Der Bucheinband: Seine Technik und seine Geschichte

Part 18

Chapter 183,202 wordsPublic domain

Einer eigentümlich englischen, vielleicht mit Jakob I. von Schottland herübergekommenen Musterung der Decke begegnen wir zuerst im Laufe des 17. Jahrhunderts. Quaritch teilt in seinem »Facsimiles of bookbinding« einige Beispiele dieser schottischen Art mit. Das Charakteristische daran ist der Blütenzweig oder Stengel, der, mit dem Fußende nach dem Rande zu gerichtet oder auch umgekehrt vom Mittelfelde zum Rande aufwachsend, unter steter Wiederholung oder mit einem ähnlichen Motiv wechselnd den des festen Gefüges entbehrenden Rahmen bildet. Auf schottischen Einbänden des 18. Jahrhunderts zeigt auch das Mittelfeld dies Gezweige, das sich von der Mitte aus nach unten und oben zu entwickelt, ähnlich wie das Zweigwerk in den Seitenfeldern des oben mitgeteilten steirischen Bandes (Fig. 184). Die Gehrung des Rahmens ist mitunter durch den Stengel betont, der sich beiderseits verzweigt und oben in einer Blume endet (Fig. 187). Ein von Quaritch wiedergegebener Band aus der Bibliothek Jakobs I. hat ein sonderbares Streumuster im Mittelfelde, Kronen, Zweige, Rosen und andere kleine Ornamente sind regellos durcheinander gewürfelt und umgeben dicht gedrängt das die Mitte einnehmende königliche Wappen. Die weichen, der Naturform bisweilen sehr nahe kommenden Stempelmotive (Fig. 188) lassen den Einfluß der Stickerei erkennen, der im 18. Jahrhundert noch wunderlichere Blüten treibt, wie aus dem Beispiel ersichtlich, das wir der von Wheatley herausgegebenen Sammlung von Bucheinbänden des Britischen Museums entlehnen. (Fig. 189.)

Im 18. Jahrhundert gab der große Bücherfreund +Harley+, Graf von Oxford, für die Deckenverzierung den Ton an. Die Büchersammlung desselben ist später mit der Bibliothek des Britischen Museums vereinigt. In Fig. 190 geben wir einige Zierformen solcher Harley-Bände; das Ornament ist offenbar von den Spitzenmusterstempeln abgeleitet, macht aber den Versuch, die Naturform von Knospen und Blüten damit in Einklang zu bringen. Die Harley-Bände haben in der Regel einen roten Maroquin-Überzug, der Deckel eine breite Umrahmung und ein Mittelornament, während die Ecken gewöhnlich unverziert erscheinen.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts steht +Roger Payne+ († 1797) an der Spitze der englischen Buchbinderei. Seine mit der peinlichsten Sorgfalt ausgeführten Arbeiten wurden im wahren Sinne des Wortes mit Gold aufgewogen. Er war hauptsächlich für Lord Spencer beschäftigt, der ihm einmal für einen einzigen Einband 80 Pfd. St., also 1600 Mark bezahlt hat. Ein bekanntes Meisterwerk von ihm ist ein Folioband, dessen Inhalt die Dramen des Aischylos bilden (Glasgow, 1795); die Rechnung darüber hat sich noch erhalten und beträgt 16 Pfd. St., 7 Sch., also 327 Mark. Von den Stempeln, die er verwendete, geben wir einige in Abbildung wieder (Fig. 191). Wie ersichtlich, hat der Zeichner die Naturform im Auge gehabt und nicht ungeschickt mit den schlichten Mitteln Blätter und Blüten, wie er sie sah, charakterisiert. Der realistische Zug, der die englische Malerei des vorigen Jahrhunderts beherrscht, kommt auch in diesen kleinen Ornamenten deutlich zum Vorschein. Der Streugrund wurde von Payne mit Vorliebe verwendet; in der Gesamtanordnung des Ornaments folgte er vorzugsweise dem französischen Beispiel.

