Ueber die Arsenikvergiftung ihre Hülfe und gerichtliche Ausmittelung

Part 17

Chapter 172,518 wordsPublic domain

[Fußnote 275: =Plenk= (/Toxicologia/ S. 272. /art. 3./) und andre wollen (gewis weil sies selbst nicht versuchten) der als Rauch aufsteigende Arsenik schmauche ein drüber gehaltenes Kupferblech =weis= oder =schwarz= an. Sie haben den schwarzen Flek, den er in das glühende Blech, auf dem er liegt, einbrent, mit dem Anschmauchen verwechselt, welches stets weis ist, da Arsenik und Fliegenstein in freier Luft nie als König, sondern letzterer mit Verlust seines Brenbaren als weisser oder weisgrauer Kalk anfliegt.]

[Fußnote 276: =Scheele Abhandl. der k. schwed. Akad. d. W.= 37. Band S. 275. -- Doch fällt die Schmauch- und Geruchsprobe mit diesem Mittelsalz sehr unhinlänglich aus, theils da es sich so leicht in den Flüssigkeiten des Magens auflöst, theils auch, weil es sich auf einem glühenden Bleche fast gar nicht, auf Kohlen sehr schwer zersezt, und seinen Arsenik, wegen Mangel an Brenbaren sehr langsam entwickelt.]

[Fußnote 277: Wie denn? wenn sie nun nicht überzeugend ausfält, und man hat die vorgefundne Menge ganz oder fast ganz dabei vernuzt, was bleibt zu fernern Proben übrig.]

[Fußnote 278: =Demachy= Laborant im Grosen v. =Hahneman= (Leipz. 1784.) erster B. S. 104.]

[Fußnote 279: =Hebenstreit= (/anthropol. for./ S. 527.) und die übrigen begnügen sich in diesem Falle mit der eingedikten Flüssigkeit und ihrem Geruche beim Verbrennen, aber mit welchem Rechte?]

