Perlen der heiligen Vorzeit Johann Ladislav Pyrker's sämmtliche Werke (3/3)
Part 18
Durch die Landschaft _Morria_ zog sich auch das Gebirge gleiches Nahmens hin, auf dessen einer Höhe hernach Salomo den Tempel erbaute II. Chronik 3, 1., und nach der Meinung vieler Schriftausleger auf einer andern desselben Christus gekreuzigt worden ist.]
[Fußnote 22: =Vers 614.=
_Arba_ war der frühere Nahme von der Stadt Hebron, unweit des Therebinthenhains Mamre, bei welchem sich Abraham zuerst niedergelassen hatte.]
[Fußnote 23: =Vers 619.=
Die Morgenländer hielten sehr viel auf ein eigenthümliches Erbbegräbniß, in welchem sie mit ihren Nachkommen ruhen sollten. Abraham mußte selbes im Lande Canaan haben, darum erhandelte er es von den Chetiten, einem canaanitischen Volksstamm. Diese Gräber bestanden meistens aus vielen, in Felsen gehauenen Höhlen: daher Math. 27, 7. Joh. 11, 38.]
[Fußnote 24: =Vers 630.=
Im 1. B. Moses 24. Cap. 5. und 6. Vers ist die Rede davon: ob Elieser den Isaak nach Charan, in Mesopotamien, _zurückführen_ solle, oder nicht? nach welchem Worte hier angenommen wird, daß er schon dort gewesen, und in seiner Jugend die Rebekka gekannt habe.]
[Fußnote 25: =Vers 781.=
Im Morgenlande mußte die Braut nach der Verlobung gewöhnlich noch zehn Tage in dem Hause ihrer Aeltern bleiben. Am Abende des Trauungstages wurde sie zuerst gebadet, was noch heut zu Tage daselbst geschieht (Siehe Arvieux III. Th. S. 255. Vergleiche 2. Korinther 11. Epheser 5, 26) und mit einer Krone geziert, weßwegen sie כַּלֹּה „Gekrönte“ hieß. Der Bräutigam, selber im Schmuck der schönsten Kleider (Jes. 61), und umgeben von seinen jungen Freunden, ὑίȣς τ̀ȣ νύμφωνος, holte sie, im Gefolge ihrer Gespielinnen, verschleiert, aus dem Hause ihres Vaters ab, und führte sie unter Musik und Gesang, in das Haus des seinigen. (Richter 14, 10. -- Mak. 9, 57. -- Joh 3. 9. -- Math. 9, 19.) -- Später wurden auf 70 hölzernen Stäben Pechpfannen vorausgetragen (Math. 25, 1); was auch jetzt noch in Arabien im Gebrauch ist. (Niebuhr 1. Theil S. 402. ~Chardin Voy.~. 1. S. 233.) Nach der Mahlzeit wurde der Segen über das Brautpaar gesprochen, mit dem Wunsche einer zahlreichen Nachkommenschaft. (Ruth. 2, 11.) In der Folge (wie aus Tob. 7. 15 zu ersehen ist) legte der Vater die Rechte der Tochter in jene des Bräutigams, und sprach den Segen, was heut zu Tage in der Synagoge durch den Rabbiner geschieht, worauf die Braut, noch immer verschleiert, in das Brautgemach geführt wird.]
Moses.
+Erster Gesang.+
[Fußnote 1: =Vers 2.=
Der Berg +Horeb+ (unter 28° 50′ oder 29° der Breite im peträischen Arabien) hat an seinem Fuße ringsher einen großen Umfang, aus welchem sich zwei Spitzen, eine südlich +Katharinenberg+ genannt, und die andere nördlich -- welche der eigentliche Sinai der Bibel ist, und über 6000 Fuß über der Meeresfläche aufragt, erheben. (Siehe +Jahns Bibl. Archäologie+ I. Theil S. 80.)]
[Fußnote 2: =Vers 43.=
+Jethro+, Reguels Sohn, war ein Priester, und zwar kein abgöttischer, in dem Lande Midian, wie aus II. B. Moses 18. Cap. 12. Vers erhellt.]
