Unsere Haustiere vom Standpunkte ihrer wilden Verwandten

Part 30

Chapter 303,547 wordsPublic domain

Herr Böhm ist ein großer Freund der Singvögel, wie wohl die meisten Menschen, und glaubt, daß das Rotschwänzchen nur matte Bienen, die sowieso keinen Wert haben, fange. Nach seinen Beobachtungen kann ein Rotschwänzchen gesunde Bienen nicht fangen.

Ich bin ebenfalls ein großer Freund der Singvögel, muß jedoch zu diesen Beobachtungen ein großes Fragezeichen machen.

Unsere Singvögel sind in der Mehrzahl Insektenfresser. Es ist uns sehr lieb, daß sie Insekten fressen. Im Gegenteil; wie bei den Feinden der Nager ist es auch hier unser Wunsch, daß die Vögel recht unter den Insekten aufräumen.

Wie wir aber verlangen, daß frühere Raubtiere eine Ausnahme mit dem Kaninchen machen, obwohl es ein Nager ist, so fordern wir eine solche Ausnahmestellung auch bei den Bienen, obwohl sie zu den Insekten gehören.

Manche Imker denken nicht so milde wie Herr Böhm. Sie verlangen, daß alle Tiere, die eine Biene fangen, auf die Liste der schädlichen Tiere gesetzt werden. Es sind das vielfach solche, die sonst zu den nützlichsten Geschöpfen gerechnet werden, also z. B. Schwalben, Spechte, Meisen, das schon erwähnte Rotschwänzchen, ferner Störche, Würger, Bienenfresser, Wespenbussarde, sodann die sonst so nützliche Spitzmaus und die ebenfalls sehr nützliche Kröte. Unter den Insekten hat die Biene folgende Feinde: Hornissen, Wespen, Bienenwölfe, Maiwürmer, Bienenkäfer, Bienenbuckelfliegen, Wachsmotten, Bienenläuse und andere.

202. Die Rassen der Honigbiene.

Herr Böhm hat, wie wir schon erwähnten, Heidebienen. Er ist aber gar nicht von ihnen entzückt, weil sie zu schwarmwütig und stechlustig sind.

Erfahrene Bienenkenner weisen darauf hin, daß die deutschen Imker mit der Einführung fremder Bienen einen großen Fehler begangen hätten. Da die geschlechtslosen Arbeiterinnen sich nicht vermehrten, so sei die Haupttätigkeit auf die Zucht der Drohnen und der Königinnen zu legen. Es müsse nach den Grundgesetzen der Tierzucht aus den deutschen Bienen, die für unser Klima am besten passen, eine schwarmträge Rasse gezüchtet werden.

Außer der deutschen einfarbigen Honigbiene gibt es noch die bunte südeuropäische Biene. Namentlich ist hiervon die italienische Biene bekannt, die in der Mitte des vorigen Jahrhunderts bei uns eingeführt wurde. Sonst gibt es noch die ägyptische, afrikanische, chinesische, indische Biene usw.

Die Heidebiene ist eine Unterart der deutschen Biene und unterscheidet sich durch eine dunklere Färbung von ihr, die nicht so schwarmwütig ist. Einen Uebergang zu der bunten Bienenrasse bildet die nordische Biene, die wegen ihrer Sanftmut beliebt ist. Ebenso sanftmütig ist die zwischen beiden stehende kaukasische Rasse. Ist die italienische Biene bei uns naturgemäß wenig winterhart, so ist die ihr verwandte cyprische Biene obendrein noch sehr bösartig und schwarmwütig.

Die Biene gehört zu den Insekten und zwar zu der Ordnung der Hautflügler. Das Bienenvolk besteht außer den geschlechtslosen Arbeiterinnen aus Drohnen und der Königin. Die Königin ist größer und hat einen längeren Hinterleib. Sie sorgt mit den Drohnen für die Fortpflanzung des Volkes, indem sie einige Tage nach dem Ausschlüpfen ihren Hochzeitsflug unternimmt, auf dem sie befruchtet wird. Sie legt Eier, und zwar entstehen aus den befruchteten Eiern Arbeiterinnen und Königinnen, aus den unbefruchteten Eiern Drohnen. Es wird je ein Ei in eine Zelle gelegt -- gestiftet, wie der Imker sagt -- und zwar kann die Königin in vierundzwanzig Stunden bis zu 3000 Stück Eier legen.

