Part 13
[103] Vgl. _%Evelyn% Memoirs I, 474 fg. (4. ed.)_
[104] Die Originale sind zum Theil verbrannt; dagegen finden sich Copien im Besitze der Pariser Bibliothek, welche Petty für sich hatte anfertigen lassen, die aber auf der Ueberfahrt nach England von einem französischen Kaper genommen waren. (_%MacCulloch% Literature of political economy, p. 211._)
[105] Vgl. das Leben Pettys in der Londoner Ausgabe seiner _Essays_ von 1755.
[106] _%Pepys% Diary II, 145._ (_ed._ in 8.)
[107] _Five Essays in political arithmetick (1687), No. 3. (Several Essays p. 78 ff.)_
[108] _Political anatomy of Ireland, p. 54 ff._
[109] _Several essays, p. 54._
[110] _Political anatomy, p. 18._
[111] _Political anatomy, p. 48 ff._
[112] _Ibidem, p. 50._
[113] _Several essays, p. 35._
[114] _Political anatomy, p. 42 fg. 91 ff._
[115] _Political anatomy, p. 101 fg._
[116] Vgl. %mein% Leben, Werk und Zeitalter des Thukydides (1842), S. 133 ff.
[117] Dieser Titel verdankt wohl der Freundschaft und Geistesverwandtschaft mit Hobbes seinen Ursprung.
[118] _Several essays, p. 98: to express myself in terms of number, weight or measure, to use only arguments of sense, and to consider only such causes, as have visible foundations in nature;.... observations, which if they are not already true, certain and evident, yet may be made so by the sovereign power._
[119] _%Davenant% Commercial and political works II, 169 fg._
[120] _Several essays, p. 93._
[121] Hierher mag es rühren, dass _%Halley%_ in seiner Schrift _An estimate of the degrees of the mortality of mankind_ und _%Evelyn% Memoirs I, 475_ die eigentliche Urheberschaft des Graunt'schen Werkes unserm Petty zuschreiben: eine Ansicht, welche _%M'Culloch% Literature, p. 271_ sehr richtig damit widerlegt, dass es gar nicht in Pettys Charakter liege, die Ehre einer so trefflichen und anerkannten Leistung fälschlicher Weise auf Andere zu übertragen.
[122] In der angeführten Abhandlung: _Philosophical transactions, London 1693_.
[123] _Several essays, p. 96._
[124] Frankreich war damals nicht allein politisch und literarisch das erste Land der Welt, sondern es schien auch, unter Colberts Leitung, begründete Aussicht auf eine volkswirthschaftliche Suprematie zu haben. Die Unterthanen Karls II. glaubten desshalb ihren Handel und Gewerbfleiss von Frankreich her ebenso bedrohet, wie es ihre parliamentarische Freiheit, ihre protestantische Confession und ihre nationale Sitte in der That waren. Hieraus erklärt sich der grosse Anklang, welchen die Behauptung von Englands nationalökonomischem Sinken fand. Bei der Unvollkommenheit aller damaligen Statistik war sie schwer zu bekämpfen. _%Samuel Fortrey% Englands interest and improvement, consisting in the increase of the store and trade of this kingdom_, (1663) eröffnet die Controverse. Ausser einigen Bemerkungen zu Gunsten der _Enclosures_ und der Ansiedelung Fremder in England, wird hier auf Grund einer angeblichen Untersuchung Ludwigs XIV. die Ansicht durchgeführt, dass Frankreich eine Ausfuhr nach England = 2600000 Pfund St. jährlich habe, während die Engländer nur für etwa 1000000 Pfund St. nach Frankreich exportierten. Also eine für England ungünstige Bilanz (_clear loss_) von 1600000 Pfund St. jährlich (p. 22 ff.). Der grosse Schrecken, der durch solche angebliche Thatsachen hervorgerufen wurde, hat dann ungemein dazu beigetragen, das englische Volk für Beschränkungen und Verbote des französischen Handels günstig zu stimmen. -- _%Roger Coke% A treatise, wherein is demonstrated, that the church and state of England are in equal danger with the trade of it. 1671. Reasons of the increase of the Dutch trade, wherein is demonstrated, from what causes the Dutch govern and manage trade better than the English. 