Der Untergang des Abendlandes, Erster Band
Part 60
Das unvermerkte Ziel, dem dies alles zustrebt und das insbesondere jeder echte Naturforscher als Trieb in sich empfindet, ist das Herausarbeiten einer reinen, zahlenmäßigen Transzendenz, die vollkommene und restlose Überwindung des Augenscheins und dessen Ersatz durch eine dem Laien unverständliche und unvollziehbare Bildersprache, der das große faustische Symbol +des unendlichen Raumes+ innere Notwendigkeit verleiht. Der Kreislauf der Naturerkenntnis des Abendlandes vollendet sich. Mit dem tiefen Skeptizismus dieser letzten Einsichten knüpft der Geist wieder an die Formen frühgotischer Religiosität an. Die anorganische, erkannte, zergliederte Umwelt, die Welt als Natur, als System ist zu einer reinen Sphäre funktionaler Zahlen vertieft worden. Wir hatten die Zahl als eines der ursprünglichsten Symbole jeder Kultur erkannt, und so folgt, daß der Weg zur reinen Zahl die Rückkehr des Geistes zu seinem eignen Geheimnis, die Offenbarung seiner eignen formalen Notwendigkeit ist. Die faustische Zahl war nicht sinnliche Größe, sondern abstrakte Beziehung. Am Ziele angelangt, enthüllt sich endlich das ungeheure, immer unsinnlicher, immer durchscheinender gewordene Gewebe, das die gesamte Naturwissenschaft umspinnt: Es ist nichts andres als die innere Struktur des Geistes, der sie zu gestalten glaubte. Darunter aber erscheint wieder das Früheste und Tiefste, der Mythus, das unmittelbare Werden, das Leben. Je weniger anthropomorph die Naturforschung zu sein glaubt, desto mehr ist sie es. Sie beseitigt nach und nach die einzelnen menschlichen Züge des Naturbildes, um endlich als die vermeintliche reine Natur die Menschlichkeit selbst, rein und ganz, die unmittelbare Form des Verstandes, in Händen zu halten. Aus dem religiösen Seelentum der Gotik ging der das ursprüngliche Weltgefühl überschattende städtische Intellekt, das _alter ego_ der irreligiösen Naturerkenntnis hervor. Heute, in der Abendröte der wissenschaftlichen Epoche, im Stadium des siegenden Skeptizismus, lösen sich die Wolken, und die Landschaft des Morgens ruht wieder in vollkommener Deutlichkeit. Die Natur als starrer Inbegriff funktionaler Gesetze, ganz abstrakt, ganz infinitesimal -- das ist nichts als das mechanische Bild des faustischen Geistes, das sich vom organischen Grunde ablöst. Den Grund aber hatten schon die romanische Ornamentik und die gotischen Dome offenbart.
Der letzte Schluß faustischer Weisheit, wenn auch nur in ihren höchsten Momenten, ist die Auflösung des gesamten Wissens in ein ungeheures System morphologisch-historischer Verwandtschaften. Dynamik und Analysis sind dem Sinne, der Formensprache, der Substanz nach identisch mit den Bildungen der gotischen Architektur und des dynastischen Staates, den Tendenzen unsres mehr und mehr sozialistischen Wirtschaftslebens und unserer impressionistischen Ölmalerei, der Instrumentalmusik und der christlich-germanischen Dogmatik. Ein und dasselbe Weltgefühl redet aus allen. Sie sind mit der faustischen Seele geboren und alt geworden. Sie stellen ihre +Kultur+ als historisches Phänomen in der Welt des Tages und des Raumes dar. Die Vereinigung der einzelnen wissenschaftlichen Aspekte zum Ganzen wird alle Züge der großen Kunst des Kontrapunkts tragen. +Eine infinitesimale Musik des grenzenlosen Weltraums+ -- das ist immer die tiefe Sehnsucht dieser Seele im Gegensatz zur antiken mit ihrem plastisch-euklidischen Kosmos gewesen. Das ist, als Denknotwendigkeit des faustischen Weltverstandes auf die Formel einer dynamisch-imperativischen Kausalität gebracht, zu einer diktatorischen Naturwissenschaft gestaltet, ihr großes Testament für den Geist kommender Kulturen -- ein Vermächtnis von Formen gewaltigster Transzendenz, das vielleicht niemals eröffnet werden wird. Damit kehrt eines Tages die abendländische Wissenschaft, ihres Strebens müde, in ihre seelische Heimat zurück.
