Mene tekel! Eine Entdeckungsreise nach Europa

Part 8

Chapter 82,898 wordsPublic domain

Die kurzsichtige Menschheit war selbst schuld daran, daß es nicht zugleich der Anfang einer neuen, vernunftgemäßen Weltordnung werden konnte. In unbegreiflicher Verblendung hatte man die kraftvollen Triebe einer sich mächtig emporringenden Neugestaltung vernichtet. Das einzige Mittel, die altersschwache Gesellschaft neu zu verjüngen, existirte nicht mehr. _Die Gesellschaft hatte den Ast, auf dem sie saß, selbst abgesägt._ So konnte es also nicht anders kommen, als es thatsächlich gekommen ist. Eine gebildete, politisch und wirthschaftlich reife Arbeiterschaft hatte man nicht gewollt; nun mußte man fertig zu werden suchen mit dem, was die Gesellschaft selbst aus den Arbeitern gemacht hatte: eine ungeheure Masse gänzlich verwilderter, physisch und geistig auf tiefster Stufe stehender Menschen, die, zur Herrschaft gelangt, nichts Neues zu schaffen, sondern nur noch zu zerstören wußten. Und diese Zerstörung besorgten sie gründlich! Berlin war in Flammen aufgegangen, in einen Trümmerhaufen verwandelt worden. Von dort aus pflanzte sich der Aufstand über das ganze Reich, über alle capitalistisch organisirten Staaten fort. Zwei Tage nach unserer Ankunft in Weimar befanden wir uns wieder auf der Flucht. Die Flammen brennender und ausgeplünderter Städte beleuchteten unseren Weg, wenn wir zur Nachtzeit auf Seitenpfaden durch die Berge wanderten. Ueberall, wohin wir auch kamen, wo wir auch zu rasten versuchten, fanden wir dasselbe. Von jedem Orte verjagte uns wieder die immer weiter um sich greifende Bewegung. Unbeschreibbar sind die Schreckensscenen, die wir erlebten und wie ein Wunder erscheint es mir, daß wir all' diesen Gefahren entrannen.

Der stolze Bau des deutschen Reiches sank vor unseren Augen in Trümmer und nach langen Irrfahrten fanden wir endlich an den Ufern dieses Sees, wo es nichts mehr zu zerstören gab, eine Zufluchtsstätte. Möchte eine nachfolgende Generation, wenn ihr diese Aufzeichnungen zu Gesichte kommen, die furchtbare Lehre beherzigen, welche sie verkünden und möchte einst diesem, durch die Unvernunft der Menschen zu Grunde gerichteten Erdtheil eine neue, schönere Zukunft erblühen.«

Erschüttert, lautlos saßen die Drei da, als Waltraut geendet hatte. Vor Kurt's geistigem Auge zog das Schreckensbild einer zusammenbrechenden Culturepoche vorüber -- dann aber sprang er auf:

»Die schönere Zukunft ist nahe, weit näher, als ihr glaubt!« rief er lebhaft. »Die socialen Ideen sind nicht untergegangen; hier in Europa haben die Sünden des Capitalismus sie wohl mit allem Uebrigen vernichtet, aber in Afrika drüben leben sie noch und haben die herrlichsten Früchte gezeitigt. Wir wissen dort nichts von Reichthum und Armuth, nichts von Standesunterschieden; bei uns genießt Jeder, was seine Arbeit schafft, und Niemand kann ihm die Früchte seines Fleißes durch Gewalt oder List entwinden. Von Afrika wird neues Licht über diesen dunklen Erdtheil ausströmen und ihn der Cultur wiederum zurückgeben!«

Er hatte mit Feuer gesprochen und unwillkürlich das Buch, welches so werthvolle Aufschlüsse enthielt, zu sich herangezogen. Da fielen seine Blicke auf jene Stelle, wo Waltraut's Urahn mit fester Hand seinen Namenszug unter die Schrift gesetzt hatte, und wie electrisirt fuhr er auf.

