Part 14
»Ueber zwanzig Jahre lang habe ich mich während meiner erzwungenen Muße damit ergötzt, diese seltsamen, unvertilgbaren Kennzeichen in hiesiger Stadt zu sammeln. Bei mir zu Hause habe ich deren hundert und aber hundert aufbewahrt. Jeder Abdruck ist mit Namen und Datum versehen, die nicht etwa am nächsten Tage oder in der nächsten Stunde beigefügt wurden, sondern unmittelbar nach der Aufnahme. Alles, was ich jetzt sage, nehme ich auf meinen Zeugeneid. Ich besitze die Fingerabdrücke des Richters, seiner Beisitzer und sämtlicher Geschworenen. In diesem ganzen Saal ist kaum ein Mensch, sei er Weißer oder Farbiger, dessen Urschrift ich nicht vorzeigen könnte. Mag sich einer auch noch so sehr verstellen, ich würde doch immer imstande sein, ihn aus allen Mitmenschen herauszufinden und Gewißheit über seine Persönlichkeit zu erlangen. Und wenn er und ich hundert Jahre alt werden sollten, so kann ich das allezeit so gut thun, wie heute.« (Das Interesse der Versammlung wuchs zusehends.)
»Ich habe mehrere dieser Abdrücke so genau studiert, daß sie mir ebenso geläufig sind wie dem Bankkassier die Unterschrift seines ältesten Deponenten. Ich möchte jetzt einige von den Herren -- darunter die Angeklagten -- ersuchen, während ich ihnen den Rücken zukehre, sich durch das Haar zu fahren und dann ihre Finger einzeln auf eine der Fensterscheiben neben der Geschworenenbank zu drücken. Dies Experiment bitte ich zu wiederholen, aber auf einer anderen Scheibe und in ganz anderer Anordnung, doch so, daß sich die Fingerabdrücke der Angeklagten wieder darunter befinden. Es wäre immerhin möglich, daß man durch einen ganz besonderen Zufall _einmal_ mit bloßem Raten die richtigen Abdrücke herausfindet, deshalb möchte ich eine doppelte Probe bestehen.«
Er drehte sich nach der Wand, und die beiden Fensterscheiben bedeckten sich rasch mit länglichen, von schwachen Linien durchzogenen Flecken, die jedoch nur denjenigen sichtbar waren, welche sie gegen einen dunkeln Hintergrund sahen, zum Beispiel gegen die belaubten Bäume draußen. Nun rief man Wilson, er ging zum Fenster und stellte seine Untersuchung an. Hierauf sagte er:
»Dies ist Graf Luigis rechte Hand, dort unten, drei Abdrücke tiefer, ist seine linke. Hier ist Graf Angelos Rechte, da drüben seine Linke. Jetzt die andere Scheibe: hier und hier sind Graf Luigis Abdrücke, und dies und das sind die seines Bruders.« Er wandte sich um: »War es richtig?«
Ein donnerndes Beifallklatschen gab ihm Antwort.
»Das streift wirklich ans Wunderbare,« sagte der Vorsitzende.
Wilson trat wieder ans Fenster.
»Hier,« sagte er, mit dem Finger darauf deutend, »ist die Hand des Friedensrichters Robinson (Beifall), dieser Abdruck stammt vom Konstabler Blake (Beifall), jener dort vom Geschworenen Mason (Beifall), der drüben vom Sheriff (Beifall), die andern kann ich jetzt nicht nennen, aber ich habe sie alle zu Hause mit Namen und Datum und könnte sie aus meiner Sammlung herausfinden.«
Unter stürmischen Beifallrufen begab er sich wieder an seinen Platz. Der Sheriff stellte schnell die Ruhe her und befahl den Leuten, sich zu setzen, denn alle waren aufgestanden und hatten sich nach Kräften bemüht, etwas zu sehen zu bekommen. Die Richter, die Geschworenen, der Sheriff und alle übrigen waren bis jetzt zu sehr mit Wilsons merkwürdiger Leistung beschäftigt gewesen, um auf die Ordnung im Gerichtssaal zu achten.
