Peter Moors Fahrt nach Südwest: Ein Feldzugsbericht
Part 11
Wir sprangen von den Pferden und lockerten die Gurte und legten uns auf die Erde. Das Pferd des Schutztrupplers fing an, über sein Gesicht zu schnuppern; er merkte es nicht, er war schon eingeschlafen. Der Oberleutnant stand wieder auf und sagte mit mühsamer, heiserer Stimme: »Stehn Sie auf. Wenn wir einschlafen, verschlafen wir die Nacht; und dann sind wir verloren.« Ich stand auf und wir beide standen eine Weile in dumpfem Sinnen zwischen Wachen und Schlafen. Die Sonne versank in der roten Glut; es wurde kühler; die Pferde wurden etwas muntrer und fingen an mit müden Schritten einige Büschel abzureißen. Nach einer Weile erwachte der Schutztruppler und fragte mit kläglicher Stimme, ob nicht ein einziger Tropfen Wasser da wäre. Ich sagte: »Nein.« Er sagte: »Der Oberleutnant hat etwas.« Ich sagte: »Nein.« Da sagte er, er könne es nicht mehr aushalten ohne Wasser; er hätte sich zuviel zugetraut; er müsse hier sterben.
Der Oberleutnant, der sich am Sattel seines Pferdes haltend, im Stehn halb geschlafen hatte, war bei einem Schritt seines Pferdes aufgewacht und tröstete ihn: »Ermuntern Sie sich; wir brechen gleich auf. Dann geht es nach Haus; der Krieg ist ja nun zu Ende.« »Ja,« sagte der Schutztruppler, »der ist zu Ende: vierzigtausend von ihnen sind tot; all ihr Land gehört nun uns. Aber was hilft es mir; ich muß hier sterben.« Er bat kläglich: »Haben Sie nicht einen einzigen Tropfen Wasser?« Der Oberleutnant schüttelte den Kopf: »Sie wissen, daß ich nichts habe. Ruhen Sie noch ein wenig; die Nacht ist da; die wird uns frischer machen.«
Der Schutztruppler stand schwerfällig auf und ging mit gekrümmtem Rücken seitwärts die Anhöhe hinunter, wo einige Büsche standen. Ich sagte: »Was will er? Ich glaube, er ist von Sinnen; er will Wasser suchen.«
In dem Augenblick kam aus dem Busch, in dem der Schutztruppler verschwunden war, ein kurzes Geräusch von Schelten, Laufen und Springen. Gleich darauf erschien er und hielt einen baumlangen, magern Schwarzen in europäischer Kleidung an der Hüfte und riß ihm das Gewehr aus der Hand und schalt in fremder Sprache auf ihn ein, und zerrte ihn zu uns heran und sagte: »Ein deutsches Gewehr hat der Lump; Patronen hat er nicht mehr.«
Er war ziemlich munter geworden, fing an auf ihn einzureden, drohte ihm und stieß ihn in die Knie. Der Schwarze hockte und antwortete auf jede Frage mit einem großen Wortschwall und mit raschen, sehr gelenkigen und merkwürdigen Bewegungen der Arme und Hände. »Er sagt, er hat den Krieg nicht mitgemacht.« Dann fragte er wieder und deutete nach Osten und der Schwarze deutete auch dahin und antwortete dies und das, wovon ich nichts verstand. Der Schutztruppler sagte: »Er lügt mir die Haut voll.« Er drohte ihm mit dem Gewehr und fragte weiter. So ging es eine Weile. Ich höre noch die beiden leise kreischenden, vertrockneten Stimmen, die des Deutschen und des Fremden. Dann hatte er wohl genug erfahren und sagte: »Der Missionar sagte einmal zu mir: ›Mein Lieber, vergessen Sie nicht: die Schwarzen sind unsere Brüder;‹ nun will ich meinem Bruder seinen Lohn geben.« Er stieß den Schwarzen von sich und deutete: »Lauf weg!« Der sprang auf und versuchte in langen Zickzacksätzen schräg hinunter über die Lichtung zu kommen. Aber er hatte noch nicht fünf Sprünge gemacht, da traf ihn die Kugel, daß er lang nach vorn hinschlug und still lag.
