Das Buch Henoch

Part 4

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1. Nach dieser Zeit wurde ich an der Stelle, wo ich jedes geheime Gesicht gesehen hatte, in einem Wirbelwinde aufgerafft und gegen Westen fortgeführt. 2. Da sahen meine Augen die Geheimnisse des Himmels, und alles, was auf Erden war, einen Berg von Eisen, einen Berg von Kupfer, einen Berg von Silber, einen Berg von Gold, einen Berg von flüssigem Metall und einen Berg von Blei. 3. Und ich fragte den Engel, welcher mit mir ging, und sagte: Was sind diese Dinge, welche ich im Geheimen sehe? 4. Er sagte: Alle diese Dinge, welche Du siehst, sollen für die Herrschaft des Messias sein, damit er herrsche und mächtig sei auf Erden. 5. Und dieser Engel des Friedens antwortete mir und sagte: Warte nur eine kurze Zeit, und du wirst sehen, und jedes geheime Ding, was der Herr der Geister beschlossen hat, wird dir enthüllt werden. Jene Berge, welche du gesehen hast, den Berg von Eisen, den Berg von Kupfer, den Berg von Silber, den Berg von Gold, den Berg von flüssigem Metall und den Berg von Blei, alle diese werden in der Gegenwart des Auserwählten wie Honigseim vor dem Feuer sein, und gleich Wasser herabfließen oben von diesen Bergen herab, und werden entkräftet werden vor seinen Füßen. 6. An jenen Tagen werden sie nicht errettet werden durch Gold und durch Silber. 7. Und nicht werden sie es in ihrer Gewalt haben, sich zu schützen und zu fliehen. 8. Da wird es weder Eisen geben zu Waffen, noch einen Panzer für die Brust. 9. Erz wird nutzlos sein, nutzlos auch das, was weder rostet, noch sich abzehrt, und Blei wird nicht begehrt werden. 10. Alle diese Dinge werden verworfen werden und untergehen von der Erde, wenn der Auserwählte erscheinen wird in der Gegenwart des Herrn der Geister.

Kap. 52

1. Da sahen meine Augen ein tiefes Tal, und weit war sein Eingang. 2. Alle, welche auf dem Lande, auf dem Meere und auf Inseln wohnen, werden zu demselben Gaben, Geschenke und Opfer bringen; dennoch wird dieses tiefe Tal nicht voll werden. (Doch) ihre Hände werden Ungerechtigkeit begehen. Alles, was sie hervorbringen durch Arbeit, werden die Sünder verschlingen mit Verbrechen. Aber sie werden umkommen von dem Angesichte des Herrn der Geister, und von der Oberfläche seiner Erde hinweg. Sie werden aufstehen und nicht fehlen von Ewigkeit bis Ewigkeit. 3. Ich sah die Engel der Strafe, welche (dort) wohnten und jedes Werkzeug des Satans bereiteten. 4. Alsdann fragte ich den Engel des Friedens, welcher mit mir ging, für wen diese Werkzeuge zubereitet würden. 5. Er sagte: Diese bereiten sie für die Könige und Mächtigen der Erde, damit sie dadurch umkommen, 6. wonach das gerechte und auserwählte Haus seiner Versammlung erscheinen soll, fortan unveränderlich, in dem Namen des Herrn der Geister. 7. Und nicht werden jene Berge sein in seiner Gegenwart wie die Erde und die Hügel, (sondern) wie die Quellen des Wassers. Und die Gerechten sollen frei werden von der Plage der Sünder.

