Part 6
Eine Liste wie die vorstehende, die durch Herrn W. J. Krüger (Prignitz u. Cons.) mit Hülfe älterer Kollegen zusammengestellt worden ist, wäre nach Verlauf weniger Jahre schwerlich mehr in gleicher Vollständigkeit zu erreichen gewesen, da infolge des veränderten Geschäftsbetriebes die regelmäßige Anwendung dieser Ökelnamen schon sehr eingeschränkt ist.
Außerdem sind mir von verschiedenen Seiten, besonders von Hein Sternhagen (Verf. von „Ut Vadders Tiden“) noch eine Anzahl weiterer Ökelnamen mitgeteilt, und einige fanden sich auch in Volgemanns Tafelliedern. So weit sie nicht in vorstehenden beiden Verzeichnissen erscheinen, führe ich sie hier auf, indem ich bemerke, daß sie meistens erloschen sein mögen, zum Teil auch vielleicht nicht allgemein bekannt gewesen sind oder nur für ein Einzelmitglied eines Quartiers gegolten haben. Sie lauten, unter Weglassung einiger anstößigen:
De Altnaers. De Ängstlichen. De Bäckers. Kaptein Blitz. De Blauen. De Blotarmen. De Böhnhasen. De Böhnmeisters. De Büttenbinners. De Bullenbergers. De Demokraten. De Doben. De holten Dragoners. De Dunkis. Eisele un Beisele. De Fliedigen. De Garbers. De Gnaddrigen. Hein Granat. De Grotmonarchen. De gemütlichen Hamborgers. De Hebammen. De stolze Heringsküper. Hering un Tran. De Imkers. De Kantüffelschellers. De blauen Kreihn. De Küpers. De Kupplers. Kaptein Lebberwust. De Lohndeeners. Millionmeier. Pankoken. Kaptein Piep. De Püttjers. Rechtschaffen un Breetfoot. De groten Rotten. De lütten Rotten. De lütten Rugen. De Sackjuden. De Schaap. De Seilmakers. Siedenpudel. Schragebuck. De Stallbuern. De Stratenköters. De Strebsamen. De Teinpennkerls. De Uhrmakers. Wie’s heißen tut un so den Kram. Woddelkrut. De Wolkenschubers. De verlopen Wullkosacken.
Quickborn-Bücher
Jeder Band 60 Pfennig
Doppelbände 1.20 Mark
Bisher erschienen außer dem vorliegenden und den auf Seite 63 angezeigten folgende Bände:
1. Holstenart. Von +Johann Hinrich Fehrs+. 6-10. Tausend. Mit einem Bildnis des Dichters.
3. Schnack und Schnurren. Von +Fr. Wilhelm Lyra+. Mit einer Abbildung.
4. Van Jadestrand un Werserkant. Von +Theodor Dirks+. Mit fesselnden Erzählungen.
5. Cili Cohrs. Irnsthaftig Spill van +Gorch Fock+. Der Finkwarder Speeldeel 1. Stück. (1 Aufzug, 5 Rollen.) Umschlagbild von Ad. Möller.
6. Briefe Über Hochdeutsch und Plattdeutsch. Von +Klaus Groth+. Das für die neuplattdeutsche Bewegung grundlegende Werk des Altmeisters plattdeutscher Dichtung.
7. Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg. Von +C. Rud. Schnitger+.
9. Klar Deck überall! Deutsch-Seemännisches von Geheimrat +Gustav Goedel+. -- Diese unterhaltenden Beiträge zur deutschen Seemannssprache sind wichtig für alle Leser John Brinckmans, Gorch Focks und anderer Seeschriftsteller.
11./12. Slusohr un anner eernste un vergnögte Vertellsels un Riemels. Von +Georg Droste+. Mit Bildnis des Dichters und Umschlagbild von Ad. Möller.
13. Leege Lüd. En lustig Spillwark van +Hinrich Wriede+. Der Finkw. Speeldeel 2. Stück. (Ein Aufzug, 9 Rollen.) Umschlagbild von Ad. Möller.
Die niederdeutsche Vereinigung Quickborn in +Hamburg+ liefert ihren Mitgliedern in der Regel jährlich 2 +Quickbornbücher+ und je 4 Hefte der Zeitschriften „+Mitteilungen aus dem Quickborn+“ und „+Plattdütsch Land und Waterkant+“. Mindestjahresbeitrag (ab 1. Oktober) für persönliche Mitglieder in Deutschland 4 Mark, im Auslande 6 Mark, für Vereine, Anstalten und Körperschaften 6 Mark.
In den +Quickborn-Büchern+ erschienen von
Johs. E. Rabe
außer dem vorliegenden Werk:
Sünd ji all’ dor?
Althamburgische Kasperszenen. 6.-10. Tausend
Band 8 der Quickbornbücher. Preis 60 Pf.
„+Die Heimat+“, Kiel, schrieb nach dem ersten Erscheinen dieses lustigen, keineswegs eng hamburgischen Buches: „Das ist eine der schönsten Gaben für unsere Brüder da draußen im Schützengraben, viel besser als so viele von Begeisterung triefende, aber gemachte Kriegsliedersammlungen. Weil es ablenkt von der blutigen Arbeit und der nicht weniger tödlichen Langeweile des Schützengrabens, weil es tief in jene Zeit hineinführt, da wir als Knaben mit aufgerissenen Mäulern vor Kaspers Putschenellekasten standen, und weil es mit dieser Erinnerung alle jene Kräfte wieder lebendig macht, die einzig aus dem Lande der Jugend uns zufließen ... Aber auch für alle Daheimgebliebenen, vor allem +für unsere Jugend+ sind die köstlichen Schwankdichtungen mit dem Hamburger Platt, der köstlichen Komik ihres Dialogs geradezu eine Gesundkur nach unserer naturwidrigen Kintoppkinderkultur. Der Hamburger „Quickborn“, für den Rabe diese verdienstvolle Arbeit herausgab, hat mit dieser „Rettung“ einer leider bald völlig verschwundenen Form des Schauspiels sich +ein bedeutendes Verdienst+ erworben!“
Vivat Putschenelle!
Der alten Kasperschwänke neue Folge. 1.-8. Tausend
Band 10 der Quickbornbücher. Preis 60 Pf.
Diese von den Besitzern des ersten Büchleins lang ersehnte Fortsetzung von „Sünd ji all’ dor?“ ist, wie jenes, +eine Fundgrube drastischen, volkstümlichen Humors+. Die wiedererwachte Freude am alten Kasper findet durch diese Stücke, die sich auch zum Vorlesen trefflich eignen, neue Nahrung.
Im Verlag von +C. Boysen+ in Hamburg erschien früher von
Johs. E. Rabe:
Kasper Putschenelle
Historisches über die Handpuppen und Althamburgische Kasperszenen.
Mit farbigem Titelblatt von Chr. Suhr und Textabbildungen.
Geh. 5 Mark, geb. 6 Mark.
Die erste Kaspermonographie, von der literarischen und wissenschaftlichen Kritik mit Recht als „ein geradezu klassisches Werk“, als „eine unerschöpfliche Quelle für Jung und Alt“ bezeichnet. Wer Kasper lieb gewonnen hat, dem gilt daher der Ruf eines seiner Kritiker: „Schaff dir dies Buch an und du wirst dem Verfasser ebenso dankbar sein, wie es Schreiber dieser Zeilen ist.“