[Fußnote 3: =Vers 65.=
Josephus Flavius (~Antiquit. Jud. Lib. II. Cap. 12~) sagt: Schon vor diesen Zeiten sey unter den Einwohnern die Sage gewesen: Gott wohne auf dem Berge Horeb, und vor Moses habe sich kein Hirte erkühnt, seine Schafe daselbst zu weiden.]
[Fußnote 4: =Vers 78.=
+Midian+, die Landschaft, in welche Moses floh, lag im peträischen Arabien, an der Küste des rothen Meeres. Von dieser ist eine andere gleiches Nahmens, zu unterscheiden, die dem Jordan gegen Morgen, nicht weit von Arnon und Aereopolis lag]
[Fußnote 5: =Vers 89.=
Bei den Eheverlöbnissen wurden den leiblichen Brüdern der Braut Geschenke gemacht, und dem Vater mußte ein Kaufpreis bezahlt werden. Diese Sitte des Orients, welche nach +Niebuhrs+ Reise II. Theil, S. 420. noch heut zu Tage üblich ist, hatten die alten Hebräer mit den Phönikern, Griechen etc. etc. gemein. (+Herodot+ I. 196. -- +Strabo+, S. 135. -- ~Iliad.~ XI. 244.)]
[Fußnote 6: =Vers 91.=
Im II. B. Moses 2. Cap. 22. Vers, heißt es: „sie gebar ihm einen Sohn, den er +Gerschom+ (Fremdling) hieß, weil er, wie er sagte, ein Fremdling im Auslande sey,“ und weiter unten IV. Cap. 20. Vers: „Moses ließ seine Frau, und seine Söhne auf Eseln reiten“ u. s. w. Da aber, wie II. B. 18. Cap. erzählt wird, Jethro, der Schwiegervater Moses, nach dem Durchzug durch das rothe Meer, zu ihm am Horeb in der Wüste, mit dessen Gattinn Zipora und seinen zwei Söhnen gekommen war, von welchen er den einen +Gerschom+, und den andern +Elieser+ (Gott half) hieß, „weil der Gott seines Vaters ihm beigestanden, und von dem Schwerte des Pharao befreit habe,“ so ist anzunehmen, daß ihm dieser später geboren worden, und die vielfache Zahl im IV. Cap. 20. Vers durch ein Versehen der Abschreiber in den Text gekommen sey.]
[Fußnote 7: =Vers 108.=
Das Zerreißen der Kleider war bei den Morgenländern ein Zeigen großer Trauer, und des +dadurch+ erregten Schmerzens.]
[Fußnote 8: =Vers 135.=
Siehe II. B. Moses VI. Cap. 16., 18., 20. Vers.]
[Fußnote 9: =Vers 138.=
+Pharao+ war der allgemeine Nahme der Könige von Aegypten. -- Der Geschichtschreiber Appian nennt diesen insbesondere +Amasis+, und Eusebius +Cenchris+. Usserus aber glaubt, er habe +Amenophis+ geheißen, und sey der Belus der Griechen, der Vater des Danaus und Aegyptus gewesen.]
[Fußnote 10: =Vers 146.=
Nach dem Jos. Flavius hieß diese Tochter Pharao’s, +Thermuthis+. Clemens von Alexandrien, der sie +Myrrhina+ nennt, berichtet: sie sey lange verheiratet, doch kinderlos gewesen, deßwegen sie den Moses an Kindes statt angenommen habe.]
