Aussterbende Tiere

Part 8

Chapter 83,278 wordsPublic domain

Gewöhnlich sucht man die rücksichtslose Verfolgung des Uhus mit seiner angeblich sehr großen Schädlichkeit zu rechtfertigen. In Wirklichkeit ist diese aber gar nicht so arg, wenn auch nicht geleugnet werden kann, daß der Uhu ein gewaltiger Räuber ist und namentlich zur Brutzeit die Niederjagd gehörig zehntet. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, daß der angerichtete Schaden bei dem Einsiedlerleben des Finsterlings und bei der großen Ausdehnung seiner Streifzüge, auf denen er immer wieder andere Gegenden aufsucht, auf weite Strecken sich verteilt und deshalb für die einzelnen kleinen Niederjagdreviere nicht eben viel bedeutet. Greschik untersuchte zwölf ungarische Uhumägen und fand darin zwei Igel, zwei Wanderratten, 2 Wiesel, elf Mäuse, zweimal Federn, einmal Fuchsknochen: also ein ziemlich harmloses Ergebnis. Ich selbst habe im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von Uhugewöllen untersucht, im allgemeinen mit ähnlichem Erfolg. Aus den letzten acht, die ich durch Förster Rüdiger aus der Neumark erhielt, konnte ich herausschälen: 1. drei Wühlmäuse und die Reste eines Igels, darunter auch einige Stacheln, 2. das dicht zusammengefilzte Haar einer schwarzen Katze, die offenbar auf einem verbotenen Abendbummel zu ihrem Unglück dem König der Nacht begegnet war, 3. einen Schädel sowie viele zertrümmerte Knochen und verfilzte Haare von Wasserratten, 4. eine Wasserratte und die Reste einer Drossel, 5. nur Reste von Feldmäusen, 6. nur verfilzte Haare der Waldwühlmaus, 7. ebenso, 8. Schnabel und Federn eines Stars sowie zwei Wühlmäuse. Nach Größe und Form sind solche Gewölle sehr verschieden. Ich ermittelte ihr Gewicht mit 30-55 +g+. Sie sehen meist schokolade- bis eisenfarbig aus, und öfters ragen größere Knochensplitter aus der Masse heraus. Der Uhu muß ein stärkeres Verdauungsvermögen haben als andere Eulen, denn in der Regel sind die vorhandenen Tierreste recht undeutlich und die Schädel arg zertrümmert. Im übrigen ist er hinsichtlich seiner Ernährung weder wählerisch noch verschwenderisch, und auch dieser Umstand vermindert seine Schädlichkeit erheblich. Ein größeres Beutetier, das er nicht in der gleichen Nacht bewältigen kann, wird sorgsam in seine Decke eingeschlagen und dann am nächsten Abend wieder aufgesucht. Im äußersten Notfall wird sogar Aas angenommen. Ferner behaupten viele Jäger, daß der Uhu in unmittelbarer Nähe seines Horstes überhaupt nicht raube, und es mag wohl etwas Wahres daran sein. Igel gelten ihm wie den Zigeunern offenbar als ein ganz besonderer Leckerbissen. Die meisten Beobachter geben zwar an, daß er das Fleisch aus der stacheligen Rückenhaut herausfresse und diese selbst liegen lasse, aber ich habe oft genug auch Igelstacheln in den Gewöllen gefunden, bei solchen aus der Fränkischen Schweiz fast regelmäßig. Schade, daß noch niemand näher beobachtet hat, wie der Uhu den Stachelhelden eigentlich überwältigt. Vermutlich greift er mit seinen langen Fängen und gewaltigen Klauen einfach durch den Stachelpanzer hindurch. Schlafende Vögel bringt er