Part 15
Zwischen Springbach und dem oberen Milzthale, das in weitem Halbkreise die Bergmasse umschlingt, erheben sich die beiden Gleichberge (641 und 678 ~m~ hoch). Ihre schön bewaldeten aus der Keuperumgebung aufragenden Basaltgipfel sind im Gelände zwischen Thüringerwald und Rhön weit hinaus sichtbar. Auf einem Seitenvorsprung des Großen Gleichbergs (auch Bärenburg geheißen) befinden sich geschichtete Steinwälle, Altenburg genannt, die wahrscheinlich nur ein umwalltes Viehgehege darstellten, das frühestens aus dem ~VI.~ Jahrhundert stammt. Auf dem Kleinen auch Steinsburg genannten Gleichberge befindet sich eine gut durchdachte und kriegsmäßig ausgeführte Festungsanlage der ~La Tène~-Periode (vorrömischen Eisenperiode), die mit ihrem dreifachen Steinwallgürtel alle übrigen vorhistorischen Befestigungen auf deutschen Berghöhen weit übertrifft. Drei starke Quellen, von denen jetzt zwei nach ihrer Verschüttung erst weiter unten zu Tage treten, waren in das Bereich der Umwallungen eingezogen. Westlich der Gleichberge liegt am Ufer der Spring das zuerst im ~IX.~ Jahrhundert erwähnte freundliche Ackerstädtchen Römhild (1700 Einw.), ehemals die Residenz der gefürsteten Grafschaft Henneberg-Römhild. Die im ~XV.~ Jahrhundert erbaute Stiftskirche beherbergt zahlreiche Stein- und Erzbilder der hennebergischen Grafen und schöne Sarkophage vom berühmten Nürnberger Bildhauer und Erzgießer Peter Vischer. Von der aus dem ~XII.~ Jahrhundert stammenden Feste Hartenburg ist nur noch Wall und Graben übriggeblieben. In dem am Südfuße des Großen Gleichbergs gelegenen Flecken Gleicherwiesen sind ein Drittel der Bevölkerung Juden, etwa ein Fünftel im Flecken Bibra südlich von Meiningen und in den Dörfern Bauerbach und Berkach, was an hessische Verhältnisse erinnert.
[Sidenote: Heldburg. Rodach.]
Aus der fruchtbaren leichtgewellten Keuperfläche ragen hier und da Basaltkegel empor. Auf einem derselben erhebt sich die buchenumrahmte Ruine Straufhain, die zuerst im ~XII.~ Jahrhundert genannt wurde, in der Nähe des Fleckens Streufdorf. Am Kreckbach liegt das stille Städtchen Heldburg (1100 Einw.), berühmt wegen der auf einer Basaltkuppe aufstrebenden Feste Heldburg, der »fränkischen Leuchte«, weil sie in hoher Schönheit weit hinausleuchtet in die fränkischen Gaue (Abb. 135). Im ~IX.~ Jahrhundert gehörte sie zum Stift Fulda, war eine kurze Zeit hennebergisch und gehörte seit 1374 den Wettinern. Im ~XVI.~ Jahrhundert wurde sie ausgebaut, verfiel aber nach dem dreißigjährigen Kriege und wurde erst in neuester Zeit wiederhergestellt. Der Hof ist außerordentlich malerisch, besonders der Teil mit den beiden Erkern in Renaissance (Abb. 136). Die von Hildburghausen über Stadt Heldburg führende Zweigbahn endet bei Friedrichshall, das eine berühmte Bitterwasserquelle besitzt. Von Straufhain zieht ein meist schön bewaldeter viel gegliederter Keuperrücken in weitem Bogen nach Südosten und Osten, von der Rodach und der Itz durchbrochen, die beide südlich dem Main zufließen. An der Rodach liegt das meiningische Städtchen Ummerstadt (800 Einw.), weiter oberhalb das durch Zweigbahn mit Coburg verbundene coburgische Rodach (1900 Einw.).
[Sidenote: Veilsdorf. Rosenau.]
[Sidenote: Neustadt. Coburg.]