Die Königin ist also der Mittelpunkt des Ganzen. Schwärmende Bienen lassen sich ruhig einfangen, wenn die Königin dabei ist. Andernfalls fliegen sie fort.

Nach drei Tagen schlüpfen aus den Eiern Larven, die später Bienen werden. Die Entwicklungszeit der Königin dauert 16, die der Arbeitsbienen 21, die der Drohnen 24 Tage.

Die Königin kann 5 Jahre alt werden, die Arbeitsbienen leben, wie schon erwähnt wurde, nur etwa 6 Wochen. Ausnahmen bilden die im Herbste erbrüteten Bienen, die den Winter überdauern. Die Drohnen sterben im August in der sogen. Drohnenschlacht.

Die ganze Arbeitslast des Bienenvolkes wird von den verkümmerten Weibchen geleistet, die deshalb Arbeiterinnen heißen. Sie füttern die Brut, sie lecken den Blumennektar auf, der sich in ihrem Magen in Honig verwandelt, und tragen ihn in die Zellen ein. Nicht so gut ist der Honig von Blattläusen. Die Hinterbeine der Arbeitsbienen sind mit Körbchen und Bürstchen ausgestattet, mittels deren sie den Blütenstaub zu den Zellen bringen und dort abfegen. Zum Stopfen der Ritzen tragen sie Harz oder Stopfwachs ein, das sie von den Knospen der Kastanien und anderer Bäume holen.

Die Arbeitsbienen bauen die Zellen aus Wachs, das sie aus den Leibesringen ausschwitzen. Die Zellen werden wagrecht auf der Mittelwand der Wabe errichtet, die ihrerseits stets senkrecht steht. Die Zelle zur Ausbrütung der Königin ist besonders groß und eichelförmig.

Sehr wichtig ist es, daß bei dem Nichtvorhandensein einer Königin aus der Larve einer Arbeiterin durch besonders reichliche Fütterung eine neue Königin erzogen werden kann.

Es wurde bereits erwähnt, daß die sechseckige Form der Zellen von jeher das Erstaunen der Menschen erregt hat. Die meisten erblicken darin einen Beweis der besonderen Klugheit der Bienen. Andere behaupten dagegen, daß hiervon keine Rede sein könne. Denn aus dem gemeinsamen Bauen der Bienen ergebe sich mit Notwendigkeit diese Form.

Die Waben der heutigen Imker sind häufig beweglich. Herr Böhm nimmt sie heraus und zeigt sie uns. Das ist nicht immer der Fall gewesen, wie wir schon eingangs erwähnt haben. Ursprünglich ließ man die Bienen in ausgehöhlten Baumstämmen, sogen. Klotzbeuten, hausen. Noch heute gibt es in Westpreußen Beutekiefern. Zu einem wirklichen Haustier aber ist die Biene erst durch die bewegliche Wabe geworden, die in der Mitte des vorigen Jahrhunderts durch Dzierzon und Berlepsch erfunden wurde.

Durch eine Schleudervorrichtung wird der Honig aus den Waben geschleudert. Je nach der Gegend und der Stärke des Stockes läßt der Imker den Bienen bis zu 20 Pfund Honig für den Winter.

Im Gegensatz zum Zucker wird der Honig sofort verdaut. Die Alten haben nicht so ganz Unrecht gehabt, daß sie die heilsame Wirkung des Honigs immer wieder betonten. Keine Nahrung soll das Leben so verlängern wie der Honig.

203. Sind die Bienen fleißig?

Wenn wir das Gewimmel und die aufopfernde Tätigkeit der Bienen mit eigenen Augen sehen, wie sie eintragen und wieder eilend fortfliegen, um dem Volke neue Nahrung zu bringen, dann ist es uns ganz verständlich, daß man schon im Altertum den Staat der Bienen den Menschen als Muster vorgehalten hat. Wie die Ameisen, die ohne Ansporn immer tätig sind, so scheinen auch die Bienen einen vorbildlichen Fleiß zu bekunden.