Auch im 19. Jahrhundert hielt sich die Buchbinderkunst in England auf der erreichten Höhe. Kein Land hat eine so große Zahl reicher Bücherfreunde aufzuweisen wie England, und es ist begreiflich, daß auch keins so vielen Namen von Buchbindern zur Berühmtheit verholfen hat.

* * * * *

Der allgemeine Verfall des Kunsthandwerks im 18. Jahrhundert macht sich nirgends deutlicher bemerkbar, als in der Buchbinderei. Die besseren Ledersorten, wie das Maroquin und das Kalbleder, kommen mehr und mehr außer Gebrauch und werden durch Schafleder ersetzt. Als von besonders vornehmer Art erschien der Seidenband gegen Ende des 18. Jahrhunderts, wie er gern für Almanache und ähnliche, zu Geschenken für Frauen bestimmte Bücher verwendet wurde. Der Durchschnittsband hatte einen Lederrücken mit einem aufgeklebten Papierschilde. Wollte man ein übriges thun, so wurde das Leder marmoriert oder mit aufgesprengten Farben bunt gemacht.

Das 19. Jahrhundert zehrte anfangs noch an der Erbschaft früherer Zeiten und benutzte die alten Stempel oft in geradezu gedankenloser Weise. Was an neuen Zierformen hinzukam, war nichts weniger als mustergültig. In Fig. 192 geben wir ein Beispiel dieser trostlosen Art der Deckenverzierung. Hier und da werden Versuche gemacht, etwas ganz Außerordentliches durch die Zusammensetzung von Bogen und Linien zu leisten, indem man sich dabei bis zur Wiedergabe architektonischer Gebilde verstieg. Ein äußerst beliebtes Kunststück war es, auf einer Fläche, die der Größe eines Felles Saffian entsprach, das Vaterunser zu drucken, und zwar so, daß die Form der Buchstaben aus Bogen, Linien und Stempeln hergestellt wurde.

Die besten Buchbinder Deutschlands gingen damals außer Landes, um fern von der Heimat an dem Aufschwunge mitzuhelfen, der seit der ersten Weltausstellung in London auf allen Gebieten des Gewerbfleißes eintrat. Schon zwischen 1830 und 1840 kommt der deutsche Meister +Purgold+ in Paris zu gebührendem Ansehen, später dessen Schwiegersohn Georg +Trautz+, der Begründer einer der vornehmsten Buchbindereien unter der Firma »Trautz-Bauzonnet«. In England gründeten nacheinander +Baumgärtner+ und +Kalthöfer+ Buchbindereien, die sich eines begründeten Ansehens erfreuten. Ihre Leistungen wurden indes noch weit übertroffen von Joseph +Zaehnsdorf+, der sich unter den mißlichsten Verhältnissen in die Höhe arbeitete und, unterstützt von seinem Mitarbeiter +Mäullen+, einem Rheinländer, seinem Geschäfte einen Weltruf zu verschaffen wußte. Er starb hochbetagt im Dezember 1886. Sein Sohn folgte ihm im Geschäft. Auch in Rom und Florenz entwickelten deutsche Buchbinder eine erfolgreiche Thätigkeit.

Die kunstgewerbliche Bewegung in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts, das Trachten und Streben, den verlorenen Sinn für die schöne Form der Gebrauchsgegenstände wiederzugewinnen, kam in Deutschland nur langsam in Fluß. Erst die Wiener Weltausstellung von 1873 zeigte die ersten Spuren der ästhetischen Erziehung an der Hand mustergültiger Vorbilder aus früheren Jahrhunderten auch auf dem Gebiete der Buchbinderei. Der Wiener Meister +Franz Wunder+ vor allem erneuerte die alte Ledermosaikarbeit mit gutem Geschmack und reichem Erfolg. (Fig. 193.) Ebenso verdanken wir ihm die Wiedereinführung des Lederschnitts.

