Allgemeine Physiologie

Part 86

Chapter 862,837 wordsPublic domain

Die primitivste Form eines Reflexbogens haben wir bereits bei einzelligen Organismen, deren Zellkörper einerseits sensible, anderseits motorische Elemente besitzt und selbst als zentrales Verbindungsstück für beide fungiert. So stellt z. B. ein einzelnes Individuum von +Poteriodendron+ einen solchen Reflexbogen einfachster Art vor (Fig. 312 _I_). Der auf einem Myoidfaden am Boden eines zierlichen Hüllkelches befestigte Zellkörper besitzt eine Geißel, die außerordentlich sensibel ist. Der geringste Reiz, der auf die Geißel einwirkt, wird zentripetal zum Zellkörper und von hier aus zentrifugal zum Myoidfaden geleitet, so daß der Einwirkung des Reizes auf die Geißel die Kontraktion des Myoidfadens blitzschnell auf dem Fuße folgt. Ganz analog verhält sich z. B. +Vorticella+, nur daß hier die sensiblen Elemente in Gestalt der Wimpern des Peristomwimpergürtels in der Mehrzahl vorhanden sind. Dieselben Verhältnisse haben wir ferner bei den sogenannten Neuromuskelzellen der Cölenteraten (Fig. 312 _II_). Hier besitzt ebenfalls eine Zelle auf der einen Seite ein sensibles Element und auf der andern eine kontraktile Faser, die sich kontrahiert, sobald das sensible Endorganoid gereizt wird. Was aber in allen diesen Fällen an einer einzigen Zelle differenziert ist, das ist im Nervensystem der Tiere auf mehrere Zellen verteilt.

Als Paradigma kann hier die einfachste Form des Reflexbogens gelten, die wir im Rückenmark der Wirbeltiere finden. Hier sind es mindestens zwei zentrale Zellen, die zwischen die peripherische Aufnahmezelle und die peripherische Erfolgszelle eingeschaltet sind. Von der Haut entspringt eine sensible Nervenfaser, sei es frei, sei es aus einer Sinneszelle, und läuft zu einer Ganglienzelle in einem neben dem Rückenmark gelegenen Spinalganglion. Diese erste zentrale Ganglienzelle (Fig. 313 _A_) sendet eine andere Nervenfaser ins Rückenmark hinein, wo sich dieselbe in einen aufsteigenden und einen absteigenden Ast mit zahllosen Nebenästen aufteilt. Irgendein solcher Ast setzt sich dann in Verbindung mit einer zweiten zentralen Ganglienzelle, mit einer motorischen Zelle im Rückenmark, die ihre Nervenfaser dann wieder aus dem Rückenmark heraus zu einer peripherisch gelegenen Muskelzelle sendet. So wird also von der sensiblen Ausgangsstation in der Haut der nervöse Impuls durch eine zentripetale Bahn übertragen zu einer Spinalganglienzelle und von dieser durch ihre intrazentrale Bahn zu einer motorischen Ganglienzelle des Rückenmarks, die ihn auf ihrer zentrifugalen Bahn nach der motorischen Endstation im Muskel weitersendet.

Ebenso wie motorisch kann die Endzelle der zentrifugalen Bahn im gegebenen Falle aber auch sekretorisch oder lichtproduzierend oder auch elektrizitätsentwickelnd sein. So werden auf reflektorischem Wege durch die Ganglienzellen des Zentralnervensystems ganz verschiedene und weit auseinander liegende Teile des Zellenstaates miteinander in Verbindung gesetzt und durch Impulse vom Zentralnervensystem her zur Tätigkeit veranlaßt.