An der Mündung des Weidbachs in die Werra ist der Flecken Veilsdorf (900 Einw.) erbaut. Das benachbarte Kloster Veilsdorf ist jetzt Porzellanfabrik, das Kloster wurde im Bauernkriege zerstört. Von hier zieht der Muschelkalkrücken der Langen Berge nach Südosten, bei Tiefenlauter von der Lauter in engem Thale durchbrochen. Nach dem Austritt der Itz aus den Muschelkalkbergen reihen sich eine ganze Anzahl Wohnstätten im grünen flachen Thale aneinander. Hier erhebt sich inmitten herrlicher Gartenanlagen das herzogliche Lustschloß Rosenau (Abb. 137), auf niederem Hügel in gotischem Stile erbaut. Nördlich von Rosenau an den Lehnen des Herrnbergs liegen die von Pflanzen überwucherten Trümmer der Lauterburg. Zu Füßen des bewaldeten Buntsandsteinkegels des Mupperg liegt an der Röden die coburgische Stadt Neustadt an der Heide (5450 Einw.), die Spielwaren herstellt und dafür eine Modellierschule besitzt. Unterhalb der Mündungen von Lauter und Sulz breitet sich im grünen Itzthal Coburg (18700 Einw.) aus, die Haupt- und Residenzstadt des Herzogtums Coburg (Abb. 138 und 139). Die innere Stadt ist alt, aber freundlichen Charakters, von fränkischer lebensfroher Bevölkerung bewohnt. Die neueren Stadtteile dehnen sich weit aus mit ihren in Gärten liegenden Häusern. Die Stadt wurde erst Anfang des ~XIII.~ Jahrhunderts zuerst erwähnt und ist heute Sitz zahlreicher Behörden und Unterrichtsanstalten. An Stelle eines Barfüßerklosters wurde im ~XVI.~ Jahrhundert das Residenzschloß Ehrenburg erbaut, die Neubauten wurden seit 1816 in englischer Gotik errichtet.
[Sidenote: Korbwarenindustrie.]
Coburg ist seit etwa 40 Jahren zum Hauptorte des Korbwarenhandels geworden, mit weit zerstreuter Arbeiterschaft, der Zahl nach am stärksten in Sonnefeld, Weidhausen und Gestungshausen. In Sonnefeld sind mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Korbflechterei thätig. Die Korbflechterei ist erst am Anfang des ~XIX.~ Jahrhunderts begonnen worden, hier wie im benachbarten Oberfranken, wo zuerst die Weiden des Mainthals unentgeltlich das Material lieferten. Wie so häufig waren wenig fruchtbare Ländereien, sowie die zersplitterten Besitzverhältnisse von Grund und Boden der Anlaß zum Anfang von Hausindustrien, so hier der Korbflechterei. Der Ausbreitung des Korbflechtergewerbes entsprach die Ausdehnung des Absatzgebietes, zu welchem Zwecke die Korbwaren-Großhändler schon in den zwanziger Jahren des genannten Jahrhunderts bis Amerika vordrangen. Die einheimische Weide reichte für den Bedarf nicht aus, und da aus mancherlei Gründen Weidenkulturen nicht gepflegt wurden, so machte sich die Einfuhr fremder Weiden nötig, besonders aus Preußen, Österreich und Frankreich. In Oberfranken ist die Korbflechterei durchweg Hausindustrie, meist in Dörfern der Bezirke Lichtenfels und Kronach; der Vertriebsort der Ware ist Lichtenfels. Alle Hände der Familie sind auch in dieser Hausindustrie beschäftigt, und je nach Kraft und Geschicklichkeit ist die Arbeitsteilung durchgeführt. Die Korbwaren sind in einer außerordentlich großen Artenzahl vorhanden, von dem kleinsten Gegenstande von Eigröße bis zum Korb von der Größe eines Kubikmeters. Dazu kommen noch Taschen, Spielzeug, Blumentische, Gartenmöbel und viele andere Luxus- und Gebrauchsgegenstände.
[Sidenote: Feste Coburg.]
