Schutz- und Trutzbündnisse in der Natur
Part 8
In diesem Bläulingsfall mischt sich allerdings gleich auch eine Besonderheit ein, die bis heute noch wieder das Verständnis eines großen, auch hier anschließenden Gebiets erschwert und in gewissem Sinne nochmals einen Weg oder, wir sagen wohl besser, einen Abweg dieser Symbiose angedeutet hat, ohne daß es doch auch dazu an sehr bekannten, ja berüchtigten Menschenvergleichen fehlte. Reine Zuckeraufnahmen haben bei Tier wie Mensch ja stets etwas, das so sachte schon vom Nährmittel zum Genußmittel hinüberführt. Gehen wir aber vom Honig zu Met oder der Süße zum Sekt, so sind wir beim Menschen inmitten der reinen Luxusgenüsse. Bei diesen Lyzäninenraupen scheint es sich nun auch bereits um solche für die Ameisen zu handeln, zur Gewißheit aber wird das bei den Unmengen besonders kleiner Käferchen, die sowohl in den Ameisen- wie den Termitenburgen dauernd und gewohnheitsmäßig gehalten und dort von uns in der Regel auch als „Haustiere“ oder doch als Gäste und Freunde (Myrmekophilen, Termitophilen) bezeichnet werden. Am bekanntesten ist aus dieser bunten Gesellschaft unser blindes, völlig auf Ameisenfütterung angewiesenes Keulenkäferchen ~Claviger~, etwa 2,5 Millimeter groß und systematisch nahe an die Kurzflügler (Staphyliniden) anschließend, doch zählen die Vertreter in Wahrheit nach vielen Hunderten, worunter sich bei den indischen Termiten auch eine flugunfähige Fliege, die ~Termitoxenia~, mischt, deren Flügel in bequeme Greifhenkel umgewandelt sind, an denen die Stallbesitzer ihr Viehchen hin und her zerren können. Auch hier bestehen alle äußern Anzeichen zunächst der Kultursymbiose: Füttern, Schützen, Wohnunggeben, nachhaltigste Jungenpflege, auch sind die „Gäste“, wie die beiden Beispiele schon zeigen, in denkbar weitestem Maße an die Hut selber angepaßt oder, besser noch gesagt, ihr einseitig ausgeliefert. Bei alledem steuern auch sie aber durchweg nur solche Genußmittel bei und nicht solide Nahrung, Genußmittel „anscheinend wohl narkotischer Natur“, wie sich ein neuester Schilderer (Werner) ausdrückt, -- stellen also bildlich Kühe dar, aus denen Sekt gemolken wird. Feine Haarpinsel und andere Begleiterscheinungen verraten die Anwesenheit von Luxusextrakten, auf die hier gezüchtet ist, aromatisch-narkotischen Essenzen, wobei wir uns erinnern, daß Tiere allenthalben sich auch auf unsere menschlichen Alkoholika wie gewisses Parfüm höchst erpicht zeigen und sich unheimliche Räusche antrinken können, -- wie denn nach Oskar Hertwigs Angabe bereits die Eizellen von Tieren künstlich in eine Rauschlähmung versetzt werden können und dann die Sperrungen, die sonst der Überfruchtung (Aufnahme von mehr als einem Samenfaden in das weibliche Ei) wehren, vernachlässigen. (Lehrbuch der Entwicklungsgeschichte, 8. Aufl., S. 62.) Und solche Luxussymbiose, wenn sie auch noch so sehr unter die einseitige Kultursymbiose im ganzen fällt, wie diese unter die Symbiose überhaupt, zeigt erklärlich auch hier ebensolche Gefahren für die herrschende Partei selbst, wie sie bei uns jeder nicht vergeistigte, sondern grob materielle Luxus ergibt. Es stellen sich in der Volkswirtschaft auch dieser Insekten Schäden ein, wie wenn ein ganzes Land bloß noch mit Burgunderreben überzogen würde unter völliger Vernachlässigung von Korn und Kartoffeln, ja noch tiefer greifende persönliche. Wenn die Ameisen solche Bläulingsraupen finden, lassen sie plötzlich ihre Blattläuse im Stich. Die Sache wird aber ärger, wenn sich in der Rolle solcher Sektgeber böse Räuber einschmuggeln (schon bei