[Fußnote 11: =Vers 153.=
In der Apostelgeschichte VII. Cap. 21. und 22. Vers heißt es: („den Ausgesetzten“) „nahm die Tochter Pharao’s zu sich, und ließ ihn als ihren Sohn erziehen. Moses wurde in allen Wissenschaften der Aegyptier unterrichtet, und war mächtig in Reden und Thaten.“]
[Fußnote 12: =Vers 193.=
Die räthselhafte Gestalt der Sphinxe gab zu verschiedenen Muthmaßungen Veranlassung. Sowohl die griechische Mythologie wie es die Geschichte des Oedipus beweiset, als auch die ägyptische hatte ihre Sphinxe. Diese ist in Abbildungen gewöhnlich, wie eine Löwinn mit vorgestreckten Vorderfüßen gelagert, und hat das Haupt einer weiblichen Figur, welche mit einem in Falten gelegten Tuche bedeckt ist. Die in der Nähe von Cairo im Sande versunken und aus einem einzigen Stein gehauene Gestalt der Sphinx ist 148 Fuß lang, und mehr als 60 Fuß hoch, sie ragt aber jetzt nur noch 27 Fuß hoch aus dem Sande. Die Aegyptier stellten sie vor die Thore ihrer Tempel um anzudeuten, daß der Dienst der Götter mystischen Sinn enthalte. (~Stat. I. Theb. -- Dapper. Descr. Afr.~)]
[Fußnote 13: =Vers 197.=
+Die Obelisken+, oder Spitzsäulen, dienten bei den Aegyptier zur Zierde der Plätze vor ihren Tempeln. Mehrere erheben sich über dem Fußgestelle noch zu 150 Fuß Höhe in das Gevierte, spitz zulaufend, sie sind gewöhnlich aus rothem Granit aus einem Steine gehauen und die meisten mit Hieroglyphen versehen. Von August angefangen, haben mehrere römische Kaiser sie nach Rom schaffen und erhöhen laßen, die aber dann bei dem Einfall der Barbaren umgestürzt wurden. Erst von dem unternehmenden Papste Sixtus V. 1588 und 1589 wurden zwei der größten, einer auf dem Petersplatz, und der andere vor der Kirche S. Giovanni di Laterano, wieder aufgerichtet (+Ueber die Obelisken+ siehe +Zoegas+ Werk ~+De origine et usu Obeliscorum, Romae+~ 1797)]
[Fußnote 14: =Vers 199.=
+Die Pyramiden+, Denkmaale des Despotismus der alten Könige von Aegypten, die diese, vierseitig spitz zulaufenden Massen aus Stein oder Ziegeln sich zu Begräbnißplätzen haben erbauen lassen. Um Memphis herum stehen noch beiläufig 40 solche Pyramiden, deren höchste, jene des Cheops, über 600 Fuß Höhe, und eben so viel in der Basis mißt. Was Herodot, Strabo und Diodor von den Pyramiden berichten, wurde durch die Neuern, vorzüglich durch Savary, und durch Denon, während Napoleons Züge nach Aegypten, großen Theils bestätiget. (Siehe ~+Grobert Description des Pyramides de Gizè, Paris etc.+~)]
[Fußnote 15: =Vers 218.=
So verschieden diese Meinungen der Ausleger über die gewaltsame That Moses sind, so ist (+Apostelgeschichte+ VII. Cap. 23. Vers u. folg.) aus der Rede des Stephanus M. zu entnehmen: daß er sie aus dem Antriebe Gottes, des Herrn über Leben und Tod, vollführt habe. Die Folgen davon wirkten entscheidend auf Moses Schicksal, und die Befreiung des Volks Israel.]
[Fußnote 16: =Vers 265.=
Siehe oben: Anmerkungen zu Abraham 2te Anmerkung 17ten Vers.]
[Fußnote 17: =Vers 274.=
+Canaan+ (Palästina, das gelobte Land) war einst der fruchtbarste Theil von Syrien. Gegen Morgen hatte es das wüste Arabien, gegen Mittag die Wüste Paran und Aegypten, gegen Abend das Mittelländische Meer, und gegen Mitternacht den Berg Libanon zur Gränze, wodurch es von Phonikien abgesondert wurde. Den Nahmen Canaan hat es von einem Sohne Hams, dem Enkel Noahs, erhalten.]
[Fußnote 18: =Vers 284.=
Die Hebräer lebten seit dem Tode Jakobs 215 Jahre unter den abgöttischen Aegyptiern, und hörten von so vielen Nahmen der falschen Götter sprechen, darum fragte Moses, wie er, der wahre Gott, vor seinen sinnlichen Landsleuten genannt seyn wolle? +Moses+ II. Cap. 15. Vers, erklärt durch VI. Cap. 3. Vers, zeigt, daß erst von diesem Zeitpunkt an Gott der Nahme +Jehova+ allgemein beigelegt worden sey.]