Die weiteren Momente, die beim Mechanismus des Zentralnervensystems in Betracht kommen, sind, wenn wir vom Schema des Reflexbogens ausgehen, sehr einfach. Sie bestehen lediglich darin, daß einerseits zwischen sensibles und motorisches Endorgan noch mehr als zwei zentrale Ganglienzellen verschiedener Funktion eingefügt sind (Fig. 313 _B_), und daß anderseits gewisse Ganglienzellen nicht bloß von einer einzigen Seite, von einer einzigen anderen Ganglienzelle her innerviert werden, sondern von mehreren, unter Umständen von zahlreichen anderen Zellen. So treten die Ganglienzellen und weiter die einzelnen Ganglienzellensysteme vermittels ihrer Nervenfasern in überaus komplizierte und verwickelte Verbindungen untereinander, so daß ein scheinbar unentwirrbares Netzwerk von Ganglienzellen und verbindenden Nervenfasern entsteht, das aber in Wirklichkeit auf das allerfeinste geordnet ist und immer nur ein ganz bestimmtes und einheitliches Zusammenwirken der verschiedenen Teile des Organismus vermittelt, die es untereinander verbindet. Indem einerseits dem Zentralnervensystem von den Sinnesorganen her auf dem Wege der zentripetalen Nervenfasern die Vorgänge in der Außenwelt mitgeteilt werden und indem andererseits vom Zentralnervensystem her, dessen Ganglienzellen bei den Wirbeltieren hauptsächlich im Gehirn und Rückenmark, sowie im sympathischen Nervensystem gelegen sind, die verschiedensten Zellen, Gewebe, Organe des Zellenstaates in zweckmäßiger Weise innerviert werden, entsteht ein zentrales Verwaltungssystem des ganzen Zellenstaates, das durch seine langen Leitungsbahnen selbst die entferntesten Teile des Zellenstaates einer einheitlichen Herrschaft unterwirft (Fig. 314). Man hat daher das Nervensystem sehr anschaulich mit einem Telegraphennetz verglichen, dessen Drähte die entferntesten Regionen eines Landes mit einer zentralen Verwaltungsstelle in Verbindung setzen. In der Tat ist der Vergleich des Zentralnervensystems mit einer großen Telegraphenstation und der Nervenfasern mit den Telegraphendrähten in bezug auf das beiden zugrunde liegende Prinzip der Zentralisation ein sehr glücklicher. Allein man darf denn doch solche Vergleiche nicht zu weit ausspinnen und schließlich in den Nerven wirklich nur noch Leitungsdrähte für Elektrizität erblicken wie das früher vielfach geschehen ist. Die Nervenfasern sind in Wirklichkeit Ausläufer der Ganglienzellen und bestehen ebenso aus lebendiger Substanz wie diese, d. h. sie haben einen Stoffwechsel, mit dem ihr Leben und daher ihre Funktion untrennbar verknüpft ist. Das geht ohne weiteres aus der Tatsache hervor, daß die Nervenfaser nach Abtrennung der Ganglienzelle, zu der sie gehört, als kernlose Protoplasmamasse unfehlbar zugrunde geht, und daß sie in ihrer Erregbarkeit wie Leitfähigkeit, wenn auch in geringerem Grade als die Ganglienzelle, von der Anwesenheit des Sauerstoffs abhängig ist.