Auch hier fragt es sich, ob wir nicht menschliche Vorstellungen in die Tierwelt hineintragen, wo sie gar nicht hinpassen. Das Bienenvolk wie der Ameisenstaat bestehen aus einem fortpflanzungsfähigen Wesen. Die einzelne Biene pflanzt sich nicht fort. Das ist ein grundlegender Unterschied zu allen andern Geschöpfen. Mit Recht nennt der Imker das ganze Volk »der Bien«. Wie andere Geschöpfe aus zusammenhängenden Zellen bestehen, so der Bien ebenfalls aus Zellen, aber im Gegensatz zu sonstigen Geschöpfen aus beweglichen Zellen.

Ist aber die einzelne Biene gar kein selbständiges Geschöpf, sondern nur eine bewegliche Zelle, dann kann man ihr weder Lob noch Tadel erteilen. Wir loben unser Herz nicht, weil es Tag und Nacht schlägt, ebenso unsere Lungen nicht, die unermüdlich von früh bis spät und selbst die Nacht hindurch für frische Luft sorgen. Hat schon jemand den Magen gelobt, weil er fleißig verdaut?

Es sprechen folgende Umstände dafür, daß die Biene kein selbständiges Geschöpf ist.

1. Wie der Mensch einzelne Zellen für das Ganze opfert, -- um nicht auf den Kopf zu fallen, hält er die Arme vor --, so opfern sich die einzelnen Bienen für das Ganze.

2. Unsere Zellen arbeiten Tag und Nacht. Geht man zur Nachtzeit in das Bienenhaus -- was ich oft gemacht habe --, so sieht man die Bienen auch nachts in reger Tätigkeit.

3. Unser Körper kapselt eingedrungene Kugeln, die er nicht durch Schwären hinausbekommen kann, ein. Genau so kapselt der Bien eingedrungene Tiere, z. B. Mäuse, ein.

4. Um die Bienenkönigin dreht sich alles. Bei andern selbständigen Geschöpfen kommt ähnliches nicht vor. Ist die Königin der Kern des Biens, dann ist alles verständlich. Dann ist das Schwärmen die Geburt eines neuen Biens.

Wer die Biene als selbständiges Geschöpf bezeichnet, wird für die Drohnenschlacht kaum eine Erklärung haben. Die Tötung der wehrlosen Männchen erscheint mit dem sonstigen Benehmen der fleißigen Geschöpfe ganz unvereinbar.

Ist dagegen das ganze Bienenvolk nur ein Geschöpf, dann ist die Drohnenschlacht, wie ich in meinen Büchern ausführlich begründet habe, ein ganz naturgemäßer Vorgang.

Die Frage, ob die Bienen fleißig sind, läßt sich also nicht so ohne weiteres bejahen. Vom Standpunkte des Menschen aus sind sie unzweifelhaft fleißig. Aber dieser Standpunkt kann sachlich nicht begründet sein.

Wir verabschieden uns jetzt von Herrn Böhm, zumal seine Befürchtung wegen des Schwärmens unbegründet zu sein scheint, und weil wir uns noch die im Aquarium befindlichen Bienenstöcke ansehen wollen.

Hier kann der Besucher noch besser die Tätigkeit der Bienen beobachten, da die Zugänge zum Stock mit Glas überdeckt sind. In dem einen Zugang liegen vier tote Bienen. Von dem vielgepriesenen Reinlichkeitssinn der Bienen kann man in diesem Falle nichts bemerken. Jede Biene bleibt bei der toten Genossin eine Weile stehen und beschnüffelt sie anscheinend. Dann geht es eilends weiter. Von einem Fortbringen der Leichen ist keine Rede.

Wahrscheinlich ist die Handlungsweise der Bienen ganz berechtigt. Sie werden sich sagen, daß das Fortbringen der Toten auch in der Nacht geschehen kann. Dagegen ist das Eintragen von Honig gerade jetzt, wo die Linden so schön zu blühen anfangen, in der Dunkelheit nicht möglich.

