Versuch einer Ethnographie der Philippinen
Part 17
Petermann--Petermann's Mitth.
*Santos--Informe sobre las minas de cobre. Manila 1862.
Schadenberg--Dr. Alex. Schadenberg. Über die Negritos der Philippinen (Zeitschr. f. Ethn.).
Scheidnagel--Manuel Scheidnagel. Las Colonias españolas de Asia, Islas Filipinas. Madrid 1880.
Semper, Erdk.--Semper's Aufsätze über die Irayas und Igorroten in der Berl. Zeitschr. f. allgem. Erdkunde.
Semper, Palau--Dr. C. Semper. Die Palau-Inseln im Stillen Ocean. Leipzig 1873.
Semper, Skizzen--Prof. Dr. C. Semper. Die Philippinen und ihre Bewohner. Sechs Skizzen. Würzburg 1869.
*Serrano--Valentin Gonzales Serrano. Compendio de la historia de Filipinas. Manila 1875.
Sprengel, Gesch.--M. C. Sprengel. Geschichte und Beschreibung der Philippinischen Inseln. (In den Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde, 1782.)
Sprengel, Mind.--M. C. Sprengel. Nachrichten von Magindanao. (In denselben "Beiträge &c.".)
St. Croix--Renouard de St. Croix. Reise nach Ostindien, den Philippinischen Inseln und China. Berlin 1811.
Tanner--P. Math. Tanner. Die Gesellschaft Jesu bis zur Vergiessung ihres Blutes wider den Götzendienst, Unglauben und Laster. Prag 1683.
*Thevenot--M. Thevenot. Relation de divers voyages curieux, qui n'ont point estée publiées, &c. Paris 1663-72.
Vila--Francisco Vila. Filipinas. Madrid 1880.
Virchow--R. Virchow über Negrito-Schädel und Skelette von Dr. Meyer. Corr. Blatt. d. Ges. f. Anthropol.
Waitz--Dr. Th. Waitz. Anthropologie der Naturvölker. Leipzig 1865.
Zuñiga--Martinez de Zuñiga. Historia de Philipinas. Sampaloc 1803.
* Die mit einem Sternchen versehenen Werke habe ich nur aus zweiter Hand benutzt.
NOTEN
[1] Ich werde demnächst eine übersichtliche Darstellung der Religion der philippinischen Malaien veröffentlichen.
[2] Vorläufig zu dreien: dem Ilocanischen im nördlichen, dem Tagalischen im mittleren und südlichen Luzon, dem Visaya-Stamm im Visayer-Archipel und Mindanao. Dem Tagalischen Stamme winkt der sichere Sieg über die beiden anderen.
[3] Die Spanier theilen die Malaien der Philippinen ein in "Indios", d. s. Christen, Infieles oder Igorrotes (auch Cimarrones, Montescos, Montaraces), d. s. Heiden und Moros, d. s. Mohammedaner.
[4] Sind nicht unter diesen "Armenios" richtig Parsis zu verstehen?
[5] Auch die Negritos von Tarlac (Pampanga) sind Ackerbauer, indem sie Reis und Mais pflanzen (Cavada I, 164), ebenso pflegen die Negritos von Camarínes Norte, vom Hunger getrieben, den Vicol-Malaien bei der Bestellung der Reisfelder mitzuhelfen (Cavada II, 447).
[6] Dr. Schadenberg fand diese Bestattungsweise nicht allgemein vor, dagegen bestätigt sie Cavada (I, 221).
[7] Ähnlich berichtet Dr. Schadenberg (147) nach Serrano und Calayag, dass die Negritos für jeden verstorbenen Stammesgenossen einen Indier (-Malaien) tödten.
[8] Pili, eine Art Canarium.
[9] Scheidnagel (S. 58) sagt treffend: Obwohl man sich sehr viel Mühe gemacht, sie zu dem Lichte des Christenthums heranzuziehen, so hat man doch nach meinem schlichten Verstande sehr wenig für die Pflege der wahren Moral gethan.