Beherrschend über der Stadt Coburg ragt wie ein Wachtposten im lieblichen Itzthal inmitten eines Kranzes landschaftlicher Schönheit die mächtige Feste Coburg empor (Abb. 140). Sie liegt auf dem westlichen Vorsprung des 457 ~m~ hohen Bausenbergs und ist mit ihren zackigen Türmen und Giebeln, Erkern und Söllern ein treffliches Bild einer mittelalterlichen Burganlage und eine Stätte wechselnder Geschichte. Im Jahre 1530 fand hier Luther Schutz und ein gastliches Heim, und von hier aus soll zum erstenmale das Lied: »Ein' feste Burg ist unser Gott« hinaus in die deutschen Lande geklungen sein. Ein trauliches Gemach ist als Luther- oder Reformatorenzimmer (Abb. 141) geschmackvoll ausgestattet, mit den Bildnissen Luthers, seiner Gattin Katharina und einer Anzahl Reformatoren. Die Leiden des dreißigjährigen Krieges gingen auch hier nicht spurlos vorüber, da 1632 die Stadt von Wallenstein eingenommen wurde, die alte Feste sich brav verteidigte, aber 1634 sich trotzdem ergeben mußte. Erst in der Mitte des ~XIX.~ Jahrhunderts wurde die Wiederherstellung der Burg vollendet, die nun in neuer Schönheit erglänzt. Das am meisten malerische Gebäude ist der mit Bogengängen verzierte Fürstenbau, wie andere Räume der Burg mit Waffen und Kunstschätzen gefüllt, darunter eine Kupferstich- und Holzschnittsammlung von 200000 Blättern. Die Feste Coburg, auch »fränkische Krone« genannt, gewährt von ihren Wällen aus ein prachtvolles Rundbild, von der Rhön über den dunklen Thüringerwald und Frankenwald bis zum Fichtelgebirge, südwärts auf die sonnigen Berge des fränkischen Jura.
[Sidenote: Neuses. Callenberg. Sonnefeld.]
Unweit Coburg am Sulzbache liegt das Dörfchen Neuses, wo Friedrich Rückert seinen Liebesfrühling lebte und sang und wo vor seinem Wohnhause (Abb. 142) im schattigen Garten dem Andenken des vaterlandsliebenden Sängers eine Marmorbüste (Abb. 143) errichtet wurde. In schönem, wildreichem Waldpark erhebt sich das herzogliche Schloß Callenberg (Abb. 144), in gotischem Stile mit Zinnen, Türmen und Erkern, eine hübsche Nachahmung einer mittelalterlichen Burg und mit fürstlicher Pracht ausgestattet. Östlich von Coburg, im oberen Thale des Bieberbachs liegt der Marktflecken Sonnefeld (1300 Einw.), im Mittelpunkte des großen Gebiets, wo Korbflechterei als Hausindustrie betrieben wird. Im ~XIII.~ Jahrhundert wurde Sonnefeld als Cistercienserkloster gegründet, das aber nur drei Jahrhunderte bestand; nur die Kirche erinnert heute noch an verschwundene Herrlichkeit. Weit im bayerischen Franken liegen einige coburgische Gebietsteile verstreut, das umfangreichste ist das an den Südhängen der Haßberge ausgebreitete Gebiet mit dem Städtchen Königsberg (900 Einw.), in fruchtbarem Gelände, wo Wein- und Obstbau getrieben wird.
[Sidenote: Banz. Vierzehnheiligen.]
