Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter bis zur Mitte des dreizehnten Jahrhunderts, Erster Band (von 2)

Part 53

Chapter 533,451 wordsPublic domain

Einen eigenthümlichen inneren Gegensatz zeigt uns die um dieselbe Zeit geschriebene Chronik eines =Salernitaners= bis zum Jahre 974[8]. Der Verfasser hat nämlich seinen grammatischen Cursus durchgemacht, er ist sehr stolz auf seine gelehrte Bildung und giebt zuweilen wunderlich spitzfindige sprachliche Untersuchungen zum besten. Auch kann er ziemlich fehlerfrei schreiben, wenn er sich Mühe giebt; dazwischen aber kommen wieder Stellen, wo er alle seine Gelehrsamkeit vergißt und mit allen Flexionsformen ein leichtsinniges Spiel treibt. Zum Geschichtschreiber war er wohl etwas besser befähigt als Benedict, aber auf einen hohen Standpunkt hat auch er keinen Anspruch. Er knüpft an Paulus Geschichte der Langobarden an und erzählt nun weiter von den langobardischen Fürstenthümern in Unteritalien, was ihm gerade einfällt, ohne viel Ordnung und ohne alle Kritik; Erchempert hat er, wie Dümmler bemerkt, stark benutzt und was er aus eigener Kunde hinzufügt, hat keinen grossen Werth. Trauen darf man ihm nicht viel, aber seine lebendig vorgetragenen, oft ganz novellenartigen Erzählungen geben doch einen erwünschten Einblick in das Leben und Treiben jener Länder, und für die Geschichte Unteritaliens sind wir oft allein auf seine Nachrichten angewiesen.

[8] _Chron. Salernitanum_ ed. Pertz, MG. SS. III, 467-571 (S. 548 de martyrio S. Procopii ex cod. Bamb. Wiederholt SS. Langob. p. 457. Die Regententafeln am Anfang ib. p. 491; bei Caravita II. 36 e cod. Cas. 269). -- Bruchstücke übersetzt in Abels Paulus Diaconus S. 192-202. Zu vergleichen ist: Schipa, Storia del principato longob. di Salerno, Nap. 1887. Einige Einwendungen von F. Hirsch, Hz. LXI, S. 188.

Ungleich besser als diese Schriften ist die Chronik =Venedig's= von dem Diaconus =Johannes=, dem Caplan und vielleicht Verwandten des Dogen Peters II Urseolus (991-1009), der wiederholt als Gesandter an Otto III und Heinrich II geschickt wurde[9]. Seine Sprache ist die eines Geschäftsmannes, ungeschmückt, auch nicht frei von Verstößen gegen die Regeln der Grammatik, aber leicht verständlich und dem Gegenstande angemessen; seine venetianischen Provinzialismen sind in einer solchen Schrift für seine Landsleute ganz an ihrem Platze und unendlich viel angenehmer, als die ungeschickten Phrasen der halbgelehrten Mönche. Im Anfang auf Paulus Diaconus und Legenden gestützt und begreiflicher Weise mangelhaft, führt er seine Geschichte fort bis 1008; sie gewinnt an Reichthum des Inhalts mit dem Fortschritt der Erzählung und wird besonders wichtig, wo er von den Berührungen mit den Kaisern berichtet, bei denen er selbst betheiligt war. Die treffliche Regierung des Dogen Peters II bildet den Hauptgegenstand seiner Darstellung. Ueberhaupt erkennt man hier gleich, daß der Verfasser das Leben nicht nur aus der Ferne sah, sondern selbst mitten darin stand.