Fußnoten:
[Footnote 115: Etwa im zweiten Hauptsatz der Thermodynamik in der Fassung Boltzmanns: „Der Logarithmus der Wahrscheinlichkeit eines Zustandes ist proportional der Entropie dieses Zustandes.“ Hier repräsentiert jedes Wort eine vollständige Naturanschauung.]
[Footnote 116: Das Feuer gehört für das antike Auge dazu. Es ist der stärkste optische Natureindruck, den es gibt und gestattet deshalb dem antiken Geiste keinen Zweifel an seiner Körperlichkeit. Erde, Wasser und Luft bedeuten den festen, flüssigen und gasförmigen Aggregatzustand der physikalischen σώματα, ein rein sinnliches Sichverhalten. Man vergleiche das mit dem Begriff des ἦθος in der Tragödie.]
[Footnote 117: Und man darf behaupten, daß der populäre Glaube, den z. B. Haeckel mit den Namen Atom, Materie, Energie verbindet, von dem Fetischismus des Neandertalmenschen nicht wesentlich verschieden ist.]
[Footnote 118: In Ägypten hat erst Ptolemäus Philadelphus den Herrscherkult eingeführt. Die Verehrung der Pharaonen hatte eine ganz andre Bedeutung.]
[Footnote 119: Die symbolische Bedeutung des Titels und seine Beziehung zu Begriff und Idee der Person kann hier nicht gegeben werden. Es sei nur darauf aufmerksam gemacht, daß die antike Kultur als einzige von allen niemals einen Titel gekannt hat. Das würde dem streng Somatischen ihrer Bezeichnungen widersprochen haben. Außer Eigen- und Beinamen besaß sie nur die technischen Namen tatsächlich ausgeübter Ämter. „Augustus“ wird sofort Eigenname, Cäsar sehr bald Amtsbezeichnung. Aber man kann das Vordringen des magischen Gefühls daran verfolgen, wie in der spätrömischen Beamtenschaft höfliche Wendungen wie _vir clarissimus_ feststehende +Titulaturen+ werden, die verliehen und entzogen werden können. Genau so sind die Namen fremder und älterer Götter jetzt zu Titeln der anerkannten exklusiven Gottheit geworden. „Heiland“ (Asklepios) und „Guter Hirte“ (Orpheus) sind Titel Christi. In antiker Zeit aber waren sogar die Beinamen römischer Gottheiten allmählich zu selbständigen Göttern geworden.]
[Footnote 120: Diagoras, der seiner „gottlosen“ Schriften wegen in Athen zum Tode verurteilt wurde, hat tief fromme Dithyramben hinterlassen. Man lese daraufhin Hebbels Tagebücher und seine Briefe an Elise. Er „glaubte nicht an Gott“, aber er betete.]
[Footnote 121: Auch unsere Sprachen setzen ihn oder vielmehr das hinter dem Wort stehende _numen_ schon voraus. Wir sagen, daß eine Industrie „sich Absatzgebiete erschließt“ und daß der Rationalismus „zur Herrschaft gelangt“. Das sind dynamische Wendungen. Keine antike Sprache gestattet solche Ausdrücke. Hier liegt auch ein wesentlicher Unterschied zwischen den Bildern der antiken und modernen Poesie.]
[Footnote 122: Die „Menge“ der rationalen Zahlen ist abzählbar, die der reellen nicht. Die Menge der komplexen Zahlen ist zweidimensional; daraus folgt der Begriff der n-dimensionalen Menge, welcher auch die geometrischen Gebiete in die Mengenlehre einordnet.]
Ende des ersten Bandes.
Inhalt des zweiten Bandes:
Welthistorische Perspektiven.
I. Grundformen der Geschichte.
1. Ursprung und Landschaft. Die Gruppe der hohen Kulturen. Völkerformen und Sprachen.
2. Die Geschichte einer Kultur als Ablauf eines organischen Prozesses. Urvölker, Kulturvölker, Fellachenvölker. Beispiel: Die Kultur der Maya.