Die Franzosen traten schon früher in die Reihen mit der Wiederbelebung der alten Kunstweise. Bei Grolier-, Le Gascon- und Dérome-Bänden wurden Anleihen gemacht, dabei fehlte es aber auch nicht an Versuchen, Originelles zu leisten und eigene dekorative Gedanken zur Geltung zu bringen. Die namhaftesten Meister in Paris sind +Pagnant+, +Magnin+, +Michel+, +Engelmann+ und +Amand+, von dem wir in Fig. 194 eine nicht überreiche, aber mit ihren zierlichen Schmuckformen gefällig wirkende Decke bringen. Wer sich über diese modern-französischen Arbeiten näher unterrichten will, findet das Material übersichtlich zusammen in dem Werke von +Uzanne+ »la reliure moderne«.

In den letzten Jahrzehnten hat namentlich in Leipzig die Buchbinderei eine allerdings mehr in die Breite als in die Tiefe gehende Entwickelung genommen. Das darf insofern nicht wunder nehmen als ja heutzutage der mit Plattendruck in der Vergolderpresse hergestellte, oft in den buntesten Farben schillernde Kalikoband der Kunst des Buchbinders nicht allzuviel mehr zumutet. Immerhin sorgt aber die glücklicherweise auch in Deutschland zunehmende Bücherliebhaberei dafür, daß auch die Handarbeit mit Stempeln und Fileten zu Ehren kommt und verdientermaßen gewürdigt wird.

Literatur.

+Adam+, Paul, Lehr- u. Handbuch der Buchbinderei. 8^o. Dresden 1886.

+Archiv+ f. Geschichte d. deutschen Buchhandels. Bd. I-XI. 8^o. Leipz. 1878-88.

+Bapst+, Germain, Les Arts du bois, des tissus et du papier. 8^o. Paris 1883. Kapitel »l’Imprimerie et la Reliure«, mit 18 Tafeln von Bucheinbänden.

+Bauer+, Handbuch der Buchbinderei. Mit Atlas. Weimar 1881.

+Beauchamps, J. de+ und Ed. +Rouveyre+, Guide du Libraire-Antiquaire et du Bibliophile. Mit 45 Tafeln. 8^o. Paris 1884/85.

+Bender+, E., Original-Entwürfe für geschnittene und gepunzte altdeutsche Lederarbeiten etc. 3 Hefte fol. à 6 Tafeln. Leipzig 1889.

+Blanc+, Charles, in der Gazette des Beaux-Arts. II. Serie. Bd. 22. 1880.

+Bonnardot+, A., Essai sur l’art de restaurer les Estampes et les Livres. 2. éd. 8^o. 72 S. Paris 1858.

+Bouchot+, Henri, Les Reliures d’art à la Bibliothèque Nationale. 8^o. 51 S. Text, mit 80 Tafeln. Paris 1888.

+Brade+, L., Illustriertes Buchbinderbuch. 3. Aufl. 8^o. Halle 1882.

+Brunet+, G., La Reliure ancienne et moderne. Recueil de 116 Planches. Gr. 8^o. Paris 1884.

+Bucheinbände, deutsche, der Neuzeit+, herausgeg. von +Maul+ und +Friedel+. 8 S. Text und 40 Lichtdrucktafeln. Folio. Leipzig 1888.

+Cundall+, Josef, On Bookbinding, ancient and modern. 4^o. 28 Taf. Lond. 1881.

+Dérome+, L., La Reliure de luxe. 8^o. 246 S. Text mit 65 Tafeln. Paris 1888.

+Didot+, Firmin, Catalogue illustré de la bibliothèque de Ambroise Firmin-Didot. 5 Bde. 4^o. Paris 1878-1884. (Enthält zahlreiche Tafeln mit Einbänden.)

+Dubois+, H. P., Historical Essay on the Art of Bookbinding. 8^o. Newyork 1883.

+Falke+, Jakob, Die byzantinischen Buchdeckel der St. Marcusbibliothek in Venedig. Text und 10 Tafeln. Gr. Folio. Wien 1867.

+Fritzsche+, Gustav, Moderne Bucheinbände. 4 Hefte Lichtdrucke u. 7 Chromolith. Folio. Leipzig 1878-1879.

