Der Hodscha Nasreddin II. Band Türkische, arabische, berberische, maltesische, sizilianische, kalabrische, kroatische, serbische und griechische Märlein und Schwänke

Part 12

Chapter 123,614 wordsPublic domain

S. die Nrn. 347, 383 und 430.

416. _Fourberies_, Nr. 56.

Für diese Erzählung gilt das, was Benfey, _Pantschatantra_, I, S. 360 von ihrer Parallele, der äsopischen Fabel Von dem Bauern und der Schlange (Halm, Nr. 96) sagt, nämlich daß sie wie ein Fragment aussieht und nur den Eindruck von gehörtem und nicht völlig verstandenem, darum unzusammenhängendem macht; vor allem fehlt jeder Grund, daß Dscheha den Schakal in sein Haus aufnimmt. Vgl. Österleys Anmerkungen zu _Gesta Romanorum_, Nr. 141 und zu Kirchhof, _Wendunmuth_, VII, Nr. 91, die Anmerkungen Kurzens zu Waldis, I, Nr. 26, Chauvin, II, S. 94 und Nopcsa, _Aus Sala und Klementi_, Sarajevo, 1910, S. 63 ff.

~Schakal~ (Fuchs) ~hat zehn~ (hundert etc.) ~Listen~: Benfey, I, S. 316; Köhler, I, S. 408, 534 und 560; Chauvin, III, S. 54.

417. _Fourberies_, Nr. 59.

Zu der Probe der Scharfsichtigkeit vgl. Busch, _Ut ôler Welt_, S. 12 ff.

418. _Fourberies_, Nr. 60.

IV. Maltesische Überlieferungen

419. _Bonelli_, S. 459; Buadem, Nr. 30; Serbisch, S. 61 ff.

420. _Bonelli_, S. 459.

421. Stumme, _Studien_, S. 49 ff. = Stumme, _Malta_, S. 79 ff.; Stumme, _Studien_, S. 61 ff. = Stumme, _Malta_, S. 91 ff.; Bonelli, S. 459 ff.; Ilg, II, S. 41 ff., Nr. 91.

Reichliche Varianten geben Cosquin, II, S. 202 ff. und 363 ff. und Chauvin in der _ZVV_, XV, S. 462; dazu vgl. noch Luzel, _Contes populaires de Basse-Bretagne_, III, S. 400 ff., P. Sébillot, _Contes de la Haute-Bretagne_, Nr. 22 in der _RTP_, XI, S. 453 ff.; Wlislocki, _Märchen und Sagen der transsilvanischen Zigeuner_, S. 73 ff.; Ilg, II, Nr. 98, S. 50 ff.; Bolte in der _ZVV_, XVII, S. 339.

422. Ilg, II, Nr. 94.

423. Ilg, II, Nr. 95.

Der Schwank erinnert an das Salzsäen im 14. Kapitel des _Lalenbuchs_‚ (Stuttgart, 1839, S. 61 ff.; v. d. Hagen, S. 83 ff.), wo es überdies heißt: »Demnach auch kund und offenbar, daß andere Sachen wachsen, als Kälber, so man Käse setzet, und Hühner, wenn man Eier in Boden stecket ...«; vgl. dazu Böhm, _Lettische Schwänke_, S. 119. Ähnlich ist das Anbauen von Kuhschwänzen, um Kühe zu erhalten; s. Keller, _Die Schwaben_, S. 137 ff. und Bronner, _Schelmen-Büchlein_, S. 107 ff. Klaus Narr, der Pfennige aussät, um Geld zu ernten (S. 85), will auch Schafe und Geflügel anbauen (S. 203 ff.):

Clauß strawte Schaaflorbern auß vnd meinet, es würden Schaaf dauon außgehen; da sprach einer: Lieber Clauß, es werden keine Schaaf auß diesem Samen. Clauß sprach: Werdens nit Schaafe, so werdens Lämmer, die dienen auch in der Küchen an die Bratspiesse.