»Dieser Name, Waltraut, der hier steht, ist ja auch der meine. Oh, jetzt gehen mir erst die Augen auf. Auch die Stadt, in der dieser Mann lebte, ist ja die nämliche, wo sich meine Vorfahren aufhielten. Kannst Du's glauben, Waltraut, wir sind von gleichem Stamme?« Und mit komischer Würde sich verneigend, sprach er: »Waltraut, ich habe die Ehre, mich Dir als Vetter aus Afrika vorzustellen.« Waltraut lachte herzlich und duldete ohne Widerrede, daß der neugefundene Verwandte ihr galant die Hand küßte. Auch der alte Günther lächelte vergnügt ob der unerwarteten Entdeckung. Der ernste Eindruck, den die Aufzeichnungen des Urahn hinterlassen hatten, wich einer behaglicheren Stimmung und noch lange saßen die Drei plaudernd zusammen, sich des seltsamen Zufalls freuend, der sie auf so wunderbare Weise zusammengeführt hatte.

Seit jenem Abend war wieder eine geraume Zeit in's Land gezogen. Der Frühlingswind hatte schon längst die Eisdecke des Sees gesprengt und die uralten Buchen am Seestrande bedeckten sich mit zartem Grün. Auch in den Herzen der beiden jungen Leute war der Frühling eingezogen, und als die ersten Schwalben die Hütte zwitschernd umkreisten, legte Vater Günther die Hände der Liebenden zum ewigen Bunde in einander. Eines Abends, als Kurt mit seinem jungen Weibe im Nachen über den See fuhr, gewahrte er auf einer Waldblöße ein seltsames Schauspiel.

Eine große Schaar bewaffneter Männer näherte sich, aus dem Dickicht tretend, dem Ufer, Hornsignale ertönten und eine Fahne flatterte in der Luft.

Im ersten Moment hatte Kurt erschrocken die Ruder eingezogen, als aber sein Ohr die Trompetenrufe vernahm, und sein Blick die Flagge gewahrte, jauchzte er vor Freuden laut auf und begann aus Leibeskräften auf die bezeichnete Stelle loszurudern. Er hatte die Farben des Freilandstaates erkannt; einige Minuten später standen er und Waltraut am Ufer, umringt von den Mitgliedern der neuen vom Süden heraufgezogenen Expedition, und des Fragens und Händedrückens wollte kein Ende nehmen. Da drängte sich ein junger, sonnverbrannter Afrikaner durch den Kreis: »Alle Wetter, Kurt, werden die Todten wieder lebendig?« rief er, nahm den Ueberraschten ohne weiteres beim Kopf und küßte ihn herzhaft, zwei, dreimal.

»Willy!«

Die Freunde umarmten sich lange und innig.

»Hast Du am Ende doch ein Bäschen gefunden, alter Junge?« meinte Willy, als er Waltraut bemerkte, die verwirrt und scheu im Kreise der fremden Männer stand.

»Errathen, lieber Freund,« lachte Kurt, »die aber kann ich Dir nicht abtreten, die behalte ich für mich selbst.«

»Das ist zwar gegen die Verabredung, und ich sollte böse Miene zu Deinem guten Spiele machen! Na, warte nur, wenigstens werde ich ihr Alles erzählen, was wir Beide ausgemacht haben,« erwiderte Willy und bot der jungen Frau treuherzig die Rechte, in die Waltraut herzhaft einschlug.

* * * * *

So manches Jahr ist seitdem verflossen.

Der alte Günther schläft am Gestade des Victoria-Nyanza schon längst den letzten Schlaf; Waltraut aber hat an der Seite ihres Gatten das Heimweh nach den deutschen Wäldern überwunden, und bildet sich ein, die glücklichste Frau und Mutter von ganz Afrika zu sein.