jenen Raupen gibt es fleischfressende, ameisenfressende Arten) und um des Genusses willen unmittelbar toleriert werden. Paussus, Lomechusa und andere geradezu vergötterte Helden gewisser Ameisenstaaten, auch jene seltsame Termitenfliege, sind ganz eigentlich solche Kannibalen, besonders Fresser an armen Larvenkindern ihres Gastgebervolks. Es ist, als habe die Symbiose ihnen den alten im Blute steckenden Räuber diesmal nicht abzuerziehen brauchen, da das narkotische Genußgift die Symbionten so pervers gemacht hatte, daß sie auf diesen schlimmsten Rückstand diesmal gar kein Gewicht legten, vielmehr wohl selber eine wahrhaft selbstmörderische Verkehrtauslese ins Werk setzten. Die fremden Kinder des Erzräubers Lomechusa (eines Kurzflüglerkäfers) werden in gewissen Ameisenvölkern derartig in der Pflege bevorzugt, daß die eigene Ameisenbrut darüber entartet. Bei den Termiten ist der immerhin schon normal bedenkliche Brauch eingerissen, im eigenen Volke die nötige Königinnenpflege bei den Arbeitern nicht bloß an einen strengen Pflichtinstinkt, sondern auch eine Luxuszugabe zu ketten: die Königin läßt beständig von ihren Flanken eine Art narkotischen Saftes träufeln, der wie in einer großen Staatskneipe von den Pflegern abgetrunken wird. Daran aber hat sich nun wieder angeschlossen, daß sich hier öfter solche fremden Räuber, die durch Fressen von Königinnenmast gleicher Gabe teilhaftig geworden, im blinden Volk gradezu an Stelle solcher Königin schmuggeln und entsprechend verhätschelt und beschützt werden, obwohl sie zyklopengleich die wartende Schar fortgesetzt dezimieren. Erklärlich, daß an solcher mörderischen Symbiose ganze Einzelstaaten zugrunde gehen, ja auf die Dauer die Arten im ganzen sich wie mit einer „sozialen Krankheit“, wie Doflein sich einmal ausgedrückt hat, behaftet zeigen müssen. Unwillkürlich denkt man an unsere Südseeinsulaner, die am Branntwein und gewissen Lasterkrankheiten absterben. Die gesunde Kultursymbiose ist hier zur _Lastersymbiose_ geworden, ob nun Ameise oder Mensch. Wobei noch an eine andere Gefahr dieser Kultursymbiose erinnert sei, die man ebenfalls bei beiden studieren kann: wenn sich nämlich die überlegene Partei schließlich so sehr von der andern mästen und aushalten läßt, daß sie das eigene Arbeiten ganz abschafft und verlernt, hoffnungslos faul und hilflos und so schließlich selber wieder zum abhängigen Teil wird. Wir erleben das bei gewissen der sogenannten Sklavenameisen (~Polyergus~, Amazonenameisen), wo die eine Partei sich von ursprünglich andersartigen Ameisen füttern und bedienen läßt, die sie zunächst (nicht symbiontisch) aus andern Ameisennestern gewaltsam als Puppen geraubt hat, mit denen sie aber dann soweit ganz gut symbiontisch weiterlebt, doch mit dem unsinnigen Extrem, daß sie selber nicht mehr allein fressen kann, sondern verhungert, wenn ihr die fremden Genossen nicht „einholen“ und die fertigen Bissen in den Mund stecken. Den Schluß dieser neuen Form von Lastersymbiose stellen vielleicht gewisse Ameisenpersonen aus im ganzen längst zerfallenen eigenen Staaten dar, die sich heute als fette, hilflose Müßiggänger einzeln in andern Nestern herumtreiben und dort wohl nur Unheil anrichten, nachdem sie sich in ihrem Bettlerstande wahrscheinlich auch auf perverse Gaukelkünste jener andern Art geworfen haben. Man sieht, daß die einseitige Überlegenheit in den Schutzgenossenschaften in dauernden und gesunden Traditionen immer nur normal bestehen bleiben kann, wenn sie zuletzt auf einer Gehirnüberlegenheit und nicht auf Genußlastern und Faulheit beruht!
Es wäre zum Schluß noch eine Symbiosenform als Möglichkeit auch im Tier zu besprechen, bei der wir, doch jetzt bei der Menschenfortsetzung angelangt, am geeignetsten zunächst vom Menschen unmittelbar ausgehen. Unsere Symbiose hat uns (auch mit Einschluß selbst ihrer Auswüchse) wesentlich zuletzt schon an das Gehirn anknüpfen lassen. Dieses Gehirn ist nun bei uns Menschen auf der einen Seite das überragende Intelligenzorgan, nachdem sich bei den Tieren zunächst hauptsächlich die höheren und verwickelten Instinkte hier angeschlossen hatten. Inwiefern doch auch bei den Tieren sich in steigendem Maße nach oben in die Symbiosen schon solche echte Intelligenz eingemischt haben könnte, möchte ich hier dahingestellt sein lassen, die Entscheidung ist deshalb so schwer, weil wir gerade bei den entschieden schon intelligentesten Tieren (in der Wirbeltierreihe von den Fischen an aufwärts) merkwürdigerweise nur ganz vereinzelte und meist kaum über die Vorstufe der noch fast indifferenten Synökie (Hausgemeinschaft) hinausgelangende Beispiele haben, andererseits aber die fest eingeführten Symbiosen grade ihrem Wesen nach nicht eigentlich in die Einzelintelligenz fallen wollen, sondern beim Tier ohne menschliche Überlieferungsart notwendig etwas Vererbtes und damit Triebhaftes wahren müssen; wie sie im Einzelfall _ausgeübt_ wurden innerhalb des vererbten Grundgesetzes, daran mag ja die Intelligenz wachsend nach oben Anteil genommen haben, doch entzieht sich das grade durchweg unserer Betrachtung, die das Gesetzmäßige sucht. Die paar bisher bekannt gewordenen, früher noch nicht miterwähnten Fälle oberster Wirbeltiersymbiosen lassen sich fast an den Fingern abzählen: der altertümliche Hatteria-Saurier, der in seinem Zusammenwohnen auf neuseeländischen Klippen mit Sturmvögeln in gleichen Höhlen von Schauinsland so anschaulich geschildert und im Museum zu Bremen in prachtvollen Modellen verewigt worden ist, -- die Indizien echter Symbiose bleiben aber ziemlich schwach; die Kuhreiher und Nashornstare (Madenhacker), die den großen tropischen Büffeln und Rhinozerossen Ungeziefer stochernd auf dem Rücken reiten und bei Gefahr warnend auffliegen, -- in Einzelheiten noch nicht geklärt wie jene hier angrenzende Geschichte vom Krokodilwächter; Präriehunde mit Klapperschlangen und Eulen, also gefährlichen Feinden, im gleichen Bau, -- vorläufig ganz unklar; wobei immerhin erwähnt sei, daß auch vorratsammelnde Nagetiere (Wurzelmäuse) sich an gewissen narkotischen Wurzeln (Eisenhut) weniger beköstigen, als berauschen sollen und die südamerikanischen geselligen Viscachas durch fortgeworfene Kerne auf ihren Bauten immer wieder kleine Melonengärten ansiedeln, ohne daß doch weder sie noch unser Hamster, bei dem es so nahe läge, zu wirklichem Ackerbau übergegangen wären; endlich Zebras, Gnuantilopen, Giraffen, Strauße, an sich schon keine feindlichen Gegensätze, in Afrika zu genossenschaftlichen Herden regelmäßig vereint, wie auf unseren heimischen Seen die verschiedensten Entenarten und Taucher, -- Schillings hat davon die reizvollsten Bilder gegeben, doch wird man kaum über die Gesetze einfacher Herdenbildung der gleichen Arten unter sich hinausgeführt. Die Beispiele, die der russische Fürst Peter Kropotkin in einem bekannten Buche über „Gegenseitige Hilfe in der Entwicklung“ zusammengestellt hat, beziehen sich fast ausnahmslos überhaupt nur auf solches Sozialleben _gleicher_ Arten, haben also mit echter Symbiose nichts zu tun; da grade dieses Buch wiederholt als „Begründung der Symbiosenlehre“ gefeiert worden ist, sei dazu noch vermerkt, daß Kropotkins älteste Veröffentlichungen über den Stoff nicht über die 90er Jahre zurückgehen, also auch in diesem Sinne für eine Priorität nicht entfernt in Betracht kommen können.
Die Fülle der echten Beispiele setzt jedenfalls erst wieder ganz ohne Übergang (grade von echter Affensymbiose ist mir nichts bekannt) beim Menschen selbst ein. Aber wir haben bei diesem Menschen noch etwas anderes an sein Gehirn angeschlossen. Neben der Intelligenz im Sinne auch möglichst kluger Einzelabwägung jeden Vorteils und praktischer persönlicher Erfindung zum Nutzzweck zeigen sich hier die Gemütserregungen: Freundschaft, Mitleid, Liebe in einem vergeistigt-gefühlsmäßigen Sinne, persönliche Sympathie auf einem keineswegs bloß verstandesmäßigen, vorteilsuchenden Wege. Die Empfindung, mit der ein Mensch sich beispielsweise zu seinem Hunde zu stellen pflegt, geht entschieden außerordentlich weit über diesen kalten Nutzanschluß seiner Kultursymbiose hinaus. Ich möchte hier unmittelbar von einer _Gemütssymbiose_ sprechen. Und es darf wohl die Frage zuletzt aufgeworfen werden, inwieweit solche persönliche Gemütssymbiose immerhin auch in alle Einzelfälle wenigstens höchster tierischer Symbiosen (und vielleicht auch ihre Entstehung hier schon im ganzen) hineingewirkt haben könnte. Es gibt ja eine ganze Zoologenschule heute, die behauptet, wir hätten überhaupt kein Mittel, Gefühle bei den Tieren zu erkennen, ein Standpunkt, mit dem sich meines Erachtens nicht streiten läßt, da er in der hellen Sonne die Sonne nicht mehr sieht. Aber ich denke, auch der erbittertste Gegner echten tierischen Gemütslebens wird die Möglichkeit des Falles mindestens beim Hunde und seiner Symbiose zum Menschen als gegeben erachten, -- und zwar auf seiten des Hundes sowohl wie des Menschen.
Sachregister.
Ackerbautreibende Ameise, angebliche 68 f.
~Adamsia palliata~ 26 ff.
Anolidier (Schnecken) 38
Akontien 27, 29, 33
Alge und Pilz 42 ff.
Ameisen als Pilzzüchter 66 ff.
Ameisen und Waldblumen 69
Ameisenpflanzen 64
~Anthias dofleini~ (Fisch) 38
Aronstab 60, 63
~Aspidosiphon~ 37
Asseln in Symbiose 34
Atta-Ameisen 64 f.
Bakterien, Stickstoff- 49 f.
--„-- im Darm 56
Bandwurm 7
Bernsteinschnecke 17
Bernhardinerkrebse (Einsiedlerkrebse) 24 ff.
Bitterling (Fisch) 19
Blattläuse und Ameisen 70 f.
Bläulingsraupe und Ameisen 71
Blumen und Insekten als Symbiose 7, 58 ff.
Blütenverteidigung durch Insekten 63 f.
Bombardierkäfer 21
Borkenkäfer als Pilzzüchter 68
Borstenwurm in Symbiose 34
~Bradypodicola~ (Schmetterling) 57
Brennfestigkeit von Fischen 38 f.
Brennkapseln der Polypen 22, 25, 29
Bryozoen in Symbiose 36
~Caranx~ (Fisch) 37
Chlorophyll 41, 43, 52 ff.
--„--, angebliches in Tieren 52
Cienkowski 51
~Claviger~ (Käfer) 71
Cnidarien (Nesseltiere) 21
~Cuscuta~ (Teufelszwirn) 16
~Convoluta~ (Wurm) 53, 55
Darwin 8, 10 ff., 13 f.
Daseinskampf 10 ff.
de Bary 6 ff., 41 f., 58
~Diplozoon paradoxum~ 5
Doflein 27, 29, 30, 33, 35, 38
Drei-Symbiose 35, 50
~Entoconcha mirabilis~ (Muschel) 40
Ernteameise 68
Escherich 67
Explosionsprinzip in der Natur 21
Faultieralgen 56
~Fierasfer~ (Fisch) 39
Flechten 6, 41 ff.
Frank 45
Freßpolypen 22, 30
Gehirn der Biene 61
Gemütssymbiose 76
Glochidien 20
Gonidien 42
Haeckel 51
Hatteria 75
~Hebella~ 36
Hertwig, Oskar 7 ff., 31, 52 f., 72
Hertwig, Richard 52
Humboldt, Alexander von 5
Hund und Mensch 76
~Hydra viridis~ 52 ff., 55
~Hydractinia~ 26, 29 f.
Kammerer 32, 34, 56
Keller, Konrad 70
Kolibri 60
Korkschwamm in Symbiose 36
Krebsschutz durch Polypen 30 ff., 58
Krokodilwächter 9, 75
Kropotkin 75
Kuhreiher 75
Kultursymbiose 70
Lastersymbiose 73
Leguminosen, Symbiose bei 48 ff.
~Leucochloridium~ 17, 18
~Lomechusa~ (Käfer) 72 f.
Lupinendüngung, Sinn der 48 f.
Luxussymbiose 72
Malermuschel 19
Müller, Johannes 40
Muschelwächter (Krebs) 35
Mykorrhiza, Problem der 45 ff.
Myrmekophilen (Ameisengäste) 71
Neunauge 16
~Nomeus~ (Fisch) 37
Orchideen in Symbiose 47, 59 ff.
~Paussus~ (Käfer) 72
Parasitismus 16
~Physalia~ 37
Pilze in Insekten 56
~Podocoryne~ 26, 37
Polydectinen (Krebse) 35
Purpurschnecken 24
Pütter 54
Quallenfresser (Fisch) 38
Radiolarien 50 f.
Raupe mit Wespenlarven 16 f.
~Sagartia parasitica~ 26, 27
Säureschnecken 20
Schillings 75
Schraubensabelle in Symbiose 36
Schutzpolypen 30 f.
Seegurken 39
Semon, Richard 37
Sklavenameisen 73
Soredien 44 f.
Spinnennetz 14
Sprengel 7, 58
Stahl 42, 45
Stickstoffbakterien 49
Symbiose, Definition des Wortes 7-9
Synökie 20 f., 23, 25, 74
~Tarsipes~ 60
Termiten als Pilzzüchter 67 f.
Termitenkönigin, Luxussaft der 73
Termitophilen 71
~Termitoxenia~ 72
Tintenfisch im Kampf mit Krebs und Polypen 25, 30
~Urogonimus macrostomus~ 17
Vexiergurke 21 f.
~Virbius~ (Krebs) 33
Wegwespe und Kreuzspinne 15
Wehrpolypen 23, 30, 33
Weismann 12, 31
Wurzelkrebs 40
Yukkamotte 62
Zikaden und Ameisen 71
Zoochlorellen 55
Zooxanthellen 55
Naturwissenschaftliche Bildung ist die Forderung des Tages!
Zum Beitritt in den „Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde“, laden wir
alle Naturfreunde
jedes Standes sowie alle Schulen, Volksbüchereien, Vereine usw. ein. -- Außer dem geringen
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erwachsen dem Mitgliede $keinerlei$ Verpflichtungen; dagegen werden ihm folgende großen Vorteile geboten:
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~II.~ Die ordentlichen Veröffentlichungen. 4 Buchbeilagen.
Nichtmitglieder zahlen den Einzelpreis von M 1.-- für jeden Band.
Wilhelm Bölsche, Schutz- und Trutzbündnisse in der Natur. Dr. Kurt Floericke, Plagegeister. H. Besser, Natur- und Jagdstudien in Deutsch-Ostafrika. Dr. Alfred Hasterlik, Von Speise und Trank.
Über die für 1918 in Aussicht genommenen ordentlichen Veröffentlichungen siehe Anzeige vor dem Titel.
~III.~ Vergünstigungen beim Bezuge von hervorragenden naturwissenschaftlichen Werken.
Jedermann kann jederzeit Mitglied werden. Bereits Erschienenes wird nachgeliefert.
Satzung
§ 1. Die Gesellschaft Kosmos (eine freie Vereinigung der Naturfreunde auf geschäftlicher Grundlage) will in erster Linie die Kenntnis der Naturwissenschaften und damit die Freude an der Natur und das Verständnis ihrer Erscheinungen in den weitesten Kreisen unseres Volkes verbreiten.
§ 2. Dieses Ziel sucht die Gesellschaft zu erreichen: durch die Herausgabe eines den Mitgliedern $kostenlos$ zur Verfügung gestellten naturwissenschaftlichen Handweisers (§ 5); durch Herausgabe neuer, von hervorragenden Autoren verfaßter, im guten Sinne gemeinverständlicher Werke naturwissenschaftlichen Inhalts, die sie ihren Mitgliedern $unentgeltlich$ oder $zu einem besonders billigen Preise$ zugänglich macht, usw.
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§ 5. Siehe Seite 78.
§ 6. Die Geschäftsstelle befindet sich bei der $Franckh’schen Verlagshandlung, Stuttgart$, Pfizerstraße 5. Alle Zuschriften, Sendungen und Zahlungen (vgl. § 5) sind, soweit sie nicht durch eine Buchhandlung Erledigung finden konnten, dahin zu richten.
Kosmos
Handweiser für Naturfreunde
Kriegs-Ausgabe.
Erscheint jährlich zwölfmal und enthält:
$Originalaufsätze$ von allgemeinem Interesse aus sämtlichen Gebieten der Naturwissenschaften und den Grenzgebieten. Reich illustriert.
$Regelmäßig orientierende Berichte$ über Fortschritte und neue Forschungen auf allen Gebieten der Naturwissenschaft.
$Auskunftsstelle -- Wertvolle kleine Mitteilungen.$
$Mitteilungen über Naturbeobachtungen$, Vorschläge und Anfragen aus dem Leserkreise.
$Bibliographische Notizen$ über bemerkenswerte neue Erscheinungen der deutschen naturwissenschaftlichen Literatur.
Die ordentlichen Veröffentlichungen
früherer Jahre erhalten Mitglieder, solange vorrätig, zu Ausnahmepreisen:
1904
(Handweiser vergriffen) zusammen für M 4.-- (Preis für Nichtmitglieder M 5.-), geb. für M 6.20 (für Nichtmitglieder M 8.40):
$Bölsche, W., Abstammung des Menschen.$ $Meyer, Dr. M. W., Weltuntergang.$ $Zell, Ist d. Tier unvernünftig?$ (Doppelbd.) $Meyer, Dr. M. Wilh., Weltschöpfung.$
1905
1906
(Handweiser vergriffen) je für M 4.-- (Preis für Nichtmitgl. M 5.--), geb. für M 6.75 (für Nichtmitgl. M 9.--):
$Bölsche, W., Stammbaum der Tiere.$ $Welten, Die Sinne der Pflanzen.$ $Zell, Dr. Th., Tierfabeln.$ $Teichmann, Dr. E., Leben und Tod.$ $Meyer, Dr. M. W., Sonne und Sterne.$ $Welten, Wie die Pflanzen lieben.$ $Meyer, Dr. M. Wilh., Rätsel d. Erdpole.$ $Zell, Dr. Th., Streifzüge durch d. Tierwelt.$ $Bölsche, Wilh., Im Steinkohlenwald.$ $Ament, Dr. W., Die Seele des Kindes.$
1907
1908
(Handweiser vergriffen) je für M 4.-- (Preis für Nichtmitgl. M 5.--), geb. für M 6.75 (für Nichtmitgl. M 9.--):
$Francé, Streifzüge im Wassertropfen.$ $Zell, Dr. Th., Straußenpolitik.$ $Meyer, Dr. M. W., Kometen u. Meteore.$ $Teichmann, Fortpflanzung u. Zeugung.$ $Floericke, Dr. K., Die Vögel des deutschen Waldes.$ $Meyer, Dr. M. W., Erdbeben u. Vulkane.$ $Teichmann, Dr. E., Die Vererbung.$ $Sajó, Krieg u. Frieden im Ameisenstaat.$ $Dekker, Naturgeschichte des Kindes.$ $Floericke, Dr. K., Säugetiere des deutschen Waldes.$