Also satzte er auch Kötlein von Hünern vnd Gänsen vnd versahe sich, es würden Hüner vnd Gänse drauß wachsen; da sprache einer zu jm: Es ist vmb sonst, Clauß, was du thust; wenn du aber Eyer einscharretest, so würden junge Hüner drauß. Clauß antwortet: Was taug vnd kan ein ding vnversuchet? Ich wils hiemit versuchen, wil es denn nicht gerahten, so wil ich Eyer eynscharren.

Vgl. auch die 11. und die 12. der von Decourdemanche hinter den _Plaisanteries de Nasr-Eddin Hodja_, S. 123 ff. mitgeteilten Karakuschgeschichten.

424. Ilg, II, Nr. 96.

Eine maltesische Parallele steht bei Ilg, II, S. 39; vgl. weiter Grimm, III, S. 101.

425. Ilg, II, Nr. 97.

Der Schwank ist mir außer bei Costo, _Il Fuggilozio_, S. 91 und bei Sagredo, _L’Arcadia in Brenta_, S. 165 ff. auch schon in einer ältern italiänischen Facetien- oder Novellensammlung begegnet; leider ist mir nicht erinnerlich, in welcher. Auf einer italiänischen Quelle beruht auch das dasselbe erzählende 35. Stück von Wickrams _Rollwagenbüchlein_‚; vgl. Boltes Noten dazu S. 370 ff.

V. Sizilianische Überlieferungen

426. Pitrè, III, S. 353 ff.; Crane, S. 291 ff.; Gonzenbach, I, S. 249 ff. (der Anfang ist identisch mit der Nr. 427); vgl. oben die Nr. 277 und 407.

Pitrè, III, S. 371; Crane, S. 379; Gonzenbach, II, S. 228.

Der ~Befehl, nur an Leute zu verkaufen, die wenig reden~ begegnet nicht nur in der Fassung bei Pitrè, sondern auch bei Basile, Cosquin und Frison an den zu Nr. 407 genannten Stellen.

427. Pitrè, III, S. 354 ff.; Crane, S. 292; Gonzenbach, I, S. 249 ff.

Crane, S. 379; Cosquin, II, S. 180 ff.

Bei Pitrè, _Novelle popolari toscane_, S. 188 deckt Giucca mit der schon gefärbten Leinwand einen Dornbusch zu, der ihm vor Kälte zu zittern scheint.

428. Pitrè, III, S. 355 ff.; Crane, S. 293.

Crane, S. 293 ff. und 380.

Bei Pitrè, III, S. 372 (Monnier, S. 59) steht eine Variante, wo sich Giufà über die Fliegen nur deshalb beklagt, weil sie ihn belästigen; der Ausgang ist ebenso wie in der in Rede stehenden Erzählung. Diese Variante, die mit einer Juvadigeschichte bei Mango, S. 54 übereinstimmt, ist eine Parallele zu unserer Nr. 280. Vgl. dazu noch die Nachweisungen Pitrès im _Archivio_, V, S. 140.

Von den in unsere Erzählung verwobenen Motiven erinnert der ~Fleischverkauf an die Fliegen~ an den oben bei Nr. 277 und 412 besprochenen ~Fleischverkauf an die Hunde~, während wir der ~Verscheuchung von Dieben durch ein harmloses Selbstgespräch~ (zu der hier besprochenen Fassung vgl. noch die Giufàgeschichte bei Gonzenbach, I, S. 260 ff.) unten bei Nr. 446 begegnen werden.

429. Pitrè, III, S. 356 ff.; Gonzenbach, I, S. 255 ff.; Crane, S. 298 ff.; Monnier, S. 12 ff.

Köhler-Bolte in der _ZVV_, VI, S. 74.