Auf dem Boden des verwüsteten deutschen Reiches und der anderen europäischen Staaten aber erblühen von Jahr zu Jahr immer mehr Ansiedlungen, die ihre Bewohner aus Afrika erhalten; eine neue Culturepoche, auf gesunder und vernunftgemäßer Grundlage in's Werk gesetzt, beginnt für das in tiefe Barbarei versunkene Europa. In diesem neuen Staate, der hier beginnt, wird es weder Reiche, noch Arme, weder Hoch noch Nieder, weder Deutsche noch Franzosen, sondern nur Menschen, und zwar glückliche, zufriedene Menschen geben.

Der jüngste Tag.

Wenn die Menschheit einer Krisis entgegen geht, richten sich alle Blicke mehr denn je in die Zukunft, regt sich mit Macht das Bestreben, den Schleier der kommenden Zeit zu lüften. Während Politiker und Gelehrte an der Hand der Thatsachen, die ihnen die Jetztzeit liefert, die Gestaltung zukünftiger Verhältnisse zu ergründen suchen, schweift die Phantasie des Dichters noch weit über die ihnen gesteckten Grenzen hinaus in eine nebelhafte Ferne, ja bis an's Ende der Tage. Auf diesem Wege hat der Verfasser des vor mir liegenden Buches[1] schon den äußersten Markstein überschritten, der das Gebiet des Realen vom Reiche des phantastischen Märchens abgrenzt. Der »jüngste Tag«, jenes Schreckgebilde kirchlichen Uebereifers, das so wenig harmonirt mit der milden Lehre Christi, tritt uns hier im verklärenden und versöhnenden Gewande der Poesie entgegen. Das Ganze mit seiner dichterisch schönen Sprache und seinem überwältigenden Bilderreichthum ist eigentlich ein Epos in Prosa, ein Stoff, der so gebieterisch nach Vers und Reim verlangt, daß sich der Verfasser diesem Drange selbst nicht entziehen konnte und den Schluß deshalb wenigstens in Stabreimen ausklingen läßt.

[Fußnote 1: »_Der jüngste Tag_«. Von Rud. Heinr. Greinz. Preis 1 Mark. Erfurt und Leipzig, Bacmeister's Verlag.]

»In der Welt tobte und brauste es von Streit. Es gab keine Bande der Achtung mehr und keine Bande der Liebe. Der Sohn wüthete gegen den Vater, Bruder gegen Bruder. Die Mutterliebe war zu einem längst entschwundenen Märchen geworden. Ein Märchen war auch der Glaube an Jesus Christus. Nur alte Leute erzählten sich noch, daß sie von ihren Voreltern erfahren, es sei die Sage, auf einem einsamen Eiland im weiten Weltmeer hausten die letzten Christen.«

In diese letzte Christengemeinde wird Helgrimur, der letzte Dichter, verschlagen. Draußen in der Welt hatten sie ihn verstoßen und verhöhnt, da er ihnen vom Schönsten und Hehrsten gesungen. Sie traten ihn mit Füßen und schalten ihn einen Thoren, da er sich mit Liedern in ihre Klugheit zu mischen wagte. Da zog er denn verzweifelnd fort in's Weite.

Hirt und Hüter der letzten Christengemeinde ist Anakletus, der, einem finsteren Wahn verfallen, durch Zauberkünste einem unerreichbaren Ziele nachstrebt. Die alte Welt will er zertrümmern, eine neue schaffen und selbst als Gott über ihr walten. In diesem Wahnwitze bestärkt und unterstützt ihn Ahasver, der ewige Jude, der verflucht ward zu wandern, »so lange noch zwei Menschen glücklich sind auf Erden, so lange noch eine Liebe keimt zwischen zwei reinen Herzen«.

Und so sehen wir die gespenstige Erscheinung Ahasver's überall auftauchen und hindernd dazwischen treten, wo reines Liebesglück emporkeimen möchte. Seine eigene Tochter Siona, die den schönen Fremdling liebt, stößt der ewige Jude von der Klippe in's Meer und erlöst sie zugleich, denn der Herr hatte ihr auf ihre Bitte gewährt, ewig mit Ahasver leben zu dürfen, bis der eigene Vater zum Tode die Hand gegen die Tochter erheben werde. Aber Helgrimur und Ismelda, die junge Verwandte des Anakletus, vermag auch Ahasver nicht zu trennen. Ein weißer Vogel schwebt über den Häuptern der Liebenden und folgt ihnen auf ihren Wegen. Das war die ewige Liebe, die am jüngsten Tage über das Meer geflogen kam. Anakletus gesteht den Aeltesten der Gemeinde seinen Gottesfrevel ein und wird an's Kreuz geschlagen.

