Perlen der heiligen Vorzeit Johann Ladislav Pyrker's sämmtliche Werke (3/3)

Part 19

Chapter 192,779 wordsPublic domain

[Fußnote 33: =Vers 463.=

+Balak+, der Moabiter-König, sandte nach dem Seher Bileam, aus daß er durch Flüche und Verwünschungen den weiteren Fortschritten der Israeliten Einhalt thun sollte, welche bereits die Amorriter überwunden hatten. Allein statt der Verwünschungen kamen, wider seine Absicht, nur Segensworte aus seinem Munde. (IV. B. +Mosis+ 22. 23. u. 24. Cap.)]

[Fußnote 34: =Vers 482.=

Die Berge +Garizim+ und +Ebal+ bilden ein enges Thal, in welchem das merkwürdige Sichem lag. Durch die eine Hälfte der zwölf Stämme ließ +Moses+ von jenem den Beobachtern des Gesetzes Segen, und durch die andere von diesem den Uebertretern desselben Fluch und Jammer verkünden (V. B. +Mosis+ 27). --]

[Fußnote 35: =Vers 599.=

Bei der Verklärung Christi auf dem Tabor sahen seine Jünger den Moses, und Helias ihm zur Seite, schweben. (+Ev. Matth.+ 17. Cap. 5. Vers.)]

[Fußnote 36: =Vers 607.=

Brief +an die Corinther+ 15. Cap. 53. und 54. Vers.]

[Fußnote 37: =Vers 614.=

+Offenbarung Joh.+ 5. Cap. 8. Vers.]

Samuel.

[Fußnote 1: =Vers 3.=

+Endor+ war ein unbedeutender Ort unweit Sunem, wo sich Saul gegen die Philister gelagert hatte. (I. B. +Samuel+ 28. Cap. 7. Vers.)]

[Fußnote 2: =Vers 18.=

Man pflegte Jehova in zweifelhaften Fällen durch die Priester und Propheten, welchen er durch nächtliche Träume seinen Willen zu erkennen gab, zu befragen. Von dem Hohenpriester geschah dieß in der Hütte des Bundes durch das +Urim+ und +Thummim+. (+Siehe oben die Anmerkung+ Nro. 26. +Moses+ III. Gesang.)]

[Fußnote 3: =Vers 28.=

Saul, der Sohn Kis, eines wohlhabenden Mannes aus dem Stamme Benjamin, wurde von ihm ausgesandt, seine verlornen Eselinnen zu suchen. Jehova zeigte dem Propheten Samuel an: dieser sey’s, den er zum König Israels salben solle. Er that’s, nachdem er ihn vorher in der Gesellschaft der angesehensten Männer durch ein Mahl geehrt hatte. (+Siehe I. B. Samuel+ 9. und 10. Cap.)]

[Fußnote 4: =Vers 36.=

Aus Mangel an Vertrauen zu Gott maßte sich Saul einer Handlung, nämlich des feierlichen Opferns an, welche nicht ihm, sondern nur den Priestern und Propheten, zukam.]

[Fußnote 5: =Vers 45.=

Saul vernahm durch Samuel Jehova’s Befehl: die abergläubischen Amalekiten mit allem ihrem Rind, und sonstiger Habe zu vertilgen. Nachdem er aber, aus Gewinnsucht, den König Agag und den besten Theil der Heerde verschont hatte, suchte er sich vor Samuel, der ihn zu Rede stellte, dadurch zu rechtfertigen, daß er die Schuld auf sein Kriegsheer wälzte, und der Handlung einen religiösen Anstrich gab. (I. B. +Samuel+ 15. Cap.)]

[Fußnote 6: =Vers 64.=

Die Krankheit Sauls war eine periodische Melancholie, die er sich durch seine verfehlten, ehrgeizigen Absichten zugezogen hatte. David, als ein geschickter Harfenspieler bekannt, wurde an den Hof berufen, um ihm die Stunden der Schwermuth zu erheitern, und Saul gewann ihn auch sogleich so lieb, daß er ihn zu seinem Waffenträger ernannte. Später verwandelte sich dieses Wohlwollen in Haß und Mißtrauen gegen ihn, nachdem er den Riesen Goliath erschlug, und dem Kehrenden im Reigen die Frauen zusangen: „Saul hat Tausend, und David zehn Tausende geschlagen.“ -- (I. +B. der Könige+ 16. und 18. Cap.)]