Ich knurrte ein wenig; ich dachte, der Schuß könnte feindliche Haufen, die etwa noch zurückgeblieben waren, auf uns aufmerksam machen; der Oberleutnant aber meinte, mir wäre nicht recht, daß er den Schwarzen erschossen hatte, und sagte in seiner gelehrten, bedächtigen Weise: »Sicher ist sicher. Der kann kein Gewehr mehr gegen uns heben und keine Kinder mehr zeugen, die gegen uns kämpfen; der Streit um Südafrika, ob es den Germanen gehören soll oder den Schwarzen, wird noch hart werden.«
Der Schutztruppler lehnte sich in schweren Brustschmerzen an sein Pferd und erzählte mit seiner gequälten Stimme: »Als wir einmal da im Süden mit unserm Hauptmann am Feuer saßen, da sagte er, zwei Millionen Deutsche würden hier wohnen; ihre Kinder, sagte er, würden sicher durchs Land reiten und ihre Gespielen besuchen, und würden unterwegs ihre Pferde an den alten Wasserstellen tränken und an vielen neuen, welche überall gegraben würden. Aber ich werde nichts davon sehn, krank bin ich, schrecklich krank. Habt ihr nicht einen einzigen Tropfen Wasser?« Er hielt sich am Sattel seines Pferdes und sah mit stieren Augen über die Steppe, über welcher die Sterne erschienen.
Der Oberleutnant redete ihm zu und setzte es durch, daß er sich hinlegte, und deckte den Mantel über ihn. Er selbst stand mit der Uhr in der Hand neben seinem Pferd und hob die Uhr im Takt, um sich wach zu halten. So standen wir beide eine gute Weile. Darauf sagte er: »Diese Schwarzen haben vor Gott und Menschen den Tod verdient, nicht weil sie die zweihundert Farmer ermordet haben und gegen uns aufgestanden sind, sondern weil sie keine Häuser gebaut und keine Brunnen gegraben haben.« Dann kam er auf die Heimat zu sprechen und sagte dies und das und meinte: »Was wir vorgestern vorm Gottesdienst gesungen haben: ›Wir treten zum Beten vor Gott den Gerechten,‹ das verstehe ich so: Gott hat uns hier siegen lassen, weil wir die Edleren und Vorwärtsstrebenden sind. Das will aber nicht viel sagen gegenüber diesem schwarzen Volk; sondern wir müssen sorgen, daß wir vor allen Völkern der Erde die Besseren und Wacheren werden. Den Tüchtigeren, den Frischeren gehört die Welt. Das ist Gottes Gerechtigkeit.«
Der Schutztruppler war eingeschlafen; der Oberleutnant stand aufrecht, zuweilen ein wenig schwankend, die Uhr in der Hand. Ich stand neben meinem Pferd, halb wachend, halb schlafend. Der Mond ging auf; die Nacht wurde kalt und windig. Nach einer Weile sagte der Oberleutnant: »Aber der Missionar hat doch recht, daß er sagt, daß alle Menschen Brüder sind.«
Ich sagte: »Dann haben wir also unsern Bruder getötet;« und sah nach dem dunkeln Körper, der lang im Grase lag.
Er sah auf und sagte mit seiner heisern, schmerzenden Stimme: »Wir müssen noch lange hart sein und töten; aber wir müssen uns dabei, als einzelne Menschen und als Volk, um hohe Gedanken und edle Taten bemühen, damit wir zu der zukünftigen, brüderlichen Menschheit unser Teil beitragen.« Er stand und sah in Gedanken über die weite, mondbeschienene Steppe und wieder auf den stillen, toten Körper.
Ich hatte während des Feldzugs oft gedacht: ›Was für ein Jammer! All die armen Kranken und all die Gefallenen! Die Sache ist das gute Blut nicht wert!‹ Aber nun hörte ich ein großes Lied, das klang über ganz Südafrika und über die ganze Welt, und gab mir einen Verstand von der Sache.
Nach einer Weile deutete er mit der Hand, daß wir aufbrechen wollten. Er ging mit schweren Schritten zu dem Schlafenden, weckte ihn und brachte ihn mit Mühe in die Höhe, und befahl mir, die Gurte der Pferde anzuziehn. Dann halfen wir dem Schutztruppler in den Sattel, stiegen auf und ritten davon.
Wir fanden die Zurückgelassenen beisammen in tiefem Schlaf; der Unteroffizier allein saß auf einem Sattel in ihrer Mitte und wachte.