Kap. 53

1. Alsdann sah und wendete ich mich zu einem anderen Teile der Erde, wo ich ein tiefes Tal mit Feuer brennen sah. 2. Zu diesem Tale brachten sie Regenten und die Mächtigen. 3. Und da sahen meine Augen die Werkzeuge, welche sie machten, Fesseln von Eisen, welches ohne Schwere war. 4. Alsdann fragte ich den Engel des Friedens, welcher mit mir ging, und sagte: Für wen werden diese Fesseln und Werkzeuge bereitet? 5. Er versetzte: Diese werden bereitet für die Scharen des Azazeel, damit sie überliefert und verurteilt werden mögen zur tiefsten Verdammnis, und damit ihre Engel mit scharfen Steinen überwältigt werden mögen, wie der Herr der Geister befohlen hat. 6. Michael und Gabriel., Raphael und Phanuel werden gestärkt werden an diesem Tage und werden sie dann werfen in einen Ofen von loderndem Feuer, damit der Herr der Geister gerächt werde an ihnen für ihre Verbrechen, weil sie Diener des Satans wurden, und diejenigen verführten, welche auf Erden wohnen. 7. An jenen Tagen wird Strafe ergehen von dem Herrn der Geister, und die Behältnisse von Wasser, welche über den Himmeln sind, werden sich öffnen, und auch die Quellen, welche unter den Himmeln und unter der Erde sind. 8. Alle Wasser, welche in den Himmeln und über ihnen sind, werden sich mit einander mischen. 9. Das Wasser, welches über dem Himmel ist, wird der Mann sein, 10. und das Wasser, welches unter der Erde ist, wird das Weib sein, und alle werden vernichtet werden, welche auf Erden wohnen, und welche unter den Enden des Himmels wohnen. 11. Hierdurch sollen sie einsehen lernen die Ungerechtigkeit, welche sie begangen haben auf Erden, und hierdurch sollen sie umkommen.

Kap. 54

1. Nachher gereute es das Haupt der Tage und es sprach: Umsonst habe ich alle Bewohner der Erde vernichtet. 2. Und es schwor bei seinem großen Namen: Fortan will ich nicht also handeln gegen alle diejenigen, welche auf Erden wohnen; 3. sondern ich will ein Zeichen in die Himmel stellen, und es soll Treue sein zwischen mir und ihnen immerdar, so lange als die Tage des Himmels und der Erde dauern auf der Erde. 4. Darnach wird gemäß diesem meinem Beschluß, wenn ich mich bestimmt haben werde, sie hinwegzunehmen unversehens, durch die Wirksamkeit der Engel, an dem Tage der Qual und Unruhe, mein Zorn und meine Strafe bleiben auf ihnen, meine Strafe und mein Zorn, sagt Gott, der Herr der Geister. 5. O ihr Könige, o ihr Mächtigen, die ihr bewohnt die Welt, ihr werdet meinen Auserwählten sitzen sehen auf dem Throne meiner Herrlichkeit. Und er wird richten Azazeel, alle seine Genossen, und alle seine Scharen, in dem Namen des Herrn der Geister. 6. Dort sah ich auch Scharen von Engeln, welche sich bewegten in Strafe, eingeschlossen in ein Netzwerk von Eisen und Erz. Alsdann fragte ich den Engel des Friedens, welcher mit mir wandelte: zu wem gehen diese in Verhaft? 7. Er sagte: Zu jedem ihrer Erkorenen und ihrer Geliebten, auf daß sie geworfen werden in die Quellen und tiefen Schluchten des Tales. 8. Und dieses Tal wird angefüllt werden mit ihren Erkorenen und Geliebten, für welche die Tage des Lebens vollendet, aber die Tage ihres Fehltritts unzählbar sein werden. 9. Alsdann werden Fürsten sich mit einander verbinden und verschwören. Die Häupter des Morgenlandes unter den Parthern und Medern werden Könige absetzen, in welche ein Geist der Bestürzung dringen wird. Sie werden sie von ihren Thronen stürzen, und springen wie Löwen aus ihren Dickichten, und wie hungrige Wölfe mitten in die Herde. 10. Sie werden hinaufgehen und treten auf das Land ihrer Auserwählten. Das Land ihrer Auserwählten wird vor ihnen sein. Die Dreschtenne, der Pfad und die Stadt meines Gerechten wird verhindern ihre Rosse. Sie werden aufstehen, einander zu vernichten; ihre rechte Hand wird gestärkt werden, und nicht wird ein Mensch seinen Freund anerkennen oder seinen Bruder, 11. noch der Sohn seinen Vater und seine Mutter, bis die Zahl der toten Körper (voll) sein wird durch ihren Tod und Strafe. Und dies wird nicht geschehen ohne Ursache. 12. An jenen Tagen wird der Mund der Hölle sich öffnen, in welchen sie werden hinabgestoßen werden; die Hölle wird vernichten und verschlingen die Sünder aus dem Antlitze der Auserwählten.