[Fußnote 7: =Vers 72.=

In der Felsenhöhle Engeddi, und später mitten im feindlichen Lager kam David dem Könige Saul unbemerkt so nahe, daß er ihm dort die Quaste, oder den Zipfel des Mantels, und hier seinen Spieß und Wasserbecher heimlich entwandte, und darauf, als einen Beweis seiner Unschuld, vorwies, indem es in seiner Macht stand, ihm das Leben zu rauben. (I. B. +Samuel+ 21. und 26. Cap.)]

[Fußnote 8: =Vers 82.=

Gott selbst herrschte durch das mosaische Gesetz über das Volk Israel, und schützte es, so lange es demselben treu blieb. Diese Theokratie war sein Vorzug, welchen es mit keinem andern theilte, dessen es sich aber nun töricht begab.]

[Fußnote 9: =Vers 166.=

Nicht die Nachricht, daß an diesem Tage in der Schlacht seine beiden unwürdigen Söhne gefallen seyen, sondern jene, daß die Lade des Bundes von dem Feinde erbeutet sey, brach dem unglücklichen Greise das Herz. (I. B. +Samuel+ 4. Cap.)]

[Fußnote 10: =Vers 246.=

Von dem betriegerischen Handwerk des Todtenbeschwörens, auf welches sich gewöhnlich alte Frauen verlegten, und welches durch diese Erzählung von einem hohen Alterthum zeugt, finden wir auch bei den heidnischen Schriftstellern sehr merkwürdige Stellen; ~+Lucan. Pharsal.+ Lib. VI. v. 592.~ -- ~+Ovid. Metamorph.+ Lib. VII. v. 199.~ und endlich ~+Horat.+ Lib. 1. +Satyr.+ VIII. 20.~ --]

Helias der Thesbite.

+Erster Gesang.+

[Fußnote 1: =Vers 2.=

Helias wird der Thesbite, oder Thisbite genannt, weil er von Thisbe, einem Orte im Stamme Naphtali, in Ober-Galiläa, gebürtig war.]

[Fußnote 2: =Vers 4.=

In Palästinas Gebirgen gab es geräumige Höhlen, in welchen oft zur Kriegszeit ganze Völkerschaften wohnten. Die Hebräer nannten sie צנקיס, und die Griechen: τρωγλοδύτης. -- Siehe I. Buch +Mosis+ 14. Cap. 6. Vers. -- Das B. +der Richter+ 6. Cap. 2. Vers.]

[Fußnote 3: =Vers 10.=

Unter dem Götzen +Baal+ wird oft die Sonne, und unter +Astarte+ der Mond verstanden, welche beide Gestirne wohl einer der frühesten Gegenstände der Abgötterei waren. +Baal+, von welchem hier die Rede ist, und Astarte, von welcher sie weiter unten seyn wird, waren ohne Zweifel phönikische Gottheiten, und jener wahrscheinlich Herkules, der zu Tyrus einen Tempel hatte. -- Siehe +Jahns Archäol.+ III. T. §. 129. und 131.]

[Fußnote 4: =Vers 47.=

Ungefähr 975 Jahre vor Christi Geburt geschah die Spaltung, wo das mächtige Reich Salomons, nach seinem Tode, in zwei Theile getrennt wurde. Rehabeam, sein Sohn, behielt nur die zwei Stämme Juda und Benjamin; die übrigen Zehn erwählten Jeroboam, den Sohn Nebat, zu ihrem Könige. Aus Furcht, seine Unterthanen möchten wieder zu dem Hause Davids übertreten, wenn sie zu den Festtagen nach Jerusalem wallfahrteten, stellte er zwei vergoldete Rinder, als Bilder Jehova’s, zu Bethel und Dan auf; bauete ihnen Tempel und Altäre; bestellte Priester; verlegte die Festtage um einen Monath später, und führte also die Abgötterei in Israel ein, wegen welcher ihm der Untergang seines Hauses verkündiget ward. Seine Residenz war zu Sichem und zu Thirzo. -- (Siehe 1. Buch +der Könige+, 12. und 14. Cap.)]