Es war ein mühsamer Ritt durch den Rest der Nacht. Einige baten immer wieder um Wasser; zwei mußten im Sattel gestützt werden. Ich selbst weiß wenig von diesen Stunden; mein Geist war weit weg in Traum und Schlaf. Eine Stunde nach Sonnenaufgang, als die Hitze anfing lästig zu werden, erreichten wir das Lager.
Sie rüsteten zum Aufbruch. Der Feldzug war zu Ende.
XVII
So machten wir uns denn also aus dem fernen Osten auf und zogen nach Westen, der Hauptstadt zu. Weit über die Hälfte von uns mußte zu Fuß, die Packtasche auf dem Rücken, dahinziehn.
Es war um die Zeit des Oktobers, wo in dieser Gegend der Frühling ins Land zieht. Regen und Gewitter waren schon tüchtig über die Steppe gefahren und fuhren noch darüber; davon sprießte nun neue Kraft aus der Erde, die so unfruchtbar aussah. In dem langen gelblichen Gras erschienen Blumen und erfüllten die Luft mit ihrem milden, schönen Duft. Der verhaßte Dornbusch bekam dunkelgrüne Blätter und schneeweiße Blüten; manch einer von uns trat heran und pflückte ein buntes Zweiglein von dem Verhaßten. Die einzelnen großen Bäume schmückten sich mit langstieligen gelben oder lilafarbenen Dolden; andre trugen Blüten, die federartig waren und von schneeiger Weiße. Und über all dem frischen Grün und dem herrlichen reinen Weiß und satten Gelb wölbte sich hoch, hoch oben der wolkenlose blaue Himmel. Wenn wir recht gesund und satt gewesen wären und wir nicht an Krankenkolonnen und an frischen Gräbern vorbeigemußt hätten, wäre es wohl ein schöner Weg gewesen.
Ich hatte das fremde Land schon lange gern; bleiben wollte ich zwar nicht; ich wollte meine Eltern und mein Handwerk nicht aufgeben; doch stand bei mir fest, daß ich es nach Jahren einmal wieder besuchen wollte; und ich werde das auch durchsetzen. Es waren aber nicht wenige unter uns, denen das Land desto mehr gefiel, je mehr sie es kennen lernten und die ernstlich bei sich beschlossen, zu bleiben und Farmer zu werden. Wenn auch nur die Hälfte bei ihrem Beschluß geblieben ist, werden an fünfhundert von uns im Lande bleiben.
Als wir noch zehn Tagemärsche von der Hauptstadt entfernt waren und abends bei besserer Kost -- es war ein Proviantwagen mit Speck und Kaffee und andern guten Dingen angekommen -- gemütlich ums Feuer saßen und wieder mal von unsrer fröhlichen Heimkehr sprachen, kam Heinrich Gehlsen vom Hauptquartier herüber zu uns und sagte, daß die Hottentotten, die im Süden wohnen, sich plötzlich erhoben hätten, und daß nun also noch ein zweiter Feldzug käme, der wohl ebenso schwierig sein würde wie der eben beendete; an Heimkehr wäre jedenfalls nicht zu denken. Da wurden wir aber sehr still. Dann schalten wir und wunderten uns. Ein Berliner, der unter uns saß, kam zuletzt zu dem Schluß und sagte: »Na, mich soll's ejal sein; aber meine Mutter wird schön schimpfen.« Wir beredeten die Sache noch sehr lange, gingen auch zu den anderen Backschaften, und erfragten und erfuhren allerlei. Am Spätabend kam ein mächtiges Gewitter vom Süden herauf und stieg bis über das breite, trockne Flußbett; flackernder Lichtschein erfüllte bis nach Mitternacht die ganze südliche Himmelsseite. Es war als wenn wir wissen sollten, wie schwer der Kampf würde, der da unten bevorstand. Gegen Morgen wurde die Nacht bitterkalt und windig.