Die Art und Weise, wie anatomisch und funktionell die Elemente des Nervensystems untereinander verbunden sind, verdient noch unsere besondere Aufmerksamkeit, da die neueren Untersuchungen über den feineren Bau des Zentralnervensystems, welche durch die namentlich von ~Golgi~, ~His~, ~Retzius~, ~Kölliker~, ~Ramón y Cajal~, ~Weigert~, ~Apáthy~, ~Nissl~, ~Bethe~, ~Harrison~ und anderen so außerordentlich hochentwickelte mikroskopische Technik ermöglicht worden sind, hier ganz eigentümliche, gesetzmäßige Verhältnisse aufgedeckt haben. Wir wissen jetzt, daß der elementare Baustein des Nervensystems das „+Neuron+“ ist, d. h. die Ganglienzelle mit allen ihren Fortsätzen. Von dem Zellkörper der Ganglienzelle gehen nämlich, je nach ihrer Funktion, mehr oder weniger zahlreiche Fortsätze aus, unter denen sich zwei verschiedene Arten voneinander unterscheiden. Die eine Art bildet ein mehr oder weniger reichverästeltes Gezweig und wird daher zweckmäßig als „Dendriten“ bezeichnet (Fig. 316). Es sind die sogenannten „Protoplasmafortsätze“, wie sie die älteren Histologen nannten. Die andere Art bildet den „Nervenfortsatz“ oder die „Nervenfortsätze“. Soviel wir bisher wissen, gibt es nach der Anzahl der letzteren nur zwei verschiedene Arten von Ganglienzellen, unipolare (früher multipolare wegen der zahlreichen Dendriten) mit nur einem Nervenfortsatz (Fig. 313), und bipolare mit zwei Nervenfortsätzen (Fig. 313). Diese Nervenfortsätze sind nichts anderes als die Anfänge der Nervenfasern, die bisweilen eine Länge von 1 m und mehr erreichen. Durch die wichtigen Untersuchungen der letzten Jahre, namentlich durch die Studien ~Ramón y Cajal~s und die Experimente ~Harrison~s über die Entwicklung des Neurons ist jetzt der alte Streit, ob die Nervenfaser eine Kette von selbständigen Zellen oder nur ein Fortsatz der Ganglienzelle sei, endgültig in dem Sinne entschieden worden, daß die Nervenfasern tatsächlich besonders differenzierte Ausläufer der Ganglienzellen sind. Diese Nervenfortsätze der Ganglienzellen nun sind es, welche die entferntesten Zellen des Tierkörpers mit den Ganglienzellen in leitende Verbindung setzen und die Impulse, die von den Ganglienzellen oder den Sinnesapparaten der Peripherie ausgehen, den betreffenden Gewebezellen oder im gegebenen Falle anderen Ganglienzellen übermitteln. In seinem Verlauf vom Ganglienzellkörper bis zu der Zelle, die er innerviert, zeigt der Nervenfortsatz an verschiedenen Punkten aber ein sehr verschiedenes Verhalten. Er sendet hier und dort kollaterale Aeste ab und umgibt sich bald nach seinem Ursprung mit einer aus Myelin bestehenden Hülle, dem „Nervenmark“, die durch die sogenannten ~Ranvier~schen Schnürringe in einzelne Segmente geteilt ist und erst wieder kurz vor der Zelle verschwindet, die der Nerv versorgt. Das Nervenmark selbst, in dem der Nervenfortsatz als „Achsenzylinder“ verläuft, ist meist von einer membranartigen Scheide, dem „Neurilemm“, umgeben. Das Ende des Nerven schließlich zeigt je nach der Art der Zelle, die er innerviert, sehr mannigfache Differenzierungen. So bildet die Ganglienzelle mit ihren Dendriten und ihrem Nervenfortsatz den zellularen Baustein des ganzen Nervensystems, den ~Waldeyer~ in zweckmäßiger Weise mit dem kurzen Wort „+Neuron+“ bezeichnet hat (Fig. 315). Die Gesamtheit der zahllosen Neurone in ihrer Verbindung untereinander stellt das Nervensystem der Tiere vor, wenigstens in seinen wesentlichen Bestandteilen. Alle anderen Bestandteile des Nervensystems sind Stütz- oder Schutzeinrichtungen für die Neurone. Nach den neueren Untersuchungen von ~Golgi~, ~Ramón y Cajal~, ~van Gehuchten~, ~Kölliker~, ~Retzius~, ~His~ und anderen scheint die Verbindung der Neurone untereinander überall derartig zu sein, daß die Dendriten der Ganglienzelle die Reizimpulse aufnehmen, während der Nervenfortsatz die Impulse von einer Ganglienzelle her auf die Dendriten einer anderen überträgt (Fig. 313). Nur die bipolaren Ganglienzellen, die in den zu beiden Seiten des Rückenmarks gelegenen Spinalganglien enthalten sind, besitzen in dem peripherischen Nervenfortsatz eine Bahn, die von der Peripherie her in Form von äußeren Reizen Impulse aufnimmt und auf ihren Ganglienzellkörper in zentripetaler Richtung überträgt, von wo der Impuls dann durch den zentralen Nervenfortsatz und seine Kollateralen mit ihren Endverzweigungen zu anderen Neuronen fortgepflanzt wird. Man kann aber auch hier das allgemeine Gesetz, daß der Nervenfortsatz der Ganglienzelle die Erregung stets in zentrifugaler, die Dendriten der Ganglienzelle stets in zentripetaler Richtung in bezug auf den Ganglienzellkörper fortleiten, als gültig ansehen, wenn man, wie das vielfach geschehen ist, den peripherischen Fortsatz der Spinalganglienzelle nur als einen ungeheuer langen Dendriten betrachtet. Dann wäre die physiologische Richtung der Erregungsleitung im Neuron überall der gleichen Gesetzmäßigkeit unterworfen. Die Dendriten der Ganglienzellen zeigen in manchen Fällen, wie z. B. in den ~Purkinje~schen Ganglienzellen der grauen Hirnrinde, eine ganz erstaunlich reiche Entwicklung (Fig. 316, 317), und bieten damit der Zuleitung der Erregung zum Ganglienzellkörper eine Fülle von Wegen.