Kap. 55

1. Nachdem sah ich eine andere Schar von Wagen mit Männern, welche auf ihnen fuhren. 2. Und sie kamen auf dem Winde von Osten, von Westen und von Süden. 3. Der Schall der Geräusches ihrer Wagen wurde gehört. 4. Und als diese Bewegung statt fand, nahmen die Heiligen aus dem Himmel sie wahr; der Pfeiler der Erde wurde erschüttert von seinem Grunde, und der Schall wurde gehört von den Enden der Erde bis zu den Enden des Himmels zur selben Zeit. 5. Alsdann fielen die alle nieder und beteten an den Herrn der Geister. 6. Dies ist das Ende der zweiten Parabel.

[Title page of second volume:]

Das Buch Henoch

in

vollständiger Übersetzung mit fortlaufendem Kommentar, ausführlicher Einleitung und erläuternden Exkursen

von Dr. Andr. Gottl. Hoffmann,

drittem ordentl. öffentl. Professor der Theologie an der Universität zu Jena __________________ Zweite Abteilung. Übersetzung und Kommentar zu Kap. 56 - 105, nebst Exkursen __________________ Mit 2 Holzschnitten __________________ Jena in der Croeker'schen Buchhandlung 1833

[end of title page second volume]

Kap. 56, Sect. IX

1. Ich fing nun an auszusprechen die dritte Parabel über die Gerechten und über die Auserwählten. 2. Heil euch, ihr Gerechten und Auserwählten; denn herrlich ist euer Los. 3. Und die Gerechten werden in dem Lichte der Sonne sein, und die Auserwählten in dem Lichte des ewigen Lebens; kein Ende werden die Tage ihres Lebens haben, und den Heiligen werden die Tage nicht gezählt werden, und sie werden Licht suchen und Gerechtigkeit erlangen bei dem Herrn der Geister. 4. Friede sei bei den Gerechten bei dem Herrn der Welt! 5. Und fortan wird man sagen, daß sie im Himmel suchen die Geheimnisse der Gerechtigkeit, den Anteil der Treue; denn sie sind hervorgetreten gleich der Sonne über die Erde, und Finsternis ist verschwunden. Und Licht, welches kein Ende hat, wird sein, und Zählung der Tage werden sie nicht unternehmen; denn zuvor wird vernichtet Finsternis, und Licht wird stark werden vor dem Herrn der Geister. Und das Licht der Rechtschaffenheit wird stark werden immerdar vor dem Herrn der Geister, [im 365sten Jahre von dem Jahre Henochs des Propheten und von der Geburt Lamechs im 36sten].

Kap. 57

1. In diesen Tagen sahen meine Augen die Geheimnisse der Blitze und der Strahlen, und ihr Gericht. 2. Sie leuchten zum Segen und zum Fluch, nach dem Willen des Herrn der Geister. 3. Und da sah ich die Geheimnisse der Donner, wenn es schmettert oben im Himmel, und ihr Schall gehört wird. 4. Und die Wohnungen der Erde wurden mir gezeigt. Der Schall des Donners ist zum Frieden und zum Segen, aber auch zum Fluch, nach dem Worte des Herrn der Geister. 5. Alsdann wurden alle Geheimnisse der Strahlen und Blitze von mir gesehen. Zum Segen und zur Sättigung leuchten sie.