Am folgenden Morgen fragte mich der Oberleutnant, mit dem ich den letzten Patrouillenritt gemacht hatte, ob ich ihn aufs schnellste nach der Hauptstadt begleiten wollte; er wäre krank und wolle ungern auf der Pad zusammenbrechen. Ich war mit Freuden bereit und ritt also mit ihm, so rasch unsere Pferde konnten. Am dritten oder vierten Tag unsres Rittes fiel mir auf, daß mein Herz so schwer und laut schlug. Ich drückte oft die flache Hand fest darauf und dachte: ›Was fällt dir ein, sei ruhig!‹ aber das half nicht. Ich dachte mir auch noch nicht viel, als ich am vierten oder fünften Tag, zum erstenmal in meinem Leben, ohnmächtig wurde. Ich hatte auch viel zu sorgen, daß ich den Oberleutnant im Sattel hielt, der sein letztes bißchen Kraft zusammen nahm, um den Ritt zu Ende zu bringen. Aber als wir am achten Tag morgens durch die Hauptstadt ritten, wurde der stechende Schmerz im Herzen unerträglich; ich konnte den Oberleutnant noch an der Tür des Lazaretts abliefern und im Schritt zur Feste hinaufreiten. Da aber wurde ich ohnmächtig von heranspringenden Kameraden vom Pferde gehoben.
Man brachte mich ins Lazarett und der Arzt untersuchte mich, und sagte, ich hätte mir durch die langen Anstrengungen, besonders durch den letzten scharfen Ritt, einen Herzfehler geholt und könnte in einem Lande mit so hoher Lage und so dünner Luft jetzt nicht leben und müßte nach Haus.
Da fuhr ich denn, nachdem ich acht Tage im Lazarett gelegen hatte, in vier ungemütlichen Tagfahrten mit der kleinen klappernden Bahn in den offenen kleinen Rübenwagen nach der Küste und kletterte am zweiten Tag nach meiner Ankunft in meiner Schutztruppenuniform mit Tornister und Mantel die Strickleiter hinauf an Deck des Wörmanndampfers.
Wir waren fünfzig Mann an Bord, die meisten kränklich, einige sehr krank. Einer hatte einen Schuß in die Brust bekommen, der noch eiterte. Wir saßen oft neben ihm und trugen ihn auf seinem Lager an die Sonne, und trösteten ihn; aber er hatte keinen Mut; er lag dumpfbrütend und zuweilen wimmerte er leise. Ich weiß nicht, was aus ihm geworden ist. Einer, eines Tagelöhners Sohn aus Pommern, hatte ein Bein verloren; er konnte schon an Krücken springen, und tat, als wenn er guter Dinge wäre; er sagte, er könne nun in Wahrheit singen, was sie in der Dorfschule so oft gesungen hätten: »Alles was ich bin und habe, dank' ich dir, mein Vaterland.« Aber er saß oft mit stillem Gesicht in seinem langen Stuhl; er war erst dreiundzwanzig Jahre alt. Einer hatte auf einem Eilmarsch einen Hitzschlag bekommen und hatte seitdem fixe Ideen, die während der Fahrt immer schlimmer wurden. Er hielt sich für den König von Südafrika und wollte in Deutschland Kanonen bestellen. Ich habe gehört, daß er wieder ganz gesund geworden ist. Einer hatte einen Knochenschuß und sollte in Berlin noch einmal operiert werden. Die andern waren fast alle herzkrank oder hatten schweren Typhus hinter sich. Wir waren alle freundlich miteinander und hielten gut zusammen; nur einer war da, der von Tag zu Tag unbeliebter wurde, ein Berliner, der alles hatte, konnte und wußte.
Ich hatte mir über hundertfünfzig Mark von der Kriegslöhnung gespart und verwandte sie dazu, daß ich in der zweiten Kajüte fuhr. Heinrich Gehlsen, der einen schweren Typhus überstanden hatte und auch mit zurück fuhr, hatte mich auf den Gedanken gebracht. Ich tat es gern und habe es nicht bereut. Wer in äußerlichen Dingen auf sich hält, der wird dadurch vorwärtsgetrieben, daß er es auch in allen anderen Dingen weiterbringt. Ich verkehrte am meisten mit ihm und mit einem Stückmeister von der Marine, das ist der Mann, der auf den großen Kriegsschiffen einen Panzerturm bedient. Er war mit Gehlsen und mir bei unserem ersten schweren Gefecht mit dabei gewesen und war ein breiter, behaglicher Mann, voller Schnurren und Schelmereien. Ich mochte ihn besonders darum so gern, weil er seinen beständigen und großen Humor nicht allein den Gesunden, sondern besonders auch unseren Kranken zukommen ließ.
Obgleich wir fast alle irgendwelchen Schaden hatten, waren wir doch fröhlich über die Heimkehr. Bis hinauf nach Spanien hat die Back viel Schelmenspiele, Gesang und Narrheit gesehn; ich konnte selbst nichts dazu beitragen; ich hatte aber viele Freude daran.