+Gruel+, L., Manuel de l’Amateur de Reliures. 186 S. Text, mit 70 Tafeln. 4^o. Paris 1887.

+Horn+, Otto, Vorlagen zum Verzieren von Gold- und Farbschnitten. 9 Tafeln und Text. 4^o. Gera 1886.

+Horn+, Otto, Die Technik der Handvergoldung und Lederauflage. Mit 8 lithogr. Tafeln. 8^o. Gera 1887.

-- und +Ludwig+, E., Mustervorlagen zur Dekoration von Buchdecken und Rücken. 41 lithogr. Tafeln und Text. Gr. 4^o. Gera 1885.

+Jacquemart+, Jules, Histoire de la Bibliophilie. Folio. 47 Tafeln. Paris 1861.

+Julien+ (Le Bibliophile), Album de reliures. 4 Teile. Mit je 25 Tafeln. 4^o. Paris 1866.

+Kapp+, Fr., Geschichte d. deutschen Buchhandels. I. Band. gr. 8^o. Leipz. 1886.

+Lacroix+, Paul, Les Arts au moyen-âge et à l’époque de la Renaissance. S. 467 u. ff. 4^o. Paris 1869.

+Lempertz+, Heinrich, Bilderhefte zur Geschichte des Bücherhandels u. s. w. 65 Tafeln Folio, darunter 10 auf Einbände bezügliche. Köln 1854.

+Leo+, W., Anleitungen und Rezepte für die Buchbinderwerkstatt. 5. Aufl. Gr. 8^o. Stuttgart 1885.

+Luthmer+, F., Der Bucheinband, in Buchers Geschichte der technischen Künste. Stuttgart 1888.

+Michel+, Marius, La Reliure française. 22 Tafeln. 4^o. Paris 1880.

-- La Reliure française commerciale et industrielle. 23 Tafeln. 4^o. Paris 1881.

+Quaritch+, A collection of facsimiles from examples of historic or artistic bookbinding. Lex.-8^o. 36 S. Text und 103 Tafeln in Buntdruck. Lond. 1889.

-- A catalogue of 500 books remarkable for the beauty or the age of their bindings etc. 222 S. Lex.-8^o. (Antiquar. Katalog mit Preisen). Lond. 1889.

+Stockbauer+, F., Abbildungen von Mustereinbänden aus der Blütezeit der Buchbinderkunst. Mit einleit. Texte von F. Stockbauer. 40 Taf. 4^o. Leipzig 1881.

+Techener+, J. u. L., Histoire de la Bibliophilie. Lief. 1-10. mit Tafeln. Fol. Paris 1862-1864.

+Uzanne+, La Reliure moderne. 72 S. Gr. 8^o. Paris 1887.

+Wheatley+, Henry B., Remarkable bindings of the British Museum. 143 S. und 62 Tafeln. 4^o. London 1889.

+Zähnsdorf+, J. W., The Art of bookbinding. 8^o. London 1880.

+Zimmermann+, K., Bucheinbände aus dem Bücherschatze der königlichen öffentlichen Bibliothek zu Dresden. 16 S. Text und 50 Tafeln. 4^o in Lichtdruck. Leipzig 1887.

Namen- und Sachregister.

Abpressen 44, 45.

Absatteln 48.

Abstechen 20, 40.

Abstoßen 95.

_Adam_ 147.

_Aldegrever_ 242.

_Aldus Manutius_ 204.

_Amand_ 260, 261.

Anglätten 76.

_Anne de Brétagne_ 228.

Anpappen 103.

Desgl., offen 104.

Ansatzkante 89.

Anschießer 61, 75.

Anschmieren 100.

Ansetzen 89, 100.

Atlanten 22.

Athos-Bände 83, 111, 183.

Auf- und Abheften 39.

Aufbinden 47.

Aufschabebrettchen 40.

Aufschieben 16.

Augenmarmor 70.

_August II., Kurfürst von Sachsen_ 242.