[Fußnote 19: =Vers 303.=
Der +Aussatz+ war eine fürchterliche, in Aegypten einheimische Krankheit, und besonders der weiße für unheilbar gehalten. Dahero solch ein Wunder, durch Moses gewirkt, seine göttliche Sendung vor den Aegyptiern erweisen mußte.]
[Fußnote 20: =Vers 312.=
Der +Nil+ ward von den Aegyptiern für eine Gottheit, und zugleich für den Sitz mehrerer ihrer Götter gehalten.]
[Fußnote 21: =Vers 330.=
I. B. +Moses+ 3. Cap. 15. Vers heißt es „Ich will zwischen dir (der Schlange) und dem Samen des Weibes Feindschaft stiften, und er soll dir das Haupt zertreten.“ Daß unter dem Samen +Heras der Messias+ verstanden werde, sehen wir im +Briefe Pauli Galat.+ III. Cap 8-16.]
[Fußnote 22: =Vers 333.=
Die höchst rührende Erzählung von Abrahams Bereitwilligkeit, seinen Sohn zu opfern, siehe I. B. Moses 22 Cap.]
[Fußnote 23: =Vers 336.=
Diese ist die Stelle im I. B. Moses 22 Cap 19. Vers, die Paulus in dem angeführten Briefe an die Galater (s. Anmerkung 7 zu Abraham) anführt.]
[Fußnote 24: =Vers 338.=
Mehrere unter den ältern Auslegern, als Justin M., Tertullian, und Cyprian, behaupten, daß Moses unter diesen Worten II. B. 4. Cap 13. V. den Messias gedacht habe.]
[Fußnote 25: =Vers 371.=
Die +Gezelte+ der Beduinen im peträischen Arabien sind länglich, und ruhen auf mehreren Stangen, deren mittlere zwei, auch drei an der Zahl, höher als die übrigen sind, so daß diese Zelte, mit einem, aus schwarzen Ziegenhaaren dichtgewebten Tuche bedeckt, von weitem die Gestalt eines Kameels darbiethen. Sie haben gewöhnlich drei Abtheilungen, in der ersten ist bei Vornehmeren die Dienerschaft, und bei Gemeinen das junge Vieh, das noch bei Nachtzeit eines Obdachs bedarf, beherbergt. Die zweite Abtheilung ist für die Männer, und die dritte für das Frauenzimmer bestimmt. Anstatt der Thüre wird ein Stück der Zeltdecke aufgehoben (+Niebuhrs Reisen+ S. 233. -- +D’Avieux+ III. Th. S. 306 +Schav -- Dombay,+ etc.)]
+Zweiter Gesang.+
[Fußnote 1: =Vers 6.=
Das Land, oder vielmehr die Provinz +Gosen+, in welcher die Israeliten wohnten, und welches von allen jenen Plagen verschont blieb, die auf Aegypten lasteten, wurde ihnen vom Pharao zum Wohnsitz angewiesen als Joseph seine Brüder mit Jakob, ihrem alten Vater, dahin rief.]
[Fußnote 2: =Vers 73.=
Die Kunst, Schlangen zu zähmen, war in Aegypten zu Hause, und die Gaukler bedienten sich derselben, um durch sie, als vermeintliche Götter, das Volk in Furcht, und Staunen zu setzen.]
[Fußnote 3: =Vers 82.=
Siehe Buch der Weisheit, Cap 18.]
[Fußnote 4: =Vers 115.=
Im Mosaischen Gesetz waren verschiedene Arten von Opfern vorgeschrieben: +Brandopfer+ von Rindern, Schafen und Ziegen, und +(unblutige) Speisopfer+ von Kuchen aus Mehl, zum äußeren Zeichen der Gottesverehrung -- dann +Dankopfer, Versöhnopfer, Schuldopfer u. s. w.+ deren Beschaffenheit durch ihre Benennung bezeichnet wird (III. B. Mosis 1.-7. Cap.)]