1671. Englands improvement, in two parts (the first part relates to the strength and wealth, and the latter to the navigation of the kingdom). 1675._ Alle drei Schriften in 4. und zu London erschienen. Hier wird die Voraussetzung, als wenn England im Sinken begriffen wäre, ausser der ungünstigen Bilanz noch durch die grosse Entvölkerung erklärt, welche die Pest und die vielen Auswanderungen nach Amerika, Ireland u. s. w. bewirkt hätten. Auch die Folgen der Schifffahrtsacte und der Elisabeth'schen Armengesetzgebung werden als nachtheilig geschildert. Dagegen empfiehlt Coke u. A. die Naturalisierung fremder Protestanten, die Wiederherstellung der freien Vieheinfuhr aus Ireland, die Oeffnung der geschlossenen Corporationen u. s. w. -- Eine höchst merkwürdige Gegenschrift ist _Englands great happiness, or a dialogue between Content and Complaint, wherein it is demonstrated, that a great part of our complaints is causeless. By a real and hearty lover of his king and country. 4. London 1677._ Hier finden wir u. A. folgende Ueberschriften über den Kapiteln: _To export money our great advantage. The French trade a profitable trade. Variety of wares for all markets a great advantage. High living a great improvement to arts. Invitation of foreign arts a great advantage. Multitudes of traders a great advantage. The word impossible a great discourager of arts._ Der Verfasser ist überall ein warmer Vertheidiger der Handelsfreiheit, während seine Gegner eben Diejenigen sind, auf welche das übliche Bild des Mercantilsystems verhältnissmässig am besten passt. Der zufriedene Unterredner unseres Buches giebt dem _Complaint_ die Richtigkeit der Fortrey'schen Bilanz immerhin zu; gleichwohl erklärt er den französischen Handel für nützlich, weil er nützliche oder doch angenehme Waaren einführt. Es würde nur ein noch höherer Grad von Nützlichkeit sein, wenn die Franzosen, statt englischen Geldes, englische Waaren zurücknähmen. Schon hier findet man die, neuerdings so üblich gewordene, Argumentation, dass ja Privatleute nicht immer bloss von solchen kaufen, an die sie unmittelbar wieder verkaufen können; warum sollte es denn im internationalen Verkehre so völlig anders sein? -- _Britannia languens, or a discourse of trade: shewing the grounds and reasons of the increase and decay of land-rents, national wealth and strength. 8. London 1680._ Hier werden als Ursachen des wirthschaftlichen Verfalles von England (_consumptive condition_) besonders folgende angegeben: die Ausfuhr von Geld, die Einfuhr von Luxuswaaren, zumal aus Frankreich, die Schifffahrtsgesetze, die Privilegien der ostindischen Compagnie und anderer Handelsgesellschaften, die Corporationsvorrechte u. dgl. m. Vgl. _%MacCulloch% Literature, p. 39 ff._
[125] _A treatise of taxes and contributions, p. 31._
[126] _Ibidem, p. 67._
[127] _Ibidem, p. 24._
[128] _Political anatomy of Ireland, p. 62 ff._
[129] _Several essays, p. 171._
[130] _Political anatomy of Ireland, p. 125._
[131] _Quantulumcunque concerning money._
[132] _Political anatomy of Ireland, p. 54._
[133] _Ibidem, p. 62 fg._
[134] _Several essays, p. 147 ff._
[135] _Several essays, p. 123 ff._
[136] _Political anatomy of Ireland, p. 65._
[137] _Verbum sapienti, p. 10. Several essays, p. 123._
[138] _Several essays, p. 127 fg._
[139] _Political anatomy of Ireland, p. 85 ff._
[140] _Ibid. p. 115._
[141] _Several essays, p. 4 ff._
[142] _Political anatomy of Ireland, p. 25._
[143] _Several essays, p. 17._
[144] _Ibid. p. 107 fg. 147._
[145] _Ibid. p. 113._
[146] Vgl. _%Anderson% a. 1580. 1593. 1630._ Man denke namentlich an die Geldstrafen, welche Karl I. 1634 von den neuerbauten Londoner Häusern forderte.