Vor dem Einflugsloch befindet sich ein Brettchen, und dicht daneben ein gleichartiges. Niemals irrt sich eine Biene beim Zufliegen in dem Brettchen. Der Ortssinn der Bienen muß also ganz wunderbar sein. Hierüber habe ich schon manchmal gestaunt.

So wohnte ich vor vielen Jahren bei einem befreundeten Bienenzüchter. Dieser verkaufte die Hälfte seines Grundstückes. Infolgedessen mußte der Bienenstand eine andere Stelle erhalten. Tagelang aber flogen die Bienen zunächst nach der ganz leeren Stelle, wo er früher gestanden hatte.

Die Tiere müssen also, wie immer wieder hervorgehoben werden muß, zu dem Raume in einem ganz anderen Verhältnis stehen wie der Mensch.

Zum Vorgang des Schwärmens, den wir leider nicht selbst beobachten konnten, sei bemerkt, daß die Bienen wie eine Wolke dahinziehen und sich traubenförmig an einem Aste niederlassen. Der Imker, der sich gewöhnlich Kopf und Hände durch Vorrichtungen schützt, dabei auch raucht, steigt auf eine Leiter und bringt den Schwarm vorsichtig in einen Eimer oder in ein anderes Gefäß.

204. Warum werden Pferde besonders leicht von Bienen gestochen?

Bereits im Altertum ist es aufgefallen, daß Pferde leicht Gefahr laufen, von Bienen gestochen zu werden. Es ist mir nicht bekannt, daß andere Haustiere von Bienen getötet worden sind, aber von Pferden ist es mir wiederholentlich berichtet worden. Ein bekannter Naturforscher führt folgende Fälle an: 1. Im Jahre 1820 fuhr ein Freund von mir von Berlin nach Wittenberg. Nicht weit von Schmögelsdorf fiel ein Bienenschwarm aus unbekannter Ursache wie rasend über die Pferde her. Das eine wurde totgestochen, das andere starb am folgenden Tage. 2. Am 24. Mai 1854 hielt der Bauer Meier vor der Wohnung eines Bauern zu Wotersen auf der Landstraße mit einem Viergespann, als plötzlich die aus etwa sieben Stöcken kommenden Bienenschwärme sich gleichzeitig auf die Pferde warfen. Das erste erlag sogleich den Stichen, die übrigen starben teils an demselben Tage, teils am folgenden. Alle Versuche zur Vertreibung der Bienen durch Abschießen von Pulver und Uebergießen mit kaltem Wasser blieben erfolglos. Die Bienen desselben Bauern hatten schon früher an derselben Stelle zwei Pferde getötet.

Man versteht hiernach, daß unsere Vorfahren nicht so unrecht hatten, wenn sie die Biene als »wilden Wurm« bezeichneten. Vier Pferde auf einen Schlag zu verlieren, ist namentlich bei den heutigen Preisen für Pferde gewiß keine Kleinigkeit.

Die Fälle sind deshalb fast wörtlich angeführt, damit ersichtlich wird, daß die Pferde zu dem Angriff der Bienen nicht den geringsten Anlaß gegeben haben. Sie waren auf der Landstraße und haben, wie immer, ihren regelmäßigen Dienst getan. Bei der Schilderung der Fälle ist auch nicht einmal der Versuch gemacht worden, das Verhalten der Bienen zu erklären.

Ich komme auf meine bereits im Kap. 198 geäußerte Ansicht zurück. Das Pferd, das regelmäßig braun sein wird, erinnert die Bienen an ihren Todfeind, den Honigbären. Uebrigens gibt es in Europa Bären von der verschiedensten Färbung, wie mir die Felle, die mir ein bekannter Bärenjäger gezeigt hat, beweisen. Das Pferd ist also auch gefährdet, wenn es nicht braun ist.

Der Hund mit seinem zottigen Haar wäre auch gefährdet. Aber die Hundeartigen kennen aus früheren Zeiten die Gefahren durch Bienenstiche und ziehen sich rechtzeitig zurück. Ebenso kennen Wildrinder und Wildschafe in ihrer Heimat wilde Bienen und benehmen sich entsprechend. Auch scheinen die Bienen die Ungefährlichkeit der Wiederkäuer zu kennen.