[10] Der Patianac scheint überhaupt vor allem Nackten seine Macht zu verlieren. Er ist jener Spukgeist, der den Reisenden vom rechten Wege abbringt und ihn sich verirren lässt. Geschieht diess den Tagalen, so ziehen sie sich nackt aus und strecken die entblössten Genitalien gegen den Wind, worauf der Patianac seine Kraft einbüsst (Mas, l. c.).
[11] Barangay ist der Name einer in der Zeit der Conquista gebräuchlichen Schiffsgattung.
[12] Bei dem Missbrauch der auf den Philippinen mit dem Namen der Igorroten getrieben wird, ist es kein Wunder, wenn man hie und da von "igorrotes de Zambáles" liest, es sind diess eben unsere wilden Zambalen.
[13] Auf den Philippinen ist das Tabaksmonopol eingeführt.
[14] Diess scheint ihr ursprünglicher Name zu sein, denn P. Mozo sagt (Misiones, p. 62): "La primera nacion se llama Igolot, y corrompiendo letras, suelen llamarla Igorrota". Auch Morga nennt sie "Ygolotes" (Morga-Stanley 284).
[15] Nicht Hirsche wie Bastian (Reisen V, 272) erzählt.
[16] Festlichkeiten rein privater Natur, welche mit ihren religiösen Anschauungen gar Nichts zu thun haben, werden Regnas genannt, wenn sie vom ganzen Dorfe gefeiert werden, sind sie aber nur von einer Familie veranstaltet, so heissen sie Bumaguil. Hier werden keine Asiteras beigezogen (Lillo 30).
[17] Die Pungianen bei Pungian, die Quianganen bei Quiangan und die Silipanen bei Silipan.
[18] Nach Mas, pobl. 27, Rohrstückchen.
[19] Mas, pobl. 5 und 12. Buzeta I, 54. Ilustracion 1860, 152.
[20] Dass sie nicht feige sind, geht daraus hervor, dass Hügel 1834 unter der Garnison Manila's auch einige Tinguianen bemerkte, wobei er die Notiz macht: "Für die Regimenter werden diese Männer vor allen anderen gesucht". Heute ist diess nicht der Fall, da die Conscription eingeführt ist.
[21] Diess und das Folgende nach Nr. 22 der Ilustracion 1860.
[22] Aus dessen Namen "Adam" gemacht wurde (von den Mönchen).
[23] Hauptwaffe der Apayaos.
[24] Die Apayaos tragen denselben Lendenschurz wie die Igorroten.
[25] Ausnahmsweise ist der Name dieses Gottes in deutscher Orthographie nach Semper's Schreibweise wiedergegeben.
[26] Deutsche Orthographie.
[27] In Semper, Erdk. X, 265, wird nur von geraden Linien gesprochen, in den Skizzen, 55, auch von krummen.
[28] Falsche Orthographie: Bicol.
[29] Nach Buzeta I, 205, besitzen die Vicols ein eigenes Feldmaass, den Pisoson, gleich einer viereckigen Fläche von 100 cast. Brazas Länge und 50 Brazas Breite.
[30] Es sind darunter die Piraten gemeint, welche von Sulu und Mindanao aus im XVI., XVII. und XVIII. Jahrhundert die Philippinen brandschatzten und um die Mitte des vorigen Jahrhunderts durch mehrere Jahrzehnte sich auf verschiedenen Punkten Mindoro's festgesetzt hatten.
[31] Man findet oft die falsche Schreibweise Bisayas oder Bisayer, mitunter auf älteren deutschen Karten auch Bissaier.
[32] Wohl zu unterscheiden von der gleichnamigen Insel, welche nördlich von Mindanao liegt und gleichfalls von Visayern bewohnt wird.
[33] Bellaco spanisch: Spitzbube.
[34] Spanisch: Kälberbesitzer.
[35] Spanisch: Etwas, was in einer Sache zwei Mal vorkommt oder enthalten ist.
[36] Dasselbe gilt von dem Namen Mananapes.
[37] Nur indirect benutzt.
[38] Gerade kurz vor der Ankunft der Spanier hatten von Moslims bedrängte Bohol-Visayer ihre Insel verlassen und sich in Dapitan auf Nord-Mindanao festgesetzt.