Auslegen 143.

Ausraspeln 78.

Ausschärfen 95.

Auswaschen 122.

_Badier, Florimond_ 229, 234.

_Baumgärtner_ 258.

Baummarmor 152.

_Bernhard, Jörg_ 160.

Beschneidemaschine 48, 49.

Beschneiden 45.

Beschnittene Bücher 33.

_Birck, Christoph_ 159.

Blatt, fliegendes 105.

Blattgold 74.

Blinddruck 111.

Blumen 249.

_Bodley, Thomas_ 253.

Bogen 135.

Broschürenheftung 39.

Buchbeutel 5.

Bund 3, 31, 134.

Bund (unechter) 94.

Bundriemen 4.

Bürste 56.

Cachiereisen 45.

_Canevari, Demetrio_ 205.

_Catharina von Medici_ 212.

Corvinen 201.

_Corvinus, Matthias_ 204.

Deckelvergoldung 135.

Dentelle (à) 235.

_Dérome_ 234.

_Diana von Poitiers_ 213.

Diptychon 3.

Doppelbund 31.

Drahtheftmaschine 42.

_Dubuisson_ 236.

Duodez 15.

Durchschießen 23.

Durchziehen 89.

Einbanddecken 101.

Einhängen 100.

Einledern 94.

Einlegen 142.

Einschlagen (des Kapitals) 98.

Einschlagschärfen 95.

_Eisenhoit_ 164, 167.

_Elisabeth von England_ 251.

Emailband 251.

_Engelmann_ 261.

Entrelacs 209.

_Eve_ 223.

_Eventail (à l’év.)_ 235, 245.

Fadenheftmaschine 42.

Falz (bei Kupfern) 21.

Falz, umstochener 107.

Falzen 12.

Fanfare 222.

Farbige Einbände 181.

Färbung (von Leder) 152.

Fers (à petits f.) 235.

Fers azurés 209.

Feuermarmor 152.

Filete 116, 125, 128, 134.

Fitzbund 34.

Flecke (Tinten-, Fett- etc.) 29.

_Flötner, Peter_ 242.

Formieren 89.

_Fugger_ 242.

Füllfälze 22.

_Franz I._ 215.

Französischer Schnitt 70.

Füttern 89.

Galle 64.

Ganzlederband 98.

_Gibson, John_ 252.

Glättkolben 107, 121.

Glättzahn 60.

_Göhre_ 144, 145.

Gold (Rot-, Orange-, Grün-) 75.

Goldkissen 75.

Goldlappen 131.

Goldmesser 74.

Goldschnitt 72.

Griechischer Schnitt 72.

_Grolier, Jean_ 205.

Großmarmor 67.

Grund (für Vergoldung) 74.

Grundieren 122.

Halbfranzband 93, 100.

Halfersche Farben 62.

Handpresse 9.

Handvergoldung 122.

_Harley_ 255.

Hefthaken 34.

Heftknoten 38.

Heftlade 32.

_Heinrich II._ 209.

_Heinrich VIII._ 251.

Hobel 46.

_Hopfer_ 242.

_Horn_ 146.

Hülse 101.

Interpunktion (bei Titeln) 129.

_Jakob I._ 252.

Kalikoband 99.

Kalkmarmor 152.

_Kalthöfer_ 259.

Kameenband 183.

Kammmarmor 67.

Kante 135.

Kantenlineal 91.

Kapital 33, 81.

_Karl IX._ 209.

Karreedruck 134.

Karton 16.

_Kellner, Hans_ 169.

Kleienschnitt 56.

Kleister 51.

Kleistern (des Leders) 122.

Kleisterschnitt 57.

Klotzpresse 116.

Kollationieren 24.

Körnerschnitt 57.

_Krauße, Jakob_ 159, 244.

_Krehan_ 258.

Kremser Marmor 71.

Kupfer 19.

Leder 123, 124.

Lederband 31.

Ledermachen 94, 97.

Ledermosaik 143.

Lederschälarbeit 113.