In bezug auf die Frage nach der Verbindungsweise der Neurone untereinander sind die Ansichten der Histologen noch geteilt. Während die einen sich durch die ~Golgi~sche Imprägnationsmethode überzeugt zu haben glauben, daß die Nervenendausbreitungen der einen Neurone mit den Dendriten resp. dem Ganglienzellkörper der anderen Neurone nur durch innigen Kontakt zusammenhängen, finden die anderen, daß eine volle Kontinuität besteht, die durch den Uebergang feinster fibrillärer Differenzierungen durch ganze Ketten von Neuronen hindurch vermittelt wird. Wie dem auch sein mag, jedenfalls muß eine Einrichtung vorhanden sein, welche die Kontinuität der physiologischen Erregungsleitung gestattet[785].

Die Art schließlich, wie die Nervenfasern in die peripherischen Endzellen übergehen, die sie innervieren, oder aus denen sie entspringen, ist eine sehr mannigfaltige. Die von der Peripherie des Körpers her zentripetal leitenden (sensiblen) Nerven sowohl wie die zentrifugal nach der Peripherie hin leitenden (motorischen, sekretorischen, elektrischen etc.) Nerven sind je nach dem Organ, in dem sie endigen, verschieden. Unter den zentripetal leitenden, d. h. sensiblen Nerven, gibt es welche, die, ohne mit einer Sinneszelle in Verbindung zu stehen, frei in der Haut endigen. Die anderen entspringen direkt von einer Sinneszelle, die speziell für die Aufnahme des Reizes entwickelt ist, wie z. B. die Stäbchen- und Zapfenzellen des Auges, die Härchenzellen des Ohres, die Riechzellen der Nase (Fig. 318) etc. Unter den zentrifugal leitenden Nervenendigungen sind die der motorischen Nerven in den quergestreiften Muskeln am meisten charakteristisch. Hier wird der Uebergang der Nervenfaser in die Muskelsubstanz durch ein besonders differenziertes Nervenendorgan, die „motorische Nervenendplatte“, vermittelt, eine platten- oder geweihförmige Ausbreitung des Achsenzylinders im Sarkoplasma. Das letztere, das an dieser Stelle sehr körnig und durch viele Zellkerne charakterisiert ist, wird vom Sarkolemm der Muskelfaser bedeckt, welches hier direkt in das Neurilemm des Nerven übergeht (Fig. 319). Viel weniger kompliziert scheint die Endigungsweise der zentrifugalen Nerven in anderen Organen, wie glatten Muskelzellen, Drüsenzellen, Leuchtzellen etc., zu sein, aber diese Verhältnisse bedürfen zum Teil noch genauerer Untersuchung.

Durch die zentrale Verwaltung aller Funktionen des ganzen Organismus im Nervensystem allein ist es möglich, daß der Zellenstaat des Tierkörpers sich in so weitgehender Weise differenzieren konnte. Nur wenn im geeigneten Augenblick dieses oder jenes Organ in Tätigkeit tritt oder in Ruhe bleibt, nur wenn in zweckmäßiger Weise dieses oder jenes Organ auf eine Einwirkung an dieser oder jener Körperstelle reagiert, nur wenn in feinster Harmonie diese oder jene Zellen, Gewebe, Organe zusammenwirken, kann sich ein so überaus komplizierter Mechanismus entwickeln, wie wir ihn im Zellenstaat der Wirbeltiere und vor allem des Menschen vor uns haben.

* * *

Hier mündet die allgemeine Physiologie in die spezielle Physiologie des tierischen und pflanzlichen Zellenstaates und seiner verschiedenen Entwicklungsformen ein. Es ist die Aufgabe der speziellen Physiologie, die besonderen Mechanismen, die sich aus dem Zusammenleben der Zellen im Zellenstaat ergeben, im einzelnen zu untersuchen und ihr Zusammenwirken zu erforschen. Das Gebiet der allgemeinen Physiologie ist hier zu Ende, denn die allgemeine Physiologie reicht nur so weit, als es sich um den Mechanismus derjenigen Lebensäußerungen handelt, die +allen+ Organismen gemeinsam sind. Objekt der allgemeinen Physiologie bleiben daher die elementaren Lebensäußerungen der Zelle; denn die Zelle ist dasjenige Bauelement, das +aller+ lebendigen Substanz zugrunde liegt. +Es gibt keine lebendige Substanz, die nicht zu Zellen angeordnet wäre, und es gibt keine Funktion der lebendigen Substanz, die nicht im Lebensprozeß der Zelle ihren Ursprung hätte. Wenn daher die Physiologie in der Erklärung der Lebensäußerungen ihre Aufgabe sieht, so kann die+ =allgemeine= +Physiologie nur eine Zellularphysiologie sein.+

Sachverzeichnis.