[Fußnote 5: =Vers 59.=

In den Prophetenschulen wurden junge Leute im Gesetze, in der Tonkunst und anderen Wissenschaften unterrichtet. Sie sollten die künftigen Lehrer des Volkes in der wahren Religion seyn.]

[Fußnote 6: =Vers 96.=

+Zarpath+, oder Sarepta, war eine phönikische Stadt an der Küste des mittelländischen Meeres zwischen Tyrus und Sidon.]

[Fußnote 7: =Vers 111.=

Die Kleidung, derer sich die, durch strengere Lebensart auszeichnenden Propheten bedienten, bestand aus einem langen Leibrock aus Lämmerfellen, aus einem ledernen Gürtel und einem Mantel aus grobem Tuche, dessen sich der Morgenländer im Freien auch statt einer Bettdecke bedient. Das Kleid des Täufers im Neuen Testamente, +Matth.+ III. Cap. wird eben so beschrieben.]

[Fußnote 8: =Vers 166.=

Die Morgenländer bedienen sich des Oehles, statt der Butter, bei allen Arten Gebäckes.]

[Fußnote 9: =Vers 191.=

+Oberhaus+, Oberzimmer -- צלֹיח, ὑπενῷον -- ein Gebäude von einem, oder ein Paar Gemächern, welches vom Dache hinauf, über der Hausthüre, oder über dem Vorhofe, oft auch rückwärts von einem oder dem anderen Ende des Hauses, empor ragt; zu welchem entweder von der oberen Gallerie, oder mittelst einer heimlichen Treppe, die in den Vorhof, oder auf die Straße führt, zu gelangen ist. Dasselbe dient zur Beherbergung der Fremden, zu stillen Betrachtungen, und Uebung der Andacht in ungestörter Einsamkeit. (Siehe +Shaw Reis.+ S. 188. +Niebuhr’s Reis.+ I. Theil 380 S.)]

+Zweiter Gesang.+

[Fußnote 1: =Vers 257.=

Eine Art unsinniger Gottesverehrung der heidnischen Priester war die: sich mit Messern, Spießen und Geißeln zu verwunden. Plutarch bezeugt solches von den Priestern der +Bellona+ in seinem Buche von dem +Aberglauben+ und +Lactanz+ in jenem von +der falschen Religion+. I. B. 21. Cap. -- +Tibull.+ I. B. 1. Eleg, von den Priesterinnen der Cybele und +Lucian+ in jenem von der +syrischen Göttinn+.]

[Fußnote 2: =Vers 260.=

Das Abendopfer wurde um drei Uhr Nachmittags in dem Tempel zu Jerusalem dargebracht.]

[Fußnote 3: =Vers 337.=

+Jesreel+, eine Stadt, wo Achab im Sommer wohnte, lag fünf Stunden Weges von Samaria gegen Norden.]

[Fußnote 4: =Vers 349.=

Jesaias 56. Cap. 8. Vers. --]

+Dritter Gesang.+

[Fußnote 1: =Vers 22.=

+Beerseba+ war eine Gränzstadt des Reiches Juda, im Süden von Israel.]

[Fußnote 2: =Vers 27.=

Der +Genistbaum+, +Genist+ (~spartium genista~), hat dichte Aeste, und gibt einen lieblichen Schatten.]

[Fußnote 3: =Vers 45.=

Unter den verschiedenen Arten, das Brot im Morgenlande, besonders draußen im freien Felde, oder in Wüsten zu backen, ist die: daß man den bloßen Sand, oder kleine runde Gruben durch Feuer erhitzt, dieses dann wegräumt, den Teig in dünnen Fladen, in Gestalt eines Tellers, hineinlegt, ihn einige Mal umwendet, und dann mit erhitztem Sande, Asche und Kohlen zudeckt, bis er völlig gebacken ist. Das sind die +Aschenkuchen+ צנות. -- (Siehe ~Chardin Voy. T. 2. Thevenoth Voy. au Levant.~ +Niebuhr+ etc.)]