[Fußnote 5: =Vers 125.=
Die +Handmühlen+ waren, und sind noch heut zu Tage in den Morgenländern im Gebrauche, wo es der, durch Wasser getriebenen Mühlen nur wenige gibt. Das Mahlen war eine harte Arbeit und wurde bei den Hebräern und Aegyptiern, und auch bei den alten Griechen (+Odyss+ VII. Ges. 104. XX. 105.) von den Sklavinnen verrichtet (+Niebuhr+ Beschreibung von Arabien S. 51 und Reisebeschreibung I. Theil 152. -- Schab etc.)]
[Fußnote 6: =Vers 143.=
Als Anspielung auf das schuldlose Opfer auf dem Kreuze, dessen Gebeine nicht zerbrochen worden sind (II. Buch +Mosis+ 12. Cap. 46. Vers -- +Joh.+ 19. 36. Vers.)]
[Fußnote 7: =Vers 199.=
+Mirjam+ heißt zwar die Schwester Mosis, die bei seiner Rettung aus dem Nil zugegen war, und zur Zeit des Auszugs von Aegypten über 90 Jahre alt gewesen seyn muß, allein sehr oft werden in den Schriften des A. B. die Enkelinnen Töchter genannt und da II. B. +Mosis+ 6. Cap. 16. u. 18. Vers das Geschlechtsregister des Levi, von welchem Moses abstammte, angeführt wird, so heißt es im 20. Vers „Amram aber heirathete die Jochebed, seine Muhme, die ihm den Moses und Aaron geboren hat.“ etc. Von der Mirjam ist keine Rede, daher wird sie hier willkürlich, und in scheinbar möglichem Sinne, Mosis +Schwesterkind+ genannt.]
[Fußnote 8: =Vers 219.=
Im Buch der Weisheit, in den Schriften des Epiphanius, Tertullian, Clemens von Alexandrien, und Anderer wird die Handlung der Hebräer, welche bei dem Auszug Geschenke von den Aegyptiern forderten, und erhielten, rechtfertigend dargestellt weil sie für die erhaltenen Kostbarkeiten zur Zeit der Ernte ihre Häuser, und Güter, und auch den Lohn der Arbeit zurücklassen mußten.]
[Fußnote 9: =Vers 244.=
Nach einigen Auslegern soll +Ramses+ die Stadt +Cairo+ gewesen seyn, nach andern die ganze Gegend, von der Residenz bis dorthin, so geheißen haben. Die Stelle des ersten Lagerplatzes +Succoth+ ist unbekannt.]
[Fußnote 10: =Vers 267.=
Die Hebräer sollen nach dem allweisen Plane Gottes nicht den nächsten Weg nach Canaan ziehen, sondern, nach einer entwürdigenden Knechtschaft unter den Abgöttern in Aegypten, durch einen 40jährigen Aufenthalt in der Wüste zu einem eigenen Volk gebildet, und dadurch zur Fortpflanzung der wahren Religion fähig gemacht werden. Darum leitete sie die Wolkensäule von dem nächsten Wege gegen des Schilfmeer zurück.]
[Fußnote 11: =Vers 310.=
+Baal Zephon+ bedeutet einen, mit vielen Höhlen versehenen Ort, ein solcher findet sich bei Suez.]
[Fußnote 12: =Vers 337.=
Das +Buch der Weisheit+ gibt die hier angenommene, von den meisten Uebersetzern verfehlte, und dennoch einzig mögliche Erklärung des 8. Verses in Mosis Siegesliede an (S. +Buch der Weisheit+ 19. Cap. 7. Vers -- II. B. +Mosis+ 15. Cap. 12. Vers und +Psalm+ 76, 19-113 7)]
[Fußnote 13: =Vers 359.=
Buch der Weisheit Cap. 19.]