Meist bis in die Einzelheiten übereinstimmende Varianten geben Lidzbarski, _Geschichten und Lieder_, II, S. 175 ff., Ilg, II, S. 20 ff., M. Preindlsberger-Mrazović, _Bosnische Volksmärchen_, S. 47 ff., Finamore im _Archivio_, V, S. 219 ff. und P. Sébillot in der _RTP_, XI, S. 391 ff.; vgl. auch _Archiv für slavische Philologie_, XXII, S. 305 (kleinrussisch).

430. Pitrè, III, S. 360 ff.; Crane, S. 294 ff.; Gonzenbach, I, S. 252 ff.; Pitrè, IV, S. 291.

Pitrè, III, 373 ff. und IV, 444 ff.; Crane, S. 295 ff. und S. 380; Köhler-Bolte in der _ZVV_, VI, S. 74.

Vgl. die Nrn. 347, 383 und 415.

431. Pitrè, III, S. 361 ff.; Crane, S. 296; Gonzenbach, I, S. 253. Vgl. die als Nr. 445 mitgeteilte Juvadigeschichte.

In einer Erzählung bei Stumme, _Malta_, S. 55 ff. (_Studien_, S. 40) wirft Dschahan das kleine Mädchen, das er waschen soll, in einen Kessel siedenden Wassers.

Köhler-Bolte in der _ZVV_, VI, S. 74; weitere Nachweise gibt Bolte bei Frey, S. 223.

432. Pitrè, III, S. 365 ff. Siehe oben Nr. 55.

433. Pitrè, III, S. 366 ff.; Crane, S. 296 ff.; Gonzenbach, I, S. 252; eine ähnliche Geschichte von Juvadi bei Mango, S. 47 ff.: _Juvadi et la jocca_‚.

Bei Pitrè, _Novelle popolari toscane_, S. 180 ff. und 195 setzt sich Giucca erst auf die Eier, nachdem er sich mit Honig bestrichen und in Federn gewälzt hat.

Pitrè, III, S. 376; Crane, S. 380; Gonzenbach, II, S. 228; Köhler-Bolte in der _ZVV_, VI, S. 74.

Vgl. weiter meine Anmerkungen zu Bebel, I, Nr. 26 und III, Nr. 148 und zu Morlinis 49. Novelle, Lidzbarski, _Geschichten und Lieder_, S. 128 ff. (Bolte in der _Z. f. vgl. Littg_‚., XIII, S. 233), Böhm, _Lettische Schwänke_, S. 118 zu Nr. 33 und endlich Busch, _Ut ôler Welt_, S. 35 ff., Nr. 16.

434. Pitrè, III, S. 369 ff.

Abu Nuwas ist der Held dieser Geschichte bei Velten, _Märchen und Erzählungen der Suaheli_, S. 25 ff., bei Büttner, _Anthologie aus der Suahelilitteratur_, I, S. 90 ff. und II, S. 90 ff. und bei Reinisch, _Die ’Afar-Sprache_, I, S. 15 ff. (in die letztgenannte Erzählung ist der gewöhnliche Schluß der Unibosmärchen verwoben); von Bahlul wird sie berichtet bei Meißner, _Neuarabische Geschichten aus dem Iraq_, Nr. 44, S. 76 und 77 ff.; siehe ebendort, S. V.

VI. Kalabrische Überlieferungen

435. F. Romano, _Calabresismi_, Teramo, 1891, S. 109, abgedruckt im _Archivio_, XI, S. 112.

Das Motiv von der ~verkehrten Ansprache oder Begrüßung~ (siehe oben die Anmerkung zu Nr. 169), das hier nur am Schlusse leichthin angedeutet ist, ist vollkommen durchgeführt in der Giufàerzählung bei Pitrè, III, S. 362 ff.; vollständig fehlt es hingegen bei den sonst als Parallelen zu bezeichnenden Erzählungen von Juvadi bei Mango, S. 48 und von Dschahan bei Bonelli, S. 458 und Stumme, _Malta_, S. 52 (_Studien_, S. 38).

Vgl. weiter Ilg, II, S. 48: _Die Taten des Buassu_‚.

