Der Teufelsschlosser

Part 6

Chapter 6984 wordsPublic domain

Die Verfasserin dieser Novelle, die Wiener Schriftstellerin A. Gaus-Bachmann, zeigt sich hier als anmutiges Erzählertalent von köstlichem Humor und wohltuender Frische. In schlichten Worten schildert Gaus-Bachmann die Vorgänge und Ereignisse in einer einfachen, kerngesunden Bürgersfamilie, aber mit welchem erfrischenden und erquickenden Humor, mit welcher lobenden Heiterkeit und sprudelnder Komik! Mit großem Geschick und Lebenswahrheit zeichnet die Verfasserin verschiedene Szenen aus dem Leben dieser Bürgersfamilie und versteht es, allen Vorgängen und Situationen die heitersten Töne abzugewinnen. Held der Handlung, welche glatt und spannend dahinfließt, ist der Junge Fritz, ein wirkliches =enfant terrible=, welcher dem hoch hinaus wollenden Papa Kienholz die komischesten Verlegenheiten bereitet. Die Missetaten, welche er verübt, sind von der begabten Verfasserin mit beißender Ironie und gewinnendem Humor beschrieben. Die von Gaus-Bachmann vorgeführte Gestalt des »Gänsedoktors« ist ebenfalls erheiternd. Denn dieser »Gänsedoktor« ist selbst ein gemütlicher Humorist von manchmal überwältigender Komik. Auch die anderen handelnden Personen der Novelle sind köstlich gezeichnet und geeignet, in jedem Leser die heiterste Stimmung zu wecken. Man braucht nur der Tante Amalia, dieser sonderbaren »Künstlerin« aus Amerika, zuzuhören, um in aufrichtige Heiterkeit zu verfallen. Nebst dem echten, unverfälschten Humor, von welchem die ganze Novelle von A. Gaus-Bachmann durchtränkt ist, sind es noch die frischen, lebhaften und erquickenden Farben, welche der Novelle »Der Gänsedoktor« besonderen Reiz und Anmut verleihen. Freunden lustiger Lektüre wird die köstliche und erfrischende Erzählung der noch jugendlichen Wiener Verfasserin unstillbare Lachsalven entlocken. Den scheinbar nichtigsten Episoden gewinnt A. Gaus-Bachmann die heitersten Seiten ab und entlockt ihnen humorvolle Töne, welche ergötzen und belustigen.

(Neue Freie Presse Wien. 17. Dez. 1905.)

Die Verfasserin hat es darin verstanden, in schlichtem Gewande eine einzigartige Novelle zu schreiben, deren Milieu dem Leben abgelauscht, deren Handlung flott und fesselnd und deren Personen Menschen von Fleisch und Blut. Und dann erst der gesunde, frische Humor, der sich wie ein goldenes Band durch das Ganze zieht. Jeder hat seine Freude an der Novelle!

(Düsseldorfer Tageblatt 1905, 350.)

Der Teufelsschlosser.

Dramatisches Gedicht in 3 Aufzügen mit Anlehnung an die Wiener Stock-im-Eisen-Sage

von

A. Gaus-Bachmann.

Zweite, umgearbeitete Auflage. 80 S. 8^o. Preis 1 Mk.

Stimmen der Presse:

»~Der Teufelsschlosser~«, dramatisches Gedicht in drei Aufzügen, mit Anlehnung an die Wiener Stock-im-Eisen-Sage von A. ~Gaus-Bachmann~. — Die Sage vom Stock im Eisen ist kein Neuling auf der Wiener Bühne. Immer war sie aber mehr oder weniger Vorwand für allerhand Ausstattungswunder, fast nie wurde nach ihrem eigentlichen dramatischem Kern geschürft. Ihm auf die Spur ist erst der Autor dieses Werkes gekommen. Er holt die Konflikte aus dem religiösen Empfinden der handelnden Gestalten heraus und entwickelt dabei doch so viel praktischen Bühnensinn, daß auch das historische Milieu zu seinem Rechte kommt. So gibt es denn nicht bloß eine Reihe von Szenen, die ihre Wirkung einzig dem Dekorationsmaler und Theaterschneider verdanken, sondern eine in sich abgeschlossene Charaktertragödie, die zwar der Schaulust entgegenkommt, nicht aber ihre Poesie in der Ausstattung sucht. Der fromme Zug, der durch das ganze Werk geht, trägt zwar etwas von dem Weihrauchduft der katholischen Kirche mit herein, allein er artet nirgends in leere Frömmelei aus.