wahrscheinlich erst durch Rufen, Schnabelknacken und Schwingenklatschen zum Auffliegen, um sie dann in der Luft mit unfehlbarer Sicherheit zu ergreifen. Das brütende Weibchen sowie die Jungen werden fast überreichlich mit Nahrung versorgt, so daß der Horstrand eine wahre Schlachtbank darstellt und allerdings oft ein wesentlich anderes und ungünstigeres Bild darbietet als die Magen- und Gewöllinhalte aus anderen Jahreszeiten. An dem erwähnten Horste bei Rudolstadt fand Schrader zahlreiche Kaninchenreste, auch einige von Hasen sowie eine Unmenge Krähenfedern. In einem anderen Horste wurden dem brütenden Weibchen von dem aufmerksamen Gatten die auserlesensten Leckerbissen überbracht, also hauptsächlich zarte Junghasen und köstliche Igel, und ein zärtlicher Blick aus den großen Kulleraugen war dann jedesmal sein Lohn. Ein Uhufelsen war ganz mit Dohlenfedern bedeckt, da das Brutpaar hauptsächlich von einer in der Nähe befindlichen Dohlenkolonie lebte. In einem Horste bei Nakel war an geschlagenem Raub vorhanden: Kaninchen, Hasen, Enten, Taucher, zwei Birkhühner und nicht weniger als 30 Köpfe von Wasserhühnern. Graf Wodcicki entdeckte in einem galizischen Horste zwei halbwüchsige Hasen, zwei Ratten, einen Kiebitz und eine Bekassine. Loos sah einen Horst mit fünf ausgefressenen Igelbälgen und einen anderen mit frischen Resten von elf Rebhühnern, sieben Junghasen, drei Kaninchen, sieben Fasanen, einer Wildtaube, drei Krähen, einem Eichhörnchen. Pfiffige Bauern haben sich die haushälterischen Anlagen des Uhus von jeher zunutze zu machen gewußt. So lebte eine Fischerfamilie in den Sümpfen Galiziens geraume Zeit von einem Uhuhorste. Die Ratten, Igel, Ziesel und Mäuse überließ der Fischer seinem gefiederten Freund; Enten, Waldhühner und Hasen dagegen nahm er mit nach Hause und stand sich gut dabei. Auch aus einem Horste bei St. Goar konnte sich nach Altum ein schlauer Bauer fast jeden Morgen einen Hasen holen. Auch die gefangene Gattin oder die ausgehobenen Jungen werden vom Uhu weiter gefüttert, falls man ihm Gelegenheit dazu gibt. Große Tiere werden an Ort und Stelle verzehrt und förmlich aus dem Felle herausgeschält, kleine aber zu bestimmten Fraßplätzen getragen und hier ganz verschluckt, nachdem ihnen vorher mit dem Schnabel der Kopf eingedrückt wurde. Das feine Gehör und das scharfe Gesicht leiten den Uhu auf seinen Beutezügen, wobei er seine Opfer meist im Schlaf überfällt. Fitzinger erzählt, daß der Uhu bisweilen in der Dämmerung anderen Raubvögeln ihre Beute abjagt, indem er von oben her auf sie stößt. So viel ist sicher, daß der kraftvolle Uhu selbst eine gelegentliche Rauferei mit dem kühnen Stein- oder dem mächtigen Seeadler nicht scheut und überhaupt kaum einen natürlichen Feind zu fürchten hat. Mit dem Fuchs wird er mühelos fertig. Was er einmal mit seinen nadelscharfen Krallen gepackt hat, läßt er so leicht nicht wieder los. Auch Rehkitze sind nicht vor ihm sicher, obgleich man seine Schädlichkeit in dieser Beziehung stark übertrieben hat. Planke beobachtete beim abendlichen Enteneinfall einen Uhu, der wie ein Habicht nach einer Stockente stieß; da er sie aber