Unsere Reise in Thüringen ist hier vollendet, aber der Wanderer wird vom südöstlichsten Teile Thüringens nicht Abschied nehmen, ohne noch einige Kilometer weiter ins Mainthal zu pilgern. Hier erhebt sich am rechten Mainufer Kloster Banz, ein ehemaliges Dominikanerkloster, jetzt eins der schönsten fränkischen Schlösser mit wertvoller naturwissenschaftlicher Sammlung. Jenseits des weiten grünen Mainthales oberhalb des bayerischen Städtchens Staffelstein steigen wir hinauf zum Staffelberg (539 ~m~), wie der das Schloß Banz tragende Höhenzug schon der Juraformation angehörig, durch steil abfallende Thalränder und auf den Höhen durch wellige Tafellandschaften ausgezeichnet. Hier lassen wir nochmals den Blick hinüberschweifen über die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen bis zu den walddunklen Bergen Thüringens, südwärts in die sonnigen Gefilde Bayerns. Treffend hat Scheffel diesen Platz in seinem Wanderlied besungen:
Wohlauf, die Luft geht frisch und rein, Wer lange sitzt, muß rosten; Den allersonnigsten Sonnenschein Läßt uns der Himmel kosten. Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid Der fahrenden Scholaren, Ich will zu guter Sommerszeit Ins Land der Franken fahren!
. . . . . . . . . . . .
Zum heiligen Veit von Staffelstein Komm ich emporgestiegen und seh' die Lande um den Main Zu meinen Füßen liegen: Von Bamberg bis zum Grabfeldgau Umrahmen Berg und Hügel Die breite, stromdurchglänzte Au -- Ich wollt', mir wüchsen Flügel.
. . . . . . . . . . . .
Einsiedel, das war mißgethan, Daß du dich hubst von hinnen, Es liegt, ich seh's dem Keller an, Ein guter Jahrgang drinnen. Hoiho! die Pforten brech' ich ein und trinke, was ich finde ... Du heiliger Veit von Staffelstein, Verzeih mir Durst und Sünde!
Statistische Übersicht.
============================================+=============+=========== |Flächeninhalt|Bevölkerung | in ~qkm~ | (1895) ============================================+=============+=========== | | ~a~) _Ernestinische Länder._ | | | | Großherzogtum Sachsen-Weimar | 3615 | 339200 Herzogtum Sachsen-Meiningen | 2468 | 234000 " Sachsen-Coburg-Gotha | 1958 | 216600 " Sachsen-Altenburg | 1324 | 180300 | | ~b~) _Schwarzburgische Fürstentümer._ | | | | Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt | 941 | 88700 " Schwarzburg-Sondershausen | 862 | 78100 | | ~c~) _Reußische Fürstentümer._ | | | | Fürstentum Reuß älterer Linie | 316 | 67500 " Reuß jüngerer Linie | 826 | 132100 | | ~d~) _Königreich Preußen._ | | | | Regierungsbezirk Erfurt mit Ausnahme von | | Nordhausen und eines Teils der Grafschaft | | Hohnstein etwa | 3450 | 391000 | | Vom Regierungsbezirk Merseburg die Kreise | | Zeitz, Naumburg, Weißenfels, Querfurt, | | Eckartsberga und Teile der Kreise | | Sangerhausen und Merseburg etwa | 2715 | 337000 | | Vom Regierungsbezirk Cassel der Kreis | | Schmalkalden " | 280 | 34000 | | ~e~) _Königreich Bayern._ | | | | Vom Regierungsbezirk Oberfranken die | | Bezirksämter Kronach, Naila, Stadtsteinach | | und Teile der Bezirksämter Münchberg und | | Hof nebst der Stadt Hof etwa | 1140 | 130000
Übersicht der geologischen Formationen.
~I.~ _Archäische Formationsgruppe._
~II.~ _Paläozoische Formationsgruppe._
1. Kambrische Formation. 2. Silur. 3. Devon. 4. Karbon. ~a~) Unter-Karbon (Kulm). ~b~) Ober-Karbon (produktive Steinkohlenformation). 5. Permische Formation (Dyas). ~a~) Rotliegendes. ~b~) Zechstein.
~III.~ _Mesozoische Formationsgruppe._
1. Trias. ~a~) Buntsandstein. ~b~) Muschelkalk. ~c~) Keuper. 2. Jura. ~a~) Lias. ~b~) Dogger (brauner Jura). ~c~) Malm (weißer Jura). 3. Kreideformation.
~IV.~ _Känozoische Formationsgruppe._
1. Alt-Tertiär. 2. Jung-Tertiär.
~V.~ _Quartäre Formation._
~a~) Diluvium. ~b~) Alluvium.
Litteratur.