(Ostdeutsche Rundschau.)

~Der Teufelsschlosser~, dramatisches Gedicht in drei Aufzügen von A. ~Gaus-Bachmann~, lehnt sich an die Wiener Stock-im-Eisen-Sage an. Martin Mux, der den Teufel oft im Munde führt, schließt mit diesem einen Pakt und gewinnt den Preis, der auf die Anfertigung eines kunstvollen Schlosses gesetzt ist. Nach 30 Jahren ist er dem Teufel verfallen, der Pakt soll aber nichtig sein, wenn er die Liebe aus seinem Leben zu streichen weiß. Um seinem Schicksal zu entgehen, verhärtet er sein Herz, bis er schließlich erkennt, daß der Teufel ihn betrogen, da ein einzig Liebeswerk ihn aus seinen Klauen befreit hätte. Im Sterben klammert er sich an das Gebet der Liebe, das der kleine Martin, der verstoßenen Tochter Kind, täglich für den Großvater zum Himmel gesandt hat. Das Drama erinnert mit seinen Traumerscheinungen an die Tage, da Raimund mit seinen Zauberpossen die Wiener Bühne beherrschte.

(Köln. Volksztg. Lit. Beil. 54.)

~Der Teufelsschlosser.~ Dramatisches Gedicht in drei Aufzügen von A. ~Gaus-Bachmann~. Die Neuzeit hat eine Menge dramatischer Dichtungen hervorgebracht und zwar sind es meist soziale moderne Stoffe. A. Gaus-Bachmann hat dagegen den Stoff dem fünfzehnten Jahrhundert entnommen und die alte Wiener Sage vom Stock im Eisen dramatisch dargestellt, und zeigt unserm nach Reichtum und Ehre hastenden Geschlecht, daß irdische Güter ohne Herzensfrieden nicht zu beglücken vermögen. Das Gedicht ist den Bühnen gegenüber als Manuskript gedruckt. Einzelne Partien können, wenn nötig, leicht gekürzt und könnte ~größere~ Einheit der Zeit hergestellt werden; deshalb können es auch Vereine und Gesellschaften leicht aufführen; denn bezüglich äußerer Ausstattung macht dasselbe nicht große Ansprüche.

(Kath. Schweizerblätter.)

~Bürgertheater.~ Das dramatische Gedicht »Der Teufelsschlosser« von A. Gaus-Bachmann, das Samstag nachmittags zur Erstaufführung kam, ist nicht mißraten. Die Altwiener Sage vom Stock im Eisen hat hier eine ~ganz prächtige Verwertung~ gefunden und die zahlreiche Kinderschar, die da geladen war, kargte mit ihrem Beifall ebenso wenig, wie die Großen. Die Regie tat das ihrige, um die Wirkung der Dichtung zu ergänzen und ebenso die Darstellung. Für die Dichterin und dem Regisseur brachte die erfolgreiche Aufführung Anerkennung und Blumen in Menge.

(Reichspost.)

Demnächst erscheint:

Gegen das Schicksal.

Von

A. Gaus-Bachmann.

Mit erschütternder Tragik führt uns die Verfasserin in diesem einzigartigen Romane die Folgen der Unzufriedenheit und des unsicheren, unpraktischen Umhertastens halbgebildeter Projektenmacher vor Augen. Daß es nicht darauf ankommt, ~was~ der Mensch ist, sondern ~wie~ er ist und ~wie~ er sich mit seinem Schicksal abfindet, das ist die ernste, eindringliche und doch nicht aufdringliche Moral dieses das Leben des kleinen Mannes mit rührender Naturalistik erfassenden Werkes. Die verdienstvolle Arbeit der beliebten österreichischen Schriftstellerin wird sicherlich überall Anklang finden.

Lorbeer und Rose.

Novelle von A. ~Gaus-Bachmann~.

Die Novelle »~Lorbeer und Rose~« dürfte nicht nur durch ihren äußerst ~spannenden Inhalt~, sondern auch durch die ~fließende Sprache~, in welcher die ~Handlungen sich abwickeln~, nicht minder aber auch ~durch die in derselben niedergelegten herzerquickenden Ideen~ für wert erachtet werden, den weitesten Kreisen zugänglich gemacht zu werden.

Verlag von J. ~Habbel~ in Regensburg.