[Fußnote 4: =Vers 58.=

Der Berg +Horeb+ macht die südwestliche Spitze des Berges Sinai aus.]

[Fußnote 5: =Vers 114.=

+Abel-Mehola+ lag an dem Berge Gilboa, zwischen Sichem und Bethesan.]

[Fußnote 6: =Vers 117.=

Man verehrte den phönikischen Herkules, welcher hier +Baal+ heißt, insbesondere durch Küsse auf den Mund. Dieß bezeugt unter anderen auch ~+Cicero+ Lib. IV. in Verrem, Cap. 43.~]

[Fußnote 7: =Vers 156.=

Nach dem Mos. Gesetz war es nicht erlaubt, das, von den Vorältern ererbte Grundstück auf immer an Andere zu veräußern. III. Buch Moses 25. Cap.]

[Fußnote 8: =Vers 158.=

Das Siegel des Morgenländers enthält seinen Nahmen. Man tunkt es in eine Farbe, und drückt es unter die Briefe statt der Unterschrift. -- (Siehe +Pococke+ I. Theil.)]

[Fußnote 9: =Vers 185.=

(Siehe oben Anmerkung Mos. I. Ges. Anmerkung 7.)]

[Fußnote 10: =Vers 193.=

+Ramoth+ war eine Freistadt im Reiche Israel, auf der Ostseite des Jordans, im Stamme Gad, und gehörte den Leviten.]

[Fußnote 11: =Vers 200.=

Dieser Prophet +Micha+ muß mit jenem der zwölf kleinen Propheten nicht verwechselt werden.]

[Fußnote 12: =Vers 255.=

+Gilgal+ lag an der Westseite des Jordans, in der Ebene Sarone, zwischen dem Berge Gaas und dem mittelländischen Meere.]

[Fußnote 13: =Vers 273.=

Zu +Ekron+, einer der fünf Hauptstädte der Philister, hatte ihr Abgott +Baal-Sebub+, der +Mückengott+ einen Tempel, wo er als Schutzgott gegen die im Morgenlande so lästige Mücken und Fliegen verehrt ward. Bei den Alten hatte sowohl Zeus, als auch Herakles, den Zunahmen: απομὑιος, μύιωδης μῦιαγρος. +Mückengott+, +Mückenjäger+. -- (Siehe ~+Clemens Alex.+ in +Protrept. Plinius L. X.+~ -- ~+Aelian. Hist. Anim. L. V.+~)]

[Fußnote 14: =Vers 398.=

+Samum+, ein heißer, schnell tödtender Wind in Afrika. (Siehe +Tunisias+ Seite 326. Anmerkung.)]

Elisa.

+Erster Gesang.+

[Fußnote 1: =Vers 25.=

Der König der Moabiter war seit der Regierung des Königs David ein Vasall Israels, und mußte jährlich einen großen Tribut an Vieh entrichten. Die Moabiter stammten von Lot ab, waren also verwandt mit den Hebräern, weßwegen es auch keine eigentliche Erbfeindschaft unter ihnen gab.]

[Fußnote 2: =Vers 104.=

Im Morgenlande, wo im Sommer die trockene Witterung beständig ist, geht dem Regen stets ein heftiger Wind, oder Sturm vorher, besonders in den Wüsten. -- (Siehe ~Russel’s natural history of Aleppo.~)]

[Fußnote 3: =Vers 148.=

+Kir-Hareseth+, die Hauptstadt der Moabiter, lag in einer gebirgigen Gegend, und hieß in der Folge bei den Arabern +Carcha+. (~Abulfedae Syr.~)]

[Fußnote 4: =Vers 165.=

+Sunem+ war eine, zwei Stunden vom Berge Tabor südwärts liegende, zum Stamme Isaschar gehörige Stadt.]

[Fußnote 5: =Vers 248.=

Ueber die Sitte der Morgenländer, sich ohne Ende zu grüßen, wenn Bekannte auf dem Wege sich treffen, siehe +Niebuhrs+ Beschreibung von Arabien S. 49.]

[Fußnote 6: =Vers 310.=

B. Job. 19. Cap. 25. Vers. --]

[Fußnote 7: =Vers 329.=

Offenbar. 1. Cap. 5. Vers.]

