sich jetzt im Deutschen Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und der Technik in München. Die Zeit der Erfindung der Luftpumpe wird auf 1647-49 oder 1651-52 angesetzt. Ob mit Recht, bleibt dahingestellt. Siehe *F. Poske*, Zum Gedächtnis *Otto von Guerickes*. Verhandl. d. Deutschen physikal. Gesellsch. IV (1902). Nr. 16.
Eine andere Luftpumpe gelangte 1676 nach Stockholm. Dort diente sie Jahrzehnte zur Anstellung von Versuchen. Als noch vorhanden wurde sie zuletzt im Jahre 1734 nachgewiesen. Neuere Nachforschungen nach dieser Originalluftpumpe *Guerickes* blieben zunächst ohne Erfolg (*Berthold* in *Poggend.* Annalen. 1895. S. 726). Vor kurzem (1917) hat sie sich aber in den Sammlungen der Universität Lund wiedergefunden. Über die noch erhaltenen Luftpumpen und Nebenapparate *Guerickes*, sowie die ersten englischen und niederländischen Luftpumpen gibt der »Bericht über die Ausstellung wissenschaftlicher Apparate im South Kensington Museum« (Berlin 1877. S. 158 u. f.) Auskunft.
[376] Magdeburgische Versuche Kapitel XXII. Siehe 59. Bd. von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften S. 66.
[377] Siehe S. 207.
[378] Siehe *Ostwalds* Klassiker Nr. 59. S. 66.
[379] *Ostwalds* Klassiker Nr. 59. S. 45.
[380] *Pascal* hatte dies aus der Verkürzung der Quecksilbersäule des Barometers gefolgert (siehe S. 197 d. Bds.). *Guericke* verschloß einen Rezipienten am Fuße eines Kirchturms und begab sich mit ihm auf die Spitze desselben. Wurde der Hahn jetzt gedreht, so trat Luft aus, während Luft in den Rezipienten hineindrang, wenn man ihn auf der Spitze des Turmes verschloß und am Fuße wieder öffnete. *Guericke*, De vacuo spatio. III. Buch, 30. Kap.
[381] *Ostwalds* Klassiker Nr. 59. Kap. XV.
[382] *Ostwalds* Klassiker Nr. 59. S. 108.
[383] New experiments, Physico-Mechanical, touching the Spring of the Air and its Effects made in the most part in a new pneumatical engine. Oxford 1660. Ein Jahr später erschien eine lateinische Übersetzung unter dem Titel: Nova experimenta de vi aeris elastica.
[384] *R. Boyle*, Opera varia. Genevae 1680. S. 38. Fig. 5.
[385] Mitgeteilt von *Boyle* in seiner Schrift gegen *Linus*, Defensio contra *Linum* London 1662. Cap. V. Opera Varia. Genf 1680. S. 42 ff.
[386] *Mariotte*, Essai sur la nature de l'air. 1679. Die wichtigsten Abschnitte enthält *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher. S. 104 u. f.
[387] 40--1--14.
[388] *Leibnizens* und *Huygens'* Briefwechsel mit *Papin*. Herausgegeben von *Gerland*. Berlin 1881. S. 222.
[389] Durch *Vidi*. *Poggendorffs* Annalen. 1848. Bd. 73. S. 620.
[390] Siehe Bd. I S. 434.
[391] Dort ist er 1644 auch gestorben.
[392] Eine sehr ausführliche Geschichte des Namens »Gas« bringt *v. Lippmann* im II. Bande seiner Abhandlungen u. Vorträge. S. 361-394. Veit u. Co. Leipzig 1913.
[393] *Van Helmonts* Schriften hat sein Sohn unter dem Titel »Ortus medicinae vel opera et opuscula omnia« im Jahre 1648 herausgegeben.
[394] *H. Kopp*, Die Alchemie in älterer und neuerer Zeit, Heidelberg 1886. Bd. I. S. 8.
[395] *Leibniz*, Historia inventionis phosphori. Miscellanea Berolinensia 1710. T. 1. p. 91.
