Untersuchungen über Goethes Faust in seiner ältesten Gestalt

Chapter 13

Chapter 134,268 wordsPublic domain

[224] Von gleicher Verachtung für eine Dichtung, die eigens für die Bühne schreibt, um durch ihre äußerlichen Mittel zu wirken, schreibt Goethe im Anhang zu Mercier a.a.O. S. 687: »Wer übrigens eigentlich für die Bühne arbeiten will, studiere die Bühne, Wirkung der Fernemalerei, der Lichter, der Schminke, Glanzleinewand und Flittern, lasse die Natur an ihrem Ort, und bedenke ja fleißig, nichts anzulegen, als was sich auf Brettern zwischen Latten, Pappendeckel und Leinwand, _durch Puppen_, vor Kindern ausführen läßt.«

[225] Vergl. Andreä bei Herder W. 11, S. 118:

Drum wünsch ich, daß all meine G'sellen Ihn'n auch abtrennen lan die Schellen.

[226] Ganz anders dachte bezeichnender Weise z.B. Bahrdt über Deklamation und Aktion; Leben. 2, S. 148.--Über die berüchtigte Stelle seiner Homiletik (1773) und die Beziehung, die unsere Stelle offenbar darauf haben muß.

[227] Vergl. auch Sauers Einleitung zu den Stürmern und Drängern, Kürschner, Deutsche Nationallitt. Bd. 79 I. S. 33 f.

[228] D.j.G. 3. 686.

[229] a.a.O. 2. 40.

[230] a.a.O. 3. 686.

[231] a.a.O. 3. 245.

[232] a.a.O. 2. 212.

[233] Br. 2. Nr. 338. S. 282.

[234] Paralip. 1. W. 14. S. 287.

[235] Vergl. Dauer im Wechsel. (W. 1. S. 120.) zur Zeit der dritten Beschäftigung mit Faust gedichtet.

[236] Schon im Journal der Reise von 1769: Sich vor einer Gewohnheits- und Kanzelsprache in Acht zu nehmen, immer auf die Zuhörer sehen, für die man redet, sich immer in die Situation einpassen, in der man die Religion sehen will, immer für den Geist und das Herz reden: Das muß Gewalt über die Seelen geben! oder nichts gibts! Hier ist die vornehmste Stelle, wo sich ein Prediger würdig zeigt. Hier ruhen die Stäbe seiner Macht.--W. Bd. 4. S. 370.

[237] Herders Ansichten in dieser Sache hatte Goethe bereits in Straßburg erfahren, wo er auch Gelegenheit hatte, die Art seines Vortrages kennen zu lernen. Er schreibt darüber: Seine Art zu lesen war ganz eigen; wer ihn predigen gehört hat, wird sich davon einen Begriff machen können. Er trug alles ernst und schlicht vor; völlig entfernt von aller dramatisch-mimischen Darstellung, vermied er sogar jene Mannigfaltigkeit, die bei einem epischen Vortrag nicht allein erlaubt ist, sondern wohl gefordert wird: eine geringe Abwechselung des Tons u.s.w. (D.W. T. 2. Bd. 10. W. 27. S. 341.)--Über den Geist, der in dieser Hinsicht im Straßburger Kreise herrschte, berichtet er mit Anführung der alten Lesart aus der Wagnerscene: »Schon früher und wiederholt auf die Natur gewiesen wollten wir daher nichts gelten lassen als Wahrheit und Aufrichtigkeit des Gefühls, und der rasche derbe Ausdruck desselben,

»Freundschaft, Liebe, Brüderschaft, Trägt die sich nicht von selber vor?

»war Losung und Feldgeschrei, woran sich die Glieder unserer kleinen akademischen Horde zu erkennen und zu erquicken pflegten.« (a.a.O. T. 3. B. 11. W.B. 28. S. 57.) Herders Fragmente las er in Wetzlar zum ersten Mal und nichts genoß er daraus inniger, »als das wie Gedank und Empfindung den Ausdruck bildet.« (Br. 2. N. 88. an Herder Mitte Juli 1772. S. 18.)