Nur einige der wichtigsten Werke sind hier genannt:
¯F. Regel¯: Thüringen. Ein geographisches Handbuch. 3 Bde. Jena, 1892-1896.
Behandelt im weitesten Umfange Land, Biogeographie und Kulturgeographie und ist eine außerordentlich fleißige und verdienstvolle Arbeit.
¯Fr. Regel¯: Entwickelung der Ortschaften im Thüringerwald. Ergänzungsheft Nr. 76 zu Petermanns Mitteilungen. Gotha. 1884.
Gibt eine Darstellung der Verkehrsentwickelung und der Siedelung unter Heranziehung eines reichen Urkundenmaterials.
¯Fr. Regel¯: Forstwirtschaft in Thüringen. Geographische Blätter. Bd. ~XV.~ Bremen, 1892.
Bespricht die Verbreitung und Kultur des Waldes im Thüringerwald.
¯F. Spie߯: Physikalische Topographie von Thüringen. Weimar, 1875.
Ist eine eingehende und heute noch wertvolle Beschreibung aller physischen Verhältnisse des ganzen thüringischen Gebiets.
¯H. Pröscholdt¯: Der Thüringerwald und seine nächste Umgebung. Forschungen zur deutschen Landes- und Volkskunde. ~V.~ Bd. Stuttgart, 1891.
Gibt eine auf dem neuesten Standpunkt stehende Darstellung der geologischen Verhältnisse und ihrer Entwickelung.
¯C. Kaesemacher¯: Die Volksdichte der Thüringischen Triasmulde. Forschungen zur deutschen Landes- und Volkskunde. ~VI.~ Bd. Stuttgart, 1892.
Untersucht die Volksdichte mit Rücksicht auf die geologischen Verhältnisse des Bodens.
¯H. Leinhose¯: Bevölkerung und Siedelungen im Schwarzagebiet. Inaugural-Dissertation. Halle a. d. S., 1890.
Untersucht die Volksdichte mit Rücksicht auf Höhenstufen.
¯J. Bühring und L. Hertel¯: Der Rennsteig des Thüringerwaldes. Jena, 1896.
Das beste Buch über den Rennsteig mit wertvollen geschichtlichen Untersuchungen.
¯E. Sax¯: Die Hausindustrie in Thüringen (Sammlung nationalökonomischer und statistischer Abhandlungen), 3 Hefte. Jena, 1884-1888.
Eingehende wirtschaftsgeschichtliche Studien mit Angaben über Innungen u. s. w.
¯H. Gebhardt¯: Zur bäuerlichen Glaubens- und Sittenlehre. Gotha, 1895.
Schildert Leben und Denken des Flachlandbauern Thüringens, seine Sitten und Bräuche und seine Stellung zu Glauben und Kirche.
¯H. Größler¯: Führer durch das Unstrutthal von Artern bis Naumburg. 2 Teile. Freiburg a. d. U., 1892 u. 1893.
Mit besonderer Rücksicht auf Ortsgeschichte.
¯A. Trinius¯: Thüringer Wanderbuch. 6 Bde. Minden, 1886-1896.
Gemütvolle Schilderungen mit Beziehungen auf Ortsgeschichte und Sage.
¯Anding und Radefeld¯: Thüringen (Meyers Reisebücher). 13. Aufl. Leipzig, 1896.
Das handlichste und zuverlässigste Reisebuch über den größten Teil Thüringens.
¯Specialkarte des Deutschen Reichs¯: 1 : 100000, herausg. von den preußischen, sächsischen und bayerischen Generalstäben.
Für unser Gebiet sind 28 Blätter nötig, die nach dem Zeitpunkt ihrer Herstellung sehr ungleichwertig sind.
¯F. Beyschlag¯: Geognostische Übersichtskarte des Thüringerwalds, 1 : 100000, herausg. von der Kgl. Preuß. Geologischen Landesanstalt. Berlin, 1897.
Ist die beste geologische Karte und für das Studium unentbehrlich.
¯R. Lepsius¯: Geologische Karte des Deutschen Reiches in 27 Blättern. 1 : 500000. Gotha, 1897.