Leerstempel 212.

_Le Gascon_ 230.

Leim 51.

Leimbrett 41.

Leimbund 39.

Leimen (des Rückens) 93.

Leimgrund 123.

Leimkessel 51.

Lineal 16, 118.

Liniatur 27.

Lorbeerzweig 222.

_Magnin_ 261.

_Majoli Thomas_ 205.

_Mansfeld, Graf_ 242.

_Margarete von Valois_ 227.

Margaretenband 229.

Marmorieren des Leders 152.

Marmorierkamm 68.

Marmorierkasten 63.

Mattierpunze 80.

_Mäullen_ 259.

_Maure, Louis de St._ 252.

_Mauser, Kaspar_ 244.

Messer 15.

_Michel_ 261.

Mönchsband 161.

_Padeloup_ 235.

Pappband 93.

_Pagnant_ 261.

Pappe 89.

Pappschere 90.

_Payne, Roger_ 257.

Pergamentband 131, 152, 251.

Persieren 91.

Pfauenmarmor 69.

Planieren 8.

Platte (graviert) 116, 240.

Plattschlag 87.

_Pointillé_ 230.

Preßbalken 9.

Preßbengel 9.

Preßbretter 9.

Pressen 17.

Preßknecht 39.

Punktiereisen 47.

Punktstempel 229, 230.

Punktur 149.

Punzierte Schnitte 79.

Punzung 110.

_Purgold_ 258.

Quaterne 3.

Quinterne 3.

Renaissanceband 161, 186.

Ribbeln 95.

Ritzarbeit 110, 170.

Rolle 116.

Rücken, fester 93.

-- filetierter 134.

-- gebrochener 92.

-- herabhängender 134.

-- hohler 93.

Rücken, langer 124.

Rückenverzierung 251.

Rundklopfen 42.

Rundschneide-Maschine 81.

Rundung (des Rückens) 42.

Sägeschnitte 37.

Samt 151, 153.

Sandschnitt 56.

Sattel 48.

Schärfen (des Leders) 94.

Schärfmesser 94.

Schärfmesser, Offenb. 95.

Schärfmesser, Pariser 95.

Schärfstein 94.

Schlagen 12, 25.

-- (aus dem Falz) 7.

-- (aus der Lage) 7.

Schlaghammer 7.

Schlaglage 26.

Schlitten 149.

Schmaladerschnitt 70.

Schmalschneidevorrichtung 50.

Schneckenstempel 232.

Schneiden (mit Messer) 15.

Schnitt (Goldschnitt etc.) 53.

Schreiben, Werke für Schreibzwecke 27.

Schriften 129.

Schriftkasten 129.

Schwammmarmor 152.

Sexterne 3.

Signatur (rechte u. falsche) 12.

Spalte 56.

Spatien 130.

_Spencer, Lord_ 257.

Spiegel 105, 108, 135.

Spitzenstempel 232, 235, 245.

Sprengschnitt 56.

Stärkeschnitt 57.

Stehkante 140.

Stempel 116, 134.

Stiftvergoldung 148.

Stockdruck 243.

Stockpresse 8, 148.

Stoßen 94.

Streicheisen 115.

Terne 3.

_De Thou, Jacques Auguste_ 223, 226.

_Thouvenin_ 236.

Tiegel 149.

Tippellinie 141.

_Tory, Geoffroy_ 212.

_Trautz_ 258.

Türkischer Schnitt 72.

Überschlag 4.

Überstreute Decken 230.

Überwendlingsnaht 36.

Umbinden 28.

Umstechen 36.

Unterlegen 143.

Velin 3.

Vergoldepresse 150.

Vergoldepulver 151.

Vergoldung 122.

Verpressen 77.

_Virgil Solis_ 242.

Vorsatz 35.

Wachsschnitt 57.

Walzen 26.

Wasserflecke 29.

Weißer Einband 239.

_Wunder, Franz_ 261.

Wurmstich 29.

_Zaehnsdorf, Joseph_ 259.