[238] F.G.A. N. 60. den 28. Juli 1872--S. 392. Z. 25 ff.--393. 3. ff. 22 ff.--Vergl. Haym, Herder Bd. 1. S. 601 ff.

[239] Vergl. noch a.a.O. S. 393. 26 f. 35 f. 395. 15.

[240] Thomas, essais sur le caractère etc.--Die Rezension wird von R. Steig, Vierteljahrschr. f. Litt.-Gesch. 5, 223 ff. für Herder nicht in Anspruch genommen.

[241] a.a.O. S. 666.

[242] W. Bd. 7. S. 219.

[243] Vergl. noch D.j.G. 2. 216. v. d. Hellen, S. 49. Br. 2. N. 216. S. 155.

[244] D.j.G. 3. 207. vergl. auch 2. 202 f.

[245] Br. 2. 266 a. S. 327.

[246] Ein Ton, den besonders Voltaire angeschlagen hatte; vergl. z.B. 15. Haym, Herder Bd. 1. S. 544.

[247] F.G.A. S. 222. 18 ff. (Vergl. auch 223. 36 ff. N. 24. den 28. April 1772.)

[248] a.a.O. S. 271. 6 ff. (N. 41. den 22. Mai 1872.) Die Abneigung, in diesen Geheimnissen zu lesen, ist Goethe zeitlebens geblieben; vergl. das Gespräch mit Luden vom 19. August 1806. (Gespr. 2. S. 82.)

[249] a.a.O. S. 270. 7 ff.

[250] a.a.O. S. 295. 5 ff.

[251] a.a.O. S. 321. 6 f. (Nr. 49. den 19. Juni 1772.)

[252] D.j.G. 2. 206 ff.

[253] Noch 1776 klingt dies Thema nach und an die Fauststelle an in dem Schreiben an Herder, da es sich um seine Berufung nach Weimar handelte:

Und im Grund weder Luther noch Christ Im mindesten hier gemeinet ist, Sondern was in dem Schöpsen-Geist Eben lutherisch und christlich heißt.

Br. 3. N. 404 vor 20. Februar 1776? S. 33. 5 ff.

[254] F.G.A. S. 453. 35 ff. (N. 69. den 23. August 1772.)

[255] a.a. O. S. 455. 36.--Vergl. auch Hamann 2. S. 289.

[256] a.a.O. S. 356. 2. (N. 54. den 7. Juli 1772.)

[257] a.a.O. S. 482. 36. (N. 73. den 11. September 1772.)

[258] Vergl. die oben angeführte Stelle. (F.G.A. S. 222. 32 f.)

[259] a.a.O. S. 553. 20 ff. (N. 54 den 7. Juli 1772.)

[260] a.a.O. S. 354 35 ff.

[261] a.a.O. S. 230. 28 ff. (N. 35. den 1. Mai 1772.)

[262] a.a.O. N. 355. 37 f.

[263] a.a.O. S. 490. (N. 74. den 15. September 1872.)--vielleicht auch S. 477. 4 f. (N. 72. den 8. Sept. 1772.)

[264] D.j.G. 2. S. 391.--Noch später nennt er in der Farbenlehre bei der Charakteristik des 18. Jahrhunderts es das selbstkluge.

[265] W. Bd. 6. S. 203 f.

[266] Vergl. Suphan in der Vierteljahrschr. f. Litt.-Gesch. Bd. 1. S. 527.

[267] In den Zusätzen zum dritten Abschnitte;--vergl. Haym, Herder, Bd. 1. S. 538 ff.

[268] W. Bd. 28. S. 281.

[269] D. W. am Anfange des 17. B. W. Bd. 29. S. 37.

[270] B. 7. W. Bd. 27. S. 146.

[271] Von 1765. S. 128-131.--Die »bedeutende« Stelle ist von Heyne.

[272] W. Bd. 27. S. 226 f.

[273] a.a.O. S. 682 ff. (N. 103. den 25. Dez. 1772 u. 104 den 29. Dez.). Das Werk heißt: Erfahrungen und Untersuchungen über den Menschen.--(Vergl. auch Scherer in der Einl. S. XC.)