436. Mango, S. 48 ff.

437. Mango, S. 49 ff.

Vgl. Henning, _Tausend und eine Nacht_, XXIII, S. 213 ff. (Chauvin, VII, S. 150 ff.); Gonzenbach, II, S. 138 ff.; Pitrè, III, S. 223 ff. und 236 ff.; Cosquin, II, S. 338 ff.; Köhler-Bolte in der _ZVV_, VI, S. 171; Wesselski bei Morlini, S. 320 ff.; Clouston, _Popular Tales and Fictions_, II, S. 36 ff. und 473 ff.

An Märchen, die dem unsrigen nahe stehn, seien noch genannt: _Amalfi, Novelluzze raccolte in Tegiano (Prov. di Salerno)_, Nr. 1: _Lo cunto re lu puorcu_‚ im _Archivio_, XIX, S. 497 ff.; G. Crocioni, _Novelle popolari in dialetto di Canistro (Aquila)_, Nr. 4: _La vaccarella_‚ im _Archivio_, XX, S. 190 ff.; Pitrè, _Novelle popolari toscane_, S. 277 ff., Nr. 59: _Il porco e il castrato_‚; P. Sébillot, _Contes de prêtres et de moines, recueillis en Haute-Bretagne_, Nr. 1: _Les moines et le bonhomme_‚ im _Archivio_, XIII, S. 274 ff.; Radloff, III, S. 336 ff.: _Eshigäldi_‚; vgl. auch Jacob, _Türkische Volkslitteratur_, Berlin, 1901, S. 7 ff. und _Archiv für slavische Philologie_, XXVI, S. 465.

Zu dem einleitenden Zuge, der ~Herauslockung des Tieres~, vgl. Wesselski, _Mönchslatein_, S. 209 zu Nr. 29, wo noch auf Bromyard, S. 8, 9, _Kátha Sarit Ságara_, II, S. 68 ff. und 636 und Lecoy de la Marche, _L’esprit de nos aïeux_, S. 196 ff. zu verweisen gewesen wäre, und Hertel, _Tantrâkhyâyika_, Leipzig und Berlin, 1909, I, S. 137.

Zu der Verkleidung als Arzt vgl. noch Tallemant des Réaux, _Les Historiettes_, 3^e ed. par P. Paris et De Monmerqué, Paris, 1865, VI, S. 220, Nr. 472: _Vengeance raffinée_‚.

438. Mango, S. 51 ff.

Der Eingang, nämlich die Tötung des Morgensängers, kehrt wieder in der bei Pitrè, III, S. 375 ff. als Variante zu der oben als Nr. 430 gebrachten Giufàgeschichte mitgeteilten Erzählung.

Der Rest ist eine Bearbeitung des Motivs von der ~mehrfachen Ausnutzung eines Leichnams~, worüber man — ohne Rücksicht auf die in den Unibosmärchen oft vorkommende Nutznießung aus der Leiche der Mutter — v. d. Hagen, _Gesammtabenteuer_, III, S. LII ff., Cosquin, II, S. 333 ff., Bédier, S. 469, Köhler, I, S. 65, W. C. Hazlitt, _Tales and Legends of National Origin or widely current in England from early times_, London, 1892, S. 480 ff.: _The Monk of Leicester who was four times slaine und once hanged_, Rittershaus, S. 396 ff. und 399 ff., Böhm, _Lettische Schwänke_, S. 119 ff. vergleiche; verwandt damit ist auch Stumme, _Malta_, S. 61 ff. (= _Studien_, S. 44 ff.).

439. Mango, S. 52 ff.

Wie man sieht, ist diese Geschichte nichts als eine Variante des 3. Märchens des 1. Tages bei Basile; ausführliche Nachweisungen geben Köhler-Bolte in der _ZVV_, VI, S. 174 ff. und Köhler, I, S. 405 und 588. Vgl. auch _Archiv für slavische Philologie_, XXVI, S. 463.