[Fußnote 14: =Vers 389.=
Im Texte heißt es „Jehova sah aus der Wolkensäule auf die Aegyptier herab,“ -- eine Redensart, welche auch nach Psalm 76 von Donner und Blitz verstanden wird.]
[Fußnote 15: =Vers 450.=
Diese Stelle wird im Siegesliede (II. B. +Mosis+ 15. Cap. 20. Vers) am Ende angeführt, obschon es, wie es aus den Worten selber erhellt, der Refrain war, der in verschiedenen Stellen des Liedes einfiel.]
[Fußnote 16: =Vers 466.=
Siehe über diese Stelle das +Buch der Weisheit+, Cap. 19. Vers 7. und oben die Anmerkung Nr. 12.]
+Dritter Gesang+
[Fußnote 1: =Vers 6.=
Eine Tagreise weit von Suez nach der Wüste, finden sich noch Quellen, welche von den Arabern die +Brunnen Mosis+ genannt worden. +Mara+ bedeutet im Hebräischen +Bitteres+, daher die Benennung jener Quellen (~Thevenot Voy.~).]
[Fußnote 2: =Vers 10.=
Die Wüste +Sin+, welche noch heut zu Tage denselben Nahmen führt. ist eine lange, sandige Ebene längs dem Meere, und noch der angenehmere Theil des peträischen Arabiens. +Rephidim+ ist eine Landschaft ungefähr 20 Meilen von +Sin+, welche dem Berge Sinai gegen Abend liegt.]
[Fußnote 3: =Vers 33.=
Siehe oben Anmerkung zum ersten Gesang. Anmerkung Nr. 6.]
[Fußnote 4: =Vers 97.=
Siehe +Evangelium Johannis+ 1. Cap. 1. Vers u. f.]
[Fußnote 5: =Vers 110.=
Siehe +Apostelgeschichte+ 2. Cap. 4. Vers.]
[Fußnote 6: =Vers 133.=
Im II. Buch +Mosis+ 23. Cap. 20. u 21. B. sagt Jehova zu Moses „Ich sende einen Engel vor dir her -- -- -- Er wird euch eure Uebertretung nicht verzeihen. +Er ist, der ich bin+,“ -- welche Worte, ohne die Anwendung auf Christo, d. h. die zweite göttliche Person, gar keinen Sinn hätten. (Siehe oben: Anmerkung zum ersten Gesang. Anmerk. Nr. 16.)]
[Fußnote 7: =Vers 143.=
Im II. B. +Mosis+ 19. Cap. 6. Vers heißt es: „Ihr sollt mein Königreich, meine Priester, und ein, mir geweihtes Volk seyn.“]
[Fußnote 8: =Vers 159.=
Die +Papierstaude+ (~Cyprus Papyrus~), eine Binsenpflanze, welche in Aegypten zu Hause ist, und dort vor der Erfindung des Papiers zum Schreiben gebraucht wurde.]
[Fußnote 9: =Vers 165.=
+Hütte des Bundes, Stiftshütte, Heiligthum,+ wie Jehova selber II. B. +Mosis+ 25. Cap. 8. V. sie heißt: „Sie sollen mir ein Heiligthum bauen.“ --]
[Fußnote 10: =Vers 216.=
Auf dem Berge Zion zu Jerusalem wurde durch Salomo, Jehova zu Ehren, der erste Tempel erbaut. (I. +Buch der Könige+ 6. Cap.), und nachdem dieser unter Nebukadnezar zerstört ward, bauten ihn die Juden, nach der Heimkehr aus der babylonischen Gefangenschaft, mit Erlaubniß des Cyrus, wieder auf (+Esdra+ 1. 3. 4. Cap.); doch glich er an Herrlichkeit dem ersten nicht, so daß die Prophezeiung +Haggäus+ 2. Cap. 8. und 10. Vers allgemein von dem Heiland und seiner neu gegründeten Kirche gedeutet wird.]
[Fußnote 11: =Vers 219.=
Siehe Evang. Math. 17. Cap. von der Verklärung Christi.]
[Fußnote 12: =Vers 227.=
Brief an die Hebräer 10. Cap. vom 1. bis 5. Vers.]