[274] a.a.O. S. 688. 4 ff.

[275] D.j.G. 2. S. 226. Vergl. auch 3. S. 439. die Verse im ewigen Juden:

Es waren, die den Vater auch gekannt. Wo sind sie denn? Eh, man hat sie verbrannt.

--und Br. 2. N. 270. vom 23. Dez. 1774. S. 218. 7 ff.--Der junge G. hat also doch »thöricht« geschrieben, (V. 238 = 591.) und nicht »kühn«, wie Vischer, G. Faust, N. Beiträge u.s.w. N. 272 annahm. Es ist aber ja gar nicht so bös gemeint, daß er Vischers Strafrede verdient hätte.

[276] D.j.G. 2. S. 16 ff.

[277] Vergl. Rosenkranz, G. u. seine Werke, Königsberg 1847. S. 406.--Der nüchterne Verstand, der doch für die Ärmlichkeiten seiner Forschung schwärmen kann, u.s.w.

[278] So Herder in den F.G.A. S. 456. 34.

[279] Herder W. 1. S. 256.

[280] Goethe Br. 2. Nr. 85. (Ende 1771.) S. 12. 14 ff.

[281] W. Bd. 28. S. 161. (D. W. 37. B. 12.)

[282] Vergl. auch Br. 2. N. 116. vom 25. Dez. 1772. S. 51. 4 ff.

[283] Neudruck S. 63. 24 ff.: solch ein Bursch, den die lungensüchtigste Imagination nicht krüppelhafter zusammenstoppeln kann das non plus ultra von Armseligkeit, der Plauderer, Nichtswisser; die Nachlese des menschlichen Verstandes!--s. G. J. 1. 181.--Noch schärfer nimmt ihn Müller von Itzehoe in seinem Roman Siegfried von Lindenberg (Kürschner Bd. 57. S. 360 f.) vor:----Der Lumpensammler am Parnaß, der ohne Unterlaß vor den Thüren der Gelehrten herumschleicht, und hinter ihren Gärten, dort das Kehricht, und hier den Misthaufen durchwühlet, ob er irgend einen kassierten Brouillon oder sonst einen verworfenen Lumpen von einem Gedicht aufstöbern kann u.s.w.

[284] Das hat im Grunde Weiße, Kritik und Erklärung des G.F. Leipzig 1837. S. 85 schon richtig erkannt, wenn er in unserer Scene bei aller schlagenden Kraft und epigrammatischen Schärfe im Grunde nur die Gemeinplätze der sogenannten Genieperiode findet.

[285] Man darf auch die erste Scene von Erwin und Elmire zum Vergleiche herbeiziehen, in der Olympia mit unmutigem Eifer die moderne Erziehung bekämpft und alle Einwendungen ihrer Tochter zurückweist; (z.B. die Art des Einwands d.j.G. 3. 508. Unsre Kenntnisse, unsre Talente!). Erwin reicht in seinen Anfängen bekanntlich bis 1773 zurück.

[286] Gegen die äußerliche Verwendung der Parallelstellen wendet sich mit Recht z.B. Braitmaier Goethekult. u. Goethephilologie, Tübingen 1892. S. 23.

[287] G. J. 6. S. 309. u. V. J. Schr. f. Litt.-gesch. 1. S. 525 ff.

[288] W. Bd. 7. S. 304 unten.--Vergl. auch Huther, Herder im Faust, (Z. f. d. Ph. Bd. 21. S. 329 f.) der ganz irrig von gekräuseltem _Schnitzel_werke spricht und in Folge dessen den Ausdruck völlig falsch erklärt.

[289] Noch deutlicher ist das Bild in den Entwürfen von 1773. Bd. 7. S. 189: Möglich? ich glaube vielmehr, es wäre die einzige wahre, wenn sie uns nicht gerade abgekehrt und das gekreiselte, schwache Schnitzwerk der Philosophie, an dem uns aber das rechte Gefäß gerade vor der Hand abbricht, uns vorstünde.

[290] Vergl. auch Koegel in der Viertelj.-schr. f. Litt.-gesch. 1. S. 60.

[291] W. 1. S. 365.