Unser Gebiet ist in den Blättern 13, 14, 18 und 19 dargestellt, die geologische Darstellung von großer Anschaulichkeit.
¯Andrees Handatlas¯, Blatt Thüringen 1 : 500000. Bielefeld u. Leipzig, 1898.
Die beste Übersichtskarte kleinen Maßstabes mit reichem Inhalt.
+----------------------------------------------------------------+ | Anmerkungen zur Transkription | | | | Inkonsistenzen wurden beibehalten, wenn beide Schreibweisen | | gebräuchlich waren, wie: | | | | anderen -- andern | | andererseits -- anderseits | | angewandt -- angewendet | | Buntsandstein-Scholle -- Buntsandsteinscholle | | Eichsfeldes -- Eichsfelds | | Frankenwaldes -- Frankenwalds | | Gebietes -- Gebiets | | Gerbersteines -- Gerbersteins | | gewerbefleißig -- gewerbfleißig | | Kemenate -- Kemnate | | Komthurei -- Komturei | | Mainthales -- Mainthals | | Massemühle -- Massenmühle | | slavische -- slawische | | Stufenlandes -- Stufenlands | | Tabakpfeifen -- Tabakspfeifen | | Thüringerwaldes -- Thüringerwalds | | | | Interpunktion wurde ohne Erwähnung korrigiert. | | Im Text wurden folgende Änderungen vorgenommen: | | | | S. 9 »Pophyre« in »Porphyre« geändert. | | S. 10 »Bischofsitzen« in »Bischofssitzen« geändert. | | S. 12 »Christenthums« in »Christentums« geändert. | | S. 27 »Orlaugaus« in »Orlagaus« geändert. | | S. 42 »Müncheberger Gneisgebiet« in »Münchberger Gneisgebiet« | | geändert. | | S. 46 »gewundenenen« in »gewundenen« geändert. | | S. 47 »Hockerode« in »Hockeroda« geändert. | | S. 50 »mitleren« in »mittleren« geändert. | | S. 50 »Adlerberg« in »Adlersberg« geändert. | | S. 50 »Linie Mengersreuth-Steinach« in »Linie | | Mengersgereuth-Steinach« geändert. | | S. 52 »verhältniswäßig« in »verhältnismäßig« geändert. | | S. 55 »Sigmundsburger« in »Siegmundsburger« geändert. | | S. 56 »Sigmundsburg« in »Siegmundsburg« geändert. | | S. 56 »Adlerberg« in »Adlersberg« geändert. | | S. 68 »wiedergespiegelt« in »widergespiegelt« geändert. | | S. 86 »Inselwasser« in »Inselswasser« geändert. | | S. 90 »Wahrscheinlichleit« in »Wahrscheinlichkeit« geändert. | | S. 94 »Co-Coburg« in »Coburg« geändert. | | S. 98 »Länder« in »Ländler« geändert. | | S. 110 »in natürlichen« in »in natürlichem« geändert. | | S. 113 »und seine Genossen« in »er und seine Genossen« | | geändert. | | S. 114 »ein herzogliche« in »eine herzogliche« geändert. | | S. 117 »bei Zerstörung« in »bei der Zerstörung« geändert. | | S. 118 »J. M. Kraus« in »G. M. Kraus« geändert. | | S. 125 »entlang der Muschelkalkzug« in »entlang dem | | Muschelkalkzug« geändert. | | S. 126 »Tennstädt« in »Tennstedt« geändert. | | S. 127 »ehemaliege« in »ehemalige« geändert. | | S. 128 »Holzthalleben« in »Holzthaleben« geändert. | | S. 129 »Jahrundert« in »Jahrhundert« geändert. | | S. 134 »angepflanzt wurden« in »angepflanzt worden« geändert. | | S. 139 »Das Obere Eichsfeld« in »Das obere Eichsfeld« geändert.| | S. 143 »zerstört wurde« in »zerstört wurden« geändert. | | S. 146 »569 m Heiligen Berges« in »569 m hohen Heiligen | | Berges« geändert. | +----------------------------------------------------------------+