Dagegen kennt das Pferd keine Wildbienen, weil es in der Steppe kaum Bienen gibt. Umgekehrt wissen die Bienen nicht, daß sie von den Pferden nichts zu fürchten haben.

Da die Pferde gewöhnlich angeschirrt sind, so sind sie wehrlos den Stichen der Bienen preisgegeben.

Die Bienen haben allen Grund, auf den Bären erbost zu sein. Ein Deutscher, der ein Menschenalter hindurch in Rußland Oberförster war, schildert die Angriffe des Bären auf Bienenstöcke in folgender Weise:

In Rußland hat gewöhnlich jeder Buschwächter einige Bienenstöcke, die im Laufe des Sommers auf großen, alten Kiefern angebracht werden, wo sie bis zum Spätherbst bleiben. Findet nun Meister Petz zufällig einen Baum und merkt, daß da oben etwas zu holen ist, so steigt er hinauf und fängt an, den Bienenstock zu bearbeiten, und wirtschaftet so lange, bis er ihn entweder öffnet oder losreißt und vom Baume wirft. Obgleich der ganze Bienenschwarm über ihn herfällt, kümmert er sich wenig darum, denn durch seinen Pelz dringt wohl selten ein fühlbarer Stich, die Augen drückt er zu, und über die Nase fährt er mit der Pranke; also arbeitet er unter dem Gesumme der Bienen, ohne besonders belästigt zu werden. Hat nun der Bär einmal den Honig geschmeckt, dann wehe allen Bienenstöcken, wenn er sie ausfindig macht. So lautet der Bericht unseres Gewährsmannes.

Der Name Honigbär für unseren braunen Bären ist also ganz zutreffend. Die Bienen sind machtlos gegen ihn, da er seine empfindliche Nase durch die vorgehaltene Pranke schützt.

Es kann also leicht sein, daß die Bienen das Pferd mit ihrem Erzfeinde, dem Bären, verwechseln. Dann wäre die Tötung von Pferden durch Bienen erklärlich.

Es würde sich für alle Pferdebesitzer daraus der wichtige Rat ergeben, vor Bienenstöcken lieber einen kleinen Umweg zu machen.

205. Die Biene in Redensarten und Sprichwörtern.

Erwähnt wurde bereits, daß die alten Deutschen die Biene einen wilden Wurm nannten. Ebenso ist der Spruch über das Schwärmen in den verschiedenen Monaten wiedergegeben. Sonst ist noch die Redensart üblich:

*Der Bien muß.*

Im Grimmschen Wörterbuch finde ich diese Redensart nicht angeführt. Gewöhnlich heißt es, daß in einem Lügenmärchen von Bienen erzählt wird, die so groß wie Schafe sind. Auf die erstaunte Frage, wie die Bienen bei dieser Größe durch das enge Flugloch in den Bienenstock gelangen, wird die vorstehende Redensart als Antwort erteilt.

Die nähere Begründung der hier ausgesprochenen Ansichten ist in nachstehenden Büchern zu finden: 1. Ist das Tier unvernünftig? 2. Tierfabeln. 3. Straußenpolitik. 4. Streifzüge durch die Tierwelt. 5. Das Pferd als Steppentier. Sämtlich bei Franckh in Stuttgart erschienen. Ferner in 6. Diktatur der Liebe. Bei Hoffmann u. Campe, Berlin. 7. Welche Fingerzeige gibt uns die Lebensweise des Wildschweins für die Behandlung, Züchtung und Fütterung des Hausschweins? Verlag der Vereinigung deutscher Schweinezüchter, Berlin W., An der Apostelkirche 1. 8. Was können wir aus der Lebensweise der Wildschafe zur Hebung der Schafzucht lernen? Bei Hosang u. Co., Hannover.

Inhaltsangabe.