Zu der ~Heilung durch Lachen~ vgl. oben die Anmerkung zu Nr. 167 und meine Nachweise in Bebels _Schwänken_, II, S. 110 ff.; ferner _Studien z. vgl. Litg._, VII, S. 236; J. Meder, _Quadragesimale de filio prodigo_, 1494, sermo 20, zitiert bei Cruel, _Geschichte der deutschen Predigt im Mittelalter_, 1879, S. 568 ff.; Celtes, _Fünf Bücher Epigramme_, hg. v. Hartfelder, Berlin, 1881, S. 57; Passano, _I novellieri italiani in prosa_, 2^a ed., Torino, 1878, II, S. 104.

440. Mango, S. 53.

441. Mango, S. 53 ff.

442. Mango, S. 54.

443. Mango, S. 54.

Vgl. Merkens, I, S. 168 ff., Nr. 196 und Krauss, _Zigeunerhumor_, S. 34 ff.; ich glaube aber die Schnurre auch schon als Predigtmärlein gelesen zu haben.

444. Mango, S. 55.

Das ~Verschmieren der Wandritzen mit Teig~ erinnert an das ~Bestreichen der Erde mit Butter~‚: Grimm, _KHM_, Nr. 59; Haltrich, S. 245, Nr. 67; Rittershaus, S. 357; E. H. Carnoy, _Littérature orale de la Picardie_, S. 189 ff.; Böhm, _Lettische Schwänke_, S. 118 zu Nr. 31; _Archiv für slavische Philologie_, XXII, S. 309; Reinisch, _Die Saho-Sprache_, I, S. 242; derselbe, _Die Bedauye-Sprache_, Wien, 1893, I, S. 58 ff. Getränkt wird die durstige Erde bei L. Morin, _Contes Troyens_, Nr. 8 in der _RTP_, XI, 460 ff., und ihre Risse werden mit Geld verstopft bei P. Sébillot, _Littérature orale de la Haute-Bretagne_, S. 98. Siehe auch oben die Anmerkung zu Nr. 427.

445. Mango, S. 55.

Die ~Unkenntnis vom Wesen des Kindsschädels~ als Ursache der Tötung des Kindes begegnet konform wie hier bei Haltrich, S. 243 (... da merkte Hans, daß dem Kinde der Scheitel zuckte, das waren aber die Weichen, die bei der Aufregung des Kindes erzitterten. Hans aber dachte, das sei eine bösartige Blase, nahm eine große Nadel, stach sie durch, und das Kind zuckte nur einigemal und war tot ...) und bei G. Amalfi, _I chiochiari nel mandamento di Tegiano_‚ im _Archivio_, VII, S. 132 ff.; eine augenscheinlich verdorbene Version erzählt Alice Fermé, _Contes recueillis en Tunis_, Nr. 1: _La bonne femme_‚ in der _RTP_, VIII, S. 28 ff.

446. Mango, S. 55 ff.; ebenso von Giufà: Pitrè, III, Nr. 367 ff.

In derselben Weise, nur daß es sich um das einem zerbrochenen Kruge entströmende Wasser handelt, geschieht die ~Verscheuchung der Diebe~ im 57. Märchen bei Gonzenbach, II, S. 3 ff.

Auf die durch den Schwank Bebels, II, Nr. 112 und durch die 6. Novelle der 13. Nacht bei Straparola charakterisierten Erzählungsreihen, die ja auch hieher gehören, näher einzugehn, würde wohl zu weit führen.

447. Mango, S. 56. Vgl. oben Nr. 49.

VII. Kroatische Überlieferungen

448. Kroatisch, S. 91 ff.; Nouri, S. 94 ff.

449. Kroatisch, S. 95.

450. Kroatisch, S. 101; eine Variante, wo Nasreddin nicht der Gefoppte, sondern der Foppende ist, bieten Tewfik, Nr. 40, _Tréfái_, Nr. 138, Griechisch, Nr. 18, Serbisch, S. 26 und Kroatisch, S. 16. Vgl. weiter Buadem, Nr. 38, Serbisch, S. 63 und Kroatisch, S. 38 ff.