»Die Kuppel des Domes schwand. Mitten in den fliegenden Wolken, umzuckt vom feurigen Schein der Blitze, hing der Gerichtete. Immer höher und höher strebte das Kreuz empor. Und immer höher wuchs mit ihm der ewige Jude. Zuletzt schienen sie Beide in Lüften zu schweben.

Das Volk lag auf den Knieen und wagte es kaum, emporzuschauen; denn in unendlicher Höhe schwebte der Gekreuzigte. Und der gespenstige Alte hatte sich an's Kreuz geklammert.

Aus der Höhe aber kam es wie mächtiger Gesang von vielen Tausenden ...

Libera de infernorum Poenis carnem fragilem, Infimoque peccatorum Da aeternam requiem!

Verschwunden war der Dom. Keine Altäre waren mehr zu sehen. Weite, graue Nebelmassen dehnten sich allwärts.

Helgrimur und Ismelda hielten sich umschlungen und standen aufrecht unter der knieenden Menge. Sie waren keines Lautes fähig und keiner Bewegung.

Und immer dichter und erstickender wallten die Nebelmassen. Ein fahler Schein glitt über sie hin und schien Gestalten aus ihnen zu weben, wie sie nie gewohnt auf Erden ... seltsame Gestalten. Und die Gestalten erfüllten die ganze Welt mit ihren riesigen Leibern. Aus der Höhe ertönten dumpfe Hammerschläge und gaben gewaltigen Widerhall durch die Welt.

Es schrie das Volk. Der Grund der Erde bebte. Durch die Nebel leuchteten feurige Zungen. Von ferne brauste es. Es war das Weltmeer, das aus seinen Gründen gewichen.

Und es schien sich zu bilden ein feuriger Arm, der weithin ragte durch die Welt. Helgrimur war es, als ob dieser Arm ihm winke.

Da löste sich ihm die Sprache. Noch einmal drückte der letzte Dichter sein Lieb an's Herz.

>Der _Herr_ sei uns gnädig am jüngsten Tage!< rief er.«

Und als der jüngste Tag vorüber und herrliche Wesen in überirdischem Schimmer ob dem Wasser schweben, wird Ahasver von Neuem verflucht und versinkt lautlos in den Wellen, auf deren Grunde er einsam wandern soll mit seiner Qual, damit sein Anblick nicht das Glück der reinen, ewigen Wesen störe.

Einen überraschenden Reichthum an tiefen Gedanken birgt das kleine Werk, das den Triumph der reinen über die sinnliche Liebe, über den öden Materialismus der hinsterbenden Welt in einer Weise schildert, deren nur ein echter Dichter fähig ist.

Bacmeister's Verlag in Erfurt und Leipzig.

Bismarck und der Staats-Socialismus.

Darstellung der socialen und wirthschaftlichen Gesetzgebung Deutschlands seit 1870

von William Harbutt Dawson, Verf. von »Der Socialismus in Deutschland und Ferdinand Lassalle« &c.

Aus dem Englischen übersetzt vom Bibliographischen Bureau zu Berlin.

Autorisirte deutsche Ausgabe.

Preis 2 Mark.

Zum Verständniß der brennendsten Fragen der Gegenwart ist dieses durchaus objektiv gehaltene Werk unbedingt nothwendig. Die Presse aller Parteien bezeichnet es einstimmig als eine Arbeit, die nur ein Ausländer, der fern vom deutschen Parteigetriebe steht, in dieser Klarheit schaffen konnte.

Bacmeister's Verlag in Erfurt und Leipzig.

Tiroler Leut.