Zusammentragen 24.

Verzeichnis der Abbildungen.

(Die hinten angeführte Ziffer bedeutet die Seitenzahl.)

Borde von einem ägypt.-arabischen Einbande 3.

1. Weicher Einband mit Überschlag 4.

2. Einband mit überstehendem Leder 5.

3. Buchbeutel 5.

Aufhängen planierter Bogen 6.

Borde von einem arabischen Einbande 7.

4. Handpresse mit Preßbengel 9.

5. Das Richten der Kolumnen 13.

6. Niederstreichen des Falzstrichs 13.

7. Ergreifen des Bogens zum zweiten Bruch 14.

8. Niederbiegen des zweiten Bruches 14.

Borde von einem arab.-ägyptischen Bande 19.

9. Das Kollationieren 25.

Borde von einem arab. Einbande 31.

10. Heftlade 32.

Heftstift und Heftklammer 34.

11. Heftknoten 38.

12. Preßknecht 38.

13. Drahtheftmaschine 41.

14. Prüfen abgepreßter Bücher 43.

15. Das Nachrichten 43.

16. Kaschiereisen 45.

17. Scharf abgepreßtes Buch 45.

18. Buch, für Pappband abgepreßt 45.

19. Rückenrundemaschine 46.

20. Abpreßmaschine 46.

21. Beschneiden des Buches 47.

22. Einsetzen des Buches mit dem Sattel 47.

23. Beschneidemaschine mit Hebelwerk 48.

24. Desgl. mit Schwungrad 49.

25. Schmalschneidevorrichtung 50.

26. Leimkessel 51.

27. Farbiger Zierschnitt 53.

28. Frühitalienischer Zierschnitt 54.

29. Italien. Zierschnitt des 16. Jahrh. 54.

30. Gemalter Zierschnitt, Frankreich, 17. Jahrh. 54.

31. Desgl. Sachsen, 17. Jahrh. 55.

32. Gepunzter Zierschnitt, Deutschland, 18. Jahrh. 55.

33. Sandschnitt 57.

34. Stärkeschnitt 58.

35-38. Kleisterschnitte 59.

39. Glättzähne 60.

40. Marmorierkasten mit Zubehör 63.

Zugformen für Kammschnitt 69.

Zum Vergolden eingesetzter Vorderschnitt 73.

41. Zum Vergolden eingesetzter Oberschnitt 77.

42-43. Stempel zum Punzieren der Schnitte 80.

44. Vierteilig umflochtenes Kapital 82.

45. Zweifarbiges Flechtkapital 82.

46. Mit Lederriemen durchflochtenes Kapital 82.

47. Zweifarbiges Kapital mit doppelter Einlage 83.

48. Kapital vom Berge Athos 83.

49. Das Umstechen des Kapitals 85.

50. Zweifarbig umstochenes Kapital 85.

51. Orientalisches Kapital 87.

Borde von einem arab. Einbande 88.

52. Pappschere 90.

53. Offenbacher und Pariser Schärfmesser 95.

54. Das Einschlagen des Kapitals 98.

55. Ausschneiden d. Überzugsecken 101.

Borde von einem Wolffenbütteler Bande, 1572. 103.

56. Zurichtung der Vorsätze 105.

57. Anreiben des Vorsatzes im tiefen Falz 105.

58. Tiefer Falz mit eingeklebtem Papiervorsatz 106.

59. Großer Glättkolben 108.

Gotische Borde 110.

60. Gepunzte Decke v. Berge Athos 111.

61. Deutscher Einband mit Lederritzung, 15. Jahrh. 112.

62. Rückseite von einem Brevier, Ende des 15. Jahrh. 114.

63. Deutsches Streicheisen 115.

64. Streicheisen, Rolle, Stempel und Filete 115.

65. Wärmapparate 115.

66. Klemmvorrichtung 117.

67. Modern-gotischer Einband 118.

68. Gotische Stempel 119.

69. Randverzierung in Blinddruck 119.

70. Moderner Renaissanceband mit Blinddruckverzierung 120.

71. Kleiner Glättkolben 121.

Gotische Randverzierung 122.