II. Das Problem der Zivilisation.
1. Kultur und Zivilisation. Land und Stadt. Instinkt und Intellekt. Bauerntum und Bürgertum. Beispiel: Der Aufbau der ägyptischen Kultur.
2. Weltstadt und Provinz. Zur Psychologie der Modernität.
3. Der Imperialismus. Das chinesische Reich; das Imperium Romanum. Die westeuropäische Zukunft.
III. Probleme der arabischen Kultur.
1. Historische Pseudomorphosen: Die römische Kaiserzeit.
2. Der Puritanismus: Pythagoras, Mohammed, Cromwell.
3. Das Judentum.
IV. Der Staat.
1. Die indische Kultur und das Problem der Stände.
2. Antike und abendländische Staatsidee: Polis und Dynastie.
3. Stadien der politischen Form. Parlamentarismus; Cäsarismus.
V. Das Geld.
Münze und Kredit. Idee des Eigentums. Morphologie der Wirtschaftsgeschichte.
VI. Die Symbolik der Maschine.
Sklaventum und Maschinenindustrie. Zur Psychologie der westeuropäischen Technik: Sinn, Entwicklung und Lebensdauer. Der Erfinder als faustischer Typus.
VII. Das Russentum und die Zukunft. Schluß.
OSWALD SPENGLER
PREUSSENTUM UND SOZIALISMUS
_21. bis 33. Tausend_
Preis M 6.--
+Inhalt+: Einleitung -- Die deutsche Revolution -- Sozialismus als Lebensform -- Engländer und Preußen -- Marx -- Die Internationale
„Ich halte dies Buch für ‚aktueller‘ als die Enthüllungen, Prozesse, Steuerprojekte alle, die uns sonst beschäftigen müssen: sie sind Papier, +dies Buch ist Leben+ ... Ein Büchlein von 100 Seiten nur und doch zu groß, um seine Linien so nachzeichnen zu können, wie man es möchte.“ +Fritz Endres+ (München-Augsburger Abendzeitung). -- „Dieses Buch ist eine Bejahung des Preußentums, die gehört werden wird, denn der sie ausspricht, ist ein Philosoph von Geblüt.“ +Willy Pastor+ (Tägliche Rundschau). --„Gleichviel, ob ihr Gehalt im historischen Sinne ‚richtig‘, ob ihr Ziel das wahrhaft zu erstrebende ist -- die Broschüre „Preußentum und Sozialismus“ war im Augenblick ihres Erscheinens sofort eine Kraft, und sie ist selbst eine gegenwartgestaltende Macht geworden. Mit diesem Auge müssen wir sie sehen, nicht bloß als eine „Meinung“, an der man Kritik übt und die man schließlich anfechtbar findet.“ +Eduard Spranger+ (Dresdner Anzeiger). --„Oswald Spengler, der Verfasser des „Untergangs des Abendlandes“, des bedeutendsten und universellsten Buches der letzten zwanzig Jahre, hat unter dem Titel „Preußentum und Sozialismus“ ein Werk der Öffentlichkeit übergeben, das -- man mag zu Spenglers Skepsis und Kulturtheorien stehen, wie man will! -- in geradezu hervorragender Klarheit und Wahrheit sowohl die heutige Lage psychologisch analysiert, als auch unseren schicksalhaften Weg ihrer Überwindung zum Aufbau hin darstellt. Auf nur 99 Seiten gibt Spengler eine derartige Fülle von Gedanken, daß es nicht möglich ist, sie auch nur andeutungsweise anzugeben, man müßte denn das ganze Buch nachschreiben. Jeder, dem des Vaterlandes Not im Herzen brennt, sollte das Buch zur Hand nehmen!“ +Ernst Buske+ (Wandervogel).
Alle hier angegebenen Preise sind wegen der stets steigenden Kosten unverbindlich.
C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck in München
=Der Untergang des Abendlandes und der Christ= Von =A. ALBERS=. M 1.50. Soeben erschienen.