[292] Auch eine Phil. d. Gesch. u.s.w. Hempel. W. B. 21. S. 159.

[293] Br. 3, N. 514. vom 16. Sept. 1776. S. 111.

[294] Br. 3. N. 729 vom 5. Aug. 1778.--S. 238.--

[295] Wagner 1. S. 188. 290. 339.

[296] Wieland an Merck am 3. Aug. 1872.

[297] D.j.G. 1. S. 116 u. W. Bd. 9. V. 53. S. 5.

[298] Br. 2. N. 272. S. 221.

[299] v.d.H. S. 207.

[300] D.j.G. 3. S. 580.

[301] F.G.A. S. 540. 9. (N. 82. den 13. Okt. 1772.)

[302] D.j.G. 2. S. 209.

[303] Br. 1. N. 51. S. 200.

[304] Vergl. auch die wohl auch Goethische Wendung: den Sand aufgeraffter Formeln und Floskeln gaffenden Jünglingen vom Katheder ins Gesicht werfen. (F.G.A. S. 426. 34 ff. N. 65. den 14. Aug. 1772.)

[305] W. Bd. 7. S. 219.

[306] D. W. T. 2. Bd. 10. (W. Bd. 27. S. 541.)

[307] V.-j.-schr. f. Litt.-gesch. Bd. 1. S. 528.

[308] F.G.A. S. 271. 6 ff.

[309] W. 2. S. 19.

[310] S. 18.

[311] Ein abschreckendes Beispiel jener Sucht, überall angebliche Parallelstellen aufzuspüren, die dem Dichter natürlich bei seinem Werke vorgeschwebt haben, auf die man hin kecklich die Entstehungszeit ganzer Scenen festsetzt, gibt Huther in dem oben angeführten Aufsatze. Er versteigt sich zu der Behauptung: der Dichter dramatisiert von hier an bis zum Ende der ganzen Scene die von Herder in den Provinzialblättern geführte Polemik gegen den von Spalding in dessen Buch von der Nutzbarkeit des Predigtamtes vertretenen theologischen Rationalismus u.s.w. (a.a.O. S. 330.). Ähnlich macht es z.B. auch Biedermann mit dem Satyros; Stellen Basedowscher Schriften sind nach ihm die Vorlage für einzelne und darunter gerade die schönsten und empfundensten Stellen jener Dichtung. Geht das so fort mit dieser kläglichen, ganz undichterischen Auffassung der Werke unseres Dichters, so ist er bald nur noch als der zu betrachten, der eine Reihe Prosaschriften der Zeit in schöne Verse gebracht!

[312] an W. v. Humboldt d. 17. März 1832.

[313] F.G.A. S. 579 unten u. 580. 1 ff. (N. 88 d. 3. Nov. 1772.)

[314] Vergl. meine Dissertation S. 76 ff.

[315] V. 1770-1867.

[316] V. 249-266 = 1868-1895.

[317] Vergl. V. 403.

[318] Darum hat auch später, nachdem der erste Teil gestrichen war, diese Frage (V. 196 f.), die dadurch am Ende der Einleitung steht, dort keine rechte Stelle mehr und ihre alte Bedeutung damit eingebüßt.

[319] Goethes F. in ursprünglicher Gestalt u.s.w. S. XXV.--Ähnlich auch Weltrich, wenn er den Witz hier studentisch grün nennt (Magazin für d. Litt. d. In- u. Ausl. Jahrg. 57. (1888.) S. 254). Vergl. ferner Seuffert Vj.-schr. f. Litt.-gesch. 4. 340.

[320] E. Schmidt: ebenda.

[321] Grenzboten, Jahrg. 46 (1887) 4. S. 16 (K. Fr. Bahrdt).

[322] Laus Metaphysices in consessu Metaphysicorum recitanda; ebenfalls in einer Form abgefaßt, die in den Kämpfen des Humanismus und der Reformation viel gebraucht worden war. Über Klotz vergl. z.B. Ebeling, Geschichte der Komischen Litteratur in Deutschland seit der Mitte des 18. Jahrhunderts Bd. 1. S. 210 ff.