[Fußnote 8: =Vers 333.=

1. Brief an die Corinther 15. Cap. 55. Vers.]

+Zweiter Gesang.+

[Fußnote 1: =Vers 30.=

Siehe Joh. IV. Cap. 13. Vers.]

[Fußnote 2: =Vers 57.=

Ueber die verschiedenen Arten des Aussatzes im Morgenlande, ihre schrecklichen Wirkungen, ihre Heilung, und die nöthige Strenge und Vorsicht, welche +Moses+ III. B. 13. Cap. dabei vorschrieb, siehe +Jahns+ Bibl. Archäologie. Häusliche Alterth. II. B. §. 213.]

[Fußnote 3: =Vers 76.=

Sieh III. B. Mos. 15. Cap. 45. Vers.]

[Fußnote 4: =Vers 91.=

Die beiden beträchtlichen Flüsse: +Pharphar+, jetzt +Phege+, und +Amana+, jetzt +Schamaweis+, vereinigen sich unweit Damaskus. Jener entspringt an dem Antilibanon, und dieser am Berge gleiches Nahmens. Einige halten sie für zwei Arme einer und derselben Quelle, die in dem Gebirge Amana entspringt.]

[Fußnote 5: =Vers 111.=

+Rimon+ war ein syrischer Götze, von dem die Geschichte sonst nichts weiter erwähnt.]

[Fußnote 6: =Vers 147.=

Die Stadt +Dothan+ lag vier Stunden von Samaria, gegen den Berg Tabor zu.]

[Fußnote 7: =Vers 285.=

+Nimm Bogen und Pfeile+, hieß, ohne Bild, so viel: Rüste dich zum Kriege. Das Abschießen des Pfeiles gegen Morgen deutete dem König an: daß er die dorthin gelegenen israelitischen Besitzungen den Händen der Feinde zuerst entreißen solle, und war als prophetisches Sinnbild um so sprechender, da die Alten bei einer Kriegserklärung einen Wurfspieß in das feindliche Lager schleuderten. (+Justin.+ II. Buch. +Aeneis+ IX. Gesang. 47. Vers.)]

[Fußnote 8: =Vers 295.=

+Aphek+ war eine Stadt, die eine Tagreise von Tiberias nordwärts gegen Damaskus lag.]

[Fußnote 9: =Vers 306.=

Das Grab des Propheten Elisa befand sich, nach dem Zeugnisse des h. +Hieronymus+ (~in epithaphio Paulae~), in der Nähe der Stadt Samaria. -- (+Brentano+ II. B. der +Könige+ 13. Cap. Anmerkung zum 20. Vers.)]

Makkabäer.

[* Die meisten Geschichtsforscher sind darüber einig, daß der Zunahme Makkabäer nicht ausschließend einem Geschlechte angehörte, sondern zur Zeit der Verfolgung der Juden durch den König Antiochus Epiphanes, in den Jahren 166 und 167 vor Chr., überhaupt allen Jenen gegeben ward, die sich durch Heldenmuth, Großthaten und Eifer in der Verteidigung des wahren Glaubens und der vaterländischen Sitten auszeichneten. Die Veranlassung dazu gab wahrscheinlich der sterbende Mathathias, der im prophetischen Geiste seinen drittgebohrnen Sohn Judas, unstreitig den größten Helden der Israeliten neuerer Zeit, mit dem Zunahmen מקכי -- +Hämmerer+, zum Heerführer des Volks ernannt hat.]

+Mathathias.+

[Fußnote 1: =Vers 9.=

+Antiochus Epiphanes+, ein Sohn Antiochus des Großen, bestieg im Jahr 175 vor Chr. widerrechtlich den Thron von Syrien, der eigentlich dem Demetrius, dem Sohne seines älteren Bruders Seleukus Philopator, gebührt hätte. Er wird von +Polybius+ bei Athenäus V. und +Diodor von Sizilien+ Fragm. XXVI. auf eine Art geschildert, daß er billig statt des Zunahmens ἐπίφανης, +Erlaucht+, jenen ἐπίμανης, +wahnwizig+, dem ihm seine Unterthanen gaben, verdiente.]