A.

=Abiogenesis= 358

=Abstammung= der Organismen 145

-- der Organismen und anorganischen Körper 363

=Acanthochiasma=, Chromidialapparat von 106

=Acanthocystis=, Bewegung der Myopodien bei 296

=Achseneinstellung= bei Amöben 610

-- bei einseitiger Reizung 608 u. ff.

-- bei Euglena 611

-- bei Paramaecium 613, 616

-- bei Polytoma 612

-- bei Stentoren 616

=Achsenzylinder= der Nerven 718

=Actinosphaerium=, Achsenstrahlen bei 141, 695

-- Anpassung an chemische Reize 421

-- chemische Reizung von 432

-- Ermüdung bei 543

-- Lokomotion von 272

-- mechanische Reizung von 417

-- mechanischer Tetanus bei 454

-- polare Erregung durch den konstanten Strom 491, 567

=Adaptation=, komplementäre chromatische 222

=ADAMKIEWICZsche Probe= 115

=Adenin=, als Nukleinbase 121, 197

=Aerobiose= und Anaerobiose 333 u. ff.

=Aethalium septicum=, Chemotaxis von 507

-- Hydrotaxis von 507

-- Phototaxis von 529

-- Rheotaxis von 524

-- Thermotaxis von 532

-- Trophotaxis von 508

=Aethalium septicum=, Myxomycetenplasmodium 85

=Aether= als allgemeines Narcoticum 435

=Agaricus=, Lichtproduktion von 298

=Aktionsstrom= des Muskels 503

-- des Nerven bei der Ermüdung 556

-- Verhalten bei der Narkose 562

=Albumine=, Charakteristik der 118

=Albuminoide=, Charakteristik der 120

=Albumosen= als Spaltungsprodukte der Eiweißkörper 113, 118

-- als Verdauungsprodukte der Eiweißkörper 179, 193

=Aldohexosen=, chemische Charakteristik der 122

=Algen= bei hohen Temperaturen 346

=Alizarinblau=, Reduktion zu Alizarinweiß 469

=Alkaloide= als spezielle Narcotica 435

=Alkohol= als allgemeines Narkoticum 435

=Alkohol=, scheinbare Erregbarkeitssteigerung durch 562

=Alkoholgärung= 123

=Aloe=, Verhalten der Zellkerne beim Wachsen der Zellwände 628

=Amblystoma=, polare Wirkung des Stromes 494

=Ameisenstaat= als Individuum 67

=Aminosäuren=, Ernährung der Tiere mit 169

-- als Produkte der Eiweißverdauung im Darm 193

-- in keimenden Pflanzen 192

-- als Spaltungsprodukte der Eiweißkörper 116

-- Umwandlung zu Eiweiß in der Darmwand 193

=Amoeba diffluens=, Galvanotaxis von 539

-- =limax=, Bewegung der 278

-- -- chemische Reizung der 431

-- -- Galvanotaxis von 538

-- -- Umwandlung in Amoeba radiosa 221, 410

-- =polypodia=, Fortpflanzung durch Teilung 230

-- =princeps=, Wirkung der ~Röntgen~-Strahlen auf 477

-- =proteus=, polare Erregung durch den konstanten Strom 495

-- -- Galvanotaxis von 539

-- =radiosa=, Umwandlung in Amoeba limax 221, 410

-- =verrucosa=, Galvanotaxis von 538

=Amöbe=, Vakuole und Fetttröpfchen im Protoplasma der 131, 200

=Amöbe=, verschiedene Formenstadien beim Kriechen 87

-- Fortpflanzung 145

=Amöben=, Abhängigkeit der Protoplasmabewegung von der Temperatur 461 u. ff.