[Fußnote 13: =Vers 229.=
Offenbarung Johannis 8. Cap. 4. Vers.]
[Fußnote 14: =Vers 236.=
Der +siebenarmige Leuchter+, das Zeichen der sieben Engel, die um den Thron des Ewigen stehen. (Buch +Tobia+ 12. Cap. 15. Vers, und +Offenbarung Joh.+ 8. Cap. 2. Vers.)]
[Fußnote 15: =Vers 238.=
Offenbarung Joh. 2. und 3. Cap.]
[Fußnote 16: =Vers 240.=
Die sieben Sakramente, als Gnadenmittel zur Seligkeit, nach der Lehre der katholischen Kirche.]
[Fußnote 17: =Vers 249.=
Siehe oben +Anmerkung+ 9. und, beziehend auf das N. T. I. Buch +Petr.+ 2. Cap. 4. und 5. Vers.]
[Fußnote 18: =Vers 255.=
Nach Moses, und Josua waren die Richter auf unbestimmte Zeit die erwählten Heerführer der Nation -- beiläufig das, was die Dictatoren den Römern waren. Unter Samuel begehrte das Volk einen König, und Saul bestieg zuerst den israelitischen Thron.]
[Fußnote 19: =Vers 258.=
Durch Salmanassar, König von Assyrien, wurden zuerst die Zehen Stämme in die +assyrische+ (II. +B. der Könige+ 17. Cap. 6. Vers) und durch Nebukadnezar der übrige Theil in die babylonische Gefangenschaft geführt. (II. +B. der Könige+ 23. Cap. 11. Vers.)]
[Fußnote 20: =Vers 281.=
Bei den Götzendienern aller Nationen machten gewöhnlich die Opfer, dann Mahlzeiten und Tänze, das Wesentlichste der Festfeier aus, welche letztere oft in die höchste Unsittlichkeit ausarteten.]
[Fußnote 21: =Vers 285.=
So sehr auch Aaron durch seine Nachgiebigkeit gegen das Begehren des Volkes: ein Götzenbild in der Gestalt eines goldenen Kalbes zu errichten, gefehlt hatte, so ist, bei der Dunkelheit dieser Stelle der h. Schrift, noch immer die Frage: ob er, nach II. B. +Mosis+ 32. Cap. 5. Vers, wo es heißt: „da solches Aaron sah, erbaute er demselben einen Altar, und kündigte auf den folgenden Tag dem Jehova ein Fest an,“ -- nicht die Absicht haben mochte, gerade durch die unsinnige Errichtung eines todten Götzenbildes in der Nähe des, im Donner- und Posaunenhall sich verkündenden, lebendigen, wahren Gottes, das Volk auf den rechten Weg zurückzuführen. Wirklich sehen wir auch in der Folge keinen Beweis, daß Jehova sein Benehmen dabei besonders gerügt hätte; vielmehr wurde er von ihm bald darauf zum Hohenpriester erwählt.]
[Fußnote 22: =Vers 293.=
+Apostelgeschichte+ II. Cap. 4. und 41. Vers.]
[Fußnote 23: =Vers 313.=
Es war bei den Hebräern gebräuchlich, gewisse kurze Sinnsprüche zur öfteren Erinnerung in den sogenannten +Denkzetteln+ (+Tephilin+, +Philakteria+) an der Stirne und den Armen zu tragen, und sie über die Thürpfosten und Thore zu heften. Die Worte: „+Dem Herrn heilig+,“ oder geweihet, waren auf ein Blättchen von Gold, welches über der Stirne von einem Ohre zum andern reichte, eingegraben. Sie war zugleich eine verzierende Einfassung der hohenpriesterlichen Tiare (Mütze, Horn), über deren Gestalt verschiedene Meinungen sind.]
[Fußnote 24: =Vers 314.=
Das +Ephod+ war das Vorbild jenes Theils der Pontifical-Kleidung der Bischöfe, welches ~Tunicella~ heißt, und ihm vorne, und rückwärts zu den Lenden hinabreicht. Sie war über jeder Schulter mit einem Onyxsteine zusammengeheftet, auf welchem die Namen der zwölf Stämme eingegraben waren. Das Ephod selbst war aus feiner, gezwirnter Baumwolle gewebt.]