Seite

Vorwort 3

Der Hund 5

1. Warum bellt der Hund? 5 -- 2. Warum bellt der Hund sich drehende Räder an? 8 -- 3. Das Fressen unappetitlicher Sachen 10 -- 4. Das Lappen des Wassers mit der Zunge 11 -- 5. Der Platz in der Sonne und am warmen Ofen. Das Sich-herumdrehen vor dem Hinlegen 12 -- 6. Das Alter des Hundes 13 -- 7. Die Rassen (Unterarten) des Hundes 16 -- 8. Der Zeitsinn der Tiere 17 -- 9. Der Ortssinn der Tiere 19 -- 10. Das Apportieren (Herbringen von Gegenständen) des Hundes 21 -- 11. Die Bedeutung des Geruchssinnes. Der Eigentumssinn der Hunde 24 -- 12. Soll man sich in der Großstadt einen Hund halten? Die Stubenreinheit des Hundes 27 -- 13. Das Grasfressen der Hunde. Schämen sich manche Hunde? 30 -- 14. Das Laufen gegen den Wind. Warum ist die Hundenase kühl und feucht? Warum gibt es bei den Hunden Steh-, Kipp- und Hängeohren? Die Wichtigkeit des Gehörs 33 -- 15. Warum fürchtet sich der Hund vor dem leeren Wasserglase? Warum bellt er den Mond an? 34 -- 16. Warum wedelt der Hund mit dem Schwanze? 36 -- 17. Warum gibt es kurzhaarige Hunde? Der Windhund 37 -- 18. Der Schäferhund als Polizei- und Blindenhund 40 -- 19. Die Fütterung des Hundes 41 -- 20. Die Feinde des Hundes. Hund und Wolf 43 -- 21. Rätselhaftes beim Hunde 47 -- 22. Allerlei Hundegeschichten. Richtige Behandlung des Hundes 49 -- 23. Sogenannte Unarten der Hunde und ihre Bekämpfung 52 -- 24. Klugheit und Verstellungskunst einer deutschen Dogge 55 -- 25. Verstellung und Beistand bei Hunden 59 -- 26. Leistungen der Hunde zum Nutzen der Menschen 61 -- 27. Gefahren durch Hunde 63 -- 28. Geschichtliches vom Hunde 65 -- 29. Der Hund in Sprichwörtern und Redensarten 66

Die Katze 69

30. Hund und Katze waren früher Raubtiere. Warum sehen sie trotzdem verschieden aus? 69 -- 31. Welchen Zwecken dienen die Schnurrhaare der Katze? 72 -- 32. Das Schmeicheln der Katze. Ist die Katze falsch? 73 -- 33. Warum schlingt der Hund, während die Katze gesittet frißt? 74 -- 34. Die Katzenwäsche. Sind Katzenhaare giftig? 75 -- 35. Warum hat die Katze eine rauhe Zunge? 77 -- 36. Das Vorgefühl der Tiere für kommendes Wetter 78 -- 37. Der Haß des Hundes gegen die Katze. Warum macht die Katze einen Buckel? Ist sie tapfer? 80 -- 38. Warum begleitet die Katze ihren Herrn nicht wie der Hund? Warum geht sie nicht mit ihm auf die Jagd? 81 -- 39. Warum fällt die Katze immer auf die Füße? Warum leuchten ihre Augen? 83 -- 40. Wie fängt die Katze Mäuse? Die Katze als Vogelfeindin 85 -- 41. Warum schüttelt die Katze beim Fressen den Kopf? 87 -- 42. Die Rassen der Katze. Alter und sogenannte Erziehung 90 -- 43. Die Feinde der Katze 93 -- 44. Die Katze als angebliche Nachahmerin unserer Reinlichkeitsbestrebungen 94 -- 45. Geschichten von Katzen 96 -- 46. Die Katze in Redensarten und Sprichwörtern 97