[Fußnote 280: =Neuman= (Chemie, Züllichau 4. viert. B. erst. Th. S. 484.) giebt folgende Niederschläge an, die weisser Arsenik in Wasser aufgelöst mit Metalauflösungen bewirke. =Aus Goldauflösung präzipitire Arsenikwasser nach 24 Stunden ein gelbes Pulver=, diesem widerspricht =Morveau= (Anfangsgr. der theor. und pr. Chem. 2. Band, S. 222. und 223.) -- =aus Silbersalpeter nach 24 Stunden einen bräunlich dunkelgrauen Kalk=; =Morveau= sagt (S. 226.) dagegen, eine weisse ins gelbliche fallende Wolke. Beide haben unrecht, ersteres thut Arsenik in gemeinem Brunnenwasser aufgelöst zwar nach Tag und Nacht und lezteres nach einigen Stunden, aber in rein destillirten Wasser (ohne Spur von Kochsalz) aufgelöster weisser Arsenik macht nicht den mindesten Niederschlag, weder sogleich, noch nach 24 Stunden. =Aus Eisensalpeter nach 12 Stunden etwas weniges gelbes Pulver=; Eisen in Salpetersäure aufgelöst sättigt leztere nie, und es fält dann von Zeit zu Zeit noch etwas verkalktes Eisen aus der etwanigen Auflösung an der freien Luft nieder; diesen Niederschlag hat =Neuman= als vom Arsenik herrührend angesehn. Wasser mit dephlogistisirter Luft, wie alles ungekochte Wasser, geschwängert, scheidet ebenfals aus dieser Eisenauflösung, wie aus dem Vitriol, etwas verkalktes Eisen vermöge dieser Luft ab. Ich bereitete durch doppelte Verwandschaft (aus gemischten Auflösungen selbst bereiteten Eisenvitriols und reinen Salpeters, so daß ich den Vitriolweinstein abschied) eine reine volständige Eisensalpeterauflösung, sezte gepülverten weissen Arsenik dazu, verstopfte das Gefäs genau, und schüttelte es acht Tage lang um, aber es schlug sich nicht das mindeste nieder. =Aus dem Kupfersalpeter einen ins weislichte fallenden Kalk=; ich habe nichts dergleichen gesehen. =Bleisalpeter schlage es stark nieder, eben so Wismuthsalpeter mit vielen Arsenikwasser vermischt.= Bedachte er nicht, daß beide Auflösungen durch bloses Wasser gefället werden, wenn die Säure alzu verdünt, das Metal nicht länger halten kan? Blei- und Wismuthsalpeterauflösung mit gepülvertem weissen Arsenik in einem verstopften Gefäse acht Tage lang geschüttelt, hatten nichts von ihrem Metalle niederfallen lassen, wie mich die genauesten Versuche mit dem noch auf dem Boden liegenden (Arsenik-) Pulver belehrten. =Zinnsalpeter präzipitire sich sehr stark.= Wie sehr mit Vitriol- oder Salzsäure mus seine Salpetersäure beladen gewesen seyn, daß sie Zinn auflösete! Ich kenne keinen eigentlichen Zinnsalpeter. Ist es aber, wie natürlich, eine so gemischte Säure gewesen, und es war eine Auflösung erfolgt, so kenne ich keine Zinnauflösung, weder die in Königswasser, noch die in Salzsäure, noch die in gemischter Vitriol- und Salpeter- oder Vitriol und Salzsäure u. s. w. die sich nicht durch Verdünnung mit blosem Wasser fällen liese. =Quecksilbersalpeter präzipitire sich stark=; woher dies bei ihm gekommen, wird man sich aus Anmerk. §. 168. erklären. Quecksilbersalpeterauflösung mit gepülvertem weissen Arsenik acht Tage lang in einem verstopften Gefäse geschüttelt, oder mit Arsenikauflösung mit =reinem= destillirten Wasser bereitet vermischt, läst kein Metal fallen -- Brunnenwasser hält Kochsalz und diesen schlägt Queksilber aus Salpetersäure häufig nieder. =Zinkvitriol gebe ein gelbes Pulver=; ist Eisen, das sich aus jeder Auflösung des gemeinen weissen Vitriols von selbst absondert, reiner Zinkvitriol wird weder von weissem Arsenik noch von seiner Auflösung in Wasser nach =Morveau's= (S. 242.) und meinen Versuchen keineswegs präzipitirt. =Eisenvitriol gebe damit ein dikgelbes Pulver=; jede Eisenvitriolauflösung läst an der freien Luft von selbst, oder in verstopften Gefäsen mit frischgeschöpftem (mit dephlogistisirter Luft angefültem) Wasser verdünt, einen Theil verkalkten Eisens niederfallen. Auf andre Weise schlägt ihn Arsenik oder seine mit frischgesottenem Wasser bereitete Auflösung nicht nieder, nach =Morveau's= (S. 239.) und meinen Versuchen. =Bleizucker schlage sich mit Arsenikwasser ziemlich stark nieder=; aus der Anmerk. zu §. 63. sieht man, warum besonders Brunnenwasser die Bleiauflösungen in Essigsäure niederschlage, aber Bleiessig einige Tage mit gepülvertem weissem Arsenik geschüttelt giebt feinen Niederschlag, das am Boden unaufgelöst gebliebne (Arsenik-) Pulver gab nicht die mindesten Zeichen auf Blei. =Kupfervitriol gebe ein wenig Präzipitat=; =Morveau= (S. 234.) sagt, einen gelbgrünlichen geringen Niederschlag. Allerdings, wenn beide die Kupfervitriolauflösung und das Arsenikwasser sehr konzentrirt sind, geschieht das, was =Morveau= sagt. Unter allen Metalauflösungen in Säuren aber, wie auch Morveau (S. 235.) bemerkt, wird keine so stark, als der krystrallisirte Grünspan (mit seladongrüner Farbe) niedergeschlagen. Doch mus ich bemerken, daß er sich deswegen doch nicht zum Arsenikreagens schikt, weil das Arsenikwasser immer etwas konzentrirt (1:60) seyn mus, wenn es sich trüben soll, überdies kan er, wenn das Arsenikwasser auch noch konzentrirter (1:40) ist, dasselbe kaum zum dritten Theile zersezzen. Wenn =Haller= (Vorles. üb. d. ger. Arzn. zweit. Band zweit. Th. S. 185. und 190.) und =Sprögel= (/diff. exper. c. venena/ S. 59.) einen =schwarzen Niederschlag= nennen, der aus Bleiessig durch hinzugegosnes Arsenikwasser niederfallen solle, so weis ich nichts dagegen zu sagen als daß es nicht geschehe. Der weisse erfolgende Präzipitat rührt vom blosen Wasser her, wenn lezteres Luftsäure enthält.]

[Fußnote 281: /Anthropol. for./ S. 328.]

[Fußnote 282: =Morgagni= /de sed. et caus. morb. ep./ 59. die lezten art. -- ausser mehrern andern -- weisser Arsenik hatte sich zwei Monat innerlich verhalten, ehe er Vergiftungszufälle und Tod bewirkte, =Klökhof= /Verhandel. uitg. door. de holl. Maatsch. d. W. te Harleem 8 deel./ erst. St. S. 394. u. f.]