[396] Ein Jahrhundert später (1776) zeigte *Gahn*, daß sich Phosphor aus kalzinierten Knochen darstellen läßt, indem man den beim Eindampfen der Knochen mit Schwefelsäure erhaltenen Rückstand mit Kohle destilliert.
[397] *H. Peters*, Leibniz in seiner Beziehung zur Chemie und den anderen Naturwissenschaften. Chemikerzeitung 1901. Nr. 81 u. 82.
[398] *J. C. Orchall*, Augsburg 1684.
[399] Das Geburtsjahr ist nicht bekannt.
[400] Alchemia est ars perficiendi magisteria et essentias puras e mistis separato corpore extrahendi.
[401] Es wurde auch als Wundersalz (Sal mirabile) bezeichnet und fand in der Heilkunde bald ausgedehnte Anwendung.
[402] 2NH_{4}Cl + CaO = CaCl_{2} + 2NH_{3} + H_{2}O.
[403] In der heutigen Formelsprache würde dieser Vorgang durch folgende Gleichung wiederzugeben sein:
3HgCl_{2} + Sb_{2}S_{3} = 2SbCl_{3} + 3HgS.
[404] In seinem Preliminary discourse.
[405] *E. Bloch*, *Boyles* Anschauungen über die Metallverkalkung. Chemikerzeitung. 1915. S. 481-486.
[406] Nach *v. Lippmann* kannte diese Reaktion schon *Plinius*.
[407] *Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften Nr. 125. Leipzig, W. Engelmann. 1901.
[408] Dies hatte man seit 1600 schon wiederholt vor *Mayow* beobachtet.
[409] *Ostwalds* Klassiker Nr. 125. S. 15.
[410] Siehe den 19. Abschnitt des 3. Bandes.
[411] Rariarum stirpium per Pannoniam, Austriam et alias provincias observatarum historia. Antwerpen 1583.
[412] Rariarum stirpium per Hispanias observatarum historia. Antwerpen 1576.
[413] Exoticorum libri 10. Antwerpen 1605.
[414] *Sprengel*, Geschichte der Botanik. I. 294.
[415] Pinax theatri botanici. Basel 1623.
[416] *Sachs*, Geschichte der Botanik. S. 37.
[417] Er wurde 1519 in Arezzo geboren, war ein Schüler des (Bd. I. S. 458) erwähnten *Luca Ghini* und starb 1603.
[418] *Emil Wohlwill*, Joachim Jungius. Mit Beiträgen zu Jungius' Biographie und zur Kenntnis seines handschriftlichen Nachlasses. Hamburg 1888.
[419] Isagoge phytoscopica. 1678.
[420] *Robert Morison* wurde 1620 in Aberdeen geboren. Er starb 1683.
[421] Plantarum umbelliferarum distributio nova. 1672.
[422] Er wurde 1628 in Essex geboren und starb 1705.
[423] Historia plantarum. 1686-1704.
[424] Latinisiert für *Bachmann* (1652-1725).
[425] *Tournefort* (1656-1708) wurde in der Provence geboren. Er wirkte als Professor am Jardin des Plantes und durchforschte die Flora in Griechenland, Nordafrika und Kleinasien, Ländern, welche der Botanik des Altertums wegen immer noch eine besondere Anziehungskraft ausübten.
[426] *Sprengel*, Geschichte der Botanik. II. 157.
[427] Historia plantarum (1686) und Methodus plantarum nova (1682).
[428] Historia plantarum. Bd. I. 1886. S. 40.
[429] a. a. O. S. 42.
[430] *Karl Jungmann*, Die Weltentstehungslehre des Descartes. Bd. 54 der Berner Studien zur Philosophie und ihrer Geschichte. Herausgegeben von *Ludwig Stein*. Bern, Buchdruckerei Scheitlin, Spring & Co., 1907. 51 Seiten.
[431] *Laplace*, Précis de l'histoire de l'astronomie. Paris 1821. p. 99.
[432] Die Royal Society veröffentlichte ihre Arbeiten seit dem Jahre 1665 unter dem Titel »Philosophical Transactions«.
[433] Siehe auch *P. Tannery*, Les sociétés savantes et l'histoire des sciences. Paris, 1906.