[9] _Johannis diaconi Chron. Venetum et Gradense_ ed. Pertz, MG. SS. VII, 4-38. Vgl. Giesebr. I, 790; Kohlschütter, Venedig unter Peter II (Goett. Diss. 1868) S. 61-65 gegen die von Pertz angenommene successive gleichzeitige Abfassung; auch gegen die Annahme, daß das Chron. Grad. von demselben Verfasser sei. Zustimmend Henry Simonsfeld: Andreas Dandolo u. seine Geschichtswerke (München 1876) S. 56-79. Monticolo, La cronaca del diacono Giovannino e la storia politica di Venezia sino al 1099, Pistoja 1882, 4. Früher nannte man diese Chronik das _Chron. Sagornini_. Ein merkwürdiger Brief des Dogen von Venedig an Heinrich I bei Dümmler, Gesta Berengarii S. 157. -- _Chronica patriarcharum Gradensium_ bis 1049, ed. Waitz, SS. Langob. p. 392-397, als die ursprüngliche Fassung, e cod. Barberin. XI, 145. Vgl. auch G. Monticolo im Arch. Venet. XV, 1 ff. Derselbe: I manoscritti e le fonti della cronaca del diac. Giovanni, Bull. dell'Instituto stor. Italiano, N. 9, S. 37-327. Von dems. die Ausgabe: Fonti per la storia d'Italia IX. Cronache Veneziane antichissime, 1890; vgl. NA. XVI, 210; Simonsfeld HZ. LXVII, 360-365.

In dem älteren Theile dieser Chronik herrscht eine große Verwirrung. Ueber diese Vorgeschichte von Venedig vor der Wahl des ersten Dogen und die Chronologie der nächsten zwei Jahrhunderte hat Andreas Dandolo in seinen Annalen bessere Nachrichten; es scheint ihm ein altes Dogenverzeichniß vorgelegen zu haben, mit den kurzen Charakteristiken der ersten Dogen, welche bei Johannes fehlen.

Sehr alte Elemente sind ferner in den ersten Büchern des sog. _Chronicon Altinate_[10], die mit ihrer höchst barbarischen Sprache nach Simonsfeld schon im Anfang des 10. Jahrhunderts zusammengestellt, später mit Zusätzen vermengt und bis ins 13. Jahrhundert fortgeführt sind; die ursprüngliche Form bleibt häufig zweifelhaft. Das zweite Buch desselben nach der Dresdener Handschrift ist nach Simonsfeld im ersten Theil des Chronicon Gradense im Cod. Urbinas überarbeitet[11]. Derselbe hat werthvolle =Venetianische Annalen= des 11. und 12. Jahrhunderts zuerst veröffentlicht[12] und das Verhältniß aller dieser und anderer Quellen zu den Annalen des Andreas Dandolo, des Dogen von 1343-1354, (bis 1280) so wie die sehr verwickelten Fragen über die handschriftliche Ueberlieferung der Werke desselben genau untersucht.

[10] Ausg. vom Abb. Antonio Rossi im Archivio stor. Ital. VIII, u. nach der besseren Dresd. Hds. im Appendice, Tomo V, 1847; jetzt als _Chron. Venetum vulgo Altinate_ v. Simonsfeld, MG. SS. XIV, 1-97, nach 4, sehr von einander abweichenden Handschriften. Eine in Hss. damit verbundene sagenhafte Darstellung der Troj. röm. Gesch. ed. Simonsfeld, NA. XI, 239-251. Ders. gegen Phantastereien des Dott. Rob. Galli im Arch. Ven. XXXV, parte 1 (1888).

[11] Ueber die verschiedenen Bestandtheile, aus welchen dieses und auch schon das Chron. Altinate in dem betr. Abschnitt zusammengesetzt ist, handelt G. Waitz, NA. II, 375-381.

[12] NA. I, 397-410; vgl. Dand. S. 90-96. Sie sind wiederholt im Arch. Ven. XII mit Abh. von R. Fulin; MG. SS. XIV, 70.

Wenig erfreulich ist die historische Thätigkeit im Kloster =Nonantula=; dem Inhalt nach in frühe Zeit hinaufreichend, hat sie uns doch wesentlich nur spätere Aufzeichnungen verwirrter und fabelreicher Tradition hinterlassen. Ein Leben des ersten Abtes =Anselm=[13] († 803) mit der Gründungsgeschichte aus der Zeit des Königs Aistulf, aber erst im Anfang des elften Jahrhunderts mit viel chronologischer Verwirrung und wenig Inhalt geschrieben, und Translationsgeschichten des h. Silvester; dann will ihr Glück, daß der Pabst =Adrian= III 885 in der Nähe des Klosters stirbt und bei ihnen begraben wird. Bald wird er als Heiliger verehrt und thut Wunder; eine Ueberlieferung davon erhält sich mündlich oder schriftlich, aber weiter weiß man nichts von ihm, und da man doch eine Legende von ihm haben will, wird im ausgehenden elften Jahrhundert der Zeitgenosse Karls des Großen Adrian I mit ihm zu einer Person verarbeitet. Da hatte man Stoff genug, und nahm zu Einhard u. a. noch den liber diurnus, von dem vielleicht bei jener Gelegenheit ein Exemplar im Kloster geblieben war, und so kam das Monstrum zu Stande, welches noch nie gedruckt, aber in durch Mabillon bekannt gewordenen Auszügen zu gläubig angenommen ist und Schaden angerichtet hat[14]. Dann um 911 die =Translatio SS. Senesii et Theopompi= aus Treviso, welche unter der Königin Adalheid gegen die Pest nach Pavia gebracht wurden, aber erst unter Abt Rudolf (1002-1035) geschrieben; eine Abtreihe bis 933 und eine zweite mit einigen geschichtlichen Nachrichten bis auf denselben Rudolf[15], unter dem durch Erzbischof Aribert die Mönchsregel wieder hergestellt wurde. Damit beginnt denn auch erst die Zeit, aus welcher schriftliche Aufzeichnungen uns erhalten sind.

[13] _Vita Anselmi_, SS. Langob. p. 566-570. Mit allen übrigen Stücken gedruckt bei Bortolotti, Vita di S. Anselme abb. di Nonantula, con appendici ed illustrazioni e tavole 3, Modena 1892.

[14] S. Th. v. Sickel, Die Vita Hadriani Nonantulana und die Diurnus-Hs. V. im NA. XVIII, 107-133.

[15] SS. Langob. p. 571-573 als _Nomina abhatum Nonantul._, sonst Chronicon Nonantulanum genannt. Bischof Joh. von Arezzo schenkte an Non. um 876 ein prächtiges Sacramentar, Delisle, Sacram. p. 128. -- Unbedeutend und fabelhaft ist das Leben des Johannes, ersten Abtes des von Sigifrid II gestifteten Klosters zu Parma, der um 990 starb, erst gegen 1050 nach mündlicher Ueberlieferung verfaßt, Mab. V, 715-724.

§ 14. Italien. Biographieen.

Gegen das Ende des zehnten Jahrhunderts verschwindet in Italien jene Barbarei, welche hier weit greller als in den anderen Theilen des karolingischen Reiches hervorgetreten war. Die bessere Ordnung der politischen und kirchlichen Verhältnisse macht sich auch hier fühlbar. Auf Veranlassung des Kaisers Otto II schrieb ein Bischof =Gumpold= von =Mantua=, von dem sonst wenig bekannt ist, ein Leben des böhmischen Herzogs und Märtyrers =Wenceslaus= († 935). Er stand indessen der Zeit wie den Ereignissen zu fern, um viel davon zu wissen, und suchte die Dürftigkeit des Inhalts durch schwülstige Phrasen zu verdecken. Hochtrabende sallustische Ausdrücke paaren sich bei ihm in widerlicher Mischung mit der kirchlichen Phraseologie. Im Prolog werden auf solche Weise die Bestrebungen der Menschen geschildert und dabei die freien Künste mit Umschreibungen bezeichnet, welche Büdinger ohne Grund auf Gerberts Disputation mit Otrich bezogen hat[1]. Es ist deshalb auch nicht nöthig, die Entstehung der Schrift nach Errichtung des Prager Bisthums anzunehmen, von welcher Gumpold noch nichts weiß und von der man doch kaum annehmen kann, daß er sie, wenn er später schrieb, nicht sollte erfahren oder berücksichtigt haben[2].

[1] Diese, wie mir scheint, allein richtige Deutung jener Stelle verdanke ich freundlicher Mittheilung von Jaffé.

[2] _Gumpoldi Vita Vencezlavi ducis_, von Pertz entdeckt und herausgegeben MG. SS. IV, 211-223: wiederholt Migne CXXXV; Fontes Rer. Boh. (Pragae 1872) I, 146-166. Vgl. Büdinger, Zur Kritik altböhmischer Geschichte, Wien 1857. Besonders abgedruckt aus der Zeitschr. f. österr. Gymnasien 1857. Heft VII. Hierin ist Gumpolds Existenz urkundlich nachgewiesen. Ueber die verschiedenen späteren Legenden vgl. Friedjung, Kaiser Karl IV und sein Antheil am geistigen Leben seiner Zeit (Wien 1876) S. 150-161.

Ein zweites Leben desselben Märtyrers schrieb später im elften Jahrhundert, doch unabhängig von Gumpold, =Laurentius=, ein Mönch von =Monte Cassino=; dieser beruft sich auf die Erzählungen eines Landsmannes des Märtyrers und mag durch diesen Kunde erhalten haben von einer schon früher in Böhmen und vielleicht in slavischer Sprache verfaßten Legende, auf die wir später noch einmal zurückkommen werden[3].

[3] Auszugsweise mitgetheilt von Pertz, Archiv V, 137-143; vollständig von Dudik, Iter Romanum I, 304-318, Fontes Boh. 167-182. Die Legende _Crescente fide_ bei Dudik, S. 319-326, Fontes 183-190. Ueber die wenig glaubwürdigen Legenden von Wenzels Mutter Ludmila s. die Vorrede von Holder-Egger zu der Ausgabe der ältesten, die jedoch auch erst aus dem 12. Jh. ist, während diejenige, welche bisher für die älteste galt, nur ein Theil von dem betrüglichen Werk des Pseudo-Christann ist, MG. SS. XV, 1, 572.

Eine bedeutende Einwirkung übte auf Italien die damals auch hier eindringende streng mönchische Askese, welche theils von Cluny aus über die Alpen sich verbreitete, theils unabhängig davon und in anderer Gestalt in Italien selbst aufkam. Zu den Hauptträgern dieser Richtung gehört der griechische Calabrese =Nilus=, der durch seine aufs äußerste getriebene Verachtung alles Irdischen einen so großen Eindruck auf Otto III machte. Sein Leben ist von einem Landsmanne in griechischer Sprache geschrieben und enthält einige werthvolle Nachrichten, vorzüglich aber viele anziehende Einzelheiten zur Culturgeschichte Italiens[4].

[4] Acta SS. Sept. VII, 336. Auszüge MG. SS. IV, 615-618. Giesebrecht I, 788.

Von demselben Geiste erfüllt, aber ungleich wichtiger für die deutsche Geschichte, ist das =Leben des heiligen Adalbert=, des Bischofs von Prag und Apostels der Preußen († 997), auf den Wunsch seines schwärmerischen Freundes, des Kaisers Otto's III, verfaßt von =Johannes Canaparius=, dem Abte des Alexiusklosters in Rom, in welchem Adalbert sich eine Zeit lang aufgehalten hatte[5]. Der Verfasser hat Adalbert selbst nahe gestanden, benutzte auch einen Aufsatz des Domprobsts Willico von Prag, und schreibt daher aus voller Kenntniß des Gegenstandes und mit großer Wärme, in reiner, wenn auch von biblischen Phrasen erfüllter Sprache; über die politischen Verhältnisse, welche der Wirksamkeit Adalberts in Böhmen im Wege standen, darf man freilich bei ihm keine Aufklärung suchen. Die wenig spätere Ueberarbeitung dieses Lebens von Bruno von Querfurt erwähnten wir schon oben (S. 354). Bruno gehörte zu dem Kreise jener Asketen, welche in dem Kloster Classe bei Ravenna lebten, aus deren Mitte der Camaldulenser Orden seinen Ursprung nahm. Das Leben des Abtes =Romuald= hat um die Mitte des elften Jahrhunderts der Hauptvertreter dieser Richtung, =Petrus Damiani=, geschrieben; aus den salbungsvollen Sentenzen lassen sich einige geschichtliche Nachrichten auslesen, welche in den Mon. Germ. SS. IV, 846-854 mitgetheilt sind.

[5] _Johannis Canaparii Vita S. Adalberti_ ed. Pertz. MG. SS. IV, 581 bis 595. Ausg. von Al. Batowski bei Bielowski S. 157-183 mit Varianten einer Handschrift aus Kielce. Uebersetzt von Hüffer 1857; 2. A. 1891. Geschichtschr. 34 (X, 7). Vgl. oben S. 354 u. den böhmischen Landtagsschluß von 992 in Wattenbach's Beiträgen S. 51 und bei Erben, Regesta Bohemiae p. 33: diesen finde ich nicht berücksichtigt in dem sonst sehr hervorragenden und scharfsinnigen Aufsatz von Loserth: Der Sturz des Hauses Slawnik, W. Arch. LXV, 19-54, worin Adalberts Mißerfolg in Prag zurückgeführt wird auf die Rivalität seines Hauses, eines fürstlichen chorwatischen, das mit Polen verbündet war, mit den Przemysliden. Die Miracula S. Adalberti sind neu herausgegeben in den Mon. Pol. IV, 221 bis 238, nebst einer neuen Legende.

BEILAGE.

Verzeichniß vollständig oder im Auszug gedruckter Necrologien.

I. Deutsches Reich.

=ERZBISTHUM MAINZ.=

Sprengel von Mainz.

Mainz, Dom: Font. III, 141 aus Schannat, Vind. I, 1-4: Jaffé, Bibl. III, 721; C. Will im Correspondenzbl. d. Gesammtvereins 1878, N. 8. 9. nach Abschrift von Bodmann. Fragmente eines jüngeren s. XII. ed. Schenk von Schweinsberg im Correspondenzblatt 1876 N. 4: dass. v. März bis Oct. C. Will wie oben. Auszüge aus St. Alban und Mariengreden Falk im Correspondenzbl. XXI, N. 5: letzteres vollständig C. Will wie oben. -- Dominicaner: Bockenheimer, Beitr. z. Gesch. d. Stadt Mainz IV. -- St. Agnes ord. Cist.: Auszug bei Bodmann, Rheingauer Alterth. S. 134. 136 Note, sowie F. W. E. Roth, Die Druckerei zu Eltville u. ihre Erzeugnisse (1886) S. 21 Anm. 2. (Mitth. v. F. W. E. Roth, dem ich auch einige der folgenden Notizen verdanke.)

Bleidenstadt: Font. III, 152. C. Will: Monumenta Blidenstat. (1874) S. 35 bis 37 Liber confraternitatis; S. 38-42 Necrologium.

Clarenthal bei Wiesbaden: Kremer, Origines Nass. II, 412-422.

Eberbach ord. Cist. im Rheingau: in 2 Fassungen s. XVII. XVIII. bei Roth, Fontes rerum Nass. I, 3, 1-9 u. 9-61.

Engelport auf dem Hunsrück: Reisach u. Linde, Archiv f. rhein. Gesch. (1835) II, 3-94, von Stramberg.

Erfurt, St. Marien: Mone, Anz. 1835 S. 141-146: vgl. Mone's Zeitschr. f. Gesch. des Oberrheins IV, 253; St. Peter: Schannat, Vind. II, 17; Dominicaner: A. Zacke über das Todtenbuch des Dominicanerklosters und die Predigerkirche zu Erfurt, 1861. Ein thüringisches unbekannter Herkunft ed. Wegele, Zeitschr. f. thür. Gesch. II, 118; Font. IV, 457.

Fritzlar, Collegiatkirche: Zts. d. Vereins f. hess. Gesch. N. F. II, Suppl. Kassel 1863.

Fulda: Diptychon Font. III p. X aus Schannat, Vind. I, 16: Leibn. SS. III. 761. Ein anderes s. XI: Dümmler, Forsch. XVI, 171-177. Annales necrolog. s. oben S. 63. Liebfrauenkloster: Font. IV, 451-455.

Gottesthal, Cist. Nonnen, im Rheingau bei Winkel: Bruchstück in Bodmanns Rheing. Alterth. S. 177 u. daraus bei Roth, Fontes rerum Nass. I, 1, 198 n.

Kaufungen: MG. SS. IV, 791. Font. IV, 457.

Lorsch: Adonis Martyrol. ed. Rom. 1745 p. 689 e cod. Vat. Pal. 485, vgl. Dümmler in d. Zeitschr. f. D. Alt. XVIII, 308; p. 704 e cod. Pal. 499. Jüngeres bei Schannat, Vind. I, 23 e cod. Wirceburgensi (Würzb. Archiv). Font. III, 144 nach Schannat und Pal. 499.

Nordhausen, Stift zum h. Kreuz: G. Schmidt in d. Festschrift d. Harzvereins 1870.

Ruppertsberg: Fragm. ed. Sauer, Nass. Ann. XVII, 1.

Schmerlenbach, bei Aschaffenburg: NA. IV, 376.

Seligenstadt: Stillbauer, Necr. u. kurze Chronik der Abtei S. im Programm d. Realgymn. 1880. Fragm. ed. Falk, NA. XIV, 173.

Bisthum Worms.

Worms: Notizen aus Nonnenmünster bei dem Mon. Kirsgart. ed. Ludewig, Rell. II, 29; vgl. Falk, NA. XIV, 173.

Rosenthal: Kremer, Origines Nass. II, 422-426. Adolf Köllner, Gesch. d. Herrschaft Kirchheim-Boland u. Stauf (Wiesb. 1854) S. 353-357. In diese Gegend gehören auch die Notizen aus einem Nonnenkloster über Wildgrafen und die von Randeck, Bolanden und Stein, bei C. Greith, Spicil. Vat. p. 96 e cod. Vat. 4763.

Sanct Jacob auf dem Donnersberge, vom Orden St. Paul des Einsiedlers: Köllner a. a. O. S. 336-340.

Wimpfen, Petersstift: Schannat, Vind. II, 64, Auszug. Orig. in d. Darmst. Hofbibl. n. 2297.

Bisthum Speier.

Speier, Dom: Fragment eines älteren, Font. IV, 315. Jüngeres ib. 317. Stücke daraus gaben Mone, Anz. 1836 S. 98, Remling, Geschichte d. Bischöfe von Speier I, 413; vollständig v. Reimer, Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrh. XXVI, 414-444.

Lichtenthal: Schannat, Vind. litt. I. 164-172.

Weißenburg: Mone, Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrh. XIII, 492 e cod. Weiß. 81. Zwei andere ed. Mooyer im Archiv f. Unterfranken XIII, 3, 3 bis 43. 50-67. Auszüge aus letzteren Font. IV, 310-314.

Bisthum Straßburg.

Straßburg: Mone's Anz. 1838 S. 9-21; Font. III p. XV. Die Handschrift jetzt in Donaueschingen n. 512. Ein anderes ed. Mooyer im Archiv f. Unterfranken XIII, 3, 69-91. Fragm. ed. Koppmann in d. Festgabe f. Archivar Wehrmann, Hamb. 1879. Exc. Font. IV, 309. Das in Melk verwahrte Memorienbuch hat W. Wiegand herausgegeben, Zts. f. Gesch. d. Oberrh. N. F. III. Daraus sind die von Liblin, Revue d'Alsace mitgetheilten Auszüge, s. NA. XVII, 242. Memorienbuch des Frauenhauses v. A. Woltmann, im Repertor. f. Kunstwissenschaft I, Heft 3 u. 4.

Gengenbach: Baumann, NA. VII, 32.

Honau: Mone, Zeitschr. f. Geschichte des Oberrheins IV, 251.

Bisthum Constanz[1].

[1] Die Necrologien von Constanz, Cur u. Augsburg hat L. Baumann, MG. Necrologia Germ. I (1888), herausgegeben, jedoch abgekürzt und nach 1300 nur im Auszug, so daß für Localgeschichte die besonderen Ausgaben ihren Werth behalten.

Constanz: Auszug von J. F. Böhmer im Geschichtsfreund XIII, 231-233; wiederholt Font. IV, 138; vgl. NA. VII, 33. Necrol. I, 282-296. Dominicanerinnen: Thurg. Beitr. III, 45, vgl. NA. VIII, 438.

Aarau: Hunziker, Das Jahrzeitenbuch der Leutkirche von Aarau, Aarau 1872.

Adelberg: Fragm. Necrol. I, 143.

Beromünster: Herrgott, Geneal. Habsb. III, 850: Geschichtsfreund V, 83 bis 157; Necrol. I, 345-356.

Bischofszell: Necrol. I, 382.

Blaubeuren: NA. VII, 30; Tubingius, Chron. Blaub. in Sattlers Grafen v. Wirtemberg, 2. Aufl. IV, 281: Necrol. I. 166-170. 659.

Denkendorf: Necrol. I, 172.

Einsiedeln: Grandidier, Hist. d'Alsace, Pièces justif. p. 268; Font. IV, 144, Herrgott, Geneal. Habsb. III, 833, u. Geschichtsfreund I, 417-419, 420-424, nach Tschudi, unbrauchbar, s. NA. VIII, 429; Necrol. I, 358-363.

Engelberg: Geschichtsfreund XXVI, 245-281 von Schneller. Necrol. I, 365-382.

Fahr (Aargau): NA. VIII, 435; Necrol. I, 384.

Feldbach (Thurgau): Freiberger Diöc. Arch. VII, 292: Necrol. I, 389-397.

Fraubrunnen: Schweizerischer Geschichtsforscher XI, 313-319; Mohr, Regesten d. Eidgenoss. II, 105; Necrol. I, 405-420.

Frauenthal: Necrol. I, 421.

Freiburg im Breisgau, Franciscaner: NA. VIII, 444.

Geiß, Pfarrkirche, Canton Luzern: Geschichtsfreund XXII, 209-220.

Günthersthal: Necrol. I, 296-309.

Hermetschwil: Quellen z. Schweiz. Gesch. III, 3, 134-166; Necrol. I, 423-439.

Hitzkirch: Geschichtsfreund XI, 92-104; Necrol. I, 410.

Hofen: Heß, Monumenta Guelf. p. 159-164; Necrol. I, 173-176.

Isny: NA. VII, 35; Necrol. I, 177-179.

Kempten: Necrol. I, 171.

Königsfelden: Argovia V, 52, v. Th. v. Liebenau; Necrol. I, 357.

Lindau: Zts. f. Schwaben u. Neuburg IV, 97, ed. Primbs; Necrol. I, 179-197.

Loewenthal, Dominicanerinnen: Sambeth im Verein f. Gesch. d. Bodensees, Heft 15. Auszug; Necrol. I, 197-201.

Luzern, Benedictiner: Geschichtsfreund IV, 219-245; Chorherren: ib. 245 bis 258: vgl. NA. VIII, 430.

Magdenau: Necrol. I, 445-454.

Marchthal, s. NA. VII, 25; Necrol. I, 201.

Maria-Hof: Anniversarienbuch des Klosters Maria-Hof bei Neidingen, ed. Fickler, Schulprogr. von Donaueschingen 1845, 1846, sehr fehlerhaft; Necrol. I, 309-314.

Mehrerau bei Bregenz: von Jos. Bergmann in den Denkschriften der Wiener Akademie V, 1-72; Necrol. I, 145-152.

Muri: Herrgott, Geneal. Habsb. III, 839, ohne Werth, s. NA. VIII, 434; Necrol. I, 455.

Petershausen: Necrol. I, 315-323. 664-678.

Reichenau: Aeltestes (von Keller übersehen) ex cod. Vindob. Gerbert, Mon. vet. Liturgiae I, 482-492, vgl. Denis I, 3030; Exc. Font. IV, 140; Saec. IX. facsim. v. F. Keller, Mittheilungen der Antiquar. Ges. in Zürich (1848) VI, 2. Exc. Font, IV, 141-144. Herrgott, Geneal. Habsb. III, 831, aus dem Verbrüderungsbuch; Necrol. I, 271-282.

Rheinau: Quellen z. Schweiz. Gesch. III, 2, 72-76; Necrol. I, 456-461.

Roth in Oberschwaben: Stadelhofer, Hist. Rothensis (Aug. 1787) S. 5-6. 12-16. 22-24. 27-29. 55, Auszüge; Necrol. I, 202.

Salem: Necrol. I, 323.

Sanct Blasien: Fragment in Endlichers Codd. philol. p. 134, vgl. Büdinger in den Wiener Sylvesterspenden 1858, und dazu Mooyer im Anz. d. Germ. Mus. 1860 Sp. 353, 1861 Sp. 113. Dasselbe Font. IV, 148. Mone, Quellens. III, 609-619 mit den Verbrüderungen. Necrol. I, 323. -- Bernolds von St. Blasien Necrolog MG. SS. V, 391; Necrol. I, 657.

Sanct Gallen: Sanctgaller Todtenbuch und Verbrüderungen, herausgegeben von E. Dümmler u. H. Wartmann (Mittheilungen zur vaterl. Gesch. XI. St. Gallen 1869). Ueber die Mittheilungen einzelner nekrol. Notizen s. NA. VIII, 440; Necrol. I, 462-487.

Sanct Georgen im Schwarzwald: NA. VII, 29.

Sanct Peter bei Freiburg: Baumann im Freib. Diöc. Arch. XIV (1881) S. 63-96; Necrol. I, 334-338.

Sanct Urban: Geschichtsfreund XVI, I: Necrol. I. 497.

Schachdorf, Canton Uri: Geschichtsfreund III, 160-169.

Schaffhausen, Allerheiligen: Mone, Quellens. III, 620, vgl. NA. VII, 36. Necrol. I, 498-502; Francisc. ib. 502-511.

Schönenwerd (Solothurn): Urkundio I, 79.

Schussenried: Necrol. I, 205.

Schwarzenbach, Canton Luzern: Geschichtsfreund III, 195-209.

Seedorf (Uri): Geschichtsfr. XII, 54, gefälscht, s. NA. VIII, 431; Necrol. I, 511-521.

Sindelfingen: Haug, Chron. Sindelfing. p. 6-11: Necrol. I, 209-212.

Sion bei Klingnau: Necrol. I, 521-526.

Steinen, Canton Schwyz: Geschichtsfr. XXIX, 361-364.

Stetten bei Hechingen: Locher, Mitth. f. d. Gesch. in Hohenzoll. XIX; Necrol. I, 212.

Tennenbach im Breisgau: Necrol. I, 338-342.

Thännikon: Geschichtsfreund III, 116-128; Necrol. I, 527-533.