Kap. 58

1. Und es sprach zu mir ein anderer Engel, welcher mit mir ging, 2. und er zeigte mir die Geheimnisse, die ersten und letzten, im Himmel in der Höhe oben, und auf der Erde in der Tiefe, 3. und an den Enden des Himmels, und in der Grundlage des Himmels und in dem Behältnis der Winde, 4. und wie geteilt wurden die Geister, und wie man wog, und wie gezählt wurden die Quellen und die Winde nach der Kraft des Geistes, 5. und die Kraft der Lichter des Mondes, und daß (es) Kraft der Gerechtigkeit (ist), und die Abteilungen der Sterne, ihre einzelnen Namen, 6. und jeden Anteil, (der) zugeteilt ist, und die Donner in ihrem Herabfallen, und jeden Anteil, welcher zugeteilt ist, daß es blitze mit dem Blitze, 7. und daß ihre Heere schnell gehorchen; denn der Donner hat einen Ruhepunkt, mit Beharrlichkeit seines Schalles ist er begabt. Und nicht sind getrennt Donner und Blitz, nicht als eins im Geiste gehen sie beide; doch sind sie auch nicht getrennt. 8. Denn wenn der Blitz blitzt, gibt der Donner seinen Schall, und der Geist ruht seine Zeit, und gleich teilt er zwischen ihnen; denn der Vorrat ihrer Zeiten ist wie Sand, und die einzelnen von ihnen werden zu seiner Zeit mit einem Zaume zurückgehalten, und zurückgewendet durch die Kraft des Geistes; so erfolgt Forttreibung, gemäß der Menge der Länder der Erde. 9. Auch der Geist des Meeres ist mächtig und stark, und gleich wie eine starke Kraft mit einem Zaume es zurück zieht, so wird es auch vorwärts getrieben und zerstreut gegen alle Berge der Erde. Der Geist des Reifes ist sein Engel, der Geist des Hagels ist ein guter Engel und der Geist des Schnees wegen seiner Stärke; und ein Geist ist in ihm besonderlich, welcher aufsteigen läßt von ihm wie Rauch, und sein Name ist Kühlung. 10. Und der Geist des Nebels ist nicht vereint mit ihnen in ihren Behältnissen, sondern er hat ein Behältnis besonders; denn sein Wandel ist in Glanz, in Licht und in Finsternis, in Winter und in Sommer, und sein Behältnis ist Licht und sein Engel ist (dort). 12. Der Geist des Taues hat sein Zelt an den Enden des Himmels, und verbunden ist's mit den Behältnissen des Regens, und sein Wandel ist in Winter und in Sommer, und seine Wolke und die Wolke des Nebels ist vereinigt und eine gibt der anderen; und wenn der Geist des Regens sich bewegt von seinem Behältnis, so kommen Engel und öffnen sein Behältnis und bringen ihn heraus, 13. und wenn er ausgestreut wird über die ganze Erde, und wenn er sich verbindet zu jeder Zeit mit dem Wasser in der Erde. Denn das Wasser wird dem zu Teil, welches in der Erde sich befindet, weil es Nahrung für die Erde von dem Erhabenen, welcher im Himmel ist. 14. Denn deshalb ist ein Maß im Regen und empfangen ihn die Engel. 15. Dieses alles sah ich bis auf den Garten der Gerechten.

Kap. 59, Sect. X

1. In dem 500sten Jahre, und in dem 7ten Monate, an dem 14ten des Monats, des Lebens Henochs. In diesem Gleichnis sah ich, daß der Himmel der Himmel erbebte in gewaltigem Beben und die Mächte des Erhabenen und die Engel, Tausende von Tausenden und Myriaden von Myriaden waren erregt in großer Aufregung. Und sogleich sah ich das Haupt der Tage auf dem Throne seiner Herrlichkeit sitzen, und die Engel und die Gerechten rings um dasselbe stehen. Und mich selbst ergriff ein gewaltiges Zittern, und Schrecken erfaßte mich. Und meine Lenden beugten sich und erschlafften, und mein Ganzes löste sich und ich und ich fiel auf mein Antlitz. Und es sendete mir den heiligen Michael, einen anderen heiligen Engel, einen von den heiligen Engeln, und er richtete mich auf. 2. Und als er mich aufgerichtet hatte, kehrte mein Geist zurück; denn ich vermochte nicht zu ertragen jenes Gesicht der Macht, jene Aufregung selbst und das Erbeben des Himmels. 3. Und es sagte mir der heilige Michael: Warum erschreckt dich ein solches Gesicht? 4. Bis heute war der Tag seiner Barmherzigkeit, und er ist barmherzig und langmütig gewesen gegen die, welche wohnen auf Erden. 5. Aber wenn der Tag kommen wird, und die Macht und die Züchtigung und das Gericht, welche bereitet hat der Herr der Geister für diejenigen, welche sich beugen vor dem Gericht der Gerechtigkeit, und für diejenigen, welche seinen Namen unnütz führen: 6. so ist jener Tag bereitet den Auserwählten zur Vereinigung und den Sündern zur Prüfung. 7. [Und es werden verteilt werden an jenem Tage zwei Ungeheuer: ein weibliches Ungeheuer, dessen Name Leviathan, weil es wohnt in der Tiefe des Meeres über den Quellen der Gewässer; 8. und das männliche hat den Namen Behemoth, welches einnimmt mit seiner Brust die unsichtbare Wüste, 9. und ihr Name ist Dendajen, gegen Morgen des Gartens, wo die Auserwählten und die Gerechten weilen werden, und wohin aufgenommen wurde mein Großvater, welcher der siebente war von Adam, dem ersten der Menschen, welchen der Herr der Geister gemacht hatte. 10. Und ich bat jenen anderen Engel, mir zu zeigen die Macht jener Ungeheuer, wie sie getrennt wurden an Einem Tage, und gesetzt wurden eins in die Tiefe des Meeres, und eins auf die Erde in die Wüste. 11. Und er sagte: Du Menschensohn verlangst hier zu erfahren, was verborgen ist.] 12. [Und es sprach zu mir der Engel des Friedens, welcher mit mir war: Diese zwei Ungeheuer sind durch die Größe des Allherrschers bereitet, Speise zu geben, damit die Züchtigung des Allherrschers nicht vergeblich sei. 13. Und es werden Kinder erschlagen werden mit Müttern und Söhne mit ihren Vätern. 14. Wenn die Züchtigung des Herrn der Geister ruht auf ihnen, so ruht sie, damit die Züchtigung des Herrn der Geister nicht vergeblich komme über jene. Endlich wird Gericht sein nach seiner Barmherzigkeit und nach seiner Langmut.]