72-79. Muster für Rückenvergoldung 126-127.

80. Verschiedene Filetenmuster 128.

81. Schriftkasten 129.

82-88. Verschiedene Rücken mit Bundeinteilung 132-133.

89-94. Innere Kantenverg. 136-137.

95. Spiegel mit unsym. Mittelverz. 138.

96-97. Desgl. mit eingesetztem Rahmen und freiem Mittelfelde 139-140.

98. Desgl. mit gestirnter Fläche 141.

99. Desgl. mit breiten Eckfüllungen 142.

100. Spiegel mit unsym. Füllung 143.

101. Albumdecke mit Lederauflage, von +M. Göhre+ 144.

102. Oktavdecke mit Ledermosaik, von demselben 145.

103. Oktavdecke mit Lederauflage, von +P. Horn+ 146.

104. Deckenentwurf für Lederauflage, von +P. Adam+ 147.

105. Vergoldepresse 150.

Leiste von einem Wolfenbütteler Bande 159.

Kranzrollenmuster von einem Athosbande 162.

106. Deckel eines Evangelienbuchs, um 1050. 163.

107. Buchdeckel aus dem 12. Jahrh. 165.

108. Deckel eines Evangeliars, 14. Jahrh. 166.

109. Desgl. von Anton +Eisenhoit+, um 1590. 167.

110. Einbanddecke des Tucherschen Geschlechterbuchs, 1559. 168.

111. Buchschließe 16. Jahrh. 170.

112. Vorderdecke eines Schwabenspiegels, 15. Jahrh. 171.

113-118. Stempel für Blinddruckverzierung 172.

119. Gotischer Band mit Rautenmuster 173.

120-121. Gotische Friese 174.

122. Decke mit Stockdruckverzierung. 1520. 175.

123. Decke von einem Lederbande in Ochsenfurt 178.

124. Teil der Decke des Gerichtsbuchs von Ochsenfurt 179.

125. Meßbuch aus Bamberg 180.

126. Ital. Einband, Ende 15. Jahrh. 182.

127. Desgl. 184.

128. Bordenstempel von Athos-Buchdecken 185.

Maureske Füllung v. P. Flötner 186.

129. Persischer Koran, 17. Jahrh. 187.

130. Arabischer Einband 188.

131. Desgl. Mitte des 16. Jahrh. 189.

132. Desgl. mit Fächerornament 191.

133. Orientalischer Buchschnitt 192.

134. Arab. Buchdeckel, 16. Jahrh. 193.

135. Deckelklappe von einem pers. Koran, 17. Jahrh. 194.

136. Pers. Einband, 17. Jahrh. 195.

137. Innenseite eines pers. Deckels 197.

138-141. Maurische Ledervorsätze 198.

142. Gravierter türkisch-ägyptischer Einband, 16.-17. Jahrh. 199.

143. Einband a. d. Corvina, um 1480. 202.

Borde von einem franz. Einbande, 16. Jahrh. 204.

144. Majoliband 206.

144a. Rücken dieses Bandes 207.

145. Maureske Füllung von einem italienischen Einbande 208.

146. Früher Grolier-Band 210.

147. Decke eines für Heinrich II. gebundenen Bandes, um 1560. 211.

148b. Decke eines italienischen Einbandes, 16. Jahrh. 213.

148a. Rücken dieses Einbandes 212.

149. Decke mit farbigem Riemenwerk, gef. für St. Maure 214.

150. Desgl. mit Bogendruckverzierung, für Franz I. 215.

151. Italienische Leerstempel 216.

152. Einbanddecke v. Geoffroy Tory 217.

153. Decke für Katharina II. von Medici, um 1556. 218.

154. Decke für Heinrich II. 1577. 219.

155. Einband mit dem Monogramm Heinrichs II. und der Diana von Poitiers, um 1560. 220.

156. Canevari-Einband 221.

157. Stempel von Canevaribänden 222.