Wissenschaft der Logik — Band 2
Chapter 32
Indem die Idee sich nämlich als absolute _Einheit_ des reinen Begriffs und seiner Realität setzt, somit in die _Unmittelbarkeit_ des _Seyns_ zusammennimmt, so ist sie als die _Totalität_ in dieser Form,--_Natur_.--Diese Bestimmung ist aber nicht ein _Gewordenseyn_ und _Übergang_, wie, nach oben, der _subjektive Zweck_ zum _Leben wird_. Die reine Idee, in welcher die Bestimmtheit oder Realität des Begriffes selbst zum Begriffe erhoben ist, ist vielmehr absolute _Befreiung_, für welche keine unmittelbare Bestimmung mehr ist, die nicht ebenso sehr _gesetzt_ und der Begriff ist; in dieser Freiheit findet daher kein Übergang Statt, das einfache Seyn, zu dem sich die Idee bestimmt, bleibt ihr vollkommen durchsichtig, und ist der in seiner Bestimmung bei sich selbst bleibende Begriff. Das Übergehen ist also hier vielmehr so zu fassen, daß die Idee sich selbst _frei entläßt_, ihrer absolut sicher und in sich ruhend. Um dieser Freiheit willen ist die _Form ihrer Bestimmtheit_ ebenso schlechthin frei,--die absolut für sich selbst ohne Subjektivität seyende _Äußerlichkeit des Raums und der Zeit_.--Insofern diese nur nach der abstrakten Unmittelbarkeit des Seyns ist und vom Bewußtseyn gefaßt wird, ist sie als bloße Objektivität und äußerliches Leben; aber in der Idee bleibt sie an und für sich die Totalität des Begriffs, und die Wissenschaft im Verhältnisse des göttlichen Erkennens zur Natur. Dieser nächste Entschluß der reinen Idee, sich als äußerliche Idee zu bestimmen, setzt sich aber damit nur die Vermittelung, aus welcher sich der Begriff als freie aus der Äußerlichkeit in sich gegangene Existenz emporhebt, _in der Wissenschaft_ des _Geistes_ seine Befreiung durch sich vollendet, und den höchsten Begriff seiner selbst in der logischen Wissenschaft, als dem sich begreifenden reinen Begriffe, findet.
Ende dieses Projekt Gutenberg Etextes Wissenschaft der Logik: Zweiter Teil--Die subjektive Logik, von Georg Wilhelm Friedrich Hegel.