1909
ungebunden zusammen M 4.80 (für Nichtmitglieder M 7.80) und gebunden für M 8.80 (für Nichtmitglieder M 13.25):
$Francé, Bilder aus d. Leben d. Waldes.$ $Meyer, Dr. M. Wilh., Der Mond.$ $Sajó, Prof. K., Die Honigbiene.$ $Floericke, Kriechtiere u. Lurche Deutschl.$ $Bölsche, Wilh., Der Mensch in der Tertiärzeit und im Diluvium.$
1910
1911
ungebd. zus. M 4.80 (für Nichtmitglieder M 7.80) und gebunden für M 8.80 (für Nichtmitglieder M 13.25):
$Koelsch, Pflanzen zwisch. Dorf u. Trift.$ $Dekker, Fühlen und Hören.$ $Meyer, Dr. M. W., Welt der Planeten.$ $Floericke, Säugetiere fremder Länder.$ $Weule, Kultur der Kulturlosen.$ $Koelsch, Durch Heide und Moor.$ $Dekker, Sehen, Riechen und Schmecken.$ $Bölsche, Der Mensch der Pfahlbauzeit.$ $Floericke, Vögel fremder Länder.$ $Weule, Kulturelemente der Menschheit.$
1912
ungebunden zusammen M 4.80 (für Nichtmitglieder M 7.80) und gebunden für M 8.80 (für Nichtmitglieder M 13.25):
$Gibson-Günther, Was ist Elektrizität?$ $Dannemann, Wie uns. Weltbild entstand.$ $Floericke, Fremde Kriechtiere u. Lurche.$ $Weule, Die Urgesellschaft und ihre Lebensfürsorge.$ $Koelsch, Würger im Pflanzenreich.$
1913
ungebunden zusammen M 4.80 (für Nichtmitglieder M 7.80) und gebunden für M 8.80 (für Nichtmitglieder M 13.25):
$Bölsche, Festländer und Meere.$ $Floericke, Einheimische Fische.$ $Koelsch, Der blühende See.$ $Zart, Bausteine des Weltalls.$ $Dekker, Vom sieghaften Zellenstaat.$
1914
1915
ungebd. zusammen M 4.80 (für Nichtmitgl. M 7.80) und gebunden für M 8.80 (für Nichtmitgl. M 13.25):
$Bölsche, Wilh., Tierwanderg. i. d. Urwelt.$ $Floericke, Dr. Kurt. Meeresfische.$ $Lipschütz, Dr. A., Warum wir sterben.$ $Kahn, Dr. Fritz, Die Milchstraße.$ $Nagel, Dr. Osk., Romantik der Chemie.$ $Bölsche, Wilh., Der Mensch der Zukunft.$ $Floericke, Dr. K., Gepanzerte Ritter.$ $Weule, Prof. Dr. K., V. Kerbstock z. Alphab.$ $Müller, Alfr. Leop., Gedächtn. u. s. Pflege.$ $Besser, H., Raubw. u. Dickhaut. i. D.-Ostaf.$
1916
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$Bölsche, Stammbaum der Insekten.$ $Dekker, Dr., Heilen und Helfen.$ $Floericke, Dr., Bulgarien.$ Doppelbd. $Weule, Krieg in den Tiefen d. Menschheit.$
1917
ungebunden zusammen M 5.60 (für Nichtmitglieder M 7.80) und gebunden für M 9.25 (für Nichtmitglieder M 13.25):
$Besser, Natur- u. Jagdstudien in D.-Ostafr.$ $Floericke, Dr., Plagegeister.$ $Hasterlik, Dr., Speise und Trank.$ $Bölsche, Schutz- u. Trutzbündn. i. d. Natur.$
=Allen Jahrgängen, außer 1904-1908, werden die 12 Hefte des betr. Handweiser-Jahrg. beigefügt.=
Sämtl. noch vorhand. Jahrgänge der Kosmos-Veröffentlichungen (s. obige Zusammenstellung) liefern wir an Mitgl.: geh. für M 55.-- (Preis für Nichtmitgl. 98,20), geb. (auch Handw.) f. M 88.50 (Preis f. Nichtmitgl. 163.65) auch nach $Vereinbarung gegen monatl. Ratenzahl.$