nicht erwischte, begnügte er sich mit einer Wasserratte. Stecher sah, wie ein Uhu einen balzenden Auerhahn schlagen wollte und nur durch das Dazwischentreten des Jägers daran verhindert wurde. Eine Abnahme des Auer- und Birkwildes im Revier war aber nicht festzustellen. Zur Abwechslung hat der Uhu gern auch mal ein Fischgericht, versieht es aber bisweilen bei seiner Fischerei; mir sind im Laufe der Jahre zwei Fälle von dabei ertrunkenen Uhus bekannt geworden. Zur Not begnügt er sich aber auch mit Fröschen. Während des Krieges sah ich in der Dobrudscha mehrfach von unseren Soldaten gehaltene Uhus, die hauptsächlich mit den dort massenhaft vorhandenen Fröschen ernährt wurden und sich ganz wohl befanden. Forellen sind ihm freilich lieber. Auch kannibalische Gelüste sind dem Uhu nicht fremd. Seine kleineren Verwandten murkst er ohne weiteres ab, und Grevé erlebte es sogar, daß sein zahmes Uhuweibchen das schwächere Männchen ermordete und teilweise auffraß. Von der Stärke des Vogels kann man sich einen Begriff machen, wenn man erfährt, daß ein im Pfahleisen gefangener Uhu das schwere Eisen samt einem langen Stück starken Drahtes über 5 +km+ weit forttrug und erst 14 Tage später gelegentlich einer Treibjagd erlegt werden konnte. Gefangene Uhus verlieren in der engen Haft meist ihre angeborene Geschicklichkeit und Schneidigkeit und werden dadurch unbeholfen und feige. Kehrberg setzte zu seinen nahezu erwachsenen Uhus einen Steinkauz. Einer der Uhus wollte ihn greifen, stellte sich aber dabei so tolpatschig an, daß der Kauz Gelegenheit zu einem ungestümen Angriff auf den Kopf des Gegners bekam und dieser vor Schreck darüber auf den Rücken fiel. Sowie er sich wieder aufrichten wollte, ging der Kauz erneut zum Angriff über, und in einem wahren Siegesrausch jagte der kleine tolle Kerl die drei entsetzt fliehenden Uhubrüder im Käfig herum, daß die Federn nur so stoben. Solche jung aufgezogenen Uhus haben eben nicht gelernt, ihre natürlichen Waffen zu gebrauchen. Ein anderer Uhu bekam eine geflügelte Elster als Futter, wurde aber von dieser durch einen tiefen Schnabelhieb ins Herz derartig verletzt, daß er am nächsten Morgen tot war. Förster Gerlach verabreichte seinem Uhu eine leicht geflügelte Krähe. Zu seiner Verwunderung war sie am nächsten Morgen noch am Leben, und der »Auf«, ein 20jähriges Weibchen, ließ sie ruhig an seinem Fraße teilnehmen. Bald saßen sie einträchtiglich dicht nebeneinander auf der Stange. Dies blieb auch in Zukunft so, ja der Uhu ließ sich gutmütig von dem frechen Rabenvieh die besten Bissen wegstehlen. Ziehen wir nun aus alledem die Schlußfolgerung, so ergibt sich, daß der Uhu zwar mancherlei Schaden verursacht, namentlich der Niederjagd gegenüber, daß er ihn aber durch fleißiges Vertilgen von Krähen, Elstern, Hähern, Eichhörnchen, Hamstern, Ratten und Mäusen zum großen Teile wieder ausgleicht. Sehr treffend urteilt Forstmeister Moosmaier: »Merklicher Schaden entstand nicht durch den Uhu. Als wir Uhus und viel Füchse hatten, gab es auch viel Hasen und Rehe. Unser Wildstand wurde vom großen Räuber, dem sog. Jäger, vernichtet und nicht vom Uhu.«