Horn zitiert im _Keleti szemle_, I, S. 69 eine Version aus der _Herzerfreuenden Schrift_‚ von Zakani, und Basset hat in der _RTP_, XV, S. 461 eine damit ziemlich übereinstimmende aus dem _Nuzhat al udaba_‚ übersetzt. Zeitlich in der Mitte liegt die Nr. 1 der von Papanti herausgegebenen _Facezie e motti dei secoli XV e XVI_‚ (Bologna, 1874), die etwa zwischen 1490 und 1500 niedergeschrieben worden ist[20]. Danach hat der spanische Gesandte bei Innocenz VIII. im Jahre 1486, als der König von Frankreich die Florentiner durch Drohungen dem König Ferrante II. abspenstig zu machen versuchte, einem Sekretär Lorenzos de Medici und einem Beamten der Signoria von Florenz folgende Geschichte erzählt:

Che in Hispagna a casa sua era stato uno povero, che andava mendicando con un bordone, a capo del quale era un ferro acuto et lungho; e quando chiedeva la limosina ad alcuno, gli voltava la punta di decto bordone, come se gli volessi dare con epso, dicendo: Tale, dammi qualche cosa per l’amore di Dio, se no .... Di che seguiva, che molti, cognoscendolo matto et importuno, vedendosi vòlta la punta, et interpretando quello se no: io ti darò con questo bordone; per non havere a chonbatter con lui, gli davano la limosina. Seguì un giorno, che, faccendo il decto povero questo acto a un cavaliere, huomo giovane et animoso; trovandosi la spada allato, come costumano in quel paese ciascun portarla; sdegnandosi questo cavaliere, messo mano alla spada, et voltàtosi al povero con epsa: Che se no, o non se no? Il povero incontinenti rispose: Se non, me n’andrò con Dio sanza danari. Et così per la più corta si partì.

Es gibt aber noch eine viel ältere abendländische Bearbeitung, und die steht in dem 3. Buche der _Carmina_‚ des von Karl dem Großen 794 zum Bischof von Orléans ernannten und von Ludwig dem Frommen vier Jahre lang (817-821) in Angers gefangen gehaltenen Italiäners oder Südfranzosen Theodulphus; sie folge hier nach dem Abdrucke bei Migne, CV, S. 330:

Saepe dat ingenium quod vis conferre negabat, Compos et arte est qui viribus impos erat. Ereptum furto castrensi in turbine quidam Accipe qua miles arte recepit equum. Orbus equo fit praeco, cietque ad compita voce, Quisquis habet nostrum reddere certet equum. Sin alias, tanta faciam ratione coactus, Quod noster Roma fecit in urbe pater. Res movet haec omnes, et equum fur sivit abire, Dum sua vel populi damna pavenda timet. Hunc herus ut reperit, gaudet, potiturque reperto, Gratanturque illi quis metus ante fuit. Inde rogant quid equo fuerat facturus adempto, Vel quid in urbe suus egerit ante pater. Sellae, ait, adjunctis collo revehendo lupatis Sarcinulisque aliis, ibat onustus inops. Nil quod pungat habens, calcaria calce reportans, Olim eques, inde redit ad sua tecta pedes. Hunc imitatus ego fecissem talia tristis, Ne foret iste mihi, crede, repertus equus.

Einen der Fassung bei Memel, S. 20, Nr. 27 nahestehenden englischen Schwank druckt Ashton, S. 200 aus _England’s Jests Refin’d and Improv’d_, 3^{rd} Ed., London, 1693 ab:

A Scholar meeting a Countreyman upon the Road rid up very briskly to him; but the Countreyman, out of respect to him was turning off his Horse to give him the Road, when the Scholar, laying his Hand upon his Sword, said: »’Tis well you gave me the Way, or I’d ....« »What wou’d you have done?« said the Countreyman, holding up his Club at him. »Given it to you, Sir,« says he, pulling off his Had to him.