Kap. 60

1. Und ich sah in jenen Tagen, es wurden jenen Engeln lange Schnüre gegeben, und sie erhoben ihre Flügel und gingen nach Mitternacht zu. 2. Und ich fragte den Engel, indem ich sagte: "Warum nahmen sie jene langen Schnüre und gingen sie?" Und er sagte mir: "Sie gingen, um zu messen." 3. Und es sagte mir der Engel, welcher mit mir ging: "Dies sind die Maße der Gerechten, und die Seile der Gerechten werden sie bringen, auf daß sie sich stützen auf den Namen des Herrn der Geister von Ewigkeit zu Ewigkeit; 4. und es werden anfangen zu wohnen die Auserwählten bei den Auserwählten. 5. Und diese Maße sind's, welche gegeben werden sollen der Treue, und stärken werden das Wort der Gerechtigkeit; 6. und diese Maße werden enthüllen jegliches Geheime in der Tiefe der Erde, 7. und diejenigen, welche umgekommen sind durch die Wüste, und die, welche verschlungen worden sind von den Fischen des Meeres und von Tieren, auf daß sie wiederkehren und sich verlassen auf den Tag des Auserwählten; denn keiner wird umkommen vor dem Herrn der Geister, und keiner wird umkommen können." 8. Und es erhielten Macht die oben in den Himmeln allzumal, und Eine Kraft und Ein Glanz wie Feuer wurde ihnen gegeben. 9. Und ihn voraus, mit der Stimme werden sie ihn preisen, und sie werden ihn erheben, und ihn rühmen in Weisheit und Weisheit zeigen im Wort und in dem Geiste des Lebens. 10. Und der Herr der Geister setzte auf den Thron seiner Herrlichkeit den Auserwählten, 11. und er wird richten alle Werke der Heiligen oben im Himmel, und mit der Waage wird er wägen ihre Handlungen. Und wenn er erheben wird sein Antlitz, um zu richten ihre geheimen Wege durch das Wort des Namens des Herrn der Geister, und ihren Wandel auf dem Wege des gerechten Gerichtes des Allherrschers, des Erhabenen, 12. so werden sie sprechen allzumal mit Einer Stimme, und preisen, und rühmen, und erheben und loben im Namen des Herrn der Geister. 13. Und er wird rufen alle Mächte der Himmel, alle Heiligen oben und die Starken des Allherrschers. Die Cherubs, die Seraphs und die Ophanin, und alle Engel der Macht und alle Engel der Herrschaften, und der Auserwählte und die anderen Mächte, welche auf der Erde über dem Wasser an jenem Tage, 14. werden erheben Eine Stimme, und preisen, und rühmen, und loben und erheben mit dem Geiste der Treue, und mit dem Geiste der Weisheit und der Geduld, und mit dem Geiste der Barmherzigkeit, und mit dem Geiste des Gerichts und des Friedens und mit dem Geiste der Güte; und sie werden alle sagen mit Einer Stimme: "Gepriesen sei er, und gepriesen sei der Name des Herrn der Geister in Ewigkeit und bis zu Ewigkeit." Preisen werden ihn alle die, welche nicht schlafen, oben im Himmel. 15. Preisen werden ihn alle seine Heiligen, welche im Himmel, und alle Auserwählten, welche wohnen in dem Garten des Lebens, und alle Geister des Lichtes, welche fähig sind zu preisen, und zu rühmen, und zu erheben und zu loben deinen heiligen Namen; und alles, was Fleisch, was übertrifft die Macht, wird rühmen und preisen deinen Namen in Ewigkeit. 16. Denn groß ist die Gnade des Herrn der Geister, und langmütig ist er; und alle seine Werke, und alle seine Macht nach der Größe seines Wirkens hat er offenbart den Gerechten und den Auserwählten, in dem Namen des Herrn der Geister.