»Und jetzt,« fuhr Wilson fort, »habe ich hier die Fingerabdrücke zweier Kinder in zehnfacher Vergrößerung, so daß jeder, der Augen hat, auf den ersten Blick den Unterschied der Zeichnung erkennen kann. Wir wollen die Kinder A und B nennen. Hier ist A’s Abdruck im Alter von fünf Monaten und hier wieder von sieben Monaten.« (Tom schrak zusammen.) »Sie sind einander ganz gleich, wie Sie sehen. Hier ist B’s Hand von fünf und hier von sieben Monaten. Beide stimmen genau überein, sind aber von A’s Muster ganz verschieden, wie Sie bemerken werden. -- Für jetzt lege ich die Blätter beiseite und komme später darauf zurück.
»Die zwei Zeichnungen, welche ich Ihnen nunmehr vorlege, sind die zehnfach vergrößerten Fingerabdrücke der beiden Männer, welche angeklagt sind, den Richter Driscoll ermordet zu haben. Die Vergrößerung ist von mir gestern abend gemacht worden, das will ich eidlich beschwören. Nun fordere ich die Geschworenen auf, sie mit den Abdrücken auf den Fensterscheiben zu vergleichen, welche von den Angeklagten herrühren, und dem Gerichtshof zu sagen, ob sie sich von jenen unterscheiden.«
Er reichte dem Obmann ein sehr starkes Vergrößerungsglas. Ein Geschworener nach dem andern nahm das Pappblatt und das Glas zur Hand und stellte den Vergleich an. Dann sagte der Obmann zum Richter:
»Wir stimmen alle überein, daß kein Unterschied besteht.«
»Legen Sie bitte, jetzt jenes Blatt beiseite,« sagte Wilson zu dem Obmann, »statt dessen nehmen Sie dieses hier, vergleichen Sie es sorgfältig durch das Vergrößerungsglas mit den blutigen Spuren auf dem Messergriff und teilen Sie das Ergebnis dem Gerichtshof mit.«
Die Geschworenen thaten nach seiner Anweisung und ihr Bericht lautete: »_Wir finden, daß beide vollkommen übereinstimmen._«
Nun wandte sich Wilson an den öffentlichen Ankläger, und es lag eine gewisse Feierlichkeit im Ton seiner Stimme, als er sagte:
»Ich erlaube mir, den hohen Gerichtshof daran zu erinnern, daß die Anklage mit dem größten Nachdruck behauptet hat, die blutigen Spuren auf dem Elfenbeingriff stammten von dem Mörder des Richters Driscoll her. Wir haben uns vorhin mit dieser Behauptung einverstanden erklärt und thun es noch. -- Ich bitte die Geschworenen, die Fingerabdrücke der Angeklagten mit den Spuren zu vergleichen, die der Mörder zurückgelassen hat.«
Der Vergleich begann. Im Saal herrschte atemlose Stille, jeder Laut, jede Bewegung hatte aufgehört, alle verharrten in gespanntester Erwartung, und als man endlich die Worte vernahm: »_Es besteht nicht einmal eine Aehnlichkeit zwischen beiden_,« da brach ein donnernder Beifall los; die ganze Versammlung erhob sich, doch fügte sie sich bald wieder dem Ordnungsruf. Tom veränderte seine Stellung fortwährend, konnte aber auf keine Weise zur Ruhe kommen, seine Unbehaglichkeit wuchs von Minute zu Minute. Als Wilson der allgemeinen Aufmerksamkeit wieder sicher war, sagte er, auf die Zwillinge deutend, mit ernster Stimme:
»Diese Männer sind unschuldig; wir haben nichts mehr mit ihnen zu schaffen.« (Der erneute Beifall wurde schleunig unterdrückt.) »Unsere Aufgabe ist jetzt, den Schuldigen zu entdecken.« (Toms Augen traten aus ihren Höhlen. Es war wirklich ein qualvoller Tag für den trauernden Neffen, jedermann beklagte ihn.) »Ich kehre nun zu den Fingerabdrücken der Kinder A und B zurück und frage die Geschworenen, ob die vergrößerten Ansichten aus A’s fünftem und siebentem Monat übereinstimmen?«
»Vollkommen,« versetzte der Obmann.
»Dann nehmen Sie dieses Blatt, das, wie die Aufschrift sagt, aus A’s achtem Monat stammt. Ist es den beiden andern völlig gleich?«
»_Nein -- der Unterschied ist groß_,« lautete die verwunderte Antwort.
»Sie haben ganz recht. Und wie steht es mit den beiden Abdrücken von B aus dem fünften und siebenten Monat -- stimmen sie überein?«
»Ja -- vollkommen.«
»Hier ist B’s drittes Blatt aus dem achten Monat. Stimmt das zu B’s andern beiden Abdrücken?«
»_Ganz und gar nicht._«
»Können Sie sich denken, woher diese merkwürdige Verschiedenheit stammt? -- Ich will sie Ihnen erklären. Aus einem uns unbekannten Beweggrund, vermutlich in selbstsüchtiger Absicht, hat jemand diese beiden Kinder in der Wiege vertauscht.«
Dies verursachte natürlich ein ungeheures Aufsehen. Roxana staunte über Wilsons Scharfsinn, doch fürchtete sie nichts. Es war etwas Anderes, den Tausch zu erraten, als den Urheber desselben ausfindig zu machen. Unmögliches konnte der Querkopf doch nicht ausrichten, trotz seiner wunderbaren Klugheit. Wie sollte er ihr etwas anhaben? Sie fühlte sich ganz sicher und lächelte insgeheim.
»Im Alter zwischen sieben und acht Monaten wurden die beiden Kinder in der Wiege vertauscht,« wiederholte Wilson; er machte wieder eine seiner wirkungsvollen Pausen und fuhr dann fort: »und die Person, welche das gethan hat, befindet sich hier im Gerichtssaal.«
Roxys Herz stand still. Ein Schauer der Erregung durchzitterte die Versammlung; die Blicke der Menge irrten umher, als suchten sie nach der unbekannten Persönlichkeit. Tom hielt sich kaum aufrecht, alle Lebenskraft schien von ihm gewichen.
»A nahm B’s Wiege im Kinderzimmer ein; B wurde in die Küche verbannt und zu einem Sklaven und Neger gemacht,« -- (große Aufregung und zorniges Stimmengewirr) »aber noch ehe eine Viertelstunde vergeht, wird er als freier Weißer vor uns stehen!« (Schallender Beifall und Ordnungsrufe.)
»Von seinem siebenten Monat bis zum heutigen Tage hat A seinen widerrechtlichen Besitz behauptet, auch in meiner Sammlung von Abdrücken trägt er B’s Namen. Hier ist eine vergrößerte Aufnahme aus seinem zwölften Jahr. Sie soll jetzt mit der Blutspur auf dem Griff des Dolchmessers verglichen werden. Stimmen beide überein?«
Der Obmann antwortete: »_Aufs allergenaueste._«
»Der ermordete York Driscoll war der großmütigste und gütigste Mann, er war mein Freund, und jedermann liebte ihn,« sagte Wilson in feierlichem Ton, -- »sein Mörder sitzt mitten unter uns. Stehe auf, Valet de Chambre, du Neger und Sklave, den man fälschlich Thomas ~à~ Becket Driscoll genannt hat -- tritt her und laß uns hier auf dem Fenster den Abdruck deiner Fingerspitzen sehen, der dich an den Galgen bringen soll!«
Tom wandte sein aschbleiches Gesicht flehend nach dem Redner hin, bewegte die blutlosen Lippen, ohne einen Laut hervorzubringen und sank dann bewußtlos zu Boden.
»Es bedarf keines Beweises mehr. Er hat seine Schuld eingestanden,« sagte Wilson, während die Menge von Scheu und Grauen erfüllt, schweigend verharrte.
Roxy schlug ihre Hände vors Gesicht, fiel auf die Kniee und stammelte schluchzend die Worte:
»Herrgott, hab’ Erbarmen mit mir -- ich bin ’ne arme, elende Sünderin!«
Die Uhr schlug zwölf.
Die Gerichtssitzung ward aufgehoben; den neuen Gefangenen führte man gefesselt ab.
Schluß.
Die Bewohner von Dawson blieben die ganze Nacht auf und wurden nicht müde, die erstaunlichen Ereignisse des Tages zu besprechen und Vermutungen darüber anzustellen, wann das Gerichtsverfahren gegen Tom beginnen würde. Eine Abteilung der Bürger nach der andern kam vor Wilsons Haus gezogen, um ein Hoch auf ihn auszubringen und ihn reden zu hören. Bei jedem Satz, den er sprach, schrie man sich heiser, denn von seinen Lippen fielen jetzt nur wunderbare, goldene Worte. Sein langer Kampf gegen Vorurteil und Mißgeschick war zu Ende, er galt nun als ganzer Mann für alle Zeiten.
Jedesmal, wenn die begeisterten Scharen wieder abzogen, begann sicherlich der eine oder andere aus ihrer Zahl in reuevollem Ton zu sagen:
»Und diesen Mann haben wir und unsersgleichen zwanzig Jahre lang einen Narren und Querkopf genannt! Damit ist’s nun ein- für allemal aus, ihr Freunde.«
»Jawohl -- aber der Name geht nicht verloren -- er hat ihn an uns abgetreten.«
Die Zwillinge waren jetzt echte Romanhelden und erfreuten sich des besten Rufes. Aber die Abenteuer des Westens waren ihnen verleidet und sie schifften sich ohne Aufschub nach Europa ein.
Roxy war ganz gebrochen. Zwar zahlte ihr der junge Mann, den sie dreiundzwanzig Jahre lang zur Sklaverei verdammt hatte, auch ferner monatlich fünfunddreißig Dollars aus, wie der falsche Erbe gethan, aber ihre Wunden waren zu tief -- Geld konnte sie nicht heilen. Aus ihren Augen war aller Glanz verschwunden, ihre stolze Haltung war dahin und nie und nirgends hat man wieder ihr helles, sorgloses Lachen vernommen. Im Besuch ihrer Kirche und in gottesdienstlichen Uebungen fand sie den einzigen Trost.
Der echte Erbe war jetzt reich und frei, befand sich aber in einer äußerst unbehaglichen Lage. Er konnte weder lesen, noch schreiben und sprach nichts als den unverfälschtesten Negerdialekt aus dem Sklavenquartier. Sein Gang, seine Haltung, alle seine Bewegungen und Stellungen waren ungeschlacht und gewöhnlich, sein Wesen -- das eines Sklaven. Geld und schöne Kleider konnten diese Mängel nicht zudecken oder beseitigen, sie stellten das alles nur noch in ein grelleres und traurigeres Licht. Vor dem Aufenthalt im Wohnzimmer der Weißen graute dem armen Menschen förmlich; nirgends war ihm wohl und behaglich zu Mute, außer in der Küche. Wir können jedoch seinem seltsamen Schicksal nicht weiter folgen -- das wäre eine zu lange Geschichte.
Der falsche Erbe legte ein volles Geständnis ab und wurde zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Hieraus entstand jedoch eine sonderbare Schwierigkeit: Percy Driscolls Besitztum war bei seinem Tode so verschuldet gewesen, daß die Gläubiger sich mit sechzig Prozent ihrer Forderung begnügen mußten. Jetzt meldeten sie sich aber und erhoben einen neuen Anspruch. Zufolge eines Irrtums, an dem sie keine Schuld trügen, sagten sie, habe man den falschen Erben damals nicht mit in das Vermögensinventar aufgenommen, wodurch ihnen großes Unrecht und Schaden zugefügt worden sei. Sie forderten mit Recht ›Tom‹ als ihr gesetzliches Eigentum, das ihnen seit acht Jahren vorenthalten würde. Schon diese ganze Zeit über hätte man sie seiner Dienste beraubt und man dürfe ihnen nicht noch weitere Verluste bereiten. Wäre er ihnen damals gleich übergeben worden, so würden sie ihn verkauft haben, und er hätte gar nicht in den Fall kommen können, den Richter Driscoll zu ermorden. Deshalb wäre er selbst in keiner Weise für den Mord verantwortlich -- das falsche Inventar trüge allein die Schuld. Dies leuchtete jedermann ein. Alle waren der Meinung, daß, wenn ›Tom‹ ein freier Weißer gewesen wäre, es ohne Zweifel gerecht sein würde, die Strafe über ihn zu verhängen -- kein Mensch hätte einen Verlust dadurch gehabt. Aber einen wertvollen Sklaven auf Lebenszeit einzusperren -- das war ganz etwas Anderes.