[323] Ein bezeichnendes Beispiel dazu ist seine »lächerliche Nachahmung des Winckelmannischen Enthusiasmus bei der Bewunderung der Venus Kallipygos!« (Lessing, Entwürfe zur Fortsetzung der Briefe antiquarischen Inhalts Nr. XCV; W. Bd. 13. Hempel.)

[324] Prutz in Raumers Historischen Taschenbuch 1850. S. 662.

[325] S. 284 f. Nr. 43. den 29. Mai 1772.

[326] S. 670 f. Nr. 101. den 18. Dezember 1772.

[327] W. Bd. 4. S. 3 ff. vergl. Haym, Herder u.s.w. Berlin 1880. Bd. 1. S. 248 ff.

[328] S. 297 f. N. 45. den 5. Juni 1772; vergl. Scherer S. LXXXI.

[329] Ebeling a.a.O. S. 402.--E. Schmidt in d. Allgem. Deutschen Biographie.

[330] D.W. T. 3. B. 14. W. Bd. 28. S. 294 ff.

[331] D.W. T. 3. B. 13. W. Bd. 28. S. 186.

[332] Vergl. Kawerau a.a.O. S. 17.

[333] K. Fr. Bahrdt, Geschichte seines Lebens u.s.w. 1. 387.

[334] a.a.O. 2. 7.

[335] Vergl. v. Gehrens Artikel bei Ersch und Gruber u. besonders Erhards Anmerkung über die Erfurter Zeit.

[336] Bahrdt, Gesch. s. Lebens u.s.w. Bd. 2. S. 32.

[337] a.a.O. S. 182 f.

[338] Br. an Bahrdt. 1. 168 f. Vergl. Scherers Einl. zu Seufferts Neudruck der F.G.A. S. XLVIII ff.

[339] S. 29 ff. N. 5 d. 17. Januar 1772.

[340] a.a.O. S. XLIX.

[341] a. a. O. S. XVII.

[342] N. 49 den 19. Juni 1772.

[343] Scherer S. LXXXII denkt an Herder; vergl. Minor Studien 110 f. Steig in der Vjschr. f. Litteraturgesch. 5. 223 weist sie dagegen Herder nicht zu.

[344] a.a.O. S. 319. Z. 32 ff.

[345] Leben 2. S. 244; über den Jahrgang 1773 der F.G.A. vergl. Scherer a.a.O. S. LXXIV.

[346] Frank in Raumers Histor. Taschenbuche 1866. S. 232.

[347] Briefe an B. 2. 157 f. 172.

[348] Vergl. auch Lebensgesch. 2. S. 149.

[349] D.j.G. 2. 380 ff.; vergl. D.W. T. 3. B. 13. W. 28. S. 236.

[350] Aus Goethes Frühzeit, S. 34 f.; dazu F.G.A. S. XXX. Der Marktschreier ist dann aber Deinet, nicht aber der Gießener Schmid, der nur unter der Maske des Wagenschmiermanns zu suchen ist.

[351] D.W. T. 3. B. 14. W. 28. S 258.

[352] a.a.O. B. 13. Daß ihn Goethes Angriff empfindlich getroffen und er ihn auch so bald nicht vergaß, beweisen die Bemerkung in seiner Allgem. Theolog. Bibliothek II. 323 und die später entworfene Charakteristik Goethes im Kirchen- u. Ketzeralmanach aufs Jahr 1781; vergl. Frank a.a.O. S. 238. 287.

[353] Daß er ihn nicht so bald verlernt habe, bezeugt er selbst in seiner Lebensgeschichte 2 S, 12 f.

[354] Vergl. die V. 1232 f. = 3540 f. der Gretchentragödie:

Sie fühlt, daß ich ganz sicher ein Genie, Vielleicht wohl gar ein Teufel bin.

[355] Man beachte überhaupt die Ähnlichkeit des Prologs mit der Schülerscene in der äußeren Anlage: Besuch bei einem Professor.

[356] Br. an Bahrdt 2, S. 167. 169.

[357] D.W. T. 2. B. 6. W. 29. S. 41 f.

[358] a.a.O. S. 42.

[359] Br. 1. No. 4; den 13. Oktober 1765. Nachschrift. S. 11. Z. 5 ff.

[360] a.a.O. N. 6. S. 14. Z. 17 ff. und No. 7. S. 17. Z. 14 ff.

[361] F.G.A.N. 101, den 18. Dezember 1772. S. 667. Z. 31 ff.

[362] Vergl. das Gedicht Elysium an Uranien: (D.j.G. 2. 22 ff.) Uns gaben die Götter Auf Erden Elysium. Dazu seinen Schluß: Ach, warum nur Elysium!--Daß die Poesie des j.G. nicht allzusehr in Empfindsamkeit zerfloß, dafür sorgte schon Shakespeares gewaltige Erscheinung. Man lese nur den Schluß der Shakespeare-Rede! (a.a.O. 2. 43.)

[363] Vergl. Haym, Herder 1. 577. Mit dem ganzen Menschen zu wirken, zu leiden, zu genießen--dieser Drang war in tieferen Geistern wie Hamann, erwacht. Er machte sich in der Dichtung des jungen Goethe in ergreifenden Offenbarungen Luft.

[364] F.G.A. N. 78 vom 29. September 1772. S. 517. Z. 15 ff. vergl. Scherer S. LXXXIX.

[365] a.a.O. N. 104 vom 29. Dez. S. 688 oben. Vergl. Scherer S. XC.

[366] D.W. T. 3. B. 11. W. 28. S. 9. f.

[367] a.a.O. B 15. W. 28. S. 338 f.

[368] Vergl. z.B. Schubarth, Über Goethes F. Berlin 1830. S. 228.

[369] Erweitern ist ein charakteristischer Lieblingsausdruck des jungen Goethe der Jahre 1771-1775; z.B. d.j.G. 2. 40. (zum Shakespearetag): »ich fühlte aufs lebhafteste meine Existenz um eine Unendlichkeit erweitert;« a.a.O. 3. 419 (Klavigo). Möge deine Seele sich erweitern--ähnlich ebenda 377 oben; 3. 305 (Werther) s. Geist zu erweitern; 3. 449 (Prometheus): »Vermögt ihr mich auszudehnen, erweitern zu einer Welt.« (Vergl. dazu F. G. A. S. 518. Z. 2. in einer offenbar Goethischen Rezension: Das Ausdehnen der eignen Existenz--)--Br. 2. N. 266. S. 212 unten (v. 5. Dez. 1774.): »und dieses enge Dasein hier zur Ewigkeit erweitern«. (Vergl. auch die ähnlichen Wendungen Br. 2. N. 88. S. 173. 15 f. d.j.G. 3. 162. Könnt ich doch ausgefüllt einmal u.s.w.)

[370] So wandte man sich in jener fordernden Epoche schließlich an das Genie, »das durch seine magische Gabe den Streit schlichten und die Forderungen leisten würde«. (D.W. T. 3. B. 15. W. 28. S. 340.)

[371] Vergl. Br. 2. N. 266 v. 5. Dez. 1774 S. 212:

Ich zittre nur, ich stottre nur, Ich kann es doch nicht lassen, Ich fühl, ich kenne dich, Natur, Und so muß ich dich fassen.

[372] D.W. T. 3. B. 11. W. 28. S. 7.

[373] a.a.O. S. 360.

[374] Br. 1. No. 6 den 21. Oktober 1765. S. 14 Z. 15. D.W. T. 2. B. 6. W. 27. S. 53.

[375] v.d.H. S. 40 (Lavater I. 21. 17-19.). Dieser Satz steht in einer der Zugaben, die Goethe nach v.d. Hellen am 23. Januar 1775 abschickte, (a.a.O. S. 28.)

[376] D.W. a.a.O. S. 53.

[377] S. schon das Leipziger Gedicht: Die Freuden (d.j.G. 1. 103), dazu Br. 1. N. 63 v. 14. Juli 1770. S. 239. 33 ff.--D.W. T. 1. B. 4 W. 26. S. 187. Da ja selbst Naturforscher öfter durch Trennen und Sondern als durch Vereinigen und Verknüpfen, mehr durch Töten als Beleben sich zu unterrichten glauben.