Vgl. weiter Lehmann, _Exilium melancholiae_, D, 57, S. 96, Amalfi, _XII facezie e motti raccolti in Piano di Sorrente_, Nr. 1: _Fateme ’a caretà, ca se no!_‚ im _Archivio_, XXI, S. 335 ff. und Krauss, _Zigeunerhumor_, S. 143 ff., 169 ff. und 186.

Diese Drohung ~Entweder~ .... ~oder~ ....! erinnert an die im drohenden Tone gerichtete Frage: _Ist das Ernst oder Spaß?_, z. B. in _Archie Armstrong’s Banquet of Jests_, S. 216:

Two Gentlemen meeting, the one jostled the other from the Wall, and had almost made him to measure his length in the channell: who by much adoe recovering himselfe came up close to him, and asked him whether he were in jest, or in earnest? He told him plainely, that what hee did was in earnest. And I am glad, replies the other, that you told me so: for I protest, I love no such jesting: by which words he put off the quarell.

Nicht identisch mit dieser Version ist die bei Ashton, S. 335 aus _A choice Banquet of Willy Jests, Rare Fancies, and Pleasant Novels .... Being an Addition to Archee’s Jests_, London, 1660 abgedruckte, die Wort für Wort mit Nr. 44 der _Conceits, Clinches, Flashes, and Whimzies_, London, 1639, bei Hazlitt, III, S. 16 übereinstimmt; vgl. weiter Merkens, II, S. 89, Nr. 108 und III, S. 16, Nr. 20 und _Joe Miller’s Jests_, S. 63, Nr. 367. Hierher gehört auch die 42. Erzählung der _Hundred Mery Talys_, ed. by Österley, S. 73 ff. (bei Hazlitt, I, S. 65 ff. hat sie die Nr. 41).

451. Kroatisch, S. 101.

452. Kroatisch, S. 101 ff.

Ähnlich erzählt Melander, _Jocoseria_, I, Nr. 115, S. 93 ff. (deutsche Ausgabe I, Nr. 78, S. 67) wahrscheinlich nach Bullinger, _Contra Cochlaeum_‚:

Alium quendam (nugonem) non puduit omni asseveratione affirmare, se fuisse in regione quadam, ubi apes ovibus magnitudine nihil quicquam cederent. Hoc quam mendacissime ab illo dici, cum vel surdus audiret, quidam ex auditoribus ita illi respondit: Oportet igitur istic quidam alvearia perquam capacia esse. Tum nugo, Non capaciora nostratibus, inquit. Respondit alter iste: Non sunt ampliora nostratibus? Deus bone, quid ego audio! Ecquomodo igitur ingentes istae apes tuae alveria nostratibus haud majora intrare possunt? Cui nugo in mendacio suo veluti mus in pice haerens, totusque pudefactus, respondit: Hujus equidem rei curam ipsis relinquo. Da laß ich sie vor sorgen.

Reichliche Nachweise zu dieser Lügenschnurre gibt _Müller-Fraureuth_‚ in den _Deutschen Lügendichtungen bis auf Münchhausen_, Halle, 1881, S. 58 ff., 72, 127 und 137. Eine nicht unwitzige Variante in den _Additamenta_‚ von Hermotimus (hinter Nicodemi Frischlini Balingensis _Facetiae selectiores_‚ in der Ausgabe Amstaelodami, 1660) ist ihm aber entgangen; dort wird S. 304 ff. _De Apibus Indicis_‚ folgendes erzählt:

Ein aus Indien nach Zeeland heimgekehrter schneidet auf, die Bienen seien in Indien so groß wie in Zeeland die Elstern. »Und die Bienenstöcke?« »Nicht größer als die unserigen.« »Und die Löcher darin?« »Nicht größer als bei uns.« »Wie können sie dann aus und ein?« »Quae ingredi non possunt, illas oportet foras manere.«