Idealisten wenden sich mit Ingrimm gegen den Relativismus Spenglers und suchen in dem dichten Netze seiner Gedanken irgendwo eine Lücke zu finden, durch die sie seinem schrecklichen Relativismus entfliehen könnten. Der Christ fürchtet diesen nicht, ja er sieht in ihm eine Förderung seines geistigen Lebens. Er weiß einen Punkt, der ihn außerhalb aller Relativität stellt. Von ihm aus kann er den Spenglerschen Kosmos ruhevoll betrachten: sein Weltbild birgt noch tiefere Geheimnisse für alles Denken und Schauen. Mit Ernst ist in diesem Aufsatz gezeigt, wie Spenglers Buch seine zahlreichen Leser in der Richtung zum Christlichen vorwärts bringen kann.
=Der deutsche Geist und die Form= Gedanken und Betrachtungen von =MAX ZOBEL von ZABELTITZ=. M 6.--. Soeben erschienen.
Die Schrift eröffnet im Hinblick auf die letzten politischen Schicksale der Deutschen tiefe und heilsame Einsichten in das Wesen und die Geistesart unseres Volkes; sie zeigt, wie überraschend tief bei ihm der Zusammenhang zwischen politischem und geistigem Leben ist, so tief nämlich, daß auch für die bekannten und so oft entgegengehaltenen Widersprüche: Weimar -- Potsdam, Weltbürgertum -- Nationalstaat nur ein und dieselbe Wurzel in der deutschen Seele nachweisbar ist. Hier liegen bedeutsame Erkenntnisse, welche eine Erklärung für viele Erscheinungen in der deutschen Politik und im deutschen Geistesleben bieten. Aus der Mannigfaltigkeit und dem Ueberreichtum der deutschen Seele ergibt sich dem Verfasser als erste Notwendigkeit und einzige Aussicht für das deutsche Volk der Wille zur Form -- staatlich wie geistig genommen. +Die gedankenreiche, glänzende Schrift ist ein Sammelruf in der allgemeinen Zersplitterung an das geistige Deutschland.+
=Von der innern Not unseres Zeitalters= Ein Ausblick auf Fausts künftigen Weg. Von =ROBERT SAITSCHICK=. 2. Auflage. Gebunden M 4.50
„Faust ist auch in Saitschicks Betrachtung nur der Name für den inneren Menschen unserer Tage. Und wie Goethe, so setzt auch Saitschick sich mit ihm selbständig auseinander. Nur sieht er schärfer; denn Faust ist inzwischen ein Jahrhundert seinen Weg weiter gegangen.“ +Hochland.+
=Der Staat und was mehr ist als er= Von =ROBERT SAITSCHICK=. Gebunden M 12.--
+Inhalt+: Einleitung -- Was ist der Staat? -- Staat und Individuum -- Macht und Recht -- Staat und Sittlichkeit -- Nation -- Patriotismus -- Der Staat und die tragischen Widersprüche des Menschen -- Vom Weltfrieden -- Völkergemeinschaft.
=Laotse / Tao Teh King= Vom Geist und seiner Tugend. Übertragen von =H. FEDERMANN=. In Pappband gebunden M 8.--, in Javapapier gebunden M 12.--. Soeben erschienen.
Diese neue Uebertragung der tiefsinnigen Sprüche des Laotse ist in direkter Fühlung mit dem chinesischen Urtext entstanden. Der Uebersetzer, der selbst eine der Lyrik und Musik offene Seele besitzt, konnte dem schwierigen Text und dem Geist der Sprüche allseitig gerecht werden.
C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck in München
Soeben ist erschienen:
+Immermann+
Der Mann und sein Werk im Rahmen der Literaturgeschichte
von
Harry Maync
Gebunden M 60.--
Dieses Werk bildet einen neuen Band der angesehenen und weitverbreiteten Sammlung von Dichterbiographien unseres Verlags. Es ist einem Autor gewidmet, dessen zwei Hauptwerke, „Die Epigonen“ und der „Münchhausen“ (mit der in ihm eingeflochtenen herrlichen Dorfgeschichte „Der Oberhof“), in der Entwicklung des deutschen Romans epochemachend geworden sind, der aber gleichwohl dem heutigen Geschlechte weniger bekannt ist, als er nach der Vielseitigkeit seiner literarischen Betätigung -- Immermann ist durch seine dramaturgische Tätigkeit zumal auch für das deutsche Theater von Bedeutung geworden -- und vor allem nach dem Gewicht seiner aufrechten und männlichen Persönlichkeit verdiente. -- Die Zeitspanne von den Freiheitskriegen bis zum Jahre 1840, in die Immermanns Schaffen fällt, war eine ganz unpolitische, wesentlich aufs Literarische und Geistige gerichtete Epoche; sie mutet uns Heutige nach dem politischen Schiffbruch, den wir soeben erleiden mußten, wie ein schönes Traumland an. Als in jenen Jahren der bekannte englische Staatsmann und vielgelesene Schriftsteller Sir Ed. Bulwer in der berühmt gewordenen Widmung seines „Ernest Maltravers“ „das große deutsche Volk“ als „das Volk der Dichter und Denker“ ansprach, wollte dieser Titel gleichwohl diesem nicht recht gefallen. Heute, wo wir Deutsche am Grabe unserer politischen Hoffnungen stehen, ist es wie wenn jene Bezeichnung neue Geltung erhalten sollte. Das Leben Immermanns, eines der literarischen Hauptvertreter jener Epoche, gewinnt daher sicherlich heute ein verstärktes Interesse für uns Deutsche, freilich auch in dem Sinne, daß es uns lehrt, daß ein seiner Kräfte bewußtes Volk von bloßer Geistigkeit nicht leben kann, sondern mit innerer Notwendigkeit auf politische Betätigung hingetrieben wird. Harry Maync legt in seiner fesselnden Darstellung mit Recht starken Nachdruck auf die Herausarbeitung des zeitlichen Milieus. Das bedeutende und anregende Buch darf den weitesten Kreisen zum Studium und zur Lektüre wärmstens empfohlen werden und wird niemand enttäuschen.
C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck in München
JOHANNES VOLKELT:
=Das ästhetische Bewußtsein= Prinzipienfragen der Ästhetik. Geheftet M 28.- (Soeben erschienen.)
+Inhalt+: I. Ästhetische Gegenständlichkeit. -- II. Der Tatbestand der ästhetischen Einfühlung. -- III. Zur Theorie der ästhetischen Einfühlung. -- IV. Ursprung der Einfühlung überhaupt. -- V. Illusion und ästhetische Wirklichkeit. -- VI. Mit-Wahrnehmung und Phantasie im ästhetischen Betrachten. -- VII. Der Gebild-Charakter des ästhetischen Verhaltens. -- Sachregister.
Diese Untersuchungen können als Phänomenologie des ästhetischen Bewußtseins bezeichnet werden. Das dem ästhetischen Anschauen hingegebene Bewußtsein wird in seiner wesenhaften Verfassung beschrieben, wobei die Beziehung von Bewußtheit und Gegenständlichkeit in den Mittelpunkt gerückt ist. Das Buch bildet eine Ergänzung der großen Ästhetik Volkelts.
=Gewißheit und Wahrheit= Untersuchung der Geltungsfragen als Grundlegung der Erkenntnistheorie. Geheftet M 26.--, gebunden M 40.--
„Wir zweifeln nicht, daß das gediegene, glänzend geschriebene Werk auf die erkenntnistheoretische Auseinandersetzung und Fragestellung einen nachhaltigen, tiefgehenden Einfluß üben wird.“ +Geisteskampf der Gegenwart.+
=System der Ästhetik= Drei Bände. Gebunden M 105.--
„Das Werk Volkelts ist durchgängig erfüllt mit ästhetischem Vollgehalt; es gibt keine leeren Fächer darin, keine abstrakten Nieten, keine überflüssigen Spitzfindigkeiten ... Ein auf allen ästhetischen Gebieten erfahrener, wohlorientierter, gebildeter Geist waltet über dem Ganzen.“ Professor Dr. +O. Liebmann+ (Frankfurter Zeitung).
=Ästhetik des Tragischen= Dritte, neubearbeitete Auflage. Gebunden M 30.--
„Nicht bloß der Forschung im engeren Sinn, auch der Kritik und vor allem dem Unterricht hat Volkelts Werk unschätzbare Dienste geleistet, hat Unzähligen für die feinsten Abschattungen tragischen Erlebens und Gestaltens die Augen geöffnet und uns klärend und vertiefend zu den letzten Fragen hingeleitet.“ Prof. Dr. +Rob. Petsch+ (Neue Jahrbücher für das klassische Altertum).
=Kunst und Volkserziehung= Betrachtungen über Kulturfragen der Gegenwart. Zweiter Abdruck. Gebunden M 2.80 und 75% Teuerungszuschlag.