Berggeschichten und Skizzen

von Rudolf Heinrich Greinz.

Preis 1 Mk.

Es ist eine ganz merkwürdige Welt, in die uns der Verf. verpflanzt; kindlich-naive und kindlich-gläubige Menschen, Naturkinder im vollsten Sinne des Wortes, so abgeschlossen von der Kulturwelt wie ihre hohen Berge, kindlich namentlich auch in Sachen der Religion. So fremdartig uns auch diese Welt vorkommt, so sehr heimelt sie uns doch an durch die Wahrheit und Treuherzigkeit der Schilderung. Es sind Erzählungen theils heiteren, theils ernsten Inhalts, lauter trefflich abgerundete, lebenswahre und lebenswarme kleine Gemälde, ein Strauß frischer und duftender Alpenblumen und -Kräuter, der Herz und Geist erquickt.

Das Abiturienten-Examen.

Gymnasial-Humoreske

von Rudolf Heinrich Greinz.

Preis 50 Pfg.

Hier sprudelt voller, frischer Humor, der Alt und Jung gefangen nimmt. Greinz ist, wie auch einzelne Erzählungen der »Tiroler Leut« zeigen, ein Humorist, der sich schnell einen weiten Freundeskreis erobert hat. Tiefer Ernst und heiterer Scherz stehen ihm zu Gebote, wie sie nur ein begnadeter Dichter haben kann.

Kultur- und Literatur-Bilder.

Herausgegeben von R. H. Greinz. 1. Heft. Preis 80 Pfg.

Ein tieferes Verständniß unserer Zeit zu erlangen, ist eine keineswegs leichte Aufgabe. Ist doch unser »fin de siècle« eine derjenigen Uebergangsepochen der Geschichte, die der Menschheit neue Bahnen der Entwickelung anzuweisen bestimmt sind, eine Zeit so voll gährenden Dranges, so voll Keime und Ansätze zu neuen Zukunftsgestaltungen auf allen Gebieten des Lebens, wie kaum eine der bis jetzt verflossenen Geschichtsperioden. »Unsere Zeit eilt in heftigem Zwiespalt fernen unbekannten Zielen zu«, sagt Leopold von Ranke von ihr. Es gehört schon eine gründliche geschichtliche und philosophische Bildung dazu, jene fernen unbekannten Ziele auch nur in den äußersten Umrissen vorausahnen, das Sphinxantlitz der Geschichte des nächsten Jahrhunderts auf die hinter ihm verborgenen Räthselfragen hin prüfen zu wollen. Da ist denn ein neues Unternehmen, wie das obengenannte, zeitgemäß und empfehlenswerth, das sich zum Ziele setzt, in übersichtlicher Darstellung ein volles Verständniß für die wichtigsten Strömungen und bedeutendsten Erscheinungen des Geisterlebens der Kulturvölker unserer Zeit zu erschließen und zwar in einem Tone, der die durstende Volksseele befriedigt, der zugleich gediegen und anziehend ist. Das bis jetzt vorliegende erste Heft, das folgende Arbeiten enthält: Zum tieferen Verständniß unserer Zeit von Dr. W. Calaminus. Reflexion über Richard Voß' »Die neue Zeit« von Adolf May. Die Armen und Elenden von R. H. Greinz. Die amerikanische Presse von Philipp Berges. Die Hypnose im Roman von Dietrich Eckart. Amerikanische Humoristen und Novellisten von M. Giovanni. Einblicke in die deutsche Literatur der Gegenwart -- verdient entschieden Anerkennung für das Geschick und den Takt, mit denen es diesem Ziele nachstrebt. Sämmtliche Arbeiten sind treffende Bilder wichtiger geistiger Strömungen unserer Zeit. Das neue Unternehmen ist auch wegen seiner Form beachtenswerth, denn es ist keine Zeitschrift, die regelmäßig erscheint, sondern als eine Bibliothek, eine Art Sammelwerk frei erscheinender und einzeln käuflicher Hefte gedacht, um es so allgemeiner zugänglich zu machen. Wir empfehlen es allen ernster Denkenden, die den rauschenden und brausenden Tagesströmungen unserer vielgestaltigen, lebensvollen Zeit auf den Grund schauen möchten, angelegentlich.