Viel Vergnügen gewährt es, die verschiedenen, überaus eindrucksvollen Stellungen des Uhus zu beobachten. In der Ruhestellung (Abb. 16) hat er bei niedergelegten Ohren, halb geschlossenen Augen und locker gehaltenem Gefieder ein eigentümlich gedunsenes Aussehen. Erregt aber irgend etwas Ungewöhnliches die Aufmerksamkeit des feinhörigen Vogels, so geht er sofort in die Hab-Acht-Stellung (Abb. 17) über, wobei die Federn knapp angelegt, der Kopf aufgerichtet und die großen gelben Kulleraugen weit aufgerissen werden, während gleichzeitig auch die Federohren in steigendem Maße sich heben. Rückt ihm aber eine Gefahr wirklich auf den Leib, dann nimmt er seine Droh- und Schreckstellung ein, wo er infolge des zornig gesträubten Gefieders fast doppelt so groß aussieht wie sonst, mit dem Schnabel knackt, den Schwanz fächert, die Flügel hebt oder zu Boden senkt und erregt von einem Fuß auf den anderen tritt. Dann macht er in der Tat einen ganz furchterweckenden Eindruck.

Am liebsten brütet der Uhu auf steilen, unzugänglichen Felswänden inmitten großer Gebirgswaldungen, wo ihn dann ausgedehnte Abholzungen leicht zum Verlassen der Gegend bewegen. In Ausnahmefällen ist der Horst aber auch so leicht zugänglich, daß sein Inhalt bald dem Dachse oder der Schuljugend zum Opfer fällt. In den Wäldern der Ebene muß der Uhu natürlich auf oder in Bäumen brüten, und gern benutzt er dann einen alten Bussardhorst. In großen, vogelreichen Sümpfen fand ich das Uhuheim sogar schon bodenständig auf einem trockenen Inselchen. Altes Gemäuer zerfallender Burgen ist ihm auch sehr erwünscht, ja im Orient, wo ihm niemand etwas zuleide tut, errichtet er sein Heim sogar inmitten volkreicher Städte. So konnte man ihn wenigstens früher in Sarajevo und Mostar öfters vom Fenster aus beobachten. Für Konstantinopel gehört der Uhu noch heute geradezu zu den Kennvögeln. Brehm fand ihn in den Ringmauern der spanischen Stadt Jativa brütend, und Lenz erhielt junge Uhus vom Dachboden einer tief im Thüringer Wald versteckten Fabrik. Der Horst ist mit etwa 1 +m+ Durchmesser zwar ziemlich umfangreich, aber mit sehr wenig Kunst erbaut, ja häufig legt der Vogel seine Eier ohne jede Unterlage einfach auf den nackten Fels. Während der Paarungszeit macht er sich durch vieles Rufen und die grimmigen Katzbalgereien der eifersüchtig ihre Reviergrenzen wahrenden Männchen recht bemerkbar, aber während der eigentlichen Brutzeit, die 30-35 Tage dauert, verhält er sich ziemlich still. Die Eier sind von rundlicher Form und rein weißer Farbe, an Zahl gewöhnlich zwei bis drei, aber auch nur eines oder vier bis fünf. Dombrowski möchte dieses starke Schwanken der Eierzahl auf das verschiedene Alter der Brutvögel zurückführen. Die Jungen verraten sich leider leicht durch beständiges Zischen und Pfeifen. Die halbflügge Brut klettert schon auf den Horstrand, um gierend und klagend die futterbringenden Alten zu erwarten. Diese hängen mit großer Liebe an ihrer Nachkommenschaft und führen auch miteinander ein musterhaftes, sehr zärtliches Eheleben. Bei ihren Kindern läßt Frau Uhu ein sanftes »Tuck tuck« hören und füttert die Kleinen anfangs aus dem Kropf, bis sie imstande sind, selbst kleine Fleischstücke aus den überbrachten Beutetieren herauszureißen. Man kennt Beispiele, wo die Alten ihre Jungen in einen andern Horst schleppten, wenn der erste zu stark beunruhigt wurde.