Als der Gouverneur die Sachlage begriffen hatte, begnadigte er ›Tom‹ auf der Stelle, und die Gläubiger verkauften ihn nach dem Süden, ›flußabwärts.‹
_Ende._
Bücheranzeigen
Verlag von Robert Lutz, Stuttgart.
Sammlung ausgewählter
Kriminal- und Detektiv-Romane.
Diese Romane haben =nicht das Geringste gemein= mit den landläufigen Kriminalromanen, deren Motto »=Sensation um jeden Preis=« ist.
Baron Thümen.
Im Sinne dieser Kritik wird vom Verlag mit strenger Beharrlichkeit an dem Prinzip festgehalten, nur das =Beste= dieser Art in die Sammlung aufzunehmen.
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»Dieser Kriminalroman =ist ein Werk von grossartigem Aufbau= und =feinster Charakteristik= und =äusserst spannend=. Es handelt sich um die unter ganz besonders schwierigen Umständen erfolgte Entdeckung eines Mörders und die Entlassung dreier unschuldig Angeklagter, unter denen sogar ein Weib voll Heldenmut sich selbst beschuldigt, um den Geliebten, den sie selbst für den Täter hält, zu entlasten. Das Ganze ist =psychologisch und novellistisch brillant ausgeführt=. Die Uebersetzung ist, was sehr selten vorkommt, durchweg tadellos.«
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Bret Harte
Ausgewählte Erzählungen.
Einzelpreis des Bandes 2 M. brosch., 3 M. in Lwd. geb. =Alle 4 Bände=, auf einmal bezogen, =brosch. M. 7.--=, =gebunden M. 11.--=.
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Die Auswahl enthält vorwiegend die _besten neueren_ Werke des bekannten Autors. Wie alle Bret Harte’schen Erzählungen, so sind auch die obigen ausgezeichnet durch _psychologisch feine Charakteristik der Personen_ und durch _wunderbare, grandiose Naturschilderung_.
F. R. Stocktons
Humoristische Schriften.
=I. _Ruderheim._= Häusliche Erlebnisse eines jungen Ehepaares. -- =II. _Im Eichhornhof._= Erzählung aus der Sommerfrische (nebst 2 kleineren Geschichten). -- =III. _Kuriose Geschichten._=
Stockton ist ein =Meister der humoristischen Erzählungskunst=. Wohlmeinende, harmlos vergnügte und liebenswürdige Menschen schildert er mit Vorliebe. Man verliert sich bei einem Schriftsteller wohl selten in eine so _grundbehagliche, glückliche Stimmung wie bei dem Verfasser dieser allerliebsten Geschichten_, die _für den Familienkreis_ wie geschaffen sind.
_»Ruderheim« ist auch der reiferen weiblichen Jugend sehr zu empfehlen._
Memoirenbibliothek
Erste Serie
1/3. =General Marbots Memoiren 1789--1815.=
=3 Bände.= Brosch. M. 13.50, in Lwd. geb. M. 16.50.
4/5. =Feldmarschall von Boyens Denkwürdigkeiten und Erinnerungen 1771--1813.=
=2 Bände.= Brosch. M. 9.--, in Lwd. geb. M. 11.--.
6. =C. F. v. Holten, Vom dänischen Hofe.= (Unter 3 Königen.)
16 Bog. mit 4 Porträts. Brosch. M. 4.50, in Lwd. geb. M. 5.50.
7. =Fr. Bourgogne, Kriegserlebnisse 1812/13.=
23 Bog. mit 16 Vollbildern. Brosch. M. 6.--, in Lwd. geb. M. 7.50.
8/9. =Fürst P. Krapotkin, Memoiren eines Revolutionärs.=
=2 Bände.= Mit 3 Porträts. Brosch. M. 9.--, in Lwd. geb. M. 11.--.
10/11. =Henri Rochefort, Abenteuer meines Lebens.=
=2 Bände.= Brosch. M. 10.--, in Lwd. geb. M. 12.--.
12/13. =D. Thiébault, Friedrich d. Grosse u. sein Hof.= Persönl. Erinnerungen an einen 20jährigen Aufenthalt in Berlin.
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Mit 6 Porträts. Brosch. M. 5.50, in Lwd. geb. M. 6.50.
15. =Dr. Ryan, Unter dem roten Halbmond.= Erlebnisse eines Arztes bei der türk. Armee im Feldzuge 1877/78.
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=Erste Serie Bd. 1--15=, auf einmal bezogen, =ermäss. Gesamtpreis brosch. M. 68.--=, =in Lwd. geb. M. 84.--=.
Zweite Serie
1/3. =General de Thiébault, Memoiren aus der Zeit der franz. Revolution und des Kaiserreichs.=
=In 3 Bänden.= Mit 15 Porträts. Brosch. M. 15.--, in Lwd. geb. M. 18.--.
4. =Marschall Macdonalds Memoiren. 1785--1825.=
Mit Porträt. Brosch. M. 5.50, in Lwd. geb. M. 6.50.
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Jedes Werk ist einzeln käuflich.
Rob. Kohlrausch
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_Otto v. Leixner (Deutsche Romanztg.)_:
»Alles in allem, ein =äusserst fesselndes Werk=, das ich unsern Lesern und auch der =reiferen Jugend= warm empfehle.«
_Rud. Elcho (Volkszeitung, Berlin)_:
»Kohlrauschs Stil lässt erkennen, wie nahe er geistig unsern grossen Dichtern steht. =Sein Buch strahlt Poesie aus.=«
_Schlesische Zeitung_:
»Ganz besonders sei das ausgezeichnete Buch, dem Peter Schnorr einen =reizenden Bilderschmuck= verliehen hat, als Geschenk für die =heranwachsende Jugend= empfohlen.«
_Pustets Deutscher Hausschatz_:
»Unwillkürlich ruft man bei der Lektüre aus:
Gott sei Dank, es gibt noch gute Bücher!
Dasselbe bietet in =blühender Sprache eine Fülle von Belehrung und feinen geistigen Genüssen=. Namentlich der studierenden =Jugend= möchten wir es dringend empfehlen.«
Sophie Ehninger u. J. Lutz
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Anleitung und Muster zum Anfertigen von Wäsche und Kleidung.
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Diese praktischen Schnittmusterwerke sind von sämtlichen Frauen- und Modezeitungen Deutschlands, Oesterreich-Ungarns und der Schweiz empfohlen. Sie bilden das =nützlichste Geschenk= für jede =Mutter=, =Braut= und =Tochter=.
☛ Preis jedes Teiles M. 3.50. ☚
Mark Twains
Ausgew. humoristische Schriften.
Inhalt:
Bd. I. =Tom Sawyers Streiche und Abenteuer.=
Bd. II. =Abenteuer und Fahrten des Huckleberry Finn.=
Bd. III. =Skizzenbuch.=
Bd. IV. { =Leben auf dem Mississippi.= { =Nach dem fernen Westen.=
Bd. V. =Im Gold- und Silberland.=
Bd. VI. =Reisebilder u. verschiedene Skizzen.=
Preis des einzelnen Bandes M. 2.50 gebunden.
Preis aller 6 Bände, zusammen bezogen, M. 13.50 gebunden.
_Neue Folge_:
Bd. I. =Tom Sawyers _Neue_ Abenteuer.=
Bd. II. =Querkopf Wilson.=
Bd. III./IV. =Meine Reise um die Welt.= 2 Abt.
Bd. V. =Adams Tagebuch= u. a. Erzähl.
Bd. VI. =Wie Hadleyburg verderbt wurde= u. a. Erzähl.
Preis des _einzelnen_ Bandes M. 3.-- gebunden.
Preis _aller 6 Bände_, zusammen bezogen, M. 17.-- gebunden
Weitere Anmerkungen zur Transkription