Bacmeister's Verlag in Erfurt.

Von Arnold v. d. Passer sind erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:

Gedichte.

Mark 1,--. Wagner, Innsbruck.

Neue Gedichte.

Mk. 1,--. S. Pötzelberger, Meran.

Herm. v. Gilm, sein Leben und seine Dichtungen.

Mk. 2,--. Liebeskind, Leipzig.

Ausgewählte Dichtungen

von Herm. v. Gilm,

Mk. 3,20. Liebeskind, Leipzig.

Volksschauspiele in Tirol.

Meran im Jahre 1809.

Mk. --,60. Literar. Institut, München.

Bacmeister's Verlag in Erfurt und Leipzig.

Kultur- und Literatur-Bilder.

Herausgegeben von Rudolf Heinrich Greinz.

Heft 1. Preis 80 Pfg.

Inhalt:

Zum tieferen Verständniß unserer Zeit.

Von Dr. W. Calaminus.

Reflexion über R. Voß' »Die neue Zeit«.

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Von Rudolf Heinrich Greinz.

Die amerikanische Presse.

Von Philipp Berges.

Die Hypnose im Roman.

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Amerikanische Humoristen und Novellisten.

Von M. Giovanni.

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Die »Kultur- und Literaturbilder« bilden eine Bibliothek frei erscheinender und einzeln käuflicher Hefte, die sich vornehmlich dadurch charakterisiren, daß sie in übersichtlicher Darstellung ein volles Verständniß für die wichtigsten Strömungen und bedeutendsten Erscheinungen des jetzigen Kulturlebens erschließen wollen. -- Allen Ernstdenkenden seien diese gediegenen und anziehend geschriebenen Bilder warm empfohlen.

Die allgemeine Volksschule

als Grundbedingung zur endgiltigen Lösung der Schulreform-Frage.

Von H. Schröer, Berlin.

Preis 80 Pfg.

Ein reiches und wohlgeordnetes Material unterrichtet über eine der wichtigsten Fragen der Gegenwart, so daß die Ansichten des Verfassers in den weitesten Kreisen Verbreitung und Beachtung gewinnen.

Bacmeister's Verlag in Erfurt und Leipzig.

Kleine Studien.

1. Die Behandlung der Tonkunst am Ausgange des 19. Jahrhunderts.

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Von Anton Huber.

Preis 50 Pfg.

2. Henrik Ibsen.

Ein Essay von Dr. Theodor Odinga.

Preis 20 Pfg.

3. Moderne Wege zum Wohlstand.

Skizzen aus dem amerikanischen Leben.

Von Philipp Berges. 1.-9. gleichlautende Auflage.

Preis 50 Pfg.

4. Die Entdeckung Amerika's durch die Normannen im 10. und 11. Jahrhundert.

Von H. Röttinger. -- Preis 30 Pfg.

5. Volksschauspiele in Bayern.

Von Adolf May.

3. Auflage.

Preis 30 Pfg.

Anmerkungen zur Transkription

Die Schreibweise der Buchvorlage wurde weitgehend beibehalten. Einige wenige Fehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):

[S. 28]: ... Ausgang kaum zweifelhaft sein konnte. Nach wenig ... ... Ausgang kaum zweifelhaft sein konnte. Nach wenigen ...

[S. 45]: ... Wohl fehlte es nicht an dunklen drohendem Gewölke, ... ... Wohl fehlte es nicht an dunklem drohendem Gewölke, ...

[S. 69]: ... Dienste der Gesellschaft stehend, war er erst vor wenig ... ... Dienste der Gesellschaft stehend, war er erst vor wenigen ...

[S. 74]: ... jetzt im Besitz einiger Wenigen und zahllose zerstörte ... ... jetzt im Besitz einiger Weniger und zahllose zerstörte ...