[Fußnote 283: Man kan dies (versiegelte) Gefäs mit Nummer 2 bezeichnen.]

[Fußnote 284: Wenn die Verfasser der Anfangsgr. der theoret. und praktisch. Chemie (S. 206.) versichern, der weisse Arsenik färbe die blauen Pflanzensäfte nicht roth, so ist dies unwahr; eine mäsig starke (1:60) Arsenikauflösung färbt die mit Weingeist bereitete Lakmustinktur röthlich. Eine stärkere (1:30) färbt sie karminroth.]

[Fußnote 285: Es müste denn eine Menge Säure in der Flüssigkeit seyn, der man mit etwas zerflosnem Weinsteinöle abhilft, doch nur in sofern, daß die Flüssigkeit auf Zugiessen der Lakmustinktur sich noch etwas röthlich färbt, sonst kan das Kalkwasser seine Wirkung auf den Arsenik nicht äussern. Ist bei §. 424. ein weisser Niederschlag, wie selten geschieht erschienen, so scheidet man ihn erst mit Weinsteinöle ab, seihet durch, und säuert die Flüssigkeit mit etwas Essig an, bis sie sich mit Lakmustinktur röthet, dann giest man Kalkwasser ein.]

[Fußnote 286: Er löset sich nicht in Arsenikwasser wieder auf, da es ein Queksilberpräzipitat ist.]

[Fußnote 287: Es müste denn ausnehmend viel Säure darin seyn: man hilft ihr mit Weinsteinöle ab, doch nur bis zum Rothbleiben der Lakmustinktur, denn Arsenikmittelsalz wird ohne zugesetzte Säure vom Schwefelleberluftwasser nicht zum Operment gefället.]

[Fußnote 288: Blos dann, wenn die eingekochte Flüssigkeit zähe ist, kan selbst der Kupfersalmiak nicht wirken. Macht aufgelöste Seife die Feuchtigkeit diklich, welches man durch Zutröpfeln der mindesten Säure, und durch das Ansehn leicht spüren wird, so scheidet man die Talgflocken durch Essig, bis sich das trübe Gemisch nicht ferner trübt, sondern bald unten her aufhellet; dann nimt man, wo nöthig, die überflüssige Säure der filtrirten Feuchtigkeit durch Weinsteinöl weg, und wendet die Probeflüssigkeiten an. Ist aber ein andrer zäher Stof die Ursache der Diklichkeit, und weder Säure noch Laugensalz trent das Gemisch, so schlägt man ein Eiweis bis zur völligen Vermischung darunter, läst das Gemisch einmal aufkochen und filtriret es; dann wird es schon vom zähen Wesen dergestalt befreiet seyn, daß die Probeflüssigkeiten gewis ansprechen, mit obiger (§. 430.) Vorsicht.]

[Fußnote 289: Queksilbersalpeter giebt mit Leberluft einen aschgrauen Präzipitat.]

[Fußnote 290: Diese weisse Farbe des Niederschlags durch Schwefelleberluft ist die sicherste Widerlegung des Argwohns, es befinde sich im käuflichen Sublimate Arsenik, eine Behauptung, die auch aus andern chemischen Gründen unmöglich wird.]

[Fußnote 291: Kochsalzsäure und Vitriolsäure zu gleichen Theilen gemischt lösen diesen weissen Präzipitat wieder auf, welches mit keinem Silber- Queksilber- Wismuth- oder Bleiniederschlage der Fall ist. In Vitriolsäure mit Salpetersäure gemischt löset er sich nicht auf, welches ihn von den Zinnniederschlägen unterscheidet, die sich sogleich darin auflösen.]

[Fußnote 292: Operment schikt sich deswegen nicht zu diesem Versuche, weil er wie Schwefel damit verpuft, und so keine deutliche Erscheinung oder Scheidewassergeruch entdecken läst.]

[Fußnote 293: Der Schmelztiegel, worin der Salpeter fliest, mus recht geräumlich und hoch seyn, damit nicht so leicht etwas hineinfallen könne, und damit man mit der Nase desto näher hinzukommen könne.]

[Fußnote 294: =Bergman= /Opuscul. Vol. 2./ S. 442.]

[Fußnote 295: Nur mus in allem Falle Kalkwasser genug zugegossen werden, weil sich, wenn es zu wenig ist, die entstandne Wolke in dem überflüssig noch vorhandnen Arsenik wieder auflöst.]