Wir waren sehr froh, als wir die Küste von England wiedersahen. Gleich darauf begegnete uns das erste deutsche Schiff, ein kleiner schlanker Kreuzer unserer Marine, noch ganz neu. Er stürmte gewaltig dahin. Am Abend des anderen Tages kam uns ein Wörmanndampfer entgegen, der Mannschaft für den Feldzug gegen die Hottentotten an Bord hatte. Sie standen in ihren weiten grauen Mänteln und großen Schlapphüten an der Reeling und riefen zu uns herüber.
Am anderen Abend um fünf Uhr näherten wir uns Cuxhaven; wir sahen es deutlich im Dämmern liegen. Obgleich es schneidend kalt war, standen wir doch in unseren dicken Mänteln lange an der Reeling. Erst als es dunkle Nacht wurde, gingen wir unter Deck. Um ein Uhr in der Nacht machte das Schiff in Hamburg am Petersenkai fest; wir blieben aber die Nacht über an Bord.
Am Vormittag kam der Arzt und besah einen jeden von uns. Dann kamen zuerst die Schwerkranken von Bord; dann wir. Am Nachmittag wollte ich zur An- und Abmeldung nach Kiel fahren.
Als ich so in meiner abgetragenen, schmutzfarbenen Korduniform, mit dem sonnenverbrannten dunkeln Gesicht den Jungfernstieg entlang schlenderte, gesellte sich ein Mann in mittleren Jahren zu mir, der mich im Weitergehen dies und das fragte. Im Laufe des Gespräches kam es heraus, daß ich schon oft im Elternhause von ihm gehört hatte; denn er war von Kind an mit meinen Eltern bekannt gewesen und hatte sie neulich wieder besucht. Da fing ich an, nach Allen zu Hause zu fragen, und hörte nicht auf damit. Es war mir, als wenn ich sieben Jahre von Hause fortgewesen wäre.
Inhalt der +Grote+'schen Sammlung von Werken zeitgenössischer Schriftsteller
1. Band:
Otto Glagau, +Fritz Reuter und seine Dichtungen+. Neue, umgearbeitete Auflage. Mit Illustrationen. Geb. 4 M.
2. Band:
Julius Wolff, +Till Eulenspiegel redivivus+. Ein Schelmenlied. Mit Illustrationen. Sechsundzwanzigstes Tausend. Geb. 4 M. 80 Pf.
3. Band:
Julius Wolff, +Der Rattenfänger von Hameln+. Eine Aventiure. Mit Illustrationen von P. Grot Johann. Sechsundsiebzigstes Tausend. Geb. 4 M. 80 Pf.
4. Band:
Wilhelm Raabe, +Horacker+. Mit Illustrationen von P. Grot Johann. Siebzehnte Auflage. Geb. 4 M.
5. Band:
Friedrich Bodenstedt, +Theater+. (Kaiser Paul. -- Wandlungen.) Geb. 4 M.
6. Band:
Anastasius Grün, +In der Veranda+. Eine dichterische Nachlese. Dritte Auflage. Geb. 2 M.
7. Band:
Julius Wolff, +Schauspiele+. Zweite Auflage. Geb. 4 M. 80 Pf.
8. Band:
Carl Siebel, +Dichtungen+. Gesammelt von seinen Freunden. Herausgegeben von Emil Rittershaus. Geb. 4 M.
9. Band:
Wilhelm Raabe, +Die Chronik der Sperlingsgasse+. Neue Ausgabe mit Illustrationen von Ernst Bosch. Vierundsiebzigste Auflage. Geb. 4 M.
10. Band:
Julius Wolff, +Der wilde Jäger+. Eine Weidmannsmär. Hundertfünftes Tausend. Geb. 4 M. 80 Pf.
11. Band:
Hermann Lingg, +Schlußsteine+. Neue Gedichte. Geb. 4 M.
12./13. Band:
Julius Wolff, +Tannhäuser+. Ein Minnesang. Zwei Bände. Dreiundvierzigstes Tausend. Geb. 8 M.
14. Band:
Julius Wolff, +Singuf+. Rattenfängerlieder. Siebzehntes Tausend. Geb. 4 M. 80 Pf.
15. Band:
Julius Grosse, +Gedichte+. Mit einer Zuschrift von Paul Heyse. Geb. 4 M.
16./17. Band:
Julius Wolff, +Der Sülfmeister+. Eine alte Stadtgeschichte. Zwei Bände. Dreiundfünfzigstes Tausend. Geb. 8 M.