[Fußnote 2: =Vers 106.=

+Modin+, +Modein+, war eine Stadt, die westlich von Jerusalem, nicht ferne von dem Meere lag.]

[Fußnote 3: =Vers 501.=

S. 1. B. der Makkabäer 5. Cap. 12. V.]

+Eleazar, und die Mutter mit den sieben Söhnen.+

[** Der Schauplatz, wo diese heiligen Märtyrer für Wahrheit und Tugend starben, wird verschiedentlich, bald nach Antiochia, bald nach Jerusalem versetzt. Die der letzteren Meinung sind, geben an, daß Antiochus, auf die erhaltene Nachricht von der Widersetzlichkeit der Juden, im Jahre 166 vor Chr. selbst nach Judäa gekommen sey.

In dem Werke: ~Florus Biblicus, Tyrnaviae 1741~, worin Michael Hexenfelder den Makkabäern eine schöne Stelle weihte, fand der Sänger die Nahmen der Mutter, und ihrer sieben Söhne, wie jener sie bei Jos. Flavius und den Commentatoren gefunden hatte.]

[Fußnote 1: =Vers 215.=

V. B. Mosis 32. Cap. 36. V.]

Judas Makkabäus.

+Sieg.+

[Fußnote 1: =Vers 32.=

+Ecbatana+, heut zu Tage Tabris, war die ehemalige Haupt- und Residenzstadt der medischen Könige, wo später auch die persischen Könige wegen der kühleren Luft, die theils von den umliegenden Bergen, theils von dem, ihr nordöstlich liegenden, caspischen Meere herwehte, den Sommer zubrachten.]

[Fußnote 2: =Vers 179.=

Ueber diese kühne That des Eleazar, s. I. B. der Makkabäer, 6. Cap.]

[Fußnote 3: =Vers 203.=

Nach III. Mosis 25. wurde den Israeliten verordnet: daß das +siebente+ und +fünfzigste+ Jahr jedesmal für sie ein +Jubeljahr+ seyn solle, wo dem Volke große Wohlthaten zuflossen, z. B. zu Ende des 6ten und 49sten Jahres durfte nichts angebaut, und der Weinstock nicht beschnitten werden, und dennoch war der Ertrag im folgenden Jahre zu dessen Nahrung hinlänglich; da ferner (nach dem 8ten Vers) am +Versöhnungstage+ die Trompete durch das ganze Land geblasen wurde, um allen Einwohnern des Landes die Feier des fünfzigsten Jahres anzukündigen, in welchem dem leibeigenen Juden die Freiheit, und dem Eigenthümer der versetzte Acker zurückgegeben werden mußte, so kam Judäa jedes fünfzigste Jahr zu seinem vorigen Bestand zurück, der Reiche durfte sich nicht auf immer der Habe des Armen bemeistern, und dieser nicht immer als Leibeigener dienen.]

[Fußnote 4: =Vers 233.=

Siehe +Psalm+ 105.]

[Fußnote 5: =Vers 239.=

Siehe V. Mosis 32. Cap. 30. Vers.]

[Fußnote 6: =Vers 251.=

Rom und Sparta. Siehe I. B. der Makkabäer 8. und 12. Cap.]

[Fußnote 7: =Vers 253.=

Siehe im I. B. Mosis 49. Cap. 10. Vers die Weissagung Jakobs von Judas Stamm, die durch den Heiland in Erfüllung gekommen ist. (Ev. Matth. 2. Cap. 6. Vers.)]

[Fußnote 8: =Vers 272.=

Nach dem katholischen Lehrbegriff umfaßt die ~+Ecclesia triumphans+~ die Seligen, die den ewig lohnenden Kranz bereits erhielten; die ~+purgans+~, Jene, die nach dem Tode, in bestimmter Zeitfrist der Läuterung, auf jenen hoffen, und die ~+militans+~, Jene, die noch dießseits des Grabes, durch Glauben, Hoffnung, und Liebe nach ihm ringen, und eint so alle ihre Glieder in dem einen, großen Anliegen durch ihr gemeinschaftliches Gebeth.]