[Fußnote 296: Hiedurch unterscheidet er sich von allen möglichen schwerauflöslichen Kalksalzniederschlägen.]

[Fußnote 297: /L. 1. §. 1. ff. ad L. Corn. de sit. et Venef./ ferner /L. 3. pr. ff. eod./ -- §. 3. -- §. 5. =I=. /de publ. jud./ --]

[Fußnote 298: =Peinliche Halsgerichtsordnung= /art. 130./]

[Fußnote 299: =Covaruvias= /var. resol. lib. 1. cap. de maleficiis/ -- =Boehmer= /obs. 4. n. 5. ad Carpz. p. 1. q. 2. ad elem. jur. crim. sect. 2. cap. 1. §. 24./ und /ad C. C. C. art. 178. §. 8./ u. s. w. -- =Ehrman= /diss. de veneficio doloso, cap./ 1. §. 21. bis 27. -- =Aloys. Cremanius= /de jur. crim. tit. 1. L. 1. p. 1. c. 1. §. 3./ u. s. w. und /cap. 5. §. 51./ und andre.]

[Fußnote 300: =Carpzov= /prax. crim. part. 1. qu. 2. n. 51./ und /part. 1. qu. 22. n. 33./ u. s. w. -- =Zoller= und =Wilke= /diss. de poena veneficii attentati, quamvis irreparabile inde oriatur damnum, ad mortem non extendenda,/ Leipzig, 1761. -- =Vogel= /diss. de Veneficii et homicidii per venenum, attentati in casu, ubi mors non ipsa secuta poena non capitali/, Dresden, 1715. -- =Farinaceus= /consil. 154. n. 14./ und 46. -- =Leyser= /spec. 609. n. 15./ u. w. -- =Kreß= /ad C. C. C. art. 130. §. 4./ -- doch auch =Böhmer= /obs. 5. ad Carpzov p. 1./ und =Ehrman= /de venef. dol. §. 37/.]

[Fußnote 301: =Ehrman= /de venef. dol. §. 37./ S. 54.]

[Fußnote 302: Eine Magd nahm zwei der stärksten Messerspizzen (etwa 2-1/2 bis 3 Quentchen) weissen Arsenik, man kam ihr erst nach 14 Stunden zu Hülfe, und die Krankheit war untödtlich, (und wäre bei bessern Mitteln geschwinder zu heben gewesen,) /Commerc. litt. Nor. 1737./ S. 218. -- Ein Mann von 38 Jahren bekam von einem halben Lothe weissen Arsenik schlimme Zufälle -- Milch, Oel und schleimichte Getränke retteten ihn, /Van der Monde Recueil period. vol. 4./ S. 353. -- Ein Student genas von einem Quentchen verschlukten weissen Arsenik. /Eph. N. C. dec. 2. ann. 4. obs. 12./ S. 36. -- /Commerc. litt. Nor. 1738./ S. 212. -- Ein junger Mensch, welcher ein halbes Loth weissen Arsenik verschlukt hatte, ward durch Milch (und Schwefel) gerettet, =Georg Logan= Versuch üb. d. Gifte, (Petersburg 1783.) S. 22. -- Ein neunzehnjähriger Räuber muste auf kaiserlichen Befehl dreissig Gran weissen Arsenik in Rosenkonserv verschlucken, man gab ihm fast nichts weder zu trinken noch sonst zur Hülfe, als zehn Gran Bezoarpulver in etwas Wegbreitwasser (so viel als nichts!) und nach Todesängsten genas er ohne weitere Hülfe, nach entstandnem Erbrechen und Durchlauf; =Diomed. Cornarius= /Consil. medic./ im Anhange der /histor. admirand. 13./ S. 44.]

[Fußnote 303: Drei, vier Gran in Quartanfiebern, =Lemery= /curs. chym./ S. 307. -- 3 bis 4 Gran in Wechselfiebern; =J. Lange= /epist. med. lib. 3. ep. 7./ -- Fünf Gran weisser Arsenik mit Salpeter auf eine Dosis gegen Fieber; /Eph. N. C. dec. 2. ann. 5./ S. 474. -- 4 Gran auf einmal mit Wasser; /Eph. N. C. dec. 2. ann. 3. obs. 46./ S. 132. Man rieth sogar in einer Art epidemischer Fieber drei Pillen auf dreimal zu geben, wovon jede drei Gran Arsenikmittelsalz (/arsen. deflagratum/) hielt; /Commerc. litter. Nor. ann 1737./ S. 182. (man sahe aber schleichende Fieber und Wassersucht darauf erfolgen) -- vier Gran gegen Wechselfieber; =Bonet= /med. sept. part. 2./ S. 535.