18./19. Band:
A. von der Elbe, +Der Bürgermeisterturm+. Ein Roman aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Zweite Auflage. Geb. 7 M.
20. Band:
Julius Wolff, +Der Raubgraf+. Eine Geschichte aus dem Harzgau. Dreiundsechzigstes Tausend. Geb. 7 M.
21./22. Band:
Julius Grosse, +Der getreue Eckart+. Roman in zwölf Büchern. Zwei Bände. Zweite Auflage. Geb. 9 M. 60 Pf.
23. Band:
Theodor Fontane, +Unterm Birnbaum+. Eine Novelle. Zweite Auflage. Geb. 4 M.
24. Band:
Wilhelm Raabe, +Unruhige Gäste+. Ein Roman aus dem Säkulum. Sechste Auflage. Geb. 4 M.
25. Band:
Julius Wolff, +Lurlei+. Eine Romanze. Sechsundsechzigstes Tausend. Geb. 6 M.
26. Band:
Wilhelm Raabe, +Im alten Eisen+. Eine Erzählung. Sechste Auflage. Geb. 4 M.
27. Band:
Arthur Drews, +Irold+. Eine Rhapsodie in sechs Gesängen. Geb. 4 M.
28. Band:
Julius Wolff, +Das Recht der Hagestolze+. Eine Heiratsgeschichte aus dem Neckartal. Vierzigstes Tausend. Geb. 7 M.
29./30. Band:
Wilhelm Jordan, +Zwei Wiegen+. Ein Roman. Neue Ausgabe. Zwei Bände. Fünftes Tausend. Geb. 7 M.
31./32. Band:
Guido List, +Carnuntum+. Historischer Roman aus dem vierten Jahrhundert n. Chr. Zwei Bände. Geb. 8 M.
33. Band:
Julius Wolff, +Die Pappenheimer+. Ein Reiterlied. Vierundzwanzigstes Tausend. Geb. 6 M.
34. Band:
Ernst Eckstein, +Murillo+. Dritte Auflage. Geb. 3 M.
35. Band:
Ernst Eckstein, +Hertha+. Roman. Dritte Auflage. Geb. 8 M.
36. Band:
A. von der Elbe, +In seinen Fußstapfen+. Roman aus Lüneburgs Vorzeit. Geb. 7 M.
37. Band:
Großfürst Konstantin, +Gedichte+. In freier Nachbildung von Julius Grosse. Geb. 4 M.
38. Band:
Julius Wolff, +Renata+. Eine Dichtung. Einunddreißigstes Tausend. Geb. 6 M.
39. Band:
Anton Springer, +Aus meinem Leben+. Mit zwei Bildnissen. Geb. 7 M.
40. Band:
C. Gräfin von Haugwitz, +Eines Kaisers Traum+. Dichtung. Geb. 4 M.
41. Band:
Anton Ohorn, +Der Ordensmeister+. Eine deutsche Minne- und Heldenmär. Geb. 4 M.
42./43. Band:
Hermann Lüders, +Unter drei Kaisern+. Malerfahrten. Mit 221 Illustr. vom Verf. Zwei Bände. Geb. 9 M. 60 Pf.
44./45. Band:
Ernst Eckstein, +Themis+. Roman. Zwei Bände. Geb. 9 M. 60 Pf.
46. Band:
Julius Wolff, +Der fliegende Holländer+. Eine Seemannssage. Vierunddreißigstes Tausend. Geb. 5 M.
47. Band:
Ernst Julius Hähnel's +Literarische Reliquien+. Herausgegeben von Julius Grosse. Geb. 6 M.
48. Band:
Ernst Eckstein, +Der Mönch vom Aventin+. Novelle. Vierte Auflage. Geb. 4 M.
49. Band:
Ludwig Ganghofer, +Doppelte Wahrheit+. Neue Novellen. Fünftes Tausend. Geb. 5 M.
50. Band:
Maria Janitschek, +Atlas+. Novelle. Geb. 2 M.
51. Band:
Ernst Eckstein, +Familie Hartwig+. Roman. Zweite Auflage. Geb. 8 M.
52. Band:
Maria Janitschek, +Pfadsucher+. Vier Novellen. Geb. 4 M.
53. Band:
Julius Wolff, +Das schwarze Weib+. Roman aus dem Bauernkriege. Vierundzwanzigstes Tausend. Geb. 7 M.