[378] D.j.G. 2. 206.

[379] a.a.O. 3. 694. (Gebet.)

[380] In der lebendigen Natur geschieht nichts, was nicht in einer Verbindung mit dem Ganzen steht,------es ist nur die Frage: Wie finden wir die Verbindung dieser Phänomene, dieser Begebenheiten? (Der Versuch als Vermittler von Objekt und Subjekt. 1773. Hempel, W. 34. S. 70.)

[381] Mit schließlicher Beziehung auf die alte Lesart im F. an unserer Stelle sprach sich G. später also aus: Unsre Naturforscher lieben ein wenig das Ausführliche. Sie zählen uns den ganzen Bestand der Natur in lauter besonderen Teilen zu und haben glücklich für jeden besonderen Teil auch einen besonderen Namen. Das ist Thonerde, das ist Kieselerde! Das ist dies und das ist das! Was bin ich aber nun dadurch gebessert, wenn ich auch alle Benennungen innehabe? Mir fällt immer, wenn ich dergleichen höre, die alte Lesart aus F. ein: Encheiresin u.s.w. Was helfen mir denn die Teile? was die Namen? Wissen will ich, was jeden einzelnen Teil so hoch begeistigt, daß er den andren aufsucht, ihm entweder dient oder ihn beherrscht, je nachdem das allem ein- und aufgeborene Vernunftgesetz den zu dieser, den zu jener Rolle befähigt. Aber gerade in diesem Punkte herrscht überall das tiefste Stillschweigen.

[382] W. 1. 255.

[383] Br. vom 21. Januar 1832 an Wackenroder. (Müller, Goethes letzte litterarische Thätigkeit. S. VIII.)

[384] Vergl. Hamann W. 4. 27: Ja wißt ihr endlich nicht, Philosophen, daß es kein physisches Band zwischen Ursache und Wirkung, Mittel und Absicht gibt, sondern nur ein geistiges, nämlich des Köhlerglaubens?--(S. auch Herder W. 6. 202 f. 266 f.)

[385] F.G.A. S. 580. Z. 25 ff. u. S. 666 oben.

[386] D.j.G. 2. 231.

[387] Den verfluchten Mechanismus unsrer mit aller Macht neuen Philosophie, wie es Hamann nennt. (W. 1. 413.)--»Allein--heißt es in einer gewiß Goethischen Rezension, die wir schon oben anziehen konnten--man muß nicht durch das System, und hätte mans auch selbst gemacht, sondern mit bloßen, leiblichen Augen in den Menschen sehen.« (F.G.S. 517. Z. 9. ff.--»Systemateley« bildet er weiter unten dafür; vergl. Scherer S. LXXXIX.) Ebenso spricht auch wohl Goethe S. 521. Z. 21 f.: Er müßte wissen, daß die Natur zu allen Systemen zum Voraus Nein gesagt------(s. Scherer S. LXXXIX). In der Baukunst (D.j.G. 2. 297.) spottet er über die Atmosphäre des Systems; vergl. auch a.a.O. S. 124. Z. 3 f.--

[388] Zu dem vom Dichter gebrauchten Bilde, vergl. a.a.O. S. 224:--es mag den Jüngern dabei der Kopf gedreht haben, wie selbigen ganzen Abend, denn sie verstunden nicht eine Silbe von dem, was der Herr sagte.

[389] Das Fragment hat hier bereits bezeichnender Weise geändert, da damals die Satire auf akademische Verhältnisse für den Dichter in den Hintergrund getreten war.--In den F.G.A. S. 482 (Schreiben über den Homer N. 73) spricht G. von dem unbedeutendem Tone Professorlicher Tugendlichkeit. Man beachte auch, wie in dieser Rezension der Professortitel spottend wiederholt wird. (S. 481. Z. 8. 28, 482. Z. 5, 10, 16. 483. Z. 6.)