[147] _Several essays, p. 23 ff._ In derselben Zeit ist das Anwachsen der grossen Städte noch durch eine andere, anonyme Schrift ebenso eifrig, wie geschickt vertheidigt worden: _An apology for the builder; or a discourse showing the cause and effects of the increase of building. 4. London 1685._ Denn noch das Parliament von 1685 hatte auf Andringen der Landgentlemen beschlossen, die neuerbauten Häuser Londons schwer zu besteuern, ja für die Zukunft den weitern Häuserbau im Londoner Stadtbezirke ganz zu verbieten.
[148] _Political anatomy of Ireland, p. 82. Verbum sapienti, p. 17._
[149] _Quantulumcunque concerning money. Political anatomy, p. 82. 67._
[150] _Verbum sapienti, p. 16 fg._
[151] _Several essays, p. 179. Political anatomy, p. 116._
[152] _Quantulumcunque concerning money._ Gewiss ein bedeutender Fortschritt gegen Mun oder Child!
[153] _Political anatomy, p. 74._
[154] _Several essays, p. 113. 126. 159._ Mancher Neuere, der auf solche «mercantilische Irrthümer» vornehm hinunterblickt, sollte nicht vergessen, dass sich der auswärtige Handel regelmässig viel eher entwickelt, als der inländische. Die älteren Mercantilisten haben desshalb mit ihrer Höherschätzung des auswärtigen Handels eine für ihre Zeit völlig begründete Thatsache ausgesprochen, nur freilich mit ungenügender Erklärung.
[155] _Quantulumcunque concerning money. Political anatomy, p. 72._
[156] _Political anatomy, p. 67._
[157] _Several essays, p. 120 fg._ Bei dieser Gelegenheit scheint es angemessen, beiläufig der wichtigsten Schriften zu gedenken, welche in England die Entstehung der grossen %Bank% theils vorbereitet, theils begleitet haben: vgl. _%MacCulloch% Literature, p. 158 ff._ Eines an Cromwell gerichteten Pamphlets in Folio von dem Kaufmanne %Samuel Lamb% (1657) gedenkt _%Anderson% II, a. 1651_. _%W. Potter% The tradesman's jewel; or a safe, easie, speedy and effectual means for the incredible advancement of trade and multiplication of riches etc., by making bills become current instead of money. 4. London 1659. %Fr. Cradocke% An expedient for taking away all impositions and for raising a revenue without taxes, by creating banks for the encouragement of trade. 4. London 1660. %Matth. Lewis% Proposals to the king and parliament; or a large model of a bank, showing how the fund of a bank may be made without much charge or any hazard, that may give out bills of credit to a vast extent. 4. London 1678._ -- Mit der wirklich zu Stande gekommenen Bank von England hängen zusammen: _A short account of the intended bank of England. 4. London 1694._ (Von Michael Godfrey, erstem _Deputy-Governor_ der Bank, und einem der thätigsten Gehülfen Patersons.) _%Will. Paterson% Conferences on the public debts by the Wednesday-Club in Friday-Street. 4. London 1695._ Viele Gegner der Bank meinten damals, ein solches Institut könne bloss in einem Freistaate bestehen, und werde England in einen solchen verwandeln. Andere wieder fürchteten, der König werde dadurch unbeschränkt werden. Auch in Bezug auf die mercantilen Folgen der Anstalt waren die Erwartungen einander entgegengesetzt. Einige besorgten, die Bank würde allen Handel erdrücken; Andere wieder, sie würde alles Geld in den Handel ziehen, und auf solche Art die Bodenpreise erniedrigen. Gegen allerlei religiöse Bedenken mussten sich die Freunde der Bank auf Evang. Luc. XIX, 23 berufen. -- Ein theoretisch lehrreicher Seitenweg wurde empfohlen durch _%R. Murray% A proposal for a national bank, consisting of land, or any other valuable securities or depositums. 4. London 1695. %H. Chamberlen% The constitution of the office of land credit declared in a deed. Enrolled in chancery a. 1696. 12. London 1698._ Diese Männer verfolgten den Plan, ihre Bank und das von derselben auszugebende Umlaufsmittel auf den Werth von Grundstücken zu basieren: ein Gedanke, welcher bekanntlich den Schriften und praktischen Schwindeleien von J. Law zu Grunde liegt. Ich werde desshalb in der zweiten Abhandlung, welche das 18. Jahrhundert bis David Hume und Adam Smith enthält, hierauf zurückkommen müssen. _%Asgill% Several assertions proved in order to create another species of money than gold (London 1696)_ unterstützte das Chamberlen'sche Project mit Gründen, welche ganz an die spätere Physiokratie erinnern. «Was wir Waaren nennen, ist weiter Nichts, als vom Boden losgetrenntes Land. _Man deals in nothing, but earth!_ Die Kaufleute sind die Factoren der Welt, um einen Theil der Erde gegen den andern zu vertauschen.»