[39] Die häufigsten Krankheiten sind Syphilis, Elephantiasis, Dysenterie und Fieberkrankheiten. Masern-Epidemien sind nicht sehr häufig, sind aber, sobald sie auftreten, sehr verheerend.
[40] Tänze, welche nur von einem Mädchen getanzt werden, heissen Panjalays; der Kriegstanz führt den Namen: Sayan oder Moro-Moro.
[41] "Alle Versuche, grössere Unternehmungen mit chinesischen Arbeitern zu betreiben, sind bisher durch die inländischen Arbeiter vereitelt worden, die jene nicht dulden, sie durch offene Gewalt oder heimliche Verfolgung vertreiben" (Jagor 252).
[42] Nähere Details in meinem Aufsatze über diesen Gegenstand in den Nummern 1-3 des Jahrgangs 1881 der Österreichischen Monatsschrift für den Orient.
[43] Nur Männer.
[44] Ohne die Mestizen von Tayabas und Sámar.
[45] Nach Buzeta's Schlusstabelle, pag. 143, im I. Bde des Werkes findet sich die Angabe: 7000 españoles ó de raza española.
[46] Erst Anfang des XVII. Jahrhunderts konnte das Decret vollends durchgeführt werden.
[47] Magallanes' Chronisten schreiben: Masava, Massana; andere Varianten sind: Dimasana, Limasana, Limasaba.
[48] Sógbu, Zubu, Zubuth mit Varianten wie: Çubu &c.
[49] P. Francisco Combes. Historia de las islas de Mindanao, Joló y sus adyacentes. Madrid 1667, p. 74.
[50] Man vgl. darüber: Fray Juan de la Concepcion. Historia general de Philipinas. Sampaloc (Manila) 1788-92. Bd. V, p. 378.
[51] Oder nur der Caragalandschaft?
[52] Cartas de Indias. Madrid 1878, fol. 119.
[53] Das Datum ist vom 24. September 1559.
[54] Fray Gaspar de San Augustin. Conquista de las Islas Philipinas, Madrid 1698, p. 91.
[55] Urdaneta wird als der erste genannt, welcher die Südsee von West nach Ost durchschiffte; eigentlich gebührt dieser Ruhm einem anderen Officiere des Legazpi, dem Capitän Arellano, welcher auf dem Wege nach den Philippinen desertirte und noch früher mit seinem von einem Mulatten gesteuerten Schiffe nach Méjico gelangte als Urdaneta. Er hatte diess gethan, um den Preis zu gewinnen, den der König auf die erste Durchkreuzung der Südsee von West nach Ost ausgeschrieben hatte.
[56] Die Schreibweise Bisayer ist unrichtig.
[57] Man vgl. darüber: Fray Gaspar de S. Augustin, a. a. 0., p. 214 u. 515.--Fray Juan de la Concepcion. a. a. O., Bd. VIII, p. 137.--Rafael Diaz Arenas, p. 30.--Buzeta y Bravo. Diccionario geográfico, estadístico, histórico de las Islas Filipinas, Madrid 1850, Bd. I, p. 285; Bd. II, p. 311.--M. C. Sprengel, Geschichte und Beschreibung der Philippinischen Inseln (in Forster's und Sprengel's Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde, Leipzig 1782), S. 30.
[58] Damals auch Nebuy genannt.
[59] Unter den "Eroberungen" in den Visayern ist immer nur die Unterwerfung der Küstenorte zu verstehen, denn die schwach bevölkerten Binnenlandschaften sind zumeist noch heute unabhängig.
[60] Diese Schreibweise mit Il "Manilla" ist ganz falsch, sie findet sich leider in vielen Lehrbüchern der Geographie.
[61] Vielleicht nur der Caraga-Küste (?).
[62] In deutschen Karten findet man: Illana-Bai, das ist entschieden falsch, denn in dem spanischen Worte Bahia Illana ist das letztere Wort ein Adjectiv, hergeleitet von dem Substantiv Illano. Die Illanos sind nämlich die Küstenbewohner jener Bai; es kann daher im Deutschen nur richtig lauten: Illanos-Bai, Bai der Illanos oder Illanische Bai, aber nie Illana-Bai.
[63] Das Gebiet von Zamboanga wurde auch "Land der Subanos" (Çubanos) genannt.