Kap. 61

1. Und also gebot der Herr den Königen, und den Mächtigen, und den Hohen und denjenigen, welche die Erde bewohnen, und sprach: "Öffnet euere Augen und erhebt euere Hörner, wenn ihr fähig seid zu erkennen den Auserwählten!" 2. Und es saß der Herr der Geister auf dem Throne seiner Herrlichkeit, 3. und der Geist der Gerechtigkeit war ausgegossen über ihm. 4. Das Wort seines Mundes wird töten alle Sünder und alle Ungerechten, und aus seinem Angesicht werden sie vertilgt werden. 5. Und es werden aufstehen an jenem Tage alle Könige, Mächtige und Hohe, und diejenigen, welche die Erde besitzen, und werden ihn sehen und erkennen, daß er sitzt auf dem Throne seiner Herrlichkeit, und die Gerechten in Gerechtigkeit vor ihm gerichtet werden. 6. Und eitles Wort ist's nicht, was gesprochen wird vor ihm. 7. Und es wird über sie kommen Schmerz, gleich dem Weibe, das in Wehen, und dem es schwer macht die Geburt, und wenn sein Kind zu dem Munde der Mutter kommt, und es ihm schwer macht im Gebären. 8. Und es wird ansehen ein Teil von ihnen den anderen. Und sie werden bestürzt sein und ihr Antlitz niederschlagen. 9. Und es wird sie ergreifen Schmerz, wenn sie sehen werden jenen Sohn des Weibes sitzen auf dem Throne seiner Herrlichkeit. 10. Und ihn werden rühmen und ihn preisen und ihn erheben die Könige, die Mächtigen und alle die, welche die Erde besitzen, ihn, welcher alles beherrscht, welcher verborgen war, denn zuvor war verborgen der Menschensohn, und bewahrte der Erhabene vor seiner Macht, und offenbarte ihn den Auserwählten. 11. Und er wird säen die Gemeine der Heiligen und der Auserwählten, und vor ihm werden stehen alle Auserwählte an jenem Tage. 12. Und niederfallen werden alle Könige, Mächtige und Hohe, und diejenigen, welche die Erde beherrschen, vor ihm auf ihr Antlitz und anbeten. 13. Und sie werden ihre Hoffnung setzen auf jenen Menschensohn, zu ihm flehen und Gnade erbitten von ihm. 14. Und gelangen lassen wird sie bis zu ihm der Herr der Geister, auf daß sie eilen und hinweggehen aus seinem Angesicht. Und ihr Antlitz wird erfüllt sein mit Schande, und Finsternis wird er reichen ihrem Antlitz. Und ergreifen werden sie die Engel der Strafe, auf daß sie Vergeltung nehmen an denjenigen, welche bedrücken seine Kinder und seine Auserwählten. Und sie werden ein Beispiel sein den Gerechten und seinen Auserwählten. Über sie werden diese sich freuen; denn der Zorn des Herrn der Geister wird auf ihnen ruhen. 15. Und das Schwert des Herrn der Geister wird trunken sein von ihnen. Aber die Gerechten und Auserwählten werden unversehrt sein an jenem Tage, und das Antlitz der Sünder und der Ungerechten werden sie nicht schauen von dieser Zeit. 16. Und der Herr der Geister wird über ihnen weilen. 17. Und mit jenem Menschensohn werden sie wohnen, und essen, und sich niederlegen und aufstehen in Ewigkeit zu Ewigkeit. 18. Und aufgestanden sind die Gerechten und Auserwählten von der Erde, und haben aufgehört, ihre Antlitze niederzuschlagen, und haben sich bekleidet mit dem Kleide des Lebens. Und dieses wird sein ein Kleid des Lebens bei dem Herrn der Geister, und eure Kleider werden nicht altern, und eure Herrlichkeit wird nicht abnehmen vor dem Herrn der Geister.

Kap. 62