[158] _%Malthus% Principles of political economy, p. 345-522._
[159] _Political anatomy, p. 81. 96 fg._ Die Fruchtbarkeit jener Eintheilung in zwei Volksklassen ist auch neuerdings wieder von einem ausgezeichneten Nationalökonomen bethätigt worden: %F. B. W. Hermann% Staatswirthschaftl. Untersuchungen, S. 354 ff.
[160] _Ibid. p. 82 ff._
[161] _Political anatomy, p. 30. 32 ff. 99. 122 fg._ Die Einfuhr des lebendigen Viehes war schon 1663, die des gesalzenen Fleisches von Ireland 1666 verboten.
[162] _Several essays, p. 164 fg._
[163] In der Schrift _Verbum sapienti_, welche während des holländischen Krieges von 1665 bis 67 geschrieben ist, um eine bessere Vertheilung des unerträglich gewordenen Steuerdruckes anzurathen.
[164] _Several essays, p. 125 ff._
[165] _Ibidem, p. 129._
[166] _Ibidem, p. 166._
[167] _Ibidem, p. 130 ff. Political anatomy, p. 78._ Vgl. %meine% Ideen zur Politik und Statistik der Ackerbausysteme, dritte Abhandlung, S. 11 ff. (Im Archiv der politischen Oekonomie, Neue Folge, Band IV.)
[168] Vgl. die Lebensbeschreibungen des Lord Guildford und des Sir Dudley North von dem Bruder der Beiden, _%Roger North%_; ferner _%Macaulay% History of England, Ch. 4_. Lord Guildford gehörte zu den hervorragenden Mitgliedern der s. g. Trimmerpartei, obschon es ihm an der Charakterstärke, welche allein ein würdiges Juste-Milieu möglich macht, am allermeisten fehlte.
[169] Wenn eine grosse politische Umwälzung das Volksleben erschüttert und losgefesselt hat, so ist es nicht ungewöhnlich, dass auch auf anderen Gebieten, welche den brennendsten Fragen des Augenblicks ferner liegen, heterodoxe Ansichten geäussert, und mit rücksichtsloser Consequenz vertheidigt werden. Man denke nur an die merkwürdigen Parliamentsverhandlungen vom 2. Februar 1689, welche der Abfassung der _Declaration of Rights_ vorausgingen.
[170] Schon _%Roger North%_ konnte in den Lebensbeschreibungen seiner Brüder, indem er die geistvollen Ansichten des Sir Dudley über nationalökonomische Gegenstände erwähnt, die Bemerkung hinzufügen, dass kein Exemplar seiner Schrift für Geld mehr zu haben sei. (_Life of Lord Guildford, p. 168. Life of Sir Dudley North, p. 180 fg._: beide in der 4. Ausgabe.) Die in jenen Biographien mitgetheilten Auszüge haben alsdann mehr als Einen Sachkundigen zu einer sorgsamen Nachforschung nach dem Originale gereizt. Doch umsonst. Wie ein verloren gegangener alter Klassiker, musste das Buch wiedergefunden werden; und zwar geschah diess auf der Bücherauction des bekannten Numismatikers Ruding, worauf dann zu Edinburgh 1822 ein neuer Abdruck veranstaltet wurde. Das mir vorliegende Exemplar ist 1846 bei Adam und Charles Black in Edinburgh erschienen, 42 Seiten in 4.
[171] Es fand gerade damals eine grosse Productionskrisis in England statt, von der auch Locke handelt: eine sehr begreifliche Folge der innern Revolution und des gleichzeitigen äussern Krieges.
[172] Vgl. das folgende Kapitel.