[Fußnote 25: =Vers 318.=
Der +Brustschild+ war aus eben diesem Zeuge, viereckig über der Brust mit vier rückwärts gezogenen Kettchen, über dem Ephod, an der Brust befestiget, auf welchem die, hier genannten, zwölf Steine, jeder den Nahmen eines der Stämme enthaltend, geheftet waren. --]
[Fußnote 26: =Vers 323.=
+Urim+ und +Thummim+, nach der Meinung einiger Schriftforscher drei uralte, schon vor Mosis Zeit, als heiliges Los, gebrauchte Steine, von welchen der eine +bejahend+, der zweite +verneinend+, und der dritte +keine Antwort+ gebend war. Nach der Erbauung des Tempels kommt ihr Gebrauch nicht mehr vor. --]
[Fußnote 27: =Vers 330.=
III. B. +Mosis+ 16. Cap. 6. Vers u. flg. sehen wir, wie an dem jährlichen Versöhnungsfeste über zwei Ziegenböcke das Los geworfen, der eine geschlachtet, und der andere frei in die Wüste hinaus entlassen ward. Ueber dessen Vorbedeutung: siehe +Brief an die Römer+ 4. Cap.]
[Fußnote 28: =Vers 338.=
In dem +Brief an die Hebräer+, 7. Cap. 26. und 27. Vers, wird unser Erlöser das +Opfer+, und der +Hohepriester+ zugleich, genannt.]
[Fußnote 29: =Vers 418.=
Nach IV. B. +Mosis+ 12. Cap. 1. Vers hatte Moses, wahrscheinlich nach Zipora’s Tod -- eine Aethiopierinn geheirathet. Es war laut Jehovas Gesetz dem Israeliten erlaubt eine Ausländerinn, nur nicht aus Canaans Volke, zu heirathen. Aaron und Mirjam bezeigten ihren Unwillen darüber, weil Moses, nach ihrer Meinung, aus einem der angesehensten eigenen Stämme hätte eine Frau nehmen sollen.]
[Fußnote 30: =Vers 435.=
Bei einem allgemeinen Murren des Volks wider Moses und Aaron (siehe IV. B. +Mosis+ 17. Cap.) mußten auf Jehova’s Befehl die Oberhäupter der zwölf Stämme, jeder einen Stab von Mandelbaumholz geschnitzt in der Unterredungshütte zunächst vor dem Allerheiligen, hinterlegen. Am folgenden Morgen fand es sich, daß Aarons Stab allein grünte, Blätter und Früchte trieb, zum Zeichen: daß dem seinen des Priesterthums Ehre gebühre.]
[Fußnote 31: =Vers 439.=
+Haderquelle+ (+Mosis+ IV. B. 20. Cap.), bei einem Volksaufstand wegen des mangelnden Wassers, scheinen Moses, und Aaron die Fassung verloren, und das Wunder nicht mit Ruhe, und Vertrauen zu Jehova, wie sonst, gewirkt zu haben. (Ueber diese Stelle siehe ~E. F. C. Rosenmülleri Scholia in Vetus Testamentum. 2. B. S. 293.~)]
[Fußnote 32: =Vers 452.=
Zur Strafe der Unzufriedenheit auf ihrer Reise nach dem Lande Canaan, wurden die Israeliten durch Schlangen gebissen. Jehova hieß den Moses eine eherne Schlange auf einen hölzernen Pfahl hängen, und alle, die nach ihr blickten, wurden geheilt. (IV. B. +Mosis+ 31. Cap.) In der Gestalt der Schlange wurde das erste Menschenpaar von dem Holze herab verführt. Von diesem, woher ihr der Jammer kam, sollte ihr auch die Hülfe kommen. So spricht, als von dem Vorbilde des Erlösers, der Lieblingsjünger (+Joh.+ 3. Cap. 14. und 15. Vers) davon.]