[390] Zu V. 415. 416 = 2021. 2022 vergl. den ähnlichen Rat für Faust: (V. 2062; zuerst im Fragment V. 541.) Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben; s. auch Paralip. 9. W. 14. 289.--Zu V. 411. 412 = 2017. 2018: »Doch der den Augenblick ergreift, daß ist der rechte Mann.« Vergl. v.d.H. S. 188. Lavater II. 254. 12 über Scipio: Unbeweglich in seinen Verhältnissen ist der Mann, stets den Augenblick ergreifend, u.s.w. (Dazu v. d. Hellen S. 186 und Br. 2. N. 354 an Lavater vom 8. September 1775. S. 286. Z. 19.)

[391] a.a.O. S. 614. Z. 34 ff. vergl. Scherer XC.--S. auch Herder zu Dalbergs Betrachtungen über das Universum: Eben die Kontrarietät im Menschen ist das Siegel Gottes in unserer Natur, der Baum der Erkenntnis Gutes und Böses in einen ewigen Baum des Lebens verwandelt. (Hempel W. Bd. 17. S. 462.)

[392] a.a.O. S. 554. Z. 24 ff. 555. Z. 2 ff.

[393] a.a.O. S. 672. Z. 8 ff.; vergl. Scherer S. LXXXVII.

[394] a.a.O. S. 665. Z. 25 ff.; vergl. auch Br. 2. N. 180 an Rüderer, Herbst 1773. S. 120. Z. 15 f.--Dazu Haym, Herder, Bd. 1. 499 f.

[395] Vergl. Herder zu Dalbergs Betrachtungen über das Universum: (Hempel Bd. 17. S. 460) alle Philosophie also, die von sich anfängt und mit sich aufhört, ist von ihrer Muhme, der Schlange.

[396] Das verkennt z.B. Düntzer, Deutsche Nationallitteratur Bd. 93. Goethes Werke XII. S. 83.

[397] Auch in seinem Götz hat z.B. der junge Dichter dem Jugendlichen in sich selbst Ausdruck verliehen, indem er den Haupthelden jugendliche Nebenpersonen zur Seite gab. (Georg u. Franz.)

[398] W. Bd. 14. S. 287. (Paralip. 1.)

[399] Vjschr. f. Litt.-gesch. 4. 336 f.

[400] W. Bd. 11. 103 ff.

[401] Man vergleiche auch, wie in den Biblischen Fragen Vater und Sohn einander gegenüberstehen, und wie der erstere den sehr selbstbewußten Sohn, der eben von der Universität zurückgekommen ist, in ähnlicher Weise zu belehren sucht. (D.j.G. 2. 231.)

[402] Man vergl. Erwins Verkleidung als Eremit in Erwin u. Elmire, den Krugantino in Klaudine von Villa Bella und die Vermummung des Hauptmanns im Pater Brey.

[403] Vjschr. f. Litt.-gesch. 4. 317 ff.

[404] Gespr. Bd. 7. S. 10.

[405] 339. 340 = 1902. 1903, aber seit dem Fragment an andrer Stelle.

[406] a.a.O. S. 322.

[407] Vergl. Pniowers Einwand a.a.O. S. 323.

[408] V. 1904 ff.:

Ich bin dabei mit Seel und Leib Doch freilich würde mir behagen Ein wenig Freiheit und Zeitvertreib An schönen Sommerfeiertagen.

[409] V. 1909.

[410] Pniower a.a.O. S. 326 meint V. 317 ff. sei die Ausdrucksweise so unklar, daß die Interpretation der Worte auf nicht geringe Schwierigkeiten stoße. M. aber, der den studentischen Tisch im Gegensatz zu der Mutter Tisch spottend beschreibt, will mit den Versen »Hammel und Kalb küren ohne End, als wie unsers Herr Gotts Firmament«, doch nur sagen, der Student müsse sich Hammel- und Kalbfleisch so endlos wählen, wie auch das Himmelsgewölbe es sei.

[411] a.a.O. S. 327.

[412] In Götz (A.) ist es in 16 Fällen, in G. (B.) aber über 40 mal ausgelassen; denn gerade seit 1773 schöpft G. mehr als je aus der Sprache des Volks und des 16. Jahrhunderts.