[173] Sonst hat mein College und Freund, G. Hartenstein, gewiss Recht, wenn er aus der obigen Stelle, die allerdings viel Heterogenes zusammenwirft, den Schluss zieht, dass North in der eigentlichen Philosophie nicht eben zu Hause gewesen. Seine im Orient und in Handelsgeschäften hingebrachte Jugend wird ihn an dergleichen Studien verhindert haben; und es ist nicht schön, dass er durch anscheinende Belesenheit diess verdecken wollte.
[174] Vgl. oben S. 59.
[175] Locke war einer der ersten _Commissioners_ dieser Behörde: vgl. _%Sir F. M. Eden% The state of the poor I_, _p. 244 ff._
[176] _Of civil government_, §. 25-51. Wer die grosse Rolle kennt, welche der Begriff _Property_ in den Actenstücken, Parliamentsreden u. s. w. der englischen Revolution spielt, dem wird die zeitgemässe Wichtigkeit dieser Locke'schen Untersuchung nicht entgehen. Und zwar ist diese Stellung des Eigenthumsbegriffes eine dauernd nationale geblieben. Der liberale Fox hat in einer seiner wichtigsten Reden (über die _East-India-Bill_ am 1. December 1783) eine klassische Definition von Freiheit aufgestellt, welche mit den Worten beginnt: _it consists in the safe and sacred possession of a mans property etc._ Man vgl. übrigens oben S. 51. Hobbes und Locke vertreten auf eine höchst charakteristische Art die Controverse, welche seit J. J. Rousseau eine so gesteigerte Bedeutung erlangt hat: ob das Eigenthum auf der Anerkennung des Staates, oder auf der Arbeit des Einzelnen beruhet. Möchte Niemand übersehen, dass der tyrannische Hobbes für die erste, der freiheitsliebende Locke für die zweite Alternative ist!
[177] _Considerations etc. (Works II, 36.)_
[178] Vgl. oben S. 81.
[179] Und doch wurde 1694 die Bank von England errichtet! So wenig ist %Locke% ein in praktischen Dingen erfinderischer Kopf.
[180] In Frankreich unter Ludwig XIV. noch eine sehr beliebte Finanzmassregel.
[181] Vgl. oben S. 47. 50. 81. 91.
[182] _Things must be left to find their own price: p. 18._
[183] Vgl. oben S. 76. 90.
[184] Man sieht hier, wie flüchtig Locke zuweilen schreibt: offenbar ist im ersten Falle der Rohertrag, im zweiten der Reinertrag gemeint.
[185] Vgl. oben S. 89.
[186] Diese Reaction gegen die, seit Hobbes entstandene, Vorliebe der Theoretiker für indirecte Steuern ist auch in der damaligen Praxis wahrzunehmen. Ich erinnere an die neue Grundsteuer vom Jahre 1692, deren Kataster bis auf den heutigen Tag fortdauert.
[187] Bei _%Sir F. M. Eden% State of the poor I, p. 244 ff._
[188] Von Schriften, welche in ähnlicher Weise, durch Beschäftigung und Unterricht der Armen, dem Pauperismus zu steuern suchen, lässt sich eine ganze Literatur zusammen stellen. Dahin gehört namentlich das Pamphlet des berühmten Juristen %Sir Matthew Hale% _A discourse touching provision for the poor_ (erschienen 1683, geschrieben jedoch 1659 nach _%Eden% State of the poor I, 215_.) Hier wird eine strengere Beaufsichtigung der Kirchspiele durch den Friedensrichter, eine Vereinigung der bisherigen Armensprengel in Gruppen und eine mehrjährige Anticipation der Armensteuer empfohlen, um solchergestalt ein Netz von Arbeitshäusern über das ganze Reich zu gründen. Der Verf. hegt von der Ausführung dieses Planes wahrhaft sanguinische Hoffnungen: nicht bloss einer Beseitigung fast aller Armennoth, sondern zugleich einer bedeutenden Hebung des Gewerbfleisses; obschon er, merkwürdig genug, die wichtigsten Bedenken, welche sich gegen die Ausführbarkeit erheben lassen, alle selbst aufgezählt hat. -- Ein ähnliches Ziel, nur mit geringeren geistigen Hülfsmilteln, verfolgte %Richard Haines% _Proposals for building in every county a working alms-house or hospital, as the best expedient to perfect the trade and manufactory of linnen cloth. (1677.)