Mohr besaß ein Uhuweibchen, das ein Ei legte, worauf er ihm zwei Hühnereier zum Bebrüten unterschob. Der Uhu brütete diese auch wirklich aus und nahm sich mit mütterlicher Sorgfalt der geschlüpften Kücken an. Noch als sie schon drei Wochen alt waren, betreute er sie mit größter Zärtlichkeit, gluckste wie eine Henne und ließ nur ausnahmsweise sein »Uhu« hören. Das ihm vorgesetzte Fleisch zerbröckelte er in ganz kleine Stückchen und legte diese dann den Küchlein vor. Gegen jeden, der sich den Kücken nähern wollte, nahm er sofort Kampfstellung ein. In einem ähnlichen Falle brütete der Uhu zwar Enteneier aus, kröpfte aber dann ganz behaglich die jungen Entchen. Gefangene Uhus sind im Käfig schon häufig zur Fortpflanzung gebracht worden, selbst unter ganz primitiven Verhältnissen. Berühmt geworden ist namentlich die ergiebige, lange Jahre hindurch fortgesetzte Uhuzucht des Stockholmer Tiergartens. Ich entnehme darüber dem Berichte Dr. Alarik Behms folgendes: Die erste Paarung wurde am 1. April beobachtet und dann bis zum 11. an jedem Abend. Das Männchen sträubte vorher das Gefieder, breitete den Schwanz fächerförmig aus und erinnerte in seinen Bewegungen an einen balzenden Birkhahn. Sein Ruf war tief und grob, der des Weibchens dagegen eine halbe Oktave höher und heller. Die Paarung wurde unter mächtigem Flügelschlagen und lautem Geschrei vollzogen; namentlich das Weibchen pfiff dabei stark. Auch beim Eintragen der Baustoffe, das schon am 2. April begann und bei dem auch das Männchen mithalf, stieß es pfeifende Laute aus, die wie das Geräusch einer ungeschmierten Schiebkarre klangen. Eingetragen wurden: Sägespäne, Rindenstücke und Kies. Am 14. lag das erste, am 20. das zweite und am 28. das dritte Ei im Horste. Das Weibchen begann aber mit dem Brutgeschäft gleich beim ersten Ei. Das Männchen zeigte sich als idealer Ehemann und fütterte seine Gemahlin fleißig mit Katzenfleisch, Hühnerköpfen und anderen Leckerbissen. Auf einem Ast gegenüber der Bruthöhle verkürzte es durch fleißiges »Singen« dem Weibchen die langen Tage des Wartens. Menschen gegenüber zeigte es sich um diese Zeit sehr bösartig und zerriß einmal dem Wärter die Mütze, so daß dieser nicht mehr zum Betreten des Käfigs zu bewegen war und infolgedessen in diesem bald eine fürchterliche Schweinerei herrschte. Das erste Junge schlüpfte am 20., das zweite am 22. Mai aus, während das dritte Ei sich als unbefruchtet erwies. Die Jungen waren beim Ausschlüpfen nicht größer als Küchlein, wuchsen aber erstaunlich schnell. Schon nach acht Tagen krochen sie unter den Federn der Mutter hervor, um wenigstens mit den Köpfen draußen zu liegen. Der Vater trug die Atzung in die Bruthöhle, aber das wirkliche Füttern besorgte nur die Mutter.

Inhalt

Einleitung 5

Die letzten deutschen Biber 5

Der Nerz 30

Der Luchs 37

Der Uhu 59

Der Verein Naturschutzpark

hat die Absicht, in der Lüneburger Heide und in den Salzburger Hohen Tauern zwei Gebiete zu schaffen, in denen Pflanze und Tier vollständigen Schutz vor dem menschlichen Zugriff haben sollen und in dem die volle Harmonie der Kräfte in der Natur wiederhergestellt werden soll, die der Mensch durch seinen Erwerb fast überall zu stören gezwungen ist. Die Gebiete sind so groß, daß die ursprüngliche Tier- und Pflanzenwelt erhalten wird. Durch den Verein soll zunächst an zwei Stellen ein Stück deutscher Erde in vollkommener Unberührtheit und Schönheit künftigen Zeiten erhalten werden.