Das Pferd 99

47. Warum gibt es so viele braune Pferde? 99 -- 48. Warum hat das Pferd eine Mähne? Die Fabel von dem Kreisbilden der Pferde 101 -- 49. Warum kann das Pferd nur durch die Nase atmen? 102 -- 50. Warum scheuen die Pferde und gehen durch? 103 -- 51. Die Bodenscheu 104 -- 52. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Warum trägt ein Pferd Hufeisen? 105 -- 53. Der Schweif des Pferdes, verglichen mit dem Schwanz von Hund und Katze 106 -- 54. Sieht das Pferd alles größer? 108 -- 55. Ist der Futterkübel praktisch? 110 -- 56. Die Rassen oder Stämme des Pferdes 111 -- 57. Warum fährt man lieber zweispännig als einspännig? 113 -- 58. Warum schreien Pferde nicht? Das Wiehern der Pferde 114 -- 59. Andere Eigentümlichkeiten des Pferdes 116 -- 60. Kummet- oder Sielengeschirr. Warum ist das Fahren älter als das Reiten? 117 -- 61. Warum läuft das Pferd gerade und der Hund schräg? 118 -- 62. Die naturgemäße Fütterung der Pferde. Das Koppen 119 -- 63. Geht es auch ohne Peitsche? 121 -- 64. Die Feinde des Pferdes 121 -- 65. Warum können Fohlen gleich auf den Beinen stehen? 128 -- 66. Geschichten von Pferden 124 -- 67. Ueber richtige Behandlung des Pferdes 130 -- 68. Die geistigen Fähigkeiten der Tiere 133 -- 69. Was verstehen wir unter »Instinkt« bei den Tieren? 134 -- 70. Das Gedächtnis des Pferdes 136 -- 71. Das Verständnis der Pferde für Kommandoworte 137 -- 72. Warum müssen wir das Pferd putzen? 138 -- 73. Das Pferd in Redensarten und Sprichwörtern 139

Esel und Maultier 140

74. Das Aeußere des Esels 140 -- 75. Warum sieht man selten kranke Esel? 141 -- 76. Ziehhund oder Esel? 142 -- 77. Wie ist der Esel mit dem Maultier verwandt? 144 -- 78. Wie erklärt sich die Abneigung des Pferdes gegen den Esel? 144 -- 79. Warum schreit der Esel Ya? 144 -- 80. Die Rassen des Esels 144 -- 81. Der Esel im Sprichwort und in Redensarten 145

Das Rind 146

82. Warum können wir nicht auch fetten Schweizerkäse herstellen? 146 -- 83. Der Stier und die rote Farbe 147 -- 84. Das Flotzmaul der Rinder 148 -- 85. Die Furcht der Rinder vor dem Blutgeruch 148 -- 86. Die Furcht der Rinder vor den Bremen 149 -- 87. Die Abneigung der Rinder gegen Hunde 149 -- 88. Das Aufblähen der Rinder 149 -- 89. Die Kuh vorm neuen Tor. Der Ortssinn der Tiere 151 -- 90. Weitere Vergleiche zwischen Rind und Pferd 153 -- 91. Geschichten vom Rind 155 -- 92. Welches sind die Feinde des Rindes? 158 -- 93. Wie hoch ist der Milchertrag einer Durchschnittskuh? 159 -- 94. Warum ist das Rind ein Wiederkäuer, das Pferd nicht? 160 -- 95. Die geistigen Gaben der Rinder 161 -- 96. Die Rassen der Rinder 161 -- 97. Krankheiten der Rinder 162 -- 98. Das Rind in Redensarten und Sprichwörtern 162

Das Schwein 163

99. Wodurch unterscheidet sich das Hausschwein vom Wildschwein? 163 -- 100. Warum ist der Kopf des Schweines kegelförmig? 163 -- 101. Warum nennt man einen Menschen mit kleinen Augen schweinsäugig? 164 -- 102. Warum liegt unser Hausschwein gern in einer Pfütze und auf dem Miste? 165 -- 103. Welches sind die Vorzüge unseres Hausschweins? 165 -- 104. Warum gedeihen die Schweine bei kleinen Leuten so gut? 166 -- 105. Wie soll der Schweinestall beschaffen sein? 167 -- 106. Warum frißt die Sau die eigenen Ferkel? 167 -- 107. Muß ein gutes Schwein alles fressen? 168 -- 108. Die Fütterung der Schweine mit Rohrwurzeln 168 -- 109. Die Rassen des Schweins 169 -- 110. Das Schwein in Redensarten und Sprichwörtern 170

Die Ziege 171