-- Abhängigkeit der Bewegung vom Sauerstoff 696

-- Bewegung der 278

-- Einfrieren 342, 345

-- elektrische Reizung der 498

-- Exkretion fester Stoffe bei 203, 644

-- in Nekrobiose 389

-- künstliche Zerteilung der 355

-- mechanischer Tetanus bei 453

-- Nahrungsaufnahme der 171, 644

-- Narkose der 438

-- Sauerstoffentziehung bei 366

-- Schema der Achseneinstellung bei 610

-- Temperaturmaximum für 346

-- Thermotaxis der 532, 533

-- Verhalten bei steigender Temperatur 566

-- Verhalten kernloser Teilstücke bei 623, 626, 627

=Amphistegina=, polare Erregung durch den konstanten Strom 493

-- Wirkungslosigkeit der Induktionsströme bei 503

=Amphistegina Lessonii=, Narkose von 441

=Amyloidmetamorphose=, Vorgänge der 394

=Amyloidsubstanz= als Glykoproteid 119, 394

=Anabiose= der scheintoten Organismen 154

=Anaerobe= Organismen 169

=Anaesthetica=, lähmende Wirkung der 435

=Anastatica=, Quellungsbewegungen 267

=Anatomie=, vergleichende als Stütze der Deszendenzlehre 375

=ANAXIMANDER=, Abstammungslehre des 8

=Anima=, bei ~Fernelius~ 12

-- im System ~Stahl~s 16

=Anionen= 139, 311

=Anisotrope= Substanz in den quergestreiften Muskelfasern 286

=Anodonta=, Flimmerzellen von 201

=Anophrys=, Chemotaxis nach Sauerstoff 515

-- negative Chemotaxis gegen Kochsalz 516

=Anpassung= als formveränderndes Moment 213

-- an Reize 421

-- individuelle 219

-- phyletische 222

=Antitoxine= als Sekrete 205

=Apfelsäure=, chemotaktische Wirkung auf Farnspermatozoen 514

=Apoplexie= 396

=Apposition=, Wachstum der Kristalle durch 147, 202

=Apposition=, Wachstum der Zellmembran durch 202

=Arbeitslähmung= der Ganglienzellen 551

-- des Muskels 548

-- der Nervenfasern 554

-- Symptome der 542

=Arbeitsteilung= der Zellen im Zellenstaat 709

=Arcella=, Chromidialapparat von 106

=Arcella=, Gasblasenentwicklung bei 140

=Archaeopteryx macrurus= 375

=Archeus= in der Lehre v. ~Helmont~s 14

=Archigonie= 358

=Archoplasma= des Centrosoms 80

=ARETAEUS= 9

=ARISTOTELES= als Polyhistor 9

-- Teleologie bei 10

=ARGENTIERI= 13

=Aroideen=, Wärmeproduktion in den Blütenkolben der 304

=Artemia salina= und =Milhauseni= 220, 411

=Arteriosklerose= 396

=Ascaris=, Zellkern der Samenmutterzellen von 104

-- Chromidialapparat der Muskelzellen von 106

-- Befruchtung des Eies von 241

=Asparaginsäure=, als Produkt der Eiweißverdauung im Darm 193

=Assimilation=, Begriff der 176, 586

-- bei der Pflanze 189

-- Energetik der 259

-- Steigerung durch Nahrungszufuhr 430

-- Verhältnis zur Dissimilation 589

=Astronomische= Kenntnis, ~Du Bois-Reymond~s Begriff der 34

=Atavismus= 214

=ATHENAEUS= 9

=Atmosphäre=, Zusammensetzung der 331

=Atmosphärendruck=, Wirkung der Veränderung des 332

=Atmung=, Begriff der 169

-- Lokalisation der A. in der Zelle 635

-- ~Mayow~s Lehre von der 15

=Atmungslinien= ~Beijerinck~s 333, 515

=Atomzerfall= 108

=Atrophie=, Begriff der 381

-- bei Hunger 381

-- des Kaulquappenschwanzes 382

-- senile 383, 399

-- infolge Nichtgebrauch eines Organes 383

-- Verhältnis des Biotonus bei der 590

=Auferstehungspflanzen=, Quellungsbewegungen der 267

=Aurelia aurita=, Einfrieren von 341

=Auslese=, natürliche 222

=Auslösung=, Begriff der 418

=Ausschleifen= der Bahnen im Nervensystem 600, 603

=AVICENNA= 12

=AVOGADROs Gesetz= 135, 311

B.

=Bacillus anthracis=, Verhalten der Sporen beim Erhitzen 347

-- =butyricus= 124

-- -- Sporenbildung bei 329

-- =prodigiosus=, Wirkung des Lichtes auf 472

-- =proteus mirabilis=, Wirkung des Lichtes auf 472

-- =subtilis=, Verhalten der Sporen beim Erhitzen 347

=Bacterium chlorinum=, Phototaxis von 529

-- =coli=, Wirkung des Lichtes auf 472

-- =lacticum= 124