Category: Novels

Sämtliche Werke 9: Novellen aus Österreich III

Die Novelle ist im Sommer 1887 in Blansko geschrieben und noch in demselben Jahre in der »Deutschen Dichtung« von Karl Emil Franzos am 1. und am 15. September (zweiter Band, Heft 11 und 12, Seite 312-334 und 338-354) zuerst erschienen. Hier sollte sie den Titel: »_^Vanitas^_«...

Chapters

1. Part 1

Die Novelle ist im Sommer 1887 in Blansko geschrieben und noch in demselben Jahre in der »Deutschen Dichtung« von Karl Emil Franzos am 1. und am 15. September (zweiter Band, Hef...

2. Part 2

Jeden anderen würde ich möglicherweise jetzt gefragt haben, an wen eigentlich die Verse gerichtet seien; allein Burda gegenüber war das nicht zu wagen. Auch interessierte es mic...

3. Part 3

Es war ein eisig kalter, dunkler Januarabend, als Burda und ich -- wir hatten einen Fiaker genommen -- in der Hofburg vorfuhren und die hell erleuchtete Treppe hinanstiegen. Der...

4. Part 4

»Möglich«, warf er leicht hin, meiner Meinung sorgfältig ausweichend. »Aber was ist das?« fuhr er fort, indem er mit der Hand seine linke Brustseite betastete. Dann knöpfte er r...

5. Part 5

»Allerdings. Aber ich habe dir schon gesagt, daß man jeden in die Augen fallenden Schritt vermeiden will, was auch der einzige Grund ist, der die Prinzessin -- welche offenbar i...

6. Part 6

Es war eine traurige Rückkehr, die wir jetzt, der öffentlichen Aufmerksamkeit möglichst ausweichend, nach der sonntäglich ruhigen Stadt antraten. Im Spitale hatte man ein kleine...

7. Part 7

»Nun, ich meinte ja nur. Sie begreifen, wie leid es mir tut, Sie zu verlieren; ich hatte gehofft, daß Sie über Neujahr bleiben würden. Wenn Sie übrigens wirklich wieder kommen -...

8. Part 8

Nachdem er einige mächtige Wolken von sich geblasen, fuhr er fort: »Mit dieser Hochzeit begann wieder mein Unglück. Denn bald darauf erlitt ich Verluste -- ungeheure Verluste. D...

9. Part 9

»Dann will ich's Ihnen sagen. Selbst wenn Sie ihn nur _einmal_ gesehen haben, werden Sie begreifen, daß man einen _solchen_ Vater nicht im Hause haben kann. Das hätte sich übrig...

10. Part 10

Es ging diesmal sehr lebhaft zu, da man die erste schöne Zeit benützte, um sich für länger hinaus zu versorgen; es wimmelte nur so von Weibern und halbwüchsigen Kindern. Indesse...

11. Part 11

>Es ist freilich bequemer,< fuhr der Adjunkt fort, >sich die Sache aus der Vogelperspektive mit anzusehen. Dennoch begreift unsereiner gar nicht, wie der Dirne der Tag hingehen...

12. Part 12

Auf diese Art vergingen etwa zwei Stunden. Zuweilen hielt ich inne und lauschte unwillkürlich auf den Novembersturm, der den Wald durchbrauste. Stop schien ihn zu empfinden; er...

13. Part 13

Es kam, wie Dorsner vorhergesagt. Zwei Komiteemitglieder -- ein älteres und ein junges -- waren im Vestibül anwesend, als wir erschienen. Sie sahen uns sehr befremdet und mit ge...

14. Part 14

Sie öffnete eine zweite Seitentür, durch welche wir in eine helle Küche traten, und von da in eine nicht ungeräumige Wohnstube, wo die Mutter Ginevras im Lehnstuhle saß, eine za...

15. Part 15

So waren mehr als drei Monate verstrichen, als der Adjutant des Bataillons, bei welchem ich stand, schwer erkrankte und ich beauftragt wurde, einstweilen seine Dienstgeschäfte z...

16. Part 16

Die Novelle ist in den Jahren 1890/91 in Blansko und in Raitz entstanden, die Handschrift in Raitz am 15. März 1891 abgeschlossen. Sie ist eine Reinschrift mit so starken Korrek...

17. Part 17

Meinem Wanderaufenthalte im Süden war ein ziemlich langer und seßhafter bei einem Freunde in Steiermark gefolgt, und so waren auch bis zu meiner Rückkehr beinahe zwei Jahre verg...

18. Part 18

»Mein Gott,« sagte sie aufatmend mit einem Lächeln; »weiß ich doch selbst kaum, wie ich dazu gekommen bin. Ich hatte ja früher an so etwas gar nicht gedacht und auch sehr wenig...

19. Part 19

Ein Jahr später führten mich die Verhältnisse auf kurze Zeit wieder nach Wien. Es war im Frühsommer, und die helle Stadt schimmerte in vollem Blütenschmuck ihrer öffentlichen An...

20. Part 20

Der Architekt, wie um gesammelter zuzuhören, schloß die Augen; der Maler drehte, etwas zerstreut, die Enden seines feinen blonden Schnurrbärtchens; Conimor, die Hände in den Hos...

21. Part 21

In der Nähe eines Grenzgebirges, dessen westliche Ausläufer sich dicht bewaldet ins flache Land erstrecken, liegt auf mäßiger Höhe ein weit ausblickendes Schloß, das sich im Lau...

22. Part 22

Es war so. Klothilde hatte als ganz junges Mädchen von diesem Meister, der, wie in jenen Tagen viele seiner Kunstgenossen, zu solchem Nebenverdienst greifen mußte, Unterricht er...

23. Part 23

»Gestatten Sie, Exzellenz,« begann der Graf, indem er sich leicht verbeugte und die schöne Frau mit einem raschen Blick streifte, »gestatten Sie, daß ich mich persönlich vorstel...

24. Part 24

Als jetzt Klothilde, ohne zu wissen wie, bei dem Tirolerhause angelangt war, sank sie auf die Bank neben der Tür und blickte starr und ausdruckslos vor sich hin. Was war denn vo...

25. Part 25

»Ich schreibe Ihnen in größter Beängstigung, liebe Tante Lotti! Meine teure Klothilde, die sich schon gestern unwohl gefühlt, ist heute in den frühen Morgenstunden von einem Sch...

26. Part 26

Nachdem der Freiherr diese Schenkung urkundlich besiegelt hatte, zog er die letzte Ruhestätte der Verewigten in Erwägung. Für jetzt war sie, wie es die Umstände erheischten, in...