54. Band:
Ernst Eckstein, +Kyparissos+. Roman. Zweite Auflage. Geb. 8 M.
55. Band:
Julius Wolff, +Aus dem Felde+. Nebst einem Anhang: +Im neuen Reich+. Gedichte. Vierte, vermehrte Auflage. Geb. 2 M. 50 Pf.
56. Band:
Konrad Telmann, +Bohémiens+. Roman. Geb. 6 M.
57. Band:
Ola Hansson, +Der Schutzengel+. Roman. Geb. 4 M.
58. Band:
Ernst Eckstein, +Roderich Löhr+. Roman. Zweite Auflage. Geb. 8 M.
59. Band:
Julius Wolff, +Assalide+. Dichtung aus der Zeit der provençalischen Troubadours. Siebzehntes Tausend. Geb. 6 M.
60. Band:
Ernst Eckstein, +Adotja+. Novellen. Geb. 6 M. 50 Pf.
61. Band:
Ernst Eckstein, +Die Hexe von Glaustädt+. Roman. Zweite Auflage. Geb. 8 M.
62. Band:
Gustav Frenssen, +Die drei Getreuen+. Roman. Hundertviertes Tausend. Geb. 5 M.
63. Band:
Julius Wolff, +Der Landsknecht von Cochem+. Ein Sang von der Mosel. Einundzwanzigstes Tausend. Geb. 6 M.
64. Band:
Freiherr von Schlicht, +Die feindlichen Waffen+. Humor. Roman. Geb. 4 M. 50 Pf.
65. Band:
Heinrich Steinhausen, +Heinrich Zwiesels Ängste+. Eine Spießhagener Geschichte. Geb. 5 M.
66./67. Band:
Ludwig Ganghofer, +Das Schweigen im Walde+. Roman in zwei Bänden. Einunddreißigstes Tausend. Geb. in 1 Band 6 M.
68. Band:
Julius Wolff, +Der fahrende Schüler+. Eine Dichtung. Vierzehntes Tausend. Geb. 6 M.
69. Band:
Gustaf Dickhuth, +Wie der Leutnant Hubertus von Barnim sich verloben wollte und anderes+. Novellen. Geb. 4 M.
70. Band:
Gustav Frenssen, +Die Sandgräfin+. Roman. Dreiundsechzigstes Tausend. Geb. 5 M.
71. Band:
Robert Wendlandt, +Der Wendenhof+. Roman. Geb. 4 M. 50 Pf.
72. Band:
Hermann Heiberg, +Reiche Leute von einst+. Roman. Geb. 4 M.
73. Band:
Gustav Frenssen, +Jörn Uhl+. Roman. Zweihundertdreiundzwanzigstes Tausend. Geb. 5 M.
74. Band:
Victor Blüthgen, +Gedichte+. Neue vermehrte Ausgabe. Geb. 4 M.
75. Band:
Wilhelm Raabe, +Nach dem großen Kriege+. Eine Geschichte in zwölf Briefen. Vierte Auflage. Geb. 3 M. 50 Pf.
76. Band:
Hans Hopfen, +Gotthard Lingens Fahrt nach dem Glück+. Roman. Geb. 5 M.
77. Band:
Julius Wolff, +Die Hohkönigsburg+. Eine Fehdegeschichte aus dem Wasgau. Achtundzwanzigstes Tausend. Geb. 6 M.
78. Band:
Johannes Trojan, +Auf der anderen Seite+. Streifzüge am Ontario-See. Geb. 3 M.
79. Band:
Wilhelm Raabe, +Die Kinder von Finkenrode+. Siebente Aufl. Geb. 4 M.
80. Band:
Johannes Trojan, +Berliner Bilder+. Hundert Momentaufnahmen. Zweite Auflage. Geb. 4 M.
81. Band:
Joseph Lauff, +Pittje Pittjewitt+. Ein Roman vom Niederrhein. Sechzehntes Tausend. Geb. 5 M.
82. Band:
Adam Karrillon, +Michael Hely+. Roman. Siebentes Tausend. Geb. 5 M.
83. Band:
Julius Wolff, +Zweifel der Liebe+. Roman aus der Gegenwart. Zwanzigstes Tausend. Geb. 6 M.
84. Band:
Ernst von Wildenbruch, +Das schwarze Holz+. Roman. Fünfzehntes Tausend. Geb. 5 M.
85. Band: