Robinson Crusoe's Reisen, wunderbare Abenteuer und Erlebnisse
Part 18
Doch sollte es vorher nicht ohne ein kleines Abenteuer abgehen. Es war in Hamburg. Damals befand sich ganz Europa in Krieg wegen der spanischen Thronfolge. Die Russen, Dänen und Sachsen kämpften mit den Schweden, und England, Holland, Österreich und Italien mit Frankreich. Man brauchte viel Soldaten, warb daher junge Mannschaft oder raubte sie, wenn sie nicht freiwillig kommen wollten, mit Gewalt. Wir waren bereits auf dem Schiffe, konnten aber widriger Winde halber den Hafen nicht verlassen. Da sahen wir einen jungen Mann in ein Boot steigen, nach unserm Schiff rudern und auf dasselbe steigen. Vor dem Kapitän angekommen, bat er dringend um dessen Schutz. Er sagte, er sei ein Student aus Sachsen, habe eine Ferienreise machen wollen, sei aber von Werbern überfallen und fortgeschleppt worden, um in ein schwedisches Regiment gesteckt zu werden. Er habe durchaus keine Lust zum Kriegsdienste, sei entflohen und werde von der hamburgischen Polizei verfolgt. Nur in England glaube er auf Schutz rechnen zu dürfen und bitte daher, ihn mitzunehmen. Einige Fragen überzeugten den Kapitän von der Wahrheit der Aussage. Es schmeichelte unserm Stolze, daß ein englisches Schiff Zufluchtsstätte für unschuldig Verfolgte werden könne. Wir wehrten seinen Verfolgern daher den Zutritt zum Schiffe, und während des langen Unterhandelns drehte sich der Wind; alsbald fuhren wir ab und nahmen unsern Schützling mit nach England, von wo er später wohlbehalten über Holland heimgekehrt sein soll.
Meine Geschäftsfreunde, welche ich aufsuchte, gaben mir befriedigende Auskunft über mein zurückgelassenes Vermögen. Während mein letzter Geschäftsgenosse, Herr Wilson, noch in rüstigem Mannesalter nach Bengalen zurückkehrte, um dort durch Handelsgeschäfte sein Vermögen zu mehren, legte ich endlich, jetzt ein 72jähriger Greis, meinen Wanderstab nieder, um bei meinen beiden Kindern, die mir Gott gesund erhalten hatte, den Rest meiner Tage in Ruhe und Frieden zu beschließen und mich auf jene letzte Reise vorzubereiten, deren Ziel der Himmel ist.
Ende.
Der junge Handwerker und Künstler.
Anleitung
zur
Herstellung nützlicher Gegenstände
aus Papier, Pappe, Holz, Gips, Metall u. s. w.
sowie zum Photographieren.
Von
Carl Freyer.
Mit 580 Text-Abbildungen und 5 Tafeln.
*Geheftet* 4 M. *Gebunden* 5 M.
»Der junge Handwerker und Künstler« ist bestimmt, in umfassendster Weise das heutzutage allerorten zu Tage tretende Bestreben zu unterstützen, die in der Jugend schlummernde Neigung zur *Ausübung von Handfertigkeiten* zu heben und die Bethätigung solcher Geschicklichkeiten auf die Herstellung nützlicher Dinge überzuleiten. Der Inhalt ist ein außerordentlich reichhaltiger, insbesondere ist auch der heute in weitesten Kreisen verbreiteten und beliebten Kunst des *Photographierens* ein besonderer Abschnitt gewidmet.
Beschäftigungsbuch für die reifere Jugend.
Anleitung zum Experimentieren,
Anlegen von Sammlungen, sowie zur Pflege der Haustiere und des Hausgartens.
Zugleich 5. Auflage von »*Der gelehrte Spielkamerad*«.
Von
Gebunden 5 M. Wagner-Freyer. Gebunden 5 M.
Mit 300 in den Text gedruckten Abbildungen.
Das »Beschäftigungsbuch« ist der *geistigen Thätigkeit* der Jugend gewidmet und soll unter Anwendung ungefährlicher Hilfsmittel zum *Experimentieren*, zur Anlage von Sammlungen u. dergl. anregen. -- Die spielende Beschäftigung ist die praktische Verwertung des Unterrichts, sie verhilft demselben, indem sie die erforderliche Abwechselung bietet, zu dem erstrebten dauernden Nutzen.
Die zahlreich beigegebenen Abbildungen sind so gewählt, daß sie das Verständnis des Textes trefflich fördern.
Verlag von *Otto Spamer* in Leipzig.