„Das Anziehende des Buches bildet die konsequente Ablehnung jeder moralisierenden Tendenz für die Kunst und das warm begeisterte Eintreten für eine in ihrem tiefsten Wesen begründete Sittlichkeit, die eins mit ihr wird. So begegnen sich Ästhetik und Ethik hier in harmonischer Verschmelzung.“ +A. Brausewetter+ (Der Tag).
=Festschrift Johannes Volkelt= zum 70. Geburtstag dargebracht. VII, 428 Seiten. Lex. 8^o. Geheftet M 25.--
Mit Beiträgen von Wilhelm Wundt, Jonas Cohn, Bruno Bauch, Albert Köster, Georg Witkowski, Hermann Schwarz, Walther Schmied-Kowarzik, Max Frischeisen-Köhler, Otto Klemm, Hermann Schneider, Richard Falckenberg, Max Dessoir, Ernst Bergmann, Felix Krueger, Wilhelm Wirth, F. R. Lipsius, Eduard Spranger, Paul Barth.
C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck in München
=Platon= Sein Leben, seine Schriften, seine Lehre. Von =CONSTANTIN RITTER=. +Erster Band+: Platons Leben und Persönlichkeit, Philosophie nach den Schriften der ersten sprachlichen Periode. XV, 588 Seiten 8^o. Geheftet M 8.--*, gebunden M 9.--*
=Platon und die Aristotelische Ethik= Von =Dr. HANS MEYER=, Professor der Philosophie in München. 1919. VI, 300 Seiten 8^o. Geheftet M 16.--
=Geschichte der griechischen Literatur= von =WILH. v. CHRIST=. Unter Mitwirkung von Professor Dr. OTTO STÄHLIN (Erlangen) neubearbeitet von Professor Dr. WILHELM SCHMID (Tübingen).
(_Handbuch der klassischen Altertumswissensschaft VII. Band_)
I. Teil: =Die klassische Periode der griechischen Literatur=. 6. Auflage. 1912. 50 Bogen Lex. 8^o. Geheftet M 23.50, gebunden M 41.50
II. Teil, 1. Hälfte: =Die nachklassische Literatur= von 320 v. Chr. bis 100 n. Chr. 6. Auflage. 1920. 42-1/2 Bogen Lex. 8^o. Geheftet M 35.--, geb. M 55.--. (Soeben erschienen.)
II. Teil, 2. Hälfte: =Die nachklassische Periode der griechischen Literatur= von 100 bis 530 n. Chr. 5. Auflage. 1913. Mit alphabetischem Sachregister und einem Anhang von 45 Porträtdarstellungen, ausgewählt und erläutert von J. +Sieveking+. 50⅝ Bogen Lex. 8^o. Geheftet M 25.50, gebunden M 43.50
=Geschichte der römischen Literatur= bis zum Gesetzgebungswerk des Kaisers Justinian. Von =MARTIN von SCHANZ=.
(_Handbuch der klassischen Altertumswissenschaft VIII. Band_)
I. Teil, 1. Hälfte: =Von den Anfängen der Literatur bis zum Ausgang des Bundesgenossenkrieges.= Mit Register. 3. Auflage. 23 Bogen Lex. 8^o. Geh. M 12.25, geb. M 26.25
I. Teil, 2. Hälfte: =Bis zum Ende der Republik=. Mit Register. 3. Auflage. 33⅞ Bogen Lex. 8^o. Geheftet M 17.50, gebunden M 33.50
II. Teil, 1. Hälfte: =Die augustische Zeit=. Mit Register. 3. Auflage. 38½ Bogen Lex. 8^o. Geheftet M 17.50, gebunden M 33.50
II. Teil, 2. Hälfte: =Vom Tode des Augustus bis zur Regierung Hadrians=. Mit Register. 3. Auflage. 38½ Bogen Lex. 8^o. Geheftet M 17.50, gebunden M 33.50
III. Teil: =Die römische Literatur von Hadrian bis auf Constantin (324 n. Chr.)=. Mit Register. 2. Auflage. Vergriffen.
IV. Teil, 1. Hälfte: =Die Literatur des 4. Jahrhunderts=. Mit Register. 2., vermehrte Auflage. 36¾ Bogen Lex. 8^o. Geheftet M 17.50, gebunden M 33.50. Die zweite Hälfte (die Literatur des 5. und 6. Jahrhunderts) erscheint Herbst 1920.