Der Verein bittet alle, die mit seinen Zielen übereinstimmen, um ihre Mitgliedschaft, die jährlich RM 3.-- (Mindestbeitrag) kostet. Für körperschaftliche Mitgliedschaft von Vereinen sind RM 20.-- angesetzt. Die Mitglieder erhalten die Mitteilungshefte des Vereins unberechnet.

Der Verein besitzt folgende ~Lichtbilder-Vorträge~:

+A.+ Die Naturschutzbewegung +B.+ Der Naturschutzpark in der Lüneburger Heide +C.+ Der Naturschutzpark in den Salzburger Alpen +D.+ Naturschutzgebiete außerdeutscher Länder +E.+ Aussterbende und ausgestorbene Tiere

Die Vorträge können jederzeit nur gegen Erstattung der Versand- und Verpackungskosten vom Verein leihweise bezogen werden. Mitteilungshefte, in zwangloser Folge, unterrichten unsere Mitglieder über das Neueste der Naturschutzparkbewegung. Ansichtspostkarten unserer Parke, Vereinsnadeln, Plakate, Werbemarken und Prospekte stehen zu geringsten Preisen zur Verfügung

Verein Naturschutzpark E. V.

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II. Die ordentlichen Veröffentlichungen. 4 Buchbeilagen. 1927 sind vorgesehen: Dr. Kurt Floericke, Aussterbende Tiere :: Wilh. Bölsche, Im Bernsteinwald :: H. Günther, Was ist Magnetismus? :: W. Flaig und Dr. Lang, Der Gletscher

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Koelsch, Pflanzen zw. Dorf u. Trift. -- Dekker, Fühlen u. Hören. -- Meyer, Welt d. Planeten. -- Floericke, Säugetiere fremd. Länder. -- Weule, Kultur d. Kulturlosen.

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Koelsch, Durch Heide und Moor. -- Dekker, Sehen, Riechen und Schmecken. -- Bölsche, Der Mensch der Pfahlbauzeit. -- Floericke, Vögel fremder Länder. -- Weule, Kulturelemente der Menschheit.

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Gibson-Günther, Was ist Elektrizität? -- Dannemann, Wie unser Weltbild entstand. -- Floericke, Fremde Kriechtiere und Lurche. -- Weule, Die Urgesellschaft und ihre Lebensfürsorge. -- Koelsch, Würger im Pflanzenreich.

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Bölsche, Festländer u. Meere. -- Floericke, Einheimische Fische. -- Koelsch, Der blühende See. -- Zart, Bausteine des Weltalls. -- Dekker, Vom siegh. Zellenstaat.

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Bölsche, W., Tierwanderungen in der Urwelt. -- Floericke, Dr. Kurt, Meeresfische. -- Lipschütz, Dr. A., Warum wir sterben. -- Kahn, Dr. Fritz, Die Milchstraße. -- Nagel, Dr. Osk., Romantik der Chemie.

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Bölsche, W., Der Mensch der Zukunft. -- Floericke, Dr. K., Gepanzerte Ritter. -- Weule, Prof. Dr. K., Vom Kerbstock zum Alphabet. -- Müller, A. L., Gedächtnis und seine Pflege. -- Besser, H., Raubwild und Dickhäuter.

[Sidenote: 1916]

Bölsche, Stammbaum der Insekten. -- Sieberg, Wetterbüchlein. -- Zell, Pferd als Steppentier. -- Weule, Krieg in den Tiefen der Menschheit (Dopp.-Bd.).

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Besser, Natur- u. Jagdstud. i. Deutsch-Ostafrika. -- Floericke, Dr., Plagegeister. -- Hasterlik, Dr., Speise u. Trank. -- Bölsche, Schutz- u. Trutzbündnisse i. d. Natur.

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Bölsche, Eiszeit und Klimawechsel. -- Floericke, Spinnen und Spinnenleben. -- Zell, Neue Tierbeobachtungen. -- Kahn, Die Zelle.

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