Man hat verschiedene Beispiele von Marktquaksalbern, die 12 und mehrere Grane Arsenik verschlukten, um nachgehends die antidotarische Wunderkraft ihres Orvietanums ins Licht zu sezzen -- Ein Student gewöhnte sich nach und nach an Arsenik -- =Krüger= Diätetik S. 22. --]

[Fußnote 304: =Welsch= /rat. vuln. lethal. jud. cap. 14./ S. 99. -- =Bohn= /exam. vuln. leth. sect. 1. cap. 3./ S. 46, 47. -- =Smetius= /Miscell. lib. 10./ S. 561. -- =Bonet= /sepulchr. anat. lib. 4. sect. 3. obs. 15./ -- =Schöpfer= /de haemorrhag. vuln. cap. 3. n. 102./ -- =Zacchias=. a. a. O. /lib. 5. qu. 3. n. 13, 14./ und /qu. 6. n. 16./ --]

[Fußnote 305: In den Pandekten, /L. 19. de R. I./]

[Fußnote 306: =Ehrman= /de venef. dol. §. 37./ S. 54.]

[Fußnote 307: =Farinaceus= /prax. crim. p. 4. qu. 127. n. 90./ -- =Horat. Carpanus= /ad C. homicida nov. const. mediol. n. 108./ -- =Thom. Actius= /de infirmis p. 1. cap. 47. n. 30./]

[Fußnote 308: =Ayrer= /de homicid. p. 2. n. 6./ -- =Farinaceus= /prax. crim. p. 4. qu. 127. n. 27./ -- =Hor. Carpanus= /ad c. homicid. nov. const. mediol. n. 137./ -- =Nikol. Boer= /decis. burdegal. 323. n. 14./ -- Giurba /consil. crim. 84. n. 10./ bis /13./ --]

[Fußnote 309: Man hat unzählige Beispiele von geheilter Verlezzung einiger Stellen der innern Magenhaut und überhaupt des Speisekanals, die Zottenhaut des Schlundes kan leicht und ohne Schaden abgehen, und wieder wachsen, =Haller= /physiol. lib. 18. sect. 4. §. 3./ S. 99. =Lieutaud=, =Haller=, =Bonet=, =Morgagni= und andre haben sie uns aufgezeichnet -- man hat öfters starke Narben im Magen gefunden -- =Plater= /obs. lib. 2./ S. 419. Wie oft waren nicht ganze grose Stellen des Magens glatt, ohne Zottenhaut, wie die Leichenöfnung berühmter Allotriophagen und Glasfresser beweiset! Wie viele Jahre haben nicht manche bei Magengeschwüren gelebt! Sind die beigebrachten gewaltsamen Magenwunden gröstentheils nur in der Gegend der beiden Mündungen tödtlich, warum sollen die innern nicht penetrirenden Verlezzungen nicht untödtlich seyn? Hiemit will blos sagen, daß die Umstände der ganzen Vergiftungskrankheit mit der gefundnen Verlezzung kombinirt an die Hand geben können, in wiefern die mit Arsenik geschehene Verlezzung zu heilen gewesen wäre, sie müste denn ausnehmend beträchtlich seyn, da es dann von selbst klar ist, daß grose brandige Verwundungen des Magens mit dem Leben nicht bestehen können, und wirkliche Durchbohrungen schwerlich mit einer völligen Wiedergenesung.]

[Fußnote 310: =Bohn= /de ranunc. vuln. leth. sect. 1./ S. 152, 153.]

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Anmerkungen zur Transkription

Folgende Passagen wurden korrigiert bzw. müssen noch kommentiert werden:

# S. xiii: "§. 152." fehlt, ist aber im Text vorhanden. # S. 4: "auftroknen"; sollte möglicherweise heißen: "austroknen" # S. 36: "F Hoffman" --> "Fr. Hoffman" # S. 234: "§. 412." kommt doppelt vor; dies wurde beibehalten. # S. 265/266: "§. 481." kommt doppelt vor; s.o. # Fußnote 45: "J. Schröder" bzw. "I. Schröder" sind im Fraktur- Zeichensatz nicht unterscheidbar; da der wahre Name nicht ermittelt werden konnte, wurde willkürlich die erste Variante gewählt. # Fußnote 145: "nach einder" --> "nach einander"