=Griechische Staatskunde= Von =Dr. GEORG BUSOLT=, ord. Professor an der Universität Göttingen. 3., neugestaltete Auflage der Griechischen Staats- und Rechtsaltertümer. 1. Hauptteil: Allgemeine Darstellung des griechischen Staates. 41 Bogen Lex. 8^o. Geheftet M 30.--, gebunden M 50.--. (Soeben erschienen.)
(_Handbuch der klassischen Altertumswissenschaft IV. Band, 1. Abteilung, 1. Hälfte_)
=Griechische Kultusaltertümer= Von =Dr. P. STENGEL=, Professor am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin. 3., neubearbeitete Auflage. 17½ Bogen Lex. 8^o. Mit 6 Tafeln. Geheftet M 20.--, gebunden M 35.--. (Soeben erschienen.)
(_Handbuch der klassischen Altertumswissenschaft V. Band. 3. Abteilung_)
=Geschichte der antiken Philosophie= Von =WILHELM WINDELBAND=. 3. Auflage bearbeitet von Dr. ADOLF BONHÖFFER. Geh. M 10.50, geb. M 24.50
(_Handbuch der klassischen Altertumswissenschaft V. Band, 1. Abteilung, 1. Teil_)
Zu den mit * versehenen Preisen kommt noch ein Teuerungszuschlag des Verlages von 75%.
C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck in München
=Geschichte der deutschen Literatur= bis zum Ausgang des Mittelalters. Von Professor =Dr. G. EHRISMANN=. 1. Teil: Die althochdeutsche Literatur. (Soeben erschienen.) Geheftet M 22.50, gebunden M 30.--
=Die deutschen Dichter des lateinischen Mittelalters= in deutschen Versen von =PAUL von WINTERFELD=. Herausgegeben von HERMANN REICH. In Halbleinen gebunden M 16.--
=Deutsche Altertumskunde= von Professor =Dr. FR. KAUFFMANN=. 1. Hälfte: Von der Urzeit bis zur Völkerwanderung. Geheftet M 17.50, in Leinwand gebunden M 24.--
=Deutsches Sagenbuch= Herausgegeben von Professor =Dr. FRIEDRICH v. d. LEYEN=. 1. Teil: Die Götter und Göttersagen der Germanen. Von Professor Dr. FR. v. d. LEYEN. 2. Auflage. VIII, 278 Seiten 8^o. In Pappband M 22.--. (Soeben erschienen.) -- 2. Teil. Die deutschen Heldensagen. Von Professor Dr. FR. v. d. LEYEN. VIII, 352 Seiten 8^o. In Pappband M 11.--. -- 3. Teil: Die deutschen Sagen des Mittelalters. Von K. WEHRHAN. 1. Hälfte: Kaiser und Herren. VIII, 210 Seiten 8^o. In Pappband M 11.--. 2. Hälfte: Stämme und Landschaften, Ritter und Sänger. X, 254 Seiten 8^o. In Pappband M 17.--. (Soeben erschienen.) -- 4. Teil: Die deutschen Volkssagen. Von Dr. FR. RANKE. XVII, 294 Seiten 8^o. In Pappband M 11.--
=Die Germanen= Eine Erklärung der Überlieferung über Bedeutung, Herkunft des Völkernamens. Von =TH. BIRT=. M 4.50
=Deutsche Geschichte= Von =OSKAR JÄGER=. 5. Auflage (14. bis 16. Tausend) +Erster Band+: Bis zum westfälischen Frieden. 43 Bogen mit 112 Abbildungen und 7 Karten. / +Zweiter Band+: Bis zur Gegenwart. 43 Bogen mit 108 Abbildungen und 8 Karten. Gebunden M 45.--
=Schulthess’ Europäischer Geschichtskalender=
=Kriegsjahrgänge 1914, 1915 und 1917=
Neue Folge. =30. Jahrgang 1914= (der ganzen Reihe LV. Band). Herausgegeben von =WILHELM STAHL=. In zwei Hälften. XXXII und 1248 Seiten. M 45.--