[434] *Weld*, History of the Royal Society, und *v. Ranke*, Englische Geschichte. V. 165. Die Verleihung der Korporationsrechte erfolgte am 10. Juli 1662.
[435] *Heinrich Oldenburg* war im Jahre 1626 in Bremen geboren und als Konsul seiner Vaterstadt nach England gekommen. Nach Verlust seiner Stelle zog er als Hofmeister eines jungen Lords nach Oxford. Dort wurde er mit Mitgliedern der Royal Society bekannt, die ihm seiner Sprachkenntnisse wegen das Amt eines Sekretärs anvertrauten.
[436] Zeitweilig führten sie den Titel Philosophical Collection. Die Gesellschaft selbst übernahm die Herausgabe erst vom 47. Bande (1753) ab.
[437] Über ihn und seine Bedeutung für die Förderung der Wissenschaften wurde an anderer Stelle (s. S. 245) schon berichtet.
[438] Nicht zu verwechseln mit der schon vor ihr gegründeten französischen Akademie, die wie die Accademia della Crusca in Rom, der Pflege der französischen Sprache diente.
[439] Siehe den ersten Abschnitt des IV. Bandes.
[440] *Jungius* wirkte eine Zeitlang als Rektor des Johanneums in Hamburg. Er starb nach einem vielbewegten Leben 1667. Siehe auch *Guhrauer*, Joachim Jungius und sein Zeitalter. Tübingen 1850.
[441] Der vollständige Titel lautet in der Übersetzung: Vorschlag, die Naturforschung ihres Nutzens wegen zu fördern und zu diesem Zwecke eine Deutsche Gesellschaft zu gründen, deren Aufgabe es sein würde die nutzbringenden Künste und Wissenschaften in unserer Sprache zu beschreiben und den Ruhm des Vaterlandes zu mehren.
[442] *Harnack*, Geschichte der preußischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 1901. S. 243.
[443] Eine ausführliche Biographie *Newtons* verfaßte *Brewster*: Life of Newton. London 1831. Übersetzt von *B. M. Goldberg*. Leipzig 1833. Neu bearbeitet erschien dies Werk unter dem Titel: Memoirs of the Life, Writings and Discoveries of Sir Isaac Newton. Edinburg. 2 Bde. 1855. 2. Aufl. 1860. Siehe auch *Snell*, Newton und die mechanische Naturwissenschaft. Dresden u. Leipzig 1843.
[444] *Wallis*, Arithmetica infinitorum sive nova methodus inquirendi in curvilineorum quadraturam. 1655. *Wallis* beschäftigte sich darin wie *Cavalieri* in seinen »Indivisibilien« vorzugsweise mit Quadraturen und Kubaturen, verfuhr, anknüpfend an *Descartes*, aber mehr rechnerisch, während *Cavalieri* seine Ableitungen so geometrisch als irgend möglich zu gestalten trachtete (siehe auch *Cantors* Geschichte der Mathematik II, 822).
[445] *Zucchi* 1616. Siehe *Nicolai Zucchii* Optica philosophica. Leyden 1652. Die bezügliche Stelle wird von *Wilde* in seiner Geschichte der Optik, Bd. I. Seite 308 angegeben. *Zucchi* machte auch, wie er an dieser Stelle mitteilt, den entsprechenden Fundamentalversuch, indem er das Licht mit einem Hohlspiegel auffing und gleichzeitig eine Konkavlinse in passender Entfernung ans Auge brachte. Er wird deshalb von *Wilde* schon als der Erfinder des Spiegelteleskops bezeichnet (*Wilde* I, 308). *Gregory* beschränkte sich in seiner Optica promota vom Jahre 1663 (Seite 92 u. f.) auf den bloßen Vorschlag, das durch zwei Spiegel erzeugte Bild durch eine Linse zu betrachten. Die Ausführung dieses *Gregory*'schen Teleskops erfolgte erst ein Jahrzehnt später (1774) durch *Hooke*. Siehe die schematische Zeichnung in *Wüllners* Lehrbuch der Experimentalphysik II, 344.