_ Vgl. _%Eden% I, 197 ff._ -- Am nächsten erinnert an Locke der Plan des %Thomas Firmin% _Proposals for the employing of the poor (1678)_, in Form eines Briefes an den Erzbischof Tillotson erschienen. Dieser Schriftsteller verwirft die öffentlichen Arbeitshäuser, ausgenommen für Vagabunden u. s. w.; die besseren Armen sollen nur Gelegenheit erhalten, in ihrer Wohnung zu arbeiten, und zwar hauptsächlich mit Flachs und Hanf, weil hier die Arbeit das Kapital mehr überwiegt, als in den meisten anderen Gewerben. Das Wichtigste bleibt jedoch immer, die armen Kinder zur Arbeit anzulernen. Daher meint Firmin, wenn er 100 Pfund St. für Armenzwecke bekäme, so würde er 20 Pfund zur Besoldung einer Frau verwenden, die im Lesen und Spinnen unterrichtete; 5 Pfund zur Miethung eines Schullocales, 25 Pfund zur Anschaffung von Hanf und Flachs, 25 Pfund zur Ablöhnung der damit beschäftigten Kinder, 15 Pfund zum Verweben und Bleichen des Garnes, 8 Pfund zur Anschaffung der nöthigen Werkzeuge, endlich 2 Pfund zu einem Gastmahle für die Aufseher. Das auf solche Art erzeugte Fabricat müsste dann theils an die Kinder selbst, theils an kranke oder hülflose Arme verschenkt werden.
[189] Die Gesammtausgabe seiner Werke, nach welcher ich im Folgenden citiere, ist von Sir Charles Whitworth unter dem Titel _The political and commercial works of that celebrated writer, Charles D'Avenant, London 1771_, in 5 Octavbänden veranstaltet worden.
[190] Ich erinnere nur daran, dass Prideaux Hauptwerk im Jahre 1676 erschien, die Reise von Spon und Wheeler 1679; dass Bentley 1662, Potter 1674, Markland 1693 geboren wurden; dass Arbuthnot um 1704 in die _Royal Society_ eintrat, Dodwell seit 1692, Davies besonders seit 1703, Ruddiman seit 1725 schriftstellerisch wirkten, und Chishull seine Reise in den Jahren 1715 ff. machte.
[191] Vgl. namentlich IV, 177.
[192] Offenbar nur unter der Voraussetzung richtig, dass die englische Woll- und die ostindische Baumwollproduction festgegebene, nicht vermehrbare Grössen seien.
[193] _%J. Pollexfen% England and East-India inconsistent in their manufactures. 1697. 12^o._
[194] Vgl. dagegen II, 238.
[195] Vgl. oben S. 79.
[196] Vgl. die ausführlichen Gründe gegen Einfuhrverbote und allzu hohe Zölle: V, 379 ff.
[197] Vgl. oben S. 65. -- Bei dieser Gelegenheit wird auch (II, 224) die von King ersonnene Scala mitgetheilt, in welcher Progression das Deficit der Ernte den Kornpreis erhöhe. Ich habe die Unmöglichkeit, eine solche Scala gemeingültig zu machen, in %meiner% Schrift «Ueber Korntheuerungen» (1847) S. 7 nachgewiesen.
[198] Vgl. oben S. 63 fg.
[199] Einigermassen ist die letztere Idee nicht lange nachher durch die Errichtung der _Lords of Trade and Plantations_ verwirklicht worden.
[200] Diess ist nachmals durch _%Vanderlint% Money answers all things_ (1734) geschehen, der insoferne den Uebergang zu den Physiokraten bildet.
[201] Und doch hatte der Staat beim Abschlusse des Ryswiker Friedens (1697) nur 21515742 Pfund St. Schulden: _%Hamilton% An inquiry concerning the rise and progress etc. of the national debt, p. 65_.
[202] _%G. King% Natural and political observations and conclusions upon the state and condition of England in 1696._ Gedruckt erst 1801 durch den bekannten _%Chalmers%_ als Anhang zu dessen _Estimate of the comparative strength of Great-Britain_.