453. Kroatisch, S. 102.

454. Kroatisch, S. 102 ff.

Müller-Fraureuth, der zu dem Schwanke überflüssigerweise auch _KHM_, Nr. 146 heranzieht, gibt S. 53, 125 und 78 eine stattliche Reihe Varianten; die älteste Fassung ist ihm freilich entgangen. Sie steht in den _Facetie et motti arguti_‚ von L. Domenichi, Fiorenza, 1548, Bl. B_{5}b, und zwar in dem Teile, der auf dem 1479 verfaßten _bel libretto_‚ des Padre Stradino beruht[21]; mit demselben Wortlaute ist sie übergegangen in die _Facecies, et motz subtilz_, Lyon, 1559, Bl. 9^b (Lyon, 1597, S. 29) und in die spätern Ausgaben der Domenichischen Facetien (1562, S. 59, 1581, S. 71 usw.). Wortwörtlich identisch steht sie auch nach einem alten Manuskripte in der Nr. 2 der Zeitschrift _Il Cherico del Piovano Arlatto_‚ (1878), S. 60 ff.

Eine sehr hübsche und sehr frühe Variante, die ich nur aus Dreux du Radier, _Récreations historiques_, A la

Haye, 1768, I, S. 96 ff. kenne, steht in den _Volantillae_‚ von Hilarius Cortesius (Courtois), Parisiis, 1533:

Interrogabat quispiam Rex Galliae In Neustria quidnam referretur novi? Tunc Neuster inquit ludibundus, et joco (Ne conveniri se putabat a suo Principe): Diebus hisce succrevit ibi olus Sublimitatis tam arduae, ut sub eo queat Exercitus Regis quiescere facile, Solis sine offensa. Inde, equitans rex longius, Habet Brittonem obvium; rogat et eum obvium, Ecquid novi Armorica Brittannia disserat? Cui Brito: Struunt circumferentia nova Lebetem: ibi cum plurimus sit artifex Qui verbere intonet, tamen non liberum est Ut verberantes, malleis tonantibus, Intelligant alios aliquatenus; scio, Quid viderim. Tum Rex joco ait: Id scilicet Curatur ut Normanniae coquant olus.

Die Nachweisungen Müller-Fraureuths seien weiter durch folgende ergänzt: Doni, _La Zucca_‚ (1. Ausg. 1552), _Venetia_, 1592, Bl. 209^a; Luis de Pinedo, _Libro de chistes_‚ bei Paz y Mélia, _Sales españolas_, I, S. 298 ff.; C. A. M. v. W., _Zeitvertreiber_, S. 159; Harsdörfer, _Ars apophtegmatica_, S. 210, Nr. 954; W. Hickes, Oxford _Jests Refined and Enlarged_, London, 1684 bei Ashton, S. 347; Krauss, _Zigeunerhumor_, S. 159: _Ein großes Krauthäuptel_‚; »Fulano, Zutano, Mengano y Perengano«, _Cuentos y chascarrillos andaluces_, Madrid, 1896, S. 84 ff.: _La col y la caldera_‚. Nicht uninteressant ist auch eine Version aus Annam bei A. Landes, _Contes et légendes annamites_, Saigon, 1886, S. 319:

Deux menteurs faisaient assaut de mensonges. »J’ai vu, disait l’un, un tambour que l’on entendait de cinquante lieues.« — »Et moi, disait l’autre, un buffle dont la tête était en France et la queue en Annam.« — »Comment cela se pourrait-il? dit le premier.« — »Sans un buffle pareil, répondit son camarade, on n’eut pas trouvé une peau pour ton tambour?«

455. Kroatisch, S. 103 ff.

VIII. Serbische Überlieferungen

456. Serbisch, S. 44 ff.

Eine hübsche Parallele bieten die _